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Teufelsgrinsen

Ein Fall für Anna Kronberg

KIWI

(48)
Der Cholera-Tote aus der Themse – ein Fall für Anna Kronberg und Sherlock Holmes
London, Ende des 19. Jahrhunderts, eine Stadt, die regelmässig von Seuchen heimgesucht wird; Zehntausende leben in bitterster Armut. In dieser Zeit, in der nur Männer an Universitäten zugelassen sind, schneidet sich Anna Kronberg die Haare ab und zieht Hosen an. Als angesehener Arzt und Epidemiologe Dr. Anton Kronberg gerät sie in das Zentrum einer Verschwörung, die so monströs ist, dass sie die Taten von Jack the Ripper in den Schatten stellt – und sich selbst in tödliche Gefahr bringt, der sie nur mithilfe ihres scharfen Verstandes und des Beistands von Sherlock Holmes entkommen kann.
Portrait
Annelie Wendeberg ist eigentlich Umweltmikrobiologin (UFZ, Leipzig; Adjunct Professorin, Uppsala). Doch eines schönen Wintermorgens schlug sie die Augen auf und dachte sich: »Ich schreib mal was.« Seither versucht sie Forschung - ihre Leidenschaft - leicht verständlich und spannend in Blogartikeln zu vermitteln. Sie schreibt über alles Mögliche, was irgendwie mit Wissenschaftlern, Biologie, Umwelt, Ökologie und vor allem Mikrobiologie zu tun hat. Des Nachts bringt Annelie Leute um. Auf dem Papier (ach Quatsch, Bildschirm!). Eigenartigerweise klappt das auf Englisch am besten. Keiner weiss, warum. Sie publizierte ihre Bücher selbst, und das Indie-Autorenleben stellte sich als unerwartet wilder Ritt heraus. Sie lernte die Tricks und Fallen des Online-Marketings kennen, infiltrierte Leser-Communities, stolperte über Trolle und hatte hitzige Konversationen mit Piraten, die ihr zeigten, wie man E-Books ordentlich formatiert. Nachdem ihr erstes Buch Zehntausende Leser in den USA gefunden hatte, schickte Annelie zaghaft ein Exemplar an den KiWi-Verlag. Seitdem ist sie eine glückliche Indie-Autorin mit Verlagsanschluss.
Kathrin Bielfeldt, Texterin und Übersetzerin. Hat u.a. Pete Dexter, James Sallis, Coleen McCullough, Pete Townshend und Philip K. Dick ins Deutsche übertragen.
Jürgen Bürger, seit 30 Jahren literarischer Übersetzer. Hat u.a. Jerome Charyn, Robert Crais, Stephen King, Roger Smith und Tony Black übersetzt.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 09.02.2015
Serie KIWI 1424
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-04759-2
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 189/124/17 mm
Gewicht 181
Originaltitel The Devil's Grin
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„Krimi mit viel Spannung, Witz und einem raffinierten Ermittler-Duo“

Celia Consoli, Buchhandlung Schaffhausen

Dieser äusserst interessante Krimi spielt Ende des 19. Jahrhunderts in London. Anna Kronberg ist eine junge, intelligente und willensstarke Ärztin & Bakteriologin. Damit sie ihren Beruf ausüben darf, muss sie ein Doppelleben als Mann führen. Als eines Tages ein vermeintliches Choleraopfer aus der Themse gezogen wird, zieht man Anton/Anna Dieser äusserst interessante Krimi spielt Ende des 19. Jahrhunderts in London. Anna Kronberg ist eine junge, intelligente und willensstarke Ärztin & Bakteriologin. Damit sie ihren Beruf ausüben darf, muss sie ein Doppelleben als Mann führen. Als eines Tages ein vermeintliches Choleraopfer aus der Themse gezogen wird, zieht man Anton/Anna den Ermittlungen hinzu. Dabei trifft sie das erste mal auf Sherlock Holmes und er durchblickt prompt ihr jahrelang behütetes Geheimnis....

"Teufelsgrinsen" ist ein sehr unterhaltsamer Auftakt zu einer neuen Krimireihe um das temperamentvolle Ermittler-Duo Kronberg und Holmes.

„Spannung im viktorianischen England“

Jasmin Bürki, Buchhandlung St. Gallen

Eine interessante Hauptperson ist Anna Kronberg, die den Beruf des Arztes auführt - getarnt als Mann. Diese beiden Facetten sind nicht immer ganz klar, ist sie jetzt Mann oder doch Frau, eigentlich müsste sie doch, aber ... oder ich war einfach unaufmerksam beim Lesen. (; Mir persönlich gefällt auch der direkte, kurzatmige Schreibstil Eine interessante Hauptperson ist Anna Kronberg, die den Beruf des Arztes auführt - getarnt als Mann. Diese beiden Facetten sind nicht immer ganz klar, ist sie jetzt Mann oder doch Frau, eigentlich müsste sie doch, aber ... oder ich war einfach unaufmerksam beim Lesen. (; Mir persönlich gefällt auch der direkte, kurzatmige Schreibstil nicht. Aber das ist Geschmackssache.

Sicherlich spannend für all diejenigen, die medizinische Krimis mögen, da Anna Kronberg die führende Epidemiologin Englands ist. Zudem unterstützt Sherlock Holmes Anna tatkräftig bei den Ermittlungen, was eine tolle Atmosphäre erzeugt. (:

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Übersicht
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Ein Doktor für Sherlock Holmes
von P. rogue aus München am 27.02.2015

Ich habe einen Kater. Ich meine jetzt keine schnurrende Samtpfote, obwohl das auch auf mich zutreffen würde, sondern eher so einen wie nach dem Genuss von zu viel Alkohol. (Obwohl ich das eigentlich auch nicht behaupten kann, denn betrunken war ich noch nie, was wohl die Voraussetzung für einen Kater... Ich habe einen Kater. Ich meine jetzt keine schnurrende Samtpfote, obwohl das auch auf mich zutreffen würde, sondern eher so einen wie nach dem Genuss von zu viel Alkohol. (Obwohl ich das eigentlich auch nicht behaupten kann, denn betrunken war ich noch nie, was wohl die Voraussetzung für einen Kater ist.) Aber ... ich fühle mich ernüchtert. Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Ich liebe Holmes (den echten, nicht die Version von BBC), ich liebe das viktorianische Zeitalter, ich liebe starke Frauen in spannenden Geschichten, und all das schien hier gegeben zu sein. Und doch ... ich kam mir vor wie in einem Sterne-Restaurant, bei dem irgendwas schiefgelaufen ist. Alle Zutaten waren da, doch irgendwo und irgendwann war der Koch abgelenkt und hat da ein wenig zu viel des Guten und da ein wenig zuwenig hineingetan. Das Positive zuerst: die Idee. Brillante Idee. Eine Frau - Anna Kronberg - wird in einer Zeit, in der Frauen zum Studium nicht oder fast nicht zugelassen werden, Arzt. Dazu schneidet sie sich die Haare ab und gibt sich für einen Mann aus. Anton Kronberg wird der führende Bakteriologe in London und somit gern von der Polizei angefordert, wenn Tote gefunden werden, die möglicherweise Cholera oder andere gefährliche Krankheiten gehabt haben. Bei einem dieser Fälle trifft sie in ihrer Verkleidung als Anton auf den scharfsinnigsten Denker ihrer Zeit: Sherlock Holmes. Der Detektiv durchschaut sie auf Anhieb, hält aber den Mund. Und so geraten beide in einen Fall, der sich bis in die höchsten Regierungskreise zieht und Anna und Holmes mehr als einmal in Lebensgefahr bringt. Hört sich super ist. Zwei starke Charaktere, beide gesegnet mit überragender Intelligenz, Mut und Durchsetzungskraft. Und doch fehlt etwas. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass Holmes eigentlich nur dazu da war, um Anna in einem noch besseren Licht dastehen zu lassen. So scharfsinnig er war, Anna übertrumpfte ihn immer um noch einen Hauch. Natürlich kann sich Holmes auf Dauer auch nicht ihrer Anziehungskraft entziehen, was er natürlich auch nicht zugeben kann, denn er ist ja der kalte, emotionslose Detektiv. Das Problem des Buches liegt in meinem Fall daran, dass Erwartungen geweckt wurden, die nicht erfüllt wurden. Holmes ist nicht der Holmes aus den Conan Doyle Romanen, wie es auch Watson nicht ist. Hier wurde lediglich Name Dropping betrieben, aber ich bin mir nicht sicher, ob die Autorin jemals ein Holmes-Buch gelesen hat. Zumindest ist ihre Interpretation von Holmes eher BBC-bezogen als Canon. In den entscheidenden Stellen wurde durch das Buch gehuscht, die Handlungen ratzfatz ohne große Komplikationen abgehandelt, während sich nicht relevante Ereignisse zogen wie Kaugummi. Man darf davon ausgehen, dass sich die Autorin bei ihrem beruflichen Hintergrund mit den Ereignissen, die sich auf Cholera beziehen, auskennt, und ich werde daher auch ihre Darstellungen nicht anzweifeln. War es jedoch wirklich nötig, Anna auch noch all diese tragischen Sachen in der Vergangenheit zu verpassen? Gibt es irgendwo ein Handbuch für Autoren von historischen Romanen, bei dem unter Paragraph 1, Absatz 3 steht, dass weibliche Protagonisten unbedingt männliche Gewalt erleben müssen? Anstatt mir Anna und ihren Charakter näher zu bringen, erreichte es bei mir das Gegenteil: Sie entfernte sich von mir, weil ich es als Abhaken von Charakterdarstellung empfand. Fazit: Die Autorin schreibt gut und hat ihre Recherche ernst genommen. Durch gehetzte Ereignisse und inkonsequente Charakterdarstellung hat sie jedoch großes Potenzial für dieses Buch verschenkt.

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Konkurrenz für Irene Adler
von Mikka Liest aus Hilter am Teutoburger Wald am 29.06.2015

Als eingefleischtem Fan des genialen, wenn auch leicht arroganten Meisterdetektivs aus der Baker Street sind mir die Bücher von Annelie Wendeberg natürlich schon vor längerer Zeit ins Auge gesprungen. Was mich ein wenig zögern und zaudern ließ, war die Tatsache, dass Holmes hier ein anderer Partner zur Seite gestellt... Als eingefleischtem Fan des genialen, wenn auch leicht arroganten Meisterdetektivs aus der Baker Street sind mir die Bücher von Annelie Wendeberg natürlich schon vor längerer Zeit ins Auge gesprungen. Was mich ein wenig zögern und zaudern ließ, war die Tatsache, dass Holmes hier ein anderer Partner zur Seite gestellt wird, anstatt seines getreuen Freundes John Watson. Und nicht nur das... Besagter Partner ist eigentlich eine PartnerIN - wenn auch eine, die als Mann verkleidet lebt, um Medizin praktizieren zu können. Da beschlich mich doch direkt die Befürchtung, dass sich hier eine kitschige Liebesgeschichte anbahnen würde, in deren Verlauf sich Holmes bis zur Unkenntlichkeit zum romantischen Menschenfreund wandelt. Und selbst wenn nicht: Holmes und eine weibliche Kollegin? Holmes, der Frauen keine sonderliche Wertschätzung entgegenbringt? Halt, fiel mir da ein. Irene Adler. Die eine Frau, die in den Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle Holmes' Wertschätzung erringt. Es gibt also durchaus einen Präzedenzfall! Mit diesem beruhigenden Gedanken im Hinterkopf fing ich an, "Teufelsgrinsen" zu lesen - und ich habe es kein bisschen bereut. Annelie Wendeberg schreibt einen ganz wunderbaren Holmes. Rastlos und getrieben, überheblich und gnadenlos intelligent, wie man ihn kennt und liebt. Und Anna Kronberg, die Protagonistin, steht ihm dabei keineswegs nach! Auch sie hat einen messerscharfen Verstand, der ihr keine Ruhe lässt, nur setzt sie ihn nicht zur Verbrechensbekämpfung ein, sondern zur Erforschung von Bakterien und Viren . Als Mann lebt sie nur, weil es Frauen zu ihrer Zeit noch nicht gestattet war, Medizin zu studieren, geschweige denn als Arzt zu praktizieren. Sie wird von Zeit zu Zeit als medizinischer Experte von Scotland Yard hinzugezogen, so auch, als die Leiche eines offensichtlich an Cholera erkrankten Mannes gefunden wird. Am Fundort trifft sie auf Holmes - der ihre Verkleidung natürlich binnen Minuten durchschaut. Schnell wird Anna mitten hineingezogen in den Fall, und so tun sich die beiden ungleichen Ermittler zusammen. Zwischen den beiden sprühen oft die Funken, denn beide analysieren andere Menschen zwar gerne, werden aber nur höchst ungern selber analysiert. Beide spielen auch nur widerwillig die zweite Geige, weswegen es viel verbales Gerangel darum gibt, wer in welcher Situation das Sagen hat. Das zu lesen, macht einfach unglaublich viel Spaß! Da ist es fast nur noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, dass "Teufelsgrinsen" auch eine sehr originelle, intelligente und spannende Krimihandlung sein eigen nennt. Das Buch hätte für meinen Geschmack gerne auch doppelt so dick sein dürfen, denn die Seiten flogen nur so dahin. Auch den Schreibstil fand ich fantastisch. Anna ist eine präzise Erzählerin mit einem feinen, trockenen Humor. Ihr scharfer Verstand spricht aus jedem Satz, aber auch ihre Gefühle kommen gut beim Leser an, obwohl sie nicht zu emotionalem Überschwang neigt. Ja, wie ist es denn nun - gibt es eine Liebesgeschichte, oder nicht? Das möchte ich noch gar nicht verraten, aber schon mal beruhigend sagen: Holmes bleibt Holmes. Ich habe sowohl das Buch gelesen, als auch mir das ungekürzte Hörbuch angehört, und ich muss sagen: sehr gut umgesetzt! Esther Schweins erweckt die Charaktere mit ihrer lebendigen, emotionalen Stimme wunderbar zum Leben, allen voran natürlich Anna Kronberg und Sherlock Holmes.

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Ein etwas anderer Holmes Krimi
von einer Kundin/einem Kunden am 16.11.2015

Ein Toter schwimmt im Kanal des Wasserwerkes in Hampton. Dr. Kronberg wird zu einer Leichenschau dorthin zitiert. Vor Ort trifft er zum ersten Mal auf den Detektiv Sherlock Holmes. Was jahrelang und bis dahin niemandem aufgefallen ist, wurde von Holmes sofort durchschaut. Dr. Kronberg ist kein Mann sondern eine Frau.... Ein Toter schwimmt im Kanal des Wasserwerkes in Hampton. Dr. Kronberg wird zu einer Leichenschau dorthin zitiert. Vor Ort trifft er zum ersten Mal auf den Detektiv Sherlock Holmes. Was jahrelang und bis dahin niemandem aufgefallen ist, wurde von Holmes sofort durchschaut. Dr. Kronberg ist kein Mann sondern eine Frau. Anna Kronberg fühlt sich ertappt. Die beiden spielen gleich mit offenen Karten. Kronbergs Geschlecht bleibt aber ein Geheimnis zwischen den beiden. In der damaligen zeit war es Frauen nicht gestattet als Mediziner tätig zu sein, aber Holmes hat kein Interesse daran den Schwindel auffliegen zu lassen. Holmes analysiert offen und einen hauch zu intim die Person Kronberg, die sich unter der männlichen Maskerade verbirgt. Kronberg ihrerseits schlägt überraschend auf gleiche Art und Weise zurück. Denn auch sie versteht es aufs vortrefflichste Menschen zu lesen. Mehr oder weniger angetan voneinander verbünden sie sich also um dieses mysteriöse Todesopfer im Wasserwerk zu untersuchen. Denn vieles deutet eher auf einen Mord denn auf Cholera hin. Der Fall zieht weite Kreise und fordert gefährlichsten Körpereinsatz von Dr. Kronberg sowie Holmes. Meine Meinung: Die Geschichte ist lebendig erzählt und hält ein gewisses Spannungslevel aufrecht. Ständig wird man tiefer in die Geschichte gezogen und viele kleine Begebenheiten gehen unter die Haut und lassen den Leser mitleiden, mitfiebern, mitfühlen. Was fast etwas zu oft vorkommt ist das dauerhafte analytische Denken, das aber eigentlich typisch für einen Sherlock Krimi ist (soweit ich ihn kenne). Von daher passt es gut ins Konzept. Was mich eher gestört hat war das Duzen von Anna und Holmes. Das hat etwas die Distanz zwischen den Personen genommen. Auch war an einigen Stellen der Sprachstil nicht der Zeit angemessen. Die Ich-Erzählweise von Dr. Kronberg stört mich in diesem Fall gar nicht. Im Gegenteil. Wir bekommen einen Einblick in ihre Gefühlswelt, die sich zwischen Mann und Frau bewegt. Man weiß sofort wie sie tickt. Dr. Kronberg analysiert anfangs die Missstände ihrer Zeit und legt ihre Abscheu gegen die schlampigen, unhygienischen Zustände in den Krankenhäusern offen. Im Verlaufe des Buches erfahren wir mehr von der weiblichen Seite der Anna Kronberg, die sich auch in ihrem Behandlungsstil als Arzt wiederspiegelt. Sie ist mitfühlend und sehr auf den Berufsethos bedacht. Ihre Leidenschaft für Holmes kommt auch nicht zu kurz. Fazit: Das Zusammenspiel von Holmes und Kronberg ist auf seine Art erfrischend und macht Laune auf mehr Sherlock Holmes. Es hat den Anschein, dass die Autorin mit Anna Kronberg ihrer eigenen Leidenschaft für Holmes ein Gesicht gegeben hat. Aber das ist nur mein ganz persönlicher Eindruck.

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