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Who the Fuck Is Kafka

Roman

(1)

Hass ist ein Gefühl, aber Frieden ist eine Entscheidung
Zuerst: Ein Hotel in Rom. Eine israelischpalästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein arabischer Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe ...
Dann: High Heels in Ost-Jerusalem? Ein Palästinenser im vornehmen Tel Aviver Apartmentgebäude? Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba - die grosse Katastrophe -, wie die Palästinenser die Folgen des 48er-Krieges nennen. Sie begreifen, dass sie dieselbe Irrenanstalt bewohnen, nur in verschiedenen geschlossenen Abteilungen. Nadims Frau ist aus Gaza, hat aber keinen Ort, an dem sie bleiben kann ...

Rezension
"'Who the fuck is Kafka' ist unverzichtbar für jeden, der die Realität des israelisch-palästinensischen Verhältnisses in seiner Widersprüchlichkeit und Vielschichtigkeit verstehen möchte. "
Carsten Hueck, ORF Ex libris 08.02.2015
Portrait
Lizzie Doron, geboren 1953, lebt in Tel Aviv. 2003 wurde ihr Roman 'Ruhige Zeiten' mit dem von Yad Vashem vergebenen Buchman-Preis ausgezeichnet. 2007 erhielt sie den Jeanette Schocken Preis -Bremerhavener Bürgerpreis für Literatur.
Mirjam Pressler wurde 1940 in Darmstadt geboren - ein uneheliches Kind jüdischer Abstammung, das bei Pflegeeltern aufwuchs. In Frankfurt besuchte sie die Hochschule für Bildende Künste. Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter und fünf Enkelkinder. Die Liste der Berufe, die sie ausgeübt hat, ist lang. Ihre ersten Bücher schrieb sie nachts, neben Beruf, Familie und Haushalt.
Gleich für ihre ersten Roman bekam sie den Oldenburger Jugendbuchpreis. Seit vielen Jahren schreibt sie hauptberuflich für und über Kinder und ihre Probleme. Für ihre eigenen Bücher und die Übersetzungen aus dem Hebräischen und dem niederländisch-flämischen Sprachraum hat Mirjam Pressler viele Preise und Auszeichnungen erhalten, 1998 wurde sie mit dem deutschen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 2001 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille für Verdienste um die deutsche Sprache und 2004 mit dem Deutschen Bücherpreis für ihr literarisches Lebenswerk. 2013 erhielt sie die Buber-Rosenzweig-Medaille.
Mirjam Pressler lebt in der Nähe von München.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 264
Erscheinungsdatum 19.02.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14484-1
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 191/121/24 mm
Gewicht 258
Verkaufsrang 9.901
Buch (Taschenbuch)
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Ist Frieden möglich?
von einer Kundin/einem Kunden am 03.03.2016

Lizzie Doron ist eine israelische Autorin, die 1953 in Tel Aviv geboren wurde. Sie schreibt über ihre Heimat, beobachtet die Menschen sehr genau, begegnet den Menschen dabei aber sehr behutsam. Ihr aktueller Roman ist eine Mischung aus Roman und eigenen Erfahrungen. Sie beschreibt in diesem Roman die Freundschaft zwischen der... Lizzie Doron ist eine israelische Autorin, die 1953 in Tel Aviv geboren wurde. Sie schreibt über ihre Heimat, beobachtet die Menschen sehr genau, begegnet den Menschen dabei aber sehr behutsam. Ihr aktueller Roman ist eine Mischung aus Roman und eigenen Erfahrungen. Sie beschreibt in diesem Roman die Freundschaft zwischen der Ich-Erzählerin Laila, einer Israelin aus Tel Aviv, und Nadim, einem Palästinenser aus Ost-Jerusalem. Die beiden lernen sich bei einer Friedenskonferenz in Rom kennen. Und nach anfänglichen Vorurteilen auf beiden Seiten, nähern sie sich an und beschließen, diese beginnende Freundschaft auch in Israel aufrecht zu erhalten. Und so kommt es, dass der Palästinenser Laila in Tel Aviv in ihrer Wohnung besucht, argwöhnisch von den Nachbarn beäugt, und Laila ihn in Ost-Jerusalem, wo sie sich den Unmut der Siedler zuzieht. Die beiden wollen ein gemeinsames Projekt verwirklichen. Sie will ein Buch über ihre Freundschaft schreiben und er einen Film darüber drehen. Doch es gibt immer wieder Schwierigkeiten. Nadim verschwindet häufig für einige Zeit spurlos. Und gerade die Dreharbeiten gestalten sich ganz anders als Laila es sich vorgestellt hat. Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt, aber auch erschüttert. Die Autorin schreibt ganz am Anfang „Nadim ist ein fiktiver Held. Er steht für viele meiner palästinensischen Freunde, die ihre Geschichten mit mir teilen und mir auf diese Weise halfen, eine Figur wie ihn zu erschaffen, ein Buch wie dieses zu schreiben.“ Dieses Buch beschreibt schon sehr genau, wie die Menschen in Israel leben. Es ist tatsächlich ein Nebeneinander und kein Miteinander zwischen den jüdischen und palästinensischen Israelis. Beide Seiten haben tiefsitzende Vorurteile und hegen einen Groll gegeneinander, der es ihnen nahezu unmöglich macht aufeinander zuzugehen. Jeder sieht nur seine Situation, erkennt aber gar nicht, was er den anderen damit antut. Und die beiden Protagonisten sind schon Menschen, die eigentlich die Kommunikation und das Zusammenleben suchen. Wie schlimm ist die Situation dann erst bei de restlichen Bevölkerung? Als ich dieses Buch begonnen habe, dachte ich, es zeige einen Schritt zur Versöhnung auf. Während der Lektüre habe ich mir allerdings sehr schnell die Frage gestellt, ob das überhaupt jemals möglich sein wird! Und ich wurde innerlich immer wütender auf die beiden Protagonisten. Keiner von beiden ist wirklich bereit, sich sachlich mit der Situation auseinanderzusetzen. Besonders Nadim scheint nur auf seinen Vorteil aus zu sein. Doch Laila weiß natürlich nicht, was er in Ost-Jerusalem auszuhalten hat. Wie die anderen Palästinenser auf diese sehr spezielle Freundschaft reagieren. Ob er oder seine Familie dadurch vielleicht sogar bedroht werden. Denn eins wird durch dieses Buch sehr deutlich. Nur wenige Menschen wollen wirklich eine Kommunikation zwischen den beiden verfeindeten Lagern. Leider ist dieses Buch durch die aktuellen Selbstmordanschläge in Israel aktueller denn je. Und da sich auch in Deutschland wieder ein latenter Antisemitismus breit macht, finde ich die Lektüre wichtiger denn je. Aufklärung und Gespräche miteinander sind einfach notwendig, um Vorurteile und Grenzen einzureißen. Übersetzt wurde dieses Buch von der ebenfalls sehr bekannten und anerkannten Autorin und Übersetzerin Mirjam Pressler.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Sehr realistisch, eine perfekt getroffene Mischung aus Emotionen und Resignation, gegenseitiger Vorwürfe und Hoffnung, Realität und künstlerischer Freiheit.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Schildert auf beeindruckende Weise die Unsicherheiten und Emotionen auf beiden Seiten der Front!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Eine beeindruckende Frau, sehr reflektiert, etwas ironisch und ehrlich beschreibt sie die Freundschaft zwischen ihr und dem Palästinenser Nadim. Über setzt von Mirjam Pressler.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Eine bewegende und niemals einfache Freundschaft zwischen einer Jüdin und einem Palästinenser. Greift den Nahostkonflikt in sehr persönlicher Weise auf. Unbedingt lesen!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Eine Israelin und ein Palästinenser versuchen eine Freundschaft zu knüpfen, über alle Vorurteile hinweg. Sehr bewegend und hochaktuell ist dieser Roman.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Ein spannendes, informatives Buch für alle, die mehr über den Nahost Konflikt wissen wollen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
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Endlich ein Buch, in dem beide Seiten des Israel-Palästina-Konflikts gleichermaßen zur Sprache kommen. Lehrreich und nachdenklich.

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