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Worte in meiner Hand

Gekürzte Ausgabe

(7)

Amsterdam, 1640er Jahre. Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein grosses Glück für sie, denn sie kann lesen und schreiben. Der neue Hausgast ihres Herrn fasziniert sie: Er arbeitet ununterbrochen und zieht viele Besucher an. Sein Name ist René Descartes und sie ist zu neugierig, um Distanz zu wahren. Helenas Charme und ihr Wissensdurst beeindrucken ihn. Und so geschieht, was nicht sein darf: Sie verlieben sich - sie, Calvinistin und nur eine einfache Magd, er, Katholik und Europas aufstrebender Philosoph. Doch beide lassen sich vom vorherrschenden Standesdünkel des Goldenen Zeitalters in Holland nicht aufhalten.

Portrait

Guinevere Glasfurd ist im bergigen Norden Englands aufgewachsen, doch jetzt lebt sie in einer der flachsten Gegenden der Welt, am Rand der Fens nahe Cambridge, gemeinsam mit Ehemann, Tochter und zwei Katzen. Die Arbeit an Worte in meiner Hand ist vom Arts Council England gefördert worden. Guinevere Glasfurds Texte sind immer wieder ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem TLC's Pen Factor Award.

Julia Nachtmann gehörte von 2007 bis 2013 zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und wurde für ihre darstellerische Leistung mit dem Boy-Gobert-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus wirkte die Schauspielerin in der Kinokomödie Die Kirche bleibt im Dorf, in Fernsehfilmen und -serien wie Der Dicke und Doppelter Einsatz sowie in zahlreichen Hörbuchproduktionen mit. 2013 wurde sie mit dem Sprecherpreis OSTERWOLD ausgezeichnet.

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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Julia Nachtmann
Anzahl 7
Erscheinungsdatum 07.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783957130105
Verlag Hörbuch Hamburg
Auflage 1
Spieldauer 525 Minuten
Verkaufsrang 716
Hörbuch (CD)
Fr. 31.90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
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Übersicht
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Wo die Liebe hinfällt!
von einer Kundin/einem Kunden am 18.09.2015

René Descartes verliebte sich in der Magd Helena Jans van der Strom. Die junge Frau war für ihre Zeit sehr außergewöhnlich, konnte sie doch lesen, schreiben und hervorragend zeichnen. Außerdem hatte sie einen starken Charakter: obwohl die Liaison nicht sein durfte fand sie einen Weg die gemeinsame Tochter mit... René Descartes verliebte sich in der Magd Helena Jans van der Strom. Die junge Frau war für ihre Zeit sehr außergewöhnlich, konnte sie doch lesen, schreiben und hervorragend zeichnen. Außerdem hatte sie einen starken Charakter: obwohl die Liaison nicht sein durfte fand sie einen Weg die gemeinsame Tochter mit Descartes groß zu ziehen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Helena erzählt und der Leser erhält einen guten Einblick in den Gepflogenheiten der Zeit wo Frauen nicht viel galten. Spannend, eindringlich und sehr gut geschriebener historischer Roman über eine spannende Zeit! Julia Nachtmann macht es dem Hörer möglich sich noch besser in Helenas Gedankenwelt zu versetzen. Es macht Spaß ihr zuzuhören und so wird die Geschichte zum besonderen Hörerlebnis.

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Helena Jans van der Strom
von einer Kundin/einem Kunden am 17.08.2015

Helena Jans van der Strom arbeitet im 17. Jahrhundert in Amsterdam als Magd bei Mister Sergeant , einem Buchhändler . Da ihr Arbeitgeber auch Fremdenzimmer vermietet , begegenet sie dem Gast und französischen Philosoph und Naturwissenschaftler Rene Descartes . Durch Helenas Charme und ihr Vermögen zu Lesen und zu... Helena Jans van der Strom arbeitet im 17. Jahrhundert in Amsterdam als Magd bei Mister Sergeant , einem Buchhändler . Da ihr Arbeitgeber auch Fremdenzimmer vermietet , begegenet sie dem Gast und französischen Philosoph und Naturwissenschaftler Rene Descartes . Durch Helenas Charme und ihr Vermögen zu Lesen und zu Schreiben beginnt sich Rene Descartes für sie zu interessieren und es beginnt eine Liebesgeschichte , aus der die Tochter Francine hervorgeht . Durch den Standesunterschied ist eine Heirat aber nicht möglich . Ich kannte zwar Rene Descartes , aber Helena Jans van der Strom nicht und von ihr ist ja auch wenig bekannt . Inwieweit die Autorin Fiktion und Realität mischt , geht aus dem Hörbuch nicht hervor und so bleibt die ein oder andere Frage offen . War Helena wirklich die talentierte Person , die in einer anderen Zeit und unter anderen Umständen vielleicht viel erreicht hätte ? Ich war mir vor Beginn des Hörens nicht sicher ob das Buch was für mich ist , aber es hat mich voll überzeugt . Die Autorin mit ihrem sehr guten Schreibstil und die Sprecherin ergänzen sich sehr gut . Es sind auch nicht nur die Liebesgeschichte und Helena , die im Mittelpunkt stehen , sondern auch die anderen Protagonisten , die der Geschichte ihren Reiz geben . So werden auch vermeintliche Nebenprotagonisten wie z. B. Limousin , Betje sehr gut dargestellt . Julia Nachtmann , als Sprecherin , hat eine angenehme Stimme , eine sehr gute Aussprache bei den fremdspachigen Namen , Wörtern und Sätzen und verändert gut ihre Stimme bei den verschiedenen Protagonisten , herausheben möchte ich da die der kleinen Francine .

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Worte in meiner Hand
von einer Kundin/einem Kunden am 31.10.2015

Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Es besteht aus sieben Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 516 Minuten. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Fassung. Ohne das Buch gelesen zu haben, kann ich nicht beurteilen, wie stark das Hörbuch gekürzt wurde. Ich fand die Länge angenehm, auch... Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Es besteht aus sieben Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 516 Minuten. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Fassung. Ohne das Buch gelesen zu haben, kann ich nicht beurteilen, wie stark das Hörbuch gekürzt wurde. Ich fand die Länge angenehm, auch wenn ich gerne noch ein bisschen länger zugehört hätte. Der Text wird gelesen von Julia Nachtmann. Es war mein erstes Hörbuch von ihr, aber mir hat ihre Stimme und die Art des Vorlesens gefallen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne auch länger zuhört. Nun zum Inhalt: Es geht um die historisch fundierte Beziehung zwischen René Descartes und der niederländischen Magd Helena van der Strom. Sie lernen sich beide im Haus ihres Herrens, dem Buchhändler Mr. Sergeant, kennen, bei dem Descartes einige Zeit in Amsterdam logiert hat. Zu dem Zeitpunkt ist Descartes fast doppelt so alt wie Helena, doch dies, genau so wenig wie ihre unterschiedlichen sozialen Stellungen und Religionen (katholisch vs. evangelisch) kann die beiden nicht davon abhalten, sich schließlich ineinander zu verlieben. Helena wird schwanger und muss Amsterdam verlassen, doch Descartes sorgt weiter für sie, was zu der Zeit ganz und gar nicht selbstverständlich war. Helena bekommt eine Tochter, Francine, die offiziell als Nichte Descartes bekannt wird. Trotz aller Widrigkeiten kümmert sich Descartes um die beiden und möchte seine Tochter sogar zu sich nach Frankreich holen, doch dann kommt alles ganz anders. Ich kann nicht beurteilen, wie viel Wahrheit in diesem Roman steckt. Fakt ist, dass es Helena und Francine gab und auch die Orte, in denen sie und Descartes sich aufgehalten haben, und Jahreszahlen passen zu den realen Fakten. Doch wo die Fiktion anfängt, kann man nur erahnen und seiner Fantasie überlassen. Ich fand das Buch insbesondere durch die Tatsache, dass es auf realen Tatsachen aus dem Leben des Philosophen Descartes beruht, sehr interessant. Man kann sich hinterher ein ziemlich gutes Bild über ihn machen und lernt auch ein wenig etwas über seine Werke. Vor Lesen des Buches kannte ich zwar den Namen und wusste, dass er ein französischer Philosoph ist, doch dass er auch medizinische und physikalische Forschungen angestellt hat, war mir bisher unbekannt. Ich würde das Buch ganz klar jedem empfehlen, der sich für historische Romane aus dieser Zeit interessiert. Es scheint gut recherchiert zu sein und das Hörbuch bereitet einige Stunden Hörgenuss. Allerdings hätte ich eine ungekürzte Fassung bevorzugt.

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Sehr schönes (Hör-)Buch
von buecherfreund am 30.09.2015

Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Es besteht aus sieben Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 516 Minuten. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Fassung. Ohne das Buch gelesen zu haben, kann ich nicht beurteilen, wie stark das Hörbuch gekürzt wurde. Ich fand die Länge angenehm, auch... Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch. Es besteht aus sieben Audio-CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 516 Minuten. Es handelt sich dabei um eine gekürzte Fassung. Ohne das Buch gelesen zu haben, kann ich nicht beurteilen, wie stark das Hörbuch gekürzt wurde. Ich fand die Länge angenehm, auch wenn ich gerne noch ein bisschen länger zugehört hätte. Der Text wird gelesen von Julia Nachtmann. Es war mein erstes Hörbuch von ihr, aber mir hat ihre Stimme und die Art des Vorlesens gefallen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne auch länger zuhört. Nun zum Inhalt: Es geht um die historisch fundierte Beziehung zwischen René Descartes und der niederländischen Magd Helena van der Strom. Sie lernen sich beide im Haus ihres Herrens, dem Buchhändler Mr. Sergeant, kennen, bei dem Descartes einige Zeit in Amsterdam logiert hat. Zu dem Zeitpunkt ist Descartes fast doppelt so alt wie Helena, doch dies, genau so wenig wie ihre unterschiedlichen sozialen Stellungen und Religionen (katholisch vs. evangelisch) kann die beiden nicht davon abhalten, sich schließlich ineinander zu verlieben. Helena wird schwanger und muss Amsterdam verlassen, doch Descartes sorgt weiter für sie, was zu der Zeit ganz und gar nicht selbstverständlich war. Helena bekommt eine Tochter, Francine, die offiziell als Nichte Descartes bekannt wird. Trotz aller Widrigkeiten kümmert sich Descartes um die beiden und möchte seine Tochter sogar zu sich nach Frankreich holen, doch dann kommt alles ganz anders. Ich kann nicht beurteilen, wie viel Wahrheit in diesem Roman steckt. Fakt ist, dass es Helena und Francine gab und auch die Orte, in denen sie und Descartes sich aufgehalten haben, und Jahreszahlen passen zu den realen Fakten. Doch wo die Fiktion anfängt, kann man nur erahnen und seiner Fantasie überlassen. Ich fand das Buch insbesondere durch die Tatsache, dass es auf realen Tatsachen aus dem Leben des Philosophen Descartes beruht, sehr interessant. Man kann sich hinterher ein ziemlich gutes Bild über ihn machen und lernt auch ein wenig etwas über seine Werke. Vor Lesen des Buches kannte ich zwar den Namen und wusste, dass er ein französischer Philosoph ist, doch dass er auch medizinische und physikalische Forschungen angestellt hat, war mir bisher unbekannt. Ich würde das Buch ganz klar jedem empfehlen, der sich für historische Romane aus dieser Zeit interessiert. Es scheint gut recherchiert zu sein und das Hörbuch bereitet einige Stunden Hörgenuss. Allerdings hätte ich eine ungekürzte Fassung bevorzugt.

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Manchmal sind Worte nicht genug
von Sheena01 am 29.09.2015

Nach dem Tod ihres Vaters ist die junge Helena Jans van der Strom im Jahre 1632 aus finanziellen Gründen gezwungen, beim Buchhändler Mr. Sergeant als Magd in Amsterdam zu arbeiten. Dort kommt sie in Kontakt mit dem Philosophen René Descartes, der sich für etliche Monate zusammen mit seinem Diener... Nach dem Tod ihres Vaters ist die junge Helena Jans van der Strom im Jahre 1632 aus finanziellen Gründen gezwungen, beim Buchhändler Mr. Sergeant als Magd in Amsterdam zu arbeiten. Dort kommt sie in Kontakt mit dem Philosophen René Descartes, der sich für etliche Monate zusammen mit seinem Diener Limousin bei Mr. Sergeant einquartiert. Helena, die von ihrem Dienstherren dazu angehalten ist, Descartes mit „Monsieur“ anzusprechen- fühlt sich schon bald sehr zu diesem hingezogen und beginnt, sich für dessen Arbeiten zu interessieren. Descartes wiederum ist von Helenas Wesen und ihrem Wissensdurst fasziniert, hat sie sich doch das Lesen und Schreiben selbst beigebracht, was in der damaligen Zeit für eine Frau außergewöhnlich ist. Er erkennt in ihr quasi einen ungeschliffenen Rohdiamanten und beginnt daher, Helena auf verschiedensten Wissensgebieten zu fördern. Schon bald entdecken die beiden ihre tiefe Zuneigung zueinander, wohl wissend, dass es keine Zukunft gibt zwischen der 17jährigen Magd und dem doppelt so alten Descartes, denn das Standesdenken der damaligen Gesellschaft Zeit verbietet derartige Beziehungen. Als Helena von Descartes schwanger wird, muss sie Amsterdam verlassen, und wird gezwungen, ihre Tochter Francine in Deventer zur Welt zu bringen, um den guten Ruf des aufstrebenden Philosophen nicht zu gefährden. Obwohl Descartes sie finanziell unterstützt, fühlt sich Helena von ihm auf persönlicher Ebene im Stich gelassen, da er sich rarmacht und den Kontakt zu ihr auf einige wenige unpersönliche Briefe reduziert. Aufgrund der Tatsache, dass Helena nun ein uneheliches Kind hat, wendet sich auch ihre eigene Mutter in Leiden von ihr ab, um der Stigmatisierung durch die Gesellschaft zu entgehen. Die komplett auf sich gestellte Helena stellt sich jedoch mutig dieser Herausforderung. Ein sehr berührendes Werk, das in beklemmender Weise einen Einblick gibt, mit welchen Problemen man zu der damaligen Zeit als Frau, noch dazu mit einem unehelichen Kind, zu kämpfen hatte: Die Möglichkeiten, sich Bildung anzueignen, waren sehr beschränkt; Versuche sich weiterzubilden, wurden bestenfalls belächelt und als Zeitverschwendung abgetan. Die Zeit ist offenbar einfach noch nicht reif für einen so starken Charakter wie Helena, die sich mutig in eine Männerdomäne vorwagt, etwa als sie für Francine ein Alphabet für Kinder fertigt und mit liebevollen Illustrationen und Versen versehen bei einem Buchhändler als Kinderbuch zum Verkauf anbietet und letztlich gezwungen ist, es unter seinem Wert zu verkaufen, alleine aufgrund der Tatsache, sie eine Frau ist. Auch wenn Descartes Helena auf seine Weise liebt, leidet sie darunter, dass er nicht zu ihr steht bzw. nicht zu ihr stehen kann, ohne dabei seine gesellschaftliche Reputation aufs Spiel zu setzen. Nach außen hin wird sie nie als ebenbürtige Partnerin präsentiert, sondern immer nur als untergebene Magd, die Descartes mit „Monsieur“ anzusprechen hat. Guinevere Glasfurd versteht es in exzellenter Weise, die Emotionen des Lesers zu führen, indem sie die Geschichte aus der Sicht der Helena erzählt, mit der man sich sofort zu solidarisieren beginnt. In wunderschönen Bildern werden die einzelnen Stationen gezeichnet, man hat das Gefühl, sich wahrhaftig im Holland des 17.Jahrhunderts zu befinden. Der Eindruck wird noch verstärkt, indem Passagen einfach in Holländisch aber auch in Französisch verfasst sind, was dem Ganzen noch zusätzliche Authentizität verleiht. Hier besticht vor allem die sprachliche Umsetzung des Textes durch Julia Nachtmann, welche für die Hörbuchfassung gewonnen werden konnte. Der Erzählstil Glasfurds bietet eine Besonderheit: Sie lässt in den einzelnen Kapiteln Nebenfiguren auftreten, über deren weiteres Schicksal sich die Autorin ausschweigt, sie helfen jedoch dabei, den Charakter der Helena in besonderer Weise herauszuarbeiten und geben der Figur dadurch besondere Tiefe. Glasfurd lässt ihr fundiertes Wissen über das Leben Descartes geschickt einfließen, sodass dieses Hörbuch zu einem sehr interessanten und intensiven Hörerlebnis wird, das passagenweise sehr emotional ist ohne dabei jedoch kitschig zu werden!

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Manchmal sind Worte nicht genug
von sheena01 am 23.09.2015

Nach dem Tod ihres Vaters ist die junge Helena Jans van der Strom im Jahre 1632 aus finanziellen Gründen gezwungen, beim Buchhändler Mr. Sergeant als Magd in Amsterdam zu arbeiten. Dort kommt sie in Kontakt mit dem Philosophen René Descartes, der sich für etliche Monate zusammen mit seinem Diener... Nach dem Tod ihres Vaters ist die junge Helena Jans van der Strom im Jahre 1632 aus finanziellen Gründen gezwungen, beim Buchhändler Mr. Sergeant als Magd in Amsterdam zu arbeiten. Dort kommt sie in Kontakt mit dem Philosophen René Descartes, der sich für etliche Monate zusammen mit seinem Diener Limousin bei Mr. Sergeant einquartiert. Helena, die von ihrem Dienstherren dazu angehalten ist, Descartes mit „Monsieur“ anzusprechen- fühlt sich schon bald sehr zu diesem hingezogen und beginnt, sich für dessen Arbeiten zu interessieren. Descartes wiederum ist von Helenas Wesen und ihrem Wissensdurst fasziniert, hat sie sich doch das Lesen und Schreiben selbst beigebracht, was in der damaligen Zeit für eine Frau außergewöhnlich ist. Er erkennt in ihr quasi einen ungeschliffenen Rohdiamanten und beginnt daher, Helena auf verschiedensten Wissensgebieten zu fördern. Schon bald entdecken die beiden ihre tiefe Zuneigung zueinander, wohl wissend, dass es keine Zukunft gibt zwischen der 17jährigen Magd und dem doppelt so alten Descartes, denn das Standesdenken der damaligen Gesellschaft Zeit verbietet derartige Beziehungen. Als Helena von Descartes schwanger wird, muss sie Amsterdam verlassen, und wird gezwungen, ihre Tochter Francine in Deventer zur Welt zu bringen, um den guten Ruf des aufstrebenden Philosophen nicht zu gefährden. Obwohl Descartes sie finanziell unterstützt, fühlt sich Helena von ihm auf persönlicher Ebene im Stich gelassen, da er sich rarmacht und den Kontakt zu ihr auf einige wenige unpersönliche Briefe reduziert. Aufgrund der Tatsache, dass Helena nun ein uneheliches Kind hat, wendet sich auch ihre eigene Mutter in Leiden von ihr ab, um der Stigmatisierung durch die Gesellschaft zu entgehen. Die komplett auf sich gestellte Helena stellt sich jedoch mutig dieser Herausforderung. Ein sehr berührendes Werk, das in beklemmender Weise einen Einblick gibt, mit welchen Problemen man zu der damaligen Zeit als Frau, noch dazu mit einem unehelichen Kind, zu kämpfen hatte: Die Möglichkeiten, sich Bildung anzueignen, waren sehr beschränkt; Versuche sich weiterzubilden, wurden bestenfalls belächelt und als Zeitverschwendung abgetan. Die Zeit ist offenbar einfach noch nicht reif für einen so starken Charakter wie Helena, die sich mutig in eine Männerdomäne vorwagt, etwa als sie für Francine ein Alphabet für Kinder fertigt und mit liebevollen Illustrationen und Versen versehen bei einem Buchhändler als Kinderbuch zum Verkauf anbietet und letztlich gezwungen ist, es unter seinem Wert zu verkaufen, alleine aufgrund der Tatsache, sie eine Frau ist. Auch wenn Descartes Helena auf seine Weise liebt, leidet sie darunter, dass er nicht zu ihr steht bzw. nicht zu ihr stehen kann, ohne dabei seine gesellschaftliche Reputation aufs Spiel zu setzen. Nach außen hin wird sie nie als ebenbürtige Partnerin präsentiert, sondern immer nur als untergebene Magd, die Descartes mit „Monsieur“ anzusprechen hat. Guinevere Glasfurd versteht es in exzellenter Weise, die Emotionen des Lesers zu führen, indem sie die Geschichte aus der Sicht der Helena erzählt, mit der man sich sofort zu solidarisieren beginnt. In wunderschönen Bildern werden die einzelnen Stationen gezeichnet, man hat das Gefühl, sich wahrhaftig im Holland des 17.Jahrhunderts zu befinden. Der Eindruck wird noch verstärkt, indem Passagen einfach in Holländisch aber auch in Französisch verfasst sind, was dem Ganzen noch zusätzliche Authentizität verleiht. Hier besticht vor allem die sprachliche Umsetzung des Textes durch Julia Nachtmann, welche für die Hörbuchfassung gewonnen werden konnte. Der Erzählstil Glasfurds bietet eine Besonderheit: Sie lässt in den einzelnen Kapiteln Nebenfiguren auftreten, über deren weiteres Schicksal sich die Autorin ausschweigt, sie helfen jedoch dabei, den Charakter der Helena in besonderer Weise herauszuarbeiten und geben der Figur dadurch besondere Tiefe. Glasfurd lässt ihr fundiertes Wissen über das Leben Descartes geschickt einfließen, sodass dieses Hörbuch zu einem sehr interessanten und intensiven Hörerlebnis wird, das passagenweise sehr emotional ist ohne dabei jedoch kitschig zu werden!

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Emotionale Wucht
von einer Kundin/einem Kunden aus Markt Rettenbach am 19.08.2015

Ich habe das Hörbuch gewonnen und werde dieses bewerten. Das Hörbuch kommt in einem schönen, schlanken Pappkarton und enthält 7 CDs. Es handelt sich leider um eine gekürzte Lesung. Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen wie viel wirklich fehlt und ob der Geschichte durch diese... Ich habe das Hörbuch gewonnen und werde dieses bewerten. Das Hörbuch kommt in einem schönen, schlanken Pappkarton und enthält 7 CDs. Es handelt sich leider um eine gekürzte Lesung. Da ich das Buch nicht gelesen habe, kann ich nicht beurteilen wie viel wirklich fehlt und ob der Geschichte durch diese Einschnitte viel abgeht. Die Spieldauer beträgt 8 1/2 Stunden. Vorgetragen wird das Hörbuch von Julia Nachtmann, deren Stimme ich als sehr angenehm und passend für das Werk empfinde und deren ruhiger, gefasster Vortrag die emotionale Durchschlagskraft der Geschichte noch deutlicher hervortreten lässt. Zur Geschichte selbst: es handelt sich um die Geschichte der Liebesbeziehung des Philosophen René Descartes und Helena Jans van der Strom. Erzählt ist die Geschichte angelehnt an den wahren Begebenheiten. Die Geschichte beginnt mit Descartes Besuch als Logiergast bei einem Amsterdamer Buchhändler, bei eben diesem ist Helena als Magd angestellt. Der kleinadelige Philosoph und die Tochter aus einfachem Hause verlieben sich, trotz der Unterschiede in Ausbildung, Nationalität, Konfession und Stand. Helena wird vom Monsieur, wie sie ihn nennt schwanger, damals ein absoluter himmelschreiender Skandal wegen dieser vielen Unterschiede und der Tatsache, dass sie natürlich nicht verheiratet sind. Helena wird nach Deventer geschickt um dort das Kind in aller Abgeschiedenheit zur Welt zu bringen, mit ihrer kleinen Tochter Francine wartet sie auf Descartes, der ihre Briefe nicht beantwortet... Die Geschichte berichtet aus Helenas Perspektive, dadurch und durch die Stimme von Julia Nachtmann kann man sich sehr gut in Helenas Gedanken- und Gefühlswelt hinein versetzen. Man ist bei ihr und kann ihre Hoffnungen, Nöte und Ängste, manchmal auch die Wut und die Aggression sehr gut verstehen. Durch diese in jugendlichem Leichtsinn begonnene Liebelei hat sie sich für einen steinigen Weg durch das Leben entschieden, zumal Descartes auch kein Märchenprinz ist, sondern ein verschlossener Grübler der sich mit fanatischem Eifer in seine Arbeit stürzt. Die Geschichte nimmt einige Wendungen die ich so nicht angenommen hätte und entwickelt gerade zum Schluss hin eine enorme emotionale Durchschlagskraft, die einem den Atem nimmt. Von mir gibt es für diese wirklich gute Geschichte basierend auf Fakten 4 Sterne, bei einer ungekürzten Lesung wären es 5 Sterne gewesen.

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Aus Liebe zu Worten
von einer Kundin/einem Kunden aus Jena am 03.10.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Um es vorweg zu nehmen: Ich LIEBE historische Romane. Das war einer der Gründe, warum ich angefangen hatte, dieses Buch zu lesen. Der andere Grund war der Titel, „Worte in meiner Hand“. Ich fand diesen Titel irgendwie faszinierend, auch wenn ich noch nicht wusste, worum es in diesem Roman... Um es vorweg zu nehmen: Ich LIEBE historische Romane. Das war einer der Gründe, warum ich angefangen hatte, dieses Buch zu lesen. Der andere Grund war der Titel, „Worte in meiner Hand“. Ich fand diesen Titel irgendwie faszinierend, auch wenn ich noch nicht wusste, worum es in diesem Roman geht. Ich fing an zu lesen, ohne vorher auf den Klappentext oder die Buchrückseite zu achten, was ich sonst immer tat. Und schon die ersten Sätze, die ersten Absätze und Seiten zogen mich in ihren Bann. Ich LIEBE Bücher, die sich so leicht lesen lassen, dass man die Seiten beinahe verschlingt. "Worte in meiner Hand" ist so ein Buch. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so schnell las – ich tauchte in die Geschichte ein und sie hielt mich fest, sie ließ mich nicht los. Als der Name Descartes auftauchte, machte ich eine Pause und schaute auf den Buchumschlag. Erst in dem Moment wurde mir klar, dass der Monsieur, um den es ging, Rene Descartes war. Zugegeben: Ich kannte vorhin nur seinen Namen und dass er ein Philosoph war, nichts mehr. Und ich wusste nichts von Helena van der Strom. Nun konnte ich durch dieses Buch etwas Neues lernen, auch wenn die Geschichte, die hier beschrieben wird, teilweise erfunden war, was man auf den letzten Seiten erfährt. Aber das war für mich eher unwichtig. Ich fand sie durchaus glaubwürdig. Und ich hatte das, was ich an einem Buch so mag: Ich war die ganze Zeit gespannt, wie es weiter geht. Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Und das ist vor allem dem Schreibstil der Autorin zu verdanken. Ich weiß nicht, wie der Text in der Originalsprache rüberkommt, aber die Übersetzung fand ich einfach genial. Der Schreibstil ist sehr ansprechend, die Sprache in den meisten Sätzen berührend schön. Ein wahrer Genuss, von dem ich nicht genug haben konnte. Das Einzige, was mich anfangs ein wenig irritierte, waren chronologische Sprünge in der Anordnung der Kapitel, aber auch mitten im Text. Manchmal musste ich aufpassen, welches Jahr am Anfang des jeweiligen Kapitels geschrieben stand. Aber als literarisches Mittel, um Spannung zu schaffen, sind diese Sprünge keine Seltenheit. Wenn „Worte in meiner Hand“ als Debüt von Guinevere Glasfurd bezeichnet wird, dann ist das ein brillantes Debüt! Und die Förderung, die die Autorin für dieses Buch bekam, ist mehr als gerecht!

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Monsieur
von einer Kundin/einem Kunden am 08.04.2016
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Ein angenehm ruhiger Roman. Fliessend wie das Meer. Das Gerüst des Buches beruht auf einer wahren Geschichte. Der Liebesgeschichte der Magd Helena und dem Philosophen Rene Descartes. Das ganz spielt in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts. Es ist wirklich toll über so einen großen Namen wie Descartes einmal abseits... Ein angenehm ruhiger Roman. Fliessend wie das Meer. Das Gerüst des Buches beruht auf einer wahren Geschichte. Der Liebesgeschichte der Magd Helena und dem Philosophen Rene Descartes. Das ganz spielt in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts. Es ist wirklich toll über so einen großen Namen wie Descartes einmal abseits der Geschichtsbücher zu lesen. Es füllt ihn mit so viel Menschlichkeit. Ein herrliches Werk! Man fällt in das Buch und lässt sich einfach treiben.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Eine schön geschriebene Geschichte! Das Leben der Helena Jans berührt auf eine besondere Art und Weise!

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Ein meisterhafter historischer Roman - eindringlich und sehr lebendig. Und eine Hymne an die Kraft des Lesens!

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Eine gelungene Zeitreise ins Goldene Zeitalter Hollands
von Oztrail am 27.12.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Worte in meiner Hand Wo soll man hier beginnen? Ich nehme zuerst den Einband. Dieser ist sehr toll gemacht mit einer bedruckten Buchschleife aus edlem Papier. Das Bild auf dem Schutzumschlag könnte Helena Jans van der Strom darstellen, die Hauptdarstellerin dieses Romans. Ein unschuldiges Mädchen mit... Worte in meiner Hand Wo soll man hier beginnen? Ich nehme zuerst den Einband. Dieser ist sehr toll gemacht mit einer bedruckten Buchschleife aus edlem Papier. Das Bild auf dem Schutzumschlag könnte Helena Jans van der Strom darstellen, die Hauptdarstellerin dieses Romans. Ein unschuldiges Mädchen mit roten Backen, so stellt man sich das 17te Jahrhundert vor. Der Inhalt: Der Roman beginnt mit einer Reise, die ein wenig Gänsehaut verursacht. Helena wird freiwillig oder sagen wir so - nicht ganz, in eine Kutsche verfrachtet und fährt mit dem Diener Limousin nach Deventer. Der Leser ist hier schon gefordert und fragt sich was hier passiert ist. Hat aber nach kurzer Zeit schon raus, das Helena, die Magd, in anderen Umständen ist. Kurz gesagt, sie ist schwanger. Die Geschichte geht dann ein Jahr zurück und beginnt mit dem Kennenlernen von René Descartes und Helena Jans van der Storm. Eine Liebe die zu dieser Zeit nicht sein darf, aber trotzdem passiert. Man versinkt beim Lesen in den Roman und ist in einem Jahrhundert gestrandet, wo ein Mädchen, dass aus ärmlichen Verhältnissen kommt noch weniger als nichts zählt. Aber Helena, die in Armut aufgewachsen ist, kann eines zu dieser Zeit, lesen und schreiben. Sie hat das Glück eine Anstellung als Magd bei einem Buchhändler zu bekommen, Mr. Sergeant. Dort konnte sie neben ihrer Arbeit als Magd, weiter ihrer Beschäftigung nachgehen, lesen und schreiben. Eines Tages erwähnt Mr. Sergeant, dass er demnächst einen Gast erwartet, der einen längeren Aufenthalt in Amsterdam in Erwägung zieht. Mr. Sergeant ist sehr stolz, das Europas aufstrebender Philosoph René Descartes in seinem Haus für längere Zeit Gast sein wird. Helena wurde angewiesen in Monsieur zu nennen, was für Helena auch kein Problem ist. Das einzige Problem das sie hat ist Limousin, den Diener von Renè. Ihn findet Helena furchtbar. Der Leser ist geneigt, Limousin auch nicht sympatisch zu finden, aber da muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Resümee: Ein Roman für eine Frau, die nicht in dieses Holland der 1630er Jahre passt. Helena ist für diese Zeit sehr emanzipiert, wenn man von Emanzipation sprechen darf. Sie kann lesen und schreiben, lernt noch einige Dinge mehr, lebt und meistert ihr Schicksal so gut es geht. Setzt sich in der von Männern dominierten Welt durch . Ich persönlich finde diesen Roman sehr gut und kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht sich auf die Zeitreise in das 17.Jahrhundert zu begeben und dabei froh zu sein, in der Jetztzeit zu leben. Vielen Dank an die Autorin für einen gelungen Roman.

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An den Grenzen der Liebe wartet das Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberschöna am 11.11.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Helena war Magd im Hause Sergeant und trifft dort auf den Gast René Descartes. Und das verändert ihrer beider Leben ganz elementar. Es beginnt eine Liebe, die Helena und ihren „Monsieur“ über Jahre hinweg begleitet, die viele Höhen und Tiefen durchlebt, die von Verletzungen und Zugeständnissen geprägt ist, die... Helena war Magd im Hause Sergeant und trifft dort auf den Gast René Descartes. Und das verändert ihrer beider Leben ganz elementar. Es beginnt eine Liebe, die Helena und ihren „Monsieur“ über Jahre hinweg begleitet, die viele Höhen und Tiefen durchlebt, die von Verletzungen und Zugeständnissen geprägt ist, die Früchte trägt und Staub aufwirbelt. Sie sind nicht vom gleichen gesellschaftlichen Stand, es trennen sie gut zwanzig Lebensjahre, er war ein großer Denker, Forscher und Gelehrter, sie war eine praktisch begabte, an allen Dingen interessierte junge Frau und so teilen sie eine gewisse Schnittmenge ihres Lebens auf einzigartige Art und Weise. Das Besondere an diesem historischen Roman ist seine atmosphärische Dichte, die Reflexion ganz verschiedener Gefühle, eine Abwechslung zwischen Hoffnung, Wut, Enttäuschung und Hingabe. All das geschildert aus der weiblichen Sicht, denn die Hauptprotagonistin ist hier Helena Jans van der Strom, die den Leser an ihrer Lebensgeschichte teilhaben lässt. Die Sprache ist trotz zahlreicher französischer bzw. holländischer Begriffe gut verständlich und passt auch in unsere Zeit. Fazit: Der Roman ist einer der Besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte hat mich einfach gepackt, die Handlung erinnert mich an so vieles, was ich selbst erlebt und gefühlt habe und verläuft oft ganz anders, als ich es mir gewünscht hätte. Empfehlenswert für alle, die gerne einen Mix aus historischem Roman, Liebesgeschichte und persönlicher Lebensgeschichte lesen und zu Gunsten der Romantik und Dramatik Abstriche machen können. Ein tolles Buch!

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An den Grenzen der Liebe wartet das Leben
von Jenny Vogler am 11.11.2015
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Helena war Magd im Hause Sergeant und trifft dort auf den Gast René Descartes. Und das verändert ihrer beider Leben ganz elementar. Es beginnt eine Liebe, die Helena und ihren „Monsieur“ über Jahre hinweg begleitet, die viele Höhen und Tiefen durchlebt, die von Verletzungen und Zugeständnissen geprägt ist, die... Helena war Magd im Hause Sergeant und trifft dort auf den Gast René Descartes. Und das verändert ihrer beider Leben ganz elementar. Es beginnt eine Liebe, die Helena und ihren „Monsieur“ über Jahre hinweg begleitet, die viele Höhen und Tiefen durchlebt, die von Verletzungen und Zugeständnissen geprägt ist, die Früchte trägt und Staub aufwirbelt. Sie sind nicht vom gleichen gesellschaftlichen Stand, es trennen sie gut zwanzig Lebensjahre, er war ein großer Denker, Forscher und Gelehrter, sie war eine praktisch begabte, an allen Dingen interessierte junge Frau und so teilen sie eine gewisse Schnittmenge ihres Lebens auf einzigartige Art und Weise. Das Besondere an diesem historischen Roman ist seine atmosphärische Dichte, die Reflexion ganz verschiedener Gefühle, eine Abwechslung zwischen Hoffnung, Wut, Enttäuschung und Hingabe. All das geschildert aus der weiblichen Sicht, denn die Hauptprotagonistin ist hier Helena Jans van der Strom, die den Leser an ihrer Lebensgeschichte teilhaben lässt. Die Sprache ist trotz zahlreicher französischer bzw. holländischer Begriffe gut verständlich und passt auch in unsere Zeit. Fazit: Der Roman ist einer der Besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Geschichte hat mich einfach gepackt, die Handlung erinnert mich an so vieles, was ich selbst erlebt und gefühlt habe und verläuft oft ganz anders, als ich es mir gewünscht hätte. Empfehlenswert für alle, die gerne einen Mix aus historischem Roman, Liebesgeschichte und persönlicher Lebensgeschichte lesen und zu Gunsten der Romantik und Dramatik Abstriche machen können. Ein tolles Buch!

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Ein Buch-Kleinod
von LinaLiestHalt am 22.09.2015
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Amsterdam im 17. Jahrhundert. Die junge und intelligente Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein Glücksfall, denn sie kann lesen. Als ein rätselhafter und schweigsamer Gast in das Haus einzieht, wird sie mit seiner Betreuung beauftragt. Der arbeitswütige Mann ist niemand anderes als der... Amsterdam im 17. Jahrhundert. Die junge und intelligente Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler. Ein Glücksfall, denn sie kann lesen. Als ein rätselhafter und schweigsamer Gast in das Haus einzieht, wird sie mit seiner Betreuung beauftragt. Der arbeitswütige Mann ist niemand anderes als der junge Rene Descartes. Zwischen Descartes und Helena entspinnt sich eine zarte Liebe, die nicht sein darf, denn nicht nur Standesunterschiede trennen sie. Diese außergewöhnliche Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. In den 1630ern verliebt sich Descartes in eine junge Holländerin und die beiden haben eine uneheliche Tochter, die sie sehr lieben. Mit einer wunderbar eleganten und einfühlsamen Sprache wird hier Helenas Geschichte erzählt und obwohl, bis auf wenige Eckpunkte, alles Fiktion ist und bleibt, wünscht man sich, dass es sich genau so zugetragen haben könnte. Ich hatte von dieser Geschichte noch nie etwas gehört, deswegen war ich wie elektrisiert, als ich dieses Buch entdecken (und sogar vorablesen) durfte. Es hat mich nicht enttäuscht! Auch das Cover schafft es, die zarte, unmögliche Liebe der beiden sichtbar zu machen. Ein rundum gelungenes Buch, dem ich viele liebevolle Leser wünsche!

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Eine gelungene Zeitreise ins Goldene Zeitalter Hollands
von oztrail am 20.09.2015
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Worte in meiner Hand Wo soll man hier beginnen? Ich nehme zuerst den Einband. Dieser ist sehr toll gemacht mit einer bedruckten Buchschleife aus edlem Papier. Das Bild auf dem Schutzumschlag könnte Helena Jans van der Strom darstellen, die Hauptdarstellerin dieses Romans. Ein unschuldiges Mädchen mit roten Backen, so... Worte in meiner Hand Wo soll man hier beginnen? Ich nehme zuerst den Einband. Dieser ist sehr toll gemacht mit einer bedruckten Buchschleife aus edlem Papier. Das Bild auf dem Schutzumschlag könnte Helena Jans van der Strom darstellen, die Hauptdarstellerin dieses Romans. Ein unschuldiges Mädchen mit roten Backen, so stellt man sich das 17te Jahrhundert vor. Der Inhalt: Der Roman beginnt mit einer Reise, die ein wenig Gänsehaut verursacht. Helena wird freiwillig oder sagen wir so - nicht ganz, in eine Kutsche verfrachtet und fährt mit dem Diener Limousin nach Deventer. Der Leser ist hier schon gefordert und fragt sich was hier passiert ist. Hat aber nach kurzer Zeit schon raus, das Helena, die Magd, in anderen Umständen ist. Kurz gesagt, sie ist schwanger. Die Geschichte geht dann ein Jahr zurück und beginnt mit dem Kennenlernen von René Descartes und Helena Jans van der Storm. Eine Liebe die zu dieser Zeit nicht sein darf, aber trotzdem passiert. Man versinkt beim Lesen in den Roman und ist in einem Jahrhundert gestrandet, wo ein Mädchen, dass aus ärmlichen Verhältnissen kommt noch weniger als nichts zählt. Aber Helena, die in Armut aufgewachsen ist, kann eines zu dieser Zeit, lesen und schreiben. Sie hat das Glück eine Anstellung als Magd bei einem Buchhändler zu bekommen, Mr. Sergeant. Dort konnte sie neben ihrer Arbeit als Magd, weiter ihrer Beschäftigung nachgehen, lesen und schreiben. Eines Tages erwähnt Mr. Sergeant, dass er demnächst einen Gast erwartet, der einen längeren Aufenthalt in Amsterdam in Erwägung zieht. Mr. Sergeant ist sehr stolz, das Europas aufstrebender Philosoph René Descartes in seinem Haus für längere Zeit Gast sein wird. Helena wurde angewiesen in Monsieur zu nennen, was für Helena auch kein Problem ist. Das einzige Problem das sie hat ist Limousin, den Diener von Renè. Ihn findet Helena furchtbar. Der Leser ist geneigt, Limousin auch nicht sympatisch zu finden, aber da muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Resümee: Ein Roman für eine Frau, die nicht in dieses Holland der 1630er Jahre passt. Helena ist für diese Zeit sehr emanzipiert, wenn man von Emanzipation sprechen darf. Sie kann lesen und schreiben, lernt noch einige Dinge mehr, lebt und meistert ihr Schicksal so gut es geht. Setzt sich in der von Männern dominierten Welt durch . Ich persönlich finde diesen Roman sehr gut und kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen. Es hat sehr viel Spaß gemacht sich auf die Zeitreise in das 17.Jahrhundert zu begeben und dabei froh zu sein, in der Jetztzeit zu leben. Vielen Dank an die Autorin für einen gelungen Roman.

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Worte in meiner Hand
von SteffiKa am 03.09.2015
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!!Achtung enthält Spoiler!! Inhalt (übernommen) Hollands Goldenes Zeitalter, Amsterdam und seine wohlhabenden Bürger ziehen Künstler und Intellektuelle an. Auch das Haus, in dem die junge Helena als Magd beschäftigt ist, hat einen neuen Gast. Helena ist angewiesen, ihn nur "Monsieur" zu nennen. Es ist ein noch unbekannter Philosoph aus Frankreich, sein... !!Achtung enthält Spoiler!! Inhalt (übernommen) Hollands Goldenes Zeitalter, Amsterdam und seine wohlhabenden Bürger ziehen Künstler und Intellektuelle an. Auch das Haus, in dem die junge Helena als Magd beschäftigt ist, hat einen neuen Gast. Helena ist angewiesen, ihn nur "Monsieur" zu nennen. Es ist ein noch unbekannter Philosoph aus Frankreich, sein Name ist René Descartes. Von nun an ist das Haus erfüllt von der inspirierenden Präsenz des schreibenden Fremden. Er weckt in Helena einen Wissensdurst, der anderen bislang verborgen war, und er ist begeistert von ihrer Auffassungsgabe und ihrem Talent zu schreiben. Sie wiederum ist betört von seiner sanften Art und seiner oft überraschenden Sicht auf die Dinge. Sie verlieben sich, was unmöglich ist. Charaktere Die Geschichte wird aus der Sicht von Helena erzählt: Eine junges 17-jähriges Mädchen, die von zu Hause weggeschickt wird und als Magd bei Mr. Sergeant eine Anstellung findet. Wir dürfen sie acht Jahre lang auf ihrem Weg begleiten. Dieser ist voll von Arbeit und Zweifel, aber auch - als sie Descartes kennen lernt - voll von Gefühl und Wissensdurst. Helena entwickelt sich zu einer starken, selbstbewussten Frau, die weiß was sie will und auch mal gegen den Strom schwimmt. René Descartes lernen wir als ruhelosen Wissenschaftler kennen, der sehr zurückgezogen mit seinem Limousin - seinem Diener - lebt. Erst als er Helena trifft, bekommt er eine andere Sicht auf manche Dinge , ja teilweise lernt er von ihr sogar alltägliche Dinge. Er setzt sich für sie ein, besorgt ihr Papier und Tinte und übt und vertieft mit ihr das Schreiben, das Helena von ihrem Bruder Thomas gelernt hat. Als Helena schwanger wird, schickt er sie weg, kümmert sich aber darum, dass sie und ihr Kind trotzdem finanziell versorgt sind. Auch später, als die beiden dann versteckt an Rande des Meeres leben, glaube ich, dass es für Descartes das Maximum war, das er den beiden geben konnte, und dass er Helena wirklich geliebt hat - eben auf seine Art. Schreibstil Das Buch überzeugt mit einer tollen Sprache, die nicht zu "alt" (manchmal merkt man nicht einmal, dass man sich im Jahr 1632 ff befindet) und voller Poesie, tollen Wörtern und Sätzen ist. Ein feiner Humor hat mich manchmal schmunzeln lassen. Auch holländische und französische Begriffe wurden manchmal benutzt: Die holländischen haben sich gut in das Erzählte eingefügt, allerdings waren mir die französischen zu viel: Ich musste öfters nachschlagen und war so aus dem Geschehen rausgerissen. Fazit Ein besonderes Buch mit einer besonderen Liebesgeschichte aus der Sicht Helena´s erzählt: Zugreifen! Wer sich allerdings erhofft hat, Descartes näher oder besser kennen zu lernen, könnte vielleicht hier enttäuscht sein.

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Kein typischer Historienroman des 17. Jhdt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Zell am See am 03.09.2015
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Guinevere erzählt in diesem Roman die Geschichte aus der Sichtweise von Helena Jans van der Strom. Helena kommt als Magd zu Mr. Sergeant nach Amsterdam. Sie ist eine für diese Zeit typisch erzogene Frau die aber sehr neugierig ist und sich das Schreiben und Lesen selber beigebracht hat. Beides wird... Guinevere erzählt in diesem Roman die Geschichte aus der Sichtweise von Helena Jans van der Strom. Helena kommt als Magd zu Mr. Sergeant nach Amsterdam. Sie ist eine für diese Zeit typisch erzogene Frau die aber sehr neugierig ist und sich das Schreiben und Lesen selber beigebracht hat. Beides wird zu dieser Zeit nur Männer beigebracht. Sie schließt Freundschaft mit Betje, der Dienstmagd von nebenan und bringt auch dieser heimlich das Lesen und Schreiben bei. Helena lernt während ihrer Tätigkeit als Magd Descardes „Monsieur“ kennen und lieben. Sie bekommt von ihm ein Kind, Francine. Zu dieser Zeit kam es nicht selten vor, dass wenn eine Magd ein Kind von einer höheren gestellten Persönlichkeit bekam diese entlassen wurde und ihr Kind in einem Waisenhaus abgeben musste. Descartes sorgte sich aber um Helena und ersparte ihr diese Demütigung dadurch. Descardes schickt Helena nach Deventer wo sie ihre Tochter Francine in der Obhut von Frau Anholts zur Welt brachte und sie dort in der Kirche auch taufen lies. Von hier ging sie nach Leiden zu ihrer Mutter um sich und ihr Kind ernähren zu können. Helena versuchte ihre Zeichnungen zu verkaufen und eine Anstellung als Zeichnerin zu ergattern was aber zu dieser Zeit Frauen verboten war bzw. diesen nicht zugetraut wurde. In dieser Zeit stellte sie ein Buch „Alphabeth für Kinder“ her, das sie unter dem Wert und ohne ihren Namen darauf vermerkt verkaufen konnte. Descardes Diener und treuer Begleiter Limousin findet sie in Leiden. Descardes holt Helena und seine Tochter nach Santpoort wo er beide in einem Haus in der Nähe des Meeres versteckte. Als Francine ca 4 Jahre alt war zogen sie nach Amersfoort. Von hier sollte sie zu ihrem 5. Geburtstag zu einer Tante nach Frankreich ziehen. Francine stirbt vorher leider an Scharlach. Fazid: Man möchte dieses Buch nicht mehr ablegen bis es zu Ende gelesen wurde. Guinevere erzählt die Geschichte so, dass man immer in Helenas Kopf ist. Das historische Umfeld ist sehr gut rechergiert und der Handlungsstrang ist von Anfang bis Ende glaubhaft. In diesem Buch kommt sehr gut die verschiedene Denkweisen von Frau und Mann heraus sowie dass man der Frau früher bei weitem nicht so viel Intelligenz wie einem Mann zutraute.

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Kein typischer Historienroman des 17. Jhdt.
von Caroas aus Zell am See am 03.09.2015
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Guinevere erzählt in diesem Roman die Geschichte aus der Sichtweise von Helena Jans van der Strom. Helena kommt als Magd zu Mr. Sergeant nach Amsterdam. Sie ist eine für diese Zeit typisch erzogene Frau die aber sehr neugierig ist und sich das Schreiben und Lesen selber beigebracht hat. Beides wird... Guinevere erzählt in diesem Roman die Geschichte aus der Sichtweise von Helena Jans van der Strom. Helena kommt als Magd zu Mr. Sergeant nach Amsterdam. Sie ist eine für diese Zeit typisch erzogene Frau die aber sehr neugierig ist und sich das Schreiben und Lesen selber beigebracht hat. Beides wird zu dieser Zeit nur Männer beigebracht. Sie schließt Freundschaft mit Betje, der Dienstmagd von nebenan und bringt auch dieser heimlich das Lesen und Schreiben bei. Helena lernt während ihrer Tätigkeit als Magd Descardes „Monsieur“ kennen und lieben. Sie bekommt von ihm ein Kind, Francine. Zu dieser Zeit kam es nicht selten vor, dass wenn eine Magd ein Kind von einer höheren gestellten Persönlichkeit bekam diese entlassen wurde und ihr Kind in einem Waisenhaus abgeben musste. Descartes sorgte sich aber um Helena und ersparte ihr diese Demütigung dadurch. Descardes schickt Helena nach Deventer wo sie ihre Tochter Francine in der Obhut von Frau Anholts zur Welt brachte und sie dort in der Kirche auch taufen lies. Von hier ging sie nach Leiden zu ihrer Mutter um sich und ihr Kind ernähren zu können. Helena versuchte ihre Zeichnungen zu verkaufen und eine Anstellung als Zeichnerin zu ergattern was aber zu dieser Zeit Frauen verboten war bzw. diesen nicht zugetraut wurde. In dieser Zeit stellte sie ein Buch „Alphabeth für Kinder“ her, das sie unter dem Wert und ohne ihren Namen darauf vermerkt verkaufen konnte. Descardes Diener und treuer Begleiter Limousin findet sie in Leiden. Descardes holt Helena und seine Tochter nach Santpoort wo er beide in einem Haus in der Nähe des Meeres versteckte. Als Francine ca 4 Jahre alt war zogen sie nach Amersfoort. Von hier sollte sie zu ihrem 5. Geburtstag zu einer Tante nach Frankreich ziehen. Francine stirbt vorher leider an Scharlach. Fazid: Man möchte dieses Buch nicht mehr ablegen bis es zu Ende gelesen wurde. Guinevere erzählt die Geschichte so, dass man immer in Helenas Kopf ist. Das historische Umfeld ist sehr gut rechergiert und der Handlungsstrang ist von Anfang bis Ende glaubhaft. In diesem Buch kommt sehr gut die verschiedene Denkweisen von Frau und Mann heraus sowie dass man der Frau früher bei weitem nicht so viel Intelligenz wie einem Mann zutraute.

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sprachtgewaltig und fesselnd
von vielleser18 aus Hessen am 28.08.2015
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"Ein Buch - es kann, es muss in Erstaunen versetzen." S. 130 1634, Amsterdam. Die junge Magd Helena arbeitet und lebt im Haus des Buchhändlers Thomas Sergeants. Dieser beherbergt öfters Gäste. Diesmal ist es René Descartes und sein Diener Limousin. Anfangs bekommt Helena wenig mit von... "Ein Buch - es kann, es muss in Erstaunen versetzen." S. 130 1634, Amsterdam. Die junge Magd Helena arbeitet und lebt im Haus des Buchhändlers Thomas Sergeants. Dieser beherbergt öfters Gäste. Diesmal ist es René Descartes und sein Diener Limousin. Anfangs bekommt Helena wenig mit von dem berühmten Gast, arbeitet er doch anscheinend Tag und Nacht in seinem Zimmer an einem Buch. Doch als er ihr nach einer Feier im Haus zu Hilfe kommt, entwickeln sich Gespräche und eine Beziehung. Eine Beziehung, die sie verheimlichen müssen. "Ein Baum war vielleicht mit der Erde verwurzelt, aber kam nicht der Wind, der hindurchwehte, und die Vögel, die darin nisteten, von weit her ? Ich würde nie nach Frankreich kommen oder an Orte, die er erwähnte. Aber ich hatte Augen und Ohren - ich hatte Landkarten gesehen und Mr. Sergeants Titelblätter gelesen. Nach und nach konnte ich diese Orte zu mir holen." S. 119 Die Autorin Guinevere Glasfurd hat mich vor allem durch solche Sätze bezaubert. Sie schildert die historisch belegte Beziehung zwischen der Magd Helena Jans van der Strom und René Descartes. Sie lässt Helena erzählen, aus ihren Augen, ihrer Sicht, erleben wir als Leser ihre Gedanken, ihre Gefühle. Diese sind zwar aus der literarischen Feder der Autorin, doch sie hat sie an dem belegten Begebenheiten und dem historischen Kontext angelehnt. Mich hat das Buch bezaubert, berührt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Man fühlte sich zurück versetzt in das 17. Jahrhundert und konnte sich die Protagonisten und das Umfeld sehr gut vorstellen. Es ist eine Zeit, in der es nicht üblich war, dass Mädchen/Frauen lesen und schreiben konnten. Eine Zeit, in der man in der Rolle, in die man hineingeboren war, meist blieb. Beziehungen, die getrennt durch Religion, Stand und Ansehen waren, durfte und konnte es nicht geben. Dennoch gab es sie. Heimlich, versteckt. Doch was bedeutet diese Heimlichkeit für eine Beziehung ? Guinevere Glasfurd hat dies sehr bewegend geschildert. Es ist ein auf und ab an Gefühlen, die die Autorin hier durch Helenas Leben dargestellt, vermittelt. Ein Leben, dass ganz anders verlief als heutzutage. Der berühmte Philosoph, Mathematiker und Naturwisschenschaftler Descartes spielt zwar eine wichtige Rolle in diesem Buch, ist dennoch nicht die Hauptfigur. Es geht nur am Rande um seine Entdeckungen und Schriften, es geht hauptsächlich um die Beziehung der beiden und ihr Leben. Übrigens empfehle ich jedem künftigen Leser erst hinterher zu googeln! "Obwohl er tief blicken konnte, hatte er nicht weit geblickt". S. 219 Ich könnte noch etliche solcher schönen Sätze zitieren, die deutlich machen, dass es sich hier zwar um eine historische Liebesgeschichte handelt, aber diese dennoch sehr sprachgewaltig ist und auf keinem Fall seicht ist. Fazit: Sprachgewaltig, fesselnd, bewegend. Für mich war dieses Buch eine wahres Highlight !

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