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Unsichtbare Wunden

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Seit dem 1. Schultag sind Anna und Manu (Manuela) beste Freundinnen. »Siamesische Zwillinge« haben die anderen die beiden getauft, weil die eine nie ohne die andere irgendwo auftaucht. Im 7. Schuljahr kommt Nina neu in die Klasse und die Mädchen freunden sich an. Mit der Zeit zieht es Manu immer mehr zu Nina hin, denn die Neue ist cool und Anna kann in dieser Entwicklung nicht mithalten: Während Elrond, Annas Pferd, immer noch der einzige »Mann« im Leben der 13-Jährigen ist, verläuft das Erwachsenwerden bei Manu und Nina zeitgleich. Als sich dann auch noch herausstellt, dass Paul, in den Manu verliebt ist, sich stärker zu Anna hingezogen fühlt, sind die Probleme unter den Mädchen vorprogrammiert, in die nach und nach die gesamte Klasse involviert wird – die zuvor so beliebte Anna wird zum Mobbingopfer. Die Gewaltspirale dreht sich zunehmend schneller und enger um das Mädchen.
Wie kann es möglich sein, dass Annas Vater von all dem, was sich im Leben seiner Tochter abspielt, nichts bemerkt? Wie ist es möglich, dass kein einziger Lehrer ihr geholfen hat? Oder dass sogar ihr guter Freund Anton, der selbst Mobbing-Opfer ist, ihre Verzweiflung unterschätzt?
Portrait

Astrid Frank wurde 1966 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur und einem Lehrgang zur Zoobegleiterin studierte sie Biologie, Germanistik und Pädagogik. Während des Studiums arbeitete sie bereits für verschiedene Verlage als Lektorin und Übersetzerin. Seit 1999 schreibt sie Bücher für Kinder und Jugendliche. Astrid Frank lebt mit ihrer Familie in Köln.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Altersempfehlung 13 - 16
Erscheinungsdatum Juli 2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8251-7966-3
Verlag Urachhaus/geistesleben
Maße (L/B/H) 211/149/30 mm
Gewicht 482
Auflage 2. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
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Mobbing
von Nicole aus Nürnberg am 03.04.2016

Meine Meinung zum Jugendbuch: Unsichtbare Wunden Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog und auch was mir noch zusätzlich wichtig ist! Inhalt in meinen Worten: Anna - 13 Jahre alt - bildhübsch, bekommt zu ihrem 13. Geburtstag ein Geschenk, ein Tagebuch. Dass dieses Buch mehr ist als nur... Meine Meinung zum Jugendbuch: Unsichtbare Wunden Aufmerksamkeit und Erwartung: Diesen punkt findet ihr wie stets auf meinem Blog und auch was mir noch zusätzlich wichtig ist! Inhalt in meinen Worten: Anna - 13 Jahre alt - bildhübsch, bekommt zu ihrem 13. Geburtstag ein Geschenk, ein Tagebuch. Dass dieses Buch mehr ist als nur ein Tagebuch, wird Anna schnell klar, denn irgendwas ändert sich in ihrem Leben, sie wird auf einmal immer trauriger, bis das unfassbare passiert, was nur passieren konnte. Letztlich ist der einzige Zuhörer dieses Tagebuch, und was dieses Tagebuch zu erzählen hat, tja das solltet ihr bei diesem Buch heraus finden. Wie fand ich das Buch? Dieses mal fällt es mir nicht leicht über das Buch zu schreiben. Denn viel zu vieles im Buch hat dazu beigetragen, mich an meine eigene Geschichte zu erinnern. Eine Geschichte die nicht schön war, und auch zu viele Szenen im Buch geben genau das wieder, was ich auch selbst erleben musste. Deswegen würde ich allen empfehlen, lest es mit Vorsicht, seid wachsam auf eure Seele und wenn ihr merkt, es geht zu tief, legt es auf die Seite und nehmt es dann wieder zur Hand wenn es euch wieder etwas besser geht. Geschichte: Anna stirbt bei einem Reitunfall. Das erfahre ich ganz am Anfang der Geschichte, doch dass das noch nicht alles ist, wird durch die Tagebucheinträge sehr schnell klar. Sie wird gemobbt, bis sie sich selbst nicht mehr ausstehen kann, sich selbst hassen lernt und keine Hoffnung mehr in sich birgt und nur noch Angst vor morgen hat. Bis dann auch noch die schlimmsten Folgen bis in ihr Kinderzimmer ihr folgen, ab da sieht sie nur noch rot und hat keine Lust mehr wirklich durchzuhalten. Dass da aber immer noch ein Freund auf ihrer Seite ist, der leider auch nicht der Held im Klassenzimmer ist, sieht sie nicht mehr. Diese Geschichte wird mir letztlich von ihrem besten Freund im Nachhinein am Grab von Anna erzählt. Dies passiert einerseits durch Tagebucheinträge von Anna, durch Gedanken vom Vater und dann auch seine Erzählung an seine Frau. Er beleuchtet alle Facetten. Annas Sicht, Simons (der Vater von Anna) Absturz und gleichzeitig seinen unwiderruflichen Hilfeschrei, die Klassenkameraden, seine Sicht und zu guter letzt die Sicht aus den Täter Augen. Diese Mischung finde ich gut gewählt, wenn auch nicht sehr einfach. Charaktere: Kann ich euch sagen, haben es in diesem Buch echt in sich. Nicht nur der tiefe Fall sondern auch die Mutlosigkeit und das grauenhafte Grauen kommt gut durch, durch jeden Charakter, das Unverständnis, das drauf hauen, das Lösungsorientierte Denken, obwohl das nicht immer wirklich sinnvoll ist, die Schuldzuweisungen, die Blindheit, einfach die gesamte Palette voller Gefühle findet sich in jedem einzelnen Charakter wieder und das genau so einzufangen, ist alles andere als einfach und somit ist der Autorin hier richtig was gutes gelungen. Nebeneffekte: Diesen Punkt, habe ich im Nachhineingang erkannt, dass er doch anders da steht, als dass ich erkannt habe, hieran merkt man, dass auch sehr schnell trigger zu etwas anderem führen können, als dass jemals angedacht war: Hier kommt der angesprochene Punkt: Ich fand es heftig zu lesen, wie Simon sich mit der Glasscherbe selbst durch den Arm schnitt. Denn ich weiß wie es für mich selbst vor geraumer Zeit noch war, wie es ist, die Haut unter dem Messer aufspringen zu fühlen und zu sehen, und dabei Trost zu finden, doch dass das der falsche Trost ist, musste ich unter Jahrelangen Therapien erkennen, mich selbst lieben zu lernen. Anna bleibt leider im Buch verwehrt dass es Hilfe geben kann, denn sie ist diejenige die durch einen Unfall aus dem Leben gerissen wird, doch war es wirklich ein reiner Unfall? Das wird am Ende des Buches mehr oder minder aufgeklärt. Auch Annas Entwicklung in die Opferrolle ist sehr glaubhaft, nachvollziehbar, erlebbar, und vor allem eines Sprachlosigkeit machte sich breit. Denn wie kann man einem Menschen, der so tief aufgrund dummer Missverständnisse, Rivalität und dummen Sprüchen einer Lehrerin helfen, wieder in das Leben zu finden, wieder Hoffnung zu fühlen? Diese Frage bleibt für mich leider offen. Einen Satz im Buch kann ich euch gerade nur Sinnmäßig wieder geben: Es ist leichter Wunden von außen zu sehen, dadurch wird es greifbar, doch was unter der Haut abgeht, dass kann keiner sehen und oft noch weniger nachvollziehen. Für mich hat das Buch klare Triggermomente - wäre ich selbst noch nicht da, wo ich heute bin, hätte ich wahrscheinlich das Verhalten ungewollt von Anna wiedergegeben. Und mir evtl wieder selbst weh getan. Ich bin also froh, dass ich doch schon etwas "weiter" in meinem Weg bin. Würde ich euch das Buch empfehlen? Ja und Nein. Ja, denn die Autorin schafft es, Mobbing wirklich offen darzulegen und aufzuzeigen wie sich Opfer fühlen können, jedoch bleibt die Autorin mit der Hilfestellung hinter dem Berg, das fand ich schade, denn das hatte ich mir erwartet vom Buch. Auch kann ich es euch vom Schriftstellerischen Werdegang der Autorin sehr empfehlen. Sie schreibt realistisch, nah und vor allem Nachvollziehbar. Nein, weil es mich selbst zu sehr fast in den Abgrund gerissen hat, und ich mir vorstellen kann, dass Kinder/Jugendliche die dieses Buch lesen, und vielleicht selbst in dieser Thematik stecken es nicht einfach haben. Und dadurch ungewollt dem Buch nacheifern. Und viele Strategien die Anna an den Tag legt, sind nachvollziehbar und auch ich konnte mich gut in Annas Sicht hineinversetzen, dennoch nicht gut heißen, dass sie sich keine Hilfe holte, sich selbst verletzte und letztlich so weit ging, dass ihr Vater nur noch eines bleibt, ihr Pferd. Fazit: Ein hartes Buch - ein Buch das zeigt, wie weit die Opferrolle gelebt und missverstanden werden kann. Ein Buch dass mich nicht sofort loslässt und nachgrübeln lässt, was ich selbst hätte tun können. Ein Buch das jeder Pädagoge und jeder Lehrer lesen sollte, um ein klein wenig besser das Thema Mobbing zu verstehen. Sterne: Obwohl ich euch warne und es für mich kein einfaches Buch war, bekommt dieses Buch aufgrund der Tiefe, des Schreibstiles und des Wesens fünf Sterne!

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Mobbing auf interessante Art aus verschiedenen Perspektiven aufgearbeitet. Erschreckend+Lehrreich!
von Jungenmama aus LB am 15.03.2016

Mit dem Jugendbuch "Unsichtbare Wunden" ist es Autorin Astrid Frank wunderbar gelungen das ganz brisante Thema MOBBING in Romanform aufzuarbeiten und Jugendliche auf eine Reise ins Leben und die Gefühlswelt der 13jährigen Anna mitzunehmen. Anna ist ein aufgewecktes, freundliches und intelligentes Mädchen mit einer großen Liebe - ihr Pferd Elrond.... Mit dem Jugendbuch "Unsichtbare Wunden" ist es Autorin Astrid Frank wunderbar gelungen das ganz brisante Thema MOBBING in Romanform aufzuarbeiten und Jugendliche auf eine Reise ins Leben und die Gefühlswelt der 13jährigen Anna mitzunehmen. Anna ist ein aufgewecktes, freundliches und intelligentes Mädchen mit einer großen Liebe - ihr Pferd Elrond. Ihre Mutter ist verstorben, Ihre beste Freundin ist gleichzeitig eine Klassenkameradin, ein besonders guter Freund ist Anton, der immer wieder mit Hänseleien zu kämpfen hat.... Zu ihrem Geburtstag bekommt sie ein Tagebuch von ihrem Vater geschenkt "Für deine Geheimnisse...". Nur Anderthalb Jahre später ist sie Tod und alles schaut nach einem unglücklichen Reitunfall aus, bis man ihre Tagebucheinträge liest... Im Wechsel erfährt der Leser aus verschiedenen Perspektiven, was Anna in ihrem Tagebuch notiert hat und wie Anton sowie Simon (der Vater) mit ihrem Tod zurechtkommen. Man gewinnt einen tiefen Einblick in das Seelengefüge eines jungen Mädchens, dass durch einen schleichenden Prozess aus Ablehnung, Sticheleien und Bösartigkeiten ihr Selbstbewusstsein verliert und zutiefst verletzt wird, wobei die Wunden für alle unsichtbar sind! Der Titel des Buches und das Cover spiegeln somit für mich perfekt den Inhalt des Buches wieder! Ich fand es beeindruckend, wie gut die Autorin die Gefühlswelt der einzelnen Personen darstellt. Wie einfühlsam und kritisch sie das Leben eines Mädchens aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und den Leser daran teilhaben lässt wie aus einem fröhlichen Kind ein todunglückliches Kind werden konnte, wie aus einem liebevollen, aber doch vielbeschäftigten Vater ein verzweifelter Mann wurde und wie ein Klassenaußenseiter und Gehänselter erstarkt und den Mut hat etwas zu verändern... Aber nicht nur die Hauptprotagonisten spielen eine wichtige Rolle, sondern auch die Mitschüler und Lehrer, die entweder mitmachen oder die Augen verschließen... Der Schreibstil und die Sprache sind sehr angenehm und den wechselnden Charakteren angepasst, so dass der Leser sich sehr gut in die jeweilige Person hineinversetzen kann. Das die Tagebucheinträge kursiv geschrieben und mit Datum versehen sind, erleichtert dem Leser die Orientierung, wobei schon die Sprache deutlich macht, dass hier Anna aus dem Grab zu uns "spricht"! Fazit: Ein Buch, dass für mich auf jeden Fall in den Unterricht gehört, denn eingängiger und augenöffnender kann man nicht erzählen, wie verletzend Worte sein können und wie aus einer Kleinigkeit, einem kleinen spöttischen "Ausrutscher" ein Prozess entstehen kann, der zu tiefster Verzweiflung führt.

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Unbedingte Leseempfehlung!
von mabuerele am 12.03.2016

„...Meine Wunden sind tiefer. Sie sind unter meiner Haut verborgen und damit unsichtbar...Sie zerstören mich von innen heraus...“ Anna erhält von ihrem Vater zu ihrem 13. Geburtstag ein Tagebuch. Zu diesem Zeitpunkt ist sie ein fröhliches Mädchen, das zwar ihre verstorbene Mutter vermisst, aber sonst mit ihrem Leben zufrieden ist.... „...Meine Wunden sind tiefer. Sie sind unter meiner Haut verborgen und damit unsichtbar...Sie zerstören mich von innen heraus...“ Anna erhält von ihrem Vater zu ihrem 13. Geburtstag ein Tagebuch. Zu diesem Zeitpunkt ist sie ein fröhliches Mädchen, das zwar ihre verstorbene Mutter vermisst, aber sonst mit ihrem Leben zufrieden ist. Anderthalb Jahre später ist sie tot. Offiziell war es ein Verkehrsunfall, weil ihr Pferd durchgegangen ist. Die Autorin hat ein beeindruckendes Jugendbuch geschrieben, das unter die Haut geht. Auf sehr feinfühlige Art hat sie sich dem Thema Mobbing zugewandt. Als Nina neu in die Klasse kommt, hat Manu, Annas beste Freundin, plötzlich keine Zeit mehr für sie. Außerdem wirft Manu Anna vor, dass sie sich für Anton, den Außenseiter der Klasse, einsetzt. Wenig später lässt Paul, den Manu gern als Freund hätte, sein Interesse an Anna erkennen. Anna muss sich entscheiden. In dem Moment weiß sie noch nicht, dass jede Entscheidung die falsche sein wird. Mit einem geschickten Stilmittel erzählt die Autorin die Geschichte aus zwei Perspektiven. Zum einen darf ich als Leser nach und auch einen Blick in Annas Tagebuch werfen. Hier wird deutlich, wie tausend kleine Nadelstiche das Mädchen zermürben und ihr Selbstwertgefühl zerstören. Der Vater bekommt das nicht mit. Sein Verhalten zu beurteilen, ist schwierig. Auch hier ist das, was normalerweise richtig ist, im entscheidenden Moment das Falsche. Völlig unverständlich sind die Reaktionen der Klassenleiterin. Sie macht Täter zu Opfern und das Opfer zum Täter. Die zweite Perspektive ist die von Anton und Simon. Nach Annas Tod wirkt Anton wie ein stiller Beobachter. Er sieht, wie Annas Vater zerbricht, weiß aber nichts vom Tagebuch, das der Vater nun kennt. Annas Vater will nur noch eins – Gerechtigkeit. Ein junger Polizist wiegelt ab. Nun hat Simon nichts mehr zu verlieren und ist deshalb in der Wahl der Mittel auch nicht zimperlich. Der Sprachstil der Geschichte unterstützt perfekt den Inhalt. Die Tagebuchauszüge sind mit Datum versehen und kursiv gedruckt. Die Stimmung der Einträge beginnt fröhlich und hoffnungsvoll, wechselt zu fragend und bedrückt und endet in Verzweiflung. Obiges Zitat stammt aus einem der letzten Einträge.Allein aus Annas Worte wird deutlich, was Mobbing mit einem Menschen macht. Nicht nur die eigentlichen Täter, auch die schweigende Masse wirken verheerend auf die Psyche. Im Teil nach dem Tod überwiegend Trauer und Schmerz, Verzweiflung und Wut. Dazu wurden passende Gedicht eingefügt, die diese Stimmung implizieren. Die Beschreibung der Beerdigung ist der einer der Höhepunkte des Buches. Der Vater weiß in dem Moment mehr, als ich als Leser. Er reagiert hochemotional. Ab dem Augenblick hat Anton Angst um Simon. Er weiß, was vor der Klasse passiert ist, aber auch Anton kennt nicht die ganze Wahrheit. Anton – mit dem Protagonisten ist der Autorin ein weiterer kluger Schachzug gelungen. Als Brillenträger war er seit Jahren dem Spott der Mitschüler ausgesetzt. Doch er kann damit umgehen. Er schlägt nicht mit gleicher Waffe zurück. Dass er sich hervorragend zu wehren weiß, zeigt er, als er auf der Straße Schwächeren hilft. Mit einer Größe von 1,80 m und sportlich trainiert könnte er seine Klassenkameraden problemlos in die Schranken weisen. Das Cover mit dem Mädchenkopf, erst aufrecht, im Hintergrund nach unten geneigt und von den Haaren verdeckt, ist ein Bild für die Abwärtsspirale. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, dass Mobbing ganz klein beginnt und sich aufschaukelt. Es ist ein dynamischer Prozess. Aus Angst, selbst Opfer zu werden, schweigen viele. Das Buch ist tief bewegend und lässt mich nachdenklich zurück. Das Buch gehörte in jede Schulbibliothek.

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