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Vielen Dank für das Leben

Roman

(16)
Toto ist ein Wunder. Ein Waisenkind ohne klares Geschlecht. Zu dick, zu gross, im Suff gezeugt. Der Vater schon vor der Geburt abgehauen, die Mutter bald danach. Und doch bleibt Toto wie unberührt. Im kalten Sommer 1966 geboren, wandelt er durch die DDR, als ob es alles noch gäbe: Güte, Unschuld, Liebe. Warum, fragt er sich, machen die Menschen dieses Leben noch schrecklicher, als es schon ist? Toto geht in den Westen, wo der Kapitalismus zerstört, was der Sozialismus verrotten liess. Nur zwei Dinge machen ihm Hoffnung - das Wiedersehen mit Kasimir und sein einziges Talent: das Singen. Es führt Toto bis nach Paris. Ein wütender, schriller Roman einer grossen Autorin über das Einzige im Leben, was zählt.
Portrait
Sibylle Berg, geboren vor nicht allzu langer Zeit in Weimar, gilt seit ihrem Debüt-Roman "Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot" als Übermutter der jungen deutschen Literatur. Darauf könnte sie verzichten. Neben Büchern schrieb die überzeugte Kettenraucherin Theaterstücke und Texte für verschiedene Magazine in Deutschland und der Schweiz, darunter "Das Magazin" (Zürich), "Allegra" (Hamburg) und das "Zeit-Magazin". 2008 erhält sie den Wolfgang-Koeppen-Preis. Sibylle Berg lebt in Zürich.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 400, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 30.07.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783446240612
Verlag Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Verkaufsrang 22.058
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
16 Bewertungen
Übersicht
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1

Schwache Menschen
von einer Kundin/einem Kunden aus Bonn am 07.07.2015

Dieses Buch lässt ein wenig die schönen Seiten des Lebens vermissen; dafür ist es aber letztlich auch nicht geschrieben. Die Schriftstellerin beschreibt Charakter, die zerstörerisch, wütend, ängstlich oder völlig kaputt sind - Produkte der Gesellschaft. Sich damit auseinanderzusetzen, ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmackt; muss es aber auch nicht.... Dieses Buch lässt ein wenig die schönen Seiten des Lebens vermissen; dafür ist es aber letztlich auch nicht geschrieben. Die Schriftstellerin beschreibt Charakter, die zerstörerisch, wütend, ängstlich oder völlig kaputt sind - Produkte der Gesellschaft. Sich damit auseinanderzusetzen, ist sicherlich nicht nach jedermanns Geschmackt; muss es aber auch nicht. Oft schonungslos beschreibend ist es ein interessantes, lesenswertes und nachdenklich stimmendes Buch. S. Steinke

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Voltaires "Candide" reloaded
von einer Kundin/einem Kunden am 19.09.2012
Bewertet: Hörbuch (CD)

Auf Seite 392 von Sibylle Bergs neuem Roman "Vielen Dank für das Leben" (oder wahlweise auf CD Nummer 5) findet sich folgende Textstelle: "Toto war glücklich. Sie konnte nicht wissen, wie es gewesen wäre, hätte sie von einem geliebt werden können, aber es war müßig, darum zu trauern. Sie... Auf Seite 392 von Sibylle Bergs neuem Roman "Vielen Dank für das Leben" (oder wahlweise auf CD Nummer 5) findet sich folgende Textstelle: "Toto war glücklich. Sie konnte nicht wissen, wie es gewesen wäre, hätte sie von einem geliebt werden können, aber es war müßig, darum zu trauern. Sie konnte auch nicht wissen, wie es gewesen wäre, in einer anderen Zeit gelebt zu haben, als ein ander...er Mensch, oder ein Tier. Man kann alle Möglichkeiten betrauern, die man nie gehabt hat, oder sich daran freuen, dass man kurz aufgetaucht ist aus der Großen Dunkelheit der Unendlichkeit, die sonst immer herrscht, vor der Geburt und nach dem Tod, ein kurzer Moment Licht, das ist doch viel, und Milliarden, Trilliarden Eizellen war nicht einmal das vergönnt. Meist saß Toto auf dem Bett, wiegte sich hin und her und lächelte. So ein Geschenk, dieses Leben, und wie interessant, dass gerade während ihres Aufenthaltes auf Erden so viel passiert war." Und was während Totos Aufenthalt auf der Erde so alles passiert ist, ist Gegenstand dieses wunderbaren Romans von Sibylle Berg. Geboren im finstersten Sozialismus der DDR, aufgewachsen in einem lieblosen Waisenhaus, schlägt sich Toto, ein großgewachsener, gutmütiger Hermaphrodit, durch ein Leben, das geprägt ist von Elend, Armut und kurzen trügerischen Andeutungen von Freundschaft oder Liebe. Wie ein neuzeitlicher Candide bekommt Toto ständig eins drauf, wird von anderen Menschen ausgenutzt, geschlagen und verspottet, doch Toto macht immer weiter, stoisch das Schicksal hinnehmend, das ihm/ihr von anderen Menschen aufgedrückt wird. Ein großer Roman über die Albernheit der menschlichen Existenz, über verpasste Gelegenheiten und über die Frage, wann ein Leben gut ist: Wenn es für einen selbst okay war? Oder zählt nur, was die anderen über einen denken und wie sie einen bewerten?

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1 0
Vielen Dank für das Buch, Frau Berg!
von einer Kundin/einem Kunden am 05.09.2012
Bewertet: Buch (gebunden)

Ich hatte schon von Sibylle Berg gehört, aber noch nichts von ihr gelesen. Demenstprechend war ich sehr gespannt auf "Vielen Dank für das Leben". Und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Toto, dem Waisenkind ohne Geschlecht, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Toto verkörpert Liebe, Unschuld... Ich hatte schon von Sibylle Berg gehört, aber noch nichts von ihr gelesen. Demenstprechend war ich sehr gespannt auf "Vielen Dank für das Leben". Und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Toto, dem Waisenkind ohne Geschlecht, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert. Toto verkörpert Liebe, Unschuld und Güte. Aufgewachsen im real existierenden Sozialismus der DDR, gerät er später in den "glitzernden" Kapitalismus des Westens und wir erhaschen sogar einen Blick ins künftige Europa. Eine wichtige Rolle in der Story spielt Kasimir, den Toto aus dem DDR-Kinderheim, in dem sie lebten, kennt. Kasimir ging schon früher als Toto in den Westen und entwickelte sich dort zu einem sehr unangenehmen, menschenverachtenden, profitgierigen Mann. Während Toto ungeliebt durch die Stationen seines Lebens wandelt, immer gut und sich anpassend, hat Kasimir ein Problem. Toto geht ihm nicht aus dem Kopf, er ist Kasimirs Rest an gutem Gewissen und das gilt es auszumerzen. Die beiden laufen sich dann auch über den Weg, nur merkt Toto es nicht und Kasimir fängt an Totos Leben zu manipulieren und zerstören.......was ihm letztendlich auch gelingen wird. Ich war von Frau Bergs Schreibstil begeistert, geistreich und zynisch zeichnet sie eine Karikatur des Sozialismus und Kapitalismus. In brillianten Sätzen wird die Situation geschildert. Mir hat das sehr gut gefallen. Toto und Kasimir sind kleine Eulenspiegeleien.....als Personen sind sie schlecht zu greifen, aber sie verkörpern hier, um es mal platt auszudrücken, das Gute und das Böse im Menschen. Nur ist es genial, das unser "gutes Gewissen" Toto hier nicht als goldgelockter Knabe daherkommt, sondern als riesiger, mongoloid wirkender Zwitter. Da muß man erstmal drauf kommen. Die Menschen erkennen das Gütige auf den ersten Blick nicht, sie sehen nur Toto, den Fleischberg, und sind angewidert. Dann blitzt doch soetwas wie Erkennen auf und erzeugt Wut. Und so wird das Gute durchs Leben geknüppelt, geschlagen und schließlich vernichtet. Traurig, noch trauriger, dass solche Typen wie Kasimir existieren dürfen. Ich war während des Lesens traurig, wütend, angeekelt und begeistert. Ich mache es kurz, für mich war "Vielen Dank für das Leben" das erste Buch von Frau Berg, aber nicht das letzte. Eines der besten Bücher, die ich gelesen habe. Vielen Dank, Frau Berg !

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