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Nachtauge

(2)
Akribisch recherchierter Tatsachenroman und packender Spionagethriller


Seit drei Jahren macht der britische Geheimdienst MI5 Jagd auf „Nachtauge“. Hinter diesem Codenamen verbirgt sich eine deutsche Spionin, die Schienen und Brücken zerstört und Verfolger kaltblütig umbringt. Jetzt steht sie vor ihrem grössten Coup: der Aufdeckung einer womöglich kriegsentscheidenden grossen Operation der britischen Luftwaffe. Diese bereitet die Bombardierung der grössten deutschen Stauseeanlagen vor. Erstes Ziel: die Möhnetalsperre.


Hier arbeiten über tausend ukrainische Frauen unter entwürdigenden Bedingungen in einer Munitionsfabrik. Im Lager unterstehen sie dem Befehl von Georg Hartmann. Er gerät unter Druck, weil Gerüchte kursieren, dass er nicht hundertprozentig auf Parteilinie sei. Tatsächlich ist er bei den Arbeiterinnen weit weniger gefürchtet als die brutalen Männer vom Werkschutz. Ahnt Hartmann, dass einige Frauen, unter ihnen auch die ihm sympathische Nadjeschka, einen spektakulären Fluchtversuch planen?


Rezension
"Titus Müller ... schafft mit Nachtauge einen grossen Wurf, der sich hinter Titanen des Genres wie etwa Robert Harris nicht verstecken muss."
Portrait
Titus Müller, geboren 1977, studierte Literatur, Mittelalterliche Geschichte, Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Mit 21 Jahren gründete er die Literaturzeitschrift Federwelt. Seine historischen Romane begeistern viele Leser. Titus Müller ist Mitglied des PEN-Club und wurde u.a. mit dem C. S.-Lewis-Preis und dem Sir-Walter-Scott-Preis ausgezeichnet.
Zitat
"Ein spannender, gut konstruierter Roman mit einem wahren historischen Hintergrund. Lässt sich klasse lesen! ... Daumen hoch."
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 480, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.03.2013
Sprache Deutsch
EAN 9783641095895
Verlag Karl Blessing Verlag
eBook (ePUB)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Geschichte spannend verpackt
von einer Kundin/einem Kunden am 12.05.2013

Tatsachenroman? Spionagethriller? Titus Müller gelingt mit "Nachtauge" beides. Eine spannende Jagd des Geheimdienstes MI5 während der Kriegsjahre in London. Gleichzeitig wird die Geschichte Londons in dieser Zeit erlesbar gemacht. Bei "Nachtauge" handelt es sich um eine Deutsche Spionin, die besonders aktiv ist indem sie Funksprüche während der Bombenangriffe absetzt... Tatsachenroman? Spionagethriller? Titus Müller gelingt mit "Nachtauge" beides. Eine spannende Jagd des Geheimdienstes MI5 während der Kriegsjahre in London. Gleichzeitig wird die Geschichte Londons in dieser Zeit erlesbar gemacht. Bei "Nachtauge" handelt es sich um eine Deutsche Spionin, die besonders aktiv ist indem sie Funksprüche während der Bombenangriffe absetzt und so immer wieder ihren Verfolgern entwischt. "Nachtauge" steht kurz davor eine große geplante Militäraktion der Briten zu enttarnen, wenn ihr dies gelingt, dann kann die Möhnetalsperre gerettet werden. Parallel dazu wird erzählt was sich im Arbeitslager rund um die Möhnetalsperre während des Krieges abgespielt hat. Sehr gut recherchiert und als packende Geschichte zu einem spannenden Roman verarbeitet.

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Spionage à la Follett
von einer Kundin/einem Kunden am 07.08.2013

Ein gut geschriebener Spionagethriller, wie ich ihn schon lange nicht mehr gelesen habe! Packend, detailliert und sehr gut recherchiert schildert Titus Müller die Versuche der Allierten und der deutschen Seite dem Krieg die entscheidende Wendung zu geben... Ein Wettlauf gegen die Zeit!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Thrill, Spionage, Spannung, Liebe vereint zu einem Roman nach einer wahren Begebenheit. Hervorragende Recherche liefert Einblick in den historischen Background. Lesen Sie selbst!

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Spannend, beklemmend, gut recherchiert
von mabuerele am 30.12.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

„...Was ging in diesem Mann vor, der so hart sein musste, und doch insgeheim ein weiches Herz besaß?...“ (Seite 195) Wir schreiben das Jahr 1943. Eric Knowlden, der für die Abteilung M15 der Spionageabwehr des britischen Geheimdienstes arbeitet, bringt seine Familie in den Luftschutzkeller. Die permanenten Luftangriffe auf London fordern... „...Was ging in diesem Mann vor, der so hart sein musste, und doch insgeheim ein weiches Herz besaß?...“ (Seite 195) Wir schreiben das Jahr 1943. Eric Knowlden, der für die Abteilung M15 der Spionageabwehr des britischen Geheimdienstes arbeitet, bringt seine Familie in den Luftschutzkeller. Die permanenten Luftangriffe auf London fordern die Mitarbeiter der Abwehr, denn für die gezielte Bombardierung wird eine deutsche Spionin verantwortlich gemacht. Sie trägt den Tarnnamen „Nachtauge“ und ist bisher durch sämtliche Kontrollen geschlüpft. Im Luftschutzkeller kommt Eric die entscheidende Idee. Währenddessen wartet Georg Hartmann in Neheim auf einen Zug mit russischen und ukrainischen Zwangsarbeiterinnen. Sie sollen für die Waffenherstellung eingesetzt werden. Georg Hartmann ist Lagerkommandeur und darf sich aus den ankommenden Frauen einige auswählen. Er entscheidet sich unter anderen für eine junge rothaarige Frau. Der Autor hat einen fesselnden und vielschichtigen historischen Roman geschrieben. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das lag zum einen an dem angenehmen Schriftstil, zum anderen an der abwechslungsreichen Handlung und den interessanten Protagonisten. Auf zwei davon möchte ich näher eingehen. Georg Hartmann ist von Beruf Lehrer. Um nicht an die Front zu müssen, hat er mit Unterstützung seines Schwagers Axel, einem Gestapomann, die Stelle als Lagerleiter erhalten. Innerlich aber distanziert er sich von der aktuellen deutschen Politik. Er liest verbotenen Bücher und behandelt die Zwangsarbeiterinnen als Menschen. Trotzdem muss er manche Grausamkeiten seiner Untergebenen dulden. Da er kein Parteimitglied ist, steht er unter besonderer Beobachtung. Nadjeschka, die junge Ukrainerin, kann und will sich mit ihren Los nicht abfinden. Ihre Aufmüpfigkeit hat Georg schon am Bahnhof geahnt. Als Lehrer hat er einen Blick dafür. Doch da kann er noch nicht wissen, dass die junge Frau sein Herz berühren wird. Das Geschehen spielt abwechselnd in London und in Neheim an der Möhnetalsperre. Die ist das Ziel einer geheimen britischen Militäroperation. Diese zu verhindern, ist Nachtauges vordringliche Aufgabe. Der Schreibstil des Buches passt sich den historischen Gegebenheiten an. Detailgenau und mit passenden Worten werden die Zustände in Deutschland beschrieben, seien es die unmenschliche Behandlung der Zwangsarbeiter, die Lage nach der Bombardierung von Dortmund oder die allgemeine Bespitzelung und Denunziation. Vor allem die Gespräche in Alex` Familie zeigen, wie weit das nationalsozialistische Gedankengut schon in die Kinderzimmer vorgedrungen war. Als ich als Leser eine Mathematikstunde als Hospitant an Georgs Seite erleben durfte, wurde das Ausmaß der politischen Einflussnahme besonders deutlich. Gut wurde herausgearbeitet, dass selbst in Kreisen der Gestapo Misstrauen gegeneinander überwog. Die Jungen wollten sich profilieren, koste es, was es wolle. Der Autor beherrscht den Umgang mit Metaphern. Zu den sprachlichen Höhepunkten aber gehören die gekonnt gestalteten Dialoge. Hier werden Gegensätze deutlich, Lebensfragen angesprochen und Personen allein dadurch charakterisiert, was sie sagen. Sie ermöglichen auch einen Blick in die psychischen Tiefen der Protagonisten. Georgs innere Zerrissenheit, Nadjeschkas Freiheitsdrang, Axels Fanatismus und Wiesen Untertanenmentalität sind nur einige der aufgezeigten Emotionen. Obiges Zitat stammt von Nadjeschka. Besser und kürzer kann man Georgs Dilemma nicht ausdrücken. Im englischen Teil der Geschichte steht der Zweikampf zwischen Eric und Nachtauge im Mittelpunkt. Mit Nachtauge wurde eine Spionin kreiert, die alle Raffinessen ihres Geschäfts beherrscht. Nicht nur Worte, auch Gesten und Ungesagtes entscheiden über Sieg oder Niederlage. An vielen Stellen des Romans ist spürbar, dass ihm eine ausführliche und exakte Recherche zugrunde liegt. Fakten wurden zu einer Handlung mit hohem Spannungsbogen verarbeitet. Am Ende der Geschichte teilt der Autor kursiv mit, wessen Schicksale ihn zu dem Roman inspiriert haben. Ein umfangreiches Nachwort zum historischen Hintergrund und eine Liste an Sachliteratur ergänzen das Buch. Das Cover mit der Frau, die kurz zurückschaut, aber auf dem Weg ist, passt zur Handlung. Der Roman hat mir ausgezeichnet gefallen. Er ermöglicht einen Einblick in eine historische Epoche, die das letzte Jahrhundert geprägt hat. Er zeigt aber auch, dass inmitten aller Unmenschlichkeit die zarten Pflanzen der Hoffnung und der Liebe gedeihen können, und dass es Menschen braucht, die sich dem Unrecht entgegenstellen.

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Spannend und bewegend
von Nina2401 aus Sankt Augustin am 26.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Titus Müller erzählt hier ein Stück deutsche Geschichte, geschickt verpackt in einen Agententhriller und eine auf Tatsachen beruhende Liebesgeschichte. Die Gradwanderung zwischen Realität und Fiktion gelingt ihm mit Bravour. Mit seinem Blick für die Details des Alltags macht Titus Müller seine Geschichte so lebendig und kommt mir so greifbar nah.... Titus Müller erzählt hier ein Stück deutsche Geschichte, geschickt verpackt in einen Agententhriller und eine auf Tatsachen beruhende Liebesgeschichte. Die Gradwanderung zwischen Realität und Fiktion gelingt ihm mit Bravour. Mit seinem Blick für die Details des Alltags macht Titus Müller seine Geschichte so lebendig und kommt mir so greifbar nah. Gerade die Kleinigkeiten haben mir so gut gefallen. Titus Müller ist ein grandioser Erzähler. Er legt so viel Herzblut in seine Bücher und man spürt seine Erzähllust zwischen jeder Zeile. Die Kombination zwischen Tatsachenroman und Spionagethriller ist perfekt. Der Strang um die deutsche Spionin Nachtauge ist gnadenlos spannend und der Strang in Deutschland ist so tragisch, aber nicht anklagend. Gerade in so einer Geschichte, in der die Bösen von vorneherein feststehen, gibt Titus Müller mir als Leser die Gelegenheit, zu verstehen. Viele hatten ja gar keine Wahl. Das ist so bedrückend, jedes Mal aufs Neue, wenn ich Geschichten aus dieser Zeit lese und das fand ich sehr besonders an diesem Buch. Denn es gibt trotz allem kein eindeutiges „Schwarz und Weiß“. Die jeweilige Atmosphäre hat Titus Müller so gut eingefangen. Er erzählt so lebendig. Der am Beginn beschriebene Luftangriff auf London ließ mich frösteln und im Laufe der Geschichte gab es sehr viele emotionsgeladene Situationen. Mit dem Bewusstsein, dass vieles so passiert ist, musste ich oftmals heftig schlucken, aber manchmal auch schmunzeln. Titus Müller hat sehr vielschichtige Charaktere geschaffen, er erzählt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt viele seiner Charaktere in der 3. Person zu Wort kommen. So erstellt er für mich ein sehr komplexes Bild. Die spannende Story um die deutsche Agentin Nachtauge hat mich sehr gefesselt und die aussichtslose Liebesgeschichte zwischen Georg und Nadjeschka ging mir sehr nahe. Und es gibt bis in die kleinste Nebenrolle so viele interessante Menschen, die mir in diesem Buch über den Weg laufen. Das macht diese Geschichte so glaubhaft und beeindruckend. Ein sehr bewegendes und nachdenklich machendes Buch, grandios mit viel Feingefühl und einem Blick für Details erzählt.

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Spannend und bewegend
von Martina Meyen aus Sankt Augustin am 26.06.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Titus Müller erzählt hier ein Stück deutsche Geschichte, geschickt verpackt in einen Agententhriller und eine auf Tatsachen beruhende Liebesgeschichte. Die Gradwanderung zwischen Realität und Fiktion gelingt ihm mit Bravour. Mit seinem Blick für die Details des Alltags macht Titus Müller seine Geschichte so lebendig und kommt mir so greifbar nah.... Titus Müller erzählt hier ein Stück deutsche Geschichte, geschickt verpackt in einen Agententhriller und eine auf Tatsachen beruhende Liebesgeschichte. Die Gradwanderung zwischen Realität und Fiktion gelingt ihm mit Bravour. Mit seinem Blick für die Details des Alltags macht Titus Müller seine Geschichte so lebendig und kommt mir so greifbar nah. Gerade die Kleinigkeiten haben mir so gut gefallen. Titus Müller ist ein grandioser Erzähler. Er legt so viel Herzblut in seine Bücher und man spürt seine Erzähllust zwischen jeder Zeile. Die Kombination zwischen Tatsachenroman und Spionagethriller ist perfekt. Der Strang um die deutsche Spionin Nachtauge ist gnadenlos spannend und der Strang in Deutschland ist so tragisch, aber nicht anklagend. Gerade in so einer Geschichte, in der die Bösen von vorneherein feststehen, gibt Titus Müller mir als Leser die Gelegenheit, zu verstehen. Viele hatten ja gar keine Wahl. Das ist so bedrückend, jedes Mal aufs Neue, wenn ich Geschichten aus dieser Zeit lese und das fand ich sehr besonders an diesem Buch. Denn es gibt trotz allem kein eindeutiges „Schwarz und Weiß“. Die jeweilige Atmosphäre hat Titus Müller so gut eingefangen. Er erzählt so lebendig. Der am Beginn beschriebene Luftangriff auf London ließ mich frösteln und im Laufe der Geschichte gab es sehr viele emotionsgeladene Situationen. Mit dem Bewusstsein, dass vieles so passiert ist, musste ich oftmals heftig schlucken, aber manchmal auch schmunzeln. Titus Müller hat sehr vielschichtige Charaktere geschaffen, er erzählt die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln und lässt viele seiner Charaktere in der 3. Person zu Wort kommen. So erstellt er für mich ein sehr komplexes Bild. Die spannende Story um die deutsche Agentin Nachtauge hat mich sehr gefesselt und die aussichtslose Liebesgeschichte zwischen Georg und Nadjeschka ging mir sehr nahe. Und es gibt bis in die kleinste Nebenrolle so viele interessante Menschen, die mir in diesem Buch über den Weg laufen. Das macht diese Geschichte so glaubhaft und beeindruckend. Ein sehr bewegendes und nachdenklich machendes Buch, grandios mit viel Feingefühl und einem Blick für Details erzählt.

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Geschichte nacherlebbar
von Karthause aus Duisburg am 12.03.2013
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In „Nachtauge“ gibt es zwei, lange Zeit parallel verlaufende Handlungsstränge, die der Autor geschickt miteinander verknüpft. Lesern, denen die Geschehnisse des 16./17. Mai 1943 im Kreis Soest nicht geläufig sind, erschließt sich erst recht spät der Zusammenhang der beiden Geschichten, so ist Spannung garantiert.. Vor 100 Jahren wurde die... In „Nachtauge“ gibt es zwei, lange Zeit parallel verlaufende Handlungsstränge, die der Autor geschickt miteinander verknüpft. Lesern, denen die Geschehnisse des 16./17. Mai 1943 im Kreis Soest nicht geläufig sind, erschließt sich erst recht spät der Zusammenhang der beiden Geschichten, so ist Spannung garantiert.. Vor 100 Jahren wurde die Möhnetalsperre erbaut und vor 70 Jahren von der britischen Luftwaffe bombardiert und zerstört. Die Ereignisse im deutschen Neheim und den verzweifelten Kampf der britischen Spionageabwehr thematisiert Titus Müller in diesem Roman. Sehr bildhaft schildert er das Leben und den Alltag im Lager der ukrainischen Zwangsarbeiterinnen und die Versuche Georg Hartmanns, ihnen das Leben wenigstens ein kleines bisschen zu erleichtern. Er versucht, so unauffällig wie möglich Vorschriften zu umschiffen, schmuggelt Romane russischer Klassiker ins Lager, bittet um größere Essensrationen und bessere medizinische Betreuung. Sein Tun bleibt aber nicht lange unbemerkt. Den Blockwart hat er bereits verärgert, weil er es bisher umgehen konnte, zu spenden. Als dieser in daraufhin denunziert, wurde es auch für Axel Rottländer schwer, seine schützende Hand über den Schwager zu halten. Als dieser sich dann auch noch mit der Ukrainerin in der Öffentlichkeit zeigt, läuft die Gestapo-Maschinerie an. Auch der in England angesiedelte Teil der Romanhandlung um die Jagd auf die kaltblütige deutsche Agentin war durchaus überzeugend. Die Angst vor dem Scheitern der kriegsentscheidenden Operation wurde sehr glaubhaft und nachvollziehbar beschrieben. Durch seine gekonnte, der Zeit angemessene Wortwahl und die angenehme sprachliche Gestaltung des Romans bekommt der Leser ein gutes Gefühl für die Zeit. Seine Protagonisten hat Titus Müller sehr facettenreich charakterisiert. Alle hatten Stärken und Schwächen. Ihr Handeln war nachvollziehbar und, was ich ganz besonders schätze, sie machten im Laufe der Handlung eine Entwicklung durch. Sowohl die Operation Chastise als auch die Liebesgeschichte von Georg und Nadjeschka haben einen wahren Hintergrund. Letztere wurde sehr gefällig in die Romanhandlung eingefügt und wirkte weder aufgesetzt noch in irgendeiner Weise kitschig, sondern einfach sehr natürlich. Die Angst und Zweifel waren logisch und nachvollziehbar. „Nachtauge“ las ich fast an einem Stück. Ich konnte den Roman nicht aus der Hand legen bevor die letzte Seite gelesen war. Er war spannend und hat mich von Anfang bis zum Ende gefesselt. Ich hatte das Gefühl, dem Bericht von Zeitzeugen zu lauschen. In dem Buch sind noch Anmerkungen des Autors zu den historischen Ereignissen und Hintergründen enthalten. Dadurch wird die wirklich spannende Lektüre abgerundet. Ich empfehle diesen Roman sehr gern weiter.

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