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Schachnovelle

Kommentierte Ausgabe

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Die "Schachnovelle" ist Stefan Zweigs letztes Werk. Vier Abschriften liess er von seiner Frau Lotte herstellen und versendete sie an verschiedene Verleger, bevor beide zusammen 1942 im brasilianischen Petropolis den Freitod wählten. Nach dem Krieg entwickelte sich die Erzählung zum Klassiker. Der Herausgeber Klemens Renoldner vom ′Stefan Zweig Centre′ in Salzburg verglich die drei noch erhaltenen Typoskripte und erstellte auf diese Weise zum ersten Mal einen verlässlichen Text. Ein genauer Zeilenkommentar sowie ein informiertes Nachwort erschliessen dieses so wichtige Dokument in angemessener Weise.
Portrait
Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.
Klemens Renoldner ist Literaturwissenschaftler und Direktor des Stefan Zweig Centre Salzburg.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Klemens Renoldner
Seitenzahl 168
Erscheinungsdatum 15.03.2013
Serie Reclam Universal-Bibliothek 18975
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-15-018975-7
Verlag Philipp Reclam Jun.
Maße (L/B/H) 146/98/13 mm
Gewicht 91
Abbildungen schwarzweisse Fotos, Abbildungen
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

„viel besser als erwartet!“

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Seit neustem lesen mein Freund und ich uns gegenseitig abends etwas vor. Er hat mir Schachnovelle vom Stefan zweig vorgelesen.Um die Rezension nicht länger als das Buch zu machen: Ich fand es unglaublich spannend und fesselnd! Und zwar weil die Erzählweise so packend war, detailliert und die direkte Rede war sehr realistisch dargestellt.Selbst Seit neustem lesen mein Freund und ich uns gegenseitig abends etwas vor. Er hat mir Schachnovelle vom Stefan zweig vorgelesen.Um die Rezension nicht länger als das Buch zu machen: Ich fand es unglaublich spannend und fesselnd! Und zwar weil die Erzählweise so packend war, detailliert und die direkte Rede war sehr realistisch dargestellt.Selbst für nicht-Klassiker-Fans eine gute kurzweilige Lektüre.

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Kundenbewertungen


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der schmale Grat zwischen Wahnsinn und Genie
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 08.08.2005
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Stefan Zweigs Schachnovelle ist eines der bekanntesten Werke der deutschsprachigen Literatur und auch eines der wohl komplexesten Bücher welches in den breiten Bereich der Beletristik fällt. Zweigs Klassiker wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers vorgetragen, der auf einer Überseefahrt Zeuge eines Schachduells zwischen zwei Personen wird, die kaum unterschiedlicher... Stefan Zweigs Schachnovelle ist eines der bekanntesten Werke der deutschsprachigen Literatur und auch eines der wohl komplexesten Bücher welches in den breiten Bereich der Beletristik fällt. Zweigs Klassiker wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers vorgetragen, der auf einer Überseefahrt Zeuge eines Schachduells zwischen zwei Personen wird, die kaum unterschiedlicher sein können. Die eine Person ist die einzigartige Verkörperung eines Anti-Genies, des Schachweltmeister Mirko Czentovic, der im Grunde kaum mehr als ein ungebildeter Flegel ist, dessen einziges Talent in seinem meisterhaften Schachspiel liegt. Die andere Person ist Dr. B, das genaue Gegenstück zum eigentümlichen Schachmeister, ein Intellektueller der von den Nationalsozialisten im Verlauf eines besonderen Folterprogrammes für Intellektuelle in ein fast vollkommen leeres Zimmer gesperrt wurde, um dort durch den Entzug jeglicher geistiger Beschäftigungsmöglichkeiten Geständnisse von ihm zu erpressen. Jedoch gelangt er in den Besitze eines einzigen Buches, über Schachpartien großer Meister, das er zunächst auswendig lernt und dessen Spiele er nachher eins zu eins nachspielt. In diesem Wahn gelingt es ihm schließlich seiner Hölle zu entkommen und so ist er an Bord dieses Schiffes gekommen. Um herauszufinden ob sein Tun damals bereits ein Akt des Wahnsinns war, willigt er schließlich ein eine Partie gegen den Schachmeister zu spielen. Verglichen mit anderen Büchern ist die Schachnovelle etwas kürzer gehalten, doch der Spielraum der Geschichte reicht aus, um alle Aspekte der beiden Charaktere genügend zur Geltung zu bringen. Dieses Buch gehört ausnahmslos zur anspruchsvolleren Literatur und ich möchte es vor allem Jenen empfehlen, die sich für diese interessieren.

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Eine Perle der Literatur
von Thomas Zörner aus Lentia am 26.11.2007
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Stefan Zweig gehört wohl zu den bekanntesten österreichischen Literaten aller Zeiten und sein Werk "Die Schachnovelle" ist sicher sein berühmtestes. Auf knapp über 100 Seiten erzählt Zweig die Geschichte einer Kreuzfahrt auf der der Ich-Erzähler den Schachweltmeister, einen Bauerntölpel simplen Gemüts trifft und er und ein paar andere Mitreisende fordern... Stefan Zweig gehört wohl zu den bekanntesten österreichischen Literaten aller Zeiten und sein Werk "Die Schachnovelle" ist sicher sein berühmtestes. Auf knapp über 100 Seiten erzählt Zweig die Geschichte einer Kreuzfahrt auf der der Ich-Erzähler den Schachweltmeister, einen Bauerntölpel simplen Gemüts trifft und er und ein paar andere Mitreisende fordern ihn zu einem Spiel heraus. Nach einer schmachvollen Niederlage fordert man Revanche und erhält am darauffolgenden Tag bei eben dieser plötzlich Unterstützung eines unbekannten Meisters, der das erste Spiel noch auf ein Unentschieden rettet, das zweite aber zum Sieg führt. Zweigs Novelle ist nicht nur eine Erzählung über das Schachspiel sondern eine Schilderung der Verzweiflung nach Ablenkung in vollkommener Isolation. Ein unglaubliches Werk das der Autor in diesem kleinen Umfang schafft, trotz dem er die Figuren dem Leser ungemein nahe bringt, gerade den geheimnisvollen Dr. B. Die Schachnovelle ist ein Muss für alle Literaturinteressierten, selbst Nichtschachspieler können sich der Spannung des Spiels kaum entziehen. Ein Glanzstück.

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Ein unvergleichliches Juwel der Literatur
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 28.12.2006
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Stefan Zweigs Werk gehört aus meiner Sicht zu den besten literarischen Werken die jemals geschaffen wurden. Nur wenige Bücher reichen an dieses heran. Es stellt eine wunderbare Parabel dar und ist in unglaublich schöner und geschliffener Sprache gefasst. Dieses Werk muss keinen Vergleich scheuen, ist es doch ein sprachliches,... Stefan Zweigs Werk gehört aus meiner Sicht zu den besten literarischen Werken die jemals geschaffen wurden. Nur wenige Bücher reichen an dieses heran. Es stellt eine wunderbare Parabel dar und ist in unglaublich schöner und geschliffener Sprache gefasst. Dieses Werk muss keinen Vergleich scheuen, ist es doch ein sprachliches, stilistisches und inhaltliches Meisterwerk. Auf einer Schiffsreise trifft der Icherzähler auf zwei Schachgenies von unterschiedlicher Prägung, wie sie extremer nicht sein könnte. Der eine - Czentovic - ist der aktuelle Schachweltmeister. Ein absoluter Fachidiot, ein ungebildeter funktioneller Analphabet der nichts als Schachspielen kann. Er definiert sich ausschließlich über diese Fähigkeit, hält sich für den wichtigsten Menschen der je geboren wurde, ist dementsprechend präpotent und herablassend. Der andere - Dr. B. - ist ein Feingeist, ein liebenswerter Mensch, der aus politischen Gründen psychisch zu Grunde gerichtet wurde. Die beiden Personen werden in Subplots dem Leser näher gebracht. Insbesondere legt Zweig Wert auf die Geschichte des Dr. B. der von der Gestapo in einem Hotelzimmer in Einzelhaft genommen wurde und zufällig ein Buch mit Schachpartien in die Hand bekam. Dieses Buch rettete ihm über einige Zeit seine geistige Gesundheit, indem er begann die Partien im Kopf nachzuspielen, um wenigstens etwas tun zu können. Letztlich aber war sein Verfall unaufhaltsam und so wurde nach einem Nervenzusammenbruch entlassen. Diesen Zustand beschreibt er selbst als "Schachvergiftung". Auf dem Schiff treffen diese beiden Giganten aufeinander und Dr. B. gelingt es Czentovic zu besiegen. Bei der Revanchepartie jedoch fällt er in seine "Schachvergiftung" zurück. Der Roman ist Zweigs literarisches Testament und hat daher auch große politisch-philosophische Aussage. Der Fachidiot Czentovic stellt das das von Zweig gezeichnete menschliche Ebenbild des puren Materialisten dar, dessen Ausgeburten letztlich Faschismus und Marxismus sind. Dr. B. andererseits steht für den aufgeklärten aber sozial orientierten Feingeist. In der Parabel gibt Zweig den Kampf verloren. Der Feingeist ist dem Materialisten unterlegen. "Die Schachnovelle" als Abschiedsbrief Stefan Zweigs zu bezeichnen ist nicht so verwegen, wie es zunächst klingen mag - beging er doch bald nach Fertigstellung des Werkes gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord; er glaubte der deutsche Faschismus, vor dem er geflüchtet war, wäre nicht mehr aufzuhalten. Sprachlich liegt ein großartiges Werk zur Besprechung vor. Zweigs Sätze fordern darin einzutauchen, ihrem wunderbaren Klang zu lauschen. Man möchte sie stundenlang betrachten und genießen. Stilistisch ist die Novelle sehr gut aufgebaut. Die beiden Subplots geben dem kurzen Büchlein zusätzliche Tiefe und erfüllen das Buch erst wirklich mit Leben; stünde die Geschichte auf dem Schiff alleine, wäre sie allzu trivial. Die Personen des Buches sind absolut glaubhaft gezeichnet und haben einen Tiefgang wie er nur von wenigen Autoren wiedergegeben werden kann. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben und es gibt keine Ausrede warum man das Lesen auf morgen verschieben sollte. Ich selbst habe den Fehler gemacht und habe es Jahre lang vor mir hergeschoben. Dabei erreicht man in zwei Stunden kurzweiligster Unterhaltung einen Gewinn für das ganze Leben. Ein Werk das man niemals vergessen wird und das man immer wieder zur Hand nehmen muss.

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2 0
Über das Lesen hinaus fesselnd...
von Lese-Juli aus Mainz am 27.07.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Diese ungewöhnliche dünne Büchlein bestellte ich mir aus reiner Neugier, der Klappentext hörte sich interessant und ungewöhnlich an. Ich las das Buch dann auch in einem Rutsch durch, da es extrem fesselnd geschrieben ist, man findet sich zeitweise in der Rolle des Protagonisten wieder und spürt fast selber die... Diese ungewöhnliche dünne Büchlein bestellte ich mir aus reiner Neugier, der Klappentext hörte sich interessant und ungewöhnlich an. Ich las das Buch dann auch in einem Rutsch durch, da es extrem fesselnd geschrieben ist, man findet sich zeitweise in der Rolle des Protagonisten wieder und spürt fast selber die qualvolle Langeweile und Einöde die er empfindet. Man ist hinterher sehr froh, wieder in das schillernde bunte reale Leben aufzuwachen. Dennoch hat mich die Geschichte gedankliche lange verfolgt - weshalb ich das Buch jedem nur weiterempfehlen kann!

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Schön zum Lesen
von David aus Wien am 10.12.2005
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Die Schachnovelle ist ein äußerst interessantes Buch... Dr.B befindet sich an Bord eines Passagierschiffes und verfällt seiner Schachspielsucht, nachedm er monatelang von der Gestapo eingesperrt wurde, konnte er sich ein Buch ergattern... es war ein Schachbuch, zunächst war er nicht allzu begeistert davon, aber dann allmälich hatte er sich... Die Schachnovelle ist ein äußerst interessantes Buch... Dr.B befindet sich an Bord eines Passagierschiffes und verfällt seiner Schachspielsucht, nachedm er monatelang von der Gestapo eingesperrt wurde, konnte er sich ein Buch ergattern... es war ein Schachbuch, zunächst war er nicht allzu begeistert davon, aber dann allmälich hatte er sich in einen richtigen Wahn hineingesteigert,er hatte zwar nie auf einem reallen Schachbrett gespielt, abgesehn von seiner Jugendzeit, aber er konnte 6-7 Schachzüge im vorhinein berrechnen...Zu empfehlen da der Autor vermittelt wie verzweifelt Menschen sein können, wenn sie total isoliert sind

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1 0
Wie wirkt sich staatliche Isolation eines Individuums auf dessen Psyche aus?
von einer Kundin/einem Kunden am 26.11.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die größte Folter des Dr. B. besteht in seiner Konfrontation mit dem Alleinsein und dem absoluten Nichtstun können. Als Einzelhäftling der Gestapo ist er in ein kleines, karges Hotelzimmer gesperrt, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und anderen Mitmenschen. Nach Monaten gelingt es ihm auf dem Weg zu einem seiner,... Die größte Folter des Dr. B. besteht in seiner Konfrontation mit dem Alleinsein und dem absoluten Nichtstun können. Als Einzelhäftling der Gestapo ist er in ein kleines, karges Hotelzimmer gesperrt, ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt und anderen Mitmenschen. Nach Monaten gelingt es ihm auf dem Weg zu einem seiner, immer wieder zwischendurch stattfindenden Verhöre, ein Theoriebuch über 150 große Schachweltmeisterschaftspartien zu klauen. Mit diesem beschäftigt sich Dr. B. in seinem Zimmer so intensiv – nichts anderes bietet ihm auch nur irgendwie die Möglichkeit sich die schier endlos anhaltende Zeit vertreiben zu können –, dass er nach einiger Zeit alle in diesem Buch vorgestellten Spiele theoretisch in seinen Gedanken auswendig nachspielen kann. Als ihm dies keinen Reiz mehr bietet, versucht er seine Persönlichkeit zu spalten, um innerlich gegen sich selbst antreten zu können – Schwarz gegen Weiß. Dieser schizophrene Zustand führt aber bald dazu, dass er nur noch mehr, rund um die Uhr, in Schach denken und träumen kann. Als sich Dr. B. schließlich selbst verletzt ist seine Situation bereits eskaliert. Der Arzt diagnostiziert ihm eine Schachvergiftung und sorgt für seine Freilassung. Auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires trifft Dr. B. zufällig auf den ihm bis dato unbekannten aktuellen Schachweltmeister Mirko Czentovic. Als er diesen auf einem mit physischen Figuren ausgestatteten Schachbrett, welches er in realer Form seit mehr als 20 Jahren nicht mehr zu Gesicht bekommen hat, besiegt, kommen in ihm seine Erinnerungen, an seine grauenvolle Einzelhaft in jenem Hotelzimmer wieder hoch. … Stefan Zweig schafft es auf nicht mal 100 Seiten die psychische Entwicklung eines Gefangenen in staatlicher Einzelhaft, basierend auf persönlichen Erlebnissen, aus soziologischer Perspektive packend und gleichzeitig erschreckend plastisch darzustellen. Dieses primäre Element kombiniert mit der fiktiven Geschichte rund um das zeitlose, königliche, die-Menschheit-wahrscheinlich-bis-in-alle-Ewigkeit-faszinierende Spiel des Schachs, macht die 'Schachnovelle' zu einem Meisterwerk.

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Zeitlos aktuell
von Xirxe aus Hannover am 01.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein... Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein unbekannter Passagier ein und das Spiel endet mit einem Remis. Am nächsten Tag soll ein weiteres Spiel stattfinden und der Ich-Erzähler fordert den Unbekannten zur Teilnahme auf. Dieser sträubt sich zunächst und erzählt ihm zur Erklärung seine Geschichte. Dieses kleine Büchlein, das gerade mal 104 Seiten mit verhältnismäßig groß gedruckten Buchstaben hat, ist sicherlich beeindruckender als viele andere Bücher, die einen drei- oder viermal so großen Umfang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass Stefan Zweig viel mit Gegensätzlichkeiten gearbeitet hat, die eher im Gedächtnis bleiben. Einmal der introvertierte, ungebildete und langsame Schachweltmeister. Und der umgängliche, intellektuelle und beinahe manische 'Dilettant'. Oder der Ich-Erzähler, für den Schach 'nur' ein Spiel ist und sein Gegner, der alles als Wettkampf sieht und jede Niederlage als persönlichen Affront empfindet. Aber auch die Art, wie Zweig Schach beschreibt, wird mir im Gedächtnis bleiben. Insbesondere, weil er selbst überhaupt keinen großen Bezug dazu hatte. Zitat: "Ist es nicht auch eine Wissenschaft, eine Kunst, schwebend zwischen diesen Kategorien wie der Sarg Mohammeds zwischen Himmel und Erde, eine einmalige Bindung aller Gegensatzpaare; uralt und doch ewig neu, mechanisch in der Anlage und doch nur wirksam durch Phantasie, begrenzt in geometrisch starrem Raum und dabei unbegrenzt in seinen Kombinationen, ständig sich entwickelnd und doch steril, ein Denken, das zu nichts führt, eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur ohne Substanz und nichtsdestominder erwiesenermaßen dauerhafter in seinem Sein und Dasein als alle Bücher und Werke...* Dazu die unglaublich genauen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und Situationen, die derart zeitlos gut sind, dass Manches klingt, als wäre es eben erst geschrieben worden. Zitat: "Nun hatten die Nationalsozialisten, längst ehe sie ihre Armeen gegen die Welt aufrüsteten, eine andere ebenso gefährliche und geschulte Armee in allen Nachbarländern zu organisieren begonnen, die Legion der Benachteiligten, der Zurückgesetzten, der Gekränkten." Ein kleines, aber sehr feines Büchlein, das man nicht nur in der Schule lesen sollte - sofern es dort überhaupt noch im entsprechenden Kanon steht.

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Über die Begegnung mit einem Schachweltmeister auf einem Passagierdampfer. Erinnerungen werden wach. Tolles Buch.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine kleine Novelle von großer Intensität, Spannung und Dramatik. Ein Buch mit einer ungeheuren Sogkraft, auch für Jugendliche ein hervorragender Einstieg in die Weltliteratur!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Durchweg berührend mit imposanten Stil.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine kurze Erzählung mit einer einschlägigen Wirkung!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Sprachlich ganz toll, als Klassiker zu empfehlen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Man muss nichts von Schach verstehen, um sich von diesem kleinen Meisterwerk für einige Stunden in seinen Bann schlagen zu lassen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Verfasst zu Beginn des zweiten Weltkrieges im Exil beschreibt "Schachnovelle" eine intensive Partie und ist gleichzeitig eine Warnung vor den Grauen des Nazi-Regimes.

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Ein Buch über Schach?
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 30.12.2014
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ich habe mal wieder eine Schullektüre meiner Kinder mitgelesen. Die Schachnovelle ist zu meiner eigenen Schulzeit an mir vorbeigegangen. Heute habe ich es mit großem Interesse gelesen. Der Ich-Erzähler berichtet, wie auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires drei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen: Da ist zum einen der... Ich habe mal wieder eine Schullektüre meiner Kinder mitgelesen. Die Schachnovelle ist zu meiner eigenen Schulzeit an mir vorbeigegangen. Heute habe ich es mit großem Interesse gelesen. Der Ich-Erzähler berichtet, wie auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires drei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen: Da ist zum einen der amtierende Schachweltmeister, ein aus einer unteren Gesellschaftsschicht stammender junger Mann, der sich nur dadurch auszeichnet, dass er mit einer unglaublichen Präzision und geradezu roboterartig Schach zu spielen vermag. Der zweite Charakter ist ein reichlich arroganter Öl-Millionär und der dritte ist ein österreichischer Emigrant namens Dr. B. Dieser Dr. B. hat Furchtbares erlebt. Von der Gestapo wurde er einer Isolationsfolter unterzogen, in deren Verlauf er viele imaginäre Schachpartien durchspielte. Das tat er in der Hoffnung, durch die geistige Betätigung nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Tatsächlich erleidet er eine Art Persönlichkeitsspaltung, die zu einem heftigen Nervenfieber führt. Aufgrund dessen wird er aus der Haft entlassen und des Landes verwiesen. Von einem Arzt wurde er dringend gewarnt, sich auf kein Schachspiel mehr einzulassen… Erwartet hatte ich aufgrund des Titels, dass ein Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht. Tatsächlich geht es aber wirklich um ganz andere Dinge. Da sind – natürlich wieder einmal – die Schrecken der Nazi-Zeit. Im aktuellen Fall geht es um die Themen Isolationsfolter und Verhöre. Beides wird sehr eindringlich beschrieben und ich konnte sehr intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in seiner Gefangenschaft fühlen musste! Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung mit den imaginären Schachpartien klammert. Wie ihm das zunächst hilft, ihm Hoffnung verleiht! Und dann der Wandel, die sich anbahnende Persönlichkeitsspaltung! Aber auch die anderen Charaktere sind interessant und bilden starke Kontraste zueinander. Sie verbindet eigentlich nur das Schachspiel, doch aus völlig verschiedenen Gründen. Für den Weltmeister ist es aufgrund seiner Herkunft die einzige Möglichkeit, zu Ansehen zu kommen. Und zudem auch das einzige Gebiet, auf dem er wirklich gut ist. Der Öl-Millionär sieht im Schachspiel nur einen Zeitvertreib, den er möglichst gewinnen will, weil verlieren nicht zu seinem Wortschatz gehört. Und für Dr. B. war das Schachspiel zunächst Hilfe und wird später zum Fluch. Ein tolles Buch! Und obwohl die Personen natürlich viel Schach spielen, muss man das Spiel nicht beherrschen, um der Handlung zu folgen. Wenn ich Wikipedia Glauben schenken darf, muss Stefan Zweig selbst ein lausiger Schachspieler gewesen sein.

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In der Kürze liegt die Würze.
von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2012
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Ich habe das Buch für meine deutsch Maturaprüfung lesen müssen und war darum zu Beginn recht skeptisch. Nachdem ich es nun gelesen habe, muss ich sagen, dass es wirklich ein gutes Buch ist. Es ist einfach und verständlich geschrieben Mit 109 Seiten ist es ein eher dünnes Buch, da... Ich habe das Buch für meine deutsch Maturaprüfung lesen müssen und war darum zu Beginn recht skeptisch. Nachdem ich es nun gelesen habe, muss ich sagen, dass es wirklich ein gutes Buch ist. Es ist einfach und verständlich geschrieben Mit 109 Seiten ist es ein eher dünnes Buch, da auch die Schrift relativ gross ist und es eine strukturierte Gliederung hat. Die ganze Geschichte spielt mit nur 4 Hauptpersonen (Ich-Erzähler, McConnor, Dr. B. und Czentovic). Jede Figur hat einen anderen Charakter, was der ganzen Lektüre pep gibt. Das Buch empfehle ich jedem. Schachkenntnisse sind übrigens überhaupt nicht notwendig!

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Nicht nur für Schachspieler
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 04.05.2012
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Im Mittelpunkt der Novelle stehen zwei Schachgenies, eines mit Schachpraxis, das andere nur mit Schachtheorie. Wer von ihnen wird am Ende ihres Duells "Schachmatt" sagen können? Der österreichische Schriftsteller legt in der Erzählung vor allem Wert auf die psychologische Tiefenauslotung der beiden sich gegenüberstehenden Charaktere. Die technischen Details des... Im Mittelpunkt der Novelle stehen zwei Schachgenies, eines mit Schachpraxis, das andere nur mit Schachtheorie. Wer von ihnen wird am Ende ihres Duells "Schachmatt" sagen können? Der österreichische Schriftsteller legt in der Erzählung vor allem Wert auf die psychologische Tiefenauslotung der beiden sich gegenüberstehenden Charaktere. Die technischen Details des Schachspiels treten dabei in den Hintergrund, so dass auch Schachunverständige - wie ich einer bin - die Erzählung genießen können. Neben dem Schach kommen aber auch andere Aspekte zum Zug, wie z.B. Gefangennahme u. Verhöre durch die Nationalsozialisten. Wer gute Literatur zu schätzen weiß, aber nicht viel Zeit zum Lesen hat, dem sei die ca. 100 Seiten umfassende Novelle sehr ans Herz gelegt.

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Die "Schachnovelle"
von Paul Gilius aus Kaiserslautern am 13.08.2010
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die Geschichte des Dr. B., der in Gefangenschaft der Nazionalsozialisten kommt und berühmte Schachpartien im Kopf immer wieder und wieder durchspielt, um nicht verrückt zu werden, ist aufwühlend, spannend und fesselnd geschrieben. Jahre später bekommt er auf einer Kreuzfahrt die Möglichkeit eine Partie gegen den amtierenden Schachweltmeister zu spielen. Er... Die Geschichte des Dr. B., der in Gefangenschaft der Nazionalsozialisten kommt und berühmte Schachpartien im Kopf immer wieder und wieder durchspielt, um nicht verrückt zu werden, ist aufwühlend, spannend und fesselnd geschrieben. Jahre später bekommt er auf einer Kreuzfahrt die Möglichkeit eine Partie gegen den amtierenden Schachweltmeister zu spielen. Er nimmt in dem Bewusstsein an, dass er sich der Gefahr aussetzt, wieder verrückt zu werden. "Die Schachnovelle" von Stefan Zweig ist ein hervorragendes Buch und eine wundervolle Lektüre.

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Schachnovelle
von Sandra Bungert aus Bonn am 23.04.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Der Autor beschreibt sehr eindringlich eine der perfidesten Formen der Folter - dem Geist jede Möglichkeit der Beschäftigung zu nehmen, sowie den Wahnsinn, der entsteht wenn er nach langer Zeit der Untätigkeit eine, aber auch nur diese eine Beschäftigungsmöglichkeit ( hier das Schachspiel gegen sich selbst) bekommt. Zu... Der Autor beschreibt sehr eindringlich eine der perfidesten Formen der Folter - dem Geist jede Möglichkeit der Beschäftigung zu nehmen, sowie den Wahnsinn, der entsteht wenn er nach langer Zeit der Untätigkeit eine, aber auch nur diese eine Beschäftigungsmöglichkeit ( hier das Schachspiel gegen sich selbst) bekommt. Zu Recht Schullektüre!

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Wahnsinnig genial!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.03.2010
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten... Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens zu würdigen. Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Literatur.

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