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Sterben

Roman

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Das eigene Leben offen, schonungslos und radikal zum Gegenstand des Schreibens zu machen – dies ist das Konzept, zu dem sich Karl Ove Knausgård in einem furiosen Mammutprojekt entschlossen hat. Radikal ehrlich und mit unglaublicher sprachlicher Kraft nähert er sich in »Sterben«, dem ersten Roman einer sechsbändigen Serie, seinem schwierigen Verhältnis zum Vater, das ihn grundlegend geprägt hat.


Als dieser stirbt und er sich mit seinem Bruder daran macht, den Nachlass zu ordnen, bietet sich beiden ein Bild des Grauens. Während sie das Haus reinigen und die Beerdigung vorbereiten, kommen Erinnerungen hoch. Nach und nach entsteht so das Porträt eines Mannes, über den sich in der Kindheit das Gleichgewicht der Familie definierte und den die beiden Söhne unsäglich zu hassen lernten. So sehr hat dieser Vater einen Schatten auf das Leben der Brüder geworfen, dass sie den Bestatter bitten, die Leiche sehen zu dürfen. Erst dann, so sind sich beide einig, werden sie glauben können, dass er wirklich tot ist. Der Sog, der von Knausgårds direkter Art des Erzählens schon mit den ersten Sätzen ausgeht, macht seinen Roman zu einer faszinierenden und erschütternden Lektüre. Gerade weil er so radikal persönlich schreibt, gewinnt sein Text eine schmerzliche Allgemeingültigkeit. Selten ist in einem Stück Literatur so greif- und fühlbar geworden, was jeder Mensch ist: ein einmaliger und unerschöpflicher innerer Kosmos.


Portrait
Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden in Norwegen zur Sensation und sorgen nun auch international für Furore. Sie sind in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. Karl Ove Knausgård lebt mit seiner Familie an der schwedischen Südküste.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 576, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.04.2011
Sprache Deutsch
EAN 9783641055080
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Originaltitel Min Kamp
Verkaufsrang 4.466
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Kundenbewertungen


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Der Tod gehört unweigerlich zum Leben, und die Gedanken darüber verändern vielfach Sichtweisen.
von Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 12.02.2012

Was ist los mit unserem Verhältnis zum Tod? Einerseits ist er allgegenwärtig, Krimis usw mit all ihren Toten boomen; doch kaum gibt es reale Tote, werden sie sofort versteckt, verborgen gehalten. Eine essayistische Passage über die biochemischen Zustände, die ein Körper nach seinem Tod durchläuft und den traditionellen Umgang... Was ist los mit unserem Verhältnis zum Tod? Einerseits ist er allgegenwärtig, Krimis usw mit all ihren Toten boomen; doch kaum gibt es reale Tote, werden sie sofort versteckt, verborgen gehalten. Eine essayistische Passage über die biochemischen Zustände, die ein Körper nach seinem Tod durchläuft und den traditionellen Umgang damit bildet den Anfang des Buches; abgeschlossen wird es damit, dass Karl-Ove ein zweites Mal im Begräbnisinstitut seinen toten Vater aufsucht, um dessen Tod langsam tatsächlich glauben zu können. Auch wenn das Buch von Karl-Ove Knausgard erzählt wird - die größte Rolle spielt darin der Vater, wenn auch häufig nur als drohender Schatten. Es ist keine unbeschwerte, liebevolle Beziehung, die Vater und Sohn hier erlebt haben. Der Vater wird als allmächtig erlebt, als allwissend (woher weiß er, dass der Junge im Garten hinterm Haus verbotenerweise gelaufen ist, was er doch gar nicht sehen konnte?) und unberechenbar. Und es ist gerade die Tatsache, dass es auch gute Momente mit ihm gab, die ein eindeutiges Verhältnis so schwierig machen. Die Eltern trennen sich; der Vater geht eine neue Beziehung ein, hat noch einmal eine Tochter, aber vor allem beginnt er zu dieser Zeit zu trinken. Bis er sich schließlich bei seiner Mutter einquartiert und dort zu Tode säuft. Und nun ist er, Karl-Ove Knausgard, der eigentlich aufgrund des fehlenden Vatervorbilds für sich Bedenken hatte, dieser Rolle gerecht zu werden, selbst Vater dreier kleiner Kinder, mit allen Höhen und Tiefen. Als er so alt ist, wie sein Vater bei der Trennung war, beginnt er sich immer mehr mit ihm zu vergleichen, nicht nur, weil er ihm auch optisch so ähnlich ist. Er stellt auch immer stärker Charakterähnlichkeiten fest, mit denen er sich intensiv auseinanderzusetzen beginnt - und darüber dann zu schreiben beginnt, was nun in diesem Buch zu lesen ist.

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Die Kraft der Sprache übt einen gewaltigen Sog auf den Leser aus
von einer Kundin/einem Kunden aus Ittigen am 22.10.2014

Karl Olav Knausgård weint und er und wir als Leser begreifen eigentlich nicht warum. Sein Vater ist gestorben, aber zu diesem hatte er sein ganzes Leben lang ein sehr schwieriges Verhältnis, das ihn und seinen Bruder grundlegend geprägt hat. Panische Angst erfasst ihn, als ihm plötzlich der Gedanke kommt,... Karl Olav Knausgård weint und er und wir als Leser begreifen eigentlich nicht warum. Sein Vater ist gestorben, aber zu diesem hatte er sein ganzes Leben lang ein sehr schwieriges Verhältnis, das ihn und seinen Bruder grundlegend geprägt hat. Panische Angst erfasst ihn, als ihm plötzlich der Gedanke kommt, sein Vater könnte noch leben und plötzlich zur Türe eintreten. Er geht noch ein zweites Mal ins Beerdigungsinstitut, um sich zu vergewissern, dass sein Vater wirklich tot ist. Ein Teil des Lebens, die Jugend von Karl Olav Knausgård, wird in diesem ersten Band einer mehrbändig angelegten Biographie „Min Kamp“ (insgesamt 6 Bände) aufgerollt. Zentrales Thema ist das Verhältnis zum Vater. Dieser Mann hat einen derartigen Schatten auf das Leben der beiden Söhne geworfen, dass die beiden ihn unsäglich zu hassen lernten. Als der Vater stirbt und Karl Olav sich mit seinem Bruder daran macht, den Nachlass zu ordnen, bietet sich beiden ein Bild des Grauens. Schön und subtil wird das Verhältnis der beiden Brüder zueinander geschildert, das einerseits sehr eng, aber gleichsam distanziert ist. Er möchte ihn einmal umarmen, aber er kann nicht. Was fasziniert so an einer Lebenserinnerung eines Menschen, den man nicht kennt? Das Buch wirkt einen eigentlichen Sog aus. Man wird in ganz alltägliche, keineswegs aussergewöhnliche Szenen so richtig hineingesogen. Nie hätte ich gedacht, dass so detailgenaue Beschreibungen derart faszinieren können. Diese Sprache hat Kraft ohne kräftig aufzutreten, ohne stilistische oder dramaturgische Effekte. Erzählt wird in ruhigem Fluss von Unspektakulärem, leichtfüssig und genau. Die sprachliche Kraft kommt von der radikale Ehrlichkeit und schonungslose Offenheit, vom unverfälschten Realismus, von der direkten Art des Erzählens, die weder narzisstisch ist, noch den Leser einem Seelenstriptease aussetzt. Was den Leser so anzieht und ihn hineintauchen lässt, ist der hohe Wiedererkennungswert. Paradoxerweise ist die schonungslose persönliche Art des Schreibens, die den Roman zu allgemeingültigen Aussagen führt. Wir kennen solche Situationen, weil wir sie auch schon in ähnlicher Weise erlebt haben, vielleicht ohne uns dies in dieser Radikalität zugestanden zu haben. Dieses Buch ist ein Leseerlebnis ersten Ranges. Ich freue mich auf die Lektüre der weiteren Bände.

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fesselnd
von einer Kundin/einem Kunden am 05.08.2011

"Für das Herz ist das Leben einfach: Es schlägt, solange es kann.Dann stoppt es. Früher oder später, an dem einen oder anderen Tag, hört seine stampfende Bewegung ganz von alleine auf, und das Blut fließt zum niedrigsten Punkt des Körpers"......so läßt uns Karl Ove Knausgard in seine Geschichte einsteigen. Er... "Für das Herz ist das Leben einfach: Es schlägt, solange es kann.Dann stoppt es. Früher oder später, an dem einen oder anderen Tag, hört seine stampfende Bewegung ganz von alleine auf, und das Blut fließt zum niedrigsten Punkt des Körpers"......so läßt uns Karl Ove Knausgard in seine Geschichte einsteigen. Er erzählt, wie es damals so war, in der Kindheit, der Jugendzeit, der Zeit des Erwachsenwerdens. Und er erzählt von seinem Vater, der grob, kalt, unnahbar die Familie beherrschte. Sehr früh schon verlassen Karl Ove Knausgard und seine Geschwister die Familie und haben dann kaum Kontakt zum Vater. Als dieser stirbt, machen sich K.O.Knausgard und sein Bruder Yngve auf den Weg zum Haus der Großmutter, wo der Vater die letzten Jahre seines Lebens verbracht hat.Es ist ein schwerer Weg, den sie gehen müssen und was sie erwartet ist unvorstellbar.... Ein erschütterndes, ein fesselndes, ein starkes Buch.

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Sterben
von einer Kundin/einem Kunden am 16.08.2011
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

"Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, solange es kann." Diese zwei prägnanten, kurzen Sätze haben sofort mein Interesse geweckt. Der Autor ist ein ausgezeichneter Beobachter. Für mich ist dies ein Buch, das den Leser schnell in den Bann ziehen kann. Es gibt viele Möglichkeiten, sich auch... "Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, solange es kann." Diese zwei prägnanten, kurzen Sätze haben sofort mein Interesse geweckt. Der Autor ist ein ausgezeichneter Beobachter. Für mich ist dies ein Buch, das den Leser schnell in den Bann ziehen kann. Es gibt viele Möglichkeiten, sich auch selbst in den Konstellationen darin wiederzufinden. Es regt zum Nachdenken an. Absolut empfehlenswert!

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von einer Kundin/einem Kunden am 04.10.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Wahnsinn! Sehr bewegende, schonungslos offene Beschreibung einer schwierigen Vater-Sohn-Beziehung. Großartiger Auftakt zum sechsbändigen (!) autobiographischen Projekt Knausgårds!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Meine größte Buchüberraschung der letzen Jahre. Ein mir völlig unbekannter Mann schreibt über sein Leben und ich wurde komplett in seine Welt gesogen. Absolute Empfehlung

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Der Einstieg in sein autobiographisches Romanwerk und seinen Kosmos!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Mit dem ersten Band seines Romanprojektes gewährt Knausgard intime Einblicke in seine eigene Jugend und seinem Verständnis von Familie. Ein überragender Auftakt der Reihe!

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Ein wahres Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden am 17.02.2016
Bewertetes Format: Buch (Taschenbuch)

"Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, so lange es kann." So beginnt Knausgard seinen 1.Teil auf 6 Teile angelegte Autobiographie. Er beschreibt die Prozesse des Sterbens im Körper und stellt die Frage, warum der Tod tabuisiert wird. Warum lässt man die Toten nicht einfach liegen, sondern... "Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, so lange es kann." So beginnt Knausgard seinen 1.Teil auf 6 Teile angelegte Autobiographie. Er beschreibt die Prozesse des Sterbens im Körper und stellt die Frage, warum der Tod tabuisiert wird. Warum lässt man die Toten nicht einfach liegen, sondern entzieht sie sofort den Augen der Lebenden. Es geht doch keine Gefahr von ihnen aus. Nochmal können sie ja nicht sterben. Aber es geht nicht nur um den Tod, viel mehr um seine Kindheit unter dem alkoholkranken und übermächtigen Vater, der ihm und seinem Bruder nur Gehorsam und keine Liebe gibt. Geduckt und voller Angst vor dem Vater, flüchten sie jedes Mal zur liebevollen Mutter. Als Knausgard 30 Jahre alt ist, stirbt der Vater, zu Tode getrunken im Haus der Großmutter. Mittlerweile selber Ehemann und Vater, wirft seine Kindheit immer noch einen großen Schatten über ihn. Er muss sich sogar am offenen Sarg überzeugen, dass sein Vater auch wirklich tot ist. Erst nach tagelanger Trauerarbeit, gelingt es ihm, Abstand zu bekommen. Knausgard erzählt über das Menschsein und lässt den Leser schonungslos offen sein Leben betrachten. Er sucht keine Entschuldigungen und Erklärungen. Ein wahres Leseerlebnis.

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Suchtgefahr
von einer Kundin/einem Kunden am 06.12.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Bereits der erste Band seiner auf sechs Bände angelegten Autobiografie, oder besser gesagt Lebensbeschreibung, zieht den Leser in seinen Bann. Wie Knausgard aus ganz alltäglichen Dingen fesselnde Literatur macht, sucht seinesgleichen. "Sterben" erzählt vom Tod seines Vaters, der die Familie verlassen hat und als Schwerstalkoholiker zugrunde geht.... Bereits der erste Band seiner auf sechs Bände angelegten Autobiografie, oder besser gesagt Lebensbeschreibung, zieht den Leser in seinen Bann. Wie Knausgard aus ganz alltäglichen Dingen fesselnde Literatur macht, sucht seinesgleichen. "Sterben" erzählt vom Tod seines Vaters, der die Familie verlassen hat und als Schwerstalkoholiker zugrunde geht. Obwohl er sich den Tod des Vaters mehr als einmal gewünscht hat, ist er angesichts des Scheiterns seines Vaters und seiner Beziehung zu ihm von Trauer überwältigt. Im nächsten Band "Spielen" hält er dann Rückschau auf seine Kindheit und Jugend, und ich kann mich nur einem Kritiker anschließen, der beim Anblick der über 2500 Seiten umfassenden 4 Bände gefragt hat: Will man das alles lesen? Ja! Unbedingt!

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"Ich will nur eine Geschichte erzählen: Die Geschichte meines Lebens."
von Lisa Weigel aus Leipzig am 18.10.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Karl Ove Knausgard hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: Das eigene Leben romanhaft zu beschreiben. Das Resultat sind sechs Romane mit ca. 3500 Seiten. Knausgard verwischt die Grenze zwischen Fiktion und Autobiographischem. Kann das gelingen? Hier schon. Mit einem Ende fängt alles an: Im ersten Band „Sterben“ widmet sich... Karl Ove Knausgard hat sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: Das eigene Leben romanhaft zu beschreiben. Das Resultat sind sechs Romane mit ca. 3500 Seiten. Knausgard verwischt die Grenze zwischen Fiktion und Autobiographischem. Kann das gelingen? Hier schon. Mit einem Ende fängt alles an: Im ersten Band „Sterben“ widmet sich der norwegische Autor dem Verhältnis zu seinem Vater. Es war ein schwieriges: der Vater unberechenbar und alkoholkrank. Die unerträgliche Atmosphäre, die unter dem Patriarchen im Haus entstand, wird spürbar für uns als Leser. Der Tod des Vaters bricht jäh ein in das erwachsene Leben des Autors. Erinnerungen und alte Wunden brechen auf, als er versucht, die katastrophalen Verhältnisse, die der Vater hinterließ, zu ordnen. Immer wieder werden in den Roman essayistische Passagen eingeschoben mit Betrachtungen zum Menschsein, dem Leben oder dem Tod, die uns kurz inne halten lassen. Das Buch ist ein imposantes, unerbittliches Psychogramm des eigenen Lebens, eine radikale Analyse; Knausgard schont weder sich noch sein Umfeld. Die sechs Romane Knausgards sind eine literarische Sensation (in Norwegen standen alle Bücher monatelang in den Bestsellerlisten) und wohl auch für den Leser ein Mammutprojekt. Trotzdem will man versinken in Knausgards zügelloser Gedankenflut.

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Für das Herz ist das Leben einfach,- es schlägt so lange es kann ...
von einer Kundin/einem Kunden am 04.01.2014
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ab wann beginnt es ? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, ab dem die Zeit schneller zu vergehen beginnt ? Ab wann haben wir den Überblick über die Welt und ihre Systeme und unseren Abstand dazu ? Diesen Abstand nennt Karl Ove Knausgard schlicht und einfach Wissen, oft erschreckend, brutal... Ab wann beginnt es ? Wann ist der Zeitpunkt gekommen, ab dem die Zeit schneller zu vergehen beginnt ? Ab wann haben wir den Überblick über die Welt und ihre Systeme und unseren Abstand dazu ? Diesen Abstand nennt Karl Ove Knausgard schlicht und einfach Wissen, oft erschreckend, brutal und voller Einsamkeit ! Schonungslos, ja erschütternd geht er mit Wahrheiten um, kein Wunder bei diesem Verhältnis zum Vater , von dessen Stimmung das ganze Wohlbefinden der Familie abhing und was ihn und seinen Bruder für das ganze Leben geprägt hat...ich bin sehr gespannt auf den baldigen zweiten Teil, sechs Bände sind es insgesamt - ein echtes Monument !

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1. Teil
von einer Kundin/einem Kunden am 24.06.2012
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Sterben“ ist der 1. Teil einer 6 teiligen autobiographische Romanreihe. Knausgård, einer von den wichtigsten lebenden norwegischen Autoren, gibt hier Einblicke in sein Leben auf eine sehr ergreifende Weise. In „Sterben“ geht es neben seiner Zeit als Bub und heranwachsender Mann um seinen Vater. Wie er ihn als Kind... Sterben“ ist der 1. Teil einer 6 teiligen autobiographische Romanreihe. Knausgård, einer von den wichtigsten lebenden norwegischen Autoren, gibt hier Einblicke in sein Leben auf eine sehr ergreifende Weise. In „Sterben“ geht es neben seiner Zeit als Bub und heranwachsender Mann um seinen Vater. Wie er ihn als Kind erlebte, seinen Respekt und teilweise Angst vor ihm. Durch den Tod des Vaters als er selber 30 Jahre alt ist, sieht er was aus seinem Vater geworden ist. Der Vater lebte die letzten Jahren gemeinsam mit der Großmutter und hat sich zu Tode gesoffen, sich gehen lassen, das Haus verdreckt usw. Karl Ove kommt gemeinsam mit seinem Bruder am Tag nach dem Tod ins Haus und fangen an aufzuräumen und zu bearbeiten. Die Geschichte ist sehr gefühlvoll und ergreifend geschrieben.

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Vater und Sohn, das schwierigste Verhältnis
von Martin Bär aus St. Johann am 31.07.2011
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Karl Ove Knausgards Vater hat sich zu Tode getrunken. Die beiden Söhne entrümpeln gemeinsam die völlig zugemüllte Wohnung, und Karl Ove erinnert sich an seinen Vater: welch beherrschende Figur er war, erbarmungslos streng, kaum einmal war ein Lächeln auf seinen Lippen zu sehen. Der junge Karl Ove litt sehr... Karl Ove Knausgards Vater hat sich zu Tode getrunken. Die beiden Söhne entrümpeln gemeinsam die völlig zugemüllte Wohnung, und Karl Ove erinnert sich an seinen Vater: welch beherrschende Figur er war, erbarmungslos streng, kaum einmal war ein Lächeln auf seinen Lippen zu sehen. Der junge Karl Ove litt sehr unter dem unnahbaren Mann, den er doch so verzweifelt liebt und dem er nahe sein wollte. Erst als er die Stadt verlässt, schafft er es, sich auch mental etwas von ihm zu lösen. Trotzdem möchte er von seinem Vater akzeptiert werden, das bleibt ihm aber verwehrt, dieser Stachel bleibt und schmerzt. Karl Ove Knausgard entwickelt in diesem ersten Band einer auf sechs Bände angelegten autobiographischen Romanreihe ein beeindruckendes Bild einer Familie, deren Mitglieder verzweifelt voneinander loszukommen versuchen, aber doch für immer zusammen gehören. Sehr beeindruckend, ich freue mich schon auf „Liebe“, den zweiten Band!

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Ein starkes Stück Literatur
von Athanasius Pernath am 14.04.2011
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Es ist zum einen Knausgards unerhörte Offenheit und Direktheit, die einen in den Bann dieses Romans zieht. Alles wird sezierend beschrieben: Freunde, Familie, Erwachsenwerden und erste Liebe, aber auch Alkoholexzesse und eben das maximal unentspannte Verhältnis zum Vater. Dabei beschwört der Autor eine solche Fülle an Details herauf, daß man... Es ist zum einen Knausgards unerhörte Offenheit und Direktheit, die einen in den Bann dieses Romans zieht. Alles wird sezierend beschrieben: Freunde, Familie, Erwachsenwerden und erste Liebe, aber auch Alkoholexzesse und eben das maximal unentspannte Verhältnis zum Vater. Dabei beschwört der Autor eine solche Fülle an Details herauf, daß man fast mitschmeckt-, riecht, sich freut und leidet. Natürlich ist das DIE Vorlage, sich an die eigenen Erlebnisse der Jugend zu erinnern - längst Vergessenes taucht auf. Zwischendrin gibt es dann immer wieder Sätze und Gedanken zu Sterben, Tod und Vergänglichkeit. Selten ist Tiefe so brillant formuliert worden! Ich freue mich schon auf den 2. Band und den neuerlichen Gefühlssturm

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Ulysses des Nordens
von einer Kundin/einem Kunden am 11.05.2011
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Mit "Sterben" erscheint der erste Band, eines vom Verlag als Opus Magnum angekündigten sechsbändigen Werkes. Wenn der Autor das Niveau der hier vorliegenden Auseinandersetzung mit dem Vater halbwegs halten kann, dann ist der Hut vor ihm zu ziehen, und die Möglichkeit einer sechssternigen Bewertung zu schaffen. In der teilweise... Mit "Sterben" erscheint der erste Band, eines vom Verlag als Opus Magnum angekündigten sechsbändigen Werkes. Wenn der Autor das Niveau der hier vorliegenden Auseinandersetzung mit dem Vater halbwegs halten kann, dann ist der Hut vor ihm zu ziehen, und die Möglichkeit einer sechssternigen Bewertung zu schaffen. In der teilweise sehr minutiösen Abwicklung, lässt sich durchaus eine gewisse Seelenverwandtschaft mit einem gewissen Mr. Bloom erkennen. Wer weiß, vielleicht wird in einigen Jahrzehnten in Norwegen der "Knausgard-Day" gefeiert.

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