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Still. Chronik eines Mörders

(5)
Nur eines verschafft Karl Heidemann Erlösung von der unendlichen Qual des allgegenwärtigen Lärms: die Stille des Todes. Blutig ist die Spur, die er in seinem Heimatdorf hinterlässt. Er zieht hinaus in die Welt, jenseits der Gesellschaft, schläft in verlassenen Ställen, bleibt im Verborgenen, lauschend, und ist doch mitten unter den Menschen. Durch sein unfassbar sensibles Gehör hat er gelernt, sich lautlos wie ein Raubtier seinen Opfern zu nähern, nach Belieben das Geschenk des Todes zu bringen, und doch findet er nie, wonach er sich sehnt: Liebe. Bis er auf einen Schatz stösst. Ein Schatz aus Fleisch und Blut. Lebendig. Ein Schatz, der alles ändert.
Portrait
Thomas Raab, geboren 1970, lebt nach abgeschlossenem Mathematik- und Sportstudium als Schriftsteller, Komponist und Musiker mit seiner Familie in Wien. Zahlreiche literarische und musikalische Nominierungen und Preise, zuletzt "Buchliebling" 2011 und Leo-Perutz-Preis 2013. Die Kriminalromane rund um den Restaurator Willibald Adrian Metzger zählen zu den erfolgreichsten in Österreich. Zwei davon wurden im Sommer 2014 für die ARD-Degeto mit Robert Palfrader in der Hauptrolle verfilmt.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 313, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.01.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783426425749
Verlag Droemer eBook
eBook (ePUB)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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genial spannend, berührend, verblüffend, fesselnd ......
von einer Kundin/einem Kunden aus fischamend am 27.01.2016

einer der besten krimi´s seit langem - ein ganz besonderer schreibstil und obendrein unheimlich spannend !

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0 0
Bravo!!!!
von einer Kundin/einem Kunden am 17.07.2015

Ein Junge wird mit dem „absoluten Gehör“ geboren. Er entwickelt sich deshalb zu einem Mörder. Denn nur eins verschafft ihm die Erlösung: Die Stille des Todes. Voller Spannung und eine gewaltige Sprache auf hohem Niveau. Bravo, Herr Raab! Wer ein spannendes, anspruchsvolles, verstörendes Buch sucht, ist hier richtig.

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Sehr Spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 22.09.2015

Dieses buch habe ich nicht aus der hand legen können es ist sooo spannend bis zum schluss Etwas zum lachen zum nachdenken und weinen nur empfehlenswert !!

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0 0
Der Tod als Erlösung
von einer Kundin/einem Kunden am 22.06.2015

Im kleinem Dorf Jettenbrunn wird Karl Heidemann geboren. Von Beginn an leidet Karl an seinem ausgeprägtem Gehörsinn. Seine Tage sind gefüllt von schir unglaublichen Schmerzen, die er seinen Eltern und seiner Umgebung mit anhaltendem Schreien kundtut.Sein Kindheitsdasein fristet er im elterlichem Keller, wo es für Karl einigermaßen erträglich ist.... Im kleinem Dorf Jettenbrunn wird Karl Heidemann geboren. Von Beginn an leidet Karl an seinem ausgeprägtem Gehörsinn. Seine Tage sind gefüllt von schir unglaublichen Schmerzen, die er seinen Eltern und seiner Umgebung mit anhaltendem Schreien kundtut.Sein Kindheitsdasein fristet er im elterlichem Keller, wo es für Karl einigermaßen erträglich ist. Karl ist hochintelligent und bringt sich selbst Schreiben und Lesen bei. Nur eines verweigert Karl - nämlich reden. Keine Schule, kein Spielen mit Gleichaltrigen - so wächst Karl als Sonderling auch von den Dorfbewohnern als "Monster" bezeichnet heran. Und als Solcher entwickelt sich Karl zusehends, den der Tod, so findet Karl ist nicht etwas dass es zu betrauern oder verzweifeln gilt, sondern als etwas erlösendes und friedvolles. Und so hinterlässt er eine Spur des Bösens wo immer er sich aufhält. "Still" ist kein gewöhnlicher Krimi, es ist eine Biographie des Grauens. Erinnerungen an Patrick Süsskinds "Das Parum" oder Ähnlichkeiten mit dem Genie Alder aus Robert Schneiders "Schlafes Bruder" tauchen beim Lesen auf. Die verschnörkelte Sprache hat leider die Spannung sehr gehemmt. Ansonsten sehr gelungene Geschichte.

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0 0
bestes Buch der Leipziger Buchmesse
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Dürrenberg am 29.03.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Einfach nur absolut brilliant . Endlich mal ein Buch das den Namen Literatur verdient. Sehr zu empfehlen. Hoffentlich erscheinen bald ein neues Buch des Schriftstellers

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1 0
Das Leben eines Mörders
von simi159 am 12.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still ist eine emotionale, super spannende und auch aufwühlende Biographie eines Mörders…. Karl Heidemann ist ein besonderes Baby, von seinen Eltern geliebt und heiß ersehnt und doch auch abstoßend, denn er schreit seit seiner Geburt ununterbrochen und lässt sich durch so gut wie nichts beruhigen…Essen, schlafen, singen, herumtragen…alles hilft... Still ist eine emotionale, super spannende und auch aufwühlende Biographie eines Mörders…. Karl Heidemann ist ein besonderes Baby, von seinen Eltern geliebt und heiß ersehnt und doch auch abstoßend, denn er schreit seit seiner Geburt ununterbrochen und lässt sich durch so gut wie nichts beruhigen…Essen, schlafen, singen, herumtragen…alles hilft nur sehr kurz. Mit seinem Schreien treibt er nicht nur seine Eltern, sondern auch das ganze Dorf, in dem sie leben, in den Wahnsinn. Durch Zufall stellen seine Eltern fest, dass Karl ein besonders empfindliches Gehör hat und ihn jedes normale Geräusch quält. Sein Vater richtet ihm eine isolierten Raum im Keller ein…und ab dann ist Ruhe…Karl wächst isoliert im Keller auf, hat kaum Kontakt zu anderen Menschen…Er wird von einem Nachbarn unterrichtet und genießt seine Ruhe/Stille. Seine Mutter zerbricht an dieser Isolation und nimmt sich im Beisein von Karl ihr Leben… Karl erfährt dort zum ersten Mal die befreiende Stille des Todes…Fortan, will er das immer wieder erleben, sein Heimatort wird ihm bald zu klein…Er ist ein Erlöser…Friedensbringer und hinterlässt eine blutige Spur des Todes. Fazit: Still ist nicht wirklich blutig und die die Spannung entsteht auch mehr im Kopf, da man sich beim Lesen die ganze Zeit fragt, wie es weiter geht, bzw. wann es aufhört. Karl Heidemann um den sich die ganze Geschichte dreht, ist unsympathisch, fett, hässlich und seltsam. Ein richtiger Antiheld. Der Autor, Thomas Raab, verpackt diese Geschichte in so einfühlsame Worte und in eine sehr bildhafte Sprache. Diese lässt beim Lesen nicht nur Karls Welt im Kopfkino entstehen, sondern auch seine Gefühlswelt ist greifbar und damit sein Verhalten teilweise nachvollziehbar. Die Geschichte scheint zeitlos, irgendwie in der weiten Vergangenheit spielend, doch eigentlich ist sie in den 80er Jahren angesiedelt…auch wenn man das Gefühl hat, dass in Karls Heimatdorf die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Mit hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es anders ist und einen so schnell nicht mehr los lässt, wenn man mal angefangen hat es zu lesen. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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1 0
Still - was für ein unglaublich stilles Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 09.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still - ein Roman welcher mich mit einer Wucht berührte, wie schon lange kein Buch mehr. Still - einzigartig in der Sprache Still - aufwühlend und emotional Still - bewegend und faszinierend Still - berührende Spannung mit Tiefgang Still - Lesegenuss auf höchstem Niveau Still - unbeschreiblich Still - meine absolute Leseempfehlung!

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1 0
Still
von buecherfreund am 31.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Still - Chronik eines Mörders. Ich hatte etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, doch das hat es nicht weniger gut gemacht. Ich war begeistert. Ein unheimlich berührendes Buch. Schon alleine das Cover strahlt etwas Schönes und Friedliches aus und gibt perfekt die Stimmung des Buches wider. Karl wird am Nikolaustag... Still - Chronik eines Mörders. Ich hatte etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet, doch das hat es nicht weniger gut gemacht. Ich war begeistert. Ein unheimlich berührendes Buch. Schon alleine das Cover strahlt etwas Schönes und Friedliches aus und gibt perfekt die Stimmung des Buches wider. Karl wird am Nikolaustag 1982 als Schreikind geboren Die Ursache wird von seinem Vater eher zufällig entdeckt: Karl erträgt den Lärm nicht. Er hat ein unglaublich empflindliches Gehör und alles um ihn herum erscheint ihm unerträglich laut. So wächst Karl isoliert in den Kellerräumen des Hauses auf, weil er die normale Welt um sich herum nicht erträgt. Die anderen Dorfbewohner nehmen ihn nur als unheimlichen Jungen wahr, der nicht spricht und nie das Haus verlässt. Das wohl einschneidenste Erlebnis in seiner Kindheit war der Tod seiner Mutter. Weil sie Karls Ablehnung ihr gegenüber nicht mehr ertragen konnte, ist sie vor seinen Augen ins Wasser gegangen. Doch anstatt Schuldgefühle hat dieses Erlebnis nur Faszination auf Karl ausgeübt. Er kann nicht verstehen, warum die Menschen die Toten betrauern. Für ihn stellt der Tod eine Erlösung dar, endlich Friede, Schönheit, und endlich Stille. Immer wieder sieht er die Schönheit des Todes in dem Gesicht seiner Mutter vor sich. So zieht er schließlich durch die Wälder, um dieses Geschenk der Erlösung anderen geben zu können. Doch auch wenn das Buch "Chronk eines Mörders" heißt, so hat man nie das Gefühl über einen Mörder zu lesen. Man taucht ganz ein in Karls Welt und Gedanken, der eine ganz andere Sicht auf die Welt hat. Das Buch besteht aus drei Teilen und jeder der Teile ist völlig anders, beschreibt eine ganz bestimmte Stimmung, in der sich Karl gerade befindet. Besonders der letzte Teil hat es mir angetan, so emotional und so tiefgehend. Auch das Ende hat mich sehr überrascht. Thomas Raab hat eine unheimliche Gabe mit den Worten zu spielen und einen Sinn dafür, alleine durch die Wahl der richtigen Wörter eine Atmosphäre aufzubauen. Ich habe selten ein Buch mit so einem schönen Schreibstil gelesen.

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2 1
Fesselndes Leben des Karl Heidemann
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankenberg am 12.01.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Wunderschönes Buchcover, welches durch seine Schlichtheit eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Ruhe und Stille die Karl sich wünscht, die ihm aber selten so gewährt wird. Karl ist ein Schreikind. Ohne ersichtlichen Grund raubt er seiner Mutter und den Jettenbrunnern den Verstand. Als sein Vater endlich, eher zufällig, den Grund dafür... Wunderschönes Buchcover, welches durch seine Schlichtheit eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. Ruhe und Stille die Karl sich wünscht, die ihm aber selten so gewährt wird. Karl ist ein Schreikind. Ohne ersichtlichen Grund raubt er seiner Mutter und den Jettenbrunnern den Verstand. Als sein Vater endlich, eher zufällig, den Grund dafür entdeckt, ändert sich alles. Ruhe zieht in Jettenbrunn und das Haus der Heidemanns ein, eine beängstigende Ruhe. Abgeschottet, fern des Lärm von außen, wenn auch nicht völlig still, findet Karl seine Ruhe. Doch er ist so abgeschottet wie alle meinen, er bekommt alles mit. Hört die Schritte und Gespräche auf der Straße im Ort. Kann bald den Gangarten Namen zuordnen, erahnen, welche Stoffe sie am Leibe tragen und wie ihre Gesichter aussehen, ohne sie je gesehen zu haben. Wie genau seine Vermutungen sind, erfährt er als er später wieder an die Oberfläche tritt. Der tragische Tod seiner Mutter, für alle tragisch nur nicht für Karl, ändert für ihn alles. Nie hat er sie so entspannt und friedlich gesehen, wie im Moment des Todes. Ab da ist für ihn klar, der Tod ist ein großes erlösendes Geschenk. Und warum dieses nicht auch anderen gewähren? Der besten Freundin seiner Mutter, die ihr noch gern soviel zu erzählen hatte oder ihrem späteren Liebhaber, dem das Dorf ohnehin all die Schuld auflud. Warum nicht ihn von all seinen Lasten befreien? Karl ist schlau, er lernt sehr schnell, er will Erlösung bringen, keine unnötigen Schmerzen, keine Qualen. Er ist im festen Glauben etwas Gutes zu vollbringen und ist sich nicht bewusst, wie unrecht oder falsch es in den Augen der Welt ist. In den Augen seines Vaters, den ihn zufällig beim morden erkannte. Es bricht Karl das Herz, wie sehr ihn alle missverstehen. Es beginnt ein Leben auf der Flucht, ganz auf sich allein gestellt, sein empfindliches Gehör warnt ihn vor Gefahren. Alles ändert sich schlagartig, als ihn Marie förmlich überrennt. Sofort besteht eine Verbindung zwischen ihnen, sie ist ihm so vertraut, so still. Sie ist stumm und weckt in ihm Gefühle, die er vorher nie spürte. Ihrem trinkenden Vater ausgeliefert, denn sie kann schlicht nicht um Hilfe schreien, versucht er sie von ihrem Quäler zu befreien. Die Sache geht schief und es beginnt eine grausame Hetzjagd und endlose Tage der Folter für Karl, die in ihm alles ändern. Nicht mehr länger will er die Erlösung bringen, sondern die Welt vom Abschaum befreien. So beginnt seine grausame Blutspur durchs Land, bis er sich selbst nicht mehr erkennt und glaubt er wäre einer von ihnen. Völlig ermattet wird er von einem Mönch gefunden und man glaubt und wünscht ihm Ruhe und Frieden im Kloster. Doch nicht so Karl, er geht seinen Weg um das einzig Wichtige in seinem Leben wieder zu finden - Marie. Ihm immer auf den Fersen Horst Schubert, doch findet der Ermittler ihn nie wo er sucht. Eine faszinierende Chronik, man fühlt mit Karl und kann diesem Kind die Taten nicht so übel nehmen, ihn nicht so verurteilen, wie man möchte. Er hat es nicht anders gelernt und ist doch so rein von seinen Absichten Gutes zu tun. Er ist trotz der Menschen um sich herum, immer allein, niemand versteht ihn oder will ich verstehen. Man leidet mit ihm, freut sich mit ihm. Wünscht ihm einen guten Ausgang - auf seine eigene Weise. Seine Chronik hat mich gespannt an den Seiten kleben lassen und tief berührt! Sehr schöner Schreibstil, und all die Zitate von Fontane usw. fand ich sehr passend. Wunderschön! Jetzt muss ich gleich mal schauen, was Thomas Raab so alles schon veröffentlicht hat, damit ich es schier in mich aufsaugen kann.

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1 0
Der Tag, an dem Karl starb, war ein guter Tag ...
von goat am 13.06.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Ungewöhnlich ist es, wenn ein Autor diesen Satz über seinen Protagonisten verfasst. Aber ungewöhnlich ist auch dieses Buch, welches sich für mich als ein poetischer Schatz der Literatur herausgestellt hat. Doch zunächst stellt sich die Frage, für wen ist dieser Tag ein guter Tag? Für die Mitmenschen von Karl?... Ungewöhnlich ist es, wenn ein Autor diesen Satz über seinen Protagonisten verfasst. Aber ungewöhnlich ist auch dieses Buch, welches sich für mich als ein poetischer Schatz der Literatur herausgestellt hat. Doch zunächst stellt sich die Frage, für wen ist dieser Tag ein guter Tag? Für die Mitmenschen von Karl? Für Karl selbst? Oder sogar für die Leser, die Karl fast drei Jahrzehnte seines Lebens begleiten? Aber wer genau ist denn eigentlich Karl? Am 6. Dezember des Jahres 1982 durchbricht ein Schrei die Stille des kleinen Dorfes Jettenbrunn in Österreich. Karl, der Sohn von Charlotte und Johannes Heidemann, hat das Licht der Welt erblickt und schreit seinen ganzen Schmerz und seine ganze Empörung darüber hinaus. Noch ahnt niemand, dass dieses Geschrei Tage und Nächte andauern soll, lediglich unterbrochen durch einen kurzen Erschöpfungsschlaf. Karls Mutter weiß sich keinen Rat mehr: Jegliche Versuche, den Jungen zu beruhigen scheitern, bewirken sogar das Gegenteil - sobald sie ihn auf den Arm nehmen möchte, wird Karls Stimme noch durchdringender. Nur dem Zufall ist es geschuldet, dass Karls Vater die Entdeckung macht, dass jegliches Geräusch für Karl eine Tortur ist – und sei es noch so leise. Selbst den Flügelschlag eines Schmetterlings vermag Karl zu hören. Um der kleinen Familie, vor allem aber Karl das Leben erträglich zu machen, baut der Vater den Keller kurzerhand zu einem schalldichten Bereich um und fortan ist Ruhe. Dem Familienfrieden zwar dienlich, weniger jedoch der familiären Gemeinschaft, fristet Karl lange Zeit ein Eremitendasein. Der einzige soziale Kontakt – abgesehen von seinen Eltern, besteht aus gelegentlichen Besuchen eines Nachbarn, der pensionierter Lehrer ist und Karl unterrichtet. In puncto Zwischenmenschlichkeit liegt der Junge jedoch weit zurück und kann somit auch nicht unterscheiden, was richtig oder falsch ist. Als er mit einbezogen wird, lästige Fliegen zu erlegen und der Satz fällt, dass die Plagegeister endlich tot sind und nun Ruhe ist, hat das fatale Auswirkungen. Woher soll Karl wissen, dass Töten etwas Unrechtes ist? Töten = Ruhe? Als die Mutter in ihren verzweifelten Versuchen ihr Kind zu lieben, auf immer mehr Ablehnung stößt, sowohl vonseiten der Dorfbewohner als auch von ihrem eigenen Sohn, beschließt sie, sich vor den Augen ihres Sohnes in einem See zu ertränken. Karl kann dieses Ereignis natürlich nicht zuordnen und ist ebenso verwirrt wie fasziniert von dem friedlichen Ausdruck auf dem Gesicht seiner toten Mutter. Nun ist er sich sicher, dass der Frieden erst im Tod zu finden ist und er verlässt sein Zuhause mit dem Vorsatz, auch anderen Menschen diesen Frieden zuteilwerden zu lassen. Karl hinterlässt eine Spur des Todes, wo auch immer er sich gerade befindet und immer in dem Glauben, richtig zu handeln. Doch er selbst vermag keinen inneren Frieden zu finden … „Still“ ist kein reißerischer Thriller, wie man ihn vielleicht bei einer solchen Inhaltsangabe erwarten würde. Was Thomas Raabs Roman ausmacht, ist weniger der Inhalt als die Art, wie der Autor den Weg des Mörders beschreibt, nämlich in ganz leisen Tönen – eben STILL. Hier ist der Name Programm. Und wer nun glaubt, bei einer Schneise des Todes kann es keineswegs still zugehen, der irrt gewaltig. Karl ist beileibe kein Sympathieträger, aber ich konnte gut nachvollziehen, was ihn zu diesen Taten trieb und mich nicht ganz davon freisprechen, so etwas wie Mitleid mit ihm zu haben. Der Leser muss sich automatisch mit dem „Kind“ Karl auseinandersetzen, das auf so tragische Art und Weise zum „Mörder“ Karl wird. Es führt kein Weg vorbei am Begreifen dieser Taten. Diesen Roman mit „Das Parfum“ von Patrick Süskind zu vergleichen ist legitim. Aber „Still“ ist durch Raabs Schreibstil so viel mehr. Die Figuren, die er geschaffen hat, sind so gut beschrieben und in Szene gesetzt, dass ich einfach nur fasziniert bin. Die große Wendung dieses Romans wird allerdings von zwei Charakteren verursacht, die ich in meiner Rezension noch gar nicht erwähnt habe. Man darf „Still“ also noch immer mit großer, erwartungsvoller Spannung lesen, ohne dass ich zu viel verraten habe. Ein großartiges Werk und mehr als fünf Sterne wert.

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0 0
Der Tod, sein Freund und Helfer
von einer Kundin/einem Kunden am 30.03.2016
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Mit "Still - Chronik eines Mörders" hat der für die "Metzger"-Reihe bekannte Autor Thomas Raab einen großartigen Thriller geschrieben, dessen Protagonist die LeserInnen beschäftigen wird. Sein hypersensibles Gehör hat Karl Heidemann bereits im Mutterleib große Qualen bereitet. Um sein Aufwachsen erträglicher zu machen, wird er bereits im Säuglingsalter im Keller... Mit "Still - Chronik eines Mörders" hat der für die "Metzger"-Reihe bekannte Autor Thomas Raab einen großartigen Thriller geschrieben, dessen Protagonist die LeserInnen beschäftigen wird. Sein hypersensibles Gehör hat Karl Heidemann bereits im Mutterleib große Qualen bereitet. Um sein Aufwachsen erträglicher zu machen, wird er bereits im Säuglingsalter im Keller des Elternhauses untergebracht um die schmerzhaften Geräusche zu dämpfen. Doch niemand kann ewig eingesperrt bleiben. Noch als Kind kehrt Karl zurück an die Oberfläche, wo er das erste Mal mit den Tod in Berührung kommt. Fasziniert erkennt er, dass dieser das für ihn wohl größte Geschenk, die Stille, mit sich bringt. Von da an hinterlässt Karl eine blutige Spur, wohin er auch geht... "Still - Chronik eines Mörders" erzählt die faszinierende Lebensgeschichte des fiktiven Serienmörders Karl Heidemann. Obwohl dieser seine Opfer auf grausame Art und Weise vom Leben "befreit", hat man als Leser dennoch Mitleid mit dem Protagonisten, denn trotz seiner Taten ist Karl ein wohlwollender und empathischer Mensch, der einfach nie gelernt hat seine Probleme auf eine andere Art zu lösen. Wenn Sie einen Roman suchen, der nicht nur eine interessante und spannende Handlung beinhaltet, sondern auch mit einem Protagonisten mit Tiefe punkten kann, ist dieses Buch genau das richtige für sie!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Buch, das fasziniert und ein Moerder, der dem Leser noch lange im Kopf herumspukt. Ein Buch aber auch, das man sich sprachlich auf der Zunge hergeben lassen kann!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Einen derart außergewöhnlichen Krimi/Roman habe ich lange nicht mehr gelesen! Erinnert stark an das Parfüm von Süßkind und ist für jeden eine Empfehlung der Überraschungen liebt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Überragendes Portrait eines außergewöhnlichen Lebens. Die Lebendigkeit der Sprache steht im krassen Gegensatz zum Leitmotiv des Romans: dem Tod.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Karl Heidemanns außergewöhnliche Lebens- und Leidensgeschicht ist kurios, bewegend und makaber zugleich. Raab schafft es, dass man konstant zwischen Abscheu und Mitleid schwankt.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Dies ist die Biografie eines Mörders. Sehr faszinierend geschrieben und spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ein Thriller für sie und ihn!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Mein absoluter Geheimtipp für dieses Frühjahr-sprachlich ganz großes Kino und die Geschichte haut einen um!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine atemberaubende Wortgewandheit und ein Mörder wie es ihn noch nie gab! Spannend, fesselnd und nicht mehr wegzulegen!!

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Sehr gelungen!
von einer Kundin/einem Kunden am 04.02.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die Empfehlungen meiner Kollegen haben mich auf dieses Buch gebracht, und sie haben mir nicht zu viel versprochen! Die Lebens- und Leidensgeschichte des Karl Heidemann, der durch sein Umfeld ein ums andere Mal verwirrt wird, geht einem sehr nahe. Jede Verwunderung und die daraus resultierenden Entscheidungen kann man, so kurios... Die Empfehlungen meiner Kollegen haben mich auf dieses Buch gebracht, und sie haben mir nicht zu viel versprochen! Die Lebens- und Leidensgeschichte des Karl Heidemann, der durch sein Umfeld ein ums andere Mal verwirrt wird, geht einem sehr nahe. Jede Verwunderung und die daraus resultierenden Entscheidungen kann man, so kurios und makaber sie auch sein mögen, immer nachvollziehen. Diese außergewöhnliche Geschichte wird von Thomas Raab mit sehr viel Feingefühl erzählt. Seine Sprache vermittelt die Ruhe, die sich Karl so sehr wünscht. Ein beeindruckendes Buch, das sich vor dem thematisch ähnlichen "Parfüm" wirklich nicht verstecken muss.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ungewöhnlich, grausam, fesselnd...ich habe es verschlungen! Der Vergleich zu Süskinds Parfum liegt nah, literarisch kann sich "Stille" auf jeden Fall daran messen lassen!

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