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Stirb langsam 5 - Ein guter Tag zum Sterben

(1)
John McClane ist zurück! In STIRB LANGSAM - EIN GUTER TAG ZUM STERBEN schlüpft Bruce Willis wieder in seine Paraderolle als New Yorker Polizist, der zufällig immer zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Dieses Mal ist der knallharte Cop in Moskau, um seinen Sohn Jack (Jai Courtney), der ihm über die Jahre fremd geworden ist, und den Russen Komarov (Sebastian Koch) zu retten, denen die russische Unterwelt im Nacken sitzt. Zusammen kämpfen sie gegen die Zeit, um einen gefährlichen Machtwechsel in Russland zu verhindern und stellen dabei fest, dass sie im Doppelpack unschlagbar sind...
RezensionBild
Optisch hat der aktuelle STIRB LANGSAM kaum noch Gemeinsamkeiten mit dem ursprünglichen Film-Franchise. Schon das Bildformat änderte sich für Teil 5 von Cinemascope auf 1,85:1, was den Bildern von vornherein das monumentale Action-Feeling nimmt. Während früher viele ruhige und lange Kamerafahrten zu sehen waren und auch der Schnitt zwar die Action unterstrich, aber die Augen nicht zu sehr strapazierte, sind nun Wackelbilder, schnelle Action-Schnitte und ein insgesamt raues Grieseln an der Tagesordnung – eben jene visuellen Spielereien, die heutzutage viel zu oft vorkommen, aber eben „State-of-the-Art“ sind. Dadurch wirkt das Bild immer leicht unruhig und schmuddelig, mitunter rauschig und nicht so scharf wie man es sich wünschen würde. Auch die extrem harten Kontraste, die mitunter Konturenschatten hinterlassen und der tiefe Schwarzwert sorgen nicht gerade für Augenschmaus, da vieles zu dunkel wirkt. Die Farbpalette wird von grün-blauen und roten Tönen in satter Ausprägung dominiert. Die Schärfe schwankt zwischen sehr guten Werten bei Nahaufnahmen mit feiner Durchzeichnung aller Details bis hin zu leicht weichen Hintergründen und verwaschenen Details bei (Halb-)Totalen. Analoge Fehler sind nicht zu finden, die Kompression hinterlässt gerade in dunkleren Aufnahmen aber immer wieder leichte Unruhen auf Hintergründen (Blockmuster an Farbsäumen).
Da einiges sicherlich dem subjektiven Auge des einen oder anderen Zuschauer besser oder schlechter gefällt, sollen hier nur die rein technischen Aspekte unvoreingenommen bewertet werden, wodurch es angesichts der weitgehend fehlerfreien Übertragung des digitalen Ausgangsmaterials auf die DVD gute acht Punkte gibt, einen wieder Abzug für die Kompressionsartefakte.
RezensionTon
Während die Blu-ray für den deutschen Ton wenigstens noch das Format DTS 5.1 aufruft, muss der Zuschauer auf der DVD sogar bloss mit DD 5.1-Sound (allerdings auch im O-Ton) Vorlieb nehmen. Die massiven Action-Sequenzen bieten einen recht druckvollen Soundtrack mit vielen Split-Surrounds und reichlich Bass. Etwas mehr Ortbarkeit und ein nach oben hin luftigerer Klang wären hier wünschenswert, dafür rummst es unten herum deftig - zumindest wenn man den insgesamt zu geringen Ausgangspegel eingangs des Films am Receiver anhebt! Die Front wird für Umgebungsgeräusche und Stimmenwiedergabe verwendet, der Score klingt etwas breiter und räumlicher. Durch den Score wirkt die Dynamik etwas flach, da dieser gleichmässig hoch aus den Boxen klingt und sich die Action-Effekte nicht mehr weit absetzen können. Auch die Stimmen bleiben selbst im heftigsten Action-Getöse verständlich – nicht besonders realistisch und eigentlich bei einem solchen Action-Flick auch gar nicht notwendig! Der O-Ton klingt minimal differenzierter und realistischer in Hinblick auf die hier nicht durchgängig ganz so gut verständlichen Dialoge.
Alles in allem hinsichtlich der Action ein ordentliches Soundpackage, dem ein wenig das letzte Quäntchen Dynamik, Feingefühl und die direktionale Note abgeht.
RezensionBonus
Während die Blu-ray satte 180 Minuten an Features plus Bildergalerien kredenzt, bleiben davon auf der DVD gerade mal 7 auf knapp 15 Minuten verteilte entfallene Szenen übrig, die zudem nicht viel Aufregendes offerieren! Darüber hinaus gibt es nur noch zwei Originaltrailer zum Film zu sehen (zusammen 3,5 Minuten). Hier wird der User des komprimierten Datenträgers gehörig im Regen sitzen gelassen – SO kann man die Fans auch verprellen bzw. zum Umschwenken auf die blaue Scheibe zwingen! IMHO keine besonders pfiffige Verkaufsstrategie des Anbieters…
Portrait
Sebastian Koch, geb. 1962 in Karlsruhe, ist einer der herausragendsten Charakterdarsteller Deutschlands. Er spielte u.a. in den preisgekrönten Filmen 'Der Mann mit der Maske' und 'Der Tunnel' und wurde in 'Der Tanz mit dem Teufel', 'Die Entführung des Richard Oetker'und 'Die Manns' mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Für seine Rolle in Speer und ich hat er den Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler erhalten.
Zitat
STIRB LANGSAM geht in die fünfte Runde…und man möchte sagen, dass es hoffentlich die letzte ist! Warum? Nun, da gibt es einige Gründe! Zunächst der Regisseur: John Moore hat mit IM FADENKREUZ (2001) ein brauchbares Debüt hingelegt, bewies aber schon mit dem nächsten Streifen DER FLUG DES PHÖNIX (2004), dass er nicht immer ein gutes Händchen hat, wenn es um die Scriptauswahl geht. Seine Neuauflage von DAS OMEN (2006) war eher bieder und MAX PAYNE (2008) gilt nur bei eingefleischten Wahlberg-Fans als gelungen (Fans des Comics winken hingegen meist ab). Da soll ausgerechnet DIE HARD 5 nun wieder ein Hit sein?
Dann wäre da Bruce Willis, ein zugegeben in den 1980er und 1990er extrem erfolgreicher Star, der ein paar echte Genre-Highlights in seiner Vita stehen hat – darunter auch die ersten beiden „Folgen“ der STIRB LANGSAM-Filmreihe. Doch seit dem Millennium ist sein Stern am Sinken, die Highlights sind nunmehr meist Streifen in denen er bloss noch eine von mehreren Hauptrollen oder sogar nur Nebenrollen spielt (Beispiele THE EXPENDABLES 1+2, R.E.D. 1+2, LOOPER, SIN CITY)! Schon der letzte STIRB LANGSAM 4.0 (2007) lebte kaum noch von der grandiosen Figur des John McClane, sondern mehr von vollkommen unglaubwürdiger, überzogener Action, die optisch zugegeben famos in Szene gesetzt war. Herr Willis wirkt im neuen Jahrtausend ein wenig wie in übersättigter Fussball-Star, dem seine Leistung vollkommen egal ist, kommt er doch oft gelangweilt und unterfordert in den von ihm gespielten Rollen rüber. Und irgendwie dreht er mittlerweile auch einfach zu viele Filme (z.B. in 2007 gleich 5, 2012 sogar 6 Filme), wo andere grosse Stars sonst mit 2-3 Filmen pro Jahr daherkommen.
Weiter geht es mit der Glaubwürdigkeit der gezeigten Action, die ja schon in Teil 4 zu Grabe getragen wurde und in Teil 5 eine neue Spitze im negativen Sinne erreicht. Dann wäre da noch der eingeführte Sohn, ein CIA-Agent im Russland-Einsatz, den Jai Courtney (JACK REACHER) maximal solide verkörpert (die Action zumindest) und der an Charisma seinem Filmvater nicht im geringsten das Wasser reicht – wenn das der neue STIRB LANGSAM-Star wird, dann na ja…
Schliesslich wäre da noch der verkrampft humorige Umgang mit der komplizierten Vater-Sohn-Beziehung und die dünne Story, die immer weiter weg geht vom einstigen (guten) Schema vom Helden, der zufällig in eine haarsträubende, Terror-/Hostage-Situation gerät, die er in einer fulminanten One-Man-Show zu einem guten Ende bringt. Jetzt legt er schon ganze Städte in Schutt und Asche und das zudem nicht mehr allein (das war allerdings auch schon beim haarsträubenden Vorgänger 4.0 der Fall)!
STIRB LANGSAM-Fans der ersten Stunde werden sich hier trotz gleichgebliebenem Hauptdarsteller kaum noch wieder finden, zu viele Kompromisse und Änderungen wurden am ursprünglichen Erfolgs-Franchise der frühen 1990er zu Gunsten aktueller Sehgewohnheiten der Zuschauer vorgenommen. Vielmehr dürften sich junge Action-Fans der aktuellen Kinogeneration damit wohlfühlen, für die es grösser und lauter kaum gehen kann und die keine sinnige bzw. glaubwürdige Story und Umsetzung brauchen, wenn es dafür nur visuell und tonal genügend kracht!
Die DVD bietet in Sachen Technik trotz topaktuellem Blockbuster gerade mal „Solides“. Bild und Ton haben kleinere Mängel, liegen insgesamt aber über dem Durchschnitt. Mit den Extras hingegen ist es – zumindest auf der DVD – wie mit dem Film selbst: Da ist nicht viel drin! Da wird der DVD-Fan gehörig verar.... – auch was die Filmfassung an sich angeht, denn während die Blu-ray den um wenige Minuten längeren „Extended Cut“ (ca. 102 Minuten) anbietet, ist auf der Silberscheibe bloss die „Kinofassung“ (ca. 94 Minuten) zu sehen! Ob das nun allerdings Segen oder Fluch ist, vermögen wir ohne den direkten filmischen Vergleich nicht zu sagen, es riecht aber wie bei den mageren Extras nach Benachteiligung der Käufer des (veralteten) Filmmediums DVD!
4 von 10 Punkten für völlig sinnentleertes Action-Gedöhns ohne Charme oder Verstand plus 1 Punkt Nostalgiebonus für eine Handvoll guter Momente, die an die frühen Tage der Filmreihe erinnern!
… weiterlesen
Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 28.06.2013
Regisseur John H. Moore
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Deutsch, Englisch)
EAN 4010232059581
Genre Action
Studio 20th Century Fox
Originaltitel A Good Day to Die Hard
Spieldauer 94 Minuten
Bildformat 16:9 anamorph
Tonformat Dolby Digital 5.1 (Deutsch, Englisch)
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Kundenbewertungen


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Leider enttäuschend...
von einer Kundin/einem Kunden am 22.06.2013

Bei diesem Film hatte ich grosse Erwartungen - der neue Die Hard-Film mit Bruce Willis ist jedoch längst nicht so gut wie seine vier Vorgänger. Langweilige Story und lahme Action - das Fazit dieses Films.

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