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Was ich euch nicht erzählte

Roman

(2)
Von den Verheerungen, die wir einander zufügen
»Lydia ist tot.« Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord?
Die Lieblingstochter von James und Marilyn Leewar ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass der gutaussehende Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der grossen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem privaten Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat.
Rezension
»Celeste Ng hat einen grossartigen, nuancenreichen Familienroman geschrieben über Träume und Enttäuschung, innere Wirklichkeiten, Einsamkeit, Traurigkeit und nicht zuletzt über den Kummer beim Erwachsenwerden.«
Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, Neue Bücher 31.05.2016
Portrait
Celeste Ng (sprich: Ing) wuchs auf in Pittsburgh, Pennsylvania und in Shaker Heights, Ohio. Ng studierte in Harvard und machte ihren Master an der University of Michigan. Sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. 'Was ich euch nicht erzählte' ist ihr erster Roman, ein New York Times-Bestseller, der, vielfach prämiert, in 20 Sprachen übersetzt wurde und auch verfilmt wird.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 304, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.05.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783423429603
Verlag dtv
Verkaufsrang 1.572
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Kundenbewertungen


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Was für ein Buch!!! WOW!
von MissRichardParker am 17.08.2016

Es ist recht schwer, den Inhalt kurz zusammenzufassen, aber ich versuche es: Lydia ist tot. Die Lücke die die Lieblingstochter von Marilyn und James hinterlässt, ist in der Familie riesig. Wie konnte es passieren, dass das gut behütete Mädchen sterben musste? Marilyn glaubt an einen Mord, für Lydias Bruder Nathan... Es ist recht schwer, den Inhalt kurz zusammenzufassen, aber ich versuche es: Lydia ist tot. Die Lücke die die Lieblingstochter von Marilyn und James hinterlässt, ist in der Familie riesig. Wie konnte es passieren, dass das gut behütete Mädchen sterben musste? Marilyn glaubt an einen Mord, für Lydias Bruder Nathan ist der Nachbarsjunge schuld. Nur die stille Hannah scheint mehr von Ihrer grossen Schwester gewusst zu haben. War es am Ende doch Selbstmord, so wie die Polizei vermutet? Ich fand dieses Buch genial! Es beinhaltet alles, was ein gutes Buch ausmacht. Es war sehr spannend und sehr berührend. Verstörend, packend, mitreissend, beindruckend, bedauernd... In dieser Geschichte geht es um so viel mehr als um die Aufklärung von Lydias Tod. Es geht um Vorurteile, ums anders-sein, um Familie, Liebe, Erwartungen, Verlust, Angst... Es geht darum, wie vieles gesagte und ungesagte Menschen verändern, verletzten, beflügeln, behindern können... Was aus kleinen Fehlern und Versäumnissen entstehen kann... Was aus Ignoranz, "Augen-Verschliessen", Wegschauen werden kann... Dieses Buch umfängt so vieles und es geht einem so nah. Ich kann dieses Buch wärmstens weiterempfehlen! Es war eine Bereicherung!

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Was ich euch nie erzählte
von miss.mesmerized am 05.06.2016

Lydia, Lieblingskind von Marilyn und James Lee, ist tot. Die Leiche wird im See gefunden. Wurde das Wunderkind ermordet oder hat sie Selbstmord begangen, was die Eltern ausschließen, sie war so ein fröhliches Kind mit zahlreichen Freunden, überall beliebt und auch so intelligent. Doch Das Bild, das die Eltern... Lydia, Lieblingskind von Marilyn und James Lee, ist tot. Die Leiche wird im See gefunden. Wurde das Wunderkind ermordet oder hat sie Selbstmord begangen, was die Eltern ausschließen, sie war so ein fröhliches Kind mit zahlreichen Freunden, überall beliebt und auch so intelligent. Doch Das Bild, das die Eltern von ihrer Tochter haben, ist ebenso falsch wie das, das sie von sich selbst für die Öffentlichkeit und z.T. sogar vor einander zeichnen. Die Wahrheit ist eine andere und Lydias letzte Lebensmonate erzählen eine ganz andere Geschichte des Teenagers. Das Buch, das man als Krimi lesen könnte um auf die Suche nach der Todesursache der jungen Frau zu gehen, bietet unerwartet viel Tiefgang und spricht einige der wichtigsten Themen der Nachkriegszeit recht gnadenlos an: wie geht die Gesellschaft wirklich mit Einwanderern um, werden insbesondere Asiaten gleich behandelt oder ist doch ein latent bis manchmal offener Rassismus in der amerikanischen Kleinstadt vorhanden? Welche Selbstverwirklichungsmöglichkeiten hatten Frauen in den 50er und 60er Jahren und wie sehr mussten sie für ihre Träume kämpfen? Noch ein weiteres Thema bricht am Ende über den Leser herein, das die Geschichte wesentlich bestimmt und ebenfalls zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen gehört. Es ist nicht so sehr die spannende Frage des Who-Dunnit, die in Celeste Ngs Roman überzeugt, mich haben einerseits der Sprachstil mit seiner feinen Ironie und den kleinen, aber entscheidenden Zwischentönen überzeugt. Zudem gelingt es der Autorin die Gedankenwelt der Teenager einzufangen und das Innenleben der Figuren glaubwürdig und differenziert zu portraitieren.

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Bewegende Familiengeschichte
von Ju am 17.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„Was ich euch nicht erzählte“ ist ein Roman, der mir noch etwas nachhängt. Die Geschichte der Familie Lee hat mich berührt und wirkt noch in mir nach. Das Cover des Buches ist gut gestaltet. Es ist stimmig mit dem Inhalt. Man schaut von unten, als würde man auf dem... „Was ich euch nicht erzählte“ ist ein Roman, der mir noch etwas nachhängt. Die Geschichte der Familie Lee hat mich berührt und wirkt noch in mir nach. Das Cover des Buches ist gut gestaltet. Es ist stimmig mit dem Inhalt. Man schaut von unten, als würde man auf dem Boden liegen, in Schilfgräser. Der Blick ins Schilf ist zum Teil leicht verschwommen, zum Teil klar. Dies spiegelt gut den Verlauf der Geschichte wieder, ist zu Beginn vieles noch verschwommen und rätselhaft, so kehrt gegen Ende doch immer mehr Klarheit ein und die Geheimnisse lüften sich. Der Erzählstil hat mich sehr beeindruckt. In einer sehr klaren, auch nüchternen, Sprache erzählt die Autorin über das Leben der Familie Lee. Der gesamte Text ist sprachlich sehr ansprechend gestaltet, liest sich flüssig, weckt Spannung und hält diese bis zum Ende aufrecht. Es gibt verschiedene Erzählstränge, zum einen die Gegenwart und zum anderen werden viele Passagen retrospektiv aus der Sicht der verschiedenen Familienmitglieder erzählt. Es ist immer klar zu erkennen, aus wessen Perspektive berichtet wird und in welcher Zeit man sich befindet. Zum Inhalt: Lydia kommt zu Tode – wie wird im Laufe der Erzählung noch geklärt. Viel wichtiger als das „wie“ ist jedoch das „warum“. Einfühlsam und eindrücklich werden die weiteren vier Familienmitglieder in ihren Gedanken und Gefühlen beschrieben. Die Autorin beschreibt sehr genau, wie die einzelnen Familienmitglieder nach Lydias Verschwinden die nächste Zeit verbringen, wie sie über Lydia denken, wie sie Lydia wahrnehmen. Man lernt alle Familienmitglieder gut kennen und schaut tief in ihre Gefühls- und Gedankenwelt hinein. Schließlich erfährt man auch Lydias letzte Gedanken und das „warum“ klärt sich auf. Mein Fazit: Celeste Ng hat mit „Was ich euch nicht erzählte“ ein absolut brillantes und sehr lesenswertes Werk abgeliefert. Sie versteht es, ein fesselndes Familienportrait zu zeichnen, das dem Leser aufzeigt wie wichtig es ist, einander zu verstehen. Gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Akzeptanz, Vertrauen und das nicht Aufzwingen von selbst unerfüllten Zielen sind Worte mit denen ich die Stimmung des Buches beschreiben möchte.

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Celeste Ng - Was ich euch nicht erzählte
von Hotel aus Ostfriesland am 02.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Was ich Euch nicht erzählte' erzählt die Geschichte einer Familie und ist ein Buch, das in einem sehr ruhigen und behutsamen Tempo geschrieben ist und lieber den Wert aufs Detail legt, anstatt von einer effektvollen Szene zur nächsten zu hasten. Die Atmosphäre ist zeitweilen traurig und düster, und nach... Was ich Euch nicht erzählte' erzählt die Geschichte einer Familie und ist ein Buch, das in einem sehr ruhigen und behutsamen Tempo geschrieben ist und lieber den Wert aufs Detail legt, anstatt von einer effektvollen Szene zur nächsten zu hasten. Die Atmosphäre ist zeitweilen traurig und düster, und nach und nach kommt auch immer mehr Spannung auf. Zwar ist natürlich nicht jedes Detail wichtig, aber so bekommt man ein sehr umfassendes Bild und nach und nach entfaltet sich das Buch zu einem richtig spannenden Werk. Das Buch liest sich von der ersten Seite an wie ein Tatzeugenbericht, sodass man nicht das Gefühl hat einen fiktionalen Roman vor sich zu haben, sondern ein Buch zu einem Ereignis, dass sich tatsächlich ereignet haben könnte. Das Spiel zwischen Drama und Krimi funktioniert absolut hervorragend. Das liegt zum einen an den lebensnahen Charakteren und zum anderen an der Art der Autorin zu schreiben: verstörend, unverblümt und direkt. Es ist ein schonungsloses Porträt einer Tragödie, ein Blick in die finstersten Regionen der menschlichen Seele, dort wo Verzweiflung, Resignation und Einsamkeit zu Hause sind. Eine Achterbahn der Gefühle. Man fühlt die Wut und die Hilflosigkeit der Protagonisten. Was mir an diesem Buch neben den gut beschriebenen Figuren und der Spannung sehr gut gefallen hat, war die Thematik der Geschichte und die sehr präzise Beobachtungsgabe der Autorin lässt es gelingen die verschiedenen Personen in diesem Buch zum Leben zu erwecken - sie beschreibt Menschen und ihre charakterlichen Eigenschaften sehr genau; ich konnte mir die verschiedenen Charaktere, sie sind vielschichtig und individuell aufgebaut, sehr lebendig vorstellen. Diese versteht die Autorin in die gut konstruierte Geschichte einzubauen, die für mich an keiner Stelle langweilig oder vorhersehbar war. Im Gegenteil, die immer wieder neue Sichtweise auf den Fall erhöht die Spannung und Celeste Ng gelingt es meisterlich eine fesselnde Geschichte um das Trauma der Familie zu schreiben, bei dem nach und nach die Sachlage aus verschiedenen Blickwinkeln entpackt wird. Nach und nach klärt sich dann der Blick - und auf verschlungenen Pfaden wird man zu dem tatsächlich Geschehenem geführt, welches viel verzwickter ist, als es oberflächlich erscheint. Neben der Charakterzeichnung hat mich auch der Schreibstil sehr gefesselt und dafür gesorgt, dass ich mich kaum von der Geschichte losreißen konnte. Celeste Ng hat einen eingängigen Stil, sie weiß mit Worten umzugehen und schafft es mühelos, Situationen plastisch zu schildern und den Leser in die Welt der Familie Lee mitzunehmen.

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Lydia ist tot
von einer Kundin/einem Kunden aus Duisburg am 29.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Lydia wird eines Morgens von ihrer Familie beim Frühstück vermißt und kurze Zeit später aus dem nahelegenen See tot geborgen.Die Ermittlungen der Polizei ergeben , daß es sich um einen Selbstmord handelt. Die Mutter Marilyn , der Vater James sowie ihre Geschwister Nath und Hannah sind gleichermaßen geschockt und... Lydia wird eines Morgens von ihrer Familie beim Frühstück vermißt und kurze Zeit später aus dem nahelegenen See tot geborgen.Die Ermittlungen der Polizei ergeben , daß es sich um einen Selbstmord handelt. Die Mutter Marilyn , der Vater James sowie ihre Geschwister Nath und Hannah sind gleichermaßen geschockt und versuchen , jeder auf seine Weise , mit dem Verlust umzugehen.Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und in Rückblenden erzählt. James hat asiatische Wurzeln und hat Zeit seines Lebens um Anerkennung in der amerikanischen Gesellschaft gekämpft, Marilyns Traum war es Ärztin zu werden . Beide versuchen auf unterschiedliche Weise ihre unerfüllten Wünsche auf Lydia zu übertragen , was jedoch misslingt. Nath und Hannah fühlen sich von ihren Eltern nicht beachtet , worunter sie sehr leiden. Der Autorin ist es auf hervorragende Weise gelungen ,eine Familiengeschichte und einen Gesellschaftsroman zu verbinden.Er bietet dem Leser reichlich Gelegenheit zum Nachdenken auch bezüglich auf das eigene Verhalten. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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das, was nicht gesagt wurde.....
von einer Kundin/einem Kunden am 24.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Roman, der dem Leser bei der Lektüre langsam,aber sicher unter die Haut kriecht - das hat Celeste Ng(sprich Ing) mit ihrem Debüt geschafft.Die schon mit Preisen für Erzählungen und Essays ausgezeichnete Amerikanerin mit asiatischen Wurzeln schreibt dabei eine Prosa,die glasklar und wie ein Rasiermesser die Verletzungen,die wir uns... Ein Roman, der dem Leser bei der Lektüre langsam,aber sicher unter die Haut kriecht - das hat Celeste Ng(sprich Ing) mit ihrem Debüt geschafft.Die schon mit Preisen für Erzählungen und Essays ausgezeichnete Amerikanerin mit asiatischen Wurzeln schreibt dabei eine Prosa,die glasklar und wie ein Rasiermesser die Verletzungen,die wir uns alle zufügen,ohne es zu wollen, darstellt. Ihre chinesisch-amerikanische Familie Lee lebt heute, aber warum ihre Mitglieder so ticken, wie sie ticken,ist natürlich auch in ihrer Familienhistorie begründet. Irgendwann ist das Lieblingskind, Lydia,die erste und auch einzige Tochter mit blauen Augen, verschwunden und einige Zeit wird später der Leichnam der Jugendlichen aus dem nahegelegenen See gefischt. Anschaulich ,aber distanziert „seziert“ Ngs Prosa die übriggebliebenen Familienmitglieder,die Mauern, die sie gegen ihre Umwelt und einander hochgezogen haben ebenso wie die Probleme,die sich ergeben, wenn unerfüllte Hoffnung sich ein Ventil in den eigenen Kindern sucht…. Virtuos ineinander verflochten,werden Rückblenden und Gegenwart nach dem Tod der Schülerin dazu genutzt,den Leser durch die Augen der verschiedenen Familienmitglieder schauen und seine eigenen Schlüsse ziehen zu lassen. Aber auch Lydia kommt zu guter Letzt noch mal „zu Wort“. Berührend,bedrückend ,aber zum Ende hin auch Hoffnung enthaltend – ein tolles Debüt !

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Gut durchdachter Roman, der mit viel Tiefe die Probleme der Familie Lee aufarbeitet
von Leyia am 22.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: In Celeste Ngs „Was ich euch nicht erzählte“ geht es um Familie Lee und die Probleme, die sie mit ihrer Umgebung aber auch miteinander haben. Der Vater, James, ist das Kind chinesischer Einwanderer, Wissenschaftler und fühlt sich nie wirklich zugehörig. Die Mutter, Marilyn, wollte einmal Ärztin werden, musste... Inhalt: In Celeste Ngs „Was ich euch nicht erzählte“ geht es um Familie Lee und die Probleme, die sie mit ihrer Umgebung aber auch miteinander haben. Der Vater, James, ist das Kind chinesischer Einwanderer, Wissenschaftler und fühlt sich nie wirklich zugehörig. Die Mutter, Marilyn, wollte einmal Ärztin werden, musste diesen Traum aber opfern. Ihr Sohn, Nath, erinnert den Vater zu sehr an sich selbst und bekommt wenig Aufmerksamkeit von der Mutter. Beide Eltern legen ihre ganzen Hoffnungen in die älteste Tochter, Lydia, die stets bemüht ist die Träume ihrer Eltern zu erfüllen. Die jüngste Tochter, Hannah, wird dagegen meistens ignoriert. Als Lydia eines Tages verschwindet fangen die Familienmitglieder an darüber nachzudenken was schief gelaufen sein könnte. Und auch Jack, der in letzter Zeit viel mit Lydia zusammen war, hatte seine eigenen Gründe dafür. Meine Meinung: Das Cover ist leider nichts Besonderes. Der Inhalt dafür umso mehr. Die kurze Einführung ist recht anstrengend zu lesen, doch zum Glück entpuppt sich der Roman selbst dann als sehr flüssig, der Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte beschreibt mit viel Tiefe den emotionalen Hintergrund, die Wünsche und verlorenen Hoffnungen der einzelnen Familienmitglieder. Jeder hat seine ganz eigenen Gründe wieso er so handelt, wie er es tut. Und dies hat dann natürlich Auswirkungen auf die anderen Familienmitglieder. Das alles ist sehr schlüssig und das gesamte Konstrukt funktioniert sehr gut. Da man die Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven erfährt, weiß man immer etwas mehr als die Personen selbst und erkennt wo Missverständnisse entstehen. Dieses Buch sollten sich besonders Eltern durchlesen, denn es ist wirklich erschreckend was man seinen Kindern in bester Absicht doch antun kann. Ich finde beide Eltern teilweise wirklich schrecklich, schlimmer noch als ihre eigenen Eltern. Die Kinder haben keine Möglichkeit sich frei zu entfalten und werden von den Vorurteilen der Eltern noch mehr eingeschränkt als von denen der Gesellschaft. Die Eltern hatten so eine klare Vorstellung von ihrem Leben und genaue Wünsche an ihre Zukunft. Und weil dies nicht so geklappt hat wie es sollte, wofür sie aber im Grunde selbst verantwortlich waren, zwingen sie nun ihre Kinder in diese Vorstellungen hinein und nehmen ihnen die Freiheit eigene Wünsche zu entwickeln. Am Ende hat nur der Leser einen kompletten Überblick über die Hintergründe und Ereignisse, die Familie selbst kann sich nur zusammenreimen was mit Lydia wirklich passiert ist. Fazit: Ein gut durchdachter Roman über die Beziehungen von Familienmitgliedern untereinander und was Eltern ihren Kindern in bester Absicht dennoch antun können. Die einzelnen Personen sind mit viel Tiefe charakterisiert und am Ende kennt nur der Leser alle Hintergründe und Ereignisse.

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Gut durchdachter Roman, der mit viel Tiefe die Probleme der Familie Lee aufarbeitet
von Leyia am 22.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Inhalt: In Celeste Ngs „Was ich euch nicht erzählte“ geht es um Familie Lee und die Probleme, die sie mit ihrer Umgebung aber auch miteinander haben. Der Vater, James, ist das Kind chinesischer Einwanderer, Wissenschaftler und fühlt sich nie wirklich zugehörig. Die Mutter, Marilyn, wollte einmal Ärztin werden, musste... Inhalt: In Celeste Ngs „Was ich euch nicht erzählte“ geht es um Familie Lee und die Probleme, die sie mit ihrer Umgebung aber auch miteinander haben. Der Vater, James, ist das Kind chinesischer Einwanderer, Wissenschaftler und fühlt sich nie wirklich zugehörig. Die Mutter, Marilyn, wollte einmal Ärztin werden, musste diesen Traum aber opfern. Ihr Sohn, Nath, erinnert den Vater zu sehr an sich selbst und bekommt wenig Aufmerksamkeit von der Mutter. Beide Eltern legen ihre ganzen Hoffnungen in die älteste Tochter, Lydia, die stets bemüht ist die Träume ihrer Eltern zu erfüllen. Die jüngste Tochter, Hannah, wird dagegen meistens ignoriert. Als Lydia eines Tages verschwindet fangen die Familienmitglieder an darüber nachzudenken was schief gelaufen sein könnte. Und auch Jack, der in letzter Zeit viel mit Lydia zusammen war, hatte seine eigenen Gründe dafür. Meine Meinung: Das Cover ist leider nichts Besonderes. Der Inhalt dafür umso mehr. Die kurze Einführung ist recht anstrengend zu lesen, doch zum Glück entpuppt sich der Roman selbst dann als sehr flüssig, der Schreibstil ist gut zu lesen. Die Geschichte beschreibt mit viel Tiefe den emotionalen Hintergrund, die Wünsche und verlorenen Hoffnungen der einzelnen Familienmitglieder. Jeder hat seine ganz eigenen Gründe wieso er so handelt, wie er es tut. Und dies hat dann natürlich Auswirkungen auf die anderen Familienmitglieder. Das alles ist sehr schlüssig und das gesamte Konstrukt funktioniert sehr gut. Da man die Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven erfährt, weiß man immer etwas mehr als die Personen selbst und erkennt wo Missverständnisse entstehen. Dieses Buch sollten sich besonders Eltern durchlesen, denn es ist wirklich erschreckend was man seinen Kindern in bester Absicht doch antun kann. Ich finde beide Eltern teilweise wirklich schrecklich, schlimmer noch als ihre eigenen Eltern. Die Kinder haben keine Möglichkeit sich frei zu entfalten und werden von den Vorurteilen der Eltern noch mehr eingeschränkt als von denen der Gesellschaft. Die Eltern hatten so eine klare Vorstellung von ihrem Leben und genaue Wünsche an ihre Zukunft. Und weil dies nicht so geklappt hat wie es sollte, wofür sie aber im Grunde selbst verantwortlich waren, zwingen sie nun ihre Kinder in diese Vorstellungen hinein und nehmen ihnen die Freiheit eigene Wünsche zu entwickeln. Am Ende hat nur der Leser einen kompletten Überblick über die Hintergründe und Ereignisse, die Familie selbst kann sich nur zusammenreimen was mit Lydia wirklich passiert ist. Fazit: Ein gut durchdachter Roman über die Beziehungen von Familienmitgliedern untereinander und was Eltern ihren Kindern in bester Absicht dennoch antun können. Die einzelnen Personen sind mit viel Tiefe charakterisiert und am Ende kennt nur der Leser alle Hintergründe und Ereignisse.

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Lebe dein eigenes Leben!
von Xanaka aus Berlin am 22.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Wie ist es eigentlich, wenn man nie dazu gehört, egal wie sehr man sich anstrengt? Genauso geht es Lydia Lee. Sie ist das mittlere von drei Kindern und amerikanisch-chinesischer Abstammung. Lydias Mutter Marilyn war Medizinstudentin, hat aber durch die Geburt der Kinder das Studium abgebrochen. Der Vater James, Sohn... Wie ist es eigentlich, wenn man nie dazu gehört, egal wie sehr man sich anstrengt? Genauso geht es Lydia Lee. Sie ist das mittlere von drei Kindern und amerikanisch-chinesischer Abstammung. Lydias Mutter Marilyn war Medizinstudentin, hat aber durch die Geburt der Kinder das Studium abgebrochen. Der Vater James, Sohn chinesischer Auswanderer, ist Professor an einer kleinen Universität. Alles könnte perfekt sein, könnte. Denn im Innern der Familie stimmt so gar nichts. Marilyn hadert mit ihrem Schicksal und der entgangenen Möglichkeit Ärztin zu werden. Einen Job zu finden ist auch nicht möglich. Denn sonst würde man doch denken, dass James als Professor seine Familie nicht ernähren kann. Auch der Versucht Marilyns das unterbrochene Studium doch fortzusetzen scheitern. Also konzentriert sich alles auf Lydia. Sie ist beider Eltern Lieblingskind. Die Mutter überträgt alle ihre entgangenen Möglichkeiten und Wünsche auf dieses Kind. Sie soll es mal besser haben. Sie hat das Potential. James liebt dieses Kind, weil es als einziges der Kinder trotz des asiatischen Aussehens blaue Augen. Und doch ist Lydia eines Tages tot. Sie verschwindet und wird erst Tage später ertrunken im See gefunden. Die Polizei stellt ihre Ermittlungen mit dem Ergebnis Selbstmord ein. Was ist in dieser Familie passiert? Es hätte doch alles so gut sein können. Celeste Ng gelingt es in ihrem Buch die Familiensituation durch Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit in allen Einzelheiten darzustellen. Die Charaktere werden mit ihren Eigenheiten so treffend dargestellt. Ich konnte nachvollziehen, warum Marilyn unbedingt möchte, dass aus ihrer Tochter etwas Besseres wird, als es ihr selbst gelungen ist. Auch das Verhältnis zwischen Nath, dem großen Bruder und Lydia ist schon besonders. Er wird eigentlich kaum beachtet, wohingegen sie die komplette, oft schon übertriebene Aufmerksamkeit der Eltern hat. Und Lydia kann aus diesem Kreis scheinbar nicht ausbrechen, ist nicht in der Lage sich zu wehren. Nur ihr Bruder gibt ihr in dieser Situation Halt und Stärke. Obwohl er doch auch gern einmal im Mittelpunkt stehen würde. Und dann ist da noch Hannah, die jüngste Schwester. Sie ist eigentlich nur da und wird von niemandem beobachtet. Aber auch sie beobachtet sehr genau und leidet wie alle anderen unter dem unerklärlichen Tod der Schwester. Mich hat dieses Buch sehr betroffen gemacht. Am meisten haben mir die beiden Geschwister leid getan, die sehr unter der fehlenden Aufmerksamkeit gelitten haben. Lydia, die anfänglich nicht in der Lage ist, sich der Aufmerksamkeit zu erwehren - diese Situation vielleicht auch anfänglich geniest - aber später in der unaufhörlichen, beängstigenden Aufmerksamkeit gefangen ist. Die Situation wird durch die fortwährenden Liebesbekundungen der Eltern noch verstärkt. Sie möchte ihnen nicht wehtun, sie nicht enttäuschen. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt, Lydia wach auf, lebe dein eigenes Leben, sage was dir nicht gefällt. Für mich war das, trotzdem es so traurig war, ein sehr wichtiges Buch. Von mir eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Das verhängnisvolle Ungesagte
von einer Kundin/einem Kunden aus Stade am 18.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„Lydia ist tot. Aber das wissen sie noch nicht.“ Mit diesen Worten beginnt Celeste Ngs Debut Roman über die chinesisch-amerikanische Familie Lee, die in Ohio lebt. Die Leiche der 16 jährigen Lydia wird im Sommer 1977 in der Nähe eines Sees gefunden. Die Ermittlungen sprechen für Selbstmord. Für die Eltern... „Lydia ist tot. Aber das wissen sie noch nicht.“ Mit diesen Worten beginnt Celeste Ngs Debut Roman über die chinesisch-amerikanische Familie Lee, die in Ohio lebt. Die Leiche der 16 jährigen Lydia wird im Sommer 1977 in der Nähe eines Sees gefunden. Die Ermittlungen sprechen für Selbstmord. Für die Eltern der strebsamen und schüchternen Lydia unvorstellbar. Aber in diesem Sommer trieb auch der Mörder Son of Sam sein Unwesen. Was geschah also wirklich mit Lydia? Der Roman beschäftigt sich jedoch nicht nur mit der Beantwortung dieser Frage, sondern mit der Familie und das Leben der Eltern und Lydias Geschwister. Die Lees sind eine nach außen perfekt erscheinende Familie, die wir aber durch den Tod Lydias und Rückblicke in die Vergangenheit näher kennenlernen. James, ein chinesischer Einwanderer und Geschichtsprofessor, machte seit Kindertagen Erfahrungen mit Rassismus und kämpfte um Anerkennung und Integration in der amerikanischen Gesellschaft. Die Mutter Marilyn, eine blonde blauäugige Amerikanerin, musste ihren Traum Ärztin zu werden angesichts des damals vorherrschenden Patriarchalismus und auch ihrer Familie zuliebe zurückstellen. Durch Lydia erhoffen sich die Eltern ihre unerfüllten Wünsche und Träume verwirklichen zu können. Dabei ging Marilyn besonders streng vor, indem sie für das damals kleine Mädchen wissenschaftliche Bücher, anstelle einer altersangemessen Lektüre vorsah. Es wird deutlich, dass sich alles um das Lieblingskind Lydia dreht, wobei Nathan und Hannah auf der Strecke bleiben. Nathan weiß vieles über Lydia, was ihre Eltern nicht einmal erahnen. So hat sie nie Freundinnen gehabt, denn ihre vermeintlichen Freunde rufen sie lediglich für Hausaufgabenhilfen an. Ebenso weiß nur er von Lydias heimlichen Freund, den Nachbarsjungen Jack. Sein Verhalten ist so merkwürdig, dass Nathan ihn verdächtigt. Er verrät ihre Geheimnisse aber auch nicht, als die Polizei mit der Familie eine Liste der Freunde aufstellt. Und dann gibt es noch die jüngere Schwester Hannah, die sehr aufgeweckt, aber so gut wie unsichtbar für die Familienmitglieder ist. Daher ist sie unsicher, ob sie all ihre gemachten Beobachtungen mit jemanden teilen soll. Ng beschreibt die Familie, ihre Beziehungen und Emotionen sehr detailliert, sodass der Leser alles über ihre inneres, aber auch äußeres Wesen lernt. Mir taten die Kinder sehr leid, denn durch die elterlichen Erwartungen bleiben ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte unausgesprochen. Lydia tut wie ihr geheißen und traut sich nicht ihren eigenen Weg zu gehen. Der Titel „Was ich euch nicht erzählte“ bezieht sich auf all das Ungesagte, welches dazu führt, dass niemand sieht, was im Inneren der Kinder wirklich vorgeht und wie sehr sie leiden. Nur Nathan versucht dem zu entfliehen und möchte ein Studium in Harvard beginnen. Nicht nur die Probleme in der Familie machen den Kindern aber zu schaffen, sondern auch der noch immer bestehende Rassismus, der in vielen Situationen unterschwellig mitschwingt. Es handelt sich um einen Roman, der zum Nachdenken anregt, da die Geschichte glaubhaft und mitreißend erzählt wird. Die scheinbar perfekte Fassade der Familie bröckelt mit jeder weiteren Seite. Die Autorin greift dabei recht selten auf die direkte Rede zurück, sodass die vielen unausgesprochen Worte der einzelnen Familienmitglieder schließlich zu der Tragödie geführt haben. Was jedoch mit Lydia geschah, bleibt für die Familie Lee ungewiss, denn nur der Leser erfährt die wahren Hintergründe. Ein weiterer trauriger Aspekt, der unter die Haut geht.

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Lydia ist tot
von einer Kundin/einem Kunden am 10.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Lydia wird eines Morgens von ihrer Familie beim Frühstück vermißt und kurze Zeit später aus dem nahelegenen See tot geborgen.Die Ermittlungen der Polizei ergeben , daß es sich um einen Selbstmord handelt. Die Mutter Marilyn , der Vater James sowie ihre Geschwister Nath und Hannah sind gleichermaßen geschockt und... Lydia wird eines Morgens von ihrer Familie beim Frühstück vermißt und kurze Zeit später aus dem nahelegenen See tot geborgen.Die Ermittlungen der Polizei ergeben , daß es sich um einen Selbstmord handelt. Die Mutter Marilyn , der Vater James sowie ihre Geschwister Nath und Hannah sind gleichermaßen geschockt und versuchen , jeder auf seine Weise , mit dem Verlust umzugehen.Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und in Rückblenden erzählt. James hat asiatische Wurzeln und hat Zeit seines Lebens um Anerkennung in der amerikanischen Gesellschaft gekämpft, Marilyns Traum war es Ärztin zu werden . Beide versuchen auf unterschiedliche Weise ihre unerfüllten Wünsche auf Lydia zu übertragen , was jedoch misslingt. Nath und Hannah fühlen sich von ihren Eltern nicht beachtet , worunter sie sehr leiden. Der Autorin ist es auf hervorragende Weise gelungen ,eine Familiengeschichte und einen Gesellschaftsroman zu verbinden.Er bietet dem Leser reichlich Gelegenheit zum Nachdenken auch bezüglich auf das eigene Verhalten. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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fantastische Geschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Belm am 06.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dass es sich bei dem Buch " Was ich euch nicht erzählte " von Celeste Ng um ein Debüt handelt, mag man nicht glauben, denn es ist scharfsinnig, wortgewaltig und absolut süchtig machend. Das Buch ist in den Jahren 1950- 1970 angesiedelt, einer Zeit in der noch Unterschiede bei... Dass es sich bei dem Buch " Was ich euch nicht erzählte " von Celeste Ng um ein Debüt handelt, mag man nicht glauben, denn es ist scharfsinnig, wortgewaltig und absolut süchtig machend. Das Buch ist in den Jahren 1950- 1970 angesiedelt, einer Zeit in der noch Unterschiede bei den Einwanderern gemacht wurden,.Die Asiaten standen dabei auf der unteren Stufen der Leiter und gerade um eine solche Familie handelt es sich in diesem Buch. James und Marilyn Lee haben sich auf der Uni kennengelernt, er Dozent und sie noch mit der Hoffnung getragen , irgendwann Ärztin zu werden James, Einwanderer der zweiten Generation und voller schlechter Erfahrungen aufgrund seines Migrationshintergrundes. Sie lernen sich kennen und lieben und eine Schwangerschaft setzt allen Karrierechancen Marilyns ein Riegel vor. Die beiden bekommen drei Kinder und arrangieren sich in ihren Leben, doch sie versuchen ihre schlechte Erfahrungen und Zukunftswünsche auf ihre Kinder zu übertragen. Dabei ist interessant zu sehen, welche Familienkonstellation sich dabei herauskristallisiert. Doch eines Tages kommt ihre älteste Tochter Lydia nicht nach Hause und bei den Nachforschungen nach ihrem Verbleib, erfahren die Eltern und der Leser, dass Lydias Leben ganz anders war, als vermeintlich angenommen. In einer fabelhaften und eindringlichen Sprache schildert das Buch die Geschichte einer amerikanischen Mittelstandsfamilie in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es gibt abgesehen von der gegenwärtigen Suche nach Marilyn immer wieder Rückblicke auf die Geschichte der Familienmitglieder. Mit scharfem Blick für das Wesentliche beschreibt die Autorin , wie Angst, Unsicherheit, aber auch verpasste Chancen ein Familienleben beeinflussen können. Celeste Ng schreibt ruhig,flüssig und eindringlich,sodass ich mich sehr schlecht dem Sog dieses Buches entziehen konnte.Ihr Figuren sind lebendig, überzeugend und psychologisch bestens ausgearbeitet.

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Ein wahres Meisterwerk der Erzählkunst
von MrsAmy am 05.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

„Lydia ist tot.“ Mit diesem eindrücklichen Satz beginnt der Roman „Was ich euch nicht erzählte“ von Celeste Ng. Gleich zu Beginn wird so deutlich, dass es sich nicht um eine normale Vermisstenstory handelt, bei der man bis zuletzt hoffen und bangen kann, ob die Verschwundene nicht doch wieder auftaucht.... „Lydia ist tot.“ Mit diesem eindrücklichen Satz beginnt der Roman „Was ich euch nicht erzählte“ von Celeste Ng. Gleich zu Beginn wird so deutlich, dass es sich nicht um eine normale Vermisstenstory handelt, bei der man bis zuletzt hoffen und bangen kann, ob die Verschwundene nicht doch wieder auftaucht. Alle Hoffnungen sind zerstört und in den Mittelpunkt rücken die Fragen: Wie und warum konnte es zu diesem Unglück kommen? Wo liegen die Ursachen? In ihrem Roman zeichnet Celeste Ng ein meisterhaftes Porträt einer anfänglich perfekt scheinenden Familie im Amerika der beginnenden 1980er Jahre: der Lees. Vater James – Amerikaner und Sohn chinesischer Einwanderer – ist als Universitätsprofessor an einem kleineren College tätig. Seine Frau Marylin kümmert sich um den Haushalt und ihre drei Kinder. Dabei wollte sie als junge Frau, gegen alle Widerstände der Zeit, Ärztin werden, entschied sich aber letztlich doch für die Familie. Nathan, ihr ältester Sohn, interessiert sich vor allem für Astronomie und wird bald ein Studium in Harvard beginnen. Hannah, die Jüngste, wird kaum von ihren Geschwistern und Eltern wahrgenommen. Sie ist wie ein stiller Schatten, versteht es aber meisterlich zu beobachten und die stillen Schwingungen innerhalb der Familie wahrzunehmen. Und dann ist da noch Lydia: das Lieblingskind der Eltern, gerade 16 Jahre alt geworden. Nach außen scheint alles perfekt zu sein, doch vor allem James und Marylin hadern und das Verschwinden Lydias, wenig später ihr tot, reißt Gedanken auf, von denen beide dachten, sie wären längst verstummt … Ng zeigt in ihrem Roman meisterhaft, wie viel unter der Oberfläche schwellen kann und wohin es führt, wenn Menschen Wichtiges ungesagt lassen. Was passiert, wenn wir nur in Annahmen leben, was der andere denkt und will, wenn wir uns selbst unterdrücken. Die Handlung geschieht in zwei Erzählsträngen: Einerseits entführt sie den Leser in die Vergangenheit vor dem Unglück, andererseits in die Gegenwart nach dem Verschwinden Lydias. Die Charaktere sind allesamt klar umrissen und während man mit dem Leben von James, Marylin, Lydia und Nathan hadert, entwickelt sich vor allem eine zarte Verbundenheit zur kleinen Hannah, die im Gegensatz zu den anderen ein Gespür für das Ungesagte hat, gerade weil sie eigentlich nie von der Familie wahrgenommen wird. Seite um Seite versteht der Leser immer mehr, wie es zu dem Unglück kommen konnte, welche ungesagten Dinge vorausgegangen sind und welches Leid sie letztlich in jedem Einzelnen auslösen. Vielleicht ist dieser Roman auch eine Mahnung, mehr seinem Innersten Ausdruck zu verleihen? Dies zumindest ist ein schöner Gedanke, bei all dem Bedrückenden, was hier offengelegt wird. „Was ich euch nicht erzählte“ muss in jedem Fall zu den ganz großen Romanen 2016 gezählt werden. Ein wahres Meisterwerk der Erzählkunst!

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fantastische Geschichte
von Marita Robker-Rahe aus Belm am 02.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dass es sich bei dem Buch " Was ich euch nicht erzählte " von Celeste Ng um ein Debüt handelt, mag man nicht glauben, denn es ist scharfsinnig, wortgewaltig und absolut süchtig machend. Das Buch ist in den Jahren 1950- 1970 angesiedelt, einer Zeit in der noch Unterschiede bei den... Dass es sich bei dem Buch " Was ich euch nicht erzählte " von Celeste Ng um ein Debüt handelt, mag man nicht glauben, denn es ist scharfsinnig, wortgewaltig und absolut süchtig machend. Das Buch ist in den Jahren 1950- 1970 angesiedelt, einer Zeit in der noch Unterschiede bei den Einwanderern gemacht wurden,.Die Asiaten standen dabei auf der unteren Stufen der Leiter und gerade um eine solche Familie handelt es sich in diesem Buch. James und Marilyn Lee haben sich auf der Uni kennengelernt, er Dozent und sie noch mit der Hoffnung getragen , irgendwann Ärztin zu werden James, Einwanderer der zweiten Generation und voller schlechter Erfahrungen aufgrund seines Migrationshintergrundes. Sie lernen sich kennen und lieben und eine Schwangerschaft setzt allen Karrierechancen Marilyns ein Riegel vor. Die beiden bekommen drei Kinder und arrangieren sich in ihren Leben, doch sie versuchen ihre schlechte Erfahrungen und Zukunftswünsche auf ihre Kinder zu übertragen. Dabei ist interessant zu sehen, welche Familienkonstellation sich dabei herauskristallisiert. Doch eines Tages kommt ihre älteste Tochter Lydia nicht nach Hause und bei den Nachforschungen nach ihrem Verbleib, erfahren die Eltern und der Leser, dass Lydias Leben ganz anders war, als vermeintlich angenommen. In einer fabelhaften und eindringlichen Sprache schildert das Buch die Geschichte einer amerikanischen Mittelstandsfamilie in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Es gibt abgesehen von der gegenwärtigen Suche nach Marilyn immer wieder Rückblicke auf die Geschichte der Familienmitglieder. Mit scharfem Blick für das Wesentliche beschreibt die Autorin , wie Angst, Unsicherheit, aber auch verpasste Chancen ein Familienleben beeinflussen können. Celeste Ng schreibt ruhig,flüssig und eindringlich,sodass ich mich sehr schlecht dem Sog dieses Buches entziehen konnte.Ihr Figuren sind lebendig, überzeugend und psychologisch bestens ausgearbeitet. Für mich ist dieses Buch eines der besten Bücher , die ich in diesem Jahr gelesen habe

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Eindringliche Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 31.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau... Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau Marilyn, musste ihr Medizinstudium der Kinder Willen abbrechen und möchte nun Lydia auf diesen Weg gehen sehen. Sie wollte nie wie ihre Mutter werden, die ihre wichtigste Aufgabe darin sah eine gute Hausfrau und umsorgende Ehefrau zu sein. Lydias älterer Bruder Nath, intelligent und naturwissenschaftlich begabt, träumt von Harvard, steht aber immer hinter Lydia. Ihre jüngere Schwester Hannah ist viel sich selbst überlassen und beobachtet das Leben ihrer Familie. Lydia selbst hat Angst dass ihre Familie zerfällt und versucht den Erwartungen gerecht zu werden. Und dann ist da noch der zwielichtige Nachbarssohn Jack. Dieses Buch ist kein Krimi, sondern eine sehr emotionale Familiengeschichte einer anscheinend intakten Familie, in der Träume projektziert und Erwartungen bestehen, aber niemand traut sich offen darüber zu reden. So entsteht ein eindringlicher Roman über Geschlechtsrollen, geplatzte Träume, Sehnsüchte und zu große Erwartungen.

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Eindringliche Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 31.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau... Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau Marilyn, musste ihr Medizinstudium der Kinder Willen abbrechen und möchte nun Lydia auf diesen Weg gehen sehen. Sie wollte nie wie ihre Mutter werden, die ihre wichtigste Aufgabe darin sah eine gute Hausfrau und umsorgende Ehefrau zu sein. Lydias älterer Bruder Nath, intelligent und naturwissenschaftlich begabt, träumt von Harvard, steht aber immer hinter Lydia. Ihre jüngere Schwester Hannah ist viel sich selbst überlassen und beobachtet das Leben ihrer Familie. Lydia selbst hat Angst dass ihre Familie zerfällt und versucht den Erwartungen gerecht zu werden. Und dann ist da noch der zwielichtige Nachbarssohn Jack. Dieses Buch ist kein Krimi, sondern eine sehr emotionale Familiengeschichte einer anscheinend intakten Familie, in der Träume projektziert und Erwartungen bestehen, aber niemand traut sich offen darüber zu reden. So entsteht ein eindringlicher Roman über Geschlechtsrollen, geplatzte Träume, Sehnsüchte und zu große Erwartungen.

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Eindringliche Familiengeschichte
von einer Kundin/einem Kunden aus Linnich am 31.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau... Ende der 70-er Jahre wird in einer amerikanischen Kleinstadt die 16-jährige Lydia Lee vermisst und schon bald tot am See aufgefunden. War es Mord oder Selbstmord? Jedes Familienmitglied kommt zu Wort, einschließlich Lydia selbst. James, Lydias Vater, chinesisch-stämmiger Amerikaner und Universitätsprofessor, leidet unter dem latenten Rassismus. Seine Frau Marilyn, musste ihr Medizinstudium der Kinder Willen abbrechen und möchte nun Lydia auf diesen Weg gehen sehen. Sie wollte nie wie ihre Mutter werden, die ihre wichtigste Aufgabe darin sah eine gute Hausfrau und umsorgende Ehefrau zu sein. Lydias älterer Bruder Nath, intelligent und naturwissenschaftlich begabt, träumt von Harvard, steht aber immer hinter Lydia. Ihre jüngere Schwester Hannah ist viel sich selbst überlassen und beobachtet das Leben ihrer Familie. Lydia selbst hat Angst dass ihre Familie zerfällt und versucht den Erwartungen gerecht zu werden. Und dann ist da noch der zwielichtige Nachbarssohn Jack. Dieses Buch ist kein Krimi, sondern eine sehr emotionale Familiengeschichte einer anscheinend intakten Familie, in der Träume projektziert und Erwartungen bestehen, aber niemand traut sich offen darüber zu reden. So entsteht ein eindringlicher Roman über Geschlechtsrollen, geplatzte Träume, Sehnsüchte und zu große Erwartungen.

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Eindringliches Psychogramm einer Familie
von anushka am 06.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ohio, 1977: Die 16-jährige Lydia Lee ist tot. Das erfährt man bereits auf den ersten Seiten dieses Buches. Doch was ist passiert? War es Selbstmord? Mord? Ein Unfall? Warum schweigt Jack, der Junge, mit dem Lydia in den Monaten vor ihrem Tod sehr viel Zeit verbracht hat? Jedes einzelne... Ohio, 1977: Die 16-jährige Lydia Lee ist tot. Das erfährt man bereits auf den ersten Seiten dieses Buches. Doch was ist passiert? War es Selbstmord? Mord? Ein Unfall? Warum schweigt Jack, der Junge, mit dem Lydia in den Monaten vor ihrem Tod sehr viel Zeit verbracht hat? Jedes einzelne der Familienmitglieder hat schwer zu kämpfen mit Lydias Tod und geht anders damit um. Aber sie alle reflektieren über die Vergangenheit und ihre Zeit mit Lydia und schon bald wird dem Leser klar: jedes Familienmitglied hat seine eigenen Geheimnisse und auch Lydia, zurückhaltende und gehorsame Tochter und gute Schülerin hat Dinge verborgen. "Was ich euch nicht erzählte" ist kein Thriller, sondern, wie der Buchumschlag schon sagt, ein Roman. Dementsprechend lebt das Buch nicht von atemberaubender Spannung, sondern zeichnet ein Psychogramm einer Familie und ihrer einzelnen Teile. Middleton in Ohio ist eine kleine Stadt und die Lees sind so ziemlich die einzige amerikanisch-chinesische Familie dort. Ende der 1970er Jahre ist das kein einfaches Los, auch wenn der Vater James bereits in der zweiten Generation in den USA lebt und ein Universitätsdozent ist. Doch so richtig wurde er nie angenommen und akzeptiert, sondern bleibt immer ein Außenseiter. Die Mutter Marilyn dagegen war auf dem besten Weg, Ärztin zu werden. Doch in den 1950ern und 1960ern wurden Frauen dafür noch belächelt. Und wenn sie dann geheiratet hatten, kam es sowieso nicht mehr in Frage. Die Lees hatten durch die Generationen hinweg kein leichtes Leben. Sehr eindringlich schildert die Autorin, wie der Ballast der Eltern alle Familienmitglieder zu ersticken droht. James wünscht sich nichts mehr, als dass seine Kinder integriert und beliebt sind und viele Freunde haben. Marilyn dagegen legt viel Wert darauf, dass auch ein Mädchen alles sein kann, was sie möchte. Und das bedeutet für sie vor allem: Ärztin. Die Figuren sind realistisch und glaubhaft, auch wenn sie nicht immer mögenswert sind. Sie bleiben trotz allem menschlich und ihr Handeln vor dem dargestellten Hintergrund immer nachvollziehbar. Der Familie zuzusehen, wie sie mit dem Verlust kämpft und an ihm zu brechen droht, war ergreifend und Mitgefühl erregend, obwohl die Autorin nicht "auf die Tränendrüse drückt". Vielmehr wird die Schockstarre der Familienmitglieder greifbar. Letztendlich erfährt nur der Leser, was wirklich passiert ist und diese Wendung fand ich durchaus überraschend und "schockierend", weil es absolut realistisch war und ich mir so etwas im realen Leben auch vorstellen könnte. Die Autorin vermag eindringlich und überzeugend darzustellen, wie leicht Missverständnisse und Fehlinterpretationen entstehen und eine Familie erschüttern können. Sie zeichnet wunderbar nach, wie der Ballast der Eltern die Kinder oder nachfolgende Generationen generell belastet. "Was ich euch nicht erzählte" ist die gelungene Sektion einer Familie hinter der Fassade, die keine Thrillerhandlung oder Rührseligkeit braucht, um spannend und ergreifend zu sein.

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Dieses Buch macht deutlich, wie wichtig Kommunikation ist!
von einer Kundin/einem Kunden aus Steyerberg am 03.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch spielt zwar in den 70-er Jahren in den USA, aber es ist hochaktuell! Eines Morgens erscheint die 16 Jahre alte Lydia nicht zum Frühstück, in ihrem Zimmer ist sie nicht. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Sie wird tot in einem See in der Nähe gefunden. Auf... Dieses Buch spielt zwar in den 70-er Jahren in den USA, aber es ist hochaktuell! Eines Morgens erscheint die 16 Jahre alte Lydia nicht zum Frühstück, in ihrem Zimmer ist sie nicht. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Sie wird tot in einem See in der Nähe gefunden. Auf der einen Seite sieht es nach Selbstmord aus, auf der anderen Seite ist die Mutter davon überzeugt, dass ihre Tochter so etwas nicht tun würde. Nach und nach werden die Probleme, die jedes einzelne Familienmitglied hat, sehr deutlich. Lydias Großeltern väterlicherseits sind aus China eingewandert. Lydias Mutter ist amerikanischer Abstammung. Nach außen ist das Anderssein von James und seinen Kindern deutlich zu erkennen. James hat sich mit dem Anderssein arrangiert, bereits in seiner Kindheit war er ein Außenseiter und das hat sich auch nie grundlegend geändert. Er versucht, dass es seiner Tochter anders ergeht. Aber sehr schnell wird deutlich, dass Lydia keine Freunde hat und sie Ähnliches erleben muss, wie ihr Vater. Als die Eltern heiraten, treffen sie eine folgenschwere Entscheidung: Sie würden immer nach vorne schauen und nie zurück. Damit war der Grundstein gelegt, dass die wirklichen Probleme nie thematisiert wurden. Dieser Roman überzeugt durch einen großartigen Schreibstil und einer sehr mitfühlenden Erzählweise. Dieser Roman macht auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, dass man offen miteinander umgehen sollte und gerade auch in der Familie Probleme thematisiert werden sollten und auch dass Schwächen akzeptiert und zugelassen werden.

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Dieses Buch macht deutlich, wie wichtig Kommunikation ist!
von einer Kundin/einem Kunden aus Steyerberg am 03.07.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch spielt zwar in den 70-er Jahren in den USA, aber es ist hochaktuell! Eines Morgens erscheint die 16 Jahre alte Lydia nicht zum Frühstück, in ihrem Zimmer ist sie nicht. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Sie wird tot in einem See in der Nähe gefunden. Auf... Dieses Buch spielt zwar in den 70-er Jahren in den USA, aber es ist hochaktuell! Eines Morgens erscheint die 16 Jahre alte Lydia nicht zum Frühstück, in ihrem Zimmer ist sie nicht. Sie scheint spurlos verschwunden zu sein. Sie wird tot in einem See in der Nähe gefunden. Auf der einen Seite sieht es nach Selbstmord aus, auf der anderen Seite ist die Mutter davon überzeugt, dass ihre Tochter so etwas nicht tun würde. Nach und nach werden die Probleme, die jedes einzelne Familienmitglied hat, sehr deutlich. Lydias Großeltern väterlicherseits sind aus China eingewandert. Lydias Mutter ist amerikanischer Abstammung. Nach außen ist das Anderssein von James und seinen Kindern deutlich zu erkennen. James hat sich mit dem Anderssein arrangiert, bereits in seiner Kindheit war er ein Außenseiter und das hat sich auch nie grundlegend geändert. Er versucht, dass es seiner Tochter anders ergeht. Aber sehr schnell wird deutlich, dass Lydia keine Freunde hat und sie Ähnliches erleben muss, wie ihr Vater. Als die Eltern heiraten, treffen sie eine folgenschwere Entscheidung: Sie würden immer nach vorne schauen und nie zurück. Damit war der Grundstein gelegt, dass die wirklichen Probleme nie thematisiert wurden. Dieser Roman überzeugt durch einen großartigen Schreibstil und einer sehr mitfühlenden Erzählweise. Dieser Roman macht auch sehr deutlich, wie wichtig es ist, dass man offen miteinander umgehen sollte und gerade auch in der Familie Probleme thematisiert werden sollten und auch dass Schwächen akzeptiert und zugelassen werden.

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