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Ruhelos

Roman

(11)
Oxford, 1976. Ganz England stöhnt über die Hitze, doch Ruth Gilmartin ist vor allem um ihre Mutter besorgt: Ständig beobachtet Sally den Wald hinter ihrem Garten, das Telefon beantwortet sie nur nach vereinbartem Klingelsignal und das Haus verlässt sie — obwohl unversehrt — nur im Rollstuhl. Schließlich eröffnet sie ihrer Tochter, dass jemand sie töten wolle. Ihr wahrer Name sei Eva Delektorskaja und sie habe im Krieg als Spionin gearbeitet. Paris, 1939. Eva, eine schöne russische Emigrantin, wird von dem geheimnisvollen Lucas Romer für den britischen Geheimdienst angeworben. Sie soll die Arbeit ihres geliebten Bruders Kolja, der von den Nazis ermordet wurde, weiterführen. Unter Romers Anleitung wird sie zur perfekten Spionin ausgebildet, die schnell lernt, sich zu verstellen und — niemandem zu trauen. Ruhelos ist ein Spionageroman und literarisches Meisterwerk. Es vereint die emotionale Intensität eines Ian McEwan mit der Spannung eines John le Carré. William Boyd stellt die zutiefst beunruhigende Frage, wie gut wir einen Menschen jemals kennen können, und verwickelt den Leser in ein durchtrieben-doppelbödiges Spiel.
Portrait
William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den überragenden europäischen Erzählern unserer Zeit. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausgezeichnet. Im Berlin Verlag erschienen zuletzt »Ruhelos« (2007), »Einfache Gewitter« (2009), »Nat Tate« (2010), »Eine grosse Zeit« (2012) und der James-Bond-Roman »Solo«. William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

Chris Hirte hat u.a. Bücher von Jonathan Franzen, Alberto Manguel, Louise Erdrich und Don Winslow ins Deutsche übertragen. Er lebt in Berlin.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 26.04.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-0536-8
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 185/128/27 mm
Gewicht 272
Originaltitel Restless
Auflage 11. Auflage
Verkaufsrang 29.099
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Sind Sie sich sicher, dass Sie Ihre Mutter kennen?
von einer Kundin/einem Kunden am 16.02.2011

Mit der Mutter von Ruth Gilmartin stimmte etwas nicht. Sie fühlte sich verfolgt und benahm sich immer merkwüdiger. Erst erschien es Ruth lächerlich doch dann erklärte es plötzlich alles. Ihre Mutter wartatsächlich zu Zeiten des zweiten Weltkrieges eine Spionin gewesen. Aus Sally Gilmartin wurde Eva Delektorskaja oder umgekehrt... Mit der Mutter von Ruth Gilmartin stimmte etwas nicht. Sie fühlte sich verfolgt und benahm sich immer merkwüdiger. Erst erschien es Ruth lächerlich doch dann erklärte es plötzlich alles. Ihre Mutter wartatsächlich zu Zeiten des zweiten Weltkrieges eine Spionin gewesen. Aus Sally Gilmartin wurde Eva Delektorskaja oder umgekehrt könnte man sagen, den wer war Ihre Mutter den eigentlich? Stückchen für Stücken, Bröckchen für Bröckchen liefert ihre Mutter ihr ihre Geschichte und Ruth Gilmartin findet keine Ruhe mehr. William Boyd führt uns beinahe unmerklich zu der spannensten Spionagegeschichte die ich je gelesen habe. Ein fantstisches Buch!

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Spannung mit Stil
von einer Kundin/einem Kunden am 10.07.2010

Es gibt ihn nicht, den literarischen Agentenroman? Ha! Weit gefehlt! Mit diesem Titel halten Sie ihn in der Hand. Boyd liefert eine höchst gelungene Mischung aus literarischem Anspruch, psychologischem und Spannungs-Roman an. Eine faszinierende Geschichte, ein Urlaubsbuch, das nachhält. Einfach klasse!

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Geschichte mal ganz anders
von einer Kundin/einem Kunden am 10.05.2010

Dieses Buch ist nicht nur eine spannende Spionagegeschichte , sondern auch eine einfühlsame Mutter-Tochter-Geschichte, die unter die Haut geht. Mit literarischer Raffinesse erfärht man hier das Zusammenspiel von Kriegsspionage und den daraus erfolgenden Konsequenzen.

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Der Spion, den ich liebte ...
von Stefan Heidsiek aus Darmstadt am 25.04.2010

William Boyd bringt mit "Ruhelos" eine äußerst beklemmende, tiefgründige Geschichte auf Papier, die nicht nur sprachlich, sondern vor allem vom Aufbau her zu überzeugen weiß. Ihren Anfang findet sie im Jahre 1976, im beschaulichen Oxford. Es ist ein ungewöhnlich heißer Sommer, unter dem die Bevölkerung der Universitätsstadt zu leiden hat.... William Boyd bringt mit "Ruhelos" eine äußerst beklemmende, tiefgründige Geschichte auf Papier, die nicht nur sprachlich, sondern vor allem vom Aufbau her zu überzeugen weiß. Ihren Anfang findet sie im Jahre 1976, im beschaulichen Oxford. Es ist ein ungewöhnlich heißer Sommer, unter dem die Bevölkerung der Universitätsstadt zu leiden hat. Darunter befindet sich auch die allein erziehende Sprachenlehrerin Ruth Gilmartin mit ihrem Sohn Jochen, die sich zudem zunehmend Sorgen um die Gesundheit ihrer älter werdenden Mutter Sally macht. Diese hat sich nach einem Hausunfall in einen Rollstuhl setzen lassen und sucht nervös den angrenzenden Waldrand mit dem Fernglas ab. Ihr Haus verlässt sie kaum noch, Telefonanrufe nimmt sie nur nach vorher vereinbarten Klingelzeichen ab. Was Ruth anfangs für den Beginn von Altersdemenz hält, hat viel tiefer gehende Gründe. Eines Tages kommt die Überraschung: Sally eröffnet ihr, dass sie in Wirklichkeit Eva Delektorskaja heißt und eine ehemalige Spionin des britischen Geheimdienstes ist. Eine Spionin, die nun um ihr Leben fürchten muss... Was für ein Beginn, möchte man sagen, denn trotz einiger Zweifel hinsichtlich dieser konstruierten Eröffnung der Mutter, entfaltet das Buch im weiteren Verlauf eine schon fast unheimliche Sogwirkung. Boyd teilt nun die Geschichte in zwei Handlungsstränge auf und führt den Leser zurück in das Jahr 1939, wo die russische Emigrantin Eva, in Paris lebend, nach dem Tod ihres Bruders durch die Nazis, von dem mysteriösen Lucas Romer für den britischen Geheimdienst angeworben wird. Was folgt ist eine intensive Ausbildung in Schottland samt Einsätzen in Belgien, England und den USA. Das Ziel ihrer geheimen Unterabteilung des British Secret Service: Falschmeldungen zu lancieren, die die USA zum Eintritt in den Krieg bewegen sollen. Und dafür war den Engländern, die die letzte Bastion gegen Hitlers Armeen zu bilden schienen, jedes Mittel recht. Selbst wer sich politisch für die Ereignisse vor Pearl Harbour so gar nicht interessiert, wird sich dem zuspitzenden Plot, der facettenreichen Figur Eva und ihren Erlebnissen nicht entziehen können. Erzählt werden diese rückblickend durch Evas schriftliche Schilderungen, welche Ruth im Jahre 1976 mit ebenso wachsender Faszination zu lesen beginnt. Sie, die eigentliche Ich-Erzählerin, bleibt jedoch über weite Strecken ziemlich blass. Angedeutete eigene Verstrickungen, wie der Besuch Ludgers, der Bruder des deutschen Vaters von Jochen, der mit der Baader-Meinhof-Gruppe zu sympathisieren scheint, werden nicht ausgearbeitet und verlaufen im Sande. Ein Sturm im Wasserglas, den Boyd hier entfacht, weshalb man sich stets wieder auf Evas Erzählungen aus ihrem "ruhelosen" Leben freut. Das geschilderte Doppel- und Dreifachspiel der Agenten, die gezielten Seitenhiebe auf die Macht der Medien und der psychologische Unterbau samt überraschender Auflösung am Ende, sorgen dafür, dass dieser Roman nicht nur gut und kurzweilig unterhält, sondern man glaubt, einen völlig anderen Einblick in das Leben dieser Epoche erhalten zu haben. Insgesamt ist "Ruhelos" eine stets spannungsgeladene Geschichte, die trotz einiger, unübersehbarer Schwächen, den wehrlosen Leser zu fesseln vermag und eine Lanze für das sonst so abschätzig betrachte Genre des Spionage-Thrillers bricht. Das Katz und Maus-Spiel feindlicher Agenten kann sehr wohl literarisch und tiefgründig sein. Dieses Buch beweist es.

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Wer bist du wirklich?
von Corinna Müller aus Langenfeld (Rheinland) am 16.04.2010

Was geschieht, wenn man erfährt, dass die eigene Mutter nicht die Person ist, für die man sie immer gehalten hat? Genau diese Erfahrung muss Ruth Gilmartin im Sommer 1976 machen, als ihre Mutter Sally ihr beichtet, in Wirklichkeit Eva Delektorskaja zu sein und als Spionin im Zweiten Weltkrieg gearbeitet... Was geschieht, wenn man erfährt, dass die eigene Mutter nicht die Person ist, für die man sie immer gehalten hat? Genau diese Erfahrung muss Ruth Gilmartin im Sommer 1976 machen, als ihre Mutter Sally ihr beichtet, in Wirklichkeit Eva Delektorskaja zu sein und als Spionin im Zweiten Weltkrieg gearbeitet zu haben. Doch Sally konnte nie mit ihrer Vergangenheit abschließen und es scheint, als holten sie die Geister dieser Zeit wieder ein. Und es gibt nur einen Menschen, der ihr helfen und dem sie vertrauen kann: Ruth... William Boyd wurde 1952 in Ghana geboren und ist einer der bekanntesten Autoren der britischen Gegenwart. Er studierte Französisch in Nizza, Philosophie und Englisch an der Universität in Glasgow und promovierte am Jesus College in Oxford. Neben seinen unzähligen Romanen, schreibt er auch Drehbücher und Kurzgeschichten. „Ruhelos“ wurde ein internationaler Bestseller und zugleich mit dem Costa Novel Award 2006 ausgezeichnet. Und das zurecht. Es ist ein unglaublich spannender Spionageroman, der mit einer erfrischenden Leichtigkeit geschrieben ist und dabei nichts an Authentizität und Dramatik verliert.

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Die Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart...
von einer Kundin/einem Kunden am 07.02.2010

Ruth glaubt alles über ihre Mutter zu wissen. Sie ist etwas schrullig, aber als Ruth bemerkt, dass Sally ihre Umgebung observiert und sich "merkwürdige" Verhaltensweisen zulegt wird sie stutzig und beginnt sich Gedanken zu machen, ob ihre Mutter gar zum Pflegefall werden wird. Aber Sally hat für ihre Tochter... Ruth glaubt alles über ihre Mutter zu wissen. Sie ist etwas schrullig, aber als Ruth bemerkt, dass Sally ihre Umgebung observiert und sich "merkwürdige" Verhaltensweisen zulegt wird sie stutzig und beginnt sich Gedanken zu machen, ob ihre Mutter gar zum Pflegefall werden wird. Aber Sally hat für ihre Tochter eine Überraschung parat mit der keiner so gerechnet hat - Spionin mit neuer Identität. William Boyd läßt die Charaktere und Ereignisse sehr plastisch werden. Dieses Buch lädt ein immer weiter zu lesen und in die Welt von Eva - Sally einzutauchen. Ein spannendes Lesevergnügen, bei dem man sich manchmal fragt, ob die Mitmenschen um uns herum wirklich so sind wie sie scheinen...

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Psychologisch intensiver Spionagethriller
von einer Kundin/einem Kunden am 28.11.2011

Ruth erfährt im Sommer 1976, dass ihre Mutter Sally nicht die englische Mittelstandsehefrau ist, für die sie sie gehalten hat. Ihre Mutter ist russischer Herkunft und ihr wahrer Name Eva Delectorskaya; während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als Spionin für den britischen Geheimdienst und muss sich nun aus... Ruth erfährt im Sommer 1976, dass ihre Mutter Sally nicht die englische Mittelstandsehefrau ist, für die sie sie gehalten hat. Ihre Mutter ist russischer Herkunft und ihr wahrer Name Eva Delectorskaya; während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als Spionin für den britischen Geheimdienst und muss sich nun aus unerklärten Gründen verstecken. Während die beiden Hauptfiguren Ruth und Eva immer tiefer in den Sog der Ereignisse gezogen werden, gerät der Leser nie in Gefahr, den Überblick zu verlieren, denn der Roman ist erstaunlich leicht und präzise geschrieben, in einer fließenden, klaren Sprache. "Ruhelos" ist eine absolut spannende und zum Nachdenken anregende Geschichte. Sehr geeignet zum ruhelosen Schmökern!

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Ruhelose Nächte
von einer Kundin/einem Kunden am 11.01.2010

Ein hochspannender Spionage-Roman a là John le Carré, der gekonnt die zeitgenössische mit der historischen Perspektive verknüpft. Literarisch erstklassig und unbedingt lesenswert!

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Eine Spionagegeschichte
von Alexandra Zander aus Köln am 20.08.2010

Ruth Gilmartin wundert sich über die sichtbaren Veränderungen ihrer Mutter Sally und staunt nicht schlecht, als diese ihr via Briefe offenbart eine Spionin namens Eva Delektorskaja zu sein. Der Leser erfährt zeitgleich mit Ruth die Wahrheit über Sally und wird von Boyd geschickt in eine Spionagegeschichte verwickelt. Willam Boyd muss... Ruth Gilmartin wundert sich über die sichtbaren Veränderungen ihrer Mutter Sally und staunt nicht schlecht, als diese ihr via Briefe offenbart eine Spionin namens Eva Delektorskaja zu sein. Der Leser erfährt zeitgleich mit Ruth die Wahrheit über Sally und wird von Boyd geschickt in eine Spionagegeschichte verwickelt. Willam Boyd muss man einfach mal lesen und wirken lassen!

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Spannend, aber...
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Das Buch handelt von Sally Gilmartin und ihrer „Karriere“ als Spionin. Eines Tages im Jahre 1976 erzählt Sally Gilmartin ihrer Tochter Ruth von ihrem damaligen Leben als Spionin für die Briten. Eigentlich heißt Sally Eva Delektorskaja und ist in Russland geboren. Der Roman ist in zwei Erzählstränge im Wechsel... Das Buch handelt von Sally Gilmartin und ihrer „Karriere“ als Spionin. Eines Tages im Jahre 1976 erzählt Sally Gilmartin ihrer Tochter Ruth von ihrem damaligen Leben als Spionin für die Briten. Eigentlich heißt Sally Eva Delektorskaja und ist in Russland geboren. Der Roman ist in zwei Erzählstränge im Wechsel aufgebaut. Jedes Kapitel beginnt mit dem Erzählstrang der Tochter in der Ich-Perspektive. Ruth ist Mitte zwanzig und hat einen Sohn namens Jochen. Sie ist dabei ihre Doktorarbeit zu schreiben, bisher aber ohne viel Erfolg. Ihren Lebensunterhalt bestreitet sie mit privaten Englischkursen, die sie gibt. Die Person der Ruth ist meines Erachtens unrealistisch. Reaktionen auf bestimmte Gegebenheiten sind sehr konstruiert und nicht glaubwürdig oder auch oberflächlich. Manche Taten oder Gedanken von Ruth sind unnötig für die Handlung, ich habe mich des Öfteren gefragt, welche Rolle die eine oder andere Tat oder Gedanke seitens Ruths spielt. Die gesamte Geschichte um Ruth hätte Boyd weglassen können… Ganz anders der zweite Erzählstrang um Eva Delektorskaja, der in den Jahren 1939 – 1941 spielt. Die erste Begegnung zwischen Romer und Eva wird beschrieben, ihre Ausbildung in der „Schule des Geheimdienstes“, ihre Zeit in den Niederlanden bis zu ihrem ersten richtigen Auftrag in Prenslo. Weiter geht es in Amerika bis zu einem fatalen Auftrag in Mexiko, der ihr Leben und ihre Beziehung zu Romer verändert. Auch wenn mir der zweite Erzählstrang weitaus realistischer erscheint, habe ich mich oft gefragt, inwieweit Geheimdienste versuchen politische Gegebenheiten zu beeinflussen. Irgendwie beängstigend… Boyd schreibt auf sehr nüchterne und unverblümte Weise. Sein Schreibstil ist sehr angenehm und sehr flüssig. Dies ist mein erster Roman, den ich von Boyd gelesen habe und trotz meiner mittelmäßigen Bewertung nicht mein letzer…

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Ruths Mutter eröffnet ihr eines Tages aus heiterem Himmel, dass sie während des 2. Weltkrieges eine für den britischen Geheimdienst tätige Spionen war und ihr richtiger Name Eva Delektorskaja ist. Ruth zweifelt zuerst am Verstand ihrer Mutter, doch während sie sich in deren Aufzeichnungen vertieft, erkennt sie nach und... Ruths Mutter eröffnet ihr eines Tages aus heiterem Himmel, dass sie während des 2. Weltkrieges eine für den britischen Geheimdienst tätige Spionen war und ihr richtiger Name Eva Delektorskaja ist. Ruth zweifelt zuerst am Verstand ihrer Mutter, doch während sie sich in deren Aufzeichnungen vertieft, erkennt sie nach und nach deren Wahrheitsgehalt. Die eigentliche Handlung in Ruhelos ist die Geschichte der Eva Delektorskaja und diese ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Beginnend mit der Ausbildung zur Spionin, über erste harmlose Aufträge bis hin zu verantwortungsvollen Aufgaben, die den Kriegsverlauf zwischen den Supermächten beeinflussen, begleitet man Eva atemlos bei ihrer gefährlichen Tätigkeit. Für mich war dieser Teil des Buches absolut lesenswert und informativ. Den Leser erwartet hier aber keine Effekthascherei, sondern eine psychologisch gut ausgearbeitete Story mit eher subtiler Spannung, weshalb Fans von Dan Brown & Co. besser die Finger von diesem Roman lassen sollten. Schade finde ich, dass die Rahmenhandlung mit Ruth als Hauptperson recht blass und ereignislos daherkommt. Der Kontrast zwischen der spannenden Agentenstory der Mutter und dem todlangweiligen Dasein der Tochter vermiest einem ein bisschen das Lesevergnügen, man hätte diesen Erzählstrang auch ganz weg lassen können und dafür die Spionagestory mehr ausbauen.

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Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, eine Frau voller Geheimnisse!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein herausragendes Werk! Die Stimmung, die Boyd von der ersten Seite an erzeugt, ist unnachahmlich und nimmt sofort gefangen. Ein literarischer Krimi auf hohem Niveau.

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