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Michael Kohlhaas

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Michael Kohlhaas ist einer der »rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit«. Mit unerschütterlicher Überzeugung glaubt der Pferdehändler an die Macht des Gesetzes. Als er eines Tages hinterhältigen Machenschaften zum Opfer fällt, wendet er sich an die Obrigkeit – die ihn jedoch, korrupt, wie sie ist, um sein Recht betrügt. Kohlhaas beginnt daraufhin einen unbeugsamen Rachefeldzug, in dem er keinen seiner Widersacher verschont …
Bis heute hat Kleists berühmteste Erzählung über den Kampf eines betrogenen und wutentbrannten Mannes gegen korrupte Rechtsverdreher und Staatsklüngel nichts an Aktualität eingebüsst.
Portrait
1777
18. Oktober: Bernd Wilhelm Heinrich von Kleist wird als Sohn des preussischen Offiziers Joachim Friedrich von Kleist und seiner zweiten Frau Juliane Ulrike, geb. von Pannwitz, in Frankfurt an der Oder geboren.
1788
Juni: Tod des Vaters. Kleist wird von dem Prediger und Übersetzer Samuel Henri Catel in Berlin unterrichtet (bis 1792).
1792
Juni: Eintritt als Gefreiter-Korporal in das Garderegiment Potsdam.
1793
Februar: Tod der Mutter.
März: Teilnahme am Rheinfeldzug der feudalen Koalition gegen die französische Republik (bis 1795).
1795
Juni: Rückkehr nach Potsdam.
1797
März: Beförderung zum Leutnant. Beginn der lebenslangen Freundschaft mit Ernst von Pfuel.
1799
April: Abschied vom Militär. Immatrikulation an der Universität in Frankfurt/Oder zum Studium der Rechtswissenschaften. Freundschaft und Verlobung mit Wilhelmine von Zenge, der Tochter des Ortskommandanten.
1800
August: Abbruch des Studiums und Rückkehr nach Berlin. Entwurf des Trauerspiels »Familie Ghonorez«, das 1803 u. d. T. Familie Schroffenstein erscheint.
November: Anstellung als Volontär im preussischen Wirtschaftsministerium in Berlin. Verlobung mit Wilhelmine von Zenge.
1801
Juli-November: Aufenthalt in Paris.
November: Rückreise nach Frankfurt am Main. Reise in die Schweiz.
1802
Februar: Kleist bezieht eine Wohnung auf einer Aare-Insel bei Thun. Arbeit an dem Lustspiel Der zerbrochne Krug und dem Trauerspiel Robert Guiskard, Herzog der Nordmänner.
Mai: Bruch mit Wilhelmine von Zenge.
Juli-August: Schwere Krankheit.
1803
Januar-März: Aufenthalt auf dem Gut Ossmannstedt von Christoph Martin Wieland in der Nähe von Weimar.
Selbstmordpläne.
Juli: Reise nach Bern, Mailand, Genf und Paris. Mit dem Plan, in die französische Armee einzutreten, reist Kleist weiter nach Boulogne-sur-Mer. Körperlicher und seelischer Zusammenbruch nach seiner Rückkehr nach Paris.
November: Rückkehr nach Deutschland.
1804
Januar-Juni: Aufenthalt in Mainz, wo er von dem Arzt und Schriftsteller Georg Wedekind behandelt wird.
September: Wiedereintritt in den preussischen Staatsdienst.
1805
Fertigstellung des Lustspiels Der zerbrochne Krug.
Mai: Anstellung in Königsberg als Diätar der Domänenkammer. Beginn des Studiums der Kameralwissenschaft an der Universität Königsberg. Arbeit an den Erzählungen »Michael Kohlhaas« und »Die Marquise von O....« sowie an der Tragödie Penthesilea und an dem Lustspiel Amphitryon.
1806
August: Krankenurlaub, fünfwöchige Kur in Pillau. Endgültige Aufgabe der Beamtenlaufbahn.
1807
Februar: Kleist gerät in französische Gefangenschaft.
April: Internierung im Kriegsgefangenenlager Chálonssur- Marne.
Juli-August: Entlassung aus der Gefangenschaft und Rückreise nach Berlin. Arbeit an dem Drama Käthchen von Heilbronn.
1808
Zusammen mit Adam Müller Herausgabe der Monatsschrift ›Phöbus. Ein Journal für die Kunst‹
2. März: Uraufführung von Der zerbrochne Krug in Weimar. Dezember: Fertigstellung des Dramas Die Herrmannsschlacht.
1809
Juni-Oktober: Aufenthalt in Prag. Schwere Krankheit.
November: Reise nach Frankfurt/Oder.
1810
Januar: Rückkehr nach Berlin. Bekanntschaft mit Adam Müller, Achim von Arnim, Clemens Brentano, Bernhard Anselm Weber, Friedrich de la Motte Fouqué, Rahel und Karl August Varnhagen in der Christlich-deutschen Tischgesellschaft.
17. März: Uraufführung von Das Käthchen von Heilbronn in Wien. Der erste Band der Erzählungen (»Das Erdbeben in Chili«, »Die Marquise von O....«; »Michael Kohlhaas«) erscheint.
Oktober: Die erste Ausgabe der von Kleist herausgegebenen Tageszeitung ›Berliner Abendblätter‹ erscheint, u. a. mit Kleists Aufsatz Über das Marionettentheater.
1811
Der zerbrochne Krug erscheint.
Juni: Kleist beendet sein Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg. Der zweite Band von Kleists Erzählungen (»Die Verlobung in San Domingo«; »Das Bettelweib von Locarno«; »Der Findling«; »Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik«; »Der Zweikampf«) erscheint. Um gang mit Marie von Kleist, August Graf Neithart von Gneisenau und Henriette Vogel. September: Kleist wird die Wiedereinstellung als Offizier in Aussicht gestellt.
21. November: Kleist begeht am Kleinen Wannsee bei Berlin gemeinsam mit Henriette Vogel Selbstmord.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 130
Erscheinungsdatum 22.10.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-35888-6
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 188/118/17 mm
Gewicht 154
Auflage 1
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Ein rechtschaffener Pferdehändler und sein Kampf um's Recht
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 17.10.2012

Für jede Neuauflage dieses Buches bin ich dankbar, denn das ist jedes Mal eine gute Gelegenheit, es wieder in der Buchhandlung auszulegen. Es Kunden zu empfehlen. Diese Geschichte eines Pferdehändlers, der um sein Recht kämpft, kein Recht bekommt, immer halsstarriger und fanatischer sich in seinen Rachefeldzug verbohrt, ... Für jede Neuauflage dieses Buches bin ich dankbar, denn das ist jedes Mal eine gute Gelegenheit, es wieder in der Buchhandlung auszulegen. Es Kunden zu empfehlen. Diese Geschichte eines Pferdehändlers, der um sein Recht kämpft, kein Recht bekommt, immer halsstarriger und fanatischer sich in seinen Rachefeldzug verbohrt, ist so grandios und so schauerlich, daß ich es immer wieder gerne lese und gerne verkaufe. Wenn Sie besonderen Wert auf schöne Sprache, schönes Deutsch legen, sind Sie bei Kleist immer in besten Händen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Mit gutem Grund ein Klassiker! Recht, Unrecht, Tugend, Rache - wie spielt dies alles zusammen? Interessant, immer noch aktuell und regt zum Nachdenken an.

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Kleist hat seine eigene Sprache
von einer Kundin/einem Kunden am 31.10.2011
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Neben Religion und dem Konzept der Fehde ist auch die Gerechtigkeit ein zentrales Thema in Kleists Michael Kohlhaas. Obwohl Kleists Satzbau etwas gewöhnungsbedürftig ist, da er extrem lange Satzkonstruktionen baut, ist Michael Kohlhaas sehr faszinierend. Aus einer relativ kleinen Ungerechtigkeit am Anfang des Buches entwickelt sich ein immer weitere... Neben Religion und dem Konzept der Fehde ist auch die Gerechtigkeit ein zentrales Thema in Kleists Michael Kohlhaas. Obwohl Kleists Satzbau etwas gewöhnungsbedürftig ist, da er extrem lange Satzkonstruktionen baut, ist Michael Kohlhaas sehr faszinierend. Aus einer relativ kleinen Ungerechtigkeit am Anfang des Buches entwickelt sich ein immer weitere Kreise ziehende Kampf um die Gerechtigkeit. Bis am Schluss sogar zwei Länder (Sachsen und Brandenburg) mit in die kriegerischen Auseinandersetzungen mit hineingezogen werden. Am Ende erhält Kohlhaas seine Gerechtigkeit, und muss selbst für die Taten bezahlen, die er begangen hat.

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Klassiker brauchen Pflege
von Gabi Küsgen aus Köln, Rhein-Center am 30.01.2011
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Meine Empfehlung im Kleist-Jahr 2011: in atemberaubender Sprache wird der Sieg der Gefühle in einer von Vernunft regierten Gesellschaft erzählt. Kleists Rache-Gelüste fand ich teilweise sehr bestürzend aber das Ende ist großartig! Spätestens in diesem Jahr lesen!

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Kompliziert zu lesen!
von AgatheM am 14.02.2007
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Meiner Meinung nach ist Kleist relativ schwer zu lesen und verwirrt. Die Problematik ist jedoch gelungen dargestellt worden und wenn man sich hineingelesen hat, läuft das Verstehen und Lesen des Buches viel besser. Michael Kohlhaas wandelt sich von einem rechtschaffenden Menschen zu einem Mörder, der als ,,entsetzlichster Mensch seiner Zeit"... Meiner Meinung nach ist Kleist relativ schwer zu lesen und verwirrt. Die Problematik ist jedoch gelungen dargestellt worden und wenn man sich hineingelesen hat, läuft das Verstehen und Lesen des Buches viel besser. Michael Kohlhaas wandelt sich von einem rechtschaffenden Menschen zu einem Mörder, der als ,,entsetzlichster Mensch seiner Zeit" beschrieben wird.

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