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Morgenland

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Ein grosses Panorama der Zeit, als in der Welt alles auf Anfang stand.
1946: Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv und hofft darauf, bei der nächsten grossen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Doch sie bekommt einen ganz anderen Auftrag: Im zerstörten Deutschland soll sie nach dem verschollenen jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen. Nach Angaben der Briten ist er in einem Konzentrationslager ermordet worden, sein Bruder in Jerusalem hat jedoch Hinweise darauf, dass er noch lebt. Für Lilya beginnt eine abenteuerliche Reise, und bald merkt sie, dass ihr nicht nur der britische Geheimdienst auf den Fersen ist, sondern auch ein mysteriöser Verfolger, der mit allen Mitteln verhindern will, dass sie Raphael Lind findet.
Von den staubigen Strassen Jerusalems über das zerstörte London, von einem amerikanisch verwalteten München über das überfüllte Flüchtlingslager Föhrenwald, von Offenbach bis nach Berlin und in die Lüneburger Heide folgen wir einer so entschlossenen wie liebenswerten Protagonistin bei ihrer spannenden Spurensuche. Ein epischer Roman über die Welt im Schatten einer Katastrophe.
Rezension
"Am Beispiel der Brüder Lind zeigt Abarbanell das ambivalente Verhältnis der Juden zu Deutschland und ihrer Suche nach Zugehörigkeit in einer Gesellschaft, in der sich viele von ihnen längst assimiliert hatten."
Portrait
Stephan Abarbanell, 1957 in Braunschweig geboren, wuchs in Hamburg auf. Er studierte Evangelische Theologie sowie Allgemeine Rhetorik in Hamburg, Tübingen und Berkeley (USA), und nahm am Creative-Writing-Kurs bei Walter Jens teil. Heute ist Abarbanell Kulturchef des rbb. Morgenland ist sein erster Roman. Der Autor, Vater dreier Kinder, unternahm viele Reisen nach Israel, auch auf den Spuren seiner eigenen Familie, und lebt mit seiner Frau, der Übersetzerin Bettina Abarbanell, in Potsdam-Babelsberg.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 464, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 08.09.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641165833
Verlag Karl Blessing Verlag
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Hoffnungsvoller Blick in eine ungewisse Zukunft
von einer Kundin/einem Kunden am 15.01.2016

Wir schreiben das Jahr 1946. Der Krieg ist seit gut einem Jahr vorbei, das Land im Umbruch, die Zukunft Palästinas ungewiss. Im britisch besetzten Palästina wartet die junge Lilya Wasserfall, die im Widerstand gegen die Briten aktiv ist, darauf, bei der nächsten großen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Lilya ist... Wir schreiben das Jahr 1946. Der Krieg ist seit gut einem Jahr vorbei, das Land im Umbruch, die Zukunft Palästinas ungewiss. Im britisch besetzten Palästina wartet die junge Lilya Wasserfall, die im Widerstand gegen die Briten aktiv ist, darauf, bei der nächsten großen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Lilya ist Kind deutsch-jüdischer Eltern, in Palästina geboren und hat die Zeit des Holocaust aus der Ferne miterlebt. Sie ist 22 Jahre jung und das Schicksal hat anderes mit ihr vor. Gegen ihren Willen wird die junge Frau nach Deutschland geschickt. Offiziell soll sie einen Bericht über das Flüchtlingslager Föhrenwald für 'Displaced persons', wo gerettete Juden auf ihre Ausreisegenehmigung warten, schreiben. Doch von ihrem Chef Ben Gedi hat sie einen geheimen Auftrag erhalten: Finde den vermutlich verschollenen bedeutenden Wissenschaftler Raphael Lind! Anfangs ist sie sehr enttäuscht über diese Aufgabe. Hatten zuvor doch britische Besatzer seinem in Jerusalem lebenden Bruder Elias Lind die Nachricht von dessen Tod überbracht. Doch schließlich gibt es Hinweise, dass Raphael lebt. Auf der Suche nach dem Totgeglaubten ahnt Lilya nicht, dass sowohl der britische Geheimdienst und ein mysteriöser Verräter, ihr nachstellen. Beide wollen mit allen Mitteln verhindern, dass sie Raphael Lind findet. Am Ende wird Lilya mehr finden, als sie je gedacht hat. Das Debüt des Autors Stephan Abarbanell ist ein Lese-Highlight. Es hat, obwohl die Geschichte fiktiv ist, biographischen Hintergrund. Der Autor ist ein Kenner des Landes. In den Siebzigern hat er in Israel gelebt, im Kibbuz gearbeitet und zu dieser Zeit Gespräche mit Holocaust-Überlebenden führen können. Nach eigener Aussage verbindet ihn eine tiefe Zuneigung zu diesem Land, welchem er gleichermaßen mit Sorge und Kritik gegenübersteht. Es ist ein ungewöhnlich berührender Roman über die Wirren und Hoffnungen der Nachkriegszeit, explizit des Jahres 1946. Die Geschichte, die wie ein Krimi daher kommt, wird Sie genau wie mich in den Bann ziehen und sicher nachhaltig beschäftigen. Es eröffnet neue Sichtweisen auf ein Nachkriegsdeutschland zur Zeit des Umbruchs, der Mühen des Wiederaufbaus und des Neubeginns. Am Ende des Buches finden Sie einen interessanten Zusatzteil mit Bildern und Informationen über die einzelnen Reisestationen von Lilya. Ein Roman, den Sie nicht verpassen sollten!

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Schnitzeljagd durch Nachkriegsdeutschland
von anushka aus Berlin am 26.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Palästina, 1946: Die junge Jüdin Lilya Wasserfall ist Mitglied des Widerstands gegen die britische Besatzung Palästinas. Doch statt die Expertin für Dechiffrierung an einem entscheidenden Schlag gegen die Briten zu beteiligen, bekommt sie die Aufgabe, einen verschollenen und totgeglaubten jüdischen Wissenschaftler in Deutschland aufzuspüren. In der Hoffnung, die... Palästina, 1946: Die junge Jüdin Lilya Wasserfall ist Mitglied des Widerstands gegen die britische Besatzung Palästinas. Doch statt die Expertin für Dechiffrierung an einem entscheidenden Schlag gegen die Briten zu beteiligen, bekommt sie die Aufgabe, einen verschollenen und totgeglaubten jüdischen Wissenschaftler in Deutschland aufzuspüren. In der Hoffnung, die Aufgabe schnell abschließen und die Hoffnung des Bruders möglichst rücksichtsvoll, aber dezidiert zerschlagen zu können, findet sie sich plötzlich auf einer Schnitzeljagd durch Nachkriegsdeutschland und muss feststellen, dass jemand ganz und gar nicht mit ihrer Suche einverstanden ist. Dieser Roman spielt in einer traumatisierten Welt, der erst langsam bewusst wird, was in Deutschland geschehen ist oder in der viele es noch immer nicht begreifen können: "Zeichne ein Ungeheuer auf einen Bierdeckel, und es bleibt immer noch ein daumengroßes Tier." (S. 28). Viele entwurzelte Überlebende streben nach Palästina, doch dieses ist noch ein Herrschaftsgebiet der Briten. Außerdem gibt es Spannungen mit der arabischen Bevölkerung. Dieser Roman schneidet eine Bandbreite an Themen an. Zum einen geht es um die britische Herrschaft in Palästina und deren Willkür. Auch die Widerstandsbewegung wird beschrieben sowie die Konflikte zwischen den einzelnen Splittergruppen und ihre unterschiedlichen Auffassungen vom bevorzugten Vorgehen. Die Arbeit von Hilfsorganisationen wird thematisiert und auch die Lager für displaced persons, exemplarisch am Lager Föhrenwald. Oft blieben die Überlebenden weiterhin auf den KZ-Geländen untergebracht (z.B. Bergen-Belsen). Mit den verschiedenen Stationen Lilyas werden immer wieder neue Themen aufgegriffen. Trotz der Vielfalt ergibt dies ein stimmiges Bild und macht Nachkriegsdeutschland sehr plastisch. Dies geschieht sicherlich auch dadurch, dass das Buch nicht mit Informationen zu den einzelnen Aspekten überladen ist. Dafür bietet das Nachwort weiterführende Informationen. Und letztlich wird die historische Situation vor allem an einem Einzelschicksal verdeutlicht. Denn all die angesprochenen Thematiken sind nicht zentraler Punkt der Handlung, sondern bilden eher eine Kulisse für eine spannende Schnitzeljagd, bei der Lilya von einem Hinweis zum nächsten und von einem Ort in Nachkriegsdeutschland zum nächsten reist. Auf den Fersen ist ihr dabei jemand, der nicht möchte, dass die Ereignisse um den jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind aufgedeckt werden. Dadurch erhält dieser Roman eine ordentliche Portion an Spannung ohne eigentlich ein Spannungsroman zu sein. Gleichzeitig bleibt die Handlung glaubhaft. Und besonders beeindruckt hat mich die Liebesgeschichte, geschildert aus der Sicht einer Frau, geschrieben von einem männlichen Autor. Hier gibt es keine deplatzierten Sexszenen oder unglaubhaften Gefühlsausbrüche. Eher gedeiht hier ein zartes Pflänzchen in einer feindlichen Welt, ohne zu wissen, ob es überleben wird. Beeindruckt haben mich auch die Parallelen zur aktuellen Flüchtlingssituation. Da sich das Buch aber auch der Entwurzelung widmet, ist das kaum verwunderlich. Viele der Figuren in diesem Buch suchen noch nach ihrem (neuen) Platz in der Welt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die individuelle Geschichte vielleicht zu sehr im Vordergrund stand und für mich das Elend der Überlebenden und die Weltpolitik noch hätten etwas mehr Raum erhalten können. "Morgenland" war ein spannendes Leseerlebnis mit glaubhaften Figuren und ernstem Hintergrund. Die Handlung ist komplex und bietet einen guten Einblick in die Situation Palästinas. Der Schreibstil ist ansprechend und anspruchsvoll, mit schönen Metaphern und Gleichnissen. Beim Lesen hat man nicht das Gefühl, historisch belehrt zu werden, sondern das Wissen wird hintergründig und dezent vermittelt. Trotzdem fühlt man sich nach dem Lesen bereichert.

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Reise in die Vergangenheit
von claudi-1963 aus Schwaben am 13.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Lilya Wasserfall die eigentlich im Widerstand gegen die Briten aktiv ist, hofft das sie in einer der nächsten Sabotagenaktion eingesetzt wird. Jedoch es kommt alles anders, sie soll den für tot erklärten jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen, von dem man annimmt das er doch noch lebt. Anscheinend soll er in einem... Lilya Wasserfall die eigentlich im Widerstand gegen die Briten aktiv ist, hofft das sie in einer der nächsten Sabotagenaktion eingesetzt wird. Jedoch es kommt alles anders, sie soll den für tot erklärten jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen, von dem man annimmt das er doch noch lebt. Anscheinend soll er in einem Konzentrationslager ermordet worden sein, jedoch sein Bruder glaubt nicht daran, da er Hinweise auf seine Existenz bekommen hat. Lilya beginnt ihre Reise nach Deutschland,das erst Mal kommt sie aber in Whitehall(England) an wo sie ihre Forschung beginnt. Dort sucht sie Dr. Albert Green auf in der Hoffnung eine Spur zu Raphael Lind zu finden, doch leider kann auch er ihr nicht weiterhelfen. Daraufhin reist sie nach Camp Föhrenwald dort wo zu der Zeit viele Juden auf ihre Ausreise warteten, aber auch hier findet sie keine richtigen Hinweise. Und so geht die Reise weiter zum Haus der Bücher,Berlin,Kibbuz Nili und Glyn Hughes Hospital bis sie am Ende zur Auflösung ihrer Reise gelangt. Aber wird sie den Wissenschaftler Dr. Raphael Lind wirklich noch lebend vorfinden? Diese Frage kann nur das Buch für euch beantworten. Meine Meinung: Kommen wir erst Mal zum Cover, ein schönes Bild aus den Anfängen des Staates Israel, als das Land noch wüst und leer war. Noch heute sieht man solche Straßen, zwar selten aber man kann sie entdecken. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, ich habe ja schon diverse Bücher über Israel,Juden und Holocaust gelesen, aber dieses war eine ganz andere Aufarbeitung der Vergangenheit gewesen. Zwar als Roman geschrieben, aber mit außerordentlich viel Hintergrundswissen hat sich der Autor auf diese Reise in die Nachkrieggszeit von Israel nach Deutschland begeben. Man merkt in seinen Zeilen und Beschreibungen, die Liebe zum Land und der Bevölkerung Israels. Auch gut hat mir die Aufteilung der einzelnen Reiseziele von Lilya gefallen. Der am Ende des Buches aufgeführte Zusatzteil mit Beschreibung und Bilder der einzelnen Orte ihrer Reise war sehr informativ und für mich neu. Und ich habe mich richtig in die Nachkriegszeit hineinversetzt gefühlt, das schafft nicht jeder Autor. Was mir etwas fehlte war die Übersetzung der hebräischen Fremdwörter und Kürzel die man gut im Anhang anfügen hätte können, das war aber auch der einzigste Kritikpunkt. Ansonsten bekommt das Buch für mich für die Spannung,Information und Unterhaltung 5 von 5 Sternen. Ein Buch das sich absolut lohnt in die Bestsellerliste aufgenommen zu werden.

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Recherchen nach einem verschwundenen jüdischen Wissenschaftler
von Badeamsel aus Traunstein am 07.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

"Morgenland" ist der erste Roman von Stephan Abarbanell. Er ist derzeit Kulturchef des rbb. Das Buch ist als gebundene Ausgabe im September 2015 im Blessing Verlag erschienen. Zum Buch: Die junge Lilya Tova Wasserfall lebt 1946 in Palästina und ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht aktiv. Sie hofft darauf, demnächst... "Morgenland" ist der erste Roman von Stephan Abarbanell. Er ist derzeit Kulturchef des rbb. Das Buch ist als gebundene Ausgabe im September 2015 im Blessing Verlag erschienen. Zum Buch: Die junge Lilya Tova Wasserfall lebt 1946 in Palästina und ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht aktiv. Sie hofft darauf, demnächst bei einem Anschlag mitwirken zu dürfen. Stattdessen erhält sie jedoch einen ganz anderen Auftrag: Sie soll unter dem Deckmantel von JOINT, einer Flüchtlingsorganisation die sich um jüdische Flüchtlinge kümmert, nach dem jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen, der in Berlin lebte. Sein Bruder, der Schriftsteller Elias Lind, der in Jerusalem lebt, nimmt an, dass sein älterer Bruder noch leben könnte und nicht, wie ihm die Briten mitteilten, im Jahr 1941 in einem Konzentrationslager ums Leben gekommen ist. Elias Lind übergibt ihr alle Hinweise, vor allem Briefe, die er hat. Lilya denkt, dass dies ein kurzer Auftrag werden wird, sie rechnet eigentlich damit, keine neuen Spuren zu finden. Die Reise führt sie zuerst nach London, wo sie ersten Spuren nachgeht, die sie gefunden hat. Schnell stellt sie auch fest, dass der britische Geheimdienst sie beobachtet. Von London aus geht die Reise weiter nach München, genauer gesagt ins Camp Föhrenwald bei Wolfratshausen, das unter amerikanischer Verwaltung steht. Föhrenwald ist ein Auffanglager für jüdische Überlebende des 2. Weltkriegs, die Lage ist dort aber auch alles andere als rosig, da das Lager aus allen Nähten zu platzen droht wegen der vielen Menschen. Lilya findet auch dort Hinweise auf Raphael Lind, ihre Reise führt sie dann weiter über Offenbach nach Berlin. Dort findet sie ganz entscheidende neue Hinweise und fällt fast einem Anschlag auf ihr Leben zum Opfer. Trotz des schweren Unfalls entscheidet sich Lilya, weiterzumachen. Ihr Spürsinn und eine gute Portion Glück verhelfen Lilya zu immer neuen Hinweisen, die sie dann über Nürnberg/Fürth bis ins ehemalige KZ Bergen-Belsen führen, wo sie dann tatsächlich erfährt, was mit Raphael Lind in der Zeit der Naziherrschaft und des Krieges passiert ist. Meine Meinung: Stephan Abarbanell hat die Zeit nach dem 2. Weltkrieg sehr bildhaft geschildert, man konnte sich richtig gut in diese schreckliche Zeit hinein versetzen. Ich persönlich weiß von damals sehr wenig, ich bin erst viele Jahre nach dem Krieg geboren worden. Erzählungen von Verwandten gibt es wenige, da sie alle, die den Krieg überlebt haben, nicht gern davon erzählen. Die Geschichte des Romans hat mich auf jeden Fall sehr beeindruckt, das Buch aus den Händen zu legen war schwierig. ?Morgenland? gehört für mich zu den absoluten Lese-Highlights dieses Jahres, das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Morgenland
von buecherfreund am 30.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Was für ein großartiges Buch! Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwa 80 Seiten gebraucht habe, um richtig reinzukommen. Es geht langsam los und wirkt auf den ersten Seiten auch ein wenig langatmig, doch als die Geschichte mich erst mal richtig gepackt hatte, konnte ich das Buch nicht mehr... Was für ein großartiges Buch! Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwa 80 Seiten gebraucht habe, um richtig reinzukommen. Es geht langsam los und wirkt auf den ersten Seiten auch ein wenig langatmig, doch als die Geschichte mich erst mal richtig gepackt hatte, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite lesen und habe es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Das Buch spielt kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs. Lilya Wasserfall, eine junge Freiheitskämpferin aus Palästina, wird damit beauftragt, nach Deutschland zu reisen, um dort nach einem totgeglaubten Wissenschaftler zu suchen, denn sein Bruder hat Hinweise darauf, dass dieser noch am Leben ist. Lilya ist erst wenig begeistert, würde sie doch lieber weiter in Palästina bleiben und für den Aufbau eines unabhängigen Staates kämpfen, doch sie hat keine andere Wahl als den Auftrag anzunehmen. Es ist eine spannende und sehr interessante Reise in das Europa, das so kurz nach dem Krieg im Chaos zu versinken droht. Nach einem kurzen Aufenthalt in London geht es für Lilya gleich weiter nach Deutschland, denn dort gibt es ein paar Orte und Personen, die ihr auf ihrer Suche weiterhelfen könnten. Von München und dem Lager Föhrenwald geht es über das amerikanische Bücherdepot in Offenbach weiter nach Berlin und schließlich in das ehemalige Konzentrationslager Bergen-Belsen. Ich fand es sehr interessant, Lilya auf ihrer Reise zu folgen, da ich bisher eher selten ein Buch gefunden habe, das sich so intensiv mit dem Deutschland direkt nach dem zweiten Weltkrieg auseinandersetzt und trotzdem so spannend und sehr gut geschrieben ist. Es erscheint außerdem gut recherchiert zu sein und hat mich neugierig darauf gemacht, selber noch ein wenig nachzuforschen. Außerdem ist das Thema des Buches auch gerade heutzutage leider wieder sehr aktuell. Besonders schön fand ich auch die Bilder am Ende des Buches. Für jede von Lilyas Stationen auf ihrer Reise gibt es ein paar Bilder aus der Zeit und kurze Erklärungen dazu. Das hat mir sehr geholfen, noch besser in die Geschichte einzutauchen. Ich würde das Buch uneingeschränkt jedem weiterempfehlen. Es hat mich wirklich begeistert.

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Die Morgendämmerung einer neuen Zeit
von einer Kundin/einem Kunden aus Markt Rettenbach am 27.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Der Autor hat selbst jüdische Wurzeln, auch wenn ich bei dem Familiennamen nicht so direkt darauf gekommen wäre. Morgenland ist das Erstlingswerk von Stephan Arbarbanell und für dieses hat er sich wahrlich kein leichtes Thema ausgesucht, auch wenn es Belletristik ist. Das Cover ist außerordentlich gut gestaltet. Mit dem Motiv... Der Autor hat selbst jüdische Wurzeln, auch wenn ich bei dem Familiennamen nicht so direkt darauf gekommen wäre. Morgenland ist das Erstlingswerk von Stephan Arbarbanell und für dieses hat er sich wahrlich kein leichtes Thema ausgesucht, auch wenn es Belletristik ist. Das Cover ist außerordentlich gut gestaltet. Mit dem Motiv und der leicht angeschnittenen Schrift gelingt der Spagat zwischen einem nostalgischen Flair und der nötigen Anpassung an den Zeitgeschmack. Das Buch selbst hält was es verspricht und noch mehr als das;es unterhält einen gut und ist flüssig zu lesen, ohne das man jemals das Gefühl hat der geschichtliche Hintergrund würde nicht mit dem nötigen Ernst behandelt. Die Geschichte von Lilya nimmt schnell an Fahrt auf, man ist sofort mit ihr auf der Spur um den Wissenschaftler Rafael Lind zu finden. Man fiebert mit wenn Lilya realisiert, das sie verfolgt wird und hofft mit ihr, auch wenn es scheinbar oft hoffnungslos ist. Es fiel mir wirklich nicht leicht das Buch aus der Hand zu legen und oft habe ich mich auch geärgert, wenn ich gerade keine Zeit zum Lesen hatte. Besonders gut haben mir auch am Schluss die zeitgenössischen Fotos gefallen, die einem noch einmal einen tieferen Eindruck der Szenerien vermitteln. Ich habe an diesem Buch rein gar nichts auszusetzen, im Gegenteil, ich kann es jedem Krimi- Fan, jedem weltpolitisch Interessierten und auch jedem Freund zeitgeschichtlicher Romane wirklich nur ans Herz legen.

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Beeindruckend poetischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden am 13.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Einer der besten Romane, die ich dieses Jahr gelesen habe!!! Von Anfang an hat mich die Handlung und der Hauptcharakter Lilya gefesselt. Sie wirkt sehr authentisch und hat trotz ihrer traumatischen Erfahrungen Gefühle, die sie gelegentlich zeigt und damit auch ihre Verwundbarkeit offenbart. Ich bewunderte vor allem ihren Ehrgeiz, dass... Einer der besten Romane, die ich dieses Jahr gelesen habe!!! Von Anfang an hat mich die Handlung und der Hauptcharakter Lilya gefesselt. Sie wirkt sehr authentisch und hat trotz ihrer traumatischen Erfahrungen Gefühle, die sie gelegentlich zeigt und damit auch ihre Verwundbarkeit offenbart. Ich bewunderte vor allem ihren Ehrgeiz, dass sie sich den Anweisungen ihres Vorgesetzten widersetzte und auf eigene Faust für Elias Lind Nachforschungen im Nachkriegseuropa anstellte. Die Auflösung, wer Guggenheims Mutter und Vater ist, war genial! An einer gewissen Stelle hatte ich einen Verdacht, aber als dann endgültig feststand wie nah die Figuren miteinander durch diese aussichtslose Suche verbunden sind, war ich einfach nur begeistert von diesem Einfall. Arbabanell hat es erfolgreich gemeistert und viele weitere kleine Handlungen bzw. Ermittlungen in die große einzuflechten und dabei ist nie Langeweile aufgekommen. In meinen Augen ein wahres Meisterwerk. Ich habe es schon Freunden empfohlen und die Resonanz von ihnen war ebenfalls sehr positiv.

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Eine stille und berührende Geschichte im Nachkriegs-Deutschland
von SteffiKa am 10.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Inhalt (übernommen) 1946: Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv und hofft darauf, bei der nächsten großen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Doch sie bekommt einen ganz anderen Auftrag: Im zerstörten Deutschland soll sie nach dem verschollenen jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen. Nach Angaben der Briten... Inhalt (übernommen) 1946: Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv und hofft darauf, bei der nächsten großen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Doch sie bekommt einen ganz anderen Auftrag: Im zerstörten Deutschland soll sie nach dem verschollenen jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen. Nach Angaben der Briten ist er in einem Konzentrationslager ermordet worden, sein Bruder in Jerusalem hat jedoch Hinweise darauf, dass er noch lebt. Für Lilya beginnt eine abenteuerliche Reise, und bald merkt sie, dass ihr nicht nur der britische Geheimdienst auf den Fersen ist, sondern auch ein mysteriöser Verfolger, der mit allen Mitteln verhindern will, dass sie Raphael Lind findet. Von den staubigen Straßen Jerusalems über das vom Krieg gezeichnete London, von einem amerikanisch verwalteten München über das überfüllte Flüchtlingslager Föhrenwald, vom Offenbacher Raubgutdepot bis nach Berlin und in die Lüneburger Heide folgen wir einer so sensiblen wie eigensinnigen Protagonistin auf ihrer Spurensuche, die für sie auch eine Suche nach sich selbst ist. Charaktere Lilya ist die Protagonistin in "Morgenland". Aufgewachsen in Jerusalem mit deutschen Eltern und einem Zieh-Bruder muss sie früh miterleben, dass das Bekämpfen von Gewalt nicht mit Gewalt funktioniert. Mit ihren 20 Jahren ist sie schon Mitglied im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht, der eigentlich nicht für "Einzelschicksale" kämpft, sondern für das Große und Ganze. Trotzdem wird sie von ihrem Chef nach Deutschland geschickt, um sich auf die Suche nach einem "Einzelschicksal" - Raphael Lind - zu machen. Lilya ist eine starke Frau, sensibel und eigenwillig, aber auch manchmal schwach und anlehnungsbedürftig. Sie überzeugte mit Feinfühligkeit und Charme. Elias Lind, früh von seinem Bruder durch die Flucht getrennt - will mit seiner Geschichte abschließen und wendet sich an Lilya´s Chef. Ein alter Herr, der mich mit seiner Geschichte berührte, der erbarmungslos ehrlich und großherzig war. "Was waren das für Brüder, musst Lilya denken. Während Elias, halb blind, vom Giftgas versehrt und von der Familie abgewandt, im fernen Palästina einen Roman schrieb, der ihn dort für kurze Zeit berühmt machen sollte, lies sich der ältere, Raphael, von den Nazis für ihre Sache einspannen. Zugleich war er Spion und Zuträger der Engländer, unentdeckt, unglücklich liebend, und so oder so, was immer er tat - verloren" (S. 252) Besser lassen sich die beiden Brüder nicht beschreiben. David Guggenheim, der das ehemalige Lager Föhrenwald leitet, begegnet Lilya innerhalb ihrer Reise immer wieder und wird zu ihrem Anker. Auch er kann mit dem schmalen Grat zwischen Befehl und persönlicher Befangenheit richtig umgehen. Und das macht ihn sympathisch. Auch die restlichen Charakter wie die frühere Freundin der Lind-Brüder, oder Lilyas Kollegin in London sind sehr feinfühlig und liebevoll gezeichnet. Schreibstil Ich muss gestehen, dass ich am Anfang etwas Probleme mit den vielen hebräischen Namen und Begriffe, sowie den Abkürzungen hatte. Allerdings hat mich dies "gezwungen" nachzulesen und ich hab wieder etwas dazugelernt. Nachdem ich aber eingelesen war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Stephan Abarbanell hat es mit leisen Tönen geschafft, mich zu berühren. Wir dürfen eine andere Sicht auf das Nachkriegsdeutschland erleben, wie entwurzelte Menschen wieder ein Zuhause suchen, sich wieder im Leben zurechtfinden müssen. Toll fand ich auch das Nachwort und die Bilder von Lilyas Reisestationen, die am Ende des Buches abgedruckt sind, und somit die Bilder in meinen Kopf ergänzten. Fazit Ein tolles Debüt über das Deutschland nach dem 2. Weltkrieg, über die Suche nach Heimat und nach sich selbst. Lesen!

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Morgenland
von miss.mesmerized am 09.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lilya Tova Wasserfall wird auf eine schwierige Mission geschickt. Sie verlässt das Nachkriegspalästina um im zerstörten Deutschland Nachforschungen anzustellen. Vorrangig sucht sie den verschollenen Bruder des Autors Elias Lind, Raphael, der als Naturwissenschaftler noch lange forschen konnte, trotz seiner jüdischen Abstammung, von dem sich aber irgendwann alle Spuren verlieren.... Lilya Tova Wasserfall wird auf eine schwierige Mission geschickt. Sie verlässt das Nachkriegspalästina um im zerstörten Deutschland Nachforschungen anzustellen. Vorrangig sucht sie den verschollenen Bruder des Autors Elias Lind, Raphael, der als Naturwissenschaftler noch lange forschen konnte, trotz seiner jüdischen Abstammung, von dem sich aber irgendwann alle Spuren verlieren. Lilyas Reise führt sie zunächst nach England, wo sie erste Spuren aufnimmt, bevor sie in Frankfurt, München und Berlin einer Familientragödie nachspürt und dabei auch von Geheimdiensten instrumentalisiert wird. Man bringt sie in größte Gefahr, denn nur weil der Krieg beendet ist, herrscht noch lange nicht Frieden und so manche Figur ist erpicht darauf, ihre Taten der Kriegsjahre zu vernichten. Stephan Abarbanell gelingt es, eine Familientragödie der Nazizeit mit politischen Aspekten zu verknüpfen und dennoch einen persönlichen Roman zu schreiben, der sowohl spannend, wie auch interessant erhellend ist. Seine Hauptfigur ist als jüdische Frau Ende der 1940er Jahre gänzlich untypisch, wie auch ihr Mut und die Hartnäckigkeit, mit der sie ihre Aufgabe erfüllt. Man findet sich schnell in die Geschichte ein und es wirkt gänzlich unkonstruiert, sondern wie ein verfasster Tatsachenbericht, man kann sich problemlos vorstellen, dass sich all dieses so zugetragen haben könnte. Dabei fehlt jede Form von Pathos und Anklage der Naziverbrechen. Obwohl der Terror als Hintergrund omnipräsent ist, wird hier nicht mit erhobenem Zeigefinger Anklage erhoben und auf die Tränendrüse gedrückt. Ein Stück deutsche Geschichte wird in treffendem bis poetischen Ton erzählt und auch wenn man schon lange ahnt, worauf es hinausläuft (hier haarscharf am Kitsch vorbei), bleibt am Ende ein gutes Gefühl, trotz des desolaten Settings.

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Morgenland
von einer Kundin/einem Kunden am 09.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

1946: Das britisch besetzte Palästina. Schon beim Lesen der Leseprobe ist klar, dass hier ein ganz besonderer Schreibstil vorliegt. Nicht im negativen Sinne auffallend, aber philosophisch, anders. Die Handlung des Buches ist eine Storyline, die Art und Weise, wie es geschrieben ist, birgt noch eine andere. Entweder man liebt... 1946: Das britisch besetzte Palästina. Schon beim Lesen der Leseprobe ist klar, dass hier ein ganz besonderer Schreibstil vorliegt. Nicht im negativen Sinne auffallend, aber philosophisch, anders. Die Handlung des Buches ist eine Storyline, die Art und Weise, wie es geschrieben ist, birgt noch eine andere. Entweder man liebt oder hasst diese Erzählform. Sie schafft das, was die Nachrichten nicht können: Damit bewirkt die Autorin, dass wir die Menschen hinter dem Krieg und dem Terror sehen. Personen zum Anfassen mit eigenen Gefühlen und Sorgen. Zum Beispiel Lilya, die eigentlich gar nicht in die Sache mit Raphael Lind hineingezogen werden will, aber auch nicht widerstandsfähig genug ist, um sich zu widersetzen. Man spürt die Spannung auf der Haut, sie ist schon allein durch den Rahmen der Ereignisse vorgegeben. Das ständige Misstrauen, das die Menschen einhüllt, weil sie Tag und Nacht mit der Gefahr leben müssen. Schüsse fallen gleich in der Eröffnungsszene. Dennoch geht es in diesem Buch nicht um Krieg, zumindest nicht vorrangig. Gedanken sind wichtig, Personen und Perspektiven sind es. Sätze wie "Handelnde unerwünscht" (Zitat) treffen den Kern des Buches und widersprechen ihm dennoch geradezu parataktisch. Dazu eine personale Erzählweise aus Sicht Lilyas. Genial.

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Stephan Abarbanell „Morgenland“
von Hotel aus Ostfriesland am 03.05.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Sie wollen einen simplen Krimi lesen, in welchem ein Serienmörder gejagt wird? Dann Hände weg von diesem Buch. Sie suchen einen intelligenten Krimi, mit recht genau recherchierten historischen Szenen und interessanten Charakteren? Gut, politisch und kritisch geschrieben? Dann kann nur eine Empfehlung übrig bleiben: unbedingt lesen. Von Anfang an zieht... Sie wollen einen simplen Krimi lesen, in welchem ein Serienmörder gejagt wird? Dann Hände weg von diesem Buch. Sie suchen einen intelligenten Krimi, mit recht genau recherchierten historischen Szenen und interessanten Charakteren? Gut, politisch und kritisch geschrieben? Dann kann nur eine Empfehlung übrig bleiben: unbedingt lesen. Von Anfang an zieht die stille, schlichte Sprache Abarbanell den Leser in den Bann und die spannende und realistische Darstellung fesselt vom Anfang bis zum Schluß des Romans und Abarbanell versteht es verschiedenste Handlungsstränge miteinander zu verweben. Was am Anfang noch lästig und uninteressant erscheint wird im Laufe des Buches wichtig für die Handlung. Dadurch wird die Geschichte zwar sehr komplex aber auch sehr interessant. Wer das Genre mag, wird dieses Buch mögen. Abarbanell versteht es auch die Handlung bis ins letzte Detail darzustellen und somit dem Buch zu ungeahntem Realismus zu verhelfen, einen Konflikt zu schaffen und zu lösen, der gleichzeitig realistisch und beängstigend erscheint. Dies liegt wohl vor allem an der Erzählweise des Autors und der genauen Recherche der wichtigen Details; dies macht die gesamte Handlung sehr plausibel und es damit dem Leser einfacher, sich in die Geschichte einzuleben, da sie wirklich aus dem tatsächlichen Leben gegriffen zu sein scheint; außerdem ist man natürlich immer eher gewillt, einem Autor zu folgen, der seine Kompetenz deutlich unter Beweis stellt. Die abwechslungsreiche Handlung, die von Action und detaillierter Beschreibung getragen wird, lässt beim Rezipienten teilweise den Eindruck entstehen, dass, um die Spannung aufrechtzuerhalten, die dargebotenen Handlungen auch teilweise konstruiert sein könnten. Der Autor stellt mit seinem Buch unter Beweis, dass er eine sehr vielfältige Sprache beherrscht. Jede dargebotene Situation, jede geschilderte Emotion und jede Beschreibung vom Handlungsumfeld kann der Leser nachvollziehen und mit erleben. Mit seiner stilistisch einwandfreien Erzählweise schafft Abarbanell nicht nur Charaktere, die sich einprägen, sondern auch detailliert beschriebene Schauplätze, die einen glauben lassen, selbst vor Ort zu sein. Ich hatte das Gefühl, es gibt keinen überflüssigen Satz in diesem Buch. Jeder Satz trägt früher oder später in irgendeiner Form etwas zur Geschichte bei. Und die Verarbeitung von kriegerischen Auseinandersetzungen in geografisch weit entfernten Gebieten und die Auswirkungen auf den Rest der Weltbevölkerung, machen den Roman zu einem Werk, das einmal mehr dem Leser vor Augen führt, dass er nicht auf einer Insel lebt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Spannender Roman mit historischen Details für zeitgeschichtlich Interessierte

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein spannender und historisch fundierter Einblick in die Zeit nach 1945. Mich hat die starke Figur der Widerstandskämpferin sehr beeindruckt.

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Trümmerland und Morgenland
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 17.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

1946 liegt Europa in Trümmern. Tausende von überlebenden jüdischen Flüchtlingen tauschen die Lager der Nazi gegen die Flüchtlingslager der Alliierten. In Palästina wird der Wunsch der Juden nach einem eigenen Staat immer stärker, die Mandatsmacht der Briten wird zunehmend als Einengung und Bedrohung gefühlt. Junge Juden wollen nicht länger... 1946 liegt Europa in Trümmern. Tausende von überlebenden jüdischen Flüchtlingen tauschen die Lager der Nazi gegen die Flüchtlingslager der Alliierten. In Palästina wird der Wunsch der Juden nach einem eigenen Staat immer stärker, die Mandatsmacht der Briten wird zunehmend als Einengung und Bedrohung gefühlt. Junge Juden wollen nicht länger geduldig warten und gehen in den Untergrund um als Partisanen gegen die Briten zu kämpfen. Großbritannien hat im Krieg einen hohen Blutzoll gezahlt und will nun im Nahen Osten keinen neuen Brandherd schaffen. Das fragile Gleichgewicht zwischen Arabern und Juden ist schon lange gestört, an einen gemeinsamen Staat ist schon seit Jahren nicht mehr zu denken. So versuchen die Briten mit Zuzugsbeschränkungen die jüdische Bevölkerung nicht weiter erstarken zu lassen. In diese Gemengelage wird Lilya Wasserfall geworfen. Als Untergrundkämpferin will sie endlich eingesetzt werden, doch ihr Führungsoffizier überträgt ihr eine ganz andere Aufgabe. Sie soll im zerstörten Deutschland nach Raphael Lind suchen. Zwar gilt er schon seit 1941 tot, die Briten haben seinen Tod bestätigt, doch sein Bruder Elias, seit langem in Palästina ein bedeutender Schriftsteller, hat große Zweifel. Auf Umwegen kam ein Buch aus der Bibliothek ihres Vaters, des bekannten deutschen Wissenschaftlers, Chaim Lind, in seine Hände. Er findet ein Foto darin und eine winzige Bleistiftnotiz, die ein Chiffre ist. Daraus schließt er, dass sein Bruder noch lebt und obwohl sie als Kinder und junge Erwachsene nie eine enge Bindung hatten, ja unterschiedlicher als die Beiden, könnten Brüder kaum sein, will er Gewissheit haben. Mit der Tarnung einer jüdischen Hilfsorganisation reist Lilya nun über London nach Deutschland und sieht eine Trümmerlandschaft, die sie sich nicht vorstellen konnte. Auch merkt sie bald, dass sie in das Visier des britischen Geheimdienstes geraten ist, der all ihre Schritte überwacht. Allmählich wird ihr klar, dass hinter dem Verschwinden und dem – angeblichen – Tod von Raphael Lind mehr steckt. Aber auch dem Elend in den Flüchtlingslagern kann sie sich nicht verschließen. Was als Tarnung gedacht war, wird ihr auch zur Verpflichtung. Sie kann das Geschacher um Medikamente, Nahrung und Feldbetten nicht verstehen und die gleichzeitige Weigerung der Staatengemeinschaft, den jüdischen Menschen eine neue Heimstatt zu geben. Dabei lernt sie viele engagierte Menschen kennen, Dave Guggenheim ist einer davon, dessen Schicksal enger mit ihrem Auftrag verknüpft ist, als sie ahnt. Lilya ist als Mädchen nach Europa gegangen, als Frau kehrt sie nach Palästina zurück, so drückt es ein väterlicher Freund aus. Die Personen um Lilya haben viel Tiefe und manchen Lebensweg hätte ich gerne weiter verfolgt, aber das hätte den Rahmen gesprengt, auch so ist der Roman vielschichtig. Die vielen Handlungsstränge, die meinen Lesefluss manchmal etwas hemmten, gäben Stoff für ein weiteres Buch. Das Thema ist ein Zeitfenster in der Geschichte, die Fehler die die Staatengemeinschaft in Palästina machten, wirken sich noch heute in den Nahostkonflikten aus. Immer wieder drängten sich mir die Parallelen zu heute auf, auch jetzt haben wir Flüchtlingslager und kämpfen um Betten und Medikamente, während die Staaten konferieren und diskutieren und uneins bleiben. Ein Roman mit historischem Hintergrund, der leider eine ungeheure Aktualität bekommen hat und absolut lesenswert ist. Die am Schluss des Buches abgedruckten Fotos und Dokumente sind eine gute Ergänzung des historischen Themas.

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Ein Buch mit Tiefe
von einer Kundin/einem Kunden aus Nienburg am 31.10.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Der Roman "Morgenland" von Stephan Arbabanell aus dem Hause Blessing erzählt eine Geschichte, die nach dem zweiten Weltkrieg spielt und der Autor versucht hier die literarisch eher unbefriedigend aufgearbeitete Nachkriegszeit darzustellen. Inhaltlich möchte ich nicht ins Detail gehen, weil der Klappentext und diverse andere Rezensionen dies tun. Vielmehr möchte ich... Der Roman "Morgenland" von Stephan Arbabanell aus dem Hause Blessing erzählt eine Geschichte, die nach dem zweiten Weltkrieg spielt und der Autor versucht hier die literarisch eher unbefriedigend aufgearbeitete Nachkriegszeit darzustellen. Inhaltlich möchte ich nicht ins Detail gehen, weil der Klappentext und diverse andere Rezensionen dies tun. Vielmehr möchte ich darauf eingehen, wofür ich einen Stern abgezogen habe. Ich mag Romane mit inhaltlicher Tiefe. Diesen Anspruch erfüllt Morgenland. Meiner Meinung nach wechselt der Autor jedoch ein bisschen oft die Handlungsorte und Gegebenheiten, sodass ein Stück weit die Kontinuität fehlt. Dennoch halte ich diesen Roman für sehr gut, weil ich ihn auch einfach gerne gelesen habe. Das Cover finde ich persönlich wenig ansprechend. Es ist sehr schlicht und ohne vorablesen.de hätte ich vermutlich in der Buchhandlung nie nach diesem Buch gegriffen. Es spricht mich irgendwie einfach nicht an. Der Schreibstil war für mich ganz gelungen, nicht zu einfach, aber auch nicht hochgestochen. Er passt zum Buch. Unterm Strich kommen für mich somit 4 von 5 Sternen bei rum!

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Tolle ereignisreiche Geschichte
von Mercado am 17.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein großes Panorama der Zeit, als in der Welt alles auf Anfang stand. 1946: Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv und hofft darauf, bei der nächsten großen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Doch sie bekommt einen ganz anderen Auftrag: Im zerstörten Deutschland soll sie... Ein großes Panorama der Zeit, als in der Welt alles auf Anfang stand. 1946: Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv und hofft darauf, bei der nächsten großen Sabotageaktion eingesetzt zu werden. Doch sie bekommt einen ganz anderen Auftrag: Im zerstörten Deutschland soll sie nach dem verschollenen jüdischen Wissenschaftler Raphael Lind suchen. Nach Angaben der Briten ist er in einem Konzentrationslager ermordet worden, sein Bruder in Jerusalem hat jedoch Hinweise darauf, dass er noch lebt. Für Lilya beginnt eine abenteuerliche Reise, und bald merkt sie, dass ihr nicht nur der britische Geheimdienst auf den Fersen ist, sondern auch ein mysteriöser Verfolger, der mit allen Mitteln verhindern will, dass sie Raphael Lind findet. Von den staubigen Straßen Jerusalems über das zerstörte London, von einem amerikanisch verwalteten München über das überfüllte Flüchtlingslager Föhrenwald, von Offenbach bis nach Berlin und in die Lüneburger Heide folgen wir einer so entschlossenen wie liebenswerten Protagonistin bei ihrer spannenden Spurensuche. Ein epischer Roman über die Welt im Schatten einer Katastrophe. Lilly Wasserfall soll in Deutschland den jüdischen Wissenschafterl Raphael Lind finden. Nach Aussagen der Briten ist er nicht mehr am Leben. Sein Bruder hat glaubt jedoch, dass Raphael noch lebt. Lilya wird jedoch nicht nur vom britischen Geheimdienst beobachtet sondern es verfolgt sie noch jemand, diese Person will nicht, dass Lilya Raphael findet. Ihr Weg führt sie über verschiedene Länder und Städte nach Deutschland. Ins Nachkriegsdeutschland. In eine Welt des Umbruchs, Wiederaufbaus und Neuanfangs. Der ehemalige ehemalige Leiter des Lagers Föhrenwald, David Guggenheim, läuft Lilya auf ihrer Reise immer wieder über den Weg. Er gibt ihr in schwachen Momenten den nötigen Halt. Sehr spannend fand ich die Geschichte der Nachkriegszeit, man bekam einen besonderen Eindruck der persönlichen Schicksale und eine besondere Sicht auf die damalige Zeit, wovon ich vieles so nicht wusste. Dazu noch tolle historische Informationen. Stephan Abarbanell’s Schreibstil ist ruhig und sachlich, nicht emotional. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, die Protagonistin Lilya wird als eigenwillig, liebenswert und sensibel dargestellt und ich mochte sie. Auch andere Charaktere kommen einem sympathisch rüber. Nach anfänglichem Fremdeln mit hebräischen Namen kam ich super in das Buch und in die Geschichte hinein und konnte fließend durchlesen. Auch die vielen Informationen, die ich durch diesen Roman erhalten habe, fand ich durchweg positiv. Auch sehr gefallen hat mir am Ende des Buches der Zusatzteil mit Bildern und Informationen über die einzelnen Reisestationen von Lilya. Da mir das Buch sehr gut gefallen hat, bewerte ich es mit 4 von 5 Punkten. Das Buch ist sehr informativ bzgl. Deutschlands Nachkriegszeit und historischer Informationen. Und die ereignisreiche Geschichte von Lilya und ihrer Reise ist auf jeden Fall sehr interessant und weiterzuempfehlen.

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Morgenland
von leseratte1310 am 08.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

1946 in Palästina: Lilya Wasserfall ist aktiv in der Widerstandsorganisation Hagana gegen die britische Mandatsmacht. Sie erhält den Auftrag, in Deutschland nach dem verschwundenen Wissenschaftler Raphael Lind zu suchen, da sein Bruder Elias hat Hinweise darauf hat, dass er noch lebt. So kommt Lilya ins zerstörte Nachkriegseuropa und begibt... 1946 in Palästina: Lilya Wasserfall ist aktiv in der Widerstandsorganisation Hagana gegen die britische Mandatsmacht. Sie erhält den Auftrag, in Deutschland nach dem verschwundenen Wissenschaftler Raphael Lind zu suchen, da sein Bruder Elias hat Hinweise darauf hat, dass er noch lebt. So kommt Lilya ins zerstörte Nachkriegseuropa und begibt sich auf die Suche, die sie nach London, München, Offenbach, Berlin und in die Lüneburger Heide führt. Nicht nur der britische Geheimdienst ist daran interessiert, was sie herausfindet. Ein Verfolger will verhindern, dass sie Lind findet. Der Autor erzählt sachlich in einer flüssig zu lesenden Schreibweise und schickt uns auf eine temporeiche Reise. Dabei sind die verschiedenen Orte sehr gut beschrieben, so dass man sich ein Bild machen kann. Es ist eine Zeit des Umbruchs und des Neuanfangs. Wir erfahren sehr viel über diese schwere Zeit, als in den zerbombten Städten die Frauen aus den Trümmern herausholten, was zum Wiederaufbau benötigt wurde. Es fehlte an vielem und der Schwarzmarkt blühte. Traumatisierte Rückkehrer aus Krieg und Gefangenschaft mussten wieder ins Leben zurückfinden. Die sympathische Lilya ist mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen. Sie ist intelligent und am Anfang ziemlich kämpferisch. Bald weiß sie nicht mehr, wer ihr Freund ist oder wem sie besser nicht in die Quere kommt. Aber immer wieder trifft sie auf David Guggenheim, der Leiter des Lagers Föhrenwald war, und der ihr eine Stütze ist. Die Geschichte ist spannend, aber besonders die Beschreibungen der Menschen, die langsam wieder Hoffnung schöpfen und anpacken, um aus den zerstörten Städten wieder Orte zu machen, in den man leben kann, hat mich beeindruckt. Aber für die Juden war das Elend mit Kriegsende nicht vorbei. Die meisten wollten nicht in Deutschland bleiben und warten auf die Ausreise. Nach Palästina aber lässt man sie nicht. Am Ende des Buches gibt es noch Hintergrundinformationen und Fotos, so dass wir Lilyas Reise nachvollziehen können. Ein empfehlenswerter Roman.

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Lilyas Suche
von einer Kundin/einem Kunden am 07.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

1946 : Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv . Da Elias Lind glaubt und Hinweise hat das sein totgeglaubter Bruder Raphael , ein Wissenschaftler , noch lebt , begibt sich Lilya auf die Reise , um ihn zu suchen . Die Suche führt Lilya... 1946 : Lilya Wasserfall ist im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht in Palästina aktiv . Da Elias Lind glaubt und Hinweise hat das sein totgeglaubter Bruder Raphael , ein Wissenschaftler , noch lebt , begibt sich Lilya auf die Reise , um ihn zu suchen . Die Suche führt Lilya nach London , Föhrenwald (Bayern) , Offenbach , Berlin , Nürnberg und Bergen/Belsen . Während ihrer Reise fühlt sich Lilya wiederholt von einem Fremden verfolgt . Aus der Begegnung mit dem Amerikaner David Guggenheim , der auch auf einer Suche ist , bahnt sich eine Liebesgeschichte an . Bei der Figurenzeichnung einiger Protagonisten , denke ich , wäre noch mehr möglich gewesen und am Schluß fand ich das ein oder andere zwar möglich aber eher unrealistisch . Das Buch hat mich aber gut unterhalten , war leicht zu lesen und beeinhaltette einige Informationen , die interessant oder mir neu waren und über die ich mich noch näher informiert habe . Die Orte und die Zeit hat er gut beschrieben . Interessant fand ich auch die Fotos und Informationen über die besuchten Städte und die Buchliste , aus der 2 Bücher auf meinem Merkzettel gelandet sind . Fazit : Bei allem positiven und negativem , wobei das positive überwiegt , fällt es mir nicht leicht das Buch zu bewerten . Das Buch war für mich ein guter 1. Roman des Autors mit Potential nach oben , den ich allen , die sich für die Zeit und Spielorte interessieren empfehlen würde . Ich gebe 3,5 Sterne .

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Displaced
von einer Kundin/einem Kunden am 15.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Gleich vorweg: nicht die fiktive Geschichte ist die Stärke dieses Buches, obwohl auch diese zunehmend in Fahrt kommt; die Schauplätze der frühen Nachkriegszeit sind die "Helden" dieses Romans. Höhepunkte: das Displaced Persons - Camp Föhrenwald in Bayern und das Offenbach Archival Depot, wo geraubte Bücher gesammelt und -... Gleich vorweg: nicht die fiktive Geschichte ist die Stärke dieses Buches, obwohl auch diese zunehmend in Fahrt kommt; die Schauplätze der frühen Nachkriegszeit sind die "Helden" dieses Romans. Höhepunkte: das Displaced Persons - Camp Föhrenwald in Bayern und das Offenbach Archival Depot, wo geraubte Bücher gesammelt und - wenn möglich - zu ihrem Ursprungsort zurückgebracht werden sollten. Selten beschrieben und daher lesenswert!

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Morgenland
von raschke64 aus Dresden am 08.09.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Lilya Wasserfall lebt in Palästina. Ihre Eltern sind aus Deutschland geflohen und sie sieht sich im Widerstand gegen die englischen Besatzer. Sie bereitet sich auf einen großen Kampfeinsatz vor und wird enttäuscht, denn sie erhält den Befehl, sich in Deutschland nach einem angeblich toten Wissenschaftler umzusehen. Elisas Lind glaubt... Lilya Wasserfall lebt in Palästina. Ihre Eltern sind aus Deutschland geflohen und sie sieht sich im Widerstand gegen die englischen Besatzer. Sie bereitet sich auf einen großen Kampfeinsatz vor und wird enttäuscht, denn sie erhält den Befehl, sich in Deutschland nach einem angeblich toten Wissenschaftler umzusehen. Elisas Lind glaubt nicht, dass sein Bruder Raphael Lind in Deutschland gestorben ist. Und so muss Lilya ihren Plan von einem bewaffneten Widerstand gegen England vergessen. Statt dessen fliegt sie 1946 über London nach Deutschland auf der Suche nach einem (vielleicht) Toten. Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Die Zeit 1946 hat mich sehr interessiert. Die Situation der Juden in Palästina, in Europa und vor allem in Deutschland war für mich von großem Interesse. Doch das Buch hat mich letztendlich enttäuscht. Ich bin ganz schwer in die Geschichte reingekommen. Dabei kann ich nicht mal einen konkreten Grund nennen, doch die Figuren – allen vor allem Lilya – blieben für mich einfach blass. Ich hatte nicht einmal das Gefühl einer ungefähren Vorstellung der Menschen. Sie blieben irgendwie kalt. Statt dessen bin ich mehrfach beim Lesen eingeschlafen und mehr und mehr machte sich Langeweile und Enttäuschung breit. Ich kämpfte mich buchstäblich weiter – immer in der Hoffnung, dass ich irgendwie in die Geschichte reinkommen werde. Aber genau das passierte nicht. Irgendwann habe ich aufgegeben und nach etwas mehr als der Hälfte des Buches mit dem Lesen aufgehört. Das ist mir sehr lange nicht mehr passiert. Doch ich habe dazwischen noch ein nicht sehr interessantes Sachbuch gelesen, das mich mehr angesprochen hat, als dieser Roman. Aus diesem Grund habe ich mich letztendlich entschieden, meine Zeit nicht mehr mit diesem Buch zu verbringen.

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