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Niemand weiß, wie spät es ist

Roman

(9)
Nora hat ihren Vater verloren. Das wäre schon schlimm genug, doch dann erfährt sie seinen letzten Willen. Sie muss Paris und ihr schönes Leben in Frankreich verlassen, um mit der Asche ihres Vaters im Handgepäck und einem pedantischen jungen Notariatsgehilfen, der ihr täglich das nächste Etappenziel mitteilt, eine Wanderung zu unternehmen – durch Österreich, ein Land, das sie kaum kennt. Nora, die lebenslustige Chaotin, und Bernhard, der strenge Asket, folgen zwischen Regengüssen, Wortgefechten und allmählicher Annäherung einem Plan, der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Ein Roman über Liebe und Freundschaft und über eine ungewöhnliche Reise mit überraschendem Ziel.
Portrait

René Freund, geboren 1967, lebt als Autor und Übersetzer in Grünau im Almtal. Er studierte Philosophie, Theaterwissenschaft und Völkerkunde und war von 1988 bis 1990 Dramaturg am Theater in der Josefstadt. Bücher (u.a.): Stadt, Land und danke für das Boot (Realsatiren, 2002), Wechselwirkungen (Roman, 2004). Im Deuticke Verlag sind erschienen Liebe unter Fischen (2013), seine Familiengeschichte Mein Vater, der Deserteur (2014) und zuletzt der Roman Niemand weiss, wie spät es ist (2016).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 25.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-06326-6
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 208/128/30 mm
Gewicht 416
Auflage 3. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Des Vaters letzte Reise
von Jenny Vogler am 09.10.2016

" Und auch, wenn ich wie wir alle den Sinn nicht erkennen kann, möchte ich auf den Sinn wetten. Das macht unser Leben einfach größer und erfüllter. Als Nora Weilheim zur Testamentsverlesung ihres Vaters vorgeladen wird, muss sie sich mit einer ungewöhnlichen Bitte des Verstorbenen auseinandersetzen. Er hat verfügt,... " Und auch, wenn ich wie wir alle den Sinn nicht erkennen kann, möchte ich auf den Sinn wetten. Das macht unser Leben einfach größer und erfüllter. Als Nora Weilheim zur Testamentsverlesung ihres Vaters vorgeladen wird, muss sie sich mit einer ungewöhnlichen Bitte des Verstorbenen auseinandersetzen. Er hat verfügt, dass Nora unter notarieller Aufsicht eine Reise absolvieren muss, die sie quer durch Österreich führen wird und erst nach Erfüllung dieser Aufgabe, wird die Nachlassverfügung aktiv. Etwas missmutig gestimmt macht sich die junge Frau auf den Weg. Der ihr zugeteilte Begleiter treibt sie in seiner Spießigkeit an den Rand der Verzweiflung und wächst ihr doch nach und nach ans Herz. Doch noch bevor die beiden ihr Ziel erreicht haben, machen sie eine folgenschwere Entdeckung, denn Noras Vater bezweckt mit dieser organisierten Wanderung noch etwas ganz anderes ... Dieser Roman überrascht mit einer humorvoll-traurigen Geschichte, die ebenso profan wie besonders ist. Eine durchaus realistische Ausgangssituation wird hier zur Bewährungsprobe und bewirkt eine charakterliche Veränderung samt Weiterentwicklung bei den Protagonisten. Der Autor schickt die arbeitslose, chaotische Nora, die keine besonderen Lebenspläne hat und sich eher auf Sinnsuche befindet mit dem anscheinend organisierten, pedantischen und veganen Bernhardt auf eine ganz besondere Reise. Die Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man als Leser beide Figuren mag und ihre Kauzigkeit zu schätzen weiß. Mittels Brief- bzw. Videobotschaften gibt Noras Vater die Etappenziele bekannt und offenbart in seinen posthumen Ansprachen viele Emotionen, gibt Dinge preis, von denen seine Tochter nichts wusste und erzählt von der großen Liebe zu seiner frühzeitig verstorbenen Frau, Noras Mutter. Gerade diese Sequenzen haben viele philosophische Denkansätze und zeugen von Lebenserfahrung und großer Liebe. Der Transfer an den Leser gelingt hier mühelos. Zeitweise verläuft die Geschichte etwas handlungsarm, gewinnt aber durch eine unerwartete Wendung in den Beziehungsverhältnissen zwischen Nora und ihrem Begleiter wieder an Schwung und Aussagekraft, so dass ein rundherum gelungener Wohlfühlroman entsteht, der direkt aus dem Leben gegriffen scheint. Ich vergebe 4,5 Lesesterne (aufgerundet 5) für diese herzliche, direkte und emotionale Geschichte, die mich mit humorvollen Sequenzen, tiefen Wahrheiten und traurigen Erkenntnissen überzeugen konnte. Eine Geschichte, die davon erzählt, wie wichtig es ist, offene und aufrichtige Beziehungen zu führen, wie bedeutsam die Liebe für den Menschen sein kann und auch, dass es niemals zu spät ist, über seine Verfehlungen nachzudenken und einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Das Thema Trauer wird hier nicht stilisiert sondern als eine Möglichkeit geschildert, die sich bietet, um Resümee zu ziehen. Sehr ehrlich, sehr wahr und absolut lesenswert.

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Emotional, witzig, ernst - eine geniale Mischung
von vielleser18 aus Hessen am 26.08.2016

Noras Vater, Klaus Weilheim, ist gestorben. Doch er ist nicht enfach so gestorben, er wusste von seinem nahenden Tod und hat daher bei einem Notar detailliete Anweisungen für seine Tochter hinterlassen. Nora soll unter notarieller Aufsicht sich auf eine Wanderstrecke mit seiner Urne im Handgepack auf die Reise machen.... Noras Vater, Klaus Weilheim, ist gestorben. Doch er ist nicht enfach so gestorben, er wusste von seinem nahenden Tod und hat daher bei einem Notar detailliete Anweisungen für seine Tochter hinterlassen. Nora soll unter notarieller Aufsicht sich auf eine Wanderstrecke mit seiner Urne im Handgepack auf die Reise machen. Sie bekommt tägliche Mitteilungen wie es weitergehen soll, aber noch kein Hinweis auf das Ziel. Begleiten soll sie der Wiener Notariatsanwärter Bernhard. Nora ist nicht nur noch sehr geschockt über den Tod ihres geliebten Vaters und die unglaubliche Testamentseröffnung, hinzu kommt noch - der zwar gutaussehende - Bernhard, der sich aber als sehr steif, korrekt und mit weiteren Eigenheiten erweist.......Nora will einfach ablehnen, das Erbe ausschlagen. Aber das erweißt sich als unmöglich für sie. Also beißt sie in den sauren Apfel und zieht los, mit Trolley und eine Mischung aus Wut, Trauer und Kampfgeist im Bauch und Ironie ihrem Begleiter gegenüber. Es fällt mir schwer alles wiederzugeben, was dieses Buch ausmacht, denn es ist so viel. Es steckt Witz und Humor darin, aber auch sehr viel emotionaler Abschied einer Tochter von ihrem Vater und umgekehrt. Es sind ernste (Gesprächs-)Themen, es sind die Entwicklungen der Protagonisten, es sind die überraschenden Wendungen und dann auch noch spannende Szenen. Alles ist abgerundet verpackt, es gibt keine Brüche, es gibt einen roten Faden, es ist einfach nur wundervoll zu lesen. Taschentücher aber bitte in der Nähe behalten ! Einmal angefangen, kann man einfach nicht wieder aufhören zu lesen. Auch ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit ausgelesen, dabei sind es doch 270 Seiten. Die Geschichte lässt einen lange nicht los und beschäftigt einen noch weiter. Nora und Bernhard - zwei wirklich überzeugende Protagonisten, mir als Leser hat es viel Spaß gemacht, sie auf dem Weg von Paris bis nach Österreich und vor allem durch Österreich zu "begleiten". Aber nicht nur der Witz, der Spaß war es, der mich gefesselt hat, sondern vor allem auch die Zwischentöne, die Dialoge, die emotionalen Botschaften für ihren Weg. Der Ernst, der hinter der ganzen Geschichte steckt, durchaus nicht versteckt, sondern offen den Leser auch fordert. Fazit: Eine Geschichte, die man sich nicht entgehen lassen sollte, denn sie ist emotional, witzig, überraschend, spannend und dennoch mit Tiefgang...alles was das (Leser)Herz begehrt. 120 %ige Leseempfehlung von mir !

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Berührend und humorvoll zugleich
von Mercado am 24.08.2016

(0) Nora’s Vater Klaus ist gestorben, mit 75 Jahren. Auf der Testamentseröffnung erfährt sie, dass Klaus ihr nicht einfach seine Wohnung und Geld hinterlässt, sondern dass sie dafür etwas tun muss. Bernhard, angehender Rechtsanwalt, ist mit von der Partie und soll sie als juristische Unterstützung auf ihrer... (0) Nora’s Vater Klaus ist gestorben, mit 75 Jahren. Auf der Testamentseröffnung erfährt sie, dass Klaus ihr nicht einfach seine Wohnung und Geld hinterlässt, sondern dass sie dafür etwas tun muss. Bernhard, angehender Rechtsanwalt, ist mit von der Partie und soll sie als juristische Unterstützung auf ihrer Reise begleiten. Klaus letzter Wunsch ist, dass seine Asche nach Österreich gebracht wird. Bernhard und Nora machen sich mit der Urne auf den Weg und erleben so einige aufregende Sachen und Turbulenzen. Auch ihre Gespräche sind interessant und so nähern sich Nora und Bernhard langsam an und lernen sich besser kennen. Über Videobotschaften und Briefe von Klaus erfahren sie jeden Tag ihr nächstes Ziel und bekommen auch dadurch noch weitere Informationen von und über Klaus. So erfahren sie eines Tages Dinge, mit denen sie nie gerechnet hatten. Der Schreibstil von René Freund hat mich von der ersten Seite an begeistert. Humorvoll, melancholisch und philosophisch begleitet er Nora und Bernhard auf ihrem Weg. In diesem Buch fahren die Gefühle Achterbahn. Mal ist man zutiefst berührt, dann wechselt man plötzlich in schallendes Gelächter, weil der herrlich verpackte Humor zum Vorschein kommt. Nora und Bernhard sind realistisch und sympathisch beschrieben, ich habe beide beim Lesen schnell ins Herz geschlossen. Berührend einerseits, humorvoll andererseits, ist die Geschichte perfekt miteinander verwoben, interessant geschrieben und einfach eine tolle Leselektüre, die ich auf jeden Fall und gerne weiterempfehle.

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Die Reise ihres Lebens
von einer Kundin/einem Kunden aus berlin am 23.08.2016

Rene Freund - Niemand weiß, wie spät es ist erschienen 2016 im Deuticke Verlag Noras Vater ist gestorben und die Testamentseröffnung besteht aus einer großen Überraschung. Nora soll, wenn sie denn Erben möchte, die Asche ihres Vaters in den Alpen beisetzen. Das darf sie nicht alleine machen. Es begleitet sie ein junger Notariatsgehilfe. Der... Rene Freund - Niemand weiß, wie spät es ist erschienen 2016 im Deuticke Verlag Noras Vater ist gestorben und die Testamentseröffnung besteht aus einer großen Überraschung. Nora soll, wenn sie denn Erben möchte, die Asche ihres Vaters in den Alpen beisetzen. Das darf sie nicht alleine machen. Es begleitet sie ein junger Notariatsgehilfe. Der wirkt sehr unbeholfen und pedantisch. Nora muss also ihr geliebtes Frankreich verlassen und durch ein Land reisen das ihr völlig fremd ist. Nora, lebenslustig und unbedarft und Bernhard, asketisch und wortkarg beginnen die Reise ihres Lebens. Dies ist ein wundervoller Roman über das Leben. Ein trauriges Thema das durch liebevoll gezeichnete Charaktere erträglich wird und zum Nachdenken anregt. Wie das Leben so ist. Traurig und schön, zum Lachen und Weinen. Nora lernt das nichts so ist wie es scheint. Das man nicht vorschnell urteilen sollte. Familie und Freundschaft sind das wichtigste im Leben und das Vertrauen in die Menschen. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und einen auch oft schmunzeln lässt. Denn ohne Humor geht es auch nicht im Leben. Unbedingt lesen!

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amüsant und anrührend
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 22.08.2016

Noras Vater ist tot. Sein Testament an eine kuriose Bedingung geknüpft: unter notarieller Aufsicht, soll Nora die Urne nach Österreich bringen. Jeweils am Morgen wird das Ziel oder die Richtung bekannt gegeben, in die Nora mit ihrer Begleitung laufen soll. Dieser Begleiter, ein junger Jurist ist genauso pedantisch,... Noras Vater ist tot. Sein Testament an eine kuriose Bedingung geknüpft: unter notarieller Aufsicht, soll Nora die Urne nach Österreich bringen. Jeweils am Morgen wird das Ziel oder die Richtung bekannt gegeben, in die Nora mit ihrer Begleitung laufen soll. Dieser Begleiter, ein junger Jurist ist genauso pedantisch, wie korrekt und zugeknöpft. Ein Grauen für die temperamentvolle, immer etwas chaotische Nora. Unterwegs erreichen Nora eine Videobotschaft und die täglichen Nachrichten ihres Vaters, endlich spricht er zu ihr, etwas was sie wohl schon lange vermisste. Sie hatten ein gutes, aber auch etwas distanziertes Verhältnis. Die Reise ist von vielen unvorhersehbaren Ereignissen geprägt. Weder Nora, noch der Jurist Bernhard Petrovits werden nach der Rückkehr ihr altes Leben nahtlos wieder aufnehmen können. Selten hat mich ein Roman so stark berührt. Ich gestehe, ich konnte manchmal die Tränen nicht wegdrücken, aber gleich danach brachte eine Szene voller Witz und Situationskomik wieder Heiterkeit und Unbeschwertheit in das Buch. Es war eine Achterbahn der Gefühle, auf die ich damit geschickt wurde und nie – wirklich nie – wurde es sentimental oder kitschig. Gerade das hat mich ganz besonders beeindruckt. Nora und Bernhard, die beiden Hauptpersonen sind natürlich und echt geschildert, haben so viel Lebendigkeit in sich, kein Wunder, dass sie mir so ans Herz gewachsen sind. Trotz der berührenden Thematik wie Tod, Abschied und Trauer ist das ein Buch mit Leichtigkeit und leisem Humor. Ich habe ein weiteres Lieblingsbuch gefunden.

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Eine Reise, nicht nur mit der Urne des Vaters im Rucksack
von Gertie Gold aus Wien am 21.08.2016

René Freund hat sich in diesem Buch einem interessanten Thema gewidmet: nämlich dem „Nicht-rechtzeitig-miteinander-reden“. Bei der Testamentseröffnung erfährt die Pariserin Nora, dass sie die Asche ihres Vaters Klaus nach Österreich bringen soll. Naja, das hört sich einmal nicht so ungewöhnlich an. Doch weit gefehlt! Nora ist verpflichtet, einen Großteil der... René Freund hat sich in diesem Buch einem interessanten Thema gewidmet: nämlich dem „Nicht-rechtzeitig-miteinander-reden“. Bei der Testamentseröffnung erfährt die Pariserin Nora, dass sie die Asche ihres Vaters Klaus nach Österreich bringen soll. Naja, das hört sich einmal nicht so ungewöhnlich an. Doch weit gefehlt! Nora ist verpflichtet, einen Großteil der Reise zu Fuß zurückzulegen und das noch unter notarieller Aufsicht, ansonsten gehe sie des Erbes verlustig. Zähneknirschend akzeptiert Nora die Bedingungen und den blass wirkenden Bernhard an ihrer Seite. Doch nicht nur Nora ist wenig begeistert, auch Bernhard erweckt vorerst den Eindruck, einen ungewöhnlichen Job übernommen zu haben. Doch langsam nähern sich die beiden unterschiedlichen Charaktere an. Bernhard macht eine Metamorphose von der schlichten Raupe zum attraktiven Schmetterling durch. Und Nora erfährt einiges über ihren Vater. Erzählstil: René Freund erzählt diese Geschichte ein wenig mit Augenzwinkern, streift schöne Orte in Österreich, die zum Verweilen einladen und rührt dennoch zeitweise zu Tränen. Schöne, wohl gesetzte Worte machen das Buch zu einem einmaligen Lesegenuss. Ich habe es in einer Nacht gelesen. Charaktere: Nora, eine „gestandene“ Pariserin, von ihrem deutschen Vater, nach dem Unfalltod der Mutter allein großgezogen, ist recht unkonventionell. Bernhard, schleppt einen Rucksack an familiären Erlebnissen mit sich herum, die in beinahe zerbrechen ließen. Vater Klaus ist ein typisches Kind der Nachkriegszeit. Männer zeigen keine Emotionen. Männer sind hart im Nehmen, usw.. Erst nach seinem Tod öffnet er sich. Doch auch nicht direkt sondern via Videobotschaft (das finde ich total spooky) und schriftlichen Anweisungen. So als ob er noch immer Angst hätte, als Weichei dazustehen. Fazit: Ein wunderschöner Roman, der durch elegante Formulierungen und außerordentliche Charaktere besticht. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Ungewöhnliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 16.08.2016

Nach dem Tod ihres Vaters wird Nora bei der Testamentseröffnung mit dem ,etwas außergewöhnlichen , "LetztenWillen " ihres Vaters konfrontiert. In der Kanzlei des Notars lernt sie Bernhard kennen, einen jungen Notariatsgehilfen . Gemeinsam mit ihm soll sie die Urne , mit der Asche ihres Vaters , zu einem... Nach dem Tod ihres Vaters wird Nora bei der Testamentseröffnung mit dem ,etwas außergewöhnlichen , "LetztenWillen " ihres Vaters konfrontiert. In der Kanzlei des Notars lernt sie Bernhard kennen, einen jungen Notariatsgehilfen . Gemeinsam mit ihm soll sie die Urne , mit der Asche ihres Vaters , zu einem zunächst unbekannten Ort bringen. Per Mail oder Videobotschaft erhalten Sie täglich Informationen zum Streckenverlauf. Nachdem Nora sich zuerst vehement gegen diese Reise gewehrt hat , gibt sie schließlich nach. Das ungleiche Paar, Nora die Chaotin und Bernhard der Pedant , machen sich auf eine ungewöhnliche Reise zu einem überraschenden Ziel. Der Autor setzt den Leser einem Wechselbad der Gefühle aus. Einerseits die sehr emotionalen Botschaften des verstorbenen Vaters , andererseits das Kennenlernen der beiden sehr unterschiedlichen Menschen , verlangen dem Leser einiges ab.Aufgelockert wurde die Geschichte durch den , auf beiden Seiten , reichlich vorhandenenen Humor , wodurch es immer wieder zu skurrilen Situationen kam .Wenn ich gerade einen Kloß im Hals hatte , musste ich im nächsten Moment herzhaft lachen. Die Geschichte blieb bis zum , für mich überraschenden , Ende durchgehend spannend. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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Meisterhaft!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.07.2016

Ich bin total begeistert und überwältigt. Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Ich kann meine Begeisterung kaum in Worte fassen. Eine Reise nach Hause , eine Reise zu sich Selbst, mit einem Fremden, der nicht Fremd ist. Die Urne immer dabei. Paris, Österreich, die Alpen . Eine... Ich bin total begeistert und überwältigt. Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Ich kann meine Begeisterung kaum in Worte fassen. Eine Reise nach Hause , eine Reise zu sich Selbst, mit einem Fremden, der nicht Fremd ist. Die Urne immer dabei. Paris, Österreich, die Alpen . Eine tolle Sprache, eine tolle Geschichte. Bitte unbedingt Lesen! !!!

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Ungesagte Dinge
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 18.08.2016

»Das Erbe kann erst dann angetreten werden, wenn die Alleinerbin meinen letzten Willen erfüllt hat: Frau Nora Weilheim soll die Urne mit meinen sterblichen Überresten von Paris über Wien an einen von mir zu bestimmenden Ort in Österreich transportieren, wo meine Asche ihre letzte Ruhe finden wird. Ein Teil... »Das Erbe kann erst dann angetreten werden, wenn die Alleinerbin meinen letzten Willen erfüllt hat: Frau Nora Weilheim soll die Urne mit meinen sterblichen Überresten von Paris über Wien an einen von mir zu bestimmenden Ort in Österreich transportieren, wo meine Asche ihre letzte Ruhe finden wird. Ein Teil der Reise soll ausschließlich zu Fuß erfolgen, und zwar unter notarieller Aufsicht. Die Etappenziele werden von Maître Charles Didier jeweils am Vortag telefonisch oder per Mail durchgegeben.« Eins der ersten Gefühle, das Nora überfällt, ist Wut. Wut auf ihren Vater, der sie mit geradezu erpresserischen Methoden nötigt, seinen letzten Willen zu erfüllen. Eine tagelange Wanderung mit ungewissem Ziel widerstrebt ihr zutiefst – und dann noch mit einem solchen Weggefährten! Denn Bernhard, ein junger Notariatsgehilfe aus Wien, der sie zwecks „Aufsicht“ begleiten soll, ist charakterlich so ziemlich das genaue Gegenteil von ihr… Ein sehr unterhaltsamer Reisebericht war dies! Der Reiz lag für mich vor allem in den ständigen Reibereien zwischen Nora und Bernhard. Zwei Menschen, grundverschieden und ständig durch die Eigenarten des jeweils anderen genervt, die gezwungen sind, sich gemeinsam durchzuschlagen – das liefert viel Stoff für Konflikte, lässt aber auch reichlich Einblicke in die Psyche der beiden zu. Ich fragte mich ständig, woraus bestimmte Handlungsweisen und/oder Ansichten entstanden sein konnten. Manches war offensichtlich, anderes kam erst so nach und nach zu Tage. Eine Wanderung, zumal über eine lange Strecke, bringt immer auch mit sich, dass man über sich selbst nachdenkt. Die Situation ist geradezu ideal, denn es ist kein Alltag da, der einen beschäftigt und den Geist fesselt, manchmal geschieht über Stunden hinweg nichts weiter, als dass man einen Fuß vor den anderen setzt. Kein Wunder, dass sich da die Gedanken ebenfalls „auf den Weg“ machen. Das alles kommt hier sehr schön rüber! Der Stil des Autors gefällt mir sehr, er lässt sich leicht lesen und bringt immer wieder humorvolle Einlagen. So bleibt man gerne dran! Was mich persönlich nervte, war der für mein Empfinden sehr schwülstige Ton in den Nachrichten von Noras Vater. Ist einfach nicht mein Ding, andere Leser stört das vermutlich weniger. Noras Vater hatte im Leben einige Dinge versäumt, einiges blieb ungesagt. Dass er dies noch ins Reine bringen wollte, kann ich verstehen. Aber die Art und Weise, wie er es tat, empfand ich manchmal als eine Zumutung für Nora. Worüber ich außerdem rätselte, war, wieso Nora (und Bernhard) so lange nicht klar wurde, was mir schon längst deutlich vor Augen stand. Fazit: Schöne und unterhaltsame Geschichte mit Witz und Tiefgang. Teilweise aber für mich recht vorhersehbar. »So läuft das, wenn man länger geht: Gedanken kommen und gehen in einem gewissen Rhythmus, und es fällt leicht, sie einfach wieder ziehen zu lassen.«

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Einfach schön
von einer Kundin/einem Kunden aus Gschwandt am 13.09.2016
Bewertetes Format: Format: eBook (ePUB)

Ein netter Roman, der leider für mich zu kurz war, aber trotzdem wunderschön und bereichernd, unbedingt lesen....

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