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Strafe

Roman

(2)
Wenn wir unser Leben Revue passieren lassen, sind wir dann frei von Schuld?


Der Brief kommt überraschend, und er holt den Schriftsteller Max Schmeling aus seiner Komfortzone: einen Gefallen soll er ihm tun, seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski, den er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat und den er aus vielen Gründen auch nicht sonderlich gut leiden konnte. Dass er sich auf ein Spiel mit gefährlichem Einsatz einlässt, ist ihm da noch nicht klar...


Portrait
Paula Polanski ist das Pseudonym einer deutschen Publizistin, die dieses Buch gemeinsam mit Håkan Nesser verfasst hat. Warum sie lieber anonym bleiben möchte, erschließt sich aus der Lektüre des Romans.

Håkan Nesser ist einer der beliebtesten Autoren Schwedens. Er gilt als der "Philosoph unter den Krimautoren Skandinaviens" (Hannes Hintermeier, FAZ). Nesser begegnete Paula Polanski während einer seiner Lesereisen in Deutschland, wo sie ihm ihre Geschichte erzählte.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 288, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.05.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783641154004
Verlag btb
Verkaufsrang 1.997
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Strafe
von Sylvia Mangl aus Wien am 24.09.2015

Der Schriftsteller Max Schmeling erhält einen Brief seines alten Schulkameraden Tibor Schittkowski, mit der Bitte um Kontaktaufnahme. Schmeling zaudert und kann doch der Versuchung nicht widerstehen - und so ruft er bei der angegebenen Telefonnummer an und Tibor Schittkowski bittet ihn um einen Besuch. Er selbst könne nicht reisen,... Der Schriftsteller Max Schmeling erhält einen Brief seines alten Schulkameraden Tibor Schittkowski, mit der Bitte um Kontaktaufnahme. Schmeling zaudert und kann doch der Versuchung nicht widerstehen - und so ruft er bei der angegebenen Telefonnummer an und Tibor Schittkowski bittet ihn um einen Besuch. Er selbst könne nicht reisen, da er unter ALS leide und da er Schmeling seinerzeit zweimal das Leben gerettet hat, stünde dieser sowieso in seiner Schuld. Schmeling sagt zwar zu, zaudert aber noch immer und fährt dann trotzdem zu dem Treffen. Er trifft Tibor Schittkowski offensichtlich schwer krank, im Rollstuhl sitzend an und dieser händigt ihm einen Umschlag aus, den er ihn bittet zu lesen und nach einer Woche wiederzukommen. Der Umschlag enthält die Lebensbeichte des Tibor Schittkowski, in der unter anderem beschrieben ist, dass dieser eine Affäre mit Schmelings erster Liebe hatte, dieser schwängerte und deren Mann erschlagen hat. Für diese Tat saß er 21 Jahre im Zuchthaus. Nun, im Angesicht des Todes ist es sein letzter Wunsch, seine Tochter noch einmal zu sehen, die bislang jeden Kontakt zu ihm verweigert hat. Schittkowski hat herausgefunden, dass die Tocher mittlerweile Schriftstellerin ist und unter dem Pseudonym Paula Polansky schreibt, und dass sie ein großer Fan von Max Schmeling ist. Deshalb soll Max den Kontakt herstellen. Max tut, wie ihm geheissen – und tappt in eine böse Falle… Nun, dass Max in eine Falle tappen wird, war ja zu erwarten. Nur, was dann da daherkommt, war keineswegs zu erwarten und ich muß sagen, falls das Pseudonym Paula Polanski damit zusammenhängt, dass an dieser Geschichte auch nur irgendetwas Wahres dran ist, dann tut sie gut daran, sich zu verstecken. Gekränkt sein ist gut und schön, man kanns aber auch übertreiben. Als Gesc hichte mags grad so angehen. Das Buch selbst fand ich gut und spannend geschrieben, das Ende wie gesagt eher grenzwertig, weil unverhältnismäßig. Aber soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden

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Strafe
von Herbert Mangl aus Wien am 22.01.2016

Max Schmeling führt ein beschauliches Leben als erfolgreicher Schriftsteller. Lediglich sein Privatleben läuft nicht so erfolgreich, er ist bereits dreimal geschieden. Seine dritte Scheidung schmerzt noch immer ein wenig. Doch er hat sich mit sich selbst arrangiert. Eines Tages erhält er einen eher merkwürdigen Brief eines alten Schulkameraden, der... Max Schmeling führt ein beschauliches Leben als erfolgreicher Schriftsteller. Lediglich sein Privatleben läuft nicht so erfolgreich, er ist bereits dreimal geschieden. Seine dritte Scheidung schmerzt noch immer ein wenig. Doch er hat sich mit sich selbst arrangiert. Eines Tages erhält er einen eher merkwürdigen Brief eines alten Schulkameraden, der ihn darum bittet, sich bei ihm telefonisch zu melden. Er sei ihm einen Gerfallen schuldig, weil der Schulfreund – Tibor Schittkowski ihm seinerzeit zweimal das Leben gerettet hätte. Max Schmeling erwägt noch, den Brief zu ignorieren , aber die Neugier siegt und er ruft Tibor an. Dieser er ersucht ihn um einen Besuch. Max tut ihm auch diesen Gefallen und trifft einen schwerkranken Tibor Schittkowski an, der ihn um einen letzten Gefallen bittet, da er nicht mehr lange zu leben hat. Ein augenscheinlich harmloser Wunsch, den Max mehr aus Neugier denn aus wirklicher Freundschaft erfüllen möchte, den es geht darum, die Frau ausfindig zu machen, mit der Tibor Schittkowski eine Tochter hat. Diese Frau war auch die erste Liebe von Max. Ein fataler Fehler, wie sich leider zu spät für Max herausstellt. Ich habe seinerzeit die Leseprobe gelesen und wollte dieses Buch unbedingt haben, es hat leider nicht geklappt. Später habe ich es mir gekauft und war ein wenig enttäuscht, den die Spannung vom Anfang konnte nicht gehalten werden. Es ist unsagbar langatmig, trotzdem es doch ein recht schmales Bändchen ist. Nun gut, dachte ich, dann kommt halt am Ende der große Wow-Effekt, aber auch damit wars nix, denn die Strafe war unangemessen und lächerlich. So was kann nur jemandem mit einem sehr stark überzogenen Selbstwert einfallen. Es würde grad noch angehen, wenn das Buch als Satire gedacht wäre, aber das wars ja wohl nicht.

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Geniale Abrechnung
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 18.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„Strafe“ von Hakan Nesser und Paula Polanski passt so gar nicht ins Genreübliche denken von Verlagen und Lesern. Mir wurde der Roman als Krimi offeriert und in der Tat fliegen einem die falschen Spuren, Tod, Krankheit und Verrat nur so um die Ohren. Aber von einem Krimi typischem Aufbau... „Strafe“ von Hakan Nesser und Paula Polanski passt so gar nicht ins Genreübliche denken von Verlagen und Lesern. Mir wurde der Roman als Krimi offeriert und in der Tat fliegen einem die falschen Spuren, Tod, Krankheit und Verrat nur so um die Ohren. Aber von einem Krimi typischem Aufbau und Ablauf ist „Strafe“ dennoch meilenweit entfernt. Hier ist alles anders. Die Spannung entsteht zunächst einmal aus den Menschen heraus. Max Schmeling, der Protagonist des Buches, erfolgreicher Schriftsteller und Frauenschwarm erhält eine sonderbare Nachricht von einem Jugendfreund, der nur noch kurze Zeit zu leben hat. Er will, dass Max ihm einen letzten Gefallen tut. Max kann sich kaum noch an Tibor Schittkowski erinnern. Nur, dass dieser ihm zweimal das Leben gerettet hat, daran erinnert er sich noch halbwegs. Das ist gar keine sonderlich spektakuläre Ausgangsposition, wer Menschen meuchelnde Psychopathen erwartet ist mit dem Roman nicht gut bedient. Es ist das alltägliche, das Zwischenmenschliche, was Hakan Nesser interessiert und er bohrt sich mit einer Bier Ruhe und sprachlicher Raffinesse in seinen Protagonisten, dass einem als Leser fast die Spucke wegbleibt. Es ist ein Buch der falschen Fährten, des Scheins, des Seins und des Betrugs mit einer genialen Grundidee. Eine Abrechnung, nicht ohne Humor. Auf seiner Art ein spannender Roman von emotionaler Tiefe, dem eigentlich die Genrebezeichnung Literatur gebührt.

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Strafe
von einer Kundin/einem Kunden aus Krefeld am 20.06.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Der Autor Max Schmeling bekommt einen Brief von einem alten Freund Tibor. Im Brief bittet er ihn, ihm einen Gefallen zu tun da er ihm doch noch etwas schuldig sei. Da sein Freund Max zweimal das Leben gerettet hat, beschliesst er Kontakt mit ihm aufzunehmen... Max trifft sich mit... Der Autor Max Schmeling bekommt einen Brief von einem alten Freund Tibor. Im Brief bittet er ihn, ihm einen Gefallen zu tun da er ihm doch noch etwas schuldig sei. Da sein Freund Max zweimal das Leben gerettet hat, beschliesst er Kontakt mit ihm aufzunehmen... Max trifft sich mit Tibor und bekommt von ihm einen Lebensbericht den er mit nach Hause nehmen und in Ruhe lesen soll. Danach möchte Tibor ein weiteres Treffen um mit Max das weitere Vorgehen zu besprechen. Ich mag die Krimis von Hakan Nesser sehr gerne, war sehr gespannt auf diesen Titel und wurde nicht enttäuscht! Die Story und der Stil waren sehr ungewöhnlich und haben mir gut gefallen. War mal ein ganz anderer Aufbau! Da man bis zum Ende nicht wusste, was Tibor wirklich von Max erwartete, fand ich das Buch sehr spannend. Es gab immer wieder unerwartete Wendungen und Überraschungen und ich konnte das Buch schwer aus der Hand legen. Max war mir schnell sympathisch. Auch die anderen Chraktere waren gut dargestellt. Spannend bleibt die Frage nach der Co-Autorin - gibt es sie wirklich?

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Er hat es wieder mal geschafft! Atmosphärisch dicht erzählt, aus unterschiedlichen Blickwinkeln, mit einem Finale das erneut ganz anders ist als erwartet.

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Eine raffinierte Geschichte mit einigen Überraschungen
von mrs-lucky am 25.08.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dieses Buch ist schwer einzuordnen. Håkan Nesser ist als Verfasser von Kriminalromanen bekannt und tritt hier als Coautor auf, um die Identität Paula Polanskis wird ein Geheimnis gemacht. Ist dieses Buch ein Krimi? Das trifft es nicht wirklich, die Geschichte besitzt allerdings durchaus Elemente eines Psychothrillers, wenngleich diese erst... Dieses Buch ist schwer einzuordnen. Håkan Nesser ist als Verfasser von Kriminalromanen bekannt und tritt hier als Coautor auf, um die Identität Paula Polanskis wird ein Geheimnis gemacht. Ist dieses Buch ein Krimi? Das trifft es nicht wirklich, die Geschichte besitzt allerdings durchaus Elemente eines Psychothrillers, wenngleich diese erst gegen Ende des Buches deutlich werden. Ansonsten kommt in diesem Fall eher Nessers Talent zu Geltung, in seinen Büchern auch philosophische Betrachtungen unterzubringen. Hauptfigur dieses Romans ist ein Autor namens Max Schmeling. Er ist Mitte 60 und sehr überrascht, als er den Brief einen ehemaligen Schulkameraden erhält, zu dem er seit über 40 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Tibor Schittkowski ist unheilbar krank und bittet Max Schmeling um einen Besuch, da er für ihn etwas erledigen solle und ihm noch etwas schuldig sei. Schmeling zögert zunächst, dieser Kontakt regt ihn jedoch dazu an, sein eigenes Leben Revue passieren zu lassen. Längst vergessen geglaubte Ereignisse aus seiner Kindheit tauchen dabei auf, die Nesser in typischer Manier mit viel Selbstironie und Augenzwinkern schildert. Da es Tibor Schittkowski zu sehr anstrengt, Max Schmeling sein Anliegen zu erklären und die Gründe zu erläutern, gibt er ihm ein Manuskript mit, das er zu diesem Zweck vorbereitet hat. Es gibt also eine Art Buch im Buch, das sich mit der Lebensgeschichte Tibor Schittkowskis beschäftigt und aufgrund einer gemeinsamen Bekannten weitere Erinnerungen bei Schmeling wach ruft. Der Großteil des Romans besteht aus amüsanten Anekdoten aus dem Leben der beiden Hauptprotagonisten. Die Geschichte plätschert sanft dahin und besticht in erster Linie durch den Erzählton, der stets von einem leichten Augenzwinkern begleitet ist. Die eigentliche Raffinesse des Romans offenbart sich dem Leser erst kurz vor dem Ende. Erst jetzt wird deutlich, wie komplex diese so unscheinbar und unschuldig dahin plätschernde Geschichte ist. Mir haben Idee und Umsetzung der Geschichte sehr gut gefallen, sie ist ebenso raffiniert angelegt wie sprachlich ausgefeilt umgesetzt.

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Harte Strafe
von einer Kundin/einem Kunden aus Frankfurt am Main am 06.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Max Schmeling, ein in die Jahre gekommener Schriftsteller, erhält von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski, einen Brief, in welchem er ihn um Hilfe bittet. Er sei schwer krank, schreibt er, und hätte nicht mehr lange zu leben. Nur dunkel kann Max sich an Tibor erinnern und er ewägt, den... Max Schmeling, ein in die Jahre gekommener Schriftsteller, erhält von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski, einen Brief, in welchem er ihn um Hilfe bittet. Er sei schwer krank, schreibt er, und hätte nicht mehr lange zu leben. Nur dunkel kann Max sich an Tibor erinnern und er ewägt, den Brief zu ignorieren. Tibor aber weist ihn darauf hin, daß er ihm zweimal das Leben gerettet habe und Max ihm somit noch etwas schuldig sei. Mehr aus Neugier, denn aus Ehrgefühl, besucht Max seinen ehemaligen Schulkameraden. Er trifft ihn in einem jämmerlichen Zustand an. Tibor übergibt Max Schriftstücke, in denen er sein Leben aufgeschrieben hat. mit dem Hinweis, daß er dann schon wisse, was zu tun sei, wenn er alles gelesen habe. Mx kann nicht ahnen, auf was er sich einläßt. Er gerät in einen Strudel aus Erinnerungen und Ereignissen, die ihn an die Grenze seiner Existenz bringen. Hakan Nesser gelingt es meisterhaft, die Spannung immer mehr zu steigern und durch immer wieder neue Wendungen den Leser zu verwirren. Immer wenn man denkt, man ist auf der richtigen Spur, läßt Nesser sich etwas Neues einfallen. Zum Schluß ist ohnehin alles anders als gedacht und erwartet. Mit seinem Sprachstil und seinem Ideenreichtum ist Hakan Nesser einmal mehr ein Meisterwerk an Spannung und Unterhaltung gelungen. Dieses Buch empfehle ich gerne weiter und vergebe hierfür volle 5 Sterne.

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Keiner entgeht seiner Strafe
von Klara am 04.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

In dem neuen Roman „Strafe“ von Hakan Nesser, den er zusammen mit der deutschen Publizistin Paula Polanski geschrieben hat, begegnen wir dem zweiundsechzigjährigen Schriftsteller Max Herrgott Schmeling. Am fünften September 2013 erhält er über seinen Verlag einen Brief seines früheren Klassenkameraden Tibor Schittkowski, dem er wahrscheinlich vor fünfundvierzig Jahren... In dem neuen Roman „Strafe“ von Hakan Nesser, den er zusammen mit der deutschen Publizistin Paula Polanski geschrieben hat, begegnen wir dem zweiundsechzigjährigen Schriftsteller Max Herrgott Schmeling. Am fünften September 2013 erhält er über seinen Verlag einen Brief seines früheren Klassenkameraden Tibor Schittkowski, dem er wahrscheinlich vor fünfundvierzig Jahren das letzte Mal begegnet ist. Tibor schreibt, dass er ihm (Max) zweimal das Leben gerettet habe, dass er seine Hilfe brauche und, …“es gibt da etwas, was ich noch in Angriff nehmen muss. Und dabei brauche ich deine Hilfe . (S. 10) Max erinnert sich, dass er Tibor nicht besonders mochte. Wegen seines ungewöhnlichen Nachnamens wurde er früher von einigen Leuten Scheißhaufen genannt. „Und so kommt es, dass er eine gute Stunde später mit dem sterbenden Scheißhaufen Tibor Schittkowski vereinbart, sich mit diesem in dessen Zuhause im früheren Pokerwald in Gimsen zu treffen.“ (S. 19) Max begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit, an deren Beginn er von Tibor herzlich empfangen wird. Tibor ist an ALS erkrankt und sitzt im Rollstuhl. Er hat für Max einen Bericht über sein Leben verfasst, und wenn er ihn gelesen hat, teilt Tibor ihm mit, um was es ihm geht und wofür er einen Helfer braucht. Max ahnt da noch nicht, dass nach der Lektüre dieser fünfzig beschriebenen DIN-A4-Seiten sein Leben vollkommen aus der Bahn gerät. Der Roman „Strafe“ von Hakan Nesser & Paula Polanski ist hervorragend. Er besticht durch Intelligenz, eine verzwickte Handlung und interessante Wendungen. Nesser führt den Leser über mehrere Kapitel auf eine falsche Fährte, stellt Fallen und zeigt wieder einmal, dass er ein Garant für anspruchsvolle Literatur ist. "Strafe" ist mehr ein Rätsel, eine Detektivgeschichte, und die Auflösung dieses Rätsels ist der Beginn der Geschichte. Es geht auch um die großen Enttäuschungen des Lebens, die man anderen, ob nun bewusst oder unbewusst, mit seinen Entscheidungen zufügt. Dass daraus ein großes Potential an Rachegedanken entstehen kann, lernt der Protagonist am eigenen Leib kennen. Nesser ist ein hervorragender Menschenkenner, der in die Abgründe der menschlichen Seele blickt. Und wer ist nun Paula Polanski? Warum möchte sie anonym bleiben? Sie bleibt lange anonym. Ein Geniestreich, den man am Ende des Buches erkennt. Ich gebe eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman.

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Strafe muss sein
von Sandra Redlich aus Vechelde am 21.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Max Schmeling, erfolgreicher Schriftsteller, bekommt einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski. Dieser fordert Max auf sich mit ihm zu treffen, da er nicht mehr lange leben wird. Max soll ihm einen Gefallen tun, da er der Meinung ist, dieses sei er ihm schuldig. In dieser Geschichte des "Autorenduos"... Max Schmeling, erfolgreicher Schriftsteller, bekommt einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski. Dieser fordert Max auf sich mit ihm zu treffen, da er nicht mehr lange leben wird. Max soll ihm einen Gefallen tun, da er der Meinung ist, dieses sei er ihm schuldig. In dieser Geschichte des "Autorenduos" Paula Polanski und Hakan Nesser ist nichts so wie es scheint. Eigentlich hatte ich, wie es der Titel vielleicht vermuten lässt, mit einem Krimi gerechnet, doch was die Autoren hier erschaffen haben, kann man eigentlich nicht in ein einziges Genre einordnen. Da ist der Schriftsteller Max Schmeling, der zwar viel Erfolg hat, aber Schwierigkeiten hat mit dem Vergangenen abzuschließen. Seine teils schwermütigen Gedankengänge sind zwar nachvollziehbar, aber lassen die Hauptperson für mich nicht gerade sympathisch rüberkommen. Überhaupt weiß man oft nicht wo die Geschichte hinsteuert und gerade wenn man vermutet in welche Richtung es geht, kommt wieder alles anders. Das ist nicht immer einfach nachvollziehbar, doch durch den flüssigen Schreibstil und die genialen Verknüpfungen, nimmt einen die Geschichte doch gefangen. Der Titel "Strafe" war für mich verwirrend. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wer eigentlich bestraft werden soll. Erst am Ende der Geschichte erfährt man dann den Bezug zum Titel. Sehr gut fand ich, dass die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln erzählt wird. Dadurch wird es nie langweilig und langatmig. Auch die vielen Wortspielereien, angefangen bei den Namen, finde ich genial. Fazit: Wer einen kurzweiligen spannenden Krimi erwartet, für den ist dieses Buch sicherlich nichts. Aber mit diesem Buch ist Hakan Nesser wieder ein Geniestreich gelungen, das es allemal wert ist gelesen zu werden. Ich kann das Buch nur empfehlen.

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Schräg, schwarz, spannend
von solveig am 14.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

„Eigentlich möchte ich das Genre Krimi verlassen“, hat Håkan Nesser einmal in einem Interview erwähnt. „Strafe“, sein neuer Roman, ist kein Ermittler-Krimi wie die Serie über Kommissar Van Veeteren oder die Inspektor Barbarotti-Reihe. Hier wird langsam, Stück für Stück, ein zunächst verwirrendes Spiel zu einem erwarteten, aber überraschenden... „Eigentlich möchte ich das Genre Krimi verlassen“, hat Håkan Nesser einmal in einem Interview erwähnt. „Strafe“, sein neuer Roman, ist kein Ermittler-Krimi wie die Serie über Kommissar Van Veeteren oder die Inspektor Barbarotti-Reihe. Hier wird langsam, Stück für Stück, ein zunächst verwirrendes Spiel zu einem erwarteten, aber überraschenden Ende geführt - der Strafe. Aber wer soll hier eigentlich bestraft werden? Da erhält der erfolgreiche Schriftsteller Max Schmeling eines Tages einen Brief seines ehemaligen Schulkameraden und Lebensretters Tibor Schittkowsky mit der Bitte, etwas für ihn zu erledigen. Was Max für den todkranken Mann tun soll, werde er aus Tibors Lebensbericht erfahren. Dieses Schriftstück führt Schmeling in dessen eigene Vergangenheit zurück und lässt ihn neben Tibors Erlebnissen auch über sich selbst und die Frauen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben, nachdenken. Als Max sich schließlich entscheidet, Tibors Wunsch zu erfüllen, gerät er in eine prekäre Lage … In gewohnt schönem Schreibstil, klug und nachdenklich lässt Nesser den Leser Max begleiten und beschwört eine realistische, leicht bedrohliche Atmosphäre herauf. Der Leser ist zu keiner Zeit im Roman besser über das Geschehen informiert als der Protagonist selbst, sondern erfährt mit ihm zusammen nach und nach die Tragweite von Tibors letztem Wunsch. Raffiniert spielt Nesser mit den Erwartungen des Lesers; er jongliert mit Erinnerungen und aktuellen Ereignissen und lässt sie schließlich mit dem zweiten Abschnitt der Geschichte zusammenfließen. In diesem Teil kommt die Mitautorin Paula Polanski zu Wort; er ist nicht weniger spannend und nervenaufreibend. „Paula Polanski“ ist ein Pseudonym, doch wer versteckt sich dahinter? Und warum schreibt Nesser diesmal gemeinsam mit einer anderen Autorin? Der Schluss des Romans bringt schließlich Licht in die Sache. Schräg und schwarz, ein packendes Verwirrspiel: in „Strafe“ gibt Håkan Nesser tiefe Einblicke in die menschliche Seele. An einer Einsortierung in bestimmte Genre-Schubladen liegt ihm absolut nichts. Er „ … will nur gute Geschichten schreiben.“ Und „Strafe“ erfüllt dieses Kriterium, kein Zweifel!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Spannend, sprachlich von gewohnt guter Qualität, sehr überraschend! Für alle Leser, die mal was ganz Neues ausprobieren möchten...

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Strafe
von einer Kundin/einem Kunden aus Perpignan am 07.11.2015
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

„Strafe“ von Hakan Nesser und Paula Polanski passt so gar nicht ins Genreübliche denken von Verlagen und Lesern. Mir wurde der Roman als Krimi offeriert und in der Tat fliegen einem die falschen Spuren, Tod, Krankheit und Verrat nur so um die Ohren. Aber von einem Krimi typischem Aufbau... „Strafe“ von Hakan Nesser und Paula Polanski passt so gar nicht ins Genreübliche denken von Verlagen und Lesern. Mir wurde der Roman als Krimi offeriert und in der Tat fliegen einem die falschen Spuren, Tod, Krankheit und Verrat nur so um die Ohren. Aber von einem Krimi typischem Aufbau und Ablauf ist „Strafe“ dennoch meilenweit entfernt. Hier ist alles anders. Die Spannung entsteht zunächst einmal aus den Menschen heraus. Max Schmeling, der Protagonist des Buches, erfolgreicher Schriftsteller und Frauenschwarm erhält eine sonderbare Nachricht von einem Jugendfreund, der nur noch kurze Zeit zu leben hat. Er will, dass Max ihm einen letzten Gefallen tut. Max kann sich kaum noch an Tibor Schittkowski erinnern. Nur, dass dieser ihm zweimal das Leben gerettet hat, daran erinnert er sich noch halbwegs. Das ist gar keine sonderlich spektakuläre Ausgangsposition, wer Menschen meuchelnde Psychopathen erwartet ist mit dem Roman nicht gut bedient. Es ist das alltägliche, das Zwischenmenschliche, was Hakan Nesser interessiert und er bohrt sich mit einer Bier Ruhe und sprachlicher Raffinesse in seinen Protagonisten, dass einem als Leser fast die Spucke wegbleibt. Es ist ein Buch der falschen Fährten, des Scheins, des Seins und des Betrugs mit einer genialen Grundidee. Eine Abrechnung, nicht ohne Humor. Auf seiner Art ein spannender Roman von emotionaler Tiefe, dem eigentlich die Genrebezeichnung Literatur gebührt.

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Gemächlich, aber unbedingt bis zum Ende dran bleiben!
von kindder80er am 21.08.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Relativ gemächlich fängt alles an. Im Prinzip wird man als Leser erst ein mal Zeuge einer Lebensbeichte - genau so wie der Protagonist Max Schmeling. Max Schmeling ist Schriftsteller und erhält einen Brief eines entfernten Bekannten, der ihm vor Jahrzehnten im Kindesalter zwei Mal das Leben rettete. Freunde sind... Relativ gemächlich fängt alles an. Im Prinzip wird man als Leser erst ein mal Zeuge einer Lebensbeichte - genau so wie der Protagonist Max Schmeling. Max Schmeling ist Schriftsteller und erhält einen Brief eines entfernten Bekannten, der ihm vor Jahrzehnten im Kindesalter zwei Mal das Leben rettete. Freunde sind sie nie geworden und eigentlich ist ihm der todkranke Tibor Schittkowski auch herzlich egal. Durch die Lebensbeichte in Schriftform, die ihm Tibor übergibt, kommt er ihm aber sehr nahe - nicht zuletzt durch eine gemeinsame Geliebte, die Max nie vergessen konnte. Am Ende seiner Beichte bittet Tibor Max um einen großen Gefallen - wird Max bereit sein, ihm diesen zu tun? Weiter möchte ich nicht auf den Inhalt eingehen, da ich als Leser ja auch gerne selbst den Dingen auf den Grund gehen möchte. Ich kann nur sagen, dass es in diesem Buch fast nie richtig spannend oder gar rasant zugeht. Wirklich langsam und Stück für Stück kommt die Geschichte ans Tageslicht. Hier werden Lebensentwürfe und -geschichten beleuchtet. Dinge, wie sie hätten sein können und wie sie wirklich sind. Das Ende ist in der Tat überraschend und macht alles rund. Allerdings hatte ich bei diesem Buch das Gefühl, das auch hundert andere Enden möglich gewesen wären und das Buch nicht weniger abgeschlossen hätten. Fazit: Reflektierende Lektüre, die ohne reißerische Spannung auskommt und vor sich hin plätschert. Dennoch hält sie einen bei der Stange, da man wissen möchte, wie es ausgeht. Unbedingt bis zum Ende dran bleiben!

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Ungewöhnliche Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Mainz am 24.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Dies ist mein erster Håkan Nesser gewesen. Weshalb ich auch keine bestimmten Erwartungen an den Roman hatte. Mich hat nur der Plot neugierig gemacht: Max Schmeling, Schriftsteller und Single, erhält einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski. Er bittet ihn um Hilfe, ohne genaueres zu sagen, nur mit... Dies ist mein erster Håkan Nesser gewesen. Weshalb ich auch keine bestimmten Erwartungen an den Roman hatte. Mich hat nur der Plot neugierig gemacht: Max Schmeling, Schriftsteller und Single, erhält einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski. Er bittet ihn um Hilfe, ohne genaueres zu sagen, nur mit dem Hinweis, dass Max in seiner Schuld steht. Max besucht Tibor, der nach eigener Aussage nicht mehr lange zu leben hat. Tibor gibt Max lose beschriebene Seiten, die seine Lebensgeschichte umfassen und die Max lesen soll, danach weiß er was zu tun ist. Max hat dazu keine Lust, aber schließlich liest er die Seiten doch. Damit begibt sich Max auf eine Reise, die sein Leben für immer verändert. Max ist kein Charakter, der auf anhieb sympathisch ist. Er ist mürrisch, egoistisch und irgendwie unglücklich, ohne das selbst zuzugeben. Tibor war für mich am anfang kaum zu fassen, erst mit dem Lesen seiner Lebensgeschichte wurde er zu einer wirklich interessanten Persönlichkeit. Auch wenn ich einige seiner Entscheidungen nicht nachvollziehen konnte. Das spannenste sind die verschiedenen Wendungen, die der roman nimmt. Gerade dachte ich, ich weiß wie es weitergeht, schon gibt es eine neue Überraschung und es entwickelt sich alles ganz anders als gedacht. Diese unerwarteten Wendungen machen den Roman zu etwas besonderem. Dennoch ist er an manchen Stellen einfach langatmig. Dazu kommt, dass der Protagonist Max Schmeling mir die ganze Zeit ein wenig fremd blieb und mich zum Teil auch etwas langweilte. Dazu kommt, dass die Gefühle Schuld, Rache, Enttäuschung die eigentlich eine große Rolle im Roman spielen sehr schlicht beschrieben werden. Dennoch würde ich den Roman weiterempfehlen, dass liegt zum Einen am interessanten Schreibstil von Håkan Nesser. Der sehr geradlinig ist ohne große Beschreibungen und Emotionen. Zum anderen ist die Idee der Geschichte und vor allem das Ende neu und einzigartig. Mehr sei nicht verraten.

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Ein sehr ungewöhnliches und spezielles Leseerlebnis
von einer Kundin/einem Kunden aus Laatzen am 21.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Meine Meinung: Dieser Roman ist vor allem eines: sehr ungewöhnlich! Vor diesem Hintergrund fällt es mir auch durchaus schwer, eine vernünftige und nachvollziehbare Rezension zu schreiben, die nicht zu viel verrät. Ich werde es trotzdem mal versuchen: Der Schreibstil, im Präsens und der Dritten Person, wirkte auf mich von Beginn... Meine Meinung: Dieser Roman ist vor allem eines: sehr ungewöhnlich! Vor diesem Hintergrund fällt es mir auch durchaus schwer, eine vernünftige und nachvollziehbare Rezension zu schreiben, die nicht zu viel verrät. Ich werde es trotzdem mal versuchen: Der Schreibstil, im Präsens und der Dritten Person, wirkte auf mich von Beginn an irgendwie sehr distanziert, teilnahmslos, ja fast schon lieblos. So schwebte ich als Leser gefühlt die ganze Zeit „über“ der Handlung, wie ein stiller Beobachter. Hierdurch war es mir auch bis zum Schluss leider nicht möglich, auch nur zu einem der Charaktere eine „Beziehung“, geschweige denn Sympathien aufzubauen. Zudem machten die Charaktere einen ziemlich verschrobenen und irgendwie abstrakten Eindruck auf mich. Es fehlte mir der letzte Funke Lebendigkeit, die Authentizität. Dies habe ich über weite Teile des Buches als sehr störend empfunden. Nichts mit mitzittern, mitbangen, miträtseln. Das führte in Summe dazu, dass ich die Geschichte die ersten rd. 200 (von knapp 290!) Seiten zwar „tapfer“ gelesen habe, aber weder Spannung noch Neugier auf den Fortgang beim mir aufkamen. Ja, ich habe mich regelrecht durchgekämpft. Eigentlich hatte ich diesen Roman schon fast abgeschrieben. Eigentlich. Doch nachdem ich mich immer unmotivierter durch die ersten rd. 2/3 des Buches hindurchgequält habe, hat die Autorin nicht nur den Protagonisten Max Schmeling, sondern auch mich gehörig überrascht. Auch wenn nach und nach eigene Vermutungen und Theorien zu den Hintergründen der Story in mir aufkeimten (und ich mit einigen Details richtig lag), so muss ich doch uneingeschränkt anerkennen, dass die Geschichte im letzten Teil eine wirklich überzeugende und in Summe sehr unerwartete Wendung genommen hat. Hierdurch habe ich Details, die ich in den ersten ca. zwei Dritteln noch als sehr schwach bis wirklich störend empfunden habe, am Ende als durchaus gekonnt eingesetzte stilistische Mittel wahrgenommen. Ich hätte wirklich nicht geglaubt, dass es der Autorin auch nur ansatzweise gelingen könnte, das Steuer dermaßen herumzureißen. Respekt! Leider kann ich an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen, ohne zu viel von der Story und dem dazugehörigen „Aha-Effekt“ zu verraten. Alles in allem hat mich die Autorin mit der Auflösung ihrer Story und den eingesetzten Stilmitteln wirklich versöhnt. Auch wenn der „langatmige“ Part der Geschichte mir mit rd. 2/3 viel zu lang gewesen ist, reicht es so am Ende dennoch für 4 Sterne für mich. FAZIT: Sehr ungewöhnlich: Über lange Strecken für mich persönlich echt enttäuschend und spannungslos dahin plätschernd, hat mich die Autorin mit der Auflösung doch noch überzeugt. „Blind empfehlen“ würde ich dieses Buch allerdings nicht.

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Zäher Beginn & überraschendes Ende
von einer Kundin/einem Kunden am 14.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Die ersten Kapitel habe ich mich geplagt und mich gefragt „Wann passiert den endlich was?“ Das ging schnell vorüber, und ich fragte mich bald schon, welche Wendung es wohl jetzt geben wird? Dies war mein erstes Hakan Nesser Buch, und man merkt eindeutig das Nesser ein besonderer Schreibstil hat.... Die ersten Kapitel habe ich mich geplagt und mich gefragt „Wann passiert den endlich was?“ Das ging schnell vorüber, und ich fragte mich bald schon, welche Wendung es wohl jetzt geben wird? Dies war mein erstes Hakan Nesser Buch, und man merkt eindeutig das Nesser ein besonderer Schreibstil hat. Begegnungen und Situationen sind sehr detailliert beschriebe, und erst im Nachhinein merkt man das einige dieser Details gar nicht so unwichtig sind. Von Paula Polanski habe ich schon mehr gelesen und auch Ihre Rolle in dem Roman kommt gut an. Was aber auffällt und mir auch gefällt ist, dass immer wieder sehr bekannte Autoren zum Handkuss kommen und auch die Namensgebung der verschiedenen Leute, welche Max trifft sind oft bekannte Namen und/oder Schriftsteller. Ebenso tauchen auch Namen von wirklich gedruckten Büchern mit passenden Autor auf. Alles in allem ist es ein überraschender Verlauf im Buch auch wenn es sich am Anfang etwas zieht. Ich denke wenn man ein Nesser Leser ist wir man dieses Buch gerne verschling, aber auch Mir als "Nessler"-Unkundige hat der Roman gut gefallen.

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Ausgeklügeltes Verwirrspiel, jedoch mit schleppendem Beginn...
von warmerSommerregen aus Essen am 13.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der erfolgreich als Schriftsteller arbeitende Max Schmeling erhält eines Tages einen unerwarteten Brief von einem ehemaligen Schulkameraden. Dieser mittlerweile über sechzigjährige Mann erbittet Max um ein Treffen, da dieser ihm einen Gefallen schulde. Max jedoch hat nicht die geriengste Ahnung, welcher Art Tibor Schittkowskis Bitte sein könnte. Obwohl er ihn... Der erfolgreich als Schriftsteller arbeitende Max Schmeling erhält eines Tages einen unerwarteten Brief von einem ehemaligen Schulkameraden. Dieser mittlerweile über sechzigjährige Mann erbittet Max um ein Treffen, da dieser ihm einen Gefallen schulde. Max jedoch hat nicht die geriengste Ahnung, welcher Art Tibor Schittkowskis Bitte sein könnte. Obwohl er ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen und noch nie richtig hat leiden können, macht er sich auf nach Gimsen, seiner alten Heimat, um dort Tibor zu besuchen. Dieser ist schwerkrank und hat nicht mehr viel Zeit zum Leben. Er hat Max auserwählt, ihm einen letzten Wunsch zu erfüllen, bevor er das Zeitliche segnet. Immerhin hat er Max in ihrer Jugend zwei Mal das Leben gerettet. Ohne ihn gäbe es diesen berühmten Schriftsteller nicht. Konfrontiert mit der Vergangenheit packt Max die Neugierde. Und so lässt er sich auf etwas ein, dessen Folgen er nicht einmal erahnt. Der Weg zum Verbrechen ist gebahnt... Zu Beginn des Romans verläuft die Handlung nur schleppend; es geschieht nicht viel, das Erzählte ist nicht wirklich spannend und man weiß noch nicht, in welche Richtung das Buch gehen wird. Doch dann erfährt man immer mehr von der Vergangenheit und den Beweggründen, möchte noch mehr erfahren und wissen, wie es weiter geht. Eine unerwartete Wende verblüfft den Leser, der zuvor im Dunkeln tappte. So ist das Ende sehr unerwartet und überraschend. Beim Beenden der Geschichte fällt erst wirklich auf, wie durchdacht sie war und wie alles mit allem zusammenhing. Der Schreibstil ist auch sehr angenehm, sodass sich das Buch sehr flüssig und leicht lesen lässt und man es, auch wenn die Handlung zu Beginn noch nicht wirklich voran schreitet, nicht aus der Hand legen mag. Zu Beginn des Buches muss man demnach zwar etwas Durchhaltevermögen besitzen, wird aber dafür, wenn man durchhält, mit einem sehr ausgeklügelten, überraschenden und faszinierenden Ende belohnt!

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ganz anders als erwartet
von geheimerEichkater aus Essen am 13.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der bislang erfolgreiche Autor Max Schmeling erhält einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski, den er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat, der ihm damals zweimal das Leben gerettet hat und ihn nun im Gegenzug um einen Gefallen bittet. Max fühlt sich dem totkranken Tibor verpflichtet und versucht... Der bislang erfolgreiche Autor Max Schmeling erhält einen Brief von seinem ehemaligen Schulkameraden Tibor Schittkowski, den er seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat, der ihm damals zweimal das Leben gerettet hat und ihn nun im Gegenzug um einen Gefallen bittet. Max fühlt sich dem totkranken Tibor verpflichtet und versucht ihm zu helfen.... Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Zeiten erzählt und setzt sich langsam zusammen, bis sich am Ende doch alles ganz anders auflöst, als erwartet. Zeitweilig fand ich die Erzählung schon etwas zäh und unspektakulär. Als dann auf dem Seitenumsprung ( S. 253 / 254) zu lesen war: „ Wenn ich bis Seite fünfzig gekommen bin und es bis dahin immer noch nicht mein Interesse geweckt hat, lege ich es wieder weg. So mache ich es immer.“ , schoß mir durch den Kopf, ob ich diesen Rat nun auch auf S. 254 noch beherzigen sollte. Da aber nur noch 29 Seiten folgten, wollte ich das Ende aber doch wissen und habe durchgehalten. Zum Glück, denn, wie schon oben erwähnt, löst sich alles auf, ganz anders als erwartet und plötzlich – aber erst im Nachhinein – gefällt mir die Erzählung doch ganz gut. Trotz allem muß ich gestehen, ich hatte etwas mehr erwartet; gerade diese ominöse Umschreibung „ deutsche Publizistin wagt nur unter Pseudonym zu veröffentlichen“ hat mich auf einen wirklichen, aufgedeckten Skandal warten lassen. Nach Lesen des Buches finde ich es nun überhaupt nicht mehr interessant, zu wissen ob es tatsächlich eine reale Vorlage gab oder wer gemeint sein könnte. Fazit: Zum Teil etwas langatmig, aber wenn man durchhält, gibt es ein gut durchdachtes und unerwartetes Ende und die Erkenntnis, den Autoren ebenfalls auf den Leim gegangen zu sein....

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Nichts ist hier so, wie es scheint
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 22.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Max Schmeling, der Erfolgsautor mit dem Namen des bekannten Boxers, erhält einen Brief von einem ehemaligen Schulkameraden. Da Tibor Schittkowski ihm in der Jugendzeit zweimal das Leben gerettet hat, bittet er Max, dieser möge nun ihm einen Gefallen tun, er sei es ihm ja schuldig. Max lässt sich darauf... Max Schmeling, der Erfolgsautor mit dem Namen des bekannten Boxers, erhält einen Brief von einem ehemaligen Schulkameraden. Da Tibor Schittkowski ihm in der Jugendzeit zweimal das Leben gerettet hat, bittet er Max, dieser möge nun ihm einen Gefallen tun, er sei es ihm ja schuldig. Max lässt sich darauf ein, auch wenn er es eigentlich gar nicht richtig will. Doch er findet, dass er Tibor Schittkowski diesen Gefallen schuldet. Worauf er sich tatsächlich einlässt, ahnt er nicht ansatzweise, und auch der Leser erfährt die wahren Hintergründe erst ganz zum Schluss. Die aber sind ganz anders, als man während der gesamten Lektüre erwarten würde. Der Titel ergibt erst ganz zum Schluss einen Sinn; erst dann erkennt man, was sich hinter dem Autorenduo Nesser/Polanski verbirgt. Anfangs plätschert die Geschichte so vor sich hin, ähnlich wie sich Max Schmeling eher treiben lässt, Schittkowski einen Gefallen zu tun und damit eine alte Schuld zu begleichen. Das ist manchmal ganz mühsam, besonders da sich die Erzählung des öfteren in unübersichtlichen Schachtelsätzen verliert. Nachdem diese Durststrecke jedoch überwunden ist, führt die Geschichte den Leser so völlig auf den Holzweg, dass es dann wieder ein besonderes Vergnügen ist, weiterzulesen. Die überraschende Wendung ist nicht vorauszusehen - das ist pure Absicht! Nichts ist, wie es scheint: Das gesamte Ausmaß dieser Aussage erkennt der Leser erst am Schluss. Einfach brillant! Mit „Strafe“ legt Hakan Nesser einen ganz eigenwilligen Roman vor, der sich schwer in irgendwelche Schubladen einordnen lässt - genau das macht den Reiz dieses Buches aus.

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Die gerechte Strafe ?
von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Der Schriftsteller Max Schmeling erhält ca 45 Jahre nachdem sie sich zuletzt gesehen haben einen Brief von seinem Schulkameraden Tibor Schittkowski . Darin wird Max erinnert , das ihm von Tibor das Leben gerettet wurde und in der ihn Tibor um Hilfe bittet , da er aufgrund seiner ALS... Der Schriftsteller Max Schmeling erhält ca 45 Jahre nachdem sie sich zuletzt gesehen haben einen Brief von seinem Schulkameraden Tibor Schittkowski . Darin wird Max erinnert , das ihm von Tibor das Leben gerettet wurde und in der ihn Tibor um Hilfe bittet , da er aufgrund seiner ALS Erkrankung nicht mehr lange zu leben hat . Nach und nach erfährt man einiges aus dem Leben der beiden . Ob das Buch ein Krimi ist ? Meiner Meinung nach eher nicht . Auf jeden Fall fühlte ich mich mit dem Buch sehr gut unterhalten . Hakan Nesser zeigt hier wieder einmal das er eher ein Autor der “leisen Spannung” ist und führt uns Leser vor allem in den ersten 100 Seiten sehr langsam an die eigentliche Handlung heran und baut die Spannung langsam und nach und nach auf , endend in einem für wohl alle überraschenden Ende . Ich würde das Buch jedem empfehlen , der einen guten Roman lesen will , nicht denjenigen die einen Krimi suchen . Ich habe auch mehrmals über einige Anspielungen schmunzeln müssen , von daher ist es denke ich auch sein Buch mit dem meisten Humor , nicht nur in Bezug auf Paula Polanski . Dies ist zwar meiner meiner Meinung nach nicht sein bestes Buch , aber wieder ein sehr gutes .

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