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Opfer

Kriminalroman

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Die verschlafene Idylle eines Küstenstädtchens im Norden Englands wird von einem grausamen Ritualmord erschüttert. Am Tatort wird die blutüberströmte Corrine Woodrow aufgegriffen und bald darauf zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch war die junge Aussenseiterin tatsächlich die Hohepriesterin eines Satanskults, wie es in der Boulevardpresse hiess? Zwanzig Jahre später rollt ein junger Privatdetektiv die Ermittlung wieder auf, denn neue Beweise belegen, dass sich alles auch ganz anders abgespielt haben könnte …
Rezension
"Ein fesselnder Krimi über die Ängste des Erwachsenwerdens und das wahrhaft Böse."
The Sunday Telegraph
Portrait
Hannes Meyer, geboren 1982, lebt und arbeitet als freier Übersetzer in Düsseldorf. Er übersetzte unter anderem Bücher von Dana Spiotta, Giles Foden und James Franco.
Cathi Unsworth begann mit neunzehn Jahren für das legendäre Musikmagazin Sounds zu schreiben. Sie studierte am London College of Fashion und arbeitete als Kritikerin und Redakteurin u.a. für Melody Maker, Bizarre und The Guardian. Opfer ist ihr vierter Roman. Cathi Unsworth lebt in London.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 14.04.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46502-8
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 450/310/225 mm
Gewicht 386
Originaltitel Weirdo
Auflage 1
Buch (Taschenbuch)
Fr. 12.90
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Kundenbewertungen


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Ruhiger, unblutiger Krimi auf zwei Zeitebenen
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 01.05.2016

„Opfer“ ist in vier Teile gegliedert, welche in insgesamt 40 Kapitel unterteilt sind. Jeder Teil und jedes Kapitel trägt einen Titel und ist nicht einfach nur durchnummeriert. Die Handlung verläuft auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen begleitet man den Privatermittler Sean Ward im Jahr 2003 auf der Suche nach... „Opfer“ ist in vier Teile gegliedert, welche in insgesamt 40 Kapitel unterteilt sind. Jeder Teil und jedes Kapitel trägt einen Titel und ist nicht einfach nur durchnummeriert. Die Handlung verläuft auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen begleitet man den Privatermittler Sean Ward im Jahr 2003 auf der Suche nach der Wahrheit - er versucht herauszufinden, was damals wirklich passiert ist. Zum anderen spielt die Handlung im „damals“, im Jahr 1983/1984. Man erlebt die Geschehnisse zu dieser Zeit hautnah mit und lernt Corinne sowie ihr Leben und Umfeld in Ernemouth kennen. Und das ist meistens alles andere als schön - was dort geschieht, lässt einen mitunter traurig, aufgewühlt und wütend zurück. Die Zeitebene wechselt von Kapitel zu Kapitel, was ich beim Lesen als sehr spannend empfunden habe. Die Kapitel enden oft mit einer neuen Enthüllung, einem neuen Puzzleteil im Fall Corinne. Dies bringt einen dazu immer weiterzulesen, weil man ja wissen möchte wie es weitergeht. Allgemein ist der Erzählstil allerdings recht ruhig, was meiner Meinung nach der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Die Handlung im Jahr 1983/1984 ähnelt eher einer Milieustudie von einer kleinen Stadt im England der 80er Jahr. Und trotz des Ritualmordes, um den sich alles dreht, ist der Krimi sehr unblutig geschrieben. Auf Grund von sehr vielen verschiedenen beteiligten Personen und den zwei Zeitebenen, muss man beim Lesen jedoch auch sehr aufpassen, da einem sonst Zusammenhänge entgehen können oder man nicht mehr genau weiß, wie und wo eine Person von 2003 in der Vergangenheit eine Rolle gespielt hat. Ich persönlich finde auch den deutschen Titel gut gewählt, obwohl ich es normalerweise nicht mag, wenn der englische Titel („Weirdo“) nicht übernommen wird. „Opfer“ trifft es in diesem Fall aber sehr gut – in diesem Buch gibt es nicht nur ein Opfer. Ganz im Gegenteil, mit jeder gelesenen Seite offenbart sich ein neues Opfer und irgendwie ist fast jeder, der im Buch auftaucht auch auf die eine oder andere Weise ein Opfer. Fazit Ein guter Kriminalroman, der einen mit der Handlung auf zwei Zeitebenen (damals und heute) in seinen Bann zieht, aber teilweise auch sehr bedrückend ist und einen traurig und wütend macht – 4 Sterne.

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Klar, die Gothic-Braut war´s...
von AKRD am 25.01.2016

Ernemouth ist in den 80er Jahren das, was man ein wirklich verschlafenes Nest nennen kann. . Da fällt jeder auf, der ein wenig anders ist. Wie Corinne Woodrow. Da hilft es ihr auch wenig, als sie blutüberströmt aufgefunden wird und man ihr einen Mord vorwirft, der als Ritualmord stilisiert wird. Für die... Ernemouth ist in den 80er Jahren das, was man ein wirklich verschlafenes Nest nennen kann. . Da fällt jeder auf, der ein wenig anders ist. Wie Corinne Woodrow. Da hilft es ihr auch wenig, als sie blutüberströmt aufgefunden wird und man ihr einen Mord vorwirft, der als Ritualmord stilisiert wird. Für die Meisten schnell klar: die Gothic-Braut war´s natürlich ! Wer auch sonst ? 20 Jahre später wird der Fall wieder aktuell. Es verdichten sich Beweise, dass Corinne damals Hilfe hatte. Sean Ward ist Privatermittler und rollt den Fall wieder auf. Das gefällt nicht allen... Mir war es ein wenig zu sehr Stadt-Studie und zu wenig Krimi. Schön, wenn man soviel Wert auf detaillierte Schilderungen legt, aber mir wurde das teilweise einfach zuviel und da hätten meiner Meinung nach einige Kürzungen der Geschichte nicht wirklich geschadet... Auch, dass gleich „der Freak“ verdächtigt wird, fand ich zu einfach. Aber das passt wiederum auch zur Zeit in den frühen Achtzigern... Die verschiedenen Erzählperspektiven geben dem Krimi zwar immer wieder Wendungen, aber für mich riss dadurch auch immer wieder die ohnehin flaue Spannung ab. Die Charaktere rissen es aber wieder ein wenig wieder raus. Sie sind glaubwürdig und durchaus interessant gestaltet. Alles in allem für mich ein vier-Sterne-Krimi.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Verschiedene Zeitebenen, eine kaputte Stadt, die von Korruption zerfressen ist. Eine Collage Englands in den 90ern die einen Soundtrack hat, den man im Kopf beim Lesen mithört.

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Ein Ritualmord
von einer Kundin/einem Kunden am 14.06.2013
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Ein klasse Krimi, der uns zurück in die Achzigerjahre, in ein verschlafenes Küstenstädtchen in England führt. Eine verurteilte Mörderin, die zwanzig Jahre später in einer Psychiatrie dahinvegetiert und ein Privatermittler, der berechtigte Zweifel an der Verurteilung hegt. Super!

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raffinierter und düsterer Thriller
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.06.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

"Opfer" von Cathi Unsworth ist ein unfassbar raffiniert gestrickter Thriller aus dem sehr düsteren Nordengland. Mich hat die Erzähltechnik der Autorin unglaublich beeindruckt. Vom Inhalt ist es eine Art "Cold Case", ein ehemaliger Polizist, der durch einen Unfall behindert ist und aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, wird als Privatermittler engagiert: Sean... "Opfer" von Cathi Unsworth ist ein unfassbar raffiniert gestrickter Thriller aus dem sehr düsteren Nordengland. Mich hat die Erzähltechnik der Autorin unglaublich beeindruckt. Vom Inhalt ist es eine Art "Cold Case", ein ehemaliger Polizist, der durch einen Unfall behindert ist und aus dem Polizeidienst ausscheiden musste, wird als Privatermittler engagiert: Sean Ward soll einen 20 Jahre alten, eigentlich abgeschlossenen Fall neu aufrollen, da heute Ermittlungs- und Labortechniken existieren, die es eben 1984 noch nicht gab. Die verurteilte Täterin sitzt 1984 in einer geschlossenen Psychiatrie. Die Autorin führt den Leser Kapitelweise abwechselnd ins ehemalige Geschehen 1984 und dann wieder ins "heutige" 2004, wobei wir immer nur so viele Informationen aus der Vergangenheit erhalten, um den Lauf der erneuten Ermittlungen zu verstehen. Mit dieser Technik schafft Cathi Unsworth eine ganz eigenartige Spannung, mir fiel beispielsweise wenige Kapitel vor Ende des Buches auf, dass ich immer noch nicht weiss, wer ermordet wurde, dafür aber sehr wohl früh erkannt, dass Sean Ward in eine tödliche Falle läuft. Die Autorin hält den Leser zwischen Hoffnung auf Gerechtigkeit, Angst um den Ermittler, Mitgefühl mit der Verurteilten und der Düsternis der Umgebung, der Macht einiger weniger Bewohner eines Ortes, der vielleicht durch seine isolierte Lage eine ganz eigene Gesetzgebung entwickelte. Man sieht als Leser hilflos zu, wie sowohl 1984, als auch 2004 das Drama einem Höhepunkt zuläuft, sozusagen parallel zu einem finalen Ende, bei dem man nicht unbedingt mit einem Happy End rechnen kann. Man fragt sich mehr und mehr, wer eigentlich das wirkliche Opfer der Geschichte ist! Teils musste ich tief durchatmen, ab und zu das Buch auch aus der Hand legen, weil mir sämtliche Haare zu Berge standen, und ich das Gefühl hatte, ich würde durch eine eisige Hand ins Buch gezogen. Selten habe ich etwas so mystisch-dramatisches, etwas so Böses und gleichzeitig raffiniertes gelesen! Cathi Unsworth lebt in London, dieser Roman ist ihr vierter Roman.

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Gotham City ohne Batman
von Maria Leisibach aus Basel am 23.05.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Auf Empfehlung einer Arbeitskollegin hin, habe ich „Opfer“ voller Interesse und in Erwartung, einen gut zu lesenden Krimi zu testen, begonnen. Meine Erwartungen wurden übertroffen – ich habe schon lange nicht mehr einen so tiefgründigen und spannenden Kriminalroman gelesen. Samantha Lamb kommt 1983 in eine idyllische Seestadt Englands, zuerst kommt... Auf Empfehlung einer Arbeitskollegin hin, habe ich „Opfer“ voller Interesse und in Erwartung, einen gut zu lesenden Krimi zu testen, begonnen. Meine Erwartungen wurden übertroffen – ich habe schon lange nicht mehr einen so tiefgründigen und spannenden Kriminalroman gelesen. Samantha Lamb kommt 1983 in eine idyllische Seestadt Englands, zuerst kommt sie bei den Grosseltern unter, später dann bei ihrer Mutter. Corrine, Debbie, Darren, Alex und Dale Smollet sind schon seit ihrer Kindheit hier, haben sich dem gleichförmigen Leben angepasst und wirken schon ein bisschen desillusioniert – wie auch die restlichen Bewohner. Allen voran Leonard Rivett, Polizist aus Berufung, der so manches Gesetz zurecht biegt um seine Stadt sauber zu halten, und Eric, der Besitzer des Vergnügungsparks, der, wie schon erahnt, mehr ist als das. 2003, Sean Ward, Ex-Polizist und nun Privatdetektiv will die Geschehnisse von 1984 auflösen und Corrines Unschuld an einem erst zum Schluss genannten Verbrechen beweisen. Dies gestaltet sich schwieriger als erwartet. Ohne die Hilfe der dort noch lebenden Zeitzeugen gelingt ihm dies, doch auch er muss Opfer bringen. Drogengeschichten, Prostitution, Okkultismus und Elend verstecken sich hinter heilen Fassaden, Recht wird zu Unrecht und umgekehrt – kein Buch um nur zu entspannen! Auch wenn wir mit Personen und Gegebenheiten nur so bombardiert werden, und ob des Schreibstils, der erst anzugewöhnen ist; dieser Krimi ist, gerade weil so an Nieren gehend, äusserst empfehlenswert. Er spielt mit unseren Erwartungen und Ängsten, löst irgendwie alles auf und doch nicht. Cathi Unsworth gelingt es, den Spannungsbogen in den richtigen Momenten schleifen zu lassen und dann wieder (vor allem gegen Ende) mit viel Action rasant hochschnellen zu lassen. Betroffenheit bleibt zurück. Die „Gassensprache“, an die man sich in einem Buch erst gewöhnen musste, passt, das Lesevergnügen ist rasch vorbei und doch hätte man gerne mehr vom fulminanten Ende gehabt. Selber lesen und Meinung bilden.

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Das Böse
von Susanne am 22.04.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Ist das wahrhaft Böse weiblich oder männlich? Das ist hier lange die Frage. Um es gleich vorweg zu nehmen, "Opfer" von Cathi Unsworth ist für mich DAS Krimi-Highlight dieses Frühjahrs! Doch worum geht es? Die Handlung spielt in der fiktiven Küstenstadt Ernemouth im Nordosten Englands. Corrine, Debbie und Samantha... Ist das wahrhaft Böse weiblich oder männlich? Das ist hier lange die Frage. Um es gleich vorweg zu nehmen, "Opfer" von Cathi Unsworth ist für mich DAS Krimi-Highlight dieses Frühjahrs! Doch worum geht es? Die Handlung spielt in der fiktiven Küstenstadt Ernemouth im Nordosten Englands. Corrine, Debbie und Samantha verbringen 1983/1984 dort ihre Jugend und sammeln erste Erfahrungen in Sachen Sex and Drugs and Rock 'n' Roll. Eines Tages ist einer aus der Clique tot und Corrine wird als Ritualmörderin verurteilt. "Die böse Hexe des Ostens" haben Zeitungsjournalisten sie genannt. "Sperrt sie weg"... Zwanzig Jahre später nimmt sich Privatdetektiv Sean, ein ehemaliger Polizist, der Sache noch einmal an, denn das, was in der Mordnacht wirklich geschah, wurde nie vollständig aufgeklärt. Wer ist das Opfer, wer ist der Täter, was ist sein Motiv? Cathi Unsworth erzählt die hochkomplexe, auf zwei Zeitebenen handelnde Geschichte in perfektem Tempo und mit stetig steigender Spannung bis zum überraschenden Ende. Cathi Unsworth begann mit neunzehn Jahren mit dem Schreiben. "Opfer" ist bereits ihr vierter Roman. Die Autorin kannte ich bisher nicht, werde sie aber auf jeden Fall im Auge behalten... Ein packender Kriminalroman, der sich anfühlt, riecht und klingt wie die 1980er Jahre. Große Krimiliteratur! Definitiv mein Krimi-Highlight dieses Frühjahrs, deshalb satte 5*!

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Spannung bis in die letzte Seite
von marcello am 28.04.2016
Bewertetes Format: Einband: Paperback

„Opfer“ handelt von einem Mord, der 1984 begangen wurde und fast 20 Jahre später wieder neu aufgerollt wird. Eine Staatsanwältin hat am Tatort eine DNA-Spur gefunden, die die Täterin, die damals verhaftet wurde, entlasten könnte. Diese Täterin war die damals 15-jährige Corrine Woodrow, die von der Presse als Hohenpriesterin... „Opfer“ handelt von einem Mord, der 1984 begangen wurde und fast 20 Jahre später wieder neu aufgerollt wird. Eine Staatsanwältin hat am Tatort eine DNA-Spur gefunden, die die Täterin, die damals verhaftet wurde, entlasten könnte. Diese Täterin war die damals 15-jährige Corrine Woodrow, die von der Presse als Hohenpriesterin eines Santankultus bezeichnet wurde. 2003 nun beauftragt die Staatsanwältin Mathes den jungen Privatdetektiv Sean Ward. Der ehemalige Polizist musste seinen Job wegen einer schwerwiegenden Schussverletzung aufgeben und hat sich deswegen als Privatdetektiv selbstständig gemacht. In dieser Tätigkeit hat er es jedoch eher mit kleineren Delikten zu tun, weswegen er den Jobauftrag von Seiten der Staatsanwältin gerne annimmt. Schnell stellt sich heraus, dass in dem kleinen Ort niemand reden will und schnell realisiert Ward, dass er in große Gefahr geraten ist. Die Leseprobe hatte es mir vor allem angetan, weil dort die Kapitel abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen. Dies sah ich als interessante Methode sich der Thematik von zwei Seiten her zu nähern. Rückblickend kann ich nun sagen, dass dieser Erzählstil wirklich die Besonderheit dieses Kriminalromans ausgemacht hat. Zunächst war ich nur etwas enttäuscht, weil die Geschichte in der Gegenwart, wie Sean Ward in dem kleinen Ort ankommt, um dort der Spur der Staatsanwältin nachzugehen, nicht so recht in Gang kommen wollte. In der Vergangenheit war das kein Problem, weil man alle Charaktere vorgestellt bekam, von denen jeder einzelne noch eine wichtige Rolle im weiteren Geschehen spielen sollte. Sean Ward war für mich dagegen nicht wirklich zu packen. Insgesamt ist er die ganze Handlung eher blass geblieben, aber das sind die meisten Charaktere. Neben den verschiedenen Perspektiven, war nämlich auch ein Erzählstil gewählt, der die Gedanken und Handlungen der einzelnen Figuren so knapp wie möglich wieder gab. Dieser Aspekt war natürlich auch der Grund, warum die Handlung bis zur letzten Seite hochspannend blieb, andererseits blieb da das Gefühlsleben der Figuren ziemlich auf der Strecke. Dies war auch nicht bei jedem Charakter möglich, aber gerade bei Sean Ward, der doch die größte Rolle in „Opfer“ spielt, war das schade. Spätestens aber als Ward dann richtig in die Recherche einstieg, war ich komplett gefesselt. Die einzelnen Aspekte der Handlung waren sehr interessant, so ging es um Prostitution, Machenschaften, schwarze Magie, die Pubertät und Kinderpornographie. Also eine ganze Bandbreite an Themen, deren Gesamtheit einen schaudern ließ, denn alleine der Gedanke, dass dies auch in meiner Stadt vorgehen könnte, ist richtig erschreckend und so bleibt ein etwas beklemmendes Gefühl zurück. Der Handlungsverlauf an sich war nachvollziehbar und lebte davon, dass man auf der letzten Seite mit dem letzten Satz noch eine entscheidende Information erhielt. Mir haben sich auch keine Widersprüche ergeben, was sicherlich einige Arbeit war, denn es gibt so viele Erzählstränge, dass man locker mal hätte durcheinander kommen können. Der einzige Handlungsaspekt, dem ich skeptisch gegenüber stehe, ist der der schwarzen Magie. War dieser nur vorhanden, um den Jugendlichen eine Möglichkeit zu bieten sich mit ihren Problemen in der Pubertät an einen anderen Glauben richten zu können oder sollte der jetzt als Aspekt wahrgenommen werden, der den Verlauf der Handlung wirklich enorm beeinflusst hat. Zwischendurch tendierte ich eher zum ersten, am Ende eher zum letzteren und das sehe ich dann eher als negativen Aspekt. Was auch etwas verwirrend war, waren die Kapitelüberschriften. Manchmal haben diese sich mir erschlossen, überwiegend aber nicht. Dadurch ergab sich mir die Frage, ob das eventuell Songtitel der Punkmusik waren, da diese Musikrichtung ja auch eine große Rolle spielte. Da hätte mich dann noch eventuell eine Erklärung der Autorin gewünscht. Ist dies aber nicht der Fall, muss ich sagen, dass man wohl zur logischen Erklärung noch phantasievoller an die Sache herangehen muss. Insgesamt ist „Opfer“ ein richtig guter Kriminalroman. Der Spannungsbogen setzt zwar nicht unbedingt schon am Anfang ein, dafür zieht er sich wirklich bis ins letzte Wort. Die Handlung ist interessant und vor allem vielschichtig. Die Charaktere sind dagegen eher eindimensional dargestellt, aber da es auch so viele gab, kann man da noch am ehesten drüber wegsehen. Ich gebe „Opfer“ gute vier Punkte und kann nur sagen, dass man mit diesem Kriminalroman sicher nicht daneben greift!

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Verschlafene Idylle eines Kleinstädchens
von HK1951/trucks am 30.07.2015
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Wenn ein Klappentext das Wort „verschlafen“ beinhaltet, weiß der geneigte Leser, dass sich das Verschlafene bald legen und etwas Schreckliches passieren wird... In diesem Fall rollt ein privater Ermittler einen 20 Jahre zurückliegenden, mysteriösen Mord auf. Die Täterin war schnell gefasst, doch es verdichten sich Hinweise, dass sie damals nicht... Wenn ein Klappentext das Wort „verschlafen“ beinhaltet, weiß der geneigte Leser, dass sich das Verschlafene bald legen und etwas Schreckliches passieren wird... In diesem Fall rollt ein privater Ermittler einen 20 Jahre zurückliegenden, mysteriösen Mord auf. Die Täterin war schnell gefasst, doch es verdichten sich Hinweise, dass sie damals nicht allein gemordet hat. Nun macht sich Sean Ward auf den Weg, der Sache auf den Grund zu gehen - was auch für ihn noch sehr gefährlich werden soll... Die Komponente des privaten Ermittlers finde ich gut - auch dass er sich erst 20 Jahre später mit dem Fall befasst, als diese mit Sicherheit schon zu den "Cold Cases" in die Katakomben des Reviers gepackt worden ist. Ob er da noch etwas findet, neue Beweise hin oder her..?? Interessante Frage - der sich es lohnt, auf den Grund zu gehen..! Die Täterin scheint ein wenig ZU perfekt zu passen... Sicherlich waren bei der Verurteilung Vorurteile mit am Werk. Ritualmord = muss ja von einem "Grufti" begangen worden sein... Cathi Unsworth schreibt nicht rasend spannend, teilweise gestaltet sich die Spannung sogar eher verhalten (jedenfalls habe ich das so empfunden; lese aber auch oft „Härteres“ wie Richard Laymon z. Bsp. und nach dem kommt einem fast alles harmlos vor...), aber das möchte ich gar nicht als Minuspunkt werten. Das passt einfach zu ihren Charakteren und hat mir sogar ganz gut gefallen hier. Mir gefällt auch die Herangehensweise an die Geschichte sehr gut. Halb Justizroman, halb Thriller, alles mit dabei. Die wechselnden Erzähler geben der Geschichte noch mehr Fortgang und runden das Bild ab. So wird das Buch eine große Leserschaft ansprechen. Clever gemacht, sehr gut geschrieben, absolut interessant und lesenswert !

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ein Blick hinter die Kulissen
von coffee2go am 29.09.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Kurze Inhaltszusammenfassung: Corinne wurde vor 20 Jahren zu lebenslangem Aufenthalt in einer Haftanstalt verurteilt, nachdem sie blutüberströmt an einem Tatort aufgefunden wurde. Sean Ward, ein Privatdetektiv, der den Fall nach 20 Jahren aufgrund neuer Indizien und DNA-Auswertungen wieder aufrollt, lässt sich nicht zu vorschnellen Urteilen hinreißen und hinterfragt noch einmal... Kurze Inhaltszusammenfassung: Corinne wurde vor 20 Jahren zu lebenslangem Aufenthalt in einer Haftanstalt verurteilt, nachdem sie blutüberströmt an einem Tatort aufgefunden wurde. Sean Ward, ein Privatdetektiv, der den Fall nach 20 Jahren aufgrund neuer Indizien und DNA-Auswertungen wieder aufrollt, lässt sich nicht zu vorschnellen Urteilen hinreißen und hinterfragt noch einmal genau, warum Corinne, die damals noch ein Teenager war, so schnell und eindeutig als Satanistin und Mörderin verurteilt wurde. Sein Engagement und die Aufrollung des für die Bewohner des Dorfes abgeschlossenen Falles werden nicht von allen gutgeheißen. Meine Meinung zum Buch: Interessant fand ich, dass sich die Geschehnisse einerseits im Jahr 2003 (jetzt) abspielen und andererseits in das Jahr 1983 zurückgeblickt wird, so kann die Spannung gut aufrecht erhalten werden und man bekommt ein mehrschichtiges Bild von den AkteurInnen, einerseits als Teenager und jetzt als Erwachsene. Etwa in der Mitte des Buches konnte ich einige Längen spüren, hier hätte man vielleicht noch ein paar Überraschungsmomente einbauen können, aber zum Ende hin bekam der Krimi wieder Schwung und Spannung zurück. Die Themen, die in diesem Buch angesprochen werden, sind auch sehr umfassend: Es geht von den Problemen in der Teenagerzeit, über Drogenhandel und Prostitution, soziale Milieus, schwarze Magie, Satanismus, Korruptionen und Nachlässigkeiten innerhalb des Polizeiapparates bis hin zu voreiligen Verurteilungen. Gut gefallen hat mir auch, dass man zu Beginn einen sehr guten Überblick über die Jugendclique und deren Alltag bekommen hat und auch die Beschreibung des Dorfes, das sich auch nach 20 Jahren kaum verändert hat mitsamt seinen eingefahrenen Strukturen fand ich sehr authentisch. Man spürt auch beim Lesen, dass das Dorf Fremden gegenüber sehr feindselig eingestellt ist, auch wenn dies nach außen hin nicht immer so gezeigt wird, wird kaum etwas preisgegeben und detaillierte Fragen werden oberflächlich abgehandelt. Trotzdem sind wieder alle neugierig geworden und in Alarmbereitschaft. Es gab für mich in diesem Buch keine wirklich sympathischen HauptakteurInnen, trotzdem konnte ich mich gut in die Problem und schwierigen Lebenssituationen der hineinversetzen. Titel und Cover: Der Titel des Buches hätte meiner Meinung nach ruhig aussagekräftiger sein können, denn „Opfer“ ist ein großer, offener Begriff, unter dem man sich nicht etwas Konkretes vorstellen kann und auch die Richtung des Buches nicht so gut einschätzen kann. Das Cover finde ich modern, ansprechend, schlicht, aber trotzdem auffällig – gefällt mir sehr gut. Mein Fazit: „Opfer“ ist ein Krimi, der mehrere Altersgruppen anspricht und schon ab dem Teenageralter interessant sein könnte. Durch die vielen unterschiedlichen Facetten und Charaktere habe ich das Buch interessant gefunden, es hätte aber in der Mitte etwas mehr Spannung bieten können.

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interessantes Thema spannungsarm umgesetzt
von Marita Robker-Rahe aus Belm am 04.07.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

"Opfer" von Cathi Unsworth ist ein Debüt, was zu einer ungewöhnlichen und interessantes Thematik greift, um den Leser zu fesseln. Es handelt sich bei diesem Buch um einen Krimi und nicht um einen Thriller, insofern war ich , was die Spannung anging, auch nicht auf ein Buch eingestellt ,... "Opfer" von Cathi Unsworth ist ein Debüt, was zu einer ungewöhnlichen und interessantes Thematik greift, um den Leser zu fesseln. Es handelt sich bei diesem Buch um einen Krimi und nicht um einen Thriller, insofern war ich , was die Spannung anging, auch nicht auf ein Buch eingestellt , dass einer Achterbahnfahrt glich. Trotzdem fehlte mir bei der Geschichte dann doch ein wenig der Kick.Sie plätscherte dann doch zu sehr dahin und verstand mich nicht mitzureißen. Das Buch von Cathi Unsworth wird in zwei Zeitsträngen, die sich abwechseln, erzählt und berichtet dem Leser wie es dazu kam, dass Corrine Woodrow vor 20 Jahren des Mordes angeklagt wurde und noch heute einsitzt. Corrine ist in desolaten Verhältnissen aufgewachsen. Ihre Mutter ist drogenabhängig und dealt und zwingt ihre Tochter schon in jungen Jahren zu Prostitution.In der Schule lernt sie Samantha kennen, die eine Freundschaft mit ihr beginnt, die nicht das ist, was sie scheint.Auch schwarze Magie spielt eine Rolle in der Geschichte der Vergangenheit. Nach 20 Jahren rollt ein ehemaliger Polizist,Sean Ward, der durch eine schwere Beinverletzung seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und nun als Privatdedektiv arbeitet,den Fall wieder auf. Durch neue Erkenntnisse in der Kriminaltechnik können DNA-Spuren sicher gestellt werden, die klar machen, dass noch eine zweite Person am damaligen Tatort war.Mit Hilfe einer Reporterin und der ansässigen Polizei,recherchiert Sean den Fall und kommt zu überraschenden Erkenntnissen. Dieses Buch hat eine interessante Thematik, die mich auch dazu gebracht hat dieses Buch zu lesen. Ich war gespannt, wie man solch ein Thema spannend umsetzen kann. Leider musste ich feststellen, dass es dann doch nicht so gelungen umgesetzt wurde, wie man es hätte machen können. Die Autorin zieht die Geschichte meiner Meinung nach, etwas zu sehr in die Länge. Was ich sehr gut fand war, dass sie sehr viel Wert auf die Ausgestaltung ihrer Figuren legte.Auch die achtziger Jahre mit ihrer Gothikszene wurde gut beschrieben.Doch die Spannung dieses Buches blieb irgendwie auf der Strecke.Auch die abwechselnden Zeitstränge, die so etwas sonst schaffen, brachten nicht das Erhoffte. Ich ertappte mich dabei,dass ich beim Lesen an andere Dinge dachte,was zeigt,dass mich die Handlung nicht zu fesseln verstand. Ich war dann am Schluss auch schon froh, dass dieses Buch nicht allzu viele Seiten hatte. Resümee: Interessante Geschichte etwas spannungsarm umgesetzt, daher auch nur gut gemeinte 3,5 Sterne

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Ein Netz aus Lügen und Intrigen
von einer Kundin/einem Kunden aus Laatzen am 03.05.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Inhalt: Nachdem Detective Sergeant Sean Ward im Dienst nur knapp dem Tod entronnen ist, blieb für ihn nur noch die berufliche Perspektive des Privatdetektivs. So ist er nun im Auftrag der Anwältin Janice Mathers unterwegs, um alte Fälle aufzurollen und so vermeintlich grassierende Justizirrtümer mit Hilfe moderner DNA-Analysen aufzudecken. So... Inhalt: Nachdem Detective Sergeant Sean Ward im Dienst nur knapp dem Tod entronnen ist, blieb für ihn nur noch die berufliche Perspektive des Privatdetektivs. So ist er nun im Auftrag der Anwältin Janice Mathers unterwegs, um alte Fälle aufzurollen und so vermeintlich grassierende Justizirrtümer mit Hilfe moderner DNA-Analysen aufzudecken. So auch im Fall von „Killer-Corrine“ Woodrow, die 1984 für eine schreckliche Tat in dem kleinen britischen Küstenstädtchen Ernemouth verantwortlich gemacht wurde. Gestützt auf eine neue DNA-Spur eines Unbekannten nimmt Ward die Ermittlungen in Ernemouth wieder auf… Meine Meinung: Der Anfang des Buches hat mich gleich in seinen Bann gezogen. Durch stilistisch bewusst eingesetzte plakative Phrasen wie „Die Böse Hexe des Ostens“ oder „Hohepriesterin eines Satanskults“ ist sofortige, leicht gruselig anmutende Spannung aufgebaut. Durch die beiden parallel erzählten Handlungsstränge mit dem stetigen Zeitwechsel zwischen 1983 und 2003 ist es zunächst jedoch nicht ganz einfach, der Handlung stringent zu folgen. Auch die Vielzahl an Namen musste ich erstmal innerlich sortieren und in Bezug zueinander setzten. Nach dem vielversprechenden Auftakt dauerte es lange bei mir, bis sich der Spannungsbogen wieder aufgebaut hat. Erst nach der Hälfte der 384 Seiten umfassenden Story setzt sich die Geschichte wie ein Mosaik immer weiter zusammen, die Spannung nimmt langsam, aber unaufhörlich zu. Zum Ende hin gipfelt das Buch durch seine parallele Erzählweise in gleich zwei sehr spannende Finale mit mehreren überraschenden Enthüllungen. Besonders gut gefallen hat mir hierbei das Krimi-untypische stilistische Mittel, dass der Leser erst ganz am Schluss erfährt, was eigentlich 1984 passiert ist. FAZIT: Die verwobene Story wird langsam, aber sorgfältig aufgebaut, was zumindest bei mir auf den ersten ca. 100 Seiten keine große Spannung aufkommen ließ, zum Ende hin dafür aber gleich für zwei Finale mit mehreren Überraschungen gesorgt hat. Wenn man bereit ist, dem langsamen Spannungsaufbau aufmerksam und geduldig zu folgen, ist „Opfer“ eine absolute Leseempfehlung. Für ungeduldige Leser empfiehlt es sich eher nicht.

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Mord in der frühen Gothic-Szene
von einer Kundin/einem Kunden aus dem Saarland am 21.04.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Rezension: Die Bezeichnung ‘Kriminalroman’ ließ mich etwas skeptisch an “Opfer” von Cathi Unsworth herangehen, da mir dieses Genre eigentlich nicht liegt. Aber der Klappentext und die ansprechende Aufmachung des Covers machten mich trotzdem so neugierig, dass ich das Buch lesen wollte – und kurz darauf war ich schon voll und... Rezension: Die Bezeichnung ‘Kriminalroman’ ließ mich etwas skeptisch an “Opfer” von Cathi Unsworth herangehen, da mir dieses Genre eigentlich nicht liegt. Aber der Klappentext und die ansprechende Aufmachung des Covers machten mich trotzdem so neugierig, dass ich das Buch lesen wollte – und kurz darauf war ich schon voll und ganz in der Geschichte gefangen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen und ist nicht allzu anspruchsvoll aber immer noch angenehm gehalten, so dass man sich mit der Story anstatt dem Satzbau verlieren kann. Beschrieben wird aus zwei Handlungssträngen – einer davon spielt 1983 und handelt von Corrine, die den grausamen Mord damals angeblich begangen hat, wohingegen der zweite Strang 2003 spielt und sich mit Sean Ward, einem Privatermittler, beschäftigt. Kurz nachdem ich begonnen hatte zu lesen, stellte ich fest, dass es sich bei Corrine und ihrem sozialen Umfeld um Angehörige der damals aufstrebenden schwarzen Szene handelt. Was mich daran so begeisterte, verstehen aber wahrscheinlich nur Gleichgesinnte, die ebenfalls eine Vorliebe für die Anfänge der Gothicszene hegen. Die Autorin lässt immer wieder authentische Infos über die damalige Mode und die Musik fallen und machte somit mein schwarzes Herz glücklich ; ). Aber auch mal davon abgesehen ist das Buch richtig gut, allerdings muss ich zugeben, dass mir die Kapitel, die in den 80ern spielten, viel besser gefallen haben, als die mit den Ermittlungen von 2003. Erstere spiegeln wahnsinnig viel Lebensgefühl wieder und es ist spannend zu erleben, wie sich die Beziehung zwischen Corrine, Debbie und der neu hinzugezogenen Samantha entwickelt – denn eines der Mädchen ist tatsächlich abgrundtief Böse – wer das ist und wer den Mord begangen hat wird allerdings erst am Ende des Buches aufgeklärt. Mit den Kapiteln von damals wechseln sich die mit dem Ermittler Sean Ward ab. Er reist in das kleine Städchen in Nordengland, in dem alles passierte, und versucht dort herauszufinden, wie sich die Sache wirklich zugetragen hat. Dabei treibt er sich vor allem in einer Kneipe herum, die seit Ewigkeiten existiert und spricht mit Leuten die dabei gewesen sein könnten – dieser Part ist leider eher weniger spannend. Trotzdem kann ich “Opfer” nur jedem empfehlen, der gerne Jugendbücher mit Thrillerelementen oder Kriminalromane liest. Fazit: Emotionale Jugendthrillerelemente wechseln sich perfekt mit Krimielementen ab. Außerdem eine besondere Empfehlung für Liebhaber der frühen Gothicszene.

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von kissing_rose am 14.04.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Der Kriminalroman offeriert dem Leser mehrere Handlungsstränge aus unterschiedlichen Zeiten. Wir starten im März 2003 bei Sean. Er ist seines Zeichens ein ehemaliger Polizist, der nach einem Berufsunglück als Privatdetektiv arbeitet. Da der Fall der Corinne Woodrow wiederaufgenommen wird, soll Sean sich ihm annehmen. Dazu begibt er sich auf... Der Kriminalroman offeriert dem Leser mehrere Handlungsstränge aus unterschiedlichen Zeiten. Wir starten im März 2003 bei Sean. Er ist seines Zeichens ein ehemaliger Polizist, der nach einem Berufsunglück als Privatdetektiv arbeitet. Da der Fall der Corinne Woodrow wiederaufgenommen wird, soll Sean sich ihm annehmen. Dazu begibt er sich auf den Weg zu der Psychiatrie, in der Corinne seit gut 20 Jahren untergebracht ist. Danach wird der Leser zurück in die Vergangenheit mitgenommen: August 1983. Hier werden mehrere Geschichten parallel erzählt. Zum einen die von Edna und Eric, die ihre Enkelin erwarten. Ihre Mutter Amanda bringt sie zu den Großeltern, damit sie eine Weile dort wohnt. Aber auch über Corinne wird erzählt. Sie ist mit Debbie befreundet, die sich zu der Gothic-Szene hingezogen fühlt. Corinne hingegen bevorzugt Madonna. Die Freundinnen scheinen somit recht verschieden. Doch dann kommt die Neue in die Klasse: Samantha. Durch sie soll sich bald alles ändern… Da es sich hier um einen Kriminalroman handelt, geht man davon aus, dass eine Straftat geschehen sein muss. Dieser Eindruck wird prompt dadurch erhärtet, dass eine bereits seit 20 Jahren in der Psychiatrie inhaftierte Frau eingeführt wird. Ihre Geschichte wird nach und nach erzählt. Es scheint, dass der Mord eher nebensächlich ist, wird er doch zunächst nur nebenbei erwähnt. Vielmehr geht es um die Geschichte, die hinter ihm steht. So ist es nicht verwunderlich, dass der Leser erst relativ spät in der Vermutung bestätigt wird, dass es einen Mordfall gab. Corinne Woodrow, die hinterher als Mörderin angeprangert wird, ist vorerst ein normales Mädchen in der Selbstfindungsphase, das sich für Mode und Musik interessiert. Debbie hingegen passt eher in das Bild der Gothic-Anhängerin. Und dann tritt Samantha auf, die erst wie ein schüchternes, kleines Mädchen wirkt, dann allerdings schnell ihr wahres Gesicht zeigt. Die Charaktere sind sehr interessant ausgearbeitet und wirken durch die Hintergrundgeschichte mysteriös. Auch Sean, der die Ermittlungen 2003 durchführt, ist eine interessante Persönlichkeit. Der Kriminalroman strotzt zwar nicht vor Spannungsbögen, aber das tut dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch. Die Story lebt von den verschiedenen Charakteren, die zwar an der einen oder anderen Stelle schwarz-weiß gemalt sind, aber dennoch Ecken und Kanten besitzen. Die Zeitsprünge zwischen 2003 und 1983/84 sind so gestaltet, dass das, was Sean in der Gegenwart herausfindet, dann in der Vergangenheit präsentiert und weiter ausgeführt wird. Überschriften über den einzelnen Kapiteln geben dabei jeweils einen ersten Eindruck von dem Nachfolgenden. Sie charakterisieren die Handlung in nur einer einzigen Phrase. In etwa dem letzten Drittel des Romans fängt dann die Spannung an und die Handlung nimmt Fahrt auf – sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. Insgesamt ist die Lektüre empfehlenswert, auch wenn die Spannung erst recht spät einsetzt.

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Opfer
von lilli15 aus HC am 24.03.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

In den Achzigerjahren geschieht in einer kleinen Stadt im Nordosten Englands ein Mord. Ein Ritualmord, wie es scheint, denn bei der Leiche wird ein Pentagramm gefunden. Neben den Mordopfer sitzt ein Mädchen, über und über mit Blut beschmiert. Obwohl sie den Mord nie gesteht, wird sie verurteilt und in... In den Achzigerjahren geschieht in einer kleinen Stadt im Nordosten Englands ein Mord. Ein Ritualmord, wie es scheint, denn bei der Leiche wird ein Pentagramm gefunden. Neben den Mordopfer sitzt ein Mädchen, über und über mit Blut beschmiert. Obwohl sie den Mord nie gesteht, wird sie verurteilt und in eine Psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Zwanzig Jahre später tauchen allerdings Beweise auf, die bestätigen, das sie auf keinen Fall alleine gehandelt haben kann. Eine Anwältin setzt den Privatdetektiv Sean Ward auf diesen Fall an. Er soll herausfinden, was damals tatsächlich vorgefallen ist. Doch nicht allen Bewohnern des Küstenortes passt es, das alles wieder aufgerollt wird. Sean und die Reporterin Francesca befinden sich alsbald selbst in höchster Gefahr. Sie wissen nicht mehr, wem sie noch trauen dürfen. Zu Beginn lässt sich dieser Krimi ein wenig schwer lesen, da ständig zwischen den Jahren gewechselt wird und man die Protagonisten erst einmal auseinander halten muss. Wer gehört wohin und zu wen? Hat der Leser das aber erst einmal verstanden, kann er das Buch kaum noch aus der Hand legen. Eigentlich handelt es sich um zwei Kriminalfälle, einmal der alte, wo beschrieben wird, wie es zu dieser Tat kommen konnte und zum anderen die Ermittlungen im Jahr 2003, der die Wahrheit ans Licht bringt. Das ist mal eine ganz andere Art und Weise der Gestaltung eines Falles. Im Verlauf der Geschichte wird es immer spannender und langsam aber sicher kristallisiert sich die Wahrheit heraus. Was ich bisher auch noch nie in einem anderen Krimi hatte, man erfährt erst ganz zum Schluss, wer eigentlich das Opfer war. Zwischendrin dachte ich immer mal, ich hätte es überlesen. Ein wirklich gelungenes Buch, welches ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Ein kleiner Wermutstropfen waren einige Rechtschreibfehler und falsche Abkürzungen sowie die zweimalige Verwechslungen von Namen, aber das ist ja nicht die Schuld der Autorin.

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Opfer....
von Marion Olßon aus Reutlingen am 23.03.2013
Bewertetes Format: eBook (ePUB)

Sean Word, früh pensionierter Privatermittler, arbeitet gemeinsam mit der hippen Anwältin Janice Mathers, an der Wiederaufnahme des Ritualmordes, an einem jungen Mädchen im Jahr 1984. Nachdem Sean bei einer polizeilichen Ermittlung, über ein Jahr in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen verbracht hat, genießt er eigentlich das Herumstöbern in alten sogenannten“ kalten“... Sean Word, früh pensionierter Privatermittler, arbeitet gemeinsam mit der hippen Anwältin Janice Mathers, an der Wiederaufnahme des Ritualmordes, an einem jungen Mädchen im Jahr 1984. Nachdem Sean bei einer polizeilichen Ermittlung, über ein Jahr in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen verbracht hat, genießt er eigentlich das Herumstöbern in alten sogenannten“ kalten“ Fällen. Doch diesmal ist alles anders. Auch wenn Corinne Woodrow einwandfrei des Mordes in dieser düsteren Zeit überführt wurde, behagt es dem Ermittler gar nicht, sich mit schwarzer Magie und Satanskult zu befassen. Als er die „ Killer-Connie“ trifft, ist er überrascht und verunsichert. Und der Fall nimmt für ihn und alle Beteiligten eine Wendung, die nicht nur sein Leben, von Grund auf verändern wird. Wer steht tatsächlich hinter der unheilvollen Tat, damals vor zwanzig Jahren, im dunklen Wald des Verbrechens? Ein spannender Psycho-Thriller, der den Leser in den Norden Englands führt. In ein kleines Dorf, in dem das Verbrechen stattfand und nichts so ist, wie es scheint. Und hinter jedem Fenster lauert ein Stückchen Wahrheit. Hinter dem Schweigen lauert das Unheilvolle…….

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Abgründe in einer englischen Küstenstadt
von Nefret am 17.03.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

Zwanzig Jahre ist es her, dass Corrine Woodrow als Mörderin verurteilt wurde. Nachdem neue Hinweise aufgetaucht sind, die auf einen zweiten Täter hindeuten, reist der ehemalige Polizist Sean Ward in die englische Kleinstadt, wo der Ritualmord geschah. Im Original heißt der Kriminalroman von Cathi Unsworth „Weirdo“, was so viel wie... Zwanzig Jahre ist es her, dass Corrine Woodrow als Mörderin verurteilt wurde. Nachdem neue Hinweise aufgetaucht sind, die auf einen zweiten Täter hindeuten, reist der ehemalige Polizist Sean Ward in die englische Kleinstadt, wo der Ritualmord geschah. Im Original heißt der Kriminalroman von Cathi Unsworth „Weirdo“, was so viel wie Spinner, Verrückter, aber auch Psycho bedeutet. Meiner Meinung nach ist dieser Titel gut gewählt. „Opfer“ passt am Ende zwar auch gut, weckt aber zu Beginn andere Erwartungen, zumal in der Inhaltsbeschreibung ausführlich auf einen Satanistenmord eingegangen wird. Doch „Opfer“ bietet mehr. Schnell ist klar, dass sich mehr hinter den Kulissen der englischen Küstenstadt verbirgt. Ist Corrine tatsächlich eine Satanistin oder haben die Kleinstädter nur Vorurteile gegenüber Gothics? Aber vielleicht gibt es auch ganz andere Motive und Hintergründe? Cathi Unsworths Kriminalroman liest sich gut. Manchmal zu gut, denn ich flog durch die Seiten und musste dann doch hin und wieder innehalten, da ich wichtige Informationen überlesen hatte. Denn in „Opfer“ sind die Figuren nicht das, was sie auf den ersten Blick scheinen. Manchmal verkehrt sich der erste Eindruck in das absolute Gegenteil, manchmal kommen schockierende Informationen zu Tage, von denen man denken würde, dass diese doch nie und nimmer so im Nebenbei erzählt werden können. Bis kurz vor dem Ende ist dem Leser noch nicht einmal klar, wer das Opfer sein wird. Auch hier kann die Autorin mit einigen Überraschungen aufwarten.

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Ordentlich. Wohl komponiert. Stringent. Allerdings 100 Seiten zu lang...
von einer Kundin/einem Kunden am 23.04.2013
Bewertetes Format: Einband: Paperback

"'Wenn ich Gott heute für eins danke', sagte sie, 'dann dafür, dass sich nach all den Jahren jemand um den Fall kümmert, der nicht zur verdammten Polizei von Ernemouth gehört.'" Mit Fug und Recht. Denn dass in diesem Fall aus den 80igern vertuscht wurde, ist schnell so offensichtlich, wie die... "'Wenn ich Gott heute für eins danke', sagte sie, 'dann dafür, dass sich nach all den Jahren jemand um den Fall kümmert, der nicht zur verdammten Polizei von Ernemouth gehört.'" Mit Fug und Recht. Denn dass in diesem Fall aus den 80igern vertuscht wurde, ist schnell so offensichtlich, wie die damaligen Mascara Striche dick waren... Und das die 80iger für Frau Unsworth eine wichtige Zeit waren, merkt man an der Intensität, mit der sie diesen Roman (nicht neu, aber immer gut) komponiert hat. Ein ständiger Wechsel zwischen den eigentlichen Geschehnissen Anfang der 80iger und den neu aufgenommenen Ermittlungen von 2003. Die Zeichnung der Befindlichkeiten der Heranwachsenden in den 80igern gelingt ihr vortrefflich (incl. Namedropping von Bands, die mir in dieser Zeit ebenso am Herzen lagen, so dass für den Insider Gefühlslagen verständlich sind, die allen anderen fremd sind - und von daher langweilen). Die Ermittlungen im neuen Jahrtausend sind anfangs eher hölzern, konzeptionelles Beiwerk, schablonenartig. Und nach 200 Seiten verpuffte der Reiz der eigenen Jugend, allerdings, - Frau Unsworth findet den Dreh und das letzte Drittel des Buches nimmt eine ungeahnte Fahrt auf, die in einem wirklich guten Showdown endet, so dass man das Buch letztendlich, wenn auch mit Einschränkungen, empfehlen kann. Es bleibt der fade Beigeschmack, dass Cathi Unsworth Schreibstil sicherlich für trendy Musikmagazine und hippe Lifestylegazetten ausreichend ist, einem veritablen Kriminalroman aber nur in Bruchstücken genügt. Nichtsdestoweniger ist dies ein spannendes Stück Zeitliteratur, dass ich gerne Jugendlichen empfehlen werde. Vielleicht hätte meine Überschrift der Rezension lauten sollen: ÜBER DIE UNENDLICHEN UND MANCHMAL BLUTIGEN SCHWIERIGKEITEN DES ERWACHSENWERDENS...

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