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Nennen wir sie Eugenie

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Dieser Roman beruht auf einer wahren Geschichte: Eine junge Frau aus dem Senegal flieht aus ihrer Heimat, weil ihre Liebe zu einer anderen Frau nicht geduldet wird und sie mit einem Mann zwangsverheiratet werden soll. Sie flieht nach Deutschland, wo sie Schutz und Hilfe erhofft und um Asyl bittet. Sie gerät in die Mühlen des Asylverfahrens: Anhörung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht, schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes. Sie lernt andere Flüchtlingsschicksale kennen und durchlebt alle Facetten menschlicher Gefühle in einer Welt, die ihr zugleich Freiheit verspricht und Ausgrenzung vorlebt. Als sie schliesslich abgeschoben werden soll, muss sie eine ganz eigene Entscheidung treffen.
Lektorat: Marius Hanke
Cover: Attila Hirth
eBook-Erstellung: Datamorgana
Portrait
Maria Braig, Jahrgang 1957, lebt in Osnabrück. Sie studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Geschichte und Empirische Kulturwissenschaft. Sie engagiert sich sozialpolitisch (Umwelt- und Freidenspolitik, Asyl- und Menschenrechtsarbeit), so auch für 'One Billion Rising' - Rising for Justice - Aufstehen für das Recht - Aufstehen für Gerechtigkeit.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz
Seitenzahl 135, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.06.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783956670626
Verlag Verlag 3.0
eBook (ePUB)
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Bedrückend und realistisch
von mabuerele am 16.12.2014

„…Warum durfte sie nicht lieben, wen sie wollte, und leben, wo sie wollte?...“ Eugenie ist eine junge Frau in Senegal. In ihrer Familie hat sie sich immer geborgen gefühlt. Nun ist sie in die Stadt gezogen und arbeitet als Verkäuferin. Sie will sich Geld für ein Pädagogikstudium sparen. Als sie... „…Warum durfte sie nicht lieben, wen sie wollte, und leben, wo sie wollte?...“ Eugenie ist eine junge Frau in Senegal. In ihrer Familie hat sie sich immer geborgen gefühlt. Nun ist sie in die Stadt gezogen und arbeitet als Verkäuferin. Sie will sich Geld für ein Pädagogikstudium sparen. Als sie den Wunsch ihrer Mutter nachkommt und die Familie besucht, bricht ihre Welt zusammen. Am Tisch sitzt der zukünftige Bräutigam, dessen Geld die Familie retten und das Studium der Söhne finanzieren soll. Bei der Gelegenheit kommt raus, dass Eugenie eine Beziehung mit einer Frau hat. Ihr droht Gefängnis. Der Roman erzählt ungeschönt die Probleme der jungen Frau in Senegal und ihre Erlebnisse nach der Flucht nach Deutschland. Das Buch lässt sich zügig lesen. Es hat mich schnell gefesselt. Eugenie bleibt kein anderer Ausweg, als ihr Land zu verlassen. Was ihr in Senegals Gefängnis drohen würde, möchte ich mir nicht vorstellen müssen. Ihre Freundin, die in England studiert hat und jetzt im Betrieb des Vaters in Senegal arbeitet, ermöglicht ihr die Flucht. Weder Seraba noch Eugenie aber ahnen, was sie als Asylant in Deutschland erwartet. Überaus realistisch wird das Leben als Asylant dargestellt. Wird ihre Homosexualität als Asylgrund anerkannt? Niedergeschlagenheit und Eigeninitiative wechseln sich ab. Die Trennung von ihrer Freundin und das Gefühl, unerwünscht zu sein, belasten Eugenie. Sie findet Helfer, doch die Stunden der Einsamkeit bleiben. Durch den Schriftstil mit sorgfältig gewählten Worten werden die Sorgen der jungen Frau feinfühlig auf den Punkt gebracht. Für die emotionalen Momente findet die Autorin treffende Begriffe. Bei ihren Begegnungen erfährt Eugenie die Schicksale der anderen. Ich habe mich beim Lesen nicht nur einmal gefragt, ob das Recht auf Würde und die Menschenrechte für Asylanten nicht gelten. Im Text sind an entsprechender Stelle gesetzliche Regelungen eingefügt. Das versachlicht die Thematik, lässt aber ein Unbehagen zurück. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Auf berührende und eindringliche Weise wurde dargestellt, wie eine junge Frau, die in ihrer Heimat keine Chance hatte, ihren Traum zu leben und von Gefängnis bedroht war, in Deutschland empfangen und behandelt wurde. Ob sich am Ende ihre Hoffnung erfüllt, möge der zukünftige Leser selbst herausfinden.

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Asylverfahren mal aus dem anderen Blickwinkel
von einer Kundin/einem Kunden aus Kreuzau am 21.08.2015
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Eugenie ist eine Frau, die im Senegal lebt. Sie hat die Schule abgeschlossen und jobbt in einem Laden, um sich ein Studium zu finanzieren. Dort lernt sie Seraba kennen. Eugenie verliebt sich. Dabei wissen beide, dass ihre Beziehung verboten ist. Sie riskieren verhaftet zu werden und ins Gefängnis zu... Eugenie ist eine Frau, die im Senegal lebt. Sie hat die Schule abgeschlossen und jobbt in einem Laden, um sich ein Studium zu finanzieren. Dort lernt sie Seraba kennen. Eugenie verliebt sich. Dabei wissen beide, dass ihre Beziehung verboten ist. Sie riskieren verhaftet zu werden und ins Gefängnis zu müssen. Beide sind vorsichtig und verheimlichen ihre Beziehung. Dann wird Eugenie von ihren Eltern zum Essen eingeladen. Die Stimmung ist seltsam, denn ihre Eltern haben Besuch. Der Mann und seine Eltern begutachten Eugenie und machen seltsame Bemerkungen. Als sie weg sind, klären die Eltern auf: Sie soll den Mann heiraten, weil ihre Familie Geld braucht. Ohne die Heirat ist die Familie pleite. Eugenie weigert sich, in die Heirat einzuwilligen. Daraufhin wird sie eingesperrt. Ihre Brüder entdecken ihr Handy und finden die SMS mit Seraba. Sie erkennen, dass Eugenie eine Frau liebt. Eugenie kann fliehen, wird aber von ihren Brüdern vorher noch verprügelt. Eugenie geht zurück in ihre Wohnung. Sie glaubt, dass sich alles wieder beruhigen wird. Sie geht deshalb am nächsten Morgen wie gewohnt zur Arbeit. Dort trifft sie auf ihre Mutter. Und sie erfährt, dass bei der Polizei Anzeige gegen sie erstattet wurde. Eugenie gibt Seraba Bescheid und flieht an einen Ort, wo sie sich ungefährlich mit Seraba treffen kann. Seraba und Eugenie diskutieren. Der Senegal ist nicht mehr sicher. Die Polizei sucht sie mit Steckbriefen. Wird sie gefasst, droht ihr Gefängnis. Sie entscheiden, dass Eugenie flüchten soll. Für Deutschland entscheiden sie sich eher zufällig, Hauptsache ein Land, wo ihre Liebe nicht verboten ist. Meine Meinung Dieses Buch drückt nicht auf die Tränendrüse. Es wird ein einfaches Schicksal geschildert, wo ein Mensch einfach nur ein Mensch sein möchte, der lieben möchte, wen er mag. Eugenie liebt keinen Mann, sondern eine Frau. Warum will man ihr also vorschreiben, dass sie einen Mann zu heíraten hat? Und auch wenn ihr das im Asylverfahren nicht vorgeschrieben wird, so droht ihr doch jederzeit die Abschiebung zurück in den Senegal. Die deutsche Verwaltungslogik: Sie müsse ihre Sexualität ja nicht offen ausleben, könne es heimlich oder eben gar nicht tun. Allerdings berücksichtigt diese Logik nicht, dass im Senegal auch die Bevölkerung gegen Homosexualität eingestellt ist. Eugenie ist von ihren Brüdern verprügelt worden, ihr Fahrrad wurde zerstört, sie verlor ihre Arbeit und die Polizei suchte sie überall. Dieses Buch geht dann aber auch nicht in alle Einzelheiten. Es ist mir manchmal sogar ein wenig zu oberflächlich gehalten. Ich finde, Eugenies Hilflosigkeit und ihre Handlungsunfähigkeit in diesem Asylverfahren kommt nicht immer so deutlich zum Ausdruck, wie ich es mir gewünscht hätte. Andererseits finde ich diesen Schreibstil auch gerade gut, weil zumindest ich dadurch mehr über das Asylverfahren insgesamt nachgedacht habe und nicht nur über das Einzelschicksal von Eugenie. Zusätzlich zur Geschichte gibt es in dem Buch an den Stellen, wo es gerade hin passt, Informationsboxen mit einigen Informationen dazu, was etwa eine Umverteilung ist oder was die Residenzpflicht bedeutet. Die Möglichkeit zum Deutsch lernen bekommen die Asylsuchenden erst, wenn sie anerkannt sind. Vorher haben sie keine Chance zum Lernen der fremden Sprache, denn in den Unterkünften gibt es kaum jemanden, von dem sie lernen können. Ich fand diese Boxen sehr gut, denn ich wusste bisher wenig vom Asylverfahren. Insgesamt ist es ein Buch, das mich nachdenklich stimmt und das mich zu der Überzeugung bringt, dass sich etwas ändern muss. So, wie es derzeit ist, kann es mit den Asylverfahren nicht weiter gehen. Und auch das Ende des Buches lässt mich nachdenklich zurück, ohne dass ich viel mehr verraten will. Aber das Ende passt zur Geschichte. Ich kann dieses Buch empfehlen. Und das Autorenhonorar für dieses Buch geht an den Verein Exil e.V. - Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge. Mit dem Kauf dieses Buches tut man somit auch noch etwas Gutes.

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Nennen wir sie Eugenie - wie verständnisvoll sind wir wirklich?
von einer Kundin/einem Kunden aus Wiedemar am 19.05.2015
Bewertetes Format: Einband: Kunststoff-Einband

Ein schmales Bändchen ist dieses Buch, mit dem Gesicht einer jungen sehr traurigen Frau. In der oberen Hälfte. Das Cover ist in den Erdfarben gehalten und wirkt so sehr ruhig. In der unteren Hälfte ist kaum erkennbar, wie mit Sand geschrieben zu lesen „ASYL FLUCHT“ und das... Ein schmales Bändchen ist dieses Buch, mit dem Gesicht einer jungen sehr traurigen Frau. In der oberen Hälfte. Das Cover ist in den Erdfarben gehalten und wirkt so sehr ruhig. In der unteren Hälfte ist kaum erkennbar, wie mit Sand geschrieben zu lesen „ASYL FLUCHT“ und das Zeichen für eine lesbische Beziehung. Hier sieht der Leser also sofort, worum es in diesem Buch geht. Ich hoffe, dass gerade deshalb viele zu diesem Buch greifen. Für uns ist vieles nicht nachvollziehbar. Sin den letzten Jahren hat sich die Stellung homosexueller in der Gesellschaft schon ziemlich normalisiert. Natürlich gibt es noch Stimmen, die meinen, Homosexualität sei eine Krankheit, aber die dürften ziemlich isoliert sein. Es ist eine Sache zu wissen, dass dies in anderen Ländern noch nicht so ist, aber es nachzuvollziehen fällt schwer. Oft denken wir auch nicht daran, besonders nicht, wenn wir eben nicht wirklich mit den Problemen dieser Menschengruppe zu tun haben und sie vielleicht nur im Freundeskreis kennenlernen, oder ganz abstrakt nur bei Diskussionen um die Möglichkeit der Eheschließung mal mit der Nase auf die Probleme gestoßen werden. Maria Braig hat ein Schicksal herausgesucht und es ist packend geschrieben. „Nennen wir sie Eugenie, weist schon daraufhin, dass dieses Schicksal stellvertretend für viele steht. Der Leser lernt die junge Senegalesin kennen, die ein schönes und behütetes Leben führt, solange sie es geheim halten kann, dass sie eine Frau liebt. Aber im Senegal sind die Sitten noch anders, eine Frau ist dort bei aller Liebe auch eine Ware. Sie gut zu verheiraten ein wichtiges Mittel, die Familie zu versorgen. Und dann geschieht das, was wir und wohl nicht vorstellen können. Das ganze Leben wird auf den Kopf gestellt. Plötzlich ist sie nicht mehr die Tochter, Schwester, die nette Verkäuferin – plötzlich ist sie eine Verbrecherin und das für alle, für Eltern, Brüder und Nachbarn. Sie muss fliehen und kommt nach Deutschland und man möchte als Leser aufatmen. In Sicherheit! Aber ist sie das? Hier begann für mich das Fremdschämen. Wie kann man so mit Menschen umgehen? Wieso gibt es kein Verständnis für diese Frau? Eugenie ist klug und sie ist bereit, auf Menschen zuzugehen, aber gehen die auch auf sie zu? Und da erkennen wir die Grenzen unserer auch so menschlichen Demokratie und auch die Grenzen unserer Toleranz, geschweige denn Verständnisses. Ein berührendes und ehrliches Buch und ein Muss für alle, die verstehen wollen. Schön, wenn es auch dazu führt zu helfen.

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