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Was ich noch sagen wollte

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Politik ist pragmatisches Handeln zu sittlichen Zwecken, hat Helmut Schmidt einmal gesagt. Weil er stets pragmatisch handelte, hat man ihm früh das Etikett des "Machers" angeheftet. Dass seiner Politik aber immer ein strenges sittliches Koordinatensystem zugrunde lag, ahnten die wenigsten. Und die Bezugsgrössen in Schmidts ethischer Grundorientierung sind unverrückbar geblieben. Die frühe Lektüre von Mark Aurel und Cicero, die Beschäftigung mit Kant und Weber, die Vertiefung in die Philosophie Karl Poppers sind entscheidende Wegmarken in der Entwicklung eines Politikers, der den Wählern nie nach dem Mund redete. Ob Schmidt berichtet, wie sich ihm in Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Sadat die gemeinsamen Wurzeln von Judentum, Christentum und Islam erschlossen oder wie in den Begegnungen mit Deng Xiaoping das System des Konfuzianismus bestätigt wurde: Im Mittelpunkt steht stets die persönliche Faszination. In einem einleitenden Kapitel "Frühe Prägungen" schreibt Schmidt über seine Schulzeit; er erinnert sich an seine acht Jahre als Soldat der Wehrmacht, und er hält Rückschau auf 68 Jahre des gemeinsamen Lebens mit seiner Frau Loki.
Portrait
Helmut Schmidt, Jahrgang 1918, wurde in Hamburg geboren, war von 1974 bis 1982 Bundeskanzler und ist seit 1983 Mitherausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 239, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 03.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783406676130
Verlag C.H.Beck
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
5 Bewertungen
Übersicht
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Was ich noch sagen wollte
von einer Kundin/einem Kunden aus Salzkotten am 13.10.2015

Ein sehr angenehm zu lesendes, politisch-biografisches Buch. Ich bereue es nicht, dieses Buch gekauft zu haben. Ich habe es als eine angenehm persönliche, aber ausreichend distanzierte Erzählung empfunden. Zu empfehlen!

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Was ich noch empfehlen wollte ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 07.09.2016

Die geradlinige und aufrichtige Art ist typisch Helmut Schmidt. Er berichtet über Begegnungen mit bekannten Politikern aus aller Welt, die sich zum Teil zu Freundschaften entwickelten. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!

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0 0
Ein schöner Abschluss
von einer Kundin/einem Kunden am 13.11.2015
Bewertet: gebundene Ausgabe

Es ist sehr interessant wie Helmut Schmidt über seine Vorbilder schreibt. Er schreibt aber nicht über sich als Vorbild. Ich kann es nur empfehlen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
3 1
Helmut Schmidts Leben mit Vorbildern
von Hans G. Hilbert aus Berlin-Marzahn am 25.08.2015
Bewertet: Buch (gebunden)

In seinem jüngsten Buch schreibt HS über Vorbilder, die ihn in seinem bisherigen Leben begleitet haben. Dabei spannt er den Bogen von seiner Zeit als Schulbub, als Wehrmachtssoldat, als junger Politiker in der Nachkriegszeit, als Mitglied im SDS, als Hamburger Senator, als Bundesminister, als Bundeskanzler und schließlich als Senior.... In seinem jüngsten Buch schreibt HS über Vorbilder, die ihn in seinem bisherigen Leben begleitet haben. Dabei spannt er den Bogen von seiner Zeit als Schulbub, als Wehrmachtssoldat, als junger Politiker in der Nachkriegszeit, als Mitglied im SDS, als Hamburger Senator, als Bundesminister, als Bundeskanzler und schließlich als Senior. Er beschreibt sich als Eklektiker, der sich von den Persönlichkeiten, die er sich als Vorbilder auserkoren hat, das angenommen hat, dass für ihn passte. Er beschreibt Begegnungen mit bekannten Politikern aus aller Welt, die sich zum Teil zu dauernden Freundschaften entwickelten. Er hebt die Bedeutung der Beziehung zwischen Frankreich und Deutschland und den Konfuzianismus für China hervor. Begin und Sadat waren für ihn wichtige Begegnungen, ebenso wie die Gespräche mit Deng Xiaoping. Der Mitverfasser der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung Jefferson und vor allem deren Text haben ihn sehr beeindruckt. Dabei scheint er zu übersehen, wie Nordamerika besiedelt worden ist und dass die amerikanische Verfassung von Jefferson in ihrem Text dass tatsächliche Vorgehen der Siedler gegenüber den amerikanischen Ureinwohnern, den Indianern lügenstraft. Genauso schreibt er über Marx in einer Weise, die den Schluss aufdrängt, daß er Marx nicht gelesen oder nicht verstanden hatte. Gern würde ich mehr über seine Ansicht zu Herbert Wehner erfahren. Er beschreibt, was er als für einen Politiker wichtige Handlungsmaxime erachtet: Mut, die Fähigkeit zum Kompromiss, den unbedingten Willen zum Frieden und das Bewusstsein, für die eigenen Entscheidungen stets die Verantwortung zu übernehmen, auch für Folgen, die nicht vorhersehbar waren. HS kann heute mit Fug und Recht als ein weiser Mann bezeichnet werden, der zur heutigen Politik und den Ereignissen des Tages wichtiges zu sagen hat. Man sollte ihm zuhören und über seine Ansichten nachdenken. Dieses Buch ist empfehlenswert. Lesen Sie selbst. Urteilen Sie selbst.

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7 5
von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Gewohnt nüchtern spricht Schmidt über persönliche und politische Vorbilder und wirkt dabei sympathisch selbstkritisch. Ein gelungenes Werk eines bewundernswerten Mannes.

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