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Was ich noch sagen wollte

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Sieben Jahre nach Ausser Dienst legt Helmut Schmidt jetzt ein neues eigenes Buch vor. Seine Ausgangsfrage lautet: Brauchen wir heute noch Vorbilder, und wenn ja, zu welchen Zielen sollen sie uns anleiten? Schmidt erzählt von Menschen, die ihn prägten und an deren Beispiel er sich bis heute orientiert.
Politik ist pragmatisches Handeln zu sittlichen Zwecken, hat Helmut Schmidt einmal gesagt. Weil er stets pragmatisch handelte, hat man ihm früh das Etikett des "Machers" angeheftet. Dass seiner Politik aber immer ein strenges sittliches Koordinatensystem zugrunde lag, ahnten die wenigsten. Und die Bezugsgrössen in Schmidts ethischer Grundorientierung sind unverrückbar geblieben. Die frühe Lektüre von Mark Aurel und Cicero, die Beschäftigung mit Kant und Weber, die Vertiefung in die Philosophie Karl Poppers sind entscheidende Wegmarken in der Entwicklung eines Politikers, der den Wählern nie nach dem Mund redete. Ob Schmidt berichtet, wie sich ihm in Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Sadat die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam erschlossen oder wie in den Begegnungen mit Deng Xiaoping das System des Konfuzianismus bestätigt wurde: Im Mittelpunkt steht stets die persönliche Faszination. Im einleitenden Kapitel "Frühe Prägungen" schreibt Schmidt über seine Schulzeit, über acht Jahre als Soldat - und über seine Frau Loki.
Rezension
"Unsere Zigaretten müssen wir jetzt allein rauchen. In 'Was ich noch sagen wollte' hat Helmut Schmidt immerhin ein paar ewige Wahrheiten hinterlassen."
Literatur Spiegel, Dez 15/Jan 16
"Eine sehr persönliche Bilanz."
dpa, 10. März 2015
"Wie immer präzise, auf den Punkt und: interessant. Das kann man nicht von jedem Politikerbuch sagen."
Antje Deistler, WDR 2, 5. März 2015
"Handfest, hilfreich und höchst nachdenkenswert."
Goslarsche Zeitung, 18. März 2015
"Bewegend."
Börsenblatt, 19. März 2015
"Eine Lebensbilanz."
Guido Schulenberg, Radio Bremen, 27. März 2015
Portrait
Helmut Schmidt, geboren 1918 in Hamburg, 1961 - 1965 Innensenator in Hamburg, 1966 - 1969 Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag, 1969 - 1972 Verteidigungsminister, 1972 Bundeswirtschafts- und Finanzminister, 1972 - 1974 Bundesfinanzminister, war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt war er Mitherausgeber der Wochenzeitung 'Die Zeit'. Helmut Schmidt verstarb im November 2015.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 239
Erscheinungsdatum 18.01.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-67612-3
Verlag C. H. Beck
Maße (L/B/H) 216/137/25 mm
Gewicht 365
Abbildungen mit 21 Abbildungen
Auflage 4. Auflage, Nachdruck der 2. durchges. Auflage 2015.
Verkaufsrang 20.290
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Kundenbewertungen


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Ein schöner Abschluss
von einer Kundin/einem Kunden am 13.11.2015

Es ist sehr interessant wie Helmut Schmidt über seine Vorbilder schreibt. Er schreibt aber nicht über sich als Vorbild. Ich kann es nur empfehlen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
3 1
Helmut Schmidts Leben mit Vorbildern
von Hans G. Hilbert aus Berlin-Marzahn am 25.08.2015

In seinem jüngsten Buch schreibt HS über Vorbilder, die ihn in seinem bisherigen Leben begleitet haben. Dabei spannt er den Bogen von seiner Zeit als Schulbub, als Wehrmachtssoldat, als junger Politiker in der Nachkriegszeit, als Mitglied im SDS, als Hamburger Senator, als Bundesminister, als Bundeskanzler und schließlich als Senior.... In seinem jüngsten Buch schreibt HS über Vorbilder, die ihn in seinem bisherigen Leben begleitet haben. Dabei spannt er den Bogen von seiner Zeit als Schulbub, als Wehrmachtssoldat, als junger Politiker in der Nachkriegszeit, als Mitglied im SDS, als Hamburger Senator, als Bundesminister, als Bundeskanzler und schließlich als Senior. Er beschreibt sich als Eklektiker, der sich von den Persönlichkeiten, die er sich als Vorbilder auserkoren hat, das angenommen hat, dass für ihn passte. Er beschreibt Begegnungen mit bekannten Politikern aus aller Welt, die sich zum Teil zu dauernden Freundschaften entwickelten. Er hebt die Bedeutung der Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland und den Konfuzianismus für China hervor. Begin und Sadat waren für ihn wichtige Begegnungen, ebenso wie die Gespräche mit Deng Xiaoping. Der Mitverfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung Jefferson und vor allem deren Text haben ihn sehr beeindruckt. Dabei scheint er zu übersehen, wie Nordamerika besiedelt worden ist und dass die amerikanische Verfassung von Jefferson in ihrem Text dass tatsächliche Vorgehen der Siedler gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern, den Indianern lügenstraft. Genauso schreibt er über Marx in einer Weise, die den Schluss aufdrängt, daß er Marx nicht gelesen oder nicht verstanden hatte. Gern würde ich mehr über seine Ansicht zu Herbert Wehner erfahren. Er beschreibt, was er als für einen Politiker wichtige Handlungsmaxime erachtet: Mut, die Fähigkeit zum Kompromiss, den unbedingten Willen zum Frieden und das Bewusstsein, für die eigenen Entscheidungen stets die Verantwortung zu übernehmen, auch für Folgen, die nicht vorhersehbar waren. HS kann heute mit Fug und Recht als ein weiser Mann bezeichnet werden, der zur heutigen Politik und den Ereignissen des Tages wichtiges zu sagen hat. Man sollte ihm zuhören und über seine Ansichten nachdenken. Dieses Buch ist empfehlenswert. Lesen Sie selbst. Urteilen Sie selbst.

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7 5
Was ich noch sagen wollte
von einer Kundin/einem Kunden aus Salzkotten am 13.10.2015
Bewertet: eBook (ePUB)

Ein sehr angenehm zu lesendes, politisch-biografisches Buch. Ich bereue es nicht, dieses Buch gekauft zu haben. Ich habe es als eine angenehm persönliche, aber ausreichend distanzierte Erzählung empfunden. Zu empfehlen!

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