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Schamland

Die Armut mitten unter uns

(21)

In einer einzigartigen Mischung aus Sozialreportage und messerscharfer Gesellschaftsanalyse nimmt Stefan Selke uns mit in die unbekannte Welt der Armen. Er zeichnet das Leben jener Menschen, die einst in der Mitte der Gesellschaft lebten und sich verzweifelt bemühen, ein Stück Normalität zu bewahren.

Rezension
"Selkes Porträt der Armut geht unter die Haut"., Psychologie heute, Tilmann Moser, 01.10.2013
Portrait
Stefan Selke, 1967, ist Professor an der Hochschule Furtwangen mit dem Lehrgebiet "Gesellschaftlicher Wandel". Im Rahmen seiner Feldforschungen beschäftigt er sich seit 2006 mit der modernen Armenspeisung in Suppenküchen und Tafeln. Er ist Initiator des Aktionsbündnisses "Armgespeist. 20 Jahre Tafeln sind genug!" und ist als kritischer Tafelforscher und öffentlicher Soziologe ein begehrter Gesprächspartner in den Medien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 06.03.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-548-37550-2
Verlag Ullstein Verlag
Maße (L/B/H) 190/120/27 mm
Gewicht 273
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Gutes Sachbuch
von Karlheinz aus Frankfurt am 27.03.2017

Stefan Beilke kritisiert hier anhand von Beispielen, vor allem aber am Beispiel der Tafeln (aufgrund dessen 20 jährigen Jubiläums), den Umgang unserer sozialen Marktwirtschaft mit Armut. In fünf große Kapitel aufgeteilt nähert sich der Autor seiner Meinung immer mehr an, aber bereits im Vorwort wird die Richtung in die... Stefan Beilke kritisiert hier anhand von Beispielen, vor allem aber am Beispiel der Tafeln (aufgrund dessen 20 jährigen Jubiläums), den Umgang unserer sozialen Marktwirtschaft mit Armut. In fünf große Kapitel aufgeteilt nähert sich der Autor seiner Meinung immer mehr an, aber bereits im Vorwort wird die Richtung in die er geht klar. Sachlich und wissenschaftlich geschrieben, ohne dabei den Leser aus dem Auge zu verlieren, schafft es der Autor einen nicht einfachen Stoff, der auch nicht leicht verdaulich ist, gut zu verpacken. Dabei bringt er seine Auffassung detailliert und gut verständlich an den Leser. Vieles davon hat man schon gewusst, aber hier werden einem nochmal alle Gesichtspunkte und deren Auswirkungen vor Augen geführt. In den Anmerkungen sind die Quellenangaben erfasst, so dass die Grundlagen nachgewiesen sind, auch wenn natürlich die Schlüsse die hieraus gezogen werden durchaus diskutabel sind. Aber hier werden auch immer beide Seiten des „Problems“ betrachtet, was ich sehr angenehme finde, so wird keine Meinung aufgedrängt, auch wenn der Autor seine Meinung zu diesem Thema hat. Heraus zu heben ist das Kapitel „Der Chor der Tafelnutzer“, wo Stefan Beilke die Stellungsnahmen von vielen verschiedenen Tafelnutzern zusammenfasst, eine wirklich bedrückende Stimmung entsteht und man kann die Tafelnutzer richtig verstehen und lernt die Denkweise zu begreifen. Ebenfalls ist das Kapitel „Trostbrot“ sehr anschaulich, weil hier einige Fälle beschrieben werden, wie Menschen in diese Armut gelangen und wie sie selbst die Chancen ansehen diese wieder zu verlassen. Hier steigt man tief in die Praxis der Hilfe gegen die Armut ein. Fazit: Ein Buch das sehr nachdenklich stimmt. Manchmal auch unter die Haut geht und dennoch immer dem wissenschaftlichen Ansatz treu bleibt.

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Ein tiefer Blick, hinter die Kulissen
von YviWa am 17.12.2014

Stefan Selke- Schamland- Die Armut mitten unter uns- Econ Verlag Klappentext: "Wir leben im Schamland. Wir werden nun sprechen, alle zusammen. Wir sind die, die seit Jahren Almosen in Empfang nehmen. Wir sind die stimmen und das schlechte gewissen der neuen sozialen frage in Deutschland. Wir sind viele." In einer einzigartigen... Stefan Selke- Schamland- Die Armut mitten unter uns- Econ Verlag Klappentext: "Wir leben im Schamland. Wir werden nun sprechen, alle zusammen. Wir sind die, die seit Jahren Almosen in Empfang nehmen. Wir sind die stimmen und das schlechte gewissen der neuen sozialen frage in Deutschland. Wir sind viele." In einer einzigartigen Mischung aus Sozialreportage und messerschärfer Gesellschaftsanalyse nimmt der Soziologe Stefan Selke uns mit in die unbekannte Welt der Armen. Er zeichnet das Leben jener Menschen, die einst in der Mitte der Gesellschaft lebten und sich verzweifelt bemühen, ein Stück Normalität zu bewahren. Stefan Selke versucht in seinem Buch Schamland, den Alltag der Betroffenen mit den soziologischen und politischen Hintergründen zu vereinen. Zu Beginn beschreibt er auf 50 Seiten (Armut mitten unter uns) die soziologischen und politischen Hintergründe. Es werden Grunddaten aufgezeigt wie beispielsweise das Haushaltsnettoäquivalenzeinkommen und die relative Armutsgrenze. Weiterhin betrachtet er die subjektiv "gefühlte" Armut. Im zweiten und dritten Abschnitt des Buches, "Trostbrot" und "Der Chor der Tafelnutzer", gibt Stefan Selke den Betroffenen eine Stimme. Der Autor reiste für die Recherche des Buches durch ganz Deutschland um Gespräche mit den Nutzern der Tafeln zu führen. Diese fasst er in diesem Teil des Buches gefühlvoll und realistisch zusammen. Es wird auf viele Missstände hingewiesen, so beispielsweise auch auf die Berichterstattungen der Presse. Diese sind häufig wenig einfühlsam, wie die Überschrift eines Artikels "Abgespeist" darstellt. Der Wunsch sich selber etwas in einem normalen Supermarkt zu kaufen, ist bei vielen Betroffenen sehr hoch. Weiterhin herrscht eine immer wieder auftauchende verdeckte Gewalt bei den Ausgaben der Tafeln. Wer zuerst kommt malt zuerst... Häufig sind es auch auferlegte Meldepflichten die Tafelnutzer noch weitere an den Rand der Gesellschaft rücken, denn wer diesen nicht nachkommt, wird auch von der Tafel ausgeschlossen. In den zwei abschließenden Kapiteln des Buches widmet sich Stefan Selke erneut der soziologischen Betrachtung der Tafel und berichtet unter anderem, dass besonders die Tafel zu einer Verfestigung der Armutslage beiträgt. Insgesamt betrachtet Stefan Selke, die Tafeln sehr kritisch und weis deutlich auf Missstände hin. Persönliche Bewertung: Bei diesem Buch von Stefan Selke handelt es sich mehr um ein kritisches Fachbuch der Soziologie als um ein Buch, welches auch von Betroffenen gelesen werden wird. Wie er in seiner Danksagung bereits schrieb, unterstützte ihn eine Lektorin die soziologische Sprache ins Deutsche zu übersetzten, dies ist jedoch meines Erachtens weniger gelungen. Das Buch ist sehr fachlich und wissenschaftlich. Störend fand ich die vielen Fußnoten, bereits nach 5 mal bis ans Ende des Buches blättern, überlass ich die Fußnoten im Folgenden. Nicht nur die Schriftform und Sprache wird Betroffene davon abhalten das Buch zu kaufen, sondern auch der Preis. Ich empfehle daher eher das Buch für Praktiker, Studenten und weitere mit dem Thema vertraute, sowie vor allem den Entscheidern, die durch dieses Buch einen kritischen Einblick erhalten sollten. Da ich jedoch selbst aus dieser Praxis komme, sind mir solche Schriften wohl bekannt und ich kann mich der Kritik und dem Buch Schamland vollständig anschließen. Für mich ist diese Reportage jedoch nicht vollständig, es fehlt der pädagogische Blickwinkel. Nicht erwähnt bleiben Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Tafel, sozialpädagogische Beratung, psychologische Beratung usw. Wo sind die Menschen, die versuchen die Tafelnutzer zu unterstützen ihre Notlage zu überwinden? Warum schaffen es so wenige Nutzer aus diesem Bereich hinaus zu kommen? Warum werden die Folgeerscheinungen (Alkohol- Drogengebrauch, psychische Erkrankungen) nicht benannt. So wie Stefan Selke am Ende seines Buches schrieb, die Tafeln sind häufig "Aktionismus ohne Weitblick- keine Arbeit an den Ursachen". Insgesamt 3 Jahre habe ich mit Langzeitarbeitslosen (über 5 Jahren) im Rahmen von 1 Euro Maßnahmen gearbeitet. Diese 1 Euro Maßnahmen dienten der Wiedereingliederung auf dem Arbeitsmarkt, jedoch wurden sie von vielen Anbietern als "billige Arbeitskräfte" falsch verstanden. Schaut man im Rahmen dieser Maßnahmen auf die Hintergründe der Langzeitarbeitslosigkeit der Betroffenen und fängt bei den verdeckten Ursachen anzuarbeiten, werden diese erfolgreich und für viele Menschen unerwartet doch wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert. Insgesamt erhält das Buch Schamland von Stefan Selke von mir 4 Sterne. Einen Stern ziehe ich ab, da mir die pädagogische Sichtweise fehlt und ich durch die Ankündigung des Buches ein praxisnäheres Buch ohne hochwissenschaftliche Schriftform erwartet habe.

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Schamland
von einer Kundin/einem Kunden am 16.10.2013
Bewertet: Buch (gebunden)

Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Selke zeigt die Welt der Armen sehr klar, detaillreich und verständlich für den Leser. Und seine Kritik ist dabei so, wie man es bisher eben nicht durchdacht hatte. Zumindest hatte ich die vieles nie in Frage gestellt, was jetzt auf mich anders... Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Selke zeigt die Welt der Armen sehr klar, detaillreich und verständlich für den Leser. Und seine Kritik ist dabei so, wie man es bisher eben nicht durchdacht hatte. Zumindest hatte ich die vieles nie in Frage gestellt, was jetzt auf mich anders wirkt. Mein Horizont hat sich eindeutig erweitert. Selke schreibt sehr überzeugend. Anstatt pausenlos zu meckern, bietet er in der Tat Alternativen an, über die es nachzudenken lohnt. Seine Schreibart ist sehr flüssig und so kann er die Ansichten der Armen realistisch rüberbringen. Er fungiert als Sprachrohr und was ich zu hören bekommen habe, hat mich erschrocken und überrascht. Ich empfinde dieses Buch als wichtig. Es ändert Ansichten und aktiviert ein Verständnis, dass nötig ist.

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