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Wer die Nachtigall stört ...

Roman

(2)
Die Geschwister Scout und Jem Finch wachsen in einer äusserlich idyllischen Welt heran: im (fiktiven) Örtchen Maycomb, Alabama, inmitten weisser Villen und tropischer Bäume. Erzogen von ihrem Vater Atticus, einem menschenfreundlichen Anwalt.
Doch die Idylle trügt, durch die alte Gesellschaft des Südens ziehen sich tiefe Risse: zwischen Schwarz und Weiss, zwischen Arm und Reich. Als Scouts Vater die Verteidigung eines schwarzen Landarbeiters übernimmt, der angeblich ein weisses Mädchen vergewaltigt hat, erfährt die Achtjährige staunend, dass die Welt viel komplizierter ist, als sie angenommen hat. Tapfer versucht sie, die demokratischen Gerechtigkeitsideale ihres Vaters gegen alle Anfechtungen hochzuhalten, und gerät selbst in Gefahr …
Unvermindert aktuell: ein Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen.
Portrait
Harper Lee, geboren 1926 in Monroeville, studierte Jura an der University of Alabama, zog nach New York und begann zu schreiben. Sie war befreundet mit Truman Capote, der ihr Kindheitsfreund war und dem sie bei den Recherchen für «Kaltblütig» half. Nach dem Welterfolg ihres in 40 Sprachen übersetzten Romans «Wer die Nachtigall stört…», für den sie 1961 den Pulitzerpreis erhielt, zog sie sich aus dem literarischen Leben und weitgehend auch aus der Öffentlichkeit zurück. 2015 wurde eine frühe Manuskriptfassung von «Wer die Nachtigall stört …» gefunden und publiziert, die 50 Jahre lang als verschollen galt. Harper Lee starb 2016 in ihrer Heimatstadt Monroeville in Alabama.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 464
Erscheinungsdatum 22.07.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-27157-1
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 188/125/30 mm
Gewicht 350
Originaltitel To Kill a Mockingbird
Auflage 2
Verkaufsrang 12.394
Buch (Taschenbuch)
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Eine verklärte Kindheit in den Südstaaten
von einer Kundin/einem Kunden am 01.10.2016

Im kleinen Südstaatenstädtchen Maycomb wachsen die Geschwister Scout und Jem auf. Charles Baker Harris, von allen nur Dill genannt, ist ihr bester Freund. Sie verbringen ihre Zeit in relativer Freiheit und in der Natur. Die Idylle der Kleinstadt endet, als der Vater von den Geschwistern, Atticus Finch der Abgeordneter... Im kleinen Südstaatenstädtchen Maycomb wachsen die Geschwister Scout und Jem auf. Charles Baker Harris, von allen nur Dill genannt, ist ihr bester Freund. Sie verbringen ihre Zeit in relativer Freiheit und in der Natur. Die Idylle der Kleinstadt endet, als der Vater von den Geschwistern, Atticus Finch der Abgeordneter und Anwalt ist, einen heiklen Fall übernimmt: Ein junger schwarzer Mann, soll angeblich eine weiße Frau angegriffen haben. Im rassistisch geprägten Süden der USA beginnt eine beispiellose Vorverurteilung und Hetze. Mittendrin die Familie Finch. Der Rowohlt Verlag hat - Wer die Nachtigall stört - in einer überarbeiteten und neuen Übersetzung herausgebracht. Zeitgleich ist er mit dem Überraschungsroman im DVA Verlag - Geh hin und stell einen Wächter - aus der Feder derselben Autorin, Harper Lee, erschienen und war bis dahin war es auch das einzige Buch, dass die mittlerweile verstorbene Schriftstellerin geschrieben hat. 40 Jahre nach dem Verfassen des Manuskripts wurde es wiedergefunden und nun endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Manch ein Leser sieht auch viel biografisches in dieser Erzählung und dem geneigten Leser meiner Rezensionen möchte ich nicht etwas anderes verraten: Harper Lee war eine Jugendfreundin von Truman Capote und manch böse Zunge behauptet sogar, dass sie gar nicht schreiben könne und der mit vielen Auszeichnungen überhäufte Roman eigentlich von ihm ist. Ein Brief von Truman Capote soll beweisen, dass nichts an diesem Gerücht dran sein soll. Ähnlichkeiten des Erzählstils sagen nichts aus, die beiden Schriftsteller könnten sich auch gegenseitig in ihrer Kreativität befruchtet haben. Nach dem Erfolg ihres Buches, gingen allerdings beide getrennte Wege. Harper Lee zog sich aus der Öffentlichkeit beinahe komplett zurück und Truman Capote reifte zum Skandalautor seiner Zeit. Auf alle Fälle liegt der zweite Roman von Harper Lee auf meinen SuB und ich bin darauf schon sehr gespannt. Aber zurück zum eigentlichen Thema: Wer die Nachtigall stört. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der jungen Scout und man fühlt sich regelrecht in die 30er Jahre des vorigen Jahrhunderts versetzt. Durch die kindliche und teils naive Sichtweise bekommt der Roman eine gewisse Leichtigkeit in der Erzählung, obwohl er den Leser mit einem schwerwiegendem Thema konfrontiert, dem Rassismus. Auch heute noch ist der Roman in den USA, in konservativen Kreisen sehr verpönt ist nichtsdestotrotz zu einem wichtigen Instrument der Bürgerrechtsbewegung geworden. Wer weiß wie die Welt aussehen würde, hätte es diesen Roman nie gegeben. Aber es ist nicht nur ein politischer Roman, sondern zeigt auch ein romantisiertes Bild der Südstaaten und zeigt ein verklärtes Bild einer anscheinend wohlbehüteten Kindheit (=sieht man von dem rassistisch geprägten Gerichtsverhandlung ab). Manchmal hab ich mich auch an Mark Twains Tom Sawyer und Huckleberry Finn erinnert. Anfang der 60er Jahre wurde der Film mit Gregory Peck in der Hauptrolle verfilmt und ich kann mich dunkel daran erinnern, ihn in meiner Kindheit gesehen zu haben. Was man nun von diesem Roman hält, er gehört für mich auf alle Fälle zur klassischen amerikanischen Literatur, die man gelesen haben sollte.

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zeitloser Klassiker
von einer Kundin/einem Kunden am 17.08.2016

1960 wurde „Wer die Nachtigall stört“ veröffentlicht und seitdem in über 40 Sprachen übersetzt. Nicht umsonst erfreut sich dieses Buch seiner vielen Auflagen- die Themen welche von Lee angeschnitten werden sind genauso aktuell wie zur Zeit der Veröffentlichung. Als Leser wird man von der sympathischen Scout durch das Buch geführt... 1960 wurde „Wer die Nachtigall stört“ veröffentlicht und seitdem in über 40 Sprachen übersetzt. Nicht umsonst erfreut sich dieses Buch seiner vielen Auflagen- die Themen welche von Lee angeschnitten werden sind genauso aktuell wie zur Zeit der Veröffentlichung. Als Leser wird man von der sympathischen Scout durch das Buch geführt und trotz sehr ernster Themen, wird immer eine kindliche Leichtigkeit bewahrt. Dies kann natürlich auch an der Übersetzung liegen, die für manche wohl etwas „frei“ erscheinen mag- mir persönlich hat sie sehr gut gefallen.

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Wie aktuell dieser Roman ist ! ! !
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 22.07.2015
Bewertetes Format: Buch (gebunden)

Gerade habe ich mal wieder von Harper Lee "Wer die Nachtigall stört" gelesen und bin wieder genauso verzaubert von diesem Buch wie vor etwa 45 Jahren! Das hätte ich nicht gedacht. Erzählt wird die Geschichte der Kinder Scout und Jem, die mit ihrem Sommerfreund Dill (dahinter verbirgt sich der... Gerade habe ich mal wieder von Harper Lee "Wer die Nachtigall stört" gelesen und bin wieder genauso verzaubert von diesem Buch wie vor etwa 45 Jahren! Das hätte ich nicht gedacht. Erzählt wird die Geschichte der Kinder Scout und Jem, die mit ihrem Sommerfreund Dill (dahinter verbirgt sich der junge Truman Capote) nicht nur "verrückte" Spiele spielen. Sondern als ihr Vater die Verteidigung eines Schwarzen übernimmt, der der Vergewaltigung einer Weißen angeklagt ist, plötzlich in der bittersten und beängstigendsten Realität landen. Besonders beklemmend wird dieses Buch für mich, wenn ich nicht nur an die Konflikte in Amerika früher und heute denke, sondern genauso an die brennenden Flüchtlingsheime in Deutschland in den neunziger Jahren und heute. Ganz zu schweigen von dem NSU-Prozess. Wie würden sich Scout, Jem und ihr Vater Atticus hier und heute verhalten? Oder anders gefragt, wie erklären wir unseren Kindern die Welt heute? Hat sich irgendetwas geändert? Oder sind wir noch genauso verbohrt und in Vorurteilsschubladen gefangen, wie die Erwachsenen in diesem großartigen Roman?

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Ein wundervoller Klassiker
von Kerstin Stutzke aus Berlin am 17.01.2016
Bewertetes Format: Buch (gebundene Ausgabe)

Das Leben in Maycomb, Alabama, ist eher ruhig und gediegen. In diesem County gibt es viele Farmer und wenig Wirtschaft, doch die meisten haben ein bescheidenes Einkommen und ziehen in diesem fast ländlichen Idyll ihre Kinder groß. Eines dieser Kinder ist die 8-jährige Jean-Louise "Scout" Finch. Sie ist die... Das Leben in Maycomb, Alabama, ist eher ruhig und gediegen. In diesem County gibt es viele Farmer und wenig Wirtschaft, doch die meisten haben ein bescheidenes Einkommen und ziehen in diesem fast ländlichen Idyll ihre Kinder groß. Eines dieser Kinder ist die 8-jährige Jean-Louise "Scout" Finch. Sie ist die Tochter des örtlichen Anwalts Atticus Finch, dessen Familie von jeher einen guten Ruf in Maycomb hat. Komplettiert wird die Familie von Scouts vier Jahre älterem Bruder Jem. Die Mutter der Beiden starb, als die kleine Scout zwei Jahre alt war - seitdem zieht ihr Vater, zusammen mit der Haushälterin, seine Kinder alleine groß. Atticus lässt seinen Kindern eher freie Hand, ist er doch selbst nicht mehr der jüngste und an sich sind seine beide Kinder, gerade im Bezug auf ihr Alter, bereits recht reif. Scout ist ein sehr intelligentes und aufgewecktes Mädchen, hat jedoch in der Schule so ihre lieben Nöte, da sie, sehr zum Leidwesen ihrer Lehrerin, bereits lesen kann und auch nicht auf den Kopf bzw. Mund gefallen ist - was jedoch leider öfter damit endet, dass sie in der Ecke stehen muss. So hatte sie sich das mit der Schule auf jeden Fall nicht vorgestellt und dabei hatte sie sich so drauf gefreut. Doch das gute an der Schule sind auf jeden Fall die Ferien, denn in den Ferien kommt immer Dill (der Neffe einer Nachbarin der Finchs) nach Maycomb und zusammen stellen die drei so einiges an. Ein absolutes Mysterium in Scouts und Jems Augen hingegen ist ihr Nachbar Boo Radley, um den sich einige Gerüchte ranken - doch gesehen haben ihn die Kinder noch nie, denn er verlässt niemals das Haus. Das behütete Leben der Finch-Kinder ist jedoch alsbald zu Ende, als ein Farbiger der Vergewaltigung einer weißen Frau beschuldigt wird. Dass der Farbige, Thomas Robinson, einen sehr guten Ruf genießt, die Familie der weißen Frau hingegen nicht, ist bei diesem Fall nicht von Belang, denn in den 1930ern ist das Recht noch immer auf der Seite der weißen Bevölkerung. Trotz geringer Erfolgsaussichten übernimmt Atticus die Verteidigung von Thomas und er weiß, dass auf ihn und seine Familie schwere Zeiten zukommen werden, denn immerhin verteitigt er, als angesehener Anwalt einen Farbigen, noch dazu, wo das Urteil eigentlich schon im Vorfeld feststeht. Doch wird es Atticus gelingen, seine Mitmenschen zum Umdenken zu bringen? Ein wundervoller Klassiker! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Ich muss gestehen, ich kannte den Film bereits, der auf dem Buch beruht und ging daher mit hohen Erwartungen an dieses Buch heran und was soll ich sagen - ich wurde nicht enttäuscht. Die Figuren wurden authentisch und abwechslungsreich erarbeitet, wobei mir hier besonders die Figuren des Atticus und der kleinen Scout, welche die Erzählerrolle des Buches innehat, ans Herz gewachsen sind. Ich glaube, solch einen integren Mann wie Atticus Finch hätten wir alle gerne in unserem Bekanntenkreis und ein aufgewecktes kleines Mädchen wie Scout, bei ihr weiß man einfach, dass sie ihren Weg gehen wird. Den Schreibstil empfand ich als packend und sehr bildgewaltig erarbeitet, ich konnte mir die Szenen jederzeit vor Augen führen. Abschließend kann ich sagen: Auch wenn man bereits die Verfilmung des Buches kennt, sollte man nicht auf die Lektüre des Buches verzichten!

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Klassische Südstaaten
von NiWa aus Euratsfeld am 14.09.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Die Südstaaten in den 30er-Jahren. Idyllische Sommer, ländlicher Flair und brutaler Rassismus - das ist die Kindheit von Scout, einem achtjährigen Mädchen, das langsam erwachsen werden muss. In den Südstaaten der USA gelten eigene Regeln, wenn es um alteingesessene Familien, gesellschaftliche Moralvorstellungen und schwarze Mitbürger geht. Das muss die achtjährige... Die Südstaaten in den 30er-Jahren. Idyllische Sommer, ländlicher Flair und brutaler Rassismus - das ist die Kindheit von Scout, einem achtjährigen Mädchen, das langsam erwachsen werden muss. In den Südstaaten der USA gelten eigene Regeln, wenn es um alteingesessene Familien, gesellschaftliche Moralvorstellungen und schwarze Mitbürger geht. Das muss die achtjährige Scout erfahren, als ihr Vater Atticus - ein angesehener Rechtsanwalt - für die Rechte eines Schwarzen einsteht, und dabei das halbe Städtchen in Aufregung versetzt. Im Vordergrund steht der Rassismus in den USA wie er in den 30er-Jahren offen gelebt und üblich war. Es geht darum, dass Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe zwar hochoffiziell vom Gesetz gleich zu behandeln sind, es allerdings an der Umsetzung in der Realität mangelt. Es zeigt außerdem, wie sich Menschen in ihrem Denken und Gebaren selbst widersprechen, sich in abstrusen Vorstellungen verlieren, einzeln für Gerechtigkeit einstehen und in der Gruppe dennoch in einen unüberlegten Hordentrieb verfallen, wie es der Wirklichkeit entspricht. „Steht in unseren Gerichtshöfen das Wort eines Weißen gegen das eines Schwarzen, dann gewinnt unweigerlich der Weiße. Das ist eine Tatsache, wenn auch eine sehr hässliche.“ (S. 351) Obwohl dieses Thema so ernst ist, geht es Harper Lee von einer wunderbar lockeren Seite an. Fast nach dem Motto „Kindermund tut Wahrheit kund“ lässt sie den Leser mit der achtjährigen Scout an den Ereignissen teilhaben. Scout lässt sich nichts gefallen. Sie ist vorlaut, altklug und dank ihres nachsichtigen Vaters hat sie einen gesunden Menschenverstand. Sie weiß, wo es lang geht, und hilft auch anderen dabei ihren Weg zu finden. Besonders in der Schule waren einige unterhaltsame Szenen mit Scout und ihrer Lehrerin dabei, die mich oftmals zum Schmunzeln gebracht haben. Außerdem werden Scout noch ihr Bruder Jem und ihr Freund Dill zur Seite gestellt. Zwei Herren, mit denen sie herrliche Sommer verbringt, etliche Mutproben besteht, und den Ernst des Lebens begreift. Zuerst herrscht eine lockere, amüsante Atmosphäre. Die Stimmung ist ausgelassen. Als Leser geht man mit den Kindern gemeinsam die Sommerferien an. Man blüht mit ihnen in dieser herrlichen Unbeschwertheit auf. Nach und nach wird die Stimmung allerdings bedrohlich, weil die Kinder langsam begreifen, dass nicht alle Menschen als gleich betrachtet werden, und viele nicht so ein privilegiertes Leben wie sie genießen können. Außerdem merken sie, dass sich ihr Vater und Rechtsanwalt Atticus einer brenzligen Situation aussetzt. Hier finde ich Scouts unverfälschte Sichtweise auf die Ereignisse wunderbar. Sie nimmt alles so wahr, wie es ist und wie es eigentlich sein sollte. Es ist, als ob man einem Kind sagt, dass es nicht lügen soll, bis es einen selbst bei einer Notlüge ertappt und die ganze Umgebung in Frage stellt. Harper Lee schafft eine erzählerische Dichte, die einen richtig in die Südstaaten zieht. Man spürt die Hitze, sitzt auf der Veranda, freut sich auf ein Stück Kuchen oder schleicht sich durch den Garten der Nachbarin. Es dauert relativ lange bis die Geschichte zu ihrem Kern vorrückt, dennoch habe ich es genossen, so lange Gast in den Südstaaten zu sein. Nur dadurch habe ich ein Gefühl für die dortige und damalige Gesellschaft gekriegt und außerdem haben mir die Überlegungen und kleinen Abenteuer der Kinder großen Spaß gemacht. „Wer die Nachtigall stört …“ ist ein bezaubernder und gleichzeitig verstörender Klassiker. Für mich ist es eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es besticht mit bewundernswerten Figuren, einer ungezwungenen Atmosphäre und einem ernsten Thema, das sich dem Leser ins Bewusstsein drängt. Dieses Buch sollte von jedem gelesen werden, der mit Scout wunderbare Sommer erleben, den Ernst des Lebens begreifen und die Absurdität von Rassismus vor Augen geführt bekommen will.

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Sollte man gelesen haben
von PMelittaM aus Köln am 04.09.2016
Bewertetes Format: Einband: Taschenbuch

Die sechsjährige Jean Louise Finch, Scout genannt, lebt Anfang der 30er Jahre mit ihrem älteren Bruder Jem, ihrem Vater, dem Anwalt Atticus Finch, und der farbigen Haushälterin Calpurnia im tiefsten Süden der USA. Es ist für das Kind ein recht idyllisches Leben, das eines Tages ziemlich erschüttert wird, Atticus... Die sechsjährige Jean Louise Finch, Scout genannt, lebt Anfang der 30er Jahre mit ihrem älteren Bruder Jem, ihrem Vater, dem Anwalt Atticus Finch, und der farbigen Haushälterin Calpurnia im tiefsten Süden der USA. Es ist für das Kind ein recht idyllisches Leben, das eines Tages ziemlich erschüttert wird, Atticus wird als „Niggerfreund“ beschimpft, denn er verteidigt den Farbigen Tom Robinson, der wegen eines schweren Verbrechens angeklagt wird. Über Rassismus hatte sich Scout bis dahin keine Gedanken gemacht, doch der Prozess und die ihn begleitenden Ereignisse bringen das Mädchen dazu, die bestehende Gesellschaft zu hinterfragen. Erzählt wird von Scout selbst, die als Alter Ego der Autorin, die selbst im Süden aufwuchs und deren Vater ebenfalls Anwalt war, gilt. Der kindliche Mund ist dabei oft sehr weise, aber Scout ist auch ein besonders aufgewecktes, kluges Kind. Sie stellt manche Dinge in Frage, aber längst nicht alle, denn sie ist eben verwurzelt in den herrschenden Verhältnissen. Der Prozess um Tom Robinson nimmt erst in der zweiten Hälfte des Romans Raum ein, bis dahin erleben wir Scouts Alltag, machen mit ihr die Gegend unsicher, lernen die Nachbarn durch ihre Augen kennen, sind, wie sie, enttäuscht von ihrem ersten Schultag, in dem ihr vorgeworfen wird, dass sie schon lesen kann, fürchten uns vor Boo Radley, dem allerhand Schandtaten nachgesagt werden, und sind doch neugierig auf ihn, und freuen uns auf Dill, der die Sommerferien bei seiner Tante verbringt, und der von Truman Capote inspiriert ist, mit dem Harper Lee eng befreundet war. Welches Verbrechen Tom Robinson begangen hat, wird zunächst nicht aufgedeckt. Die Gerichtsverhandlung, der Scout, Jem und Dill zusammen mit der farbigen Bevölkerung auf dem Balkon des Gerichtssaals beiwohnt, wird ausführlich beschrieben und am Ende ist der Leser vom Geschworenenspruch genauso schockiert wie die Familie Finch. Scouts Kindheitserinnerungen, ihre Streiche, ihre Enttäuschungen und Ärgernisse, ihre glücklichen Momente, haben mich oft an Tom Sawyer denken lassen, dem Scout manchmal sehr ähnlich scheint. Ihr Erzählungen scheinen zunächst gänzlich ohne Bezug zu einem übergeordneten Thema aneinandergereiht, zeigen sich aber dann doch als nicht losgelöst vom Ganzen, sogar Boo Radleys Geschichte erhält Wichtigkeit. Mir haben aber schon die Erzählungen des Alltags der Protagonistin viel Freude bereitet. Der Roman spielt über ca. zwei Jahre und man kann gut Scouts und Jems Entwicklung nachvollziehen. Sehr gut wird auch die Atmosphäre in einer kleinen Stadt in den Südstaaten vermittelt. Die Charaktere sind – natürlich – subjektiv geprägt, haben alle aber eine große Tiefe. Die Erzählung ist bildgewaltig, als Leser hat man das Gefühl, dabei zu sein, mit Scout durch ihren Heimatort zu laufen, die Bewohner zu kennen und Atticus ins Herz zu schließen. Scout selbst muss man einfach mögen, sie ist so offen und ehrlich, wie es nur Kinder sein können. Ich fühlte mich von der ersten Seite an gefesselt und habe mich schnell in den Roman verliebt. Der Roman war lange Zeit Harper Lees einziger Roman, erst 201 5 wurde ein weiterer veröffentlicht, allerdings wurde dieser bereits vor „Wer die Nachtigall stört“ geschrieben, damals aber vom Verlag abgelehnt und nicht veröffentlicht. Aus diesem Manuskript entstand dann letztlich die „Nachtigall“. „Gehe hin, stelle einen Wächter““ handelt ebenfalls von Scout, allerdings von der erwachsenen Scout. Ich habe den „Wächter“ noch nicht gelesen und weiß auch noch nicht, ob ich es tun werde, denn die „Nachtigall“ ist ein so wunderbarer Roman, der absolut für sich alleine stehen kann, muss ich da noch einmal zu Scout zurückkehren? Womöglich eine ganz andere Scout, einen ganz anderen Atticus kennen lernen? Wahrscheinlich werde ich es trotzdem tun, alleine aus Neugier, aber erst mit gebührendem Abstand … Empfehlen kann ich auf jeden Fall, sich die Verfilmung der „Nachtigall“ mit Gregory Peck anzusehen, diese hat zwar nicht ganz die Tiefe des Romans, aber die belebten Bilder haben eine ganz eigene Eindringlichkeit. Die „Nachtigall“ ist für mich ein absolutes Lesehighlight, der voller Weisheit und Wärme, aber auch voller Humor steckt. Ich habe diesen Roman, sicher nicht das letzte Mal, begeistert gelesen, für mich ist er eines der Bücher, die jeder einmal gelesen haben sollte. Daher erhält der Roman eine absolute Leseempfehlung und volle Punktzahl.

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Ein grosser Roman!
von MissRichardParker am 17.08.2016
Bewertetes Format: Medium: Hörbuch-Download

Die Geschwister Jem und Scout wachsen in Alabama in den 1930er-Jahren auf. Ihr Vater Atticus ist Rechtsanwalt und ein angesehener Mann. Die beiden Geschwister haben eine tolle und ereignisreiche Kindheit. Doch als Atticus die Verteidigung eines Schwarzen übernimmt, der eine Weisse vergewaltigt haben soll, kippt die Stimmung in der... Die Geschwister Jem und Scout wachsen in Alabama in den 1930er-Jahren auf. Ihr Vater Atticus ist Rechtsanwalt und ein angesehener Mann. Die beiden Geschwister haben eine tolle und ereignisreiche Kindheit. Doch als Atticus die Verteidigung eines Schwarzen übernimmt, der eine Weisse vergewaltigt haben soll, kippt die Stimmung in der Stadt. Scout und Jem müssen sich immer wie mehr Gehässigkeiten anhören und gefallen lassen. Ich bin überhaupt keine Klassiker-Kennerin und war mir dessen gar nicht bewusst als ich mir dieses Hörbuch kaufte. Darauf gestossen bin ich nur per Zufall und da die Kritiken so positiv waren, wurde ich neugierig. "Wer die Nachtigall stört..." hat mir unheimlich gut gefallen. Die Geschichte allein ist schon sehr poetisch, humorvoll, hoch interessant und sehr unterhaltsam. Ich musste oft über Scout lachen und Atticus und seine Grösse konnte ich nur bewundern. Die Familie wächst einem sofort ans Herz und über die Ungerechtigkeit gegenüber den Schwarzen macht wütend. Die Erzählerin fand ich ganz wunderbar! Sie hat eine tolle Leserstimme und ich fand es super, wie wandelbar sie Ihre Stimme einsetzt! Jede Figur hat sie betont und es war eine wahre Freude Ihr zuzuhören! Ich bin rundum zufrieden mit diesem Hörbuch und kann es sehr sehr weiterempfehlen! Ein grossartiger Roman, von dem man viel viel lernt und dem ich mit meinen Worten kaum gerecht werde!

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Muss man gelesen haben
von einer Kundin/einem Kunden am 04.08.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Auch heute noch brandaktuell. Ein Roman, den jeder gelesen haben sollte. Aus der Sicht der kleinen Scout erzählt, liest sich dieses Buch leicht und flüssig. Nicht nur für Erwachsene, auch Jugendliche werden großen Gefallen finden an dieser Geschichte.

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Mein absolutes Lieblingsbuch. Muss man einfach gelesen haben.

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von einer Kundin/einem Kunden am 13.06.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein eindringlicher Appell an Mitmenschlichkeit und Toleranz. Angeprangert wird hier der Rassismus der Südstaaten. Bis heute ein brisantes, aktuelles Thema. Wichtiges Buch.

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Ein tolles Buch
von einer Kundin/einem Kunden aus Wien am 25.05.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch wird immer aktuell sein. Eine Geschichte die einem unter die Haut geht. Auf jeden Fall empfehlenswert.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Die Geschichte um den autoritären Vater und gewissenhaften Anwalt Atticus Finch geht ins Herz und bleibt im Kopf. Ein Buch, das jeden Superlativ verdient.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Nicht zu unrecht ist dieses Buch ein Klassiker und er hat kein bisschen an seiner Aktualität verloren. Wundervoller Schreibstil und lebendige Charaktere, runden das Buch ab.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein großes Meisterwerk, das an Aktualität leider nichts verloren hat. Es geht um Rassismus in den amerikanischen Südstaaten. Ein toller Klassiker!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Stand By Me, Die Goonies und The Help: All diese Filme hatte ich beim Lesen immer wieder vor Augen. Der Rassenkonflikt, eingebettet in die Sommererlebnisse eines Kindes. Wunderbar!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine einzigartige und fesselnde Geschichte über den Umgang von Kindern mit Rassismus, über die Entwicklung von Charakteren, über das Leben im Dorf.. Sehr mitreisend geschrieben!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Buch über die Kindheit und das Heranwachsen in den Südstaaten der USA in den 1930er Jahren. Scout begegnet dem Rassismus gemeinsam mit ihrem Vater. Herausragend geschrieben.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein Klassiker, den man unbedingt lesen muss, gerade in der heutigen Zeit. Aktueller denn je!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein wunderschöner Klassiker aus dem alten Süden der Vereinigten Staaten, in dem es nicht nur um Rassismus geht, sondern vor allem um Moral, Freundschaft & den Zauber der Kindheit.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Poetisch, beeindruckend, mitreißend und anrührend. Mehr kann man zu diesem wundervollen Roman nicht sagen!!!!

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