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Martenstein, H: Schwarzes Gold aus Warnemünde

Roman

(3)
Im Herbst 89 wird nahe der Ostseeküste ein riesiges Ölvorkommen entdeckt. Die DDR überlebt nicht nur – sie ist plötzlich das reichste Land der Welt, reicher als Saudi-Arabien. Doch das schwarze Gold bringt nicht nur Segen.
2015 feiert die DDR 25 Jahre Erdöl-Sozialismus – beneidet von ihren Brüdern und Schwestern im verarmten Westen. Dank ihres Wagemuts und wechselnder Identitäten gelingt zwei Reportern, wovon viele nur träumen: ein Blick hinter die Kulissen. Der Westdeutsche Martenstein und der systemkritische DDR-Bürger Peuckert lernen die Schattenseiten des Imperiums kennen – ganz oben und ganz unten. Sie gehören zu jenen Wanderarbeitern, die ihre Körperkraft feilbieten auf den Prunktellern des Petro-Kommunismus. Als Masseur, Portier, Broilerbrater werden sie buchstäblich wie »der letzte Dreck« behandelt. Als Undercover-Reporter werden sie von den Mächtigen hofiert. Trotz aller Demütigungen und Gefahren begegnen ihnen aber auch Freundschaft und, ja, Liebe.
Davon berichten sie in ihrem aufrüttelnden Buch, das viele bisher unveröffentlichte Reportagen enthält und dessen sämtliche Einnahmen der Minolpirol-Stiftung zufliessen.
Starring:
Hartmut Mehdorn als Robotron-Chef
Karl-Theodor Guttenberg als Wirtschaftsminister
Gregor Gysi als Kulturminister
Angela Merkel als inhaftierte Oppositionelle
Harald Martenstein und Tom Peuckert als Lucky Loser
UND:
Kati Witt als Moderatorin des Dschungelcamps live aus Cuba
Rezension
" Scharfe Gesellschaftskritik, mit Humor serviert. " NIDO, 01.09.2015
" [...] die Fabulierlust ist Quell immer neuer Vergnügen [...] " Erhard Schütz, der Freitag, 10.09.2015
" Der Roman stellt die ebenso amüsante wie erkenntnisreiche Frage, was wäre, wenn die Geschichte anders verlaufen wäre. " Rheinische Post, 26.09.2015
" [...] eine irre lustige Geschichte [...] " NDR, 28.09.2015
" [ein] höchst amüsantes "Was-wäre-wenn-Szenario". " Christine Deggau, rbb zibb, 30.09.2015
" "Schwarzes Gold aus Warnemünde" ist satirisch und unterhaltsam, steckt voller verrückter Ideen und irrer Wendungen [...] " Andreas Heimann, dpa, 02.10.2015
" Mit Sicherheit das lustigste Buch zum Thema "25 Jahre Einheit". " Badische Neueste Nachrichten, 05.10.2015
" [...] eine herrliche Satire [...] " Norddeutsche Neueste Nachrichten, 05.10.2015
" Dieses Buch ist klasse, intelligent, fantasiereich " SWR3, 10.11.2015
" [ein] äusserst amüsanter Roman [...] " Carsten Wist, Antenne Brandenburg, 12.11.2015
" [...] die Idee ist so grandios wie herrlich blödsinnig [...] " MDR Figaro, 20.11.2015
" "Schwarzes Gold aus Warnemünde" ist ein lesenswerter Roman mit vielen verrückten Einfällen [...] " Thomas Behlert, Junge Welt, 26.11.2015
" [...] unterhaltsam und erhellend [...] " Sächsische Zeitung, 08.12.2015
" Persiflage und Satire, Komik und Groteske - "Schwarzes Gold aus Warnemünde" hat von allem etwas [..] " Konstanze Führlbeck, Westdeutsche Allgemeine, 14.12.2015
" Martenstein und Peuckert [...] entwickeln genüsslich und durchaus moralisch ambivalent eine boshafte Fiktion [...] " Goslarsche Zeitung, 18.12.2015
" [...] sehr unterhaltsam und lustig ausgedacht. " HR2, 21.12.2015
" "What if..."-Gespinne der hoch-amüsanten Art [...] " BILD online, 23.12.2015
Portrait
Harald Martenstein, geb. 1953, ist Autor der Kolumne 'Martenstein' im 'ZEITmagazin' und Redakteur beim Berliner 'Tagesspiegel'. 2004 erhielt er den Egon-Erwin-Kisch-Preis. 2010 bekam er den Curt-Goetz-Ring verliehen.
Tom Peukert wurde in Leipzig geboren und wuchs in der DDR auf. Er hat unter diversen Pseudonymen im Westen publiziert. Sein anonymer Blog "Pankow privat" ist legendär. Er gilt als der "ostdeutsche Wallraff".
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 21.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03607-2
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 223/134/27 mm
Gewicht 391
Auflage 3. Auflage
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"Den Sozialismus in seinem Lauf...."
von einer Kundin/einem Kunden am 30.07.2016

9. November 1989: die DDR-Regierung gibt bekannt, dass an der Ostseeküste Erdöl entdeckt wurde. Quasi über Nacht avanciert der kleine deutsche Staat zu einer reichen Weltmacht! 25 Jahre später feiert der sog. "Erdölsozialismus" Jubiläum und sich selbst! Doch ist wirklich alles Gold was glänzt? Die Journalisten Harald Martenstein ( aus der... 9. November 1989: die DDR-Regierung gibt bekannt, dass an der Ostseeküste Erdöl entdeckt wurde. Quasi über Nacht avanciert der kleine deutsche Staat zu einer reichen Weltmacht! 25 Jahre später feiert der sog. "Erdölsozialismus" Jubiläum und sich selbst! Doch ist wirklich alles Gold was glänzt? Die Journalisten Harald Martenstein ( aus der BRD) und Tom Peuckert (aus der DDR) machen sich auf Spurensuche.... Ganz großes (satirisches) Kino!!!

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miese und primitive Satire
von bärentatze aus Berlin am 08.08.2016

Schabowski verkündet im November 1989, daß die DDR ein reiches Erdölland sei ... bis Seite 40 habe ich es geschafft und dann für immer weg gelegt. DDR-Realität wird ab 1989 unter Science Fiction weiter (aber falsch) abgebildet, indem dieser Staat zu einer Art Welt-Erdölmacht wird, in dem die Stasi weiter arbeitet... Schabowski verkündet im November 1989, daß die DDR ein reiches Erdölland sei ... bis Seite 40 habe ich es geschafft und dann für immer weg gelegt. DDR-Realität wird ab 1989 unter Science Fiction weiter (aber falsch) abgebildet, indem dieser Staat zu einer Art Welt-Erdölmacht wird, in dem die Stasi weiter arbeitet ... Angela Merkel im Gefängnis sitzt, Markus Wolf Ölminister ist ... jedenfalls liest ein ehemaliger DDR-Bürger so etwas kaum - auch nicht mit Humor!

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Satirische Utopie
von KrimiElse am 19.12.2015

Harald Martenstein, Redakteur, Journalist und Zeit-Kolumnist und Tom Peuckert, freier Autor, Regisseur und Dokumentarfilmer, lassen die DDR in einer satirischen Utopie wieder auferstehen, indem sie das Fluchtproblem lösen, weil keiner mehr aus diesem mittlerweile reichstem Land der Welt weglaufen will. Am 9.November 1989 verkündet Günter Schabowski nicht die Öffnung... Harald Martenstein, Redakteur, Journalist und Zeit-Kolumnist und Tom Peuckert, freier Autor, Regisseur und Dokumentarfilmer, lassen die DDR in einer satirischen Utopie wieder auferstehen, indem sie das Fluchtproblem lösen, weil keiner mehr aus diesem mittlerweile reichstem Land der Welt weglaufen will. Am 9.November 1989 verkündet Günter Schabowski nicht die Öffnung der Grenzen sondern die Entdeckung von Erdöl an der Ostseeküste der DDR, dem weltweit größten Vorkommen, welches ab sofort unverzüglich zur Verfügung steht. Die DDR wird damit das reichste Land der Welt, Rügen wird Sperrzone und umfunktioniert zum Umschlagplatz zur weltweiten Verschiffung des Öls mit Raffinerien und Häfen, Prora wird der Sitz des Erdölkombinates. Der wahrscheinlich mächtigste Mann im Land: Erdölminister Markus Wolf, der gemeinsam mit Generalsekretär der SED Egon Krenz die Fäden zieht. Allen Bürgern der DDR geht es glänzend dank Bürgergeld und westdeutschen und österreichischen Gastarbeitern, die als Deutsche zweiter Klasse an den Grenzen Schlange stehen. Es gibt allerdings für DDR-Bürger ein Gesinnungsbarometer mit einer Skala von A (AAA gibt es nur für hohe Parteifunktionäre) bis F (was wahrscheinlich Friedhof heißt). An der Ideologie selbst ändert sich nichts, Andersdenkende werden nach wie vor verfolgt, die Phrasen und Sprüche auf den Parteitagen der SED sind sogar noch inhaltsleerer als vor 1989. Die Menschen werden durch den Reichtum des Erdölsozialismus nicht besser, im Gegenteil. Der westdeutsche Martenstein und der DDR-Kritiker Peuckert schlittern durch die Schattenseiten des DDR-Imperiums und verfassen Berichte und Reportagen zu Hintergünden des Systems, machen Interviews mit bedeutenden Persönlichkeiten der DDR und stehen doch irgendwie ständig auf der Beobachtungs- und Abschussliste. Umgesetzt ist die Geschichte als Sammlung eben dieser Reportagen und Berichte von Martenstein und Peuckert, verknüpft durch eine Rahmenhandlung zum Werdegang und zu den Erlebnissen der beiden investigativen Reporter von 1989 bis 2015. Die Autoren nutzen das ohnehin vorhanden gewesene komödiantische Potenzial der ehemaligen DDR in ihrer Utopie voll aus. Daneben üben sie auf satirische Art Kritik an bestehenden Zuständen, was allerdings nie brachial geschieht sondern geschickt verpackt wird. Es ist dennoch kein Buch der leisen Töne, sondern kommt laut polternd und Aufmerksamkeit heischend mit schallendem Gelächter daher. Die Charaktere um die es in den Reportagen und Interviews geht, überschlagen sich: Karl-Theodor Guttenberg als Wirtschaftsminister, nachdem er Bürger der DDR wurde und den Ehrendoktortitel verliehen bekommt, Kati Witt als männermordende Diva, die das Dschungelcamp zusammen mit Kai Pflaume auf Kuba moderiert, um systemkritische Personen durch Herausforderungen zu läutern, Hartmut Mehdorn als Robotron-Boss, der in der Reportage das Geheimnis des Erfolges von Robotron aufdeckt, Gregor Gysi als Kulturminister in einem 99-Fragen-Interview, Gerhard Schöder als Sprecher des Zentronik-Kombinates, Helene Fischer (eigentlich ist sie die Russlanddeutsche Jelena Fischer), die als Showstar des Ferienheimes Roter Oktober auf Hiddensee gastiert, Angela Merkel, die 1989 verhaftet wird und sich später nach New York absetzt und Sahra Wagenknecht als Yogalehrerin, nachdem sie als Funktionärin abgestellt werden musste. Fazit: Sehr empfehlenswerte utopische Satire mit geschickt und witzig verpackter Kritik.

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