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Schachnovelle

(22)

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»Das Unwahrscheinliche hatte sich ereignet, der Weltmeister, der Champion zahlloser Turniere hatte die Fahne gestrichen vor einem Unbekannten, einem Manne, der zwanzig oder fünfundzwanzig Jahre kein Schachbrett angerührt. Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus, hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt!«
Das Erstaunen ist gross, als der unscheinbare Dr. B., österreichischer Emigrant auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires, eher zufällig gegen den amtierenden Schachweltmeister Mirko Czentovic antritt und seinen mechanisch routinierten Gegner mit verspielter Leichtigkeit besiegt. Doch das Schachspiel fördert Erinnerungen an den Terror seiner Inhaftierung im Nationalsozialismus zutage und reisst eine seelische Wunde wieder auf, die erneut Dr. B.s geistige Gesundheit bedroht.

Rezension
"Diese Novelle ist ein Vermächtnis. Die Erzählerleidenschaft eines Autors, der in unersättlich produktiver Neugierde die Weltgeschichte durcheilte und mit unfehlbarem Instinkt überall da haltmachte, wo ein verborgener Schatz zu heben, ein psychologisches Rätsel zu lösen war...findet man auf den noch nicht hundert kleinen Seiten dieses Büchleins beispielhaft komprimiert." (Der Tagesspiegel)
Portrait
Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren. Noch während des Studiums veröffentlichte er 1901 seinen ersten Gedichtband. Nach der Promotion unternahm er Reisen durch nahezu die ganze Welt. Zum Militärdienst untauglich, arbeitete er im Kriegsarchiv, bis er als Kriegsgegner 1917 nach Zürich gehen konnte. Von 1919 bis 1934 lebte er zumeist in Salzburg. Seit 1935 zog er sich gelegentlich nach London zurück, wohin er 1938 emigrierte. Zunehmend ruheloser, ging er 1940 für einige Monate nach New York und übersiedelte im August 1941 nach Brasilien. Seine Autobiographie ›Die Welt von Gestern‹ und die ›Schachnovelle‹ vollendete er noch, die Biographie Balzacs blieb Fragment, als er am 23. Februar 1942 zusammen mit seiner Frau »aus freiem Willen und mit klaren Sinnen« aus dem Leben schied.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 109
Erscheinungsdatum 01.09.1987
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-21522-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 191/121/12 mm
Gewicht 126
Auflage 67
Verkaufsrang 9.071
Buch (Taschenbuch)
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„viel besser als erwartet!“

Geraldine Chantal Daphne Dettwiler, Buchhandlung Basel

Seit neustem lesen mein Freund und ich uns gegenseitig abends etwas vor. Er hat mir Schachnovelle vom Stefan zweig vorgelesen.Um die Rezension nicht länger als das Buch zu machen: Ich fand es unglaublich spannend und fesselnd! Und zwar weil die Erzählweise so packend war, detailliert und die direkte Rede war sehr realistisch dargestellt.Selbst Seit neustem lesen mein Freund und ich uns gegenseitig abends etwas vor. Er hat mir Schachnovelle vom Stefan zweig vorgelesen.Um die Rezension nicht länger als das Buch zu machen: Ich fand es unglaublich spannend und fesselnd! Und zwar weil die Erzählweise so packend war, detailliert und die direkte Rede war sehr realistisch dargestellt.Selbst für nicht-Klassiker-Fans eine gute kurzweilige Lektüre.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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der schmale Grat zwischen Wahnsinn und Genie
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 08.08.2005

Stefan Zweigs Schachnovelle ist eines der bekanntesten Werke der deutschsprachigen Literatur und auch eines der wohl komplexesten Bücher welches in den breiten Bereich der Beletristik fällt. Zweigs Klassiker wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers vorgetragen, der auf einer Überseefahrt Zeuge eines Schachduells zwischen zwei Personen wird, die kaum unterschiedlicher... Stefan Zweigs Schachnovelle ist eines der bekanntesten Werke der deutschsprachigen Literatur und auch eines der wohl komplexesten Bücher welches in den breiten Bereich der Beletristik fällt. Zweigs Klassiker wird aus der Sicht eines Ich-Erzählers vorgetragen, der auf einer Überseefahrt Zeuge eines Schachduells zwischen zwei Personen wird, die kaum unterschiedlicher sein können. Die eine Person ist die einzigartige Verkörperung eines Anti-Genies, des Schachweltmeister Mirko Czentovic, der im Grunde kaum mehr als ein ungebildeter Flegel ist, dessen einziges Talent in seinem meisterhaften Schachspiel liegt. Die andere Person ist Dr. B, das genaue Gegenstück zum eigentümlichen Schachmeister, ein Intellektueller der von den Nationalsozialisten im Verlauf eines besonderen Folterprogrammes für Intellektuelle in ein fast vollkommen leeres Zimmer gesperrt wurde, um dort durch den Entzug jeglicher geistiger Beschäftigungsmöglichkeiten Geständnisse von ihm zu erpressen. Jedoch gelangt er in den Besitze eines einzigen Buches, über Schachpartien großer Meister, das er zunächst auswendig lernt und dessen Spiele er nachher eins zu eins nachspielt. In diesem Wahn gelingt es ihm schließlich seiner Hölle zu entkommen und so ist er an Bord dieses Schiffes gekommen. Um herauszufinden ob sein Tun damals bereits ein Akt des Wahnsinns war, willigt er schließlich ein eine Partie gegen den Schachmeister zu spielen. Verglichen mit anderen Büchern ist die Schachnovelle etwas kürzer gehalten, doch der Spielraum der Geschichte reicht aus, um alle Aspekte der beiden Charaktere genügend zur Geltung zu bringen. Dieses Buch gehört ausnahmslos zur anspruchsvolleren Literatur und ich möchte es vor allem Jenen empfehlen, die sich für diese interessieren.

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6 0
Eine Perle der Literatur
von Thomas Zörner aus Lentia am 26.11.2007

Stefan Zweig gehört wohl zu den bekanntesten österreichischen Literaten aller Zeiten und sein Werk "Die Schachnovelle" ist sicher sein berühmtestes. Auf knapp über 100 Seiten erzählt Zweig die Geschichte einer Kreuzfahrt auf der der Ich-Erzähler den Schachweltmeister, einen Bauerntölpel simplen Gemüts trifft und er und ein paar andere Mitreisende fordern... Stefan Zweig gehört wohl zu den bekanntesten österreichischen Literaten aller Zeiten und sein Werk "Die Schachnovelle" ist sicher sein berühmtestes. Auf knapp über 100 Seiten erzählt Zweig die Geschichte einer Kreuzfahrt auf der der Ich-Erzähler den Schachweltmeister, einen Bauerntölpel simplen Gemüts trifft und er und ein paar andere Mitreisende fordern ihn zu einem Spiel heraus. Nach einer schmachvollen Niederlage fordert man Revanche und erhält am darauffolgenden Tag bei eben dieser plötzlich Unterstützung eines unbekannten Meisters, der das erste Spiel noch auf ein Unentschieden rettet, das zweite aber zum Sieg führt. Zweigs Novelle ist nicht nur eine Erzählung über das Schachspiel sondern eine Schilderung der Verzweiflung nach Ablenkung in vollkommener Isolation. Ein unglaubliches Werk das der Autor in diesem kleinen Umfang schafft, trotz dem er die Figuren dem Leser ungemein nahe bringt, gerade den geheimnisvollen Dr. B. Die Schachnovelle ist ein Muss für alle Literaturinteressierten, selbst Nichtschachspieler können sich der Spannung des Spiels kaum entziehen. Ein Glanzstück.

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2 0
Ein unvergleichliches Juwel der Literatur
von einer Kundin/einem Kunden aus Kottingbrunn, Niederösterreich am 28.12.2006

Stefan Zweigs Werk gehört aus meiner Sicht zu den besten literarischen Werken die jemals geschaffen wurden. Nur wenige Bücher reichen an dieses heran. Es stellt eine wunderbare Parabel dar und ist in unglaublich schöner und geschliffener Sprache gefasst. Dieses Werk muss keinen Vergleich scheuen, ist es doch ein sprachliches,... Stefan Zweigs Werk gehört aus meiner Sicht zu den besten literarischen Werken die jemals geschaffen wurden. Nur wenige Bücher reichen an dieses heran. Es stellt eine wunderbare Parabel dar und ist in unglaublich schöner und geschliffener Sprache gefasst. Dieses Werk muss keinen Vergleich scheuen, ist es doch ein sprachliches, stilistisches und inhaltliches Meisterwerk. Auf einer Schiffsreise trifft der Icherzähler auf zwei Schachgenies von unterschiedlicher Prägung, wie sie extremer nicht sein könnte. Der eine - Czentovic - ist der aktuelle Schachweltmeister. Ein absoluter Fachidiot, ein ungebildeter funktioneller Analphabet der nichts als Schachspielen kann. Er definiert sich ausschließlich über diese Fähigkeit, hält sich für den wichtigsten Menschen der je geboren wurde, ist dementsprechend präpotent und herablassend. Der andere - Dr. B. - ist ein Feingeist, ein liebenswerter Mensch, der aus politischen Gründen psychisch zu Grunde gerichtet wurde. Die beiden Personen werden in Subplots dem Leser näher gebracht. Insbesondere legt Zweig Wert auf die Geschichte des Dr. B. der von der Gestapo in einem Hotelzimmer in Einzelhaft genommen wurde und zufällig ein Buch mit Schachpartien in die Hand bekam. Dieses Buch rettete ihm über einige Zeit seine geistige Gesundheit, indem er begann die Partien im Kopf nachzuspielen, um wenigstens etwas tun zu können. Letztlich aber war sein Verfall unaufhaltsam und so wurde nach einem Nervenzusammenbruch entlassen. Diesen Zustand beschreibt er selbst als "Schachvergiftung". Auf dem Schiff treffen diese beiden Giganten aufeinander und Dr. B. gelingt es Czentovic zu besiegen. Bei der Revanchepartie jedoch fällt er in seine "Schachvergiftung" zurück. Der Roman ist Zweigs literarisches Testament und hat daher auch große politisch-philosophische Aussage. Der Fachidiot Czentovic stellt das das von Zweig gezeichnete menschliche Ebenbild des puren Materialisten dar, dessen Ausgeburten letztlich Faschismus und Marxismus sind. Dr. B. andererseits steht für den aufgeklärten aber sozial orientierten Feingeist. In der Parabel gibt Zweig den Kampf verloren. Der Feingeist ist dem Materialisten unterlegen. "Die Schachnovelle" als Abschiedsbrief Stefan Zweigs zu bezeichnen ist nicht so verwegen, wie es zunächst klingen mag - beging er doch bald nach Fertigstellung des Werkes gemeinsam mit seiner Frau Selbstmord; er glaubte der deutsche Faschismus, vor dem er geflüchtet war, wäre nicht mehr aufzuhalten. Sprachlich liegt ein großartiges Werk zur Besprechung vor. Zweigs Sätze fordern darin einzutauchen, ihrem wunderbaren Klang zu lauschen. Man möchte sie stundenlang betrachten und genießen. Stilistisch ist die Novelle sehr gut aufgebaut. Die beiden Subplots geben dem kurzen Büchlein zusätzliche Tiefe und erfüllen das Buch erst wirklich mit Leben; stünde die Geschichte auf dem Schiff alleine, wäre sie allzu trivial. Die Personen des Buches sind absolut glaubhaft gezeichnet und haben einen Tiefgang wie er nur von wenigen Autoren wiedergegeben werden kann. Dieses Buch muss man einfach gelesen haben und es gibt keine Ausrede warum man das Lesen auf morgen verschieben sollte. Ich selbst habe den Fehler gemacht und habe es Jahre lang vor mir hergeschoben. Dabei erreicht man in zwei Stunden kurzweiligster Unterhaltung einen Gewinn für das ganze Leben. Ein Werk das man niemals vergessen wird und das man immer wieder zur Hand nehmen muss.

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2 0
Über das Lesen hinaus fesselnd...
von Lese-Juli aus Mainz am 27.07.2010

Diese ungewöhnliche dünne Büchlein bestellte ich mir aus reiner Neugier, der Klappentext hörte sich interessant und ungewöhnlich an. Ich las das Buch dann auch in einem Rutsch durch, da es extrem fesselnd geschrieben ist, man findet sich zeitweise in der Rolle des Protagonisten wieder und spürt fast selber die... Diese ungewöhnliche dünne Büchlein bestellte ich mir aus reiner Neugier, der Klappentext hörte sich interessant und ungewöhnlich an. Ich las das Buch dann auch in einem Rutsch durch, da es extrem fesselnd geschrieben ist, man findet sich zeitweise in der Rolle des Protagonisten wieder und spürt fast selber die qualvolle Langeweile und Einöde die er empfindet. Man ist hinterher sehr froh, wieder in das schillernde bunte reale Leben aufzuwachen. Dennoch hat mich die Geschichte gedankliche lange verfolgt - weshalb ich das Buch jedem nur weiterempfehlen kann!

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Schön zum Lesen
von David aus Wien am 10.12.2005

Die Schachnovelle ist ein äußerst interessantes Buch... Dr.B befindet sich an Bord eines Passagierschiffes und verfällt seiner Schachspielsucht, nachedm er monatelang von der Gestapo eingesperrt wurde, konnte er sich ein Buch ergattern... es war ein Schachbuch, zunächst war er nicht allzu begeistert davon, aber dann allmälich hatte er sich... Die Schachnovelle ist ein äußerst interessantes Buch... Dr.B befindet sich an Bord eines Passagierschiffes und verfällt seiner Schachspielsucht, nachedm er monatelang von der Gestapo eingesperrt wurde, konnte er sich ein Buch ergattern... es war ein Schachbuch, zunächst war er nicht allzu begeistert davon, aber dann allmälich hatte er sich in einen richtigen Wahn hineingesteigert,er hatte zwar nie auf einem reallen Schachbrett gespielt, abgesehn von seiner Jugendzeit, aber er konnte 6-7 Schachzüge im vorhinein berrechnen...Zu empfehlen da der Autor vermittelt wie verzweifelt Menschen sein können, wenn sie total isoliert sind

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1 0
Zeitlos aktuell
von Xirxe aus Hannover am 01.09.2016

Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein... Auf einer mehrtägigen Schiffsreise von New York nach Buenos Aires in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, wird der österreichische Ich-Erzähler Zeuge einer beeindruckenden Schachpartie. Der an Bord weilende Schachweltmeister spielt gegen eine Gruppe Amateure, ohne dass der geringste Zweifel an dessen Sieg besteht. Doch dann mischt sich ein unbekannter Passagier ein und das Spiel endet mit einem Remis. Am nächsten Tag soll ein weiteres Spiel stattfinden und der Ich-Erzähler fordert den Unbekannten zur Teilnahme auf. Dieser sträubt sich zunächst und erzählt ihm zur Erklärung seine Geschichte. Dieses kleine Büchlein, das gerade mal 104 Seiten mit verhältnismäßig groß gedruckten Buchstaben hat, ist sicherlich beeindruckender als viele andere Bücher, die einen drei- oder viermal so großen Umfang aufweisen. Vielleicht liegt es daran, dass Stefan Zweig viel mit Gegensätzlichkeiten gearbeitet hat, die eher im Gedächtnis bleiben. Einmal der introvertierte, ungebildete und langsame Schachweltmeister. Und der umgängliche, intellektuelle und beinahe manische 'Dilettant'. Oder der Ich-Erzähler, für den Schach 'nur' ein Spiel ist und sein Gegner, der alles als Wettkampf sieht und jede Niederlage als persönlichen Affront empfindet. Aber auch die Art, wie Zweig Schach beschreibt, wird mir im Gedächtnis bleiben. Insbesondere, weil er selbst überhaupt keinen großen Bezug dazu hatte. Zitat: "Ist es nicht auch eine Wissenschaft, eine Kunst, schwebend zwischen diesen Kategorien wie der Sarg Mohammeds zwischen Himmel und Erde, eine einmalige Bindung aller Gegensatzpaare; uralt und doch ewig neu, mechanisch in der Anlage und doch nur wirksam durch Phantasie, begrenzt in geometrisch starrem Raum und dabei unbegrenzt in seinen Kombinationen, ständig sich entwickelnd und doch steril, ein Denken, das zu nichts führt, eine Mathematik, die nichts errechnet, eine Kunst ohne Werke, eine Architektur ohne Substanz und nichtsdestominder erwiesenermaßen dauerhafter in seinem Sein und Dasein als alle Bücher und Werke...* Dazu die unglaublich genauen Beschreibungen der einzelnen Charaktere und Situationen, die derart zeitlos gut sind, dass Manches klingt, als wäre es eben erst geschrieben worden. Zitat: "Nun hatten die Nationalsozialisten, längst ehe sie ihre Armeen gegen die Welt aufrüsteten, eine andere ebenso gefährliche und geschulte Armee in allen Nachbarländern zu organisieren begonnen, die Legion der Benachteiligten, der Zurückgesetzten, der Gekränkten." Ein kleines, aber sehr feines Büchlein, das man nicht nur in der Schule lesen sollte - sofern es dort überhaupt noch im entsprechenden Kanon steht.

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Ein Buch über Schach?
von einer Kundin/einem Kunden aus Mülheim am 30.12.2014

Ich habe mal wieder eine Schullektüre meiner Kinder mitgelesen. Die Schachnovelle ist zu meiner eigenen Schulzeit an mir vorbeigegangen. Heute habe ich es mit großem Interesse gelesen. Der Ich-Erzähler berichtet, wie auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires drei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen: Da ist zum einen der... Ich habe mal wieder eine Schullektüre meiner Kinder mitgelesen. Die Schachnovelle ist zu meiner eigenen Schulzeit an mir vorbeigegangen. Heute habe ich es mit großem Interesse gelesen. Der Ich-Erzähler berichtet, wie auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires drei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen: Da ist zum einen der amtierende Schachweltmeister, ein aus einer unteren Gesellschaftsschicht stammender junger Mann, der sich nur dadurch auszeichnet, dass er mit einer unglaublichen Präzision und geradezu roboterartig Schach zu spielen vermag. Der zweite Charakter ist ein reichlich arroganter Öl-Millionär und der dritte ist ein österreichischer Emigrant namens Dr. B. Dieser Dr. B. hat Furchtbares erlebt. Von der Gestapo wurde er einer Isolationsfolter unterzogen, in deren Verlauf er viele imaginäre Schachpartien durchspielte. Das tat er in der Hoffnung, durch die geistige Betätigung nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Tatsächlich erleidet er eine Art Persönlichkeitsspaltung, die zu einem heftigen Nervenfieber führt. Aufgrund dessen wird er aus der Haft entlassen und des Landes verwiesen. Von einem Arzt wurde er dringend gewarnt, sich auf kein Schachspiel mehr einzulassen… Erwartet hatte ich aufgrund des Titels, dass ein Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht. Tatsächlich geht es aber wirklich um ganz andere Dinge. Da sind – natürlich wieder einmal – die Schrecken der Nazi-Zeit. Im aktuellen Fall geht es um die Themen Isolationsfolter und Verhöre. Beides wird sehr eindringlich beschrieben und ich konnte sehr intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in seiner Gefangenschaft fühlen musste! Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung mit den imaginären Schachpartien klammert. Wie ihm das zunächst hilft, ihm Hoffnung verleiht! Und dann der Wandel, die sich anbahnende Persönlichkeitsspaltung! Aber auch die anderen Charaktere sind interessant und bilden starke Kontraste zueinander. Sie verbindet eigentlich nur das Schachspiel, doch aus völlig verschiedenen Gründen. Für den Weltmeister ist es aufgrund seiner Herkunft die einzige Möglichkeit, zu Ansehen zu kommen. Und zudem auch das einzige Gebiet, auf dem er wirklich gut ist. Der Öl-Millionär sieht im Schachspiel nur einen Zeitvertreib, den er möglichst gewinnen will, weil verlieren nicht zu seinem Wortschatz gehört. Und für Dr. B. war das Schachspiel zunächst Hilfe und wird später zum Fluch. Ein tolles Buch! Und obwohl die Personen natürlich viel Schach spielen, muss man das Spiel nicht beherrschen, um der Handlung zu folgen. Wenn ich Wikipedia Glauben schenken darf, muss Stefan Zweig selbst ein lausiger Schachspieler gewesen sein.

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In der Kürze liegt die Würze.
von einer Kundin/einem Kunden am 29.06.2012

Ich habe das Buch für meine deutsch Maturaprüfung lesen müssen und war darum zu Beginn recht skeptisch. Nachdem ich es nun gelesen habe, muss ich sagen, dass es wirklich ein gutes Buch ist. Es ist einfach und verständlich geschrieben Mit 109 Seiten ist es ein eher dünnes Buch, da... Ich habe das Buch für meine deutsch Maturaprüfung lesen müssen und war darum zu Beginn recht skeptisch. Nachdem ich es nun gelesen habe, muss ich sagen, dass es wirklich ein gutes Buch ist. Es ist einfach und verständlich geschrieben Mit 109 Seiten ist es ein eher dünnes Buch, da auch die Schrift relativ gross ist und es eine strukturierte Gliederung hat. Die ganze Geschichte spielt mit nur 4 Hauptpersonen (Ich-Erzähler, McConnor, Dr. B. und Czentovic). Jede Figur hat einen anderen Charakter, was der ganzen Lektüre pep gibt. Das Buch empfehle ich jedem. Schachkenntnisse sind übrigens überhaupt nicht notwendig!

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Nicht nur für Schachspieler
von einer Kundin/einem Kunden aus Göppingen (BaWü) am 04.05.2012

Im Mittelpunkt der Novelle stehen zwei Schachgenies, eines mit Schachpraxis, das andere nur mit Schachtheorie. Wer von ihnen wird am Ende ihres Duells "Schachmatt" sagen können? Der österreichische Schriftsteller legt in der Erzählung vor allem Wert auf die psychologische Tiefenauslotung der beiden sich gegenüberstehenden Charaktere. Die technischen Details des... Im Mittelpunkt der Novelle stehen zwei Schachgenies, eines mit Schachpraxis, das andere nur mit Schachtheorie. Wer von ihnen wird am Ende ihres Duells "Schachmatt" sagen können? Der österreichische Schriftsteller legt in der Erzählung vor allem Wert auf die psychologische Tiefenauslotung der beiden sich gegenüberstehenden Charaktere. Die technischen Details des Schachspiels treten dabei in den Hintergrund, so dass auch Schachunverständige - wie ich einer bin - die Erzählung genießen können. Neben dem Schach kommen aber auch andere Aspekte zum Zug, wie z.B. Gefangennahme u. Verhöre durch die Nationalsozialisten. Wer gute Literatur zu schätzen weiß, aber nicht viel Zeit zum Lesen hat, dem sei die ca. 100 Seiten umfassende Novelle sehr ans Herz gelegt.

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Schachnovelle
von Sandra Bungert aus Bonn am 23.04.2010

Der Autor beschreibt sehr eindringlich eine der perfidesten Formen der Folter - dem Geist jede Möglichkeit der Beschäftigung zu nehmen, sowie den Wahnsinn, der entsteht wenn er nach langer Zeit der Untätigkeit eine, aber auch nur diese eine Beschäftigungsmöglichkeit ( hier das Schachspiel gegen sich selbst) bekommt. Zu... Der Autor beschreibt sehr eindringlich eine der perfidesten Formen der Folter - dem Geist jede Möglichkeit der Beschäftigung zu nehmen, sowie den Wahnsinn, der entsteht wenn er nach langer Zeit der Untätigkeit eine, aber auch nur diese eine Beschäftigungsmöglichkeit ( hier das Schachspiel gegen sich selbst) bekommt. Zu Recht Schullektüre!

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Wahnsinnig genial!
von einer Kundin/einem Kunden am 24.03.2010

Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten... Stefan Zweig zeigt auf, wie schmal der Grad zwischen Genialität und Wahnsinn doch sein kann. Des Weiteren wird in dem kurzen Werk eine äußerst subtile Art der Folter detailgenau beschrieben: die Isolation, die völlige Abschottung von der Außenwelt. Zudem lehrt der Autor den Leser auch auf so wenigen Seiten die Faszination des Schachspielens zu würdigen. Nicht umsonst zählt dieses Werk zu den großen Klassikern der deutschsprachigen Literatur.

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Genialität oder Wahnsinn?
von Mattias Maichin aus Mannheim am 04.01.2010

Auf einem Passagierdampfer fordert ein Millionär gegen Bezahlung den Schachweltmeister zu einer Partie heraus. Der mitreisende Passagier Dr. B. hilft dem Millionär bei dem Spiel und wird daraufhin selbst vom Weltmeister herausgefordert. Der zweite Teil der Geschichte beschreibt, wie Dr. B. von der Gestapo monatelang eingesperrt ist und sich... Auf einem Passagierdampfer fordert ein Millionär gegen Bezahlung den Schachweltmeister zu einer Partie heraus. Der mitreisende Passagier Dr. B. hilft dem Millionär bei dem Spiel und wird daraufhin selbst vom Weltmeister herausgefordert. Der zweite Teil der Geschichte beschreibt, wie Dr. B. von der Gestapo monatelang eingesperrt ist und sich mit Hilfe eines Schachbuchs, mit dem er durch das blinde spielen von 150 Partien, seinen Verstand bewahren will, bis ihn ein Nervenfieber packt... Die Schachnovelle ist ein Meisterstück der Literatur; sehr faszinierend und spannend!

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Schachvergiftung
von Sophie Bergmann aus St.Johann am 12.11.2009

Der Protagonist Dr.B., ein österreichischer Emigrant, trifft zu Beginn der Novelle auf den amtierenden Schachweltmeister Czentovic, einen engstirnigen, ungebildeten Mann. Sein Metier jedoch verübt er mit einer ungemeinen mechanischen Präzision. Dr. B. wird auf ihn aufmerksam, da Czentovic an Bord des Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires von... Der Protagonist Dr.B., ein österreichischer Emigrant, trifft zu Beginn der Novelle auf den amtierenden Schachweltmeister Czentovic, einen engstirnigen, ungebildeten Mann. Sein Metier jedoch verübt er mit einer ungemeinen mechanischen Präzision. Dr. B. wird auf ihn aufmerksam, da Czentovic an Bord des Passagierdampfers von New York nach Buenos Aires von einem Millionär zu einem Spiel herausgefordert wird. Dr. B. beobachtet das Geschehen und greift in letzter Sekunde ein, um gerade noch ein Remis gegen Czentovic zu erzielen... Nun wird der mysteriöse Beobachter gebeten alleine gegen den Weltmeister anzutreten, er verfällt jedoch in eine Art Schachfieber... In Form eines Flashbacks wird die Geschichte des Dr.B. nun erzählt- eine unumgängliche, grandiose, auf wenig Seiten verfasste und doch gedankenzermürbende, sehr spannende Geschichte über Isolation und die damit verbundene Anstrengung des eigenen Geistes, nicht komplett wahnsinnig zu werden, was jedoch zu einem "Nervenfieber" führen kann.

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Wunderwerk der Literatur
von Manu aus Wien am 28.07.2007

Zwei Koryphären der Schachkunst treten in einem gnadenlosen Duell gegeneinander an u. bestreiten den Kampf ihres Lebens. Auf der einen Seite Mirko Czentovic, ein stümperhafter realitätsfremder Bauernjunge dessen einzige Fähigkeit sich gesammelt in der meisterhafen Begabung des Schachspiels wiederfindet. Auf der anderen Seite Dr. B., ein ehemaliger Häftling der... Zwei Koryphären der Schachkunst treten in einem gnadenlosen Duell gegeneinander an u. bestreiten den Kampf ihres Lebens. Auf der einen Seite Mirko Czentovic, ein stümperhafter realitätsfremder Bauernjunge dessen einzige Fähigkeit sich gesammelt in der meisterhafen Begabung des Schachspiels wiederfindet. Auf der anderen Seite Dr. B., ein ehemaliger Häftling der Gestapo der sich während der Gefangenschaft gegen die schwere psychische Folter erwähren konnte in dem er-entnommen aus dem Buch eines Wärters das er aus dessen Manteltasche stehlen konnte-berühmte Schachpartien blind (imaginär) nachspielte um nicht dem Wahnsinn zu verfallen und somit dem psychisch befreienden Drang zu wiederstehen ein Geständnis abzulegen. Doch die 150 Partien welche in den Buch enthalten sind reichen für die über viele Monate andauernde Haft nicht aus, somit entwickelt Dr. B. seine eigene Zwei- wie auch Zwiespaltigkeit des Gehirn, eine selbst antrainierte u. erarbeitete Schizophrenie um selbst gegen sich selbst anzutreten. Ein unerbittlicher nicht enden wollender Kampf gegen sich selbst u. wiederum gegen sich selbst beginnt, führt zu einer Sucht und treibt ihn nun auf diese Weise in den Wahsinn. Nach seinem physichen Urknall, dem Fall Österreichs unter Hitler u. unter der humanen Mithilfe eines Arztes gerät er aus der Gefangenschaft und wir zur Emigration verpflichtet. 25 Jahre später, ohne sich in der Zwischenzeit jemals wieder dem Schachspiel u. somit seiner selbst auferlegten Nervensucht hinzugeben, tritt der einem meisterhaften Könner dieser Passion gegenüber u. begibt sich dadurch in die packenden Fängen des anwandelnden herzrassenden Wahnsinns zurück.

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Klassiker
von Mrs Buchwurm am 05.10.2011

Trotz des vermeintlich trockenen Themas "Schach" - überraschend gut! Es geht um einen Mann der in Haft sitzt und eine Beschäftigung sucht, diese findet er im Schachspiel. Da er in der Zelle nichts anderes zur verfügung hat, als eine karrierte Decke und Brotkrümel, verwendet er diese Gegenstände um sich ein... Trotz des vermeintlich trockenen Themas "Schach" - überraschend gut! Es geht um einen Mann der in Haft sitzt und eine Beschäftigung sucht, diese findet er im Schachspiel. Da er in der Zelle nichts anderes zur verfügung hat, als eine karrierte Decke und Brotkrümel, verwendet er diese Gegenstände um sich ein eigenes Schachbrett zu basteln. Es dauert nicht lange und er braucht das alles nicht mehr, denn er spielt im Kopf gegen sich selbst Schach und wird förmlich besessen davon. Eine tragische Geschichte über ein Genie!

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kurz und gut
von ray7 aus Tulln am 22.12.2010

Das perfekte Buch um Wartezeiten oder Zugfahrten von ca. 1 Stunde zu überbrücken - denn länger braucht man nicht um dieses Meisterstück auszulesen. Alle Nuancen der Handlung und alle psychologischen Überlegungen zu erkennen dauert hingegen entschieden länger - die Schachnovelle kann einen sehr lange beschäftigen. Deshalb zeigt sich die... Das perfekte Buch um Wartezeiten oder Zugfahrten von ca. 1 Stunde zu überbrücken - denn länger braucht man nicht um dieses Meisterstück auszulesen. Alle Nuancen der Handlung und alle psychologischen Überlegungen zu erkennen dauert hingegen entschieden länger - die Schachnovelle kann einen sehr lange beschäftigen. Deshalb zeigt sich die Kunst Zweigs in dieser Novelle auch in der Komprimierung einer großen Geschichte in wenig Wörter.

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Ein Spiel zwischen Vernunft und Wahnsinn
von Conny Hannesschläger aus Pasching am 09.02.2010

Schach ist ein Kampf, aber hauptsächlich gegen die eigenen Fehler! Was geschieht aber, wenn der einzige Fehler die eigene krankhafte Nervenschwäche ist...diagnostiziert nach monatelangen, in Gefangenschaft gespielten 150 blinden Partien? Es wird ein Spiel um Vernunft oder Wahnsinn!!!

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Lesenswert!
von Zitronenblau am 30.01.2008

Die Schachnovelle kann ich eigentlich nur jedem empfehlen. Die Geschichte (oder eigentlich 2 Geschichten) ist so aufregend, dass man die Novelle in einem Atmezug durchliest. Psychologisch meisterhaft, aber das ist ja typisch für Zweig. Einer der besten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts! Ihm geht es immer um Psychologie! Und es... Die Schachnovelle kann ich eigentlich nur jedem empfehlen. Die Geschichte (oder eigentlich 2 Geschichten) ist so aufregend, dass man die Novelle in einem Atmezug durchliest. Psychologisch meisterhaft, aber das ist ja typisch für Zweig. Einer der besten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts! Ihm geht es immer um Psychologie! Und es ist immer wieder unfassbar und doch so nahegehend...

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Schachmatt gesetzt
von Tobias Zehnder aus Bern am 03.04.2007

Es gibt viel Weltliteratur. Fast mehr als es überhaupt Welt gibt könnte man meinen. Darunter befinden sich Werke, die nur die wenigsten verstehen und solche die nur die wenigsten verstehen wollen. Die Schachnovelle gehört nicht dazu. Im Gegensatz zu anderen literarischen Meilensteinen hat diese Novelle den anderen nämlich etwas... Es gibt viel Weltliteratur. Fast mehr als es überhaupt Welt gibt könnte man meinen. Darunter befinden sich Werke, die nur die wenigsten verstehen und solche die nur die wenigsten verstehen wollen. Die Schachnovelle gehört nicht dazu. Im Gegensatz zu anderen literarischen Meilensteinen hat diese Novelle den anderen nämlich etwas voraus: Sie ist verständlich. Zweigs Handlung ist ebenso mitreissend wie einfach erzählt. Und das grosse Kunststück dabei ist, dass nie die Tiefe verloren geht. Immer wieder tauchen Symbole auf, Hinweise und Verknüpfungen. Die Geschichte der Hauptfigur wird lebendig, so dass man (selbst wenn man nicht Schach spielt) förmlich bei dem Wettkampf mitfiebert. Diese dramatische Tiefe geht denn auch so weit, dass es einem schwer fällt die nur in 100 Seiten lieb gewonne Figur schon wieder ziehen zu lassen. So ist die Schachnovelle ein inhaltlich gut lesbares, aber dennoch tiefschürfendes Buch, das leider viel zu früh ein Ende findet. Wer sich aber erstmals in die Weltliteratur einlesen will, dem sei dieses Werk wärmstens empfohlen.

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In der Kürze liegt die Würze
von Grammatik aus der Schweiz am 06.02.2007

Auch wenn der Anfang wirklich höchstens mittelmässig zu bewerten ist, schneidet das Büchlein im Gesamteindruck sehr gut ab. Schöne Geschichte, schöne Formulierungen. In der Geschichte treffen zwei völlig verschiedene Menschen aufeinander: Der unhöfliche, eingebildete Bauernlümmel trifft auf einen Gegner, der seiner würdig ist. Ein dem Schachspiel verfallener, gefolterter und wahnsinniger Mann, der... Auch wenn der Anfang wirklich höchstens mittelmässig zu bewerten ist, schneidet das Büchlein im Gesamteindruck sehr gut ab. Schöne Geschichte, schöne Formulierungen. In der Geschichte treffen zwei völlig verschiedene Menschen aufeinander: Der unhöfliche, eingebildete Bauernlümmel trifft auf einen Gegner, der seiner würdig ist. Ein dem Schachspiel verfallener, gefolterter und wahnsinniger Mann, der aber auch freundlich und intelligent ist. Und das auf nicht mal 100 Seiten: in der Kürze liegt die Würze.

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