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Tolstois Albtraum

Roman

(2)
»Der Superstar unter den jüngeren russischen Autoren.«


Holzklasseabteil in einem russischen Zug mit Dampflok. Zwei Reisende im Gespräch, einer in Priesterrobe, der andere im feinen Stadtanzug. Vor dem Fenster Beschaulichkeit: ein Schlösschen auf einem Hügel, darunter ein Acker, der Bauer hinterm Pfl ug. Das da sei Tolstois Landgut, und der Bauer sei Tolstoi, erläutert der Städter. Beziehungsweise ein Doppelgänger, denn der Graf sei auf der Flucht vor Polizei und Behörden … Ach, wundert sich der Priester, woher er das wisse? In diesem Moment verschwindet der Zug in einem Tunnel und der Waggon wird für wenige Momente von Dunkelheit erfasst …


Als der Zug wieder aus dem Tunnel kommt, ist klar: Graf T. und Geheimpolizist Knopf sassen sich verkleidet im Abteil gegenüber. Jetzt aber liegt Knopf gefesselt mit dem eigenen Schal da und der Graf ist verschwunden. Denn T. weiss, dass er verfolgt wird. Und dank Fitness und Finesse, exquisiter Bewaffnung und Versiertheit in fernöstlichen Kampfkünsten vermag er seinen Verfolgern in James-Bond-Manier zu entkommen. Was T. freilich nicht so recht weiss: wer er eigentlich ist, was er vorhat und was die anderen von ihm wollen. Und warum sich sein Leben anfühlt, als sei er in einen Albtraum geraten. Viktor Pelewin ist dafür bekannt und berüchtigt, die Mythen der Vergangenheit mit den Phantasmagorien der Gegenwart auf schwindelerregend freche Art und Weise zusammenzuwürfeln. In »Buddhas kleiner Finger« stellte er siebzig Jahre sowjetischer Geschichte auf den Kopf. Mit »Tolstois Albtraum « holt er die grosse russische Literaturtradition vom staubigen Klassikerpantheon ins grelle Heute.



Portrait
Viktor Pelewin, geboren 1962, ist der meistgelesene Autor Russlands und hat vor allem bei jungen Lesern längst "Kultstatus". Seit Erscheinen der Romane "Omon hinterm Mond" (1992, dt. 1994), "Das Leben der Insekten" (1993, dt. 1997) und "Buddhas kleiner Finger" (1996, dt. 1999) gilt er auch international als einer der interessantesten Autoren seiner Generation. The New Yorker nahm ihn 1999 in die Liste der "besten europäischen Erzähler unter 35" auf. Viktor Pelewin lebt in Moskau.
Dorothea Trottenberg, studierte Slavistik in Köln und Leningrad, arbeitet u.a. als Bibliothekarin an der Universitätsbibliothek Basel und lebt als freie Übersetzerin klassischer und zeitgenössischer russischer Literatur, u. a. von Michail Bulgakov, Nikolaj Gogol, Vladimir Sorokin, Maria Rybakova, Boris Akunin, in Zürich. 2012 wurde Dorothea Trottenberg der "Paul-Celan-Preis" für ihr übersetzerisches Gesamtwerk verliehen.
Zitat
"Ein literarisches Vexierspiel, witzig und hintergründig geschrieben."
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 25.03.2013
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87388-6
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 221/139/43 mm
Gewicht 702
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Kundenbewertungen


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Übersicht
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Ein Traum für Satirefans
von einer Kundin/einem Kunden aus Salzburg am 29.05.2013

Nach "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg..." hoffte ich wieder eine ähnlich gute Satire zu finden und wurde mit diesem Buch wirklich mehr als fündig. Gleich zu Beginn konnte mich die Geschichte wegen ihrer originellen Handlung und schlagfertigen Dialogen begeistern und vermehrt zum Schmunzeln bringen. Im weiteren Handlungsverlauf... Nach "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg..." hoffte ich wieder eine ähnlich gute Satire zu finden und wurde mit diesem Buch wirklich mehr als fündig. Gleich zu Beginn konnte mich die Geschichte wegen ihrer originellen Handlung und schlagfertigen Dialogen begeistern und vermehrt zum Schmunzeln bringen. Im weiteren Handlungsverlauf ließ das Buch aber sehr bald erkennen, dass es sich sehr deutlich von dem genannten Bestseller abhebt. Dabei zeigt sich der Unterschied besonders daran, dass sich der Autor von "Tolstois Albtraum" die Philosophie als Leitfaden genommen hat und damit ein ziemlich hochwertiges Ergebnis erzielt. Die Figuren diskutieren wiederholt Definitionen von Wirklichkeit, Existenz und letztlich auch Autorschaft. Für Leser, denen ein solcher Bereich schnell mal zu "hoch" wird (wie mich) kommen jedoch immer wieder brauchbare Metaphern vor, die das Verständnis sehr erleichtern. Damit erfordert das Lesen allerdings troztdem einiges an Konzentration, sodass es sich das Buch eher weniger für eine schnelle Lektüre nebenbei eignet. Bleibt man jedoch dabei, wird man sehr schnell hineingezogen in das schräge und trotzdem sehr logische Verhalten des Graf T., wird mehrmals von Handlungswendungen überrascht und stellt sich zuletzt selbst die Frage was die eigentliche Wirklichkeit im Buch denn nun ist. Während des Lesens stößt man auf zahlreiche Anspielungen, die mit Russland, beziehungsweise russischen Persönlichkeiten zu tun haben, die jedoch dank der Fußnoten von der Übersetzerin ebenfalls leicht verstanden werden können. Fazit: Ein selten geniales Lesesvergnügen, dass einige orginelle Figuren und kluge Gedanken zu bieten hat. Sehr empfehlenswert!

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Hochgradiges Verwirrspiel
von einer Kundin/einem Kunden am 05.09.2013

Es ist ein interessantes Paar, welches da im Zuge beieinander sitzt. Der Graf, und der Geheimpolizist. Und im Tunnel geschehen gar seltsame Dinge. Währenddessen Tolsto als Bauer sein Feld beackert. Oder doch nicht? Pelewin genießt nicht zu Unrecht den Ruf eines Kultautors. Er beherrscht sein Metier, kennt sich ausgezeichnet... Es ist ein interessantes Paar, welches da im Zuge beieinander sitzt. Der Graf, und der Geheimpolizist. Und im Tunnel geschehen gar seltsame Dinge. Währenddessen Tolsto als Bauer sein Feld beackert. Oder doch nicht? Pelewin genießt nicht zu Unrecht den Ruf eines Kultautors. Er beherrscht sein Metier, kennt sich ausgezeichnet in Philosophie aus, und konfrontiert den Leser mit blitzartigen Volten. Sehr, sehr, sehr vergnüglich.

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