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Schwarze Lügen

Ein Kriminalroman

(6)
Wer hat Angst vor Melody? Ein fesselnder Kirsten-Boie-Krimi.
Als ihr Stiefvater ihre Klarinette zerstört, reisst die 15-jährige Melody von zu Hause aus. Zur gleichen Zeit wird ihr Bruder beschuldigt, eine Bank überfallen zu haben û nicht zuletzt wegen seiner dunklen Hautfarbe. Was Melody nicht weiss: Die verschwundene Beute befindet sich in ihrer Tasche. Als der wahre Täter ahnt, wo das Geld sich befindet, wird es gefährlich, nicht nur für Melody, sondern für ihre ganze Familie.
Ein spannendes Spiel mit kulturellen Voruteilen und genauem Blick für soziale Milieus, packend und unterhaltsam erzählt.
Portrait
Kirsten Boie wurde 1950 in Hamburg geboren, wo sie noch heute lebt. Sie studierte Deutsch und Englisch, promovierte in Literaturwissenschaften und war Lehrerin, bevor sie für Kinder und Jugendliche zu schreiben begann. Sie zählt zu den renommiertesten Autorinnen des modernen Kinder- und Jugendromans. Im Jahr 2007 wurde sie mit dem Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Altersempfehlung 12 - 15
Erscheinungsdatum 15.05.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7891-2015-2
Verlag Oetinger
Maße (L/B/H) 217/160/41 mm
Gewicht 714
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 24.90
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Spannend, fesselnd und zum Nachdenken
von vielleser18 aus Hessen am 24.06.2014

Melody lebt mit ihrem älteren Bruder Amadeus und der kleinen Schwester Soprano bei ihrer Mutter und dem ewig betrunkenen Stiefvater in einfachen Verhältnissen. Doch an einem Tag scheint alles bisherige aus dem Ruder zu laufen. Es fängt schon damit an, dass der Stiefvater Melodys Klarinette zerbricht, Amadeus seinen... Melody lebt mit ihrem älteren Bruder Amadeus und der kleinen Schwester Soprano bei ihrer Mutter und dem ewig betrunkenen Stiefvater in einfachen Verhältnissen. Doch an einem Tag scheint alles bisherige aus dem Ruder zu laufen. Es fängt schon damit an, dass der Stiefvater Melodys Klarinette zerbricht, Amadeus seinen Nachhilfeschüler nicht antrifft. Und dann kommt auch noch der Zufall dazu. Meldoy trifft auf einen Bankräuber, sie stoßen zusammen und vertauschen die gleichen Taschen. Nun ist Melody ungewollt und nichts ahnend mit der Beute unterwegs. Und nicht nur das: Beweise deuten daraufhin, dass ihr Bruder Amadeus die Bank überfallen hat. Wer denkt, das war schon alles, was hier passiert, der wird sich wundern, denn das war nur der Anfang. Von Seite zu Seite baut sich hier eine Dramatik auf, es wird immer brenzliger und spannender. Kirsten Boie gelingt es allen auftretenden Charakteren Leben einzuhauchen. Sie erzählt aus wechselnden Perspektiven und der Schreib- und Sprachstil richtet sich nach demjenigen, aus dessen Sicht erzählt wird. Kindlicher aus Sopranos Sicht, vernünftig aber auch unsicher aus Melody Sicht, interessiert und nachdenklich aus der Sicht des Polizisten Anatolij. Gerade diese Sichtweisen und Erzählweisen lassen dem Leser die Protagonisten lebendiger erscheinein. Die 415 Seiten des Jugendkrimis sind in einzelne Tage aufgeteilt. Am Anfang werden ziemlich viele Namen eingeführt, da muss man sich durch die ersten Seiten erstmal "durchwurschteln" , aber schon nach dem ersten Kapitel beginnt man zu verstehen, wie nun alles zusammenhängt und kann die Personen einordnen. Und dann lässt einen die Geschichte nicht mehr los. Als Leser erlebt man die Geschichte regelrecht mit, man fühlt sich mittendrin statt nur dabei, man taucht ein und fiebert mit und möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Viele wichtige Themen sind Bestandteile des Krimis: Vorurteile, Rassismus, Alkoholismus, Drogen, Gewalt und Intoleranz. Doch alles ist bestens verpackt in spannende Unterhaltung, nicht nur für Jugendliche ab13, auch für erwachsene Leser bestens geeignet. Von mir eine klare Leseempfehlung !

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Krimi + Sozialkritik = ein sehr unterhaltsames, spannendes Buch
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 20.06.2014

Ein farbiges Mädchen, ein ständig betrunkener Stiefvater, ein Bankraub, eine Verwechslung, unerwartete Verbündete und gedankenlose Vorurteile... Das bietet genug Stoff für einen packenden Jugendkrimi - oder ein sozialkritisches Problembuch. Oder eben beides! Die Mischung macht's, und zwar doppelt so originell und dreimal so spannend. Das Buch lebt vor allem von... Ein farbiges Mädchen, ein ständig betrunkener Stiefvater, ein Bankraub, eine Verwechslung, unerwartete Verbündete und gedankenlose Vorurteile... Das bietet genug Stoff für einen packenden Jugendkrimi - oder ein sozialkritisches Problembuch. Oder eben beides! Die Mischung macht's, und zwar doppelt so originell und dreimal so spannend. Das Buch lebt vor allem von seinen (nicht nur jugendlichen) Protagonisten, die alle ganz unterschiedlich sind, aber alle auf ihre eigene Weise authentisch, lebendig und glaubhaft. Viele habe ich geliebt, manche zumindest verstanden und wenige nicht ausstehen können - aber kaltgelassen hat mich keiner. Melody, die Protagonistin, schlägt sich schon ihr ganzes Leben mit Vorurteilen herum, denn sie ist schwarz - schwarz in einem Land voller Weißer, die sie in irgendeiner Form für minderwertig halten: dumm, unverschämt, gewaltbereit... Dabei ist sie schlau und fleißig, und sie spielt Klarinette wie ein musikalisches Wunderkind. Auch ihr Bruder Amadeus rackert sich ab, in der Schule und im Musikunterricht, um den Traum der Mutter vom besseren Leben zu verwirklichen. Und ihre kleine Schwester Soppy ist das süßeste kleine Mädchen, dass ich je in einem Buch gelesen habe... Sie ist so ein niedliches, offenherziges Wesen! Aber der Alltag der kleinen Familie ist schwierig, nicht nur wegen der ständigen Vorurteile, sondern vor allem wegen ihres versoffenen, selbstsüchtigen Stiefvaters, der die Mutter für sich arbeiten schickt und dem Rest der Familie sonst nur das Leben schwer macht. Als dann auch noch die Bank in ihrem Ort überfallen wird und die Polizei aufgrund von Vorurteilen direkt annimmt, Amadeus sei der Täter, tritt das eine wahre Lawine an Ereignissen los, in deren Verlauf Melody auf der Flucht eine ganze Reihe von Menschen kennenlernt. Da wäre zum Beispiel Kenneth, der eine Menge Vorurteile mit sich rumträgt, die durch die Begegnung mit Melody ganz schön ins Wanken gebracht werden. Oder Linda, das reiche Politikertöchterchen, das quasi im goldenen Käfig lebt, aber doch eigentlich nur die Zuneigung ihrer Eltern will... Dann haben wir da noch Lindas Opa, einen verbitterten alten Grummel, der seit seiner Erblindung mit dem Leben hadert und nichts und niemanden mehr leiden kann - bis er durch eine Verwechslung Melody begegnet und feststellt, dass das Leben doch noch einiges zu bieten hat. Und nicht zuletzt Lukas, der alles losgestreten hat und nicht einmal versteht, dass sein Egoismus und seine Gedankenlosigkeit Menschenleben kosten könnten... Im Mittelpunkt der Geschichte steht ganz klar nicht der Bankraub, sondern die Voruteile, mit denen wir Tag für Tag leben: Vorurteile, die wir selber insgeheim hegen, und Vorurteile, die uns entgegengebracht werden. Am deutlichsten sieht man das an Melody, die sich sogar bei der Fahrkartenkontrolle dumme Witze über Schwarzfahren anhören muss... Aber sogar Melody selber hat ihre Vorurteile, denn sie beschließt schon nach der ersten Begegnung, dass Kenneth dumm und ungebildet sein muss, und von Opa Sönnichsen nimmt sie erstmal an, dass jemand mit so viel Kohle keine echten Probleme haben kann. Jeder in diesem Buch hat sein Schubladendenken, und als Leser wird einem schnell klar, dass man sich selber davon auch nicht völlig freisprechen kann. Aber trotz aller Sozialkritik liest sich das Buch wirkllich unterhaltsam und spannend! Es passiert sehr viel auf den 415 Seiten, da gab es für mich keine langweiligen Passagen. Durch die Krimi-Elemente wirkt das Buch auch nicht so schulmeisterlich und steif, wie das leider bei vielen Jugendbüchern mit ersten Themen der Fall ist. Am Schreibstil hat mich sehr beeindruckt, dass er immer sehr nah dran ist an den Gedanken der jeweiligen Protagonisten. Er liest sich ungefiltert und wie aus dem Leben gegriffen, und das trägt dazu bei, wie echt und realistisch sich die Geschichte anfühlt - auch wenn die Gedanken oft nicht sehr angenehm sind!

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Jugendkrimi mit Tiefgang
von solveig am 12.06.2014

Es sind nur wenige Tage - aber die haben es in sich! Die 15jährige, dunkelhäutige Melody Kwakye wird verdächtigt, bei einem Bankraub mitgewirkt zu haben. Ihre kleine Schwester Soppy und sie selbst geraten in Lebensgefahr. Während zwei neugewonnene Freunde versuchen, Melody zu helfen und auch die Polizei ermittelt,... Es sind nur wenige Tage - aber die haben es in sich! Die 15jährige, dunkelhäutige Melody Kwakye wird verdächtigt, bei einem Bankraub mitgewirkt zu haben. Ihre kleine Schwester Soppy und sie selbst geraten in Lebensgefahr. Während zwei neugewonnene Freunde versuchen, Melody zu helfen und auch die Polizei ermittelt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Nach und nach lässt Kirsten Boie die Handlung des Krimis sich entwickeln, doch dann steigert sich das Tempo rasant, und die Spannung lässt den Leser bis zum Schluss nicht mehr los. Die Autorin beschreibt Melodys (Er-) Leben aus der Sicht des Mädchens in einer Intensität, die den Leser einfach packen und mitfiebern lassen muss. Sehr einfühlsam und sensibel gibt sie ebenfalls Einblick in die Gefühlswelt anderer Personen, lässt deren Frust, Angst, Verzweiflung miterleben. Boie, die bereits mit mehreren Kinder- und Jugendliteraturpreisen ausgezeichnet wurde, versteht es großartig, brandaktuelle Themen geschickt und wie selbstverständlich in den Roman einzubetten, ohne dass sie aufgesetzt oder schulmeisterlich wirken. Das soziale Gefälle - vom frustrierten arbeitslosen Trinker bis zum reichen Fabrikanten oder gutsituierten Politiker - wird durchaus überzeugend dargestellt. Vor allem werden die Probleme von (in Melodys Fall: schwarzen) Asylbewerbern angesprochen, ebenso wie Rassismus, Intoleranz und Vorurteile ausländischen Mitbürgern gegenüber. Da fragt sich (stellvertretend für den kritischen Leser) der Polizist Anatolij, ob er trotz seiner Toleranz anderen Nationen gegenüber nicht doch tief in seinem Innern Vorurteile hat. Lügen Schwarze? Oder kann er den Aussagen der Familie Kwakye glauben? Inwieweit kann er sich überhaupt selbst trauen? Dies sind zentrale Fragen, mit denen Kirsten Boie den Leser konfrontiert. Dennoch gerät dabei die eigentliche Handlung des Krimis nicht in den Hintergrund und bleibt durchweg spannend bis zum Ende. In frischer, authentischer Sprache lässt Boie den jugendlichen Leser teilhaben an dem Auf und Ab der Gefühle der Protagonistin und eintauchen in das gefährliche Abenteuer, auf das sich das ungleiche Trio Melody, Kenneth und Linda eingelassen hat. „SCHWARZE LÜGEN“ hinterlässt einen sehr nachhaltigen Eindruck und regt überdies zum Nach– und Weiterdenken an.

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Eine "Junge Buchprofi-Rezension" von Samira, 13 Jahre
von einer Kundin/einem Kunden am 02.10.2014

Ein Kriminalroman der zeigt, wie wir uns durch die Vorurteile beeinflussen lassen. Die fünfzehnjährige Melody ist entsetzt und wütend. Mal wieder hat ihr verhasster, dauerbesoffener Stiefvater alles zunichtegemacht. Er hat ihr geliebtes Instrument, ihre Klarinette zerbrochen. So kann sie ihr Solo auf dem langersehnten Sommerkonzert nicht vorspielen. Sie will einfach... Ein Kriminalroman der zeigt, wie wir uns durch die Vorurteile beeinflussen lassen. Die fünfzehnjährige Melody ist entsetzt und wütend. Mal wieder hat ihr verhasster, dauerbesoffener Stiefvater alles zunichtegemacht. Er hat ihr geliebtes Instrument, ihre Klarinette zerbrochen. So kann sie ihr Solo auf dem langersehnten Sommerkonzert nicht vorspielen. Sie will einfach nur weg, also nimmt sie den Bus. Doch ihre Monatskarte hält nicht lang, so wird sie des Schwarzfahrens ertappt und rausgeschmissen. Natürlich nicht ohne eine erniedrigende Bemerkung über ihre Hautfarbe. Alleingelassen versucht sie einen Lagerplatz für die Nacht zu finden und wie der Zufall es will wird sie komischerweise mit einer eigentlich erwarteten Politikerstochter verwechselt und aufgenommen. Derweil wird ihr Bruder verdächtigt eine Bank überfallen zu haben und Melody beschuldigt Mittäterin zu sein. Und dass alles nur wegen der roten Tasche die sie bei einem Zusammenstoß mit dem richtigen Täter vertauscht hat. Der Täter ist natürlich wütend, er will seine Beute zurück. Melodys Schwester Soppy ist nun in Gefahr denn er hat es auf sie abgesehen, er schreckt vor nichts zurück. Zum Glück findet Melody schnell Freunde die ihr helfen wollen die Wahrheit zu beweisen bevor noch etwas schreckliches passiert. Dieser Krimi wird in verschiedenen Perspektiven erzählt. Mit Melody auch die Sicht des Bankräubers, eines Polizisten und auch die der richtigen Politikerstochter. In der Mitte des Romans, da wo man das Wissen und das Vorhaben der einzelnen Personen weiß, habe ich gerätselt wie er enden soll. Am Ende des Buches ergab es einen Sinn und alles passte zueinander. Die Geschichte wird in jedem Kapitel spannender, sie baut sich immer weiter auf.

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realistischer Jugendkrimi
von Manja Teichner am 08.07.2014

Kurzbeschreibung: Wer hat Angst vor Melody? Ein fesselnder Kirsten-Boie-Krimi. Als ihr Stiefvater ihre Klarinette zerstört, reißt die 15-jährige Melody von zu Hause aus. Zur gleichen Zeit wird ihr Bruder beschuldigt, eine Bank überfallen zu haben – nicht zuletzt wegen seiner dunklen Hautfarbe. Was Melody nicht weiß: Die verschwundene Beute befindet... Kurzbeschreibung: Wer hat Angst vor Melody? Ein fesselnder Kirsten-Boie-Krimi. Als ihr Stiefvater ihre Klarinette zerstört, reißt die 15-jährige Melody von zu Hause aus. Zur gleichen Zeit wird ihr Bruder beschuldigt, eine Bank überfallen zu haben – nicht zuletzt wegen seiner dunklen Hautfarbe. Was Melody nicht weiß: Die verschwundene Beute befindet sich in ihrer Tasche. Als der wahre Täter ahnt, wo das Geld sich befindet, wird es gefährlich, nicht nur für Melody, sondern für ihre ganze Familie. (Quelle: Oetinger) Meine Meinung: Melody ist 15 Jahre alt und soll ein Klarinettensolo in der Schule vorführen. Doch soweit kommt es nicht, denn ihr Stiefvater zerbricht die Klarinette im Suff. Melody ist zutiefst enttäuscht und wütend, geht aber trotzdem zum Konzert in die Schule. Danach aber hat sie keinerlei Lust mehr nach Hause zurückgehen. Ab diesem Zeitpunkt überschlagen sich die Geschehnisse. Ihr Bürder wird eines Bankraubs beschuldigt, Melody soll Mitwisserin sein, sie stößt mit einem ihr fremden Mann auf der Straße zusammen und findet sich kurzerhand in einer fremden Familie wieder. Es gibt nur einen der die Wahrheit kennt, den wahren Täter. Und Melodys Familie befindet sich in großer Gefahr … Der Jugendkrimi „Schwarze Lügen“ stammt von der Autorin Kirsten Boie. Sie ist bekannt und beliebt für ihre Kinder- und Jugendbücher, und nach „Nix wie weg! War es das zweite Buch von ihr, das ich gelesen habe. Die Protagonistin ist in diesem Buch klar Melody. Sie ist 15 Jahre alt und hat es wirklich nicht leicht. Eigentlich stammt sie mit ihren Geschwistern und ihrer Mutter aus Afrika und hat dementsprechend eine dunkle Hautfarbe. Das führt dazu, dass sie sehr vielen, zum Teil haarsträubenden, Vorurteilen ausgesetzt ist. Dabei ist Melody ein richtig liebenswertes, schlaues und wissbegieriges Mädchen, das die Musik sehr liebt. Amadeus ist Melodys Bruder und er tut alles dafür um der Mutter ein besseres Leben ermöglichen zu können. In der Schule rackert er sich mehr als ab dafür. Soppy ist Melodys kleine Schwester und absolut liebenswert und süß. Sie bringt die Unbeschwertheit ins Geschehen ein. Melodys Mutter wirkt zunächst ziemlich hilflos. Sie lässt sich vom unsympathischen Stiefvater so ziemlich alles gefallen. Dieser tyrannisiert die Familie wo er nur kann. Neben den genannten Charakteren gibt es noch weitere im Buch. Beispielsweise zu erwähnen sind Kenneth, der voll von Vorurteilen ist, die aber durch Melody ins Wanken geraten, Linda, die Politikertochter, die sich eigentlich nur nach Zuneigung der Eltern sehnt und Luka, der sehr egoistisch ist. Sie alle sind, genau wie Melody und ihre Familie, authentisch und facettenreich gestaltet. Der Schreibstil der Autorin ist direkt und einnehmend. Sie schreibt wie aus dem Leben gegriffen, wodurch die Geschichte sehr realistisch wirkt. Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. So wird sie sehr komplex und umfangreich. Die Handlung an sich ist spannend gehalten. Zu Beginn hatte ich erst mal ziemlich Probleme mit den ganzen Namen. Ich wurde beinahe erschlagen und habe eine Zeit gebraucht um wirklich im Buch anzukommen. Danach aber war ich gefesselt und konnte kaum aufhören mit Lesen. Neben der Spannung werden auch Themen wie Freundschaft, Familie und deren Zusammenhalt angesprochen. Kirsten Boie gibt aber auch Denkanstöße wie man mit Menschen anderer Hautfarbe umgehen sollte, wie man Vorurteile abbaut. Das Ende hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es ist abgeschlossen und passt einfach zur Gesamtgeschichte. Die Zukunft der Charaktere sieht positiv aus, was mir persönlich sehr zugesagt hat. Fazit: Zusammenfassend gesagt ist „Schwarze Lügen“ von Kirsten Boie ein sehr guter Jugendkrimi, der aber sicher nicht nur Jugendlich anspricht. Die authentischen Charaktere, der direkte realistische Stil und eine, abgesehen der Stolpersteine zu Beginn, fesselnde Handlung haben mir spannende Lesestunden beschert und mich auch zum Nachdenken angeregt. Durchaus lesenswert!

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Absolut nicht meins
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 28.02.2015

Melody wohnt mit einem Arsch, ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern Amadeus und Soppy (Soprano) zusammen. Ich habe wirklich 2 Monate gebraucht, um dieses Buch zu beenden, weil es für mich nicht den Einstieg hatte, um dranzubleiben. Ich erfuhr im Laufe des Buches warum das Buch denn “Schwarze Lügen”... Melody wohnt mit einem Arsch, ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern Amadeus und Soppy (Soprano) zusammen. Ich habe wirklich 2 Monate gebraucht, um dieses Buch zu beenden, weil es für mich nicht den Einstieg hatte, um dranzubleiben. Ich erfuhr im Laufe des Buches warum das Buch denn “Schwarze Lügen” heißt, denn es wurde verraten das Melody, ihre Geschwister und ihre Mama dunkelhäutig sind. “Warum wurde jetzt ausgerechnet dieser Titel ausgewählt?”, fragte ich mich. Im Allgemeinen ist die Geschichte ein absoluter Zufall, da angeblich Amadeus etwas Schreckliches getan hätte, Melody mit ihm unter einer Decke steckt und Soppy aufeinmal gekidnappt wird. Irgendwie war mir das zu viel des Guten, denn es war auf Dauer wirklich zum Gähnen. Warum Melody in diese ganze Sache hineingeraten ist, ist ganz einfach. Ihr “Arsch”, also der Stiefvater hat ihre Klarinette zerstört. Daraufhin hüpft sie von einem Schicksal ins nächste und landet bei einem blinden, alten und reichen Mann, der seine Liebe zu Musik in der falschen Enkelin, nämlich Melody wiederfindet. »Wer auch immer da spielte auf diesem schrecklichen Instrument, spielte wunderbar.« [Seite 134] Welche Stellen ich dann wirklich gut fand, waren am Ende. Da Soppy nun gekidnappt wurde, musste sie natürlich befreit werden. Der Entführer ist eine unglaublich beschissene Situation mit zwei Dealern gekommen, die nun Soppys Tod wollen, da sie zu viel weiß. Hier wirds dann richtig brenzlich. Polizei sucht alle, die mit dem Fall zu tun haben inklusive Soppy und Melody, ihre Schwester, macht sich mit Kenneth auf den Weg, um ihre Schwester zu befreien. Was bis dahin noch alles passiert, solltest du wohl lieber selbst nachlesen, denn ich habe sicher schon viel zu viel verraten. »Im tiefsten Inneren, tief unter ihren bewussten Überzeugungen, hatten sie alle ein Bild davon, wie Afrikaner eben waren. Auch wenn sie alles dafür taten keine Vorurteile zu haben, waren sie nicht wirklich dagegen gefeit. Nicht, solange ihnen das Leben noch keine Chance gegeben hatte, die Vorurteile durch wirkliche Erfahrungen zu korrigieren.« [Seite 373 – 374] “Schwarze Lügen” von Kirsten Boie ist für mich leider nicht so das Wahre gewesen und leider habe ich mich auch nicht genug unterhalten gefühlt, um zu sagen, dass ich es gern gelesen habe. Was mir selbst wirklich im Buch gefehlt hat, war die richtige Romanze zwischen Melody und Kenneth. Zu krass, dass man diese Taten alle Melodys Familie anhängen wollte, nur weil Menschen Vorurteile gegenüber Dunkelhäutigen haben. Schade auch. Toll dagegen finde ich, dass die Autorin somit dieses Thema anspricht, das nicht nur Dunkelhäutige, sondern egal von wo man auch herkommt Vorurteile manchmal schwerwiegender sind, als das Wahre vor Augen zu haben und zu verfolgen. Sicherlich würde das die Menschheit ein Stück besser machen, wenn sich Vorurteile nicht immer so in den Vordergrund drängen würden. Ich möchte dem Buch demzufolge, da es ein tolles Thema indirekt anspricht und mich das Ende ein Stück weit glücklicher gemacht hat, als der Anfang, gute zwei von fünf Herzen geben.

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