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Original Meisterfälscher

Ego, Geld & Größenwahn

(12)
Mysteriös, skandalös und ein Hauch von Glamour: Die Geschichte der Kunstfälschung ist vollgepackt mit realen Krimis.
Michelangelo fälscht die Antike. Reinhold Vasters narrt Experten mit perfekten Cellini-Imitationen. Tom Keating platziert Zeitbomben, Eric Hebborn erfindet Entwurfsskizzen van Dycks und Wolfgang Beltracchi verkauft einen Campendonk nach Hollywood.
Dieses Buch macht sich auf die Spuren von Geschick und Missgeschick berühmter Meisterfälscher von der Antike bis in die Gegenwart. Was spielt sich im Kopf des Fälschers ab? Sucht er nach Ruhm, will er seine Genialität beweisen, Rache nehmen, reich werden? Geht es um Macht, um das Ego, um Geltungsdrang?
Noah Charney, Experte für Kunstkriminalität, beschreibt, wie es den raffiniertesten Betrügern oft so hochbegabt wie charmant gelingt, die Kunstwelt nach Strich und Faden zu betrügen. Er entschlüsselt ihre Tricks und beschreibt, was letztlich doch zu ihrer Entlarvung führte scharfsinnige Detektivarbeit, forensische Untersuchungen oder einfach pures Glück. Er erzählt aber auch davon, wie die Kunstwelt selbst in vielerlei Hinsicht zur Komplizin der Fälscher wird und bereitwillig in die Fallen dieser schlauen Kriminellen stolpert.
Portrait
Noah Charney ist Kunsthistoriker und spezialisiert auf Kunstkriminalität. Er ist Gründer und Präsident von ARCA, Association for Research into Crime against Art, eine Nonprofit-Gruppe, die sich international auf wissenschaftlicher Basis mit Kunstkriminalität befasst. Gelobt für seine Arbeit in internationalen Medien (darunter New York Times Magazine, Time Magazine, El Pais, Vogue, Vanity Fair, Playboy, Elle und Tatler), ist Charney gesuchter Gesprächspartner in Radio- und TV-Sendungen und ebenso gefragter Autor. Neben zahlreichen Fachbeiträgen zum Thema hat er 2007 mit The Art Thief seinen ersten Roman publiziert. Er lebt in Slowenien und Italien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 296
Erscheinungsdatum 31.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85033-921-6
Verlag Brandstätter Verlag
Maße (L/B/H) 241/220/30 mm
Gewicht 767
Abbildungen farbige, schwarzweisse Fotos, Abbildungen
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 42.90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Künstler, Kenner, Kontrahenten
von einer Kundin/einem Kunden aus Dresden am 19.01.2016

Wer ist hier der wahre Meister? Gründe zum Fälschen und gefälschte Werke zu veräußern sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Fundiertes Hintergrundwissen, eine umfangreiche Recherche, wahre Fälle anschaulich besprochen – eine literarische Freude und eine aufschlussreiche Entdeckungsreise in die Kunstwelt. Die Buchidee – ein seltener Blick hinter die... Wer ist hier der wahre Meister? Gründe zum Fälschen und gefälschte Werke zu veräußern sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Fundiertes Hintergrundwissen, eine umfangreiche Recherche, wahre Fälle anschaulich besprochen – eine literarische Freude und eine aufschlussreiche Entdeckungsreise in die Kunstwelt. Die Buchidee – ein seltener Blick hinter die Kulissen – ein Kunstgriff, der ankommt. Das schwer zu durchschauende Zusammenspiel der einzelnen Akteure (Künstler, Fälscher, Händler, „Opfer“) wird differenziert beleuchtet und erscheint so meist in einem ganz anderen Licht. Aktuelle Erkenntnisse werden geschickt mit historischen Überlieferungen verknüpft, Vergessenes und bislang Verborgenes muss neu bewertet werden. Fasziniernd zu lesen, was geschieht, wenn grandioses Talent, unerhörter Einfallreichtum, private Egoismen und kriminelle Energie aufeinander treffen. Wer ist Künstler, wer ist Schurke, wer der Betrogene? Die Antwort darauf ist nicht einfach. Der Autor nimmt niveauvoll und fachbezogen Stellung, überlässt es aber auch dem Leser, sich seine eigene Meinung über den Kunstsektor zu bilden. Man muss sich selbst nicht in der Kunstszene beheimatet fühlen, um den Ausführungen und Analysen interessiert und begeistert folgen zu können. Erstaunt, belustigt und erschüttert. „Darauf muss man erst mal kommen“, drängt sich unweigerlich auf. Die Lektüre führt über die Grenzen der eigenen Vorstellungskraft bis hin auf den Boden der Tatsachen. Jede Epoche, jedes Genre findet im Wandel der Zeit sozusagen immer ihre Meister. Manch einer blickt in den Spiegel der eigenen Unzulänglichkeit. Was Ist Kunst? Was ist wertvoll? Wer bestimmt den Preis? Wer sind die wahrhaftigen Profiteure? Wunschdenken, Stolz, Macht, Besitz. Große Talente auf allen Seiten. Dieser wissenschaftliche und psychologische Exkurs, durchgehend bebildert, wird erheblich Aufschluss darüber geben. Schein, Sein, Rechthaben – die Kunstszene, viel mehr als nur Künstler und ihre Werke. Geschichte in Geschichten; pikant, privat, makaber – ein Vermächtnis an die Nachwelt. Und die Moral von der Geschicht? Bist du ein Kenner, bist du es doch vielleicht nicht. Ego, Geld und Größenwahn sind einfach nicht klein zu kriegen. Und gerade das ist das spannende und faszinierende, nicht nur im breitgefächerten Sektor der Kunst.

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Unterhaltsam
von einer Kundin/einem Kunden aus Markt Rettenbach am 03.10.2015

Das Cover zeigt bereis eindeutig was einen erwartet. Kunst- allerdings nicht die Originale der großen Meister, sondern meisterhafte Fälschungen der großen Kunstwerke. Im Buch geht Noah Charney auf die vielen verschiedenen Gründe ein, aus denen die Fälscher aktiv geworden sind. Seien es Fälschungen die der Galscher als Hommage an den... Das Cover zeigt bereis eindeutig was einen erwartet. Kunst- allerdings nicht die Originale der großen Meister, sondern meisterhafte Fälschungen der großen Kunstwerke. Im Buch geht Noah Charney auf die vielen verschiedenen Gründe ein, aus denen die Fälscher aktiv geworden sind. Seien es Fälschungen die der Galscher als Hommage an den von ihm verehrten Künstler verstanden haben will, sei es die Gier nach Geld oder Ansehen oder einfach Rache, die entstanden ist durch den Frust selbst nicht als würdiger und großer Künstler anerkannt worden zu sein. Im Buch werden viele Fälschungen, historische wie moderne, beschrieben und gezeigt. Das Buch ist reich bebildert und die Druckqualität sehr gut, so lassen sich die Unterschiede zwischen Original und Fälschung gut erkennen, wenn man weiß worauf man zu achten hat. Porträtiert werden auch die Fälscher, deren Biografie liest sich oft schillernd und beeindruckend, manchmal auch traurig. Auch ihre Methoden werden beschrieben, es ist schon interessant mit welcher Experimentierfreude die Fälscher zu Werke gehen. Da werden gemalte Bilder beispielsweise stundenlang in selbst hergestellten Öfen gebacken um den richtigen Alterseffekt der Krakelüre zu erreichen. Sehr schön finde ich auch, das Charney kurz auf die nicht minder faszinierenden Fälle von künstlerischer Wissenschaftsfälschung eingeht, wie den Schädel des Piltdown- Menschen oder den Archaeoraptor. Ich denke, dieses Buch ist für jeden Kunstfreund eine Bereicherung. Es erzählt von der "dunklen" Seite der Kunst und man lernt dabei doch einiges dazu.

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In der Welt der Täuschungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 03.10.2015

Noah Charney liefert den Lesern ein Sachbuch, das sich mit einem sehr interessanten Thema beschäftigt: Es geht um die Geschichte der Fälschungen und Fälscher, um die Motive der Fälscher und ihre Entlarvung. Das Buch fängt an mit einer Einführung, in der zusammengefasst wird, was als Fälschungen zu verstehen ist,... Noah Charney liefert den Lesern ein Sachbuch, das sich mit einem sehr interessanten Thema beschäftigt: Es geht um die Geschichte der Fälschungen und Fälscher, um die Motive der Fälscher und ihre Entlarvung. Das Buch fängt an mit einer Einführung, in der zusammengefasst wird, was als Fälschungen zu verstehen ist, was an den Fälschungen für die Kunstwelt so faszinierend ist. Außerdem wird hier die Geschichte der Fälschungen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert dargestellt sowie die Wege, wie die Authentifizierung der Kunstwerke zu verschiedenen Zeiten ablief. An die Einführung knüpfen 8 Kapitel an, jedes von denen einem Motiv der Fälscher gewidmet ist („Genie“, „Stolz“, „Rache“, „Ruhm“, „Kriminalität“, „Opportunismus“, „Geld“ und „Macht“). So geht es beispielweise im Kapitel „Genie“ um den Wunsch der Fälscher, die als Künstler abgelehnt wurden, eigene technische Fähigkeiten und Kreativität zu beweisen. In jedem Kapitel findet man mehrere Beispiele, die die Motive der Fälscher veranschaulichen. Diese werden mit zahlreichen Illustrationen begleitet, auf denen der Leser selbst die Originale mit den Fälschungen vergleichen kann. Am Ende des Buches findet der Leser Anmerkungen, Verweise auf die Quellen und weiterführende Literatur sowie ein Glossar wissenschaftlicher Testmethoden. Ich gehöre zwar nicht zu der Gruppe der Leser, die sich auch in der bildenden Kunst auskennen, aber das Buch war für mich sehr interessant. Zumal ich zum ersten Mal an die These gebracht wurde, dass die Fälschungen oft nicht als ein Mittel zur finanziellen Bereicherung gedient haben, sondern als Rache an der Kunstwelt, die die Talente einiger Künstler nicht anerkennen wollten, aus Wunsch nach Ruhm oder einfach aus Spaß. Und besonders interessant ist dabei, dass die Kritiker, Kunstkenner und Experten diese Fälschungen oft nicht als solche erkennen konnten und dadurch unbewusst die künstlerische Begabung der Fälscher bestätigten, ihre Werke in eine Reihe mit denen der großen Meister stellten. Sehr schön fand ich die Illustrationen, die mir, einem Laien, die Welt der bildenden Kunst etwas näher bringen. Aber auch die Beispiele mit den weltweit bekannten Namen fand ich sehr schön. Und die beschriebenen Fälschungs- und Entlarvungsgeschichten fand ich raffiniert und teilweise sehr spannend, sogar irgendwie lustig. Aus dem Buch habe ich auch gelernt, dass auch viele Originale nicht ganz durch die Meister entstanden – sie machten Entwürfe und übernahmen die kompliziertesten Partien wie Hände oder Gesichter. Den Rest fertigten die Lehrlinge. Also könnte dieses Buch als ein sehr schönes Geschenk für alle gelten, die sich für Kunst interessieren, aber auch für die, die nicht viel Ahnung davon haben, aber ihr gerne einen Schritt näher kommen wollen.

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Die besten Krimis schreibt die Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankenberg am 26.09.2015

Schon das Cover finde ich traumhaft schön, zeigt es doch mit dem Gemälde "Das Mädchen mit den Perlenohrringen" eines der bekanntesten Kunstwerke der Geschichte und stimmt auf den Inhalt ein. In einem sehr angenehmen Schreibstil, nicht so üblich wenn es sich um Sachbücher handelt, verfolgen wir in verschiedenen Bereichen... Schon das Cover finde ich traumhaft schön, zeigt es doch mit dem Gemälde "Das Mädchen mit den Perlenohrringen" eines der bekanntesten Kunstwerke der Geschichte und stimmt auf den Inhalt ein. In einem sehr angenehmen Schreibstil, nicht so üblich wenn es sich um Sachbücher handelt, verfolgen wir in verschiedenen Bereichen die Hintergründe einiger der größten Meisterfälscher ihrer Zeit. Jeder hat einen anderen Antrieb, wie beispielsweise Stolz, Rache, Ruhm, Kriminalität, Geld oder Macht. Und ihre Geschichten sind zweifelsohne verdammt spannend und sagenhaft genial. Ich bin aus dem Staunen gar nicht mehr heraus gekommen. Das dieses Buch mich so dermaßen in seinen Bann zieht hat mich mächtig überrascht. Denn einmal angefangen zu lesen, konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Interessiert verfolgte ich die Aufklärungen der Fälschungen, welche nicht einmal als diese angesehen wurden, so gut hatte es der Nachahmer geschafft den Stil zu interpretieren und dadurch neue, verschollene Werke zu erschaffen. Auch überaus interessant fand ich den Einblick, den man in einige Privatbereiche berühmter Künstler erhaschen konnte. Ganz begeistert war ich von den Schilderungen über Salvador Dali, seine Eigenheiten und Lebensstil. So konnte man sich mit den Künstlern identifizieren und teilweise ihr Handeln nachvollziehen. Es geht nicht nur um all die bedeutenden Werke der Kunstgeschichte, sondern auch um ihre Erschaffer dahinter. Und nicht selten wussten die Meister von den Fälschungen und haben einfach geschwiegen, weil sie selbst davon profitierten. Nicht jeder Experte erkannte den Unterschied, viele große Schwindel wurde erst Jahrhunderte später, dank der nun vorhandenen Technik, entschlüsselt und schockierten die Kunstwelt. Doch auch wenn eine Fälschung als diese erkannt wurde, wurde dies nicht auch unbedingt so akzeptiert. " Die Welt möchte getäuscht werden, also sei sie getäuscht." Denn manchmal sind die Besitzer von ihrem Glauben an das Original einfach nicht abzubringen. Da es beim Kauf der Fälschungen ja meist nur sehr wohlhabende Menschen trifft, wurden viele der Fälscher sogar gefeiert und nahmen gern eine geringe Gefängnisstrafe in Kauf, nur um danach im Ruhm zu baden und Karriere zu machen, welche ihnen bislang durch "falsche" Einschätzungen der Experten verwehrt blieb. Viele rächten sich auf diese Weise an der Kunstszene, die ihre Talente so herunter spielte. Vor kurzem habe in einen Thriller rund um die Geheimnisse des Genter Altars gelesen und habe mich somit auch gefreut über diesen in diesem Sachbuch mehr zu erfahren. Was war wirklich dran an dem Raub, welche Details sind tatsächlich geschehen und hat man die geraubte Tafel wieder gefunden? Bemerkenswert sind auch die Techniken, welche angewendet wurden, um die Gemälde und Skulpturen älter erscheinen zu lassen. Die Farben die speziell gemischt wurden, getreu denen des Originals oder auch die schlichte Ignoranz dieser nachweisbaren Echtheit, damit man nie sagen konnte, man wurde über den Tisch gezogen, da eine genaue Überprüfung des Materials die Fälschung sofort entlarvt hätte. Ich werde garantiert noch oft in diesem Buch blättern, hat es mich doch schlicht erfreut und inspiriert! Unbedingt lesenswert, auch für Nichtkunstinteressierte!

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Wie Kunstfälscher ticken und entlarvt werden
von Doreen Gehrke am 24.09.2015

Noah Charney ist ein Experte für Kunstkriminalität und vermittelt mit seinem Buch „Original Meisterfälscher – Ego, Geld & Größenwahn“ dem kunstinteressierten Leser aufschlussreiche Informationen zur Geschichte der Kunstfälschung. Beispielhaft beschreibt er die Beweggründe von Kunstfälschern aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart, Kunst zu fälschen. Deren kriminelle Lebensläufe und... Noah Charney ist ein Experte für Kunstkriminalität und vermittelt mit seinem Buch „Original Meisterfälscher – Ego, Geld & Größenwahn“ dem kunstinteressierten Leser aufschlussreiche Informationen zur Geschichte der Kunstfälschung. Beispielhaft beschreibt er die Beweggründe von Kunstfälschern aus dem Mittelalter bis in die Gegenwart, Kunst zu fälschen. Deren kriminelle Lebensläufe und wie sie letztendlich entlarvt wurden, wird detailliert geschildert. Zudem gibt der Autor Auskunft über Methoden, Fälschungen forensisch zu entdecken bzw. Originale zu schützen und für die Nachwelt zu erhalten. Dieses Sachbuch ist in Kapiteln unterteilt, die sich auf die verschiedenen Beweggründe von Künstlern beziehen, Kunst zu fälschen. Nicht immer war Geldgier der Grund zum Fälschen. Zumeist begannen Künstler Werke zu kopieren oder nachzuahmen, weil sie mit ihrer eigenen Kunst keinen Erfolg hatten und sich von Mitspielern aus der Kunstwelt gedemütigt fühlten – wie es heute sicher noch sein wird. Welch ein Gefühl der Genugtuung muss es da sein, dann zu sehen, wie leicht es ist, die Kunstwelt an der Nase herumzuführen? Denn die Vergangenheit hat gezeigt, wie einfach es zum Teil war, die Welt zu täuschen, da sie getäuscht werden wollte. Ebenso, wie es Noah Charney in seinen Kapiteln „Zu Beginn“ und „Fazit“ sagt: „Die Welt möchte getäuscht werden … also sei sie getäuscht.“ Hinzu kommt, dass Kunstfälscher, sollten sie denn entlarvt werden, wenig zu befürchten hatten und noch haben. Geringe Gefängnisstrafen und danach möglicherweise sogar der große Profit. Wolfgang Beltracchi zum Beispiel, über dessen kriminelle Karriere 2014 ein Film in die Kinos kam. Ruhm und Bewunderung wird Fälschern zuteil und man vergisst, dass es Kriminelle sind, die nach ihrer Entlarvung eigentlich nicht mehr von ihren kriminellen Hinterlassenschaften profitieren sollten. Dem stimme ich Noah Charney zu und meine, wie er, dass es Gesetze braucht, die genau das verhindern.

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Die Welt möchte getäuscht werden, also sei sie getäuscht
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 18.09.2015

»Jeder bekannte Fall von Fälschung ist ein fesselndes Amalgam aus dem ausgeprägten Bedürfnis nach Ruhm, Geld, Rache, Macht und genialem Selbstausdruck. Kunstfälschung lotet und nützt den Kunstmarkt aus und integriert Talent, Betrug, detektivische Nachforschungen, forensische Wissenschaften und ein gutes Maß an Geheimnis. Der Grund: Die Kunstwelt vertraut nach wie... »Jeder bekannte Fall von Fälschung ist ein fesselndes Amalgam aus dem ausgeprägten Bedürfnis nach Ruhm, Geld, Rache, Macht und genialem Selbstausdruck. Kunstfälschung lotet und nützt den Kunstmarkt aus und integriert Talent, Betrug, detektivische Nachforschungen, forensische Wissenschaften und ein gutes Maß an Geheimnis. Der Grund: Die Kunstwelt vertraut nach wie vor über weite Strecken auf die Kompetenz Einzelner - Kenner, deren subjektive Meinung den Preis eines Objekts beträchtlich verändern kann. Die unbestreitbaren technischen Fähigkeiten vieler Fälscher verblüffen die Öffentlichkeit ebenso wie die Raffinesse des Betrugs, die Fälschungen variabler Qualität so überzeugend macht.« Fälschungen faszinieren – das merkte ich ganz deutlich bei der Lektüre dieses Buchs. Völlig überrascht war ich von der Fülle an Informationen, die ich hier bekam! Nie zuvor war mir bewusst gewesen, was Fälschungen eigentlich für eine lange Geschichte haben. »Zu allen Zeiten wurde Kunst kopiert, falsch zugeschrieben und gefälscht. Echt oder nicht echt war bereits im antiken Rom ein Thema, da echte griechische Gefäße höher geschätzt wurden als römische Plagiate. Im Mittelalter florierte entlang der Pilgerwege der Handel mit falschen Reliquien. Die Geschichte der Kunstfälschung ist so alt wie der Kunsthandel.« Das Buch eröffnet mit einem Zitat Dürers von 1511 – er litt sehr unter Fälschern. Was treibt diese Meisterfälscher eigentlich an? Geht es um Geld? Um Ruhm? Ich will hier nicht vorgreifen, aber es gibt weitaus mehr mögliche Motive und umfangreich und hochinteressant geschrieben werden sie hier abgehandelt. Der Leser lernt berühmte Fälscher kennen, liest Geschichten, die manchmal so abenteuerlich klingen, als wären sie für einen Hollywood-Streifen erdacht worden. Ausführlich wird dargelegt, wie überaus kompliziert so eine richtig gute Fälschung ist und wie raffiniert Meisterfälscher vorgehen – und damit schon so manche Expertenkommissionen getäuscht haben. Eric Hebborn, einer dieser Meisterfälscher, veröffentlichte ein Buch namens „Kunstfälschers Handbuch“, das in vielen Fälscher-Werkstätten gefunden wurde und beispielsweise detaillierte Schritt-für-Schritt Rezepte enthält, wie man Bilder um Jahrhunderte altern lassen kann. Auf der Gegenseite gibt es modernste Techniken zur Bestimmung und Untersuchung der Echtheit. Da stößt man dann auf Begriffe wie „Chromatografie“, „Massenspektrometrie“, „Dendrochronologie“ und viele andere. Angenehm für den Leser: Im Text wird nur eine kurze Erläuterung gegeben, die ausreicht, um den Sachverhalt zu verstehen. Detaillierte Informationen kann man, wenn man möchte, dem angehängten „Glossar wissenschaftlicher Testmethoden“ entnehmen. Der Lesefluss wird also nicht gebremst, die Geschichte mancher Fälschungen war richtig spannend und das Buch hatte, trotz vieler Sachinfos, für mich keinerlei Längen. Neben Fälschungen von Gemälden und Skulpturen wird auch auf literarische Fälschungen oder auf wirklich ungewöhnliche Dinge wie Weinfälschungen eingegangen, reichlich Bildmaterial vervollständigt das Ganze. Kritiker und Experten kommen so manches Mal nicht gut weg. Wer vor dem Lesen noch keine Zweifel an Expertenmeinungen hatte, wird dies mit ziemlicher Sicherheit hinterher haben! Überhaupt ist es interessant, wie verschieden doch im Vergleich zu anderen Verbrechen die öffentliche Meinung zur Kunstfälschung ist... »Kunstfälschung scheint kein besonders bedrohliches Verbrechen zu sein und fordert auch keine Opfer (oder wenigstens nur sehr reiche Opfer, von denen Fälscher und Medien unterschwellig meinen, sie würden es ohnehin verdienen, hinters Licht geführt zu werden). Also betrachtet man einen solchen Kriminellen als geschickten Tunichtgut, teils Illusionist, teils Scherzbold, als einen jedenfalls, der klarmacht, dass der Kaiser (in diesem Fall die Kunstwelt) keine Kleider trägt. Die Gefängnisstrafen fallen milde aus und das Interesse der Öffentlichkeit ist groß, sodass es durchaus wert scheint, ein, zwei Jahre mit geringster Sicherheitsstufe abzusitzen, um dann als eine Art Volksheld mit Aussicht auf eine lukrative Karriere wieder aufzutauchen.« So mancher Fälscher hat von seiner Entlarvung regelrecht profitiert! Besonders faszinierend fand ich den Fall eines Fälschers namens Hans van Meegeren, der als Nazi-Kollaborateur galt, vor Gericht stand, weil er angeblich nationales Kulturgut der Niederlande (ein Gemälde von Jan Vermeer) an Hermann Göring verkauft hatte und der der Todesstrafe nur entgehen konnte, indem er vor Gericht gestand, den Vermeer selber gemalt zu haben. Da man ihm nicht glauben wollte, musste er den Beweis antreten und während des Prozesses ein Kunstwerk malen. Van Meegeren tat dies und entging nicht nur der Todesstrafe, sondern erlangte Ruhm als „Der Mann, der Göring hereinlegte“. Fazit: Hochinteressanter Ausflug in die Welt der Meisterfälscher. So fesselnd kann ein Sachbuch sein! »Kunstwerke müssen nicht wahr sein, sie müssen wahr scheinen. – Nach Aristoteles«

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Spannendes, lehrreiches und unterhaltsames Sachbuch zu Fälschungen in der Kunstgeschichte
von Wedma am 14.09.2015

Das vorliegende Buch „Original Meisterfälscher“ von Noah Charney, dem auf Kunstkriminalität spezialisierten Kunsthistoriker, Initiator und Präsidenten von ARCA(Assosiation for Research into Crime against Art), ist ein Meisterwerk an sich, denn es enthüllt nicht nur plausible Gründe und Methoden der Fälscher, sondern stellt spannende Fragen, gibt zahlreiche Beispiele, liefert Vergleiche... Das vorliegende Buch „Original Meisterfälscher“ von Noah Charney, dem auf Kunstkriminalität spezialisierten Kunsthistoriker, Initiator und Präsidenten von ARCA(Assosiation for Research into Crime against Art), ist ein Meisterwerk an sich, denn es enthüllt nicht nur plausible Gründe und Methoden der Fälscher, sondern stellt spannende Fragen, gibt zahlreiche Beispiele, liefert Vergleiche und erklärt, weshalb viele Fälschungen in etlichen Bereichen im Umlauf sind. Das Werk ist klar konzipiert: Es gibt 8 Kapitel, die Gründe wie Z.B. Genie, Stolz, Ruhm, Geld, Macht, etc., benennen und diese kurz und prägnant, auf 1/2 bis ¾-Seitenlänge ausführen. Danach werden die Thesen anhand von Beispielen, den entsprechenden Bildern, Zeichnungen, Fotos, auf 20-30 Seiten pro Kapitel erläutert. Es wird Klartext geredet, und auch dem Leser die Möglichkeit gegeben, zur eigenen Meinung zu gelangen, wie sich manche Originale und Fälschungen unterscheiden, da Abbildungen einiger solcher Paare nebeneinander auf einem Blatt präsentiert erscheinen. Das Ganze ist in einen sinnvollen Rahmen gesetzt: „Die Welt möchte getäuscht werden“ (Zu Beginn), „dann sei sie getäuscht.“ (Fazit). Man erfährt nicht nur jede Menge Tipps und Tricks, wie die Fälscher arbeiteten, wie sie die Bilder, bzw. Skulpturen Jahrhunderte alt aussehen lassen konnten, man erhält auch die Titel der weiterführenden Literatur, die als Quellen zur Stützung der Thesen und Fakten dienen, wenn man noch tiefer in die Materie einsteigen möchte. Manche Bücher sind von den berühmten wie erfolgreichen Meisterfälschern höchstpersönlich geschrieben worden, z.B. Hebborn oder Han van Meegeren, die ihre Geheimnisse mit dem Publikum teilen. Spannende wie dramatische Geschichten werden erzählt, die die Meisterwerke, ihre Kopien und die Fälscher umgeben, wie auch gute Fragen aufgeworfen, e.g. ab wann ist Fälschung eine Fälschung, z.B. wenn es um die Bilder geht, die der Künstler mit großem Namen (z.B. Salvador Dalí ) in Auftrag einem Künstler aus seiner Werkstatt (Pixot) gegeben und diese dann unter Dalí Namen der Welt präsentiert hat. Handelt es sich dann um eine Fälschung, auch wenn Dalí darunter steht und die Bilder in seinem Sinne ausgeführt worden sind? S. 71. Auch das Beispiel mit der Basquiat-Tür ist bemerkenswert: Die Kommission, die die Echtheit des Werkes prüfen sollte, erklärte das Original für eine Fälschung aus moralischen Gründen, um es nicht unnötig aufzuwerten, da die Gefahr hoch erschien, dass der Besitzer, ein ehem. Drogendealer, vom Verkauf des Werkes sehr gut profitieren könnte. Es geht aber nicht ausschließlich um Gemälde, Zeichnungen oder Skulpturen: Beispiele von Weinfälschung, von gefälschten mittelalterlichen Schriften (Konstantinische Schenkung), oder moderneren Schriftstücken (Hitlers Tagebücher), oder von gefälschten Sprachen oder Reliquien (Turiner Grabtuch) wurden angesprochen. Auch von Shakespeare und seiner wahren Identität wie seinen Werken ist die Rede. Der Autor weist auch auf die Gründe hin, weshalb eine Fälschung lieber doch nicht als solche entdeckt werden möchte: „Für Experten ist es eine Todsünde, ein Werk als original zu bezeichnen, das sich später womöglich als falsch entpuppt. Ein solcher Fehler kann Karrieren beenden, weshalb die Tendenz besteht, unter allen Umständen auf der ersten öffentlichen Aussage zur Authentizität zu beharren. Auf dem Spiel stehen schließlich Stolz und Reputation, also zieht die Kunstwelt lieber in den Krieg als einen Fehler einzugestehen.“ S. 90. Die liebevolle Ausstattung des Buches wird dessen Besitzer freuen: Die Seiten sind aus gutem weißem Papier, die Abbildungen und Fotos in Höchstauflösung, die Kapitel sind voneinander mit einem farbigen (grauen bis tiefblauen) Blatt voneinander getrennt, die glatte Oberfläche des Schutzumschlages fühlt sich angenehm an, der Titel hebt sich haptisch wie optisch vom übrigen Bild ab. All das spricht dafür, dass das Buch als Geschenk eine gute Wahl darstellt. Der Inhalt steht dem Äußeren im nichts nach. Sehr gut gefiel mir die Haltung des Autors. Er geht kritisch mit der Handhabe der Echtheit um und empfiehlt auch den Lesern und Kunstkäufern dies zu tun. „Zu viel Vertrauen in die Aussagen anderer kann in die Irre führen.“ S. 252. Das einzige, was mich etwas gestört hat: Vieles wirkte eher angerissen. Einige Themen, die mich besonders interessierten, waren recht kurz abgehandelt. An sich ist verständlich, denn sonst wäre es ein Foliant von mehreren hunderten Seiten geworden, wenn man alles in aller Ausführlichkeit behandelt hätte. Bloß die Meinung des Autors zu einigen Punkten habe ich manchmal vermisst. Fazit: Besonders für Kunst- und Kunstgeschichteliebhaber dürfte es eine spannende wie aufschlussreiche Lektüre sein. Selbst die ausgewiesenen Kenner werden das eine oder das andere für sich neu entdecken können. Aber auch für diejenigen, die gute Geschichten aus dem Leben mögen, ist es eine unterhaltsame Lektüre. Ein gelungenes und lehrreiches Werk, das ich gerne gelesen habe und gut weiterempfehlen kann.

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Spannendes Sachbuch mit hohem Lerneffekt!
von Jennifer aus Stadtroda am 10.09.2015

Ich habe mir dieses Buch seit der beeindruckenden 3Sat-Reportage über Wolfgang Beltracchi herbeigesehnt. Das Inhaltsverzeichnis erzeugt Spannung, weil es allein auf die Beweggründe der Fälscher abzielt, die teilweise an die sieben biblischen Todsünden erinnern ;-) Es geht um Themen wie Ruhm, Macht, Kriminalität und Genie. Dabei wird der Leser peu à... Ich habe mir dieses Buch seit der beeindruckenden 3Sat-Reportage über Wolfgang Beltracchi herbeigesehnt. Das Inhaltsverzeichnis erzeugt Spannung, weil es allein auf die Beweggründe der Fälscher abzielt, die teilweise an die sieben biblischen Todsünden erinnern ;-) Es geht um Themen wie Ruhm, Macht, Kriminalität und Genie. Dabei wird der Leser peu à peu an die Materie herangeführt, ohne mit Fachbegriffen überschüttet zu werden. Man lernt, dass das Fälschen keine Erfindung der Neuzeit ist, sondern bereits in der Antike ein einträgliches Business gewesen ist. Die im Buch aufgeführten Fälscher haben sich größtenteils mit Künstlern der Moderne beschäftigt, weil das dafür nötige Equipment (Farben, Holz etc.) noch vorhanden war und nicht extra hergestellt werden musste. Gern hat man auch mithilfe von Chemikalien Bilder oder auch Skulpturen auf alt getrimmt, was mich fasziniert hat. Zudem werden die Begrifflichkeiten "Fällschung", "Verfälschung" usw. definiert. Mich haben vor allem die Menschen hinter den sog. "Verbrechern" interessiert, denn eines steht fest, wer ein Bild erfolgreich fälschen will, muss selbst immenses Talent besitzen. Viele fälschten, um bekannt zu werden oder die Kunstexperten bewusst zu linken. Letzteres fand ich besonders amüsant, weil die sogenannte Kennerschaft ad absurdum geführt wurde. Die einzelnen kurzweiligen Künstlerporträts der Leseprobe lesen sich sehr frisch und sind unterhaltsam, weil auf eine klare und pointierte Sprache gesetzt wurde. Auf Nebensächlichkeiten, die das Buch künstlich aufblähen und daher viele Sachbücher bisweilen aufweisen, wurde verzichtet - danke! Zudem empfinde ich die Einbindung der Gemäldefotografien als sehr gelungen. Auf diese Weise kann der Leser sich schnell in Künstler und Werk hineinversetzen. Ob Hebborn, Han van Meegern etc., allesamt sind sie interessante Persönlichkeiten, die ihr Handwerk, auch wenn es kriminell ist, aufs Beste verstehen. Vor allem Hebborn, der ein Buch über seine Fälschermethoden geschrieben hat, finde ich erwähnenswert, weil er bei seinen Fälschungen stets um Perfektion bemüht gewesen ist und nichts dem Zufall überließ. Auch der Anhang wurde gut aufbereitet. Hier kann man sich schnell über Quellen und wissenschaftliche Testmethoden für gefälschte Kunst (Röntgen bzw. UV-Methode etc.) informieren. Das Cover, das das berühmte Bild vom Mädchen mit dem Perlenohrgehänge zeigt, passt perfekt zum Sujet des Sachbuchs. Denn das berühmte Gemälde erscheint unfertig, so dass der Meisterfälscher noch Hand anlegen muss. Auch der Titel sticht durch die rosa Einfärbung vor dem dunklen Hintergrund gut hervor. Mein Lieblingszitat aus dem Buch: "Schlechte Künstler kopieren, gute stehlen." (Picasso) FAZIT Ein ungemein lesenswertes und aufschlussreiches Sachbuch, dessen besonderem Charme ich mich nicht entziehen konnte. So müssten gute Sachbücher immer sein!

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Mysteriös, skandalös und ein Hauch von Glamour
von Inge Weis aus Pirmasens am 31.08.2015

Noah Charney's Buch spielt in der Szene der Kunstfälscher, einer Welt des Scheins und des Betrugs. Diese Welt hatte sich bereits seit der Renaissance immer stärker entwickelt und zeigt in diesem Sachbuch ihre abstrusen Züge. Kunstwerke müssen nicht war sein, sie müssen wahr scheinen. Nach dieser Expedition durch die... Noah Charney's Buch spielt in der Szene der Kunstfälscher, einer Welt des Scheins und des Betrugs. Diese Welt hatte sich bereits seit der Renaissance immer stärker entwickelt und zeigt in diesem Sachbuch ihre abstrusen Züge. Kunstwerke müssen nicht war sein, sie müssen wahr scheinen. Nach dieser Expedition durch die Geschichte des Fälschens und durch die Beweggründe und Methoden der Fälscher ist es an der Zeit, den sozialen Kontext, in dem sie operieren, genauer unter die Lupe zu nehmen. Es scheint als wäre Kunstfälschung eine Straftat, die weder Opfer fordert noch jemanden schadet - oder wenigstens lediglich Wohlhabenden und gesichtslosen Institutionen. Eine Ansicht, die natürlich ein mediales Konstrukt ist, denn wir haben gesehen, wie wichtig es für die Wahrhaftigkeit der Zeitläufe ist, Fälscher in Schach zu halten und Fälschungen zu erkennen. Man führe sich nur einmal den Inhalt des vorliegenden Buches vor Augen. Alles wurde sorgfältig recherchiert, doch was, wenn einer der beschriebenen Fälscher reine Fiktion wäre? Wir tendieren dazu, das, was wir lesen, für bare Münze zu nehmen. In der Fälschung liegt zweifellos ebenso eine gewisse Kunstfertigkeit wie in cleveren Betrugs-und Täuschungsmanövern. Fälscher sind meistens erfolglose Künstler. Fazit:......Das Prinzip ist recht einfach, einem "echten" Monet, steht ein "falscher" gegenüber. Eine Übung für das "künstlerische" Auge, und wer weiß, wozu das Ganze einmal dienen soll... Also sei sie getäuscht. Geschickt verwebt der Autor die Betrugshandlung mit Exkursen zur Zeitgeschichte, detaillierten Schilderungen des Fälscherhandwerks und erhellenden Passagen über die Funktionsweisen des Kunstmarktes. Die Frage, die ihn dabei umtreibt und die er schlüssig beantwortet, lautet: Wie war es technisch und psychologisch möglich, dass ein mittelprächtiger Maler einige der bekanntesten Kunstkenner gleich mehrfach narren konnte. Bei vielen Fälschern, die in diesem Buch beschrieben werden, standen Rachegefühle hinter ihrer Hinwendung zum Fälschen, wobei diesem ersten Impuls weitere Beweggründe folgten. Teils Posse, teils der Ausdruck der Verachtung des Establishments, teils ein Test der eigenen Fähigkeiten, ist Rache für diese Fälscher ein Gericht, das man am besten bei Auktionen serviert. Mysteriös, skandalös und ein Hauch von Glamour: Die Geschichte der Kunstfälschung ist vollgepackt mit realen Krimis. Man erkennt daß Spannung und Humor sich in diesem Sachbuch die Hand geben. Es enthält so viele Informationen über Kunstraub und Kunstfälschung, es sollte (scherzhaft gemeint) verboten werden. Eine rasante Geschichte sowie eine Hommage an die Kunst.

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Drum stehle, wer ein schlechter Künstler ist
von Die Art der Ida Gratias am 23.09.2015

"Wehe Dir, Betrüger und Dieb von fremder Arbeitsleistung und Einfällen,lass es Dir nicht einfallen, deine dreisten Hände an diese Werke anzulegen! Denn lass dir sagen, dass uns das Privileg durch den ruhmreichen Kaiser des hl. Römisches Reich, Maximilian, erteilt ist, dass niemand in Nachschnitten diese Bilder drucken oder gedruckt... "Wehe Dir, Betrüger und Dieb von fremder Arbeitsleistung und Einfällen,lass es Dir nicht einfallen, deine dreisten Hände an diese Werke anzulegen! Denn lass dir sagen, dass uns das Privileg durch den ruhmreichen Kaiser des hl. Römisches Reich, Maximilian, erteilt ist, dass niemand in Nachschnitten diese Bilder drucken oder gedruckt innerhalb des Reichsgebiets verkaufen darf. Solltest du aber in Missachtung oder aus verbrecherischer Habgier zuwiderhandeln, sei versichert, dass du nach Konfiskation deines Besitzes mit der schärfsten Strafe rechnen musste.", drohte schon 1511 der Maler und Grafiker Albrecht Dürer, dem die Ehre zu Teil wurde, dass seine Werke eine beliebte Fälschungsvorlage waren. Das er dies nicht umbedingt als Kompliment und Wertschätzung seines Könnens verstand, bezeugt dieser Ausspruch, den er dem Marienleben, einer Serie von Holzschnitten, beifügte. Das Vermarktungsgenie des 16. Jh. hatte zwar seine Drucke mit seinem stilisiertem Monogramm versehen, die sie als echt ausweisen sollten, was einen Grafiker namens Marcantonio Raimondi 1506 jedoch nicht davon abhielt dieses gleich mit zu kopieren. Ein talentiertes und zugleich schlaues Kerlchen, er hatte nämlich auch einer zu erwartenden Anklage wegen Kunstfälschung zuvorzukommen versucht, indem sein Werk bewusst in drei Punkten vom Dürer Original von 1503 abwich. Er hatte u.a. seine modifizierte Kopie mit seinem eigenem Monogram versehen, so konnte nicht zweifelsfrei bestimmt werden, ob es sich um eine böswillige Fälschung oder aber um eine sein Idol huldigende Hommage handelte. Dürer ging von ersterem aus und ließ den Mann in Venedig anklagen, das Urteil der venezianischen Autoritäten lautete: Hommage! Dürer solle sich doch geschmeichelt fühlen. Hätte er möglicherweise auch, wenn der Mann nur für die eigene Wanddekoration gefälscht hätte, aber Dürer war Geschäftsmann und die Fälschung traf weniger seine Ehre als sein Portemonnaie. Heute hätte Dürers Klage mehr Aussicht auf Erfolg nach seinem Geschmack, man würde Raimondis Variante als Rechtsverletzung betrachten, da sie im Wesentlichen das Original kopiert. Das Einfügen Dürers Monogramms würde als Irreführung interpretiert werden. Kopien als Originale auszugeben gilt als Verletzung des Markenrechts. Dieses Beispiel zeigt, dass Kunstfälschung kein neues Phänomen ist. Von der Antike bis zur Gegenwart gab und gibt es Menschen mit einem mehr oder minder großen künstlerischen Basistalent, die im Kopieren der Großen ihre Berufung sehen. Diesen Kunstfälschern, den bekannten Namen und den weniger bekannten, den großen Vorlagen und den manchmal täuschend echten Kopien, den Tatorten und Techniken und vor allem auch den Motiven, von denen es wie bei jedem Verbrechen verschiedenste gibt, geht einer der renommiertesten Kunstexperten, Noah Charney in seinem Buch Original Meisterfälscher Ego, Geld & Grössenwahn Verlag Christian Brandstätter erschienen, nach. Verbrechen sind spannend, so lange man selbst nicht das Opfer ist, und da sich die Anzahl der Monet Besitzer, trotz dessen Schaffenseifer, in überschaubaren Grenzen hält, sind es doch die anderen, die durch einen Meisterfälscher zu Schaden kommen. Da der Schaden auch nur ein geldwerter ist, den eh eine Versicherung übernimmt und es ja schließlich keinen Armen trifft, hält sich das Mitleid der oft schadenfrohen Masse mit dem Opfer meist in Grenzen. Der oft charmante Verbrecher hingegen wird oft sogar unverhohlen bewundert. So richtig kriminell ist es doch nicht ein Bild abzumalen, eine Skulptur nachzuschnitzen, wenn's doch keiner so richtig bemerkt hat. Kunst kommt doch von Können, wenn er es denn kann. Man bewundert den Kriminellen eher für seine Chuzpe, seinen Mut und sein Vermögen. Alle ausgetrickst hat er, der gerissene Hund, die Käufer und oft auch die Experten hat er an der Nase herumgeführt, wenn das keinen Applaus wert ist. Was treibt sie nun an, die verhinderten Picassos dieser Welt? Charney nimmt uns Leser mit in die Köpfe der Protagonisten dieses Krimis und nicht nur in die der Fälscher. Für ihn sind die Motive der Gejagten oft deckungsgleich mit denen der Jäger, den Kunstexperten, der Polizei und den Versicherungen. Er entwirft einem Profiler gleich Psychogramme von Menschen, deren Ego etwas Gigantomanisches hat, deren vor Stolz geschwellte Brust jeden Malerkittel sprengt und deren Wille zur Macht auch jedem despotischen Herrscher zu Ruhm und Ehre gereicht. In wunderbarem Plauderton legt der Autor dar, wie nah Genie und Wahnsinn nicht nur sprichwörtlich liegen! Es ist das bewundernswerte Vermögen des Kunsthistorikers Charney für das Wie, was es braucht, um dem raffiniertesten Fälscher auf die Schliche zu kommen, und für die erst einmal abschreckend wirkenden Fachtermini wie Dendrochronologie und Massenspektrometrie so verständliche Worte zu finden, dass sich auch der interessierte Laie nach der Lektüre als Kunstexperte fühlt. Zum Nachschlagen gibt es ein angehängtes Glossar. Nun sollte man meinen, dass die immer ausgefuchsteren Verfahren den Fälscher zu entlarven, ihn in die Defensive rückt, doch dem ist nicht so, dass Katz und Maus Spiel geht weiter und die Maus schlägt perfide zurück, mit dem "Kunstfälschers Handbuch". Wer nun doch dem Fälschertum den Rücken kehren möchte, dem sei das Picasso Wort mit auf den zukünftige Berufsweg gegeben: Schlechte Künstler kopieren, gute stehlen. Für mich ein Buch voller Wissen und spannender Geschichten. Das dieses Buch auch ein wunderschönes Buch ist, braucht man fast nicht erwähnen, dafür steht wie einst bei Dürer die Signatur, der Verlagsname Christian Brandstätter.

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Nicht nur ein Buch für Kunstliebhaber, denn hier werden auch Facetten dargestellt, die darüber hinausreichen
von einer Kundin/einem Kunden am 19.09.2015

Der Autor befasst sich mit den unterschiedlichsten Meisterfälschern und das mit einer Tiefe, die seinesgleichen sucht. Zudem liefert er kostbare Zusatzinformationen in Form von zahlreichen Anmerkungen und Verweisen. Ausserdem stellt er weitere Lektüren zum Thema vor, die er in der Auswahlbiografie kundtut. Noah Charney ist anzumerken, dass er bei diesem... Der Autor befasst sich mit den unterschiedlichsten Meisterfälschern und das mit einer Tiefe, die seinesgleichen sucht. Zudem liefert er kostbare Zusatzinformationen in Form von zahlreichen Anmerkungen und Verweisen. Ausserdem stellt er weitere Lektüren zum Thema vor, die er in der Auswahlbiografie kundtut. Noah Charney ist anzumerken, dass er bei diesem Thema "voll im Element" ist und das spiegelt sich sehr lebendig, klar und deutlich in seiner Ausdrucksweise wider. Er befasst sich mit den Grundmotiven der Meisterfälscher für deren Taten und so ist das Buch auch eingeteilt. Deshalb finden hier das Genie, der Stolz, die Rache, der Ruhm, die Kriminalität, der Opportunismus, das Geld und die Macht neben dem Fazit und den Anmerkungen Platz. Was ich auch noch sehr interessant finde, ist, welche unterschiedlichen Testmethoden wie eingesetzt werden und zum Tragen kommen. Das Buch ist mit vielen Abbildungen, die es lebendig gestalten, bestückt und oft werden auch Original und Fälschung nebeneinander postiert. Mein Fazit: Nicht nur ein Buch für Kunstliebhaber, denn hier werden auch Facetten dargestellt, die darüber hinausreichen

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Die Welt möchte getäuscht werden
von LinaLiestHalt am 01.09.2015

Ebenso lange, wie es Künstler gibt, gibt es auch die Fälscher, die von ihrem Ruhm profitieren und ihnen in Sachen Kunstfertigkeit und Talent in nichts nachstehen. Dieses informative Sachbuch entführt uns in die Welt der Meisterfälscher, deren faszinierende Geschichten meist genauso spannend sind wie die Kunstwerke, die sie kopieren. Von... Ebenso lange, wie es Künstler gibt, gibt es auch die Fälscher, die von ihrem Ruhm profitieren und ihnen in Sachen Kunstfertigkeit und Talent in nichts nachstehen. Dieses informative Sachbuch entführt uns in die Welt der Meisterfälscher, deren faszinierende Geschichten meist genauso spannend sind wie die Kunstwerke, die sie kopieren. Von der Geschichte unserer Kultur und der sie begleitenden Kunstfälschung ausgehend, werden wir in komplizierte Welt der Entlarvung einer Fälschung entführt: Eine Wissenschaft, die sich stets weiterentwickelt, wodurch bei immer mehr Bildern berühmter Meister, die in unseren Museen hängen, die Echtheit angezweifelt werden kann. Besonders spannend sind aber die wahren Geschichten berühmter Kunstfälscher, ihre List und ihre Dreistigkeit, mit denen sie die Kunstwelt jahrelang hinters Licht führen konnten. Durch sie wird einem der Irrsinn des Kunsthandels mit fiktiven Werten bewusst. Dieses beeindruckende Buch eignet sich hervorragend als Geschenk für den Kunstinteressierten. Ich hätte mir lediglich ein paar mehr Abbildungen gewünscht.

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