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Runa

Roman

(14)
"Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben."
Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis …
Rezension
"Vera Buck hat aus authentischen Rahmenbedingungen einen Roman konstruiert, der so fesselnd wie lehrreich ist." FOCUS Online
Portrait
Vera Buck, geboren 1986, studierte Journalistik in Hannover und Scriptwriting auf Hawaii. Während des Studiums schrieb sie Texte für Radio, Fernsehen und Zeitschriften, später Kurzgeschichten für Anthologien und Literaturzeitschriften. Nach Stationen an Universitäten in Frankreich, Spanien und Italien lebt und arbeitet Vera Buck heute in Zürich.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 608
Erscheinungsdatum 24.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8090-2652-5
Verlag Limes Verlag
Maße (L/B/H) 221/141/48 mm
Gewicht 806
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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Das Buch ist der "Wahnsinn"!
von einer Kundin/einem Kunden am 02.09.2015

Dieser Roman spielt in Paris 1884. In einer neurologischen Abteilung werden Versuche an Patientinnen durchgeführt. Eines Tages kommt das kleine Mädchen Runa in diese Klinik. Sie spricht auf keine dieser „Behandlungen“ an. Deshalb erklärt sich der Medizinstudent Jori bereit, ihr den „Wahnsinn aus dem Gehirn“ zu schneiden. Ein sehr... Dieser Roman spielt in Paris 1884. In einer neurologischen Abteilung werden Versuche an Patientinnen durchgeführt. Eines Tages kommt das kleine Mädchen Runa in diese Klinik. Sie spricht auf keine dieser „Behandlungen“ an. Deshalb erklärt sich der Medizinstudent Jori bereit, ihr den „Wahnsinn aus dem Gehirn“ zu schneiden. Ein sehr schockierender Roman über die Zustände in einer Psychiatrie zur damaligen Zeit.

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1 0
Lieber tot als verrückt
von einer Kundin/einem Kunden am 20.08.2015

Vera Buck gewährt einen gnadenlosen Blick hinter die Kulissen der Psychiatrie am Ende des 19.Jahrhunderts. Fesselnd, verstörend und sehr nachhaltig. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Sehr gut.

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Die düsteren Anfänge der neurologischen Forschung
von einer Kundin/einem Kunden am 08.01.2016

Vera Buck ist mit ihrem Erstlingswerk ein unglaublich spannender, aber auch schockierender Roman über die Anfänge der neurologischen Forschung gelungen. Spannend verknüpft die Autorin die Geschichte der jungen Runa mit historischen Fakten und fesselt den Leser so bis zum Ende. Teilweise wird die Geschichte schon sehr düster, da die Anfänge... Vera Buck ist mit ihrem Erstlingswerk ein unglaublich spannender, aber auch schockierender Roman über die Anfänge der neurologischen Forschung gelungen. Spannend verknüpft die Autorin die Geschichte der jungen Runa mit historischen Fakten und fesselt den Leser so bis zum Ende. Teilweise wird die Geschichte schon sehr düster, da die Anfänge der neurologischen Forschung noch sehr primitiv und brachial waren. Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt, wird mit einem interessanten Roman belohnt, der zeitgleich einem aber auch noch dieses düstere Kapitel der neurologischen Forschung näher bringt.

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Fesselnde Medizingeschichte
von NiWa aus Euratsfeld am 30.12.2015

Paris 1884. Das Hôpital de la Salpêtrière verfügt über die modernste neurologische Abteilung von ganz Europa. Hier wird Medizingeschichte geschrieben, hier geben sich die ganz Großen gegenseitig die Klinke in die Hand, hier führt der berühmte Arzt Charcot seine wissenschaftlichen Kunststücke in gut gefüllten Hörsälen vor. Und Jori Hell... Paris 1884. Das Hôpital de la Salpêtrière verfügt über die modernste neurologische Abteilung von ganz Europa. Hier wird Medizingeschichte geschrieben, hier geben sich die ganz Großen gegenseitig die Klinke in die Hand, hier führt der berühmte Arzt Charcot seine wissenschaftlichen Kunststücke in gut gefüllten Hörsälen vor. Und Jori Hell sieht seine Chance bei Charcot seine Dissertation zu schreiben, um den ersehnten Doktorgrad zu erlangen, indem er den Wahnsinn aus dem Kopf der Patientin Runa schneidet. Der Protagonist Jori ist Arzt und hat für seine Dissertation die berühmteste Klinik Europas gewählt, die Salpêtrière. Hier regieren die Ansichten von Charcot, hier zeigt der bekannte Neurologe seine Kunststücke an hysterischen Patienten im Hörsaal vor und hier findet man, neben einer aufstrebenden Masse junger Ärzte, große Namen, die gebannt an den Lippen des Klinikleiters hängen. Vera Buck hat mich gemeinsam mit Jori in den Hörsaal gesetzt, hier haben wir Charcots Darbietung bestaunt, vor Ekel den Mund verzogen oder vor Staunen aufgerissen. Ich hatte tatsächlich das Gefühl, als würde ich dem Spektakel persönlich beiwohnen, habe mich wissbegierig mit Jori umgesehen und dabei u.a. die Herren de la Tourette (Tourette-Syndrom) und Pasteur (pasteurisieren) entdeckt. Der Aufbau der Geschichte entspricht einer wissenschaftlichen Arbeit, also dem Forschungsprozess, wie er sich seit damals nicht verändert hat. Entdeckungen bringen Nachforschungen mit sich, münden in Hypothesen, sind von Komplikationen durchzogen und werden im günstigsten Fall zur Veröffentlichung gebracht. Daneben wirft die Autorin weitere Handlungsstränge auf. Man stellt gemeinsam mit einem ehemaligen Polizisten Nachforschungen an und erlebt die Ereignisse durch einen Jungen, der sich unabsichtlich in Verstrickungen rund um die Salpêtrière begibt. Denn Runa hat in ihrer geistigen Umnachtung in halb Paris Botschaften hinterlassen, die nicht nur bei den Medizinern Interesse wecken. Ungeschönt beschreibt die Autorin die Zustände in der Salpêtrière, die damals gang und gäbe waren und stellvertretend für den Umgang mit geistig erkrankten Menschen im Namen der Wissenschaft stehen: „Die Salpêtrière mochte die berühmteste Klinik in ganz Frankreich sein. Sie mochte die modernste sein. Doch nichts konnte über die Tatsache hinwegtäuschen, dass inmitten dieser Modernität rund 4000 Kranke, Alte und Verrückte lagen, die jammerten, weil sie starben, oder heulten, weil sie noch lebten.“ (S. 35) Die Salpêtrière hat Medizingeschichte geschrieben. Undenkbar, wo die heutige Neurologie wäre, wären die damaligen Forscher nicht über Leichen gegangen. Vera Buck zeigt auf eindrucksvolle Weise, welcher Preis für die medizinischen Errungenschaften der Gegenwart bezahlt wurde, welche Opfer gebracht wurden und welche Scheußlichkeiten sich hinter verschlossenen Türen ereigneten. Und die Autorin gibt diesen Gräueltaten einen Namen und ein Gesicht: „Runa“, eine Stellvertreterin für die tausenden von alten, kranken und falsch behandelten Patienten, die in der kultivierten Salpêtrière unter dem Deckmantel des medizinischen Fortschritts das Grauen der Moderne ertragen mussten. Wer sich für die Irrungen, Wirrungen und Errungenschaften der Medizin interessiert, einen starken Magen hat und das Grauen hinter den Wänden der Salpêtrière ertragen kann, wird hier auf ein fesselndes Werk stoßen, das mir ausgezeichnet gefallen hat. © NiWa

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Runa
von Mel aus Hiddenhausen am 10.11.2015

Erstmal muss ich sagen, dass sich das Buch in keine Sparte stecken lässt. Ist es ein Thriller? Nicht ganz. Ein Tatsachenbericht? Nur halb. Und Fantasy?Nun ja... Von allem ein bisschen ist in Runa enthalten, vielleicht hat es mir gerade wegen diesem ganzen Mischmasch so gut gefallen und wegen dem... Erstmal muss ich sagen, dass sich das Buch in keine Sparte stecken lässt. Ist es ein Thriller? Nicht ganz. Ein Tatsachenbericht? Nur halb. Und Fantasy?Nun ja... Von allem ein bisschen ist in Runa enthalten, vielleicht hat es mir gerade wegen diesem ganzen Mischmasch so gut gefallen und wegen dem Schauplatz, dem voll gestopften, dreckigen Paris um 1884. Zu der Zeit, als die Versuche an geistig gestörten Menschen noch vollends legitim und verbreitet waren und man schleunigst für Nachschub von psychisch kranken Insassen sorgen musste. Der Schreibstil von Vera Buck hat mir sehr zugesagt, spannend vermischt sie eine fiktive Geschichte mit medizinischem Hintergrundwissen, dazu kamen die Charaktere sehr sympathisch rüber. Ein Buch, welches mit ein paar unbeantworteten Fragen vielleicht noch Raum für eine Fortsetzung lässt. Mein Fazit: Gelesen und nicht bereut! Runa ist halb Thriller, halb Mystery, halb Medizin-Pschyrembel. Alles zusammen ergibt es ein tolles Buch.

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Eines der interessantesten Bücher des Jahres
von PMelittaM aus Köln am 10.11.2015

Ende des 19. Jahrhunderts hat in der Pariser Salpêtrière der Neurologe Jean-Martin Charcot das Sagen. Er gilt als Kapazität und zieht viel versprechende Studenten und junge Ärzte, wie etwa Georges Gilles de la Tourette an. Seine Dienstagsvorlesungen, zu denen auch normale Pariser Bürger Zutritt haben, sind gut besucht, denn... Ende des 19. Jahrhunderts hat in der Pariser Salpêtrière der Neurologe Jean-Martin Charcot das Sagen. Er gilt als Kapazität und zieht viel versprechende Studenten und junge Ärzte, wie etwa Georges Gilles de la Tourette an. Seine Dienstagsvorlesungen, zu denen auch normale Pariser Bürger Zutritt haben, sind gut besucht, denn hier führt er seine Patientinnen vor – und macht eine große Show daraus, führt z. B. Anfälle herbei. Johann Richard Hell, Jori genannt, ein junger Schweizer Medizinstudent, ist nach Paris gekommen, um Heilung für seine Freundin Pauline zu finden. Als das Mädchen Runa in die Salpêtrière eingeliefert wird, glaubt er, durch sie eine Möglichkeit gefunden zu haben. Allerdings ist Runa eine besondere Patientin, die nicht nur Joris Leben durcheinander wirbelt. Monsieur Lecoq, ehemaliger Mitarbeiter der Sûreté, ist auf der Suche nach der Ehefrau eines Bekannten. Dabei fallen ihm immer öfter merkwürdige Schriftzeichen auf. Hat jemand in ganz Paris Nachrichten hinterlassen? Doch was bedeuten sie und in welchem Zusammenhang stehen sie mit mehreren Todesfällen? Vera Buck hat einen sehr komplexen Roman erschaffen, der nicht nur in das Paris des 19. Jahrhunderts führt, sondern auch ein Stück Medizingeschichte aufzeigt, das heute regelrecht gruselig anmutet. Der Roman ist nicht leicht zu lesen. Nicht nur die Thematik, die Zurschaustellung der Patientinnen, die Therapien an und die Versuche mit ihnen, die Diagnostiken, die Frauen, die sich nicht gesellschaftlich angepasst benehmen, als psychisch krank abstempeln, ist heftig und schockiert, auch die Art der Erzählung mit vielen Handlungssträngen, die zunächst scheinbar wenig miteinander zu tun haben und oft Rätsel aufgeben (am Ende aber zufriedenstellend ineinanderlaufen), lässt ein Zwischendurchlesen nicht zu, man muss den Roman sehr konzentriert lesen. Dazu kommt, dass der Roman wenig Hinweise gibt auf das tatsächliche historische Geschehen, auf die auftretenden historischen Persönlichkeiten, auf tatsächliche medizinische Gegebenheiten. Man muss viel selbst recherchieren, was per se nicht schlecht ist, aber ein Personenverzeichnis (mit Angabe der historischen Persönlichkeiten und Hintergrundinformationen zu ihnen) sowie ein Glossar oder ein ausführlicheres Nachwort, das mehr Informationen über Fiktion und Wirklichkeit enthält, wäre schön gewesen, ebenso wie eine Karte, um die einzelnen Handlungsorte einordnen zu können. Immerhin enthält das Buch eine Bibliographie für weiterführende Lektüre. Schwierig finde ich auch mitunter die zeitliche Einordnung der Geschehnisse. Findet alles in einer Zeitlinie statt oder ist diese oder jene Storyline eine Rückblende? Da hätte es geholfen, wären Zeitangaben eingesetzt worden, oder wenigstens die Rückblenden gekennzeichnet worden (z. B. mit „ Drei Jahre vorher“). So musste man sich weitere Fragen stellen, die unnötig gewesen wären. Trotz seiner Komplexität lässt sich der Roman gut lesen, man muss sich einfach nur auf ihn einlassen. Er macht neugierig darauf, wie alles zusammenhängt und gespannt darauf, ob gewisse Ereignisse eintreten werden. Auch miträtseln kann man, mitzittern sowieso. Sehr gut hat mir gefallen, dass Vera Buck trotz des Themas auch immer wieder, wenn auch etwas speziellen, Humor in ihren Roman einflicht und damit wunderbare Sätze kreiert, die mich zum Schmunzeln bringen, z. B.: "Frische Nachtluft schwappte mit einer Dringlichkeit in den Raum, als wüsste sie, dass sie später keine Gelegenheit mehr dazu haben würde" (S. 82) oder "... Haare, die ihr wie schlecht verrührtes Eiklar vom Schädel tropften" (S. 170) oder auch "Die Heilige Nacht legte sich in diesem Jahr zusammen mit einem Schneesturm über die Stadt" (S. 515). Die ausgereifte Sprache und die gut durchdachte Geschichte lassen zudem immer wieder vergessen, dass es sich hier um einen Debütroman handelt. Ich bin sehr auf Vera Bucks weitere Werke gespannt. Der Roman hat mich von Anfang an gepackt und mir bis zum Ende gut gefallen. Immer wieder wurde ich angeregt, mich weiter mit der Thematik und den Akteuren zu befassen, die Auflösung und das teilweise offene Ende sind passend und gut gelungen. Ich empfehle den Roman sehr gerne weiter, man sollte aber nicht allzu zartbesaitet sein und komplexe Romane mögen, ebenfalls sollte man bereit sein, sich mit den geschichtlichen und medizinischen Hintergründen auseinanderzusetzen – dann erhält man einen einzigartigen Roman, der noch lange nachwirken wird. Für mich eines der interessantesten Bücher, die ich in diesem Jahr gelesen habe.

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düster und authentisch
von einer Kundin/einem Kunden am 06.08.2016

Ein historischer Krimi, bei dem man mitfiebert. Zugleich ein sehr überzeugend geschriebener Ausflug zu den Anfängen der Psychiatrie. Tolle Atmosphäre und teils extrem schockierend.

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Runa
von Kat B. aus Thun am 30.12.2015

Inhalt: Paris 1884: In der Nervenheilanstalt Salpêtrière führt der renommierte Arzt Dr. Charcot Experimente an den geistig verwirrten Insassinnen durch und hält gut besuchte Vorträge. Zu seinen treusten Anhängern gehört auch der junge Schweizer Medizinstudent Jori. Dann wird ein ganz besonders krankes Mädchen, Runa, eingeliefert und Jori wittert seine Chance,... Inhalt: Paris 1884: In der Nervenheilanstalt Salpêtrière führt der renommierte Arzt Dr. Charcot Experimente an den geistig verwirrten Insassinnen durch und hält gut besuchte Vorträge. Zu seinen treusten Anhängern gehört auch der junge Schweizer Medizinstudent Jori. Dann wird ein ganz besonders krankes Mädchen, Runa, eingeliefert und Jori wittert seine Chance, endlich seinen Doktortitel zu erhalten. Unter Charcot's Fuchtel und mit Hilfe des Neurologen Dr. Luys will er wagen, was bisher noch niemand gewagt hat: er will das Mädchen heilen, indem er ihm am Hirn die Teile wegoperiert, die es so aggressiv und geisteskrank machen. Meine Meinung: Was lange währt, wird endlich gut. Oder: Wie ich Ewigkeiten brauchte, mich in die Geschichte einzufinden und dann einfach ohne Vorwarnung von ihr mitgerissen wurde. Vornweg sei erwähnt, dass dieses Buch eine Art medizinisch-historischer Psychothriller ist, also ganz und gar nicht das Genre, das ich sonst lese. Dennoch hat mich die Inhaltsangabe ganz besonders gelockt und so habe ich mich an "Runa" versucht. "Runa" braucht etwas, bis man mit ihm warm wird, aber dann nimmt es einen vollkommen gefangen. Der Schreibstil der Autorin ist aussergewöhnlich, bildhaft, gewaltig. Wo mich andernorts lange Sätze oft ärgern oder einen faden Nachgeschmack der Verwirrung hinterlassen, sind sie hier perfekt platziert und sorgen dafür, dass der Leser gefesselt wird. Die Geschichte beginnt langsam, seicht, plätschert etwas vor sich hin und schmeisst erst mal mit medizinischen Fakten um sich. Für Interessierte sicherlich auch spannende Passagen, allen anderen wird es hier wohl schon ablöschen. Nach und nach entwickelt sich dann aber eine Story die Richtung Krimi ja gar Psychothriller geht, immer verbunden mit der Geschichte der Medizin. Geschrieben aus verschiedenen Perspektiven halten mal kürzere, mal längere Kapitel den Lesefluss am laufen. Mal wird hier eine Szene beleuchtet, mal da, zu Beginn wirkt dies etwas verwirrend, doch am Ende führt alles zusammen. Nach und nach werden die Abgründe der medizinischen Forschung erkundet, äusserst gekonnt schafft die Autorin hier einen ganz besonderen Spannungsbogen, der einen über Kapitel hinweg zum Höhepunkt leitet. Dieser hat mich dann nicht ganz so umgehauen, wie erwartet, dennoch hinterlässt "Runa" bleibenden Eindruck. Charaktere: Die Kapitel werden abwechslungsweise aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Hier seien die Wichtigsten genannt: Johann Richard Hell, genannt Jori, Schweizer Medizinstudent auf der Suche nach dem perfekten Thema für seine Doktorarbeit und nach Heilung für seine heimliche Liebe, die ebenfalls wegen Hysterie in Behandlung ist. Er entwickelt sich vom unsicheren Jungen, vom Mitläufer und Mauerblümchen zu einem selbstbewussten Mann. Diese Entwicklung ist der Autorin sehr gut gelungen. Wo mir Jori zu Beginn nicht sehr sympathisch war - sei es weil er kaum Rückgrat hatet oder weil er die Wahrheit nicht sehen mochte - ist er gegen Ende zu meinem Lieblingscharakter geworden. Monsieur Lecoq, ehemals Kommissar und nun Verbrecher von Beruf. Ein heruntergekommener Zeitgenosse, der zu viel raucht und trinkt und überzeugt ist, dass er seit Geburt zum Verbrecher prädestiniert ist. Er beginnt mit den Ermittlungen in einem Mordfall und wir dabei scharf beobachtet von der Polizei und kommt schneller voran, als gut für ihn ist. Runa, deren wahrer Name und Herkunft unbekannt ist. Sie ist die neuste und auch jüngste Patientin in der Nervenheilanstalt Salpêtrière und Versuchsobjekt von Jori. Doch Runa ist anders, so viel anders, und die Leute - Insassen der Anstalt wie auch Angestellte und Besucher - beginnen eine ausgewachsenen Angst vor dem dürren Mädchen zu entwickeln. Die Geschichte trumpft mit ganz besonderen Charakteren auf. Neben den oben genannten sind weitere, tiefgründige Personen erwähnt sowie auch wichtige Persönlichkeiten aus der Medizingeschichte anzutreffen, Dr. Charcot, Dr. Luys, Dr. Burq, alle führende Ärzte auf ihren Fachgebieten. Alle auf ihre eigene Art und Weise wichtig für diese Geschichte. Setting: Die Geschichte spielt rund um und im Paris von 1884. Armut ist vorherrschend, Missgunst und Misstrauen sind ständig und überall anzutreffen. Der Autorin ist es wirklich gelungen, überall diese ganz besondere Stimmung heraufzubeschwören. Dieses Düstere, das über dem ganzen Setting hängt. In der Nervenheilanstalt Salpêtrière kommt Beklommenheit auf, auf den Strassen von Paris fühlt man sich beobachtet und in den Katakomben stockt einem fast der Atem. Fazit: Die eine oder andere Länge hat mich hier beim Lesen etwas behindert, aber im Grossen und Ganzen bin ich wirklich überzeugt worden. Vor allem weil ich mich für medizinische Themen interessiere und auch viel Freude an einem guten Thriller habe. Die Einsicht in die damals üblichen medizinischen Methoden waren gleichermassen faszinierend wie auch abstossend und schockierend. Manchmal musste ich das Buch tagelang zur Seite legen, weil ich nicht mit dem Inhalt klar kam. "Runa" ist ein durch und durch gelungenes Werk, aber definitiv nichts für schwache Nerven und sanfte Gemüter!

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Starkes Erstlingswerk
von Dodo am 13.11.2015

Vera Bucks Debütroman "Runa" entführt den Leser in die Welt der Pariser Nervenheilanstalt Hôpital de la Salpêtrière am Ende des 19ten Jahrhunderts. Große Entdeckungen im Bereich der Neurologie und Psychiatrie wurden bereits gemacht und große Entdeckungen sind noch zu erwarten. Es herrscht eine Goldgräberstimmung unter den Herren Gelehrten, moralisch-ethische... Vera Bucks Debütroman "Runa" entführt den Leser in die Welt der Pariser Nervenheilanstalt Hôpital de la Salpêtrière am Ende des 19ten Jahrhunderts. Große Entdeckungen im Bereich der Neurologie und Psychiatrie wurden bereits gemacht und große Entdeckungen sind noch zu erwarten. Es herrscht eine Goldgräberstimmung unter den Herren Gelehrten, moralisch-ethische Überlegungen gibt es noch nicht. In diesem Umfeld möchte der junge Medizinstudent Jori Hell einerseits eine Heilung für seine große Liebe Pauline finden und andererseits ein ergiebiges Thema für seine Promotion finden. Dieses präsentiert sich in Form des jungen Mädchens Runa, das sogar dem weithin berühmten Prof. Charcot ein Rätsel aufgibt. Jori beschließt, an ihr den ersten psycho-chirurgischen Eingriff vorzunehmen, um sie so zu heilen. Anhand des fiktiven Falles "Runa" entwirft Vera Buck ein erschreckend realistisches Sittenbild der damaligen medizinischen Forschung. Schönenden, stark verzerrenden Kitsch wird man hier vergeblich suchen. Die Protagonisten handeln als Kinder ihrer Zeit, mit eben einer anderen Einstellung zu Patienten und deren Rechten. Niemand denkt sich etwas dabei, zu Forschungszwecken an einer als unheilbar eingestufte Frau experimentell zu operieren. Ihr sicherer Tod wird billigend in Kauf genommen. Was bedeutet schon ein Leben, wenn es im Endeffekt hilft, eine Heilung für viele zu finden?! Namhafte Professoren führen ihre Patientinnen in medizinischen Vorlesungen zum Vergnügen der gelangweilten Pariser Bohéme vor. Alles im Namen der Wissenschaft versteht sich natürlich. Trotz allem Abscheu vor diesen Methoden muss sich der moderne Leser vor Augen halten, welche bahnbrechenden Erkenntnisse die Neurologie Männern wie Jean-Martin Charcot, Joseph Babinski oder George Gilles de la Tourette zu verdanken hat. Vera Bucks Spagat zwei Seiten einer Medaille abzubilden ist meiner Meinung nach gelungen. Reale historische Persönlichkeiten agieren ungekünstelt mit fiktiven Romanfiguren. Der eingebaute Kriminalfall sorgt für Spannung und ist gleichzeitig eine Verbeugung an das literarische Vorbildes für Sherlock Holmes, dem gallischen Detektiv Lecoq. Gothic Novel Elemente verdichten die Atmosphäre zusätzlich. Das offene Ende lässt nicht unbefriedigt zurück. Es wird genug beantwortet, um den Leser nicht zu frustieren und erlaubt trotzdem genug Raum für eigenen Gedanken und Interpretationen. Fazit: Ein gelungenes Erstlingswerk einer jungen Autorin, welches aus dem großen Wulst von historischen Romanen positiv herausragt. Der Mut ein kontroverses Thema ungeschönt darzustellen trifft auf fesselnde Thrillerelemente in einem stimmigen Ambiente.

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Runa
von Schnutsche am 23.10.2015

~Erster Satz~ Marguerite Desens hatte im hofeigenen Stall ihre Unschuld, ihr Kind und ihr Leben verloren. ~Meine Meinung~ Schon von Weitem fiel mir das auffällige Cover dieseses Buches ins Auge, als ich so durch die Gänge der Frankfurter Buchmesse lief. Nachdem ich es in der Hand hielt und der Klappentext mir ebenfalls... ~Erster Satz~ Marguerite Desens hatte im hofeigenen Stall ihre Unschuld, ihr Kind und ihr Leben verloren. ~Meine Meinung~ Schon von Weitem fiel mir das auffällige Cover dieseses Buches ins Auge, als ich so durch die Gänge der Frankfurter Buchmesse lief. Nachdem ich es in der Hand hielt und der Klappentext mir ebenfalls zusagte, war klar, dass ich es lesen musste. Ohne viele Erwartungen begann ich einige Tage später damit es zu lesen. Das Buch besteht aus sechs Teilen, die jeweils nochmal in kleinere oder größere Abschnitte unterteilt sind, je nach Situation der Person, um die es gerade geht. Es war teilweise etwas verwirrend für mich, da ich manchmal nicht sofort wusste, um welchen der jungen Männer es jetzt gerade in dem Abschnitt geht. Doch am Ende habe ich doch den Durchblick behalten und das Puzzle, das sich Teilchen um Teilchen weiter zusammengesetzt hat, ergab ein ganzes Bild. Was mich ein bisschen gestört hat, waren die französischen Namen und Textzeilen, die ich nicht auszusprechen wusste, bzw. nicht übersetzen konnte. Interessant fand ich, dass ich irgendwann in der zweiten Hälfte des Buches auf die Idee kam, nach den Namen der Charaktere zu googlen. Und siehe da, es gibt bzw. gab sie tatsächlich. Am Ende des Buches gibt es eine Anmerkung der Autorin dazu, dass sie vieles dazu erfunden hat und die Lücken, die in der Recherchearbeit offen blieben mit ihrer eigenen Fantasie gefüllt hat. Dennoch macht es mir den Eindruck, als wäre die Recherchearbeit gut gewesen. Um so mehr beängstigt mich die Vorstellung, dass tatsächlich früher Operationen stattgefunden haben, von denen man vorher nicht wusste, wo sie hinführen würden. Aber irgendwoher müssen die Erkenntnisse der heutigen Medizin ja kommen. Auch die Beschreibung der Behandlungsmethoden der damaligen Zeit sind furchtbar. Man kann sich tatsächlich vorstellen, dass die Menschen damals so getickt haben. Und da ich Bücher mag, die mich zum Nachdenken anregen, gefällt mir dieses Buch sehr gut. Durchgelesen hatte ich es innerhalb von zwei Tagen, was ebenfalls für das Buch spricht. ;)

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geht wirklich unter die Haut
von einer Kundin/einem Kunden aus Ansbach am 21.10.2015

>>Runa<< von Vera Buck Da ist Jori ( Johann Richard Hell ), der als junger Schweizer Medizinstudent Ende des 19. Jahrhunderts in der Salpêtrière in Paris arbeitet, die offiziell ein Altershospitz für Frauen ist. Es sind dort zwar auch wirklich ältere Frauen untergebracht, aber die meisten dort sind Kinder und... >>Runa<< von Vera Buck Da ist Jori ( Johann Richard Hell ), der als junger Schweizer Medizinstudent Ende des 19. Jahrhunderts in der Salpêtrière in Paris arbeitet, die offiziell ein Altershospitz für Frauen ist. Es sind dort zwar auch wirklich ältere Frauen untergebracht, aber die meisten dort sind Kinder und jüngere Frauen, die als geisteskrank diagnostiziert wurden. Dr. Jean-Marie Charcot, der berühmte Leiter, hält dort regelmäßig Vorträge und macht bizarre Veranstaltungen mit seinen Patientinnen. Jori bewundert seinen Chef über alles und möchte gerne mal in seine Fußstapfen treten, wenn er endlich seine Doktorarbeit geschrieben und als Arzt zugelassen wird. Diese Bewunderung bröckelt aber mit der Zeit ganz schön ein, die Frauen die dort wie Jahrmarktsattraktionen ihrem Publikum vorgeführt werden, die tun in zunehmend immer mehr leid. Er zweifelt langsam an den Behandlungsmethoden. Das einzige was ihn antreibt, ist die Liebe zu Pauline, die leider auch in solch einer Klinik ist und zunehmend daran zerbricht. Dieser Roman geht wirklich unter die Haut, er fasziniert und erschreckt im gleichen Moment. Vera Buck hat toll recherchiert und geschickt wahre Personen und Begebenheiten mit einer fiktionalen Geschichte verknüpft. Das Buch ist authentisch und hat mich mit ins Salpêtrière nach Paris genommen. Mitten drin in einer Zeit wo die Ärzte von einer Heilung der kranken Menschen sehr weit entfernt waren und viele Behandlungsmethoden einfach nur Unmenschlich und Grausam waren. Beim lesen selbst, ist man wirklich froh, sowas nicht selbst erleben zu müssen. Von einigen Tierversuchen im Rahmen der Forschung ist auch zu lesen und vieles war für mich als Tierfreund fast am Rande des erträglichen und ich war froh wenn ich wieder mit etwas anderen abgelenkt wurde. So toll das Buch ist, durch die Naivität von Jori, habe ich einige Längen gespürt und es ging manchmal einfach in der Hauptgeschichte nichts vorwärts. Mir hätte auch Gefallen ein bisschen was darüber zu lesen, wie sich die Frauen gefühlt haben, oder besser gesagt was sie wohl darüber gedacht haben. Dadurch, das man darüber so gut wie nichts erfahren hat, blieben sie wirklich ein bisschen das Material, wie sie auch in der Salpêtrière genannt wurden, wenn man sie einfach für Versuche missbraucht hat und dann entsorgt wurden. Die Charaktere hat Vera Buck sehr detailliert und lebensnah mit all ihren Eigenarten in Szene gesetzt. Das Buch ist bis auf ein paar stellen flüssig zu lesen und die Spannung zieht sich mal mehr und mal weniger durch das ganze Buch. Der Epilog bildet einen gelungenen Abschluss, auch wenn mir doch zu viel offen bleibt.Auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung, ein interessantes, erschreckendes und fesselndes Buch, über die Schrecken einer Geisteskrankheit, die oft gar keine war.

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düsterere Anfänge der Medizin
von einer Kundin/einem Kunden am 19.10.2015

Paris, Ende des 19.Jahrhunderts,die Salpetriere-Klinik.Hier versucht ein angesehener Arzt und Wissenschaftler mit zum Teil aus heutiger Sicht brutalen,fragwürdigen Methoden Frauen von ihrer "Hysterie"=Krankheit zu heilen... Jori,einer seiner aufmerksamsten Schüler, ein Doktorand aus der Schweiz, will bei diesem Arzt promovieren, um seine große Liebe, die Schwester eines Jugendfreundes heiraten zu... Paris, Ende des 19.Jahrhunderts,die Salpetriere-Klinik.Hier versucht ein angesehener Arzt und Wissenschaftler mit zum Teil aus heutiger Sicht brutalen,fragwürdigen Methoden Frauen von ihrer "Hysterie"=Krankheit zu heilen... Jori,einer seiner aufmerksamsten Schüler, ein Doktorand aus der Schweiz, will bei diesem Arzt promovieren, um seine große Liebe, die Schwester eines Jugendfreundes heiraten zu können.Da sie aber wegen ihrer Hysterie daheim bereits in einer Klinik gelandet ist, läuft dem jungen Mann die Zeit davon... Dann aber wird die kleine Runa,das merkwürdige Kind mit den unterschiedlich großen Pupillen eingeliefert und bringt Dinge ans Tageslicht, die diverse angesehene Herren lieber für immer verschwinden lassen wollten... Vera Bucks Romandebüt hat viele Protagonisten,deren Schicksale sich mit einander verflechten,der Leser wird mit etlichem Fachwissen gefüttert, wie die Neurologie und die Chirurgie sowie der Beginn der Psychoanalyse ihren schwierigen (oft frauenverachtenden) Weg von "try and error" gehen mussten, öfters konnte ich mir dankbar sagen, wie gut es ist, das meinereiner erst heutzutage zum Arzt muss und nicht vor ca.120 Jahren gelebt hat... Insgesamt düster-stimmungsvoll inszeniert und gut recherchiert, hat der Roman mich auf einer nervigen Bahnfahrt gut unterhalten (trotz einiger Längen) , wer allerdings einen historisch-medizinischen Krimi erwartet, der ab Seite 3 mit Action loslegt, sollte zu anderen Titeln greifen !

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Lasset die Kinderlein zu mir kommen...
von einer Kundin/einem Kunden am 24.09.2015

Verstörend, hart und mit einer großen Portion Wahnsinn in jeglichen Facetten. Dies könnte eine ideale Filmvorlage für einen Film in schwarz-weiß werden denn nur so, würde er die Stimmungen des Buches perfekt wiederspiegeln können. Er zeigt, die dunklen Anfänge der Neuropsychologie/Chirurgie zum Ende des 18.Jahrhunderts. Die zum Teil mystisch/fantastisch erscheinende... Verstörend, hart und mit einer großen Portion Wahnsinn in jeglichen Facetten. Dies könnte eine ideale Filmvorlage für einen Film in schwarz-weiß werden denn nur so, würde er die Stimmungen des Buches perfekt wiederspiegeln können. Er zeigt, die dunklen Anfänge der Neuropsychologie/Chirurgie zum Ende des 18.Jahrhunderts. Die zum Teil mystisch/fantastisch erscheinende dunkle Geschichte des Quecksilbermädchens Runa ist sehr perfekt eingewoben und bringt viele Spannungsbögen mit. Sehr außergewöhnlich und deshalb eine Leseempfehlung wert! Warum 1 Punkt Abzug? Die Geschichte ist in drei Punkten offen gelassen worden. Lässt dies auf eine Fortsetzung hoffen? Liebe Stammleser/innen der auch "härteren Psychothrills" dies wird Ihnen/Euch gefallen. Man empfindet das Buch, als ob man einen alten Schwarz-Weiß-Film sieht- denn es hinterlässt ein perfektes Kopfkino. Liebe Grüße Ihre Heike Fischer Altersempfehlung ab 18J/20J bis...

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[REZENSION] Runa | Vera Buck
von Lisa's Büchereck aus Voerde am 24.06.2016

Verlag: Limes | Erschienen: 24.08.2015 | Seiten: 608 Inhalt: "Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben." Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der... Verlag: Limes | Erschienen: 24.08.2015 | Seiten: 608 Inhalt: "Man kam nicht her, um zu genesen, sondern um zu sterben." Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fort schneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis … Meinung: Dieses Buch hat mich echt zum Schlucken gebracht. Ich habe ziemlich lange gebraucht um in die Story rein zu kommen, da wir drei Handlungsstränge haben und das etwas verwirrend war. Was ja ziemlich gut zu der Geschichte Passt xD Die Geschichte verläuft wie gesagt in drei Handlungssträngen, was mich halt etwas genervt hat. Im Nachhinein ist mir klar geworden das es für die Geschichte wichtig war, so viele Perspektiven rein zu bringen. Die Geschichte ist zum Teil Realität und Fiktion. Was es einem schon manchmal etwas schwerer macht. Ebenso die ganzen Fachbegriffe. Ich glaube ich musste noch nie soviel bei einem Buch Googlen wie bei diesem. Trotzdem war es sehr Interessant so was mal zu Lesen. Wir behandeln hier eine Thematik die nicht ganz ohne ist, damals war alle ja noch ganz anders und viel härter. Dieses Buch ist auf jeden fall nichts für schwache nerven. Was damals in einer Nervenklinik so mit den Frauen gemacht wurde ist echt nicht ohne. Ich musste das Buch des Öfteren erst mal weg legen und durchatmen. Daher habe ich auch sehr lange gebraucht das Buch komplett zu lesen. Zudem kommt, dass der Schreibstil wirklich sehr anspruchsvoll ist. Es ist kein Buch was man mal eben so weg liest. Man muss sich auf das Buch und die Geschichte wirklich konzentrieren und einlassen. Das war jedenfalls meine Erfahrung. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet muss ich sagen. Jori war Student durch und durch. Er war von dem Thema und vor allem von dem berühmten Dr. Jean Martin Carcot wie besessen. Er hing förmlich an seinen Lippen. Was aber allen so ging. Dennoch ist Jori anders. Auch wenn er Runa die Krankheit weg schneiden will, ist er einer der Wenigen die so was wie Mitleid empfinden. Er hinterfragt so manche Methoden, ob das alles wirklich so richtig ist. Jori handelt eigentlich nur aus Persönlichen gründen so, im Kern ist er ein guter Kerl. Er hat mir ziemlich gut gefallen, da er für mich am Menschlichsten rüber kam. Runa ist da ein ganz anderes Thema. Runa war wirklich hart muss ich sagen. So wie sie beschrieben wurde, hätte sie super als Horror Kind in ein Stephen King Buch gepasst. Da lief es mir ab und an echt kalt den Rücken runter. Dennoch dachte ich da muss mehr sein. Was man aber leider nicht so erfährt. Denn Runa kam ziemlich kurz. Es ging hauptsächlich um Jori und seine Geschichte, was ich etwas schade fand. Denn das Buch heißt Runa also sollte es auch um sie gehen. Naja egal. Wir haben dann noch einen neurotischen Ermittler, der von sich selber sagt er ist ein Verbrecher. Einen Haufen verrückter Ärzte, die sich selber alle für Götter halten und Leute bei denen ich nicht recht weiß wie ich sie einordnen soll. Rundum ein ziemlich Chaotisches Buch, was man aber gelesen haben sollte. Zum Cover kann ich eigentlich nur sagen, dass es mir solala gefällt. Es ist sehr schlicht gehalten und sagt nicht wirklich was aus über das Buch. Das finde ich aber völlig in Ordnung. Es Passt gut und fertig ist. Bewertung: Es war eine echt Nervenaufreibende Geschichte die gut gelungen ist, trotzdem konnte es mich nicht so wirklich von sich Überzeugen. Von daher gute 3 Sterne für dieses Buch.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Vera Bucks Roman bietet einen interessanten Einblick in die Psychiatrie des 19. Jahrhunderts, eingebettet in einen mitreißenden Kriminalfall.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ein packender Thriller mit fesselnder Sprache!!! Ein echter Pageturner!

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von Katharina Dammer aus Lutherstadt Wittenberg am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Gruslig-atmosphärisch und sehr spannend.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ebenso spannender wie interessanter historischer Roman aus der Frühzeit der Neurologie. Sind es Wissenschaftler,Forscher oder einfach nur Folterknechte. Aufregend und bedrückend.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ich habe lange nicht mehr eine so verstörende und gleichzeitig faszinierende Geschichte gelesen. Ein Schrecken, der Sie das Buch nicht mehr weglegen lässt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Nicht nur eine spannende Kriminalgeschichte, sondern auch Interessantes über die medizinische Entwicklung.

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