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Nachts ist es leise in Teheran

Roman

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1979. Behsad, ein junger kommunistischer Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs mit seinen Freunden für eine neue Ordnung. Er erzählt von funkenschlagender Hoffnung, von klandestinen politischen Aktionen, und davon, wie er in der mutigen, literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet. Zehn Jahre später nimmt uns Nahid mit in die deutsche Provinz, wohin Behsad und sie nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern flohen. Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten. Sie wollen zurückkehren, unbedingt, und suchen zugleich eine Heimat in der Fremde. 1999 reist Laleh gemeinsam mit ihrer Mutter in den Iran. Zwischen »Kafishaps«, Schönheitsritualen und Familiengeheimnissen lernt sie ein Teheran kennen, das sich nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. Ihren Bruder Mo beschäftigt ein Jahrzehnt später der Liebeskummer seines Kumpels Tobi mehr als die pseudoengagierten Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution im Iran aus und stellt Mos Welt auf den Kopf.
Shida Bazyar gelingt ein dichter, vielstimmiger und mitreissender Roman.

Rezension
"Shida Bazyar ist ein aufregendes Romandebüt gelungen: Ohne eitle Larmoyanz, mit grossem Einfühlungsvermögen und sprachlicher Souveränität vergegenwärtigt sie exemplarische Lebensgeschichten, die auch als ein Roman über die aktuellen Herausforderungen der Integration gelesen werden können." Stephan Lohr Spiegel Online
Portrait
Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog, um ein Doppelleben zu führen. Halbtags ist sie Bildungsreferentin für junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Brandenburg machen, die verbleibende Zeit verbringt sie als Autorin. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Für ihren Debütroman wurde sie mit dem Kulturförderpreis der Ev.-lutherischen Landeskirche Hannover, dem Bloggerpreis für Literatur und mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 18.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04891-9
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 208/125/27 mm
Gewicht 406
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Nachts ist es leise in Teheran
von einer Kundin/einem Kunden am 19.10.2016

Iran 1979, das Ende der Herrschaft des Shahs. Neue Unfreiheit droht. Behsad und Nahid fliehen mit ihren Kindern nach Deutschland. Die Sehnsucht nach ihrer Heimat, der Traum von einer Rückkehr bleiben lebendig. Gleichzeitig setzen sie alles daran, in der Fremde heimisch zu werden. Eine iranisch-deutsche Familiengeschichte, eine Chronik der... Iran 1979, das Ende der Herrschaft des Shahs. Neue Unfreiheit droht. Behsad und Nahid fliehen mit ihren Kindern nach Deutschland. Die Sehnsucht nach ihrer Heimat, der Traum von einer Rückkehr bleiben lebendig. Gleichzeitig setzen sie alles daran, in der Fremde heimisch zu werden. Eine iranisch-deutsche Familiengeschichte, eine Chronik der Ereignisse seit 1979, spannen und bewegend komponiert.

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Unsere Perle, unser Iran - Intensives Debüt über Revolution und der Suche nach Identität
von Nisnis aus Dortmund am 03.03.2017

Iran, 1979: Der Schah ist vertrieben und Hoffnung breitet sich in Iran aus. Der junge kommunistische Revolutionär Beshad engagiert sich für eine neue Ordnung, plant gefährliche, politische Aktionen mit einer kommunistischen Gruppierung, deren Anführer er ist. Bevor es in Iran für ihn brenzlig wird, lernt er die Literatur Studentin... Iran, 1979: Der Schah ist vertrieben und Hoffnung breitet sich in Iran aus. Der junge kommunistische Revolutionär Beshad engagiert sich für eine neue Ordnung, plant gefährliche, politische Aktionen mit einer kommunistischen Gruppierung, deren Anführer er ist. Bevor es in Iran für ihn brenzlig wird, lernt er die Literatur Studentin Nahid kennen, die Liebe seines Lebens. Als die Mullahs die Macht übernehmen, wird es für die junge Familie gefährlich und sie müssen mit ihren zwei kleinen Kindern, ohne jeden Abschied fliehen. Ihr Weg führt sie nach Deutschland. Zwischen Hoffen und Bangen, warten sie auf Neuigkeiten von ihren Freunden, die untertauchen mussten und sie hoffen weiter, auf eine politisch ruhigere Lage, denn eines Tages möchten sie aus ihrem Exil zurück. Viele Jahre später besucht Nahid mit ihrer Tochter Laleh die iranische Heimat. Während Nahid aufblüht, sieht sich Laleh mit einer Welt konfrontiert, die nichts mehr mit ihren Kindheitserinnerungen gemein hat. Als Teenager fällt es ihr sichtlich schwer, sich dem Leben dort anzupassen Beshads und Nahids Sohn Mo widmet sich allem lieber, als an den von seinen Studienkollegen veranstalteten Pseudodemonstrationen teilzunehmen, während sich der arabische Frühling langsam entwickelt. Er kann sich, aufgewachsen in Deutschland, nur schwer mit all den politischen Dingen identifizieren, doch sein gesellschaftliches Umfeld erwartet es von ihm. Erst als sich die Grüne Revolution abzeichnet, dreht sich Mos Welt plötzlich außer Takt und seine Welt gerät ins Wanken. Die Autorin: Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog, um ein Doppelleben zu führen. Halbtags ist sie Bildungsreferentin für junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Brandenburg machen, die verbleibende Zeit verbringt sie als Autorin. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. (Quelle: Kiepenheuer & Witsch) Reflektionen: Nachts ist es leise in Teheran ist die Geschichte einer iranischen Familie, die nach der Revolution im Jahr 1979, nach dem das Land von einer geistlichen Führung regiert wird, nach Deutschland emigrieren muss. Shida Bazyar erzählt eindrucksvoll, wie mutig Beshad und seine kommunistische Bewegung gegen eine geistliche Staatsform kämpfen. Wie sie selbstlos jeder Gefahr entgegentreten, bis es für die junge Familie zu gefährlich wird, entdeckt und verhaftet zu werden. Mitreißend und intensiv erzählt, nah am politischen Geschehen, bekommt der Leser eine Ahnung, wie dramatisch und gefährlich diese Widerstandskämpfe geführt wurden. Die Aktionen der Gruppierung, von denen Shida Bazyar sehr anschaulich erzählt, lesen sich so spannend wie ein Kriminalroman, wohl wissend, dass diese Bewegungen in Wahrheit stattgefunden haben. Vollends entwurzelt und große Steine aus dem Weg räumend, meistern Beshad und Nahid ihren Alltag, um zu immigrieren, nach dem klar wird, dass der Aufenthalt in Deutschland nicht mit einem vorübergehenden Exil gleichzusetzten ist. Der Weg dorthin ist eindrucksvoll geschildert, ohne die Integration überschwänglich und aktuell trendmäßig zu thematisieren, was ich sehr positiv empfand. Unglaubwürdig und enttäuschend hingegen fand ich es, dass Shida Bazyar den islamischen Glauben kaum benannt hat. Von einem Roman, der das Leben von Iranern beleuchtet und es veranschaulicht, erwarte ich viel von traditioneller, islamischer Kultur und auch von religiösen Konflikten zu lesen. Doch außer kaum erwähnenswerten islamischen Riten im Alltag der Teheraner, kann ich kaum von derartigem lesen und erfahren. Aus meiner Sicht verliert dieser Roman dadurch sogar ein Stück weit Authentizität. Trotzdem gelingt es der Autorin in einer fesselnden, atmosphärischen Dichte zu schreiben, wenn man bereit ist, sich auf den anfänglich unrhythmisch wirkenden Schreibstil einzulassen. Literarisch anspruchsvoll zwar, sogar anmutig bis poetisch, aber dennoch so außergewöhnlich, dass sicher nur wenige Mainstream-Leser damit eine wohlige Leseatmosphäre genießen können. Mit vier individuellen Erzählperspektiven, 1979 Behsad, 1989 Nahid, 1999 Tochter Laleh und 2009 Sohn Morad, greift Shida Bazyar die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Figuren auf. Sie schildert ihre Empfindungen und ihre jeweiligen, kritischen Auseinandersetzungen mit ihrer Herkunft eindringlich, vielschichtig und häufig hoch emotional. Die Figur gebundenen Perspektiven spiegeln auch wider, wie sich die Herkunft, die Kultur und die politische Wertigkeit sowie die Suche nach Identität von Generation zu Generation natürlich verändern. Und doch durchzieht der rote Faden Hoffnung jede Perspektive, dieses literarisch anspruchsvollen und komplexen Werks, die nie aufhört zu klingen. Fazit und Bewertung: Nachts ist es leise in Teheran ist zwar literarisch anspruchsvoll, sogar anmutig bis poetisch, aber auch so außergewöhnlich, dass sicher nur wenige Mainstream-Leser damit eine wohlige Leseatmosphäre genießen können. Dieses Debüt ist die Geschichte einer iranischen Familie, die die Revolution mit vorantreibt, die gezwungen wird aus ihrer Heimat zu fliehen, die in Deutschland ein Exil findet, die sich anstrengt zu immigrieren und die stetig auf der Suche ist, ihre Identität zu finden.

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