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Mr. Mercedes

Roman. Ausgezeichnet mit dem Edgar Allan Poe Award, Kategorie Bester Roman 2015

Bill-Hodges-Serie

(33)
Schneller, gefährlicher, tödlicher - Mr. Mercedes
Eine triste Großstadt im Mittleren Westen der USA. In den frühen Morgenstunden haben sich auf dem Parkplatz vor der Stadthalle Hunderte verzweifelte Arbeitsuchende eingefunden. Jeder will der Erste sein, wenn die Jobbörse ihre Tore öffnet. Im Morgendunst blendet ein Autofahrer auf. Ohne Vorwarnung rast er mit einem gestohlenen Mercedes S 600 - »zwei Tonnen deutsche Ingenieurskunst« - durch die wartende Menge, setzt zurück und nimmt erneut Anlauf. Es gibt viele Tote und Verletzte. Der Mörder entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske, das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Noch Monate später quält den inzwischen pensionierten Detective Bill Hodges, dass er den Fall des Mercedes-Killers nicht aufklären konnte. Auf einmal bekommt er Post von jemandem, der sich selbst der Tat bezichtigt und ein noch diabolischeres Verbrechen ankündigt. Hodges erwacht aus seiner Rentnerlethargie. Im Verein mit ein paar merkwürdigen Verbündeten setzt er alles daran, den geisteskranken Killer zu stoppen. Aber der ist seinen Verfolgern immer einen Schritt voraus.
Stephen King, der Meister des Schreckens, verschafft uns in Mr. Mercedes beunruhigende Einblicke in den Geist eines besessenen Mörders bar jeglichen Gewissens.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 22.09.14
Mr King hat mit Mr Mercedes meisterliches vollbracht. Ein spannender Thriller, der einen in die Psyche des Täters und des Ex-Cops entführt. Und Stephen King wäre nicht Stephen King, würde dieser eher einfache Plot nicht zu einem werden, der durch die Erzählweise Kings zu etwas ganz Grossartigem wird. Alles, was King beschreibt, hat Hand und Fuss. Bei ihm sitzt jede Beschreibung, von den Menschen, den Taten und von den Dingen. Unnachahmlich. "Mr Mercedes" ist der erste Teil einer Trilogie. Teil 2 soll 2015 und Teil 3 2016 erscheinen. Stephen King schreibt immer noch so, wie ein Stephen King eben schreibt: GENIAL.
Portrait
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und zuletzt 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. Sein Hauptwerk erscheint im Heyne-Verlag.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 592
Erscheinungsdatum 08.09.2014
Serie Bill-Hodges-Serie 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-26941-5
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 221/146/48 mm
Gewicht 790
Verkaufsrang 31.016
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„Ein ungewöhnlicher Mr. King“

Désirée Hasler, Buchhandlung Schönbühl

Ein untypischer Stephen King, mehr Krimi denn Horror, jedoch ungeheuer spannend und beklemmend geschreiben. Selbstverständlich fehlt auch die typische „Kingsche“ Ironie nicht. So lernen wir, dass ein Sitzkissen den Namen „Arschparkplatz“ verdienen würde.
Zur Story: Ein pensionierter Detektiv geniesst seinen Ruhestand eigentlich, doch
Ein untypischer Stephen King, mehr Krimi denn Horror, jedoch ungeheuer spannend und beklemmend geschreiben. Selbstverständlich fehlt auch die typische „Kingsche“ Ironie nicht. So lernen wir, dass ein Sitzkissen den Namen „Arschparkplatz“ verdienen würde.
Zur Story: Ein pensionierter Detektiv geniesst seinen Ruhestand eigentlich, doch ist er auch recht Ruhelos. Als dann ein Mörder, den er in seiner Dienstzeit nie fassen konnte erneut sein Unwesen treibt ist sein Ehrgeiz geweckt. Er will „Mr. Mercedes“ endlich hinter Gitter bringen. Der Mörder nimmt dann auch Kontakt zu ihm auf und scheint immer einen Schritt voraus. Schnell merkt der Leser, wer denn der wahre Täter ist und man ist versucht, dem Ex-Poliszisten die Lösung zuzuschreien da sich die beiden mehrmals begegnen, dies nimmt dem Buch aber bis zum Schluss nie die Spannung.

„Ein wahrhaft psychotischer Krimi“

Navi, Buchhandlung Zürich

Wer glaubt, mit Mr. Mercedes einen Horrortitel in den Händen zu halten, irrt sich. Ich schliesse mich der Meinung Vieler an, und sage, dass das Cover schlecht gewählt ist, lässt es doch Horror vermuten. Bei Mr. Mercedes handelt es sich um einen gut durchdachten Krimi, der teilweise so sarkastisch, bitterböse und herrlich dumm ist, dass Wer glaubt, mit Mr. Mercedes einen Horrortitel in den Händen zu halten, irrt sich. Ich schliesse mich der Meinung Vieler an, und sage, dass das Cover schlecht gewählt ist, lässt es doch Horror vermuten. Bei Mr. Mercedes handelt es sich um einen gut durchdachten Krimi, der teilweise so sarkastisch, bitterböse und herrlich dumm ist, dass einem die Tränen in die Augen steigen und man laut lachen muss.
Wir konnten bspw. unseren Wortschatz erweitern, in dem wir gelernt haben, dass ein Sitzkissen auch ARSCHPARKPLATZ heissen kann -_^

Zum Buch
Wir befinden uns in einer Schlange aus Arbeitslosen, und stehen beim Jobcenter an, um eventuell einen neuen Job - wenn auch nur als Hilfsarbeiter - zu bekommen. Unter uns befindet sich eine Frau mit Baby, die in wenigen Minuten samt Kind sterben wird - überfahren von Brady, der mit dem geklauten Mercedes ein Massaker anrichtet und 8 Menschen ins Jenseits befördert. Wo so manch anderer Autor (Jack Ketchum ausgenommen) diesen kleinen und sabbernden Menschen verschont hätte, lässt King das Baby überfahren. ^_^

Bill Hodges - Detective i.R. erhält einen Brief vom sogenannten Mercedes Killer, in dem er quasi dazu provoziert wird, sich von seinem tristen dasein zu lösen. Hodges hat sich Übergewicht angefressen - oder "angebaut" wie es ihm Buch ausgedrückt wird und verbringt seinen Alltag essend und schlafend vor der Glotze - was ja in Ordnung wäre, wenn man ihn als Schlachtvieh halten würde...
Mit der Hilfe vom Nachbarsjungen Jerome macht er sich auf die Suche nach der wahren Identität des Mercedes Killers. Während der Leser von Anfang an weiss, dass es sich um den netten Eismann handelt, tappt Hodges eine lange, lange, sehr lange Zeit im Dunkeln.

King gewährt uns Einblick ins Brady's Psychose, welche, ähnlich wie bei Annie Wilkes in "Sie", immer tiefer in den Abgrund rutscht und lässt uns an seinen Tagträumen und Fantasien teilhaben.
Dass Brady nicht alle Tasse im Schrank hat, ja dessen Schrank völlig ausgeräumt und bereits zu Staub zerfallen ist, zeigt sich bspw. darin, dass er sich übers ganz Buch hindurch immer mal wieder über Jeromes Familie aufregt. Es handelt sich um Afroamerikaner, die allesamt "weisse" Namen haben - "bis auf den Hund, der hat einen Niggernamen: Odell". Brady ist fassungslos darüber und steigert sich völlig hinein, nahezu jedes Mal, wenn er Jerome oder dessen Schwester oder den Hund sieht.

Obschon ich persönlich keine Krimis mag, habe ich dieses Buch in einem Tag verschlungen! Es lag wohl an King's unverkennbaren Stil, an seinen lebendigen Charakteren, mit denen man gleich zu Beginn mitfiebert und sich in sie hineinversetzen kann und nicht zu letzt an der dazugehörigen Prise Sarkasmus.


DER KÖNIG DES HORRORS = STEPHEN KING
Gestern, genauso wie heute, genauso wie morgen...

Dies möchte ich an dieser Stelle erwähnt haben, da ich vermehrt zu hören/lesen bekomme, King hätte ausgedient. So las ich bspw. heute Vormittag auf Facebook (welcher Dämon der Hölle hat dich nur in seinem Zorn erschaffen...), dass Jemand die Unverfrorenheit besessen hatte, folgendes zu schreiben: "Stephen King ist längst nicht mehr der König des Horror - da gibt es Bessere."
Dann musste ich mir gestern anhören, dass King-Fans ihn nicht mehr lesen, weil er nicht mehr gut ist. Und das kam von Jemandem, der in all den Tagen, die sein mit Fleisch überzogenes Gerippe auf Erden wandelt, noch nie ein Buch vom König gelesen hat. Banausen.
Da tat sich doch der finstere Himmel auf, als ein Mensch (mit beachtlich grosser Ahnung von Literatur), von dem ich es nie gedacht hätte, Lichtstrahlen ins Dunkel schickte, in dem sie meinte, King könne eben schon gut schreiben.
Stephen King war es, der das Zeitalter des Horrorgenre eingeläutet hat. Natürlich gab es vor seiner Zeit bereits Schriftsteller, die sich diesem Bereich widmeten - an der Stelle machen wir eine kurze Pause um dem verehrten H.P. Lovecraft zu huldigen -, doch vermochten diese nicht zu tun, was King geschafft hat... Wer gerne mehr über den König des Horror erfahren möchte, solle sich doch bitte dessen Websites oder Biografien widmen.
Abschliessend sei erwähnt, dass ihm der Titel KING OF HORROR niemals aberkannt werden kann - selbst dann nicht, wenn er sich entscheiden sollte, Romane à la Rosamunde Pilcher zu schreiben, denn was er geschaffen hat, bleibt bestehen. Punkt.

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Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
23
7
1
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2

Spannende Unterhaltung...
von Mundolibris aus Frankfurt am Main am 08.09.2014

Wie kaum einem anderen gelingt es Stephen King seinen Figuren Leben einzuhauchen. Es gelingt ihm immer die Spannung so aufzubauen, dass er den Leser schon auf den ersten Seiten abholt, so dass man es nicht schafft das Buch aus den Händen zu legen. Wie schon von ihm gewohnt steigert... Wie kaum einem anderen gelingt es Stephen King seinen Figuren Leben einzuhauchen. Es gelingt ihm immer die Spannung so aufzubauen, dass er den Leser schon auf den ersten Seiten abholt, so dass man es nicht schafft das Buch aus den Händen zu legen. Wie schon von ihm gewohnt steigert er die Spannung immer mehr bis man die Spannung nahezu mit den Händen greifen kann. Spannende Dialoge und herrlich plastische Beschreibungen seiner Figuren und Schauplätze runden das ganze ab. Mr Mercedes ist weniger eine Horrorstory des Meisters, sondern eher ein Thriller, der den Leser gefangen nimmt und nicht wieder loslässt bis man das Buch zu Ende gelesen hat. Mit der Figur des Mr Mercedes ist ihm wieder einmal eine Figur gelungen, die polarisiert, eine Figur die man auf der einen Seite hasst, mit der man aber auch irgendwo Mitleid hat. Mr Mercedes ist der erste Band einer Trilogie. Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht und welche Figuren er mitnimmt in die folgenden Bände. Wie fast schon üblich sind das hier 5 von 5 Sternen.

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2 0
Untypisch
von einer Kundin/einem Kunden aus Wettenberg am 22.11.2016

..aber richtig gut! Von der ersten Seite an baut King einen Spannungsbogen auf, der stabil genug für das ganze Buch ist. Hodges ist einem schnell symphatisch, sein Gegenspieler mindestens ebenso schnell unheimlich - wobei es sich diesmal beim "Bösen" nicht um ein Monster o.ä. handelt, sondern um einen ziemlich... ..aber richtig gut! Von der ersten Seite an baut King einen Spannungsbogen auf, der stabil genug für das ganze Buch ist. Hodges ist einem schnell symphatisch, sein Gegenspieler mindestens ebenso schnell unheimlich - wobei es sich diesmal beim "Bösen" nicht um ein Monster o.ä. handelt, sondern um einen ziemlich durchgeknallten Kriminellen. Da ist man gespannt, wie es mit Hodges weiter geht.

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1 0
Mr. Mercedes
von einer Kundin/einem Kunden aus Olbersdorf am 26.07.2015

"Mr. Mercedes" ist wieder eines dieser King-Bücher, die man auch lange nach dem Lesen einfach nicht vergessen kann (wobei mir das mit den Büchern vom King irgendwie immer so geht). Dieses Buch ist ein spannender und gut durchdachter Krimi, der mich von den ersten Seiten an direkt in seinen... "Mr. Mercedes" ist wieder eines dieser King-Bücher, die man auch lange nach dem Lesen einfach nicht vergessen kann (wobei mir das mit den Büchern vom King irgendwie immer so geht). Dieses Buch ist ein spannender und gut durchdachter Krimi, der mich von den ersten Seiten an direkt in seinen Bann gezogen hat. Stephen King lässt den Leser in die Psyche eines geisteskranken Mörders schauen und immer wieder kann man nur den Kopf schütteln, wegen der Gedankengänge und Vorstellungen dieses Mannes. Schon sehr früh weiß man, wer der Täter ist, was jedoch keinesfalls die Spannung nimmt, ganz im Gegenteil. So hat man die Möglichkeit, immer wieder zu sehen, wie die beiden sich - mal mehr, mal weniger zufällig - über den Weg laufen. Spannend zu lesen war auch, wie Ermittler Hodges immer näher an den Mörder herankommt - und umgedreht. Mit dem pensionierten Detective Hodges, der mit seinem Ausstieg aus dem Berufsleben eher weniger klar kommt, hat Stephen King wieder einen Protagonisten geschaffen, der gegen seine eigenen Dämonen zu kämpfen hat und doch unheimlich sympathisch ist, mit dem man von Seite zu Seite mehr mitfiebert und der trotz seiner Schrullen einfach liebenswert ist. Genauso erging es mir mit seinen Mitstreitern, die mich sehr beeindruckt haben, auch wenn sie selbst vielleicht nicht als "normal" angesehen werden und so einiges an Ballast mit sich herumschleppen. Auch wenn es sich hierbei nicht um einen der Horrorschocker von Stephen King handelt, so spart der Autor doch nicht an Schockmomenten, die den Leser atemlos zurücklassen. Wie gewohnt fesselt King mit seinem flüssigen und detaillierten Schreibstil und das Buch aus der Hand zu legen, ist so gut wie unmöglich. Neben der großartigen Darstellung seiner Figuren fällt immer wieder auf, dass der Autor seine eigenen Werke (beispielsweise "Es", "Joyland" usw.) gekonnt in die Story einfließen lässt, was mir hier besonders gut gefallen hat. Im September erscheint mit "Finderlohn" der nächste Roman mit dem sympathischen Hodges und schon der Klappentext macht neugierig. Ich jedenfalls freue mich sehr darauf. Fazit: "Mr. Mercedes" ist ein gut durchdachter Krimi, der ganz ohne Horror auskommt. Mit seinen liebevoll ausgearbeiteten Figuren, der gut durchdachten und fesselnden Story und seinem gewohnt großartigen Schreibstil hat mich der King wieder komplett überzeugen können und ich kann es kaum erwarten, mehr über den pensionierten Detective Hodges zu lesen.

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