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Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen; nominiert für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2014

(3)
Rezension
"Dieses Buch über die Macht intelligenter Maschinen ist so alarmierend wie sachkundig." ZEIT Literatur
Portrait
Yvonne Hofstetter, geboren 1966 in Frankfurt am Main, wurde nach einem Studium der Rechtswissenschaften 1999 in Softwareunternehmen, für die Positionierung von Multi-Agentensystemen bei der Rüstungsindustrie und für den Algorithmischen Börsenhandel tätig. Seit 2009 ist sie Geschäftsführerin der Teramark Technologies GmbH (Unternehmen, das auf die intelligente Auswertung großer Datenmengen mit Optimierern und maschinellen Lernverfahren spezialisiert ist). Yvonne Hofstetter hat bereits interessante Artikel in Medien wie der FAZ publiziert.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 15.09.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-570-10216-9
Verlag Bertelsmann
Maße (L/B/H) 223/135/35 mm
Gewicht 585
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"Wie intelligente Maschinen in unser Leben eindringen und warum wir für unsere Freiheit kämpfen müssen" (Buchuntertitel)
von kvel am 16.10.2014

Die Autorin schildert die "Geschichte" von BigData von Beginn an: dass BigData ursprünglich aus dem militärischen Bereich kommt und von dort den hoheitlichen Bereich verlassen hat, um dann in den privatwirtschaftlichen Bereich zu wechseln und den Bankensektor inklusive dem von intelligenten Algorithmen gesteuerten Börsenhandel zu "erobern". Ich finde es erstaunlich... Die Autorin schildert die "Geschichte" von BigData von Beginn an: dass BigData ursprünglich aus dem militärischen Bereich kommt und von dort den hoheitlichen Bereich verlassen hat, um dann in den privatwirtschaftlichen Bereich zu wechseln und den Bankensektor inklusive dem von intelligenten Algorithmen gesteuerten Börsenhandel zu "erobern". Ich finde es erstaunlich und für mich als Leser sehr erfreulich, mit welchem Erfahrungsschatz, enormen fachlichem Wissen und auch von was für Beispielen aus der Realität die Autorin zu berichten weiß; Beispielen, die an mir "Normalsterblichen" vorübergegangen sind, weil sie nicht über die Main-Stream-Nachrichten verbreitet wurden. Natürlich warnt sie, zu recht, für die Zukunft, dass Computer mit künstlicher Intelligenz und selbstlernenden Algorithmen kaufmännische und administrative Berufe der gebildeten Mittelschicht übernehmen und somit zerstören würden; und dass somit eine Verschiebung von Geldflüssen weg von der Arbeit der Menschen hin zum Kapital stattfinden werde. Auch erläutert sie anschaulich wie durch Überwachung das Solidarprinzip unserer Gesellschaft ausgehebelt werde: Wenn beispielsweise Versicherungen das Angebot unterbreiten würden, dass der Kunde für seine KFZ-Versicherung weniger bezahlen müsste, wenn er sich, sein Auto und seine Fahrweise überwachen liese (und bestimmt wären viele Personen dazu bereit - nach dem Motto: Wenn ich nichts zu verbergen habe, dann kann ich meine Daten ja auch hergeben), dass dieser vermeintliche Vorteil durch den günstigeren Versicherungstarif nur kurzfristig gedacht sei; denn dies würde daraus hinaus laufen, dass sich die Versicherer nur noch die "guten Kunden" aussuchen würden, um ihren eigenen Profit zu maximieren; aber die Zahl der Nicht-Versicherten würde steigen, entweder weil sie durch das Raster fallen würden oder die Überwachung ablehnen und ihre persönlichen Daten nicht preis geben wollen, was dann die Kosten zu Lasten der Allgemeinheit abwälzen würde. Als nachdenkenswert erachte ich auf jeden Fall ihren Ansatz, dass persönliche Daten eine gerechte Gegenleistung erhalten sollten - so wie menschliche Arbeit ja auch bezahlt werde - und nicht, dass dieser "Rohstoff der Zukunft" von der Privatwirtschaft durch erschlichene Einverständnisse einverleibt werde - denn statt Kontrolle herrsche derzeit Täuschung und Versprechen von Privatheit würden zwar gemacht, aber nicht eingehalten. Die Autorin hat sogar eine Vorlage für das "Grundrecht" ausgearbeitet, in der sie beschreibt, wie private Daten und der Mensch als Persönlichkeit geschützt und als wertvoll erachtet werden sollten. Ich finde, es wäre wichtig, wenn Politiker und andere Entscheidungsträger dieses Sachbuch lesen würden. Denn es sollte die Aufgabe des Staates sein, jetzt die Grundlagen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen, so dass dieser aktuelle, rechtlich nicht geklärte, Zustand, des "Absaugens" privater Daten von Unternehmen incl. deren Gewinnmaximierungsbestreben zu regeln. Ein sprachlich und inhaltlich anspruchsvolles Buch. Ich denke, dass es von Vorteil ist, wenn der Leser eine gewisse Affinität zur Mathematik bzw. zu Algorithmen und zu Software-Architekturen mitbringt. Fazit: Ein sehr wichtiges Sachbuch, das mir als Leser so einige, bisher ungestellte, Fragen beantwortet hat und mir Einblick in die Welt hinter dem Bildschirm ermöglicht hat.

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Der Begriff "Big Data" ist zu negativ besetzt
von einer Kundin/einem Kunden aus Horgen am 17.03.2015

Zum Inhalt des Buches möchte ich nicht Stellung nehmen, das haben frühere Rezessionen bereits gemacht. Ich befasse mich seit längerer Zeit relativ intensiv mit diesem Thema, es gibt unter diesem Begriff aber nicht nur negative Aspekte. (Beispiel Staumelder im Verkehrsfluss) Natürlich gibt es viele Unbesonnene , die ihre Privatsphäre offenherzig... Zum Inhalt des Buches möchte ich nicht Stellung nehmen, das haben frühere Rezessionen bereits gemacht. Ich befasse mich seit längerer Zeit relativ intensiv mit diesem Thema, es gibt unter diesem Begriff aber nicht nur negative Aspekte. (Beispiel Staumelder im Verkehrsfluss) Natürlich gibt es viele Unbesonnene , die ihre Privatsphäre offenherzig zur Schau tragen. (Beispiel Facebook) Irgendwann werden viele davon ihre Naivität bereuen, aber kann dieses Verhalten durch ein solches Buch geändert werden? Leider befassen sich doch gerade diese Leute nicht oder zu wenig mit diesem Thema. Ich selber erwartete von der Autorin als Sachverständige und Teilnehmende in diesem Business, dass sie Big Data von allen Seiten beleuchtet und so ein (soweit möglich) neutrales Buch zu diesem Thema schreiben würde. Das Resultat ist eine sehr umfangreiche, teilweise etwas langatmige und aus meiner Sicht oft zwiespältige Aufarbeitung. Die Geschichte von Big Data nimmt einen sehr dominanten Platz ein. Das Buch kommt eher einem Kompendium gleich als einem leicht verständlichen Buch für "Otto Normalverbraucher". Was mir fehlt sind Ansätze für die Gegenwart und die nahe Zukunft, wie die negativen Auswirkungen von Big Data angegangen und verhindert werden könnten. Denn wo soll der (kleine) Staat eingreifen, wenn es um globale Unternehmungen wie Google geht? Die Politik kommt immer zu spät, die Politiker sind fachlich nie in der Lage, das Problem zu beherrschen. Falscher Ansatz. Fazit: Die Vorschusslorbeeren sind aus meiner Sicht nicht ganz gerechtfertigt. Lösungsansätze zum Thema werden, wenn vorhanden, oft zu realitätsfern vorgestellt.

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Nicht mehr selbstverständlich
von einer Kundin/einem Kunden am 14.10.2014

Natürlich nicken wir alle zustimmend mit dem Kopf, wenn die Forderung nach Freiheit und Menschen würde auftaucht. Meistens im Zusammenhang mit diversen Kriegsszenarien, oder Diktaturen. Weniger daran wird gedacht, was denn die Suchmaschinen des Internets, all die Datenbanken, sei es von staatlicher, als auch wirtschaftlicher Seite für Auswirkungen auf... Natürlich nicken wir alle zustimmend mit dem Kopf, wenn die Forderung nach Freiheit und Menschen würde auftaucht. Meistens im Zusammenhang mit diversen Kriegsszenarien, oder Diktaturen. Weniger daran wird gedacht, was denn die Suchmaschinen des Internets, all die Datenbanken, sei es von staatlicher, als auch wirtschaftlicher Seite für Auswirkungen auf diese Grundrechte hat. Haben sie schon darüber nachgedacht was Algorithmen so alles bewirken können? Vieles, das Leben beeinflussend. Frau Hofstetters Versuch die Augen zu öffnen, kann nicht hoch genug gewürdigt werden

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