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Quintus in Gefahr

Roman

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Quintus hat in Rom Fuss gefasst. Als unentbehrliche Hand des Pollius Valerianus arbeitet er in dessen angesehenem Buchladen. Eines Abends wird er überfallen, in einen Reisewagen gezerrt und entführt. Könnte das etwas mit den geheimnisvollen Vorgängen im Haus seines vornehmen Freundes Aulus zu tun haben oder mit Caesar, der Gerade den Rubikon überschritten hat und auf Rom zumaschiert?



Mehr von Quintus bei dtv junior in ›Quintus geht nach Rom‹ und ›Quintus setzt sich durch‹
Portrait
»Das Wissen um unsere Wurzeln in der Antike schwindet, nicht nur an den Schulen. Darum sehe ich meine Aufgabe auch darin, Brücken zu schlagen vom Damals zum Heute, vom Heute zum Damals. Wir sind nun einmal die Erben Roms.«

Der 1937 geborene Hans Dieter Stöver hat sich diesem Erbe verschrieben. Schon in jungen Jahren weckt die Mutter sein Interesse für die Antike: In der unmittelbaren Nachkriegszeit, auf langen Fussmärschen zu Tauschgeschäften in der nächstgelegenen Stadt erzählt sie ihrem Sohn aus historischen Romanen, die sie selbst gerade liest. Der Grundstein ist gelegt: Während seiner Schulzeit faszinieren Stöver die ›Griechischen und römischen Heldenleben‹ von Plutarch und Filme wie ›Ben Hur‹ oder ›Quo vadis?‹. Die Liebe zu den antiken Stoffen beeinflusst Stöver schliesslich auch in der Wahl seiner Studienfächer: Zuerst studiert er Pädagogik in Bonn, danach Alte Geschichte, Altertumskunde, Neuere Geschichte und Kunstgeschichte in Köln.

Nach dem Studium arbeitet er von 1964 bis 1994 als Lehrer. Ausserdem verfasst er für den WDR Hörspiele und Features zu kulturgeschichtlichen Themen. Diese pädagogischen und journalistischen Erfahrungen tragen viel zum Erfolg seiner Bücher bei, die bezeichnenderweise immer wieder mit dem Begriff des Edutainment in Zusammenhang gebracht werden. Über 30 Titel sind seit 1976 erschienen: Sachbücher, Jugend- und Kriminalromane – allesamt angesiedelt in der römischen Welt.

Seinen durchschlagenden Erfolg als Autor verdankt Stöver massgeblich der Quintus-Trilogie, einer Romanfolge, die den jugendlichen Leser – anhand der turbulenten Karriere des jungen, bibliophilen Quintus – direkt in das Rom der Caesar-Ära führt. Nicht weniger lebendig erscheint diese Epoche, wenn Stöver sie in Sachbuch-Form darstellt: ›Drei Tage in Rom. Land- und Stadtleben zur Zeit Caesars‹ (dtv junior 79512) ist eine fakten- und anekdotenreiche, liebevoll illustrierte Alltagsgeschichte. Überhaupt sind es meistens die individuellen Schicksale, die Stöver zur Vermittlung historischer Zusammenhänge heranzieht. So stellt er z.B. in seinem Roman ›Das römische Weltwunder‹ (dtv junior 70385) den Bau des Kolosseums nicht nur aus fachkundiger Sicht eines römischen Bauunternehmers dar, sondern auch aus der seiner Tochter, die vor allem eines fürchtet: dass ihrem heimlichen Geliebten, dem Gladiator Verus, bei den Eröffnungsspielen etwas zustossen könnte. Und in der Piratengeschichte ›Die letzte Fahrt der Triton‹ gerät der Leser an der Seite der Protagonisten direkt zwischen die Fronten des Spartakusaufstandes.

Es sind vor allem die Begebenheiten des täglichen Lebens, in denen Stöver die vielfältigen Verbindungen zwischen damals und heute entdeckt: »Die Bewohner des römischen Riesenreiches hatten ähnliche Probleme zu meistern wie die Grossstädter von heute: Überbevölkerung ... Müllbeseitigung, Pfusch am Bau, Mietwucher, schleichende Inflation des Geldwertes (...)« So bieten sich dem Leser – quer durch die Jahrtausende – erstaunliche Identifikationsmöglichkeiten.

Heute lebt Hans Dieter Stöver in Rheinbach bei Köln, direkt an der römischen Wasserleitung. Seitdem er nicht mehr als Lehrer tätig ist, bleibt ihm mehr Zeit zum Schreiben ... und zum Komponieren, seiner zweiten grossen Leidenschaft. Auch hier lässt ihn die Antike nicht los: So vertonte er kürzlich die ›Odyssee‹ an seinem Syntheziser. Stöver ist übrigens überzeugt, dass sein Hang zur Musik einen starken Einfluss auf sein Schreiben hat, dass sich sein Gefühl für musikalische Strukturen erzählerisch in der Komposition dramatischer Situationen und dem Rhythmus der Sprache widerspiegelt.

Dass ihm irgendwann der antike Stoff ausgehen könnte, fürchtet er nicht: »Die Geschichte Roms ist kein monolithischer Block, sondern ein vielschichtig sich entwickelndes Gebilde, in stetem Wandel begriffen. Es gibt Brüche, wie heute, und innerhalb eines Jahrzehnts kann sich die Welt mehr verändern als zu anderen Zeiten in Jahrhunderten.«


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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 328
Altersempfehlung 10 - 15
Erscheinungsdatum 01.09.1991
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-70236-2
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 190/135/27 mm
Gewicht 320
Abbildungen Illustriert
Auflage 11. Auflage
Buch (Taschenbuch)
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Entführung im nächtlichen Rom
von einer Kundin/einem Kunden am 06.08.2016

Das Antike Rom im Jänner des Jahres 50 vor Christus. Quintus und seine Famile haben alle versucht einen gut bezahlten neuen Arbeitsplatz zu finden, doch lediglich er selber und seine ältere Schwester haben es auch wirklich geschafft. Quintus ist in einer „Officina“ (Schreibstube) für einen Buchhändler (!) tätig. Seine... Das Antike Rom im Jänner des Jahres 50 vor Christus. Quintus und seine Famile haben alle versucht einen gut bezahlten neuen Arbeitsplatz zu finden, doch lediglich er selber und seine ältere Schwester haben es auch wirklich geschafft. Quintus ist in einer „Officina“ (Schreibstube) für einen Buchhändler (!) tätig. Seine ältere Schwester hat bei einer Bäckerei Unterschlupf gefunden und ist bald auch mit dem Bäckerssohn liiert. Aufgrund der Vorkommnisse im ersten Teil, „Quintus geht nach Rom“, hat die Familie um Quintus Cossinius Afer nun die Möglichkeit, ihrem im ersten Teil, aufgrund von Geldproblemen verlorenen römischen Gutshof wieder zu betreiben und zieht daher zurück in ihren Heimatort Caere. Quintus jedoch soll seine Ausbildung in Rom derweil alleine fortsetzen. Da seine Familie nicht mehr direkt in Rom wohnt, übersiedelt er in das Haus seines besten Freundes Aulus. Als er nun eines späten Abends auf dem Wege zu seinem Freund Aulus ist, wird er von zwei fremden Männern in einen Wagen gezerrt und enführt! Als am nächsten Morgen weder sein Griechischlehrer noch seine ältere Schwester wissen, wo dieser abgeblieben ist, heißt es schnell zu handeln! Als wäre das alles noch nicht genug, überschreitet Caesar zusammen mit ihm ergebenen Legionen den Rubicon (Fluss- und gleichzeitig Provinzgrenze) und marschiert auf Rom zu. Der römische Senat verwehrt ihm einen römischen Titel und die dazugehörigen Vollmachten, das kann und will Caesar so nicht dulden. Während sich die politische und militärische Lage zuspitzt, versuchen sein Freund Aulus, zusammen mit einigen anderen bekannten Personen aus dem ersten Teil, das Verschwinden von Quintus aufzuklären. Sie stoßen dabei auf eine Verschwörung in den höchsten Reihen des römischen Senats. Wie auch im ersten Teil erfährt man wieder sehr viel über römische Bräuche, Sitten, Städte und die römische Lebensweise. Ein wirklich leicht nachvollziehbares Buch. Könnte ich mir gut für einen Grundeinstieg in diese Materie auch für Wenigleser vorstellen. Auch wenn das Titelbild auf ein Kinderbuch schließen lässt, glaube ich dennoch, dass auch Erwachsene damit eine Freude haben werden. Hab ich in knapp drei Tagen ganz ausgelesen. Toll!!

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Verwechselte Entführung
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2013

Quintus geht bei dem angesehenen Buchhändler Pollius Valerianus in die Lehre und wird für seinen Lehrherrn bald unentbehrlich. Er wohnt bei der Familie seines besten Freundes Aulus, dem er einmal das Leben gerettet hat (1. Band „Quintus geht nach Rom“). Mit der Zeit bemerkt er, dass die Hausherrin offensichtlich... Quintus geht bei dem angesehenen Buchhändler Pollius Valerianus in die Lehre und wird für seinen Lehrherrn bald unentbehrlich. Er wohnt bei der Familie seines besten Freundes Aulus, dem er einmal das Leben gerettet hat (1. Band „Quintus geht nach Rom“). Mit der Zeit bemerkt er, dass die Hausherrin offensichtlich etwas verbirgt. Und dann wird Quintus eines Tages mit Aulus verwechselt und gewaltsam entführt. Doch was passiert, wenn dieses Versehen aufgedeckt wird? Und welchen Zweck verfolgen seine Entführer? Wie kann er der Familie seines Freundes helfen und wie kann er sich selbst befreien? Der zweite Band der „Quintus“-Trilogie legt noch etwas an Spannung zu. Dabei kommt aber auch die historische Genauigkeit nicht zu kurz. Man lernt viel über den römischen Alltag und die Gesellschaft, ohne sich anstrengen zu müssen. Hans Dieter Stöver hängt wie immer mehrere Seiten voll interessanter, gut recherchierter Hintergrundinformationen an. Insgesamt ein sowohl spannendes, unterhaltsames wie auch lehrreiches Buch, für Liebhaber der Antike oder einfach nur eines guten, abenteuerlichen Buches. Ich empfehle das Buch Jugendlichen ab 12 Jahren, aber auch Erwachsenen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Großartiger Quintus Band - vielleicht noch spannender als die beiden anderen. Außerdem toll in die römische Geschichte eingebunden. Sehr empfehlenswert.

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