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Zurück auf Start

Ein Fall für Kostas Charitos

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Claudia Hüllmann, Thalia-Buchhändlerin und Krimi-Liebhaberin sagt:
Spätestens mit seinem Roman "Faule Kredite", der 2011 erschien, als die griechische Staatsschuldenkrise das Hauptthema in den Medien war, wurde Petros Markaris einer breiten Leserschaft bekannt. Und auch in seinem nunmehr zehnten Roman lässt Markaris den schrulligen Kommissar Kostas Charitos nicht nur in einem Mordfall ermitteln, er breitet ein Panorama des heutigen Griechenlands aus, rückwärtsgewandt, korrupt, radikal und hoffnungslos verschuldet. Kostas Charitos ist ein ziemlich durchschnittlicher, fast langweiliger Kommissar - aber er besitzt einen messerscharfen Verstand. In diesem Buch wird seine Tochter, mittlerweile Anwältin für Menschenrechte, böse zusammengeschlagen: Einer Truppe Neonazis passt es nicht, dass sich Katerina für Immigranten einsetzt. Kurz danach findet eine Putzfrau den erhängten Deutschgriechen Andreas. Alles deutet auf Selbstmord hin, aber dann weiß es eine seltsame Gruppe, "Die Griechen der fünfziger Jahre", besser - Andreas wurde ermordet. Und er wird nicht der letzte Tote sein... Kostas Charitos wurschtelt sich durch dieses Dickicht, der Leser folgt ihm, fasziniert und angewidert zugleich. Dadurch, dass der Roman im Präsens und der 1. Person Singular geschrieben ist, hatte ich beim Lesen immer das Gefühl, direkt dabei zu sein. "Zurück auf Start" ist nicht nur ein Krimi, es ist ein Gesellschaftsroman ohne glückliches Ende und ohne Sentiment. Absolut lesenswert!
Portrait
Petros Markaris, geboren 1937 in Istanbul, ist Verfasser von Theaterstücken und Schöpfer einer Fernsehserie, er war Co-Autor von Theo Angelopoulos und hat deutsche Dramatiker wie Brecht und Goethe ins Griechische übertragen. Mit dem Schreiben von Kriminalromanen begann er erst Mitte der neunziger Jahre und wurde damit international erfolgreich. Er hat zahlreiche europäische Preise
gewonnen, den Raymond Chandler Award 2011, den Fregene Prize 2012, den Premi Pepe Carvalho 2012 sowie den Prix du Polar européen 2013. Petros Markaris lebt in Athen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kopiergeschützt i
Seitenzahl 368, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.03.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783257604603
Verlag Diogenes
Verkaufsrang 3.237
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Kundenbewertungen


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Mit Geiz und Geldgier macht man sich nicht beliebt
von einer Kundin/einem Kunden am 18.05.2015

Die einen Polizeibeamten schlagen sich auf die Seite der Goldenen Morgenröte, andere beißen sich an den "Griechen der fünfziger Jahre" die Zähne aus. Da geht doch glatt der Hut hoch. Motto: Unspektakulär vorgehen und auf einen grünen Zweig kommen.

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von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertetes Format: anderes Format

Moderner Gesellschaftsroman und Krimi zugleich, mit leichter Hand und leiser Ironie geschrieben. Typisch Markaris, einfach wunderbar !

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0 0
Die griechische Tragödie
von einer Kundin/einem Kunden am 03.08.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

geht weiter. Ein deutsch-griechischer Geschäftsmann begeht Selbstmord. Doch die Gruppierung "Griechen der fünfziger Jahre" behauptet, er sei ermordet worden. Als ein weiterer Mord geschieht, glaubt auch Kommissar Charitos, dass diese Fälle einen gemeinsamen Nenner haben.

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0 0
Visionär:3.Teil der "Krisentrilogie"
von einer Kundin/einem Kunden am 05.05.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Visionär deswegen,weil dieser Krimi schon 2012 geschrieben wurde und es fast unheimlich ist,wie Markaris die wirtschaftliche und auch politische Entwicklung Griechenlands vorhergesehen hat. In der Bevölkerung herrscht ein starker Rechtsruck und so wird Katherina,die Tochter des Kommissars Charitos von Neonazis verprügelt,weil sie afrikanische Zuwanderer vor Gericht vertritt.Bei seinen Ermittlungen stößt... Visionär deswegen,weil dieser Krimi schon 2012 geschrieben wurde und es fast unheimlich ist,wie Markaris die wirtschaftliche und auch politische Entwicklung Griechenlands vorhergesehen hat. In der Bevölkerung herrscht ein starker Rechtsruck und so wird Katherina,die Tochter des Kommissars Charitos von Neonazis verprügelt,weil sie afrikanische Zuwanderer vor Gericht vertritt.Bei seinen Ermittlungen stößt er auf die Gruppe "Griechen der 50er",die radikal die Rückkehr zu den alten Werten wie freie Bildung,Stopp der Korruption und ehrliche Arbeit fordert. Wie immer werden soziale und politische Entwicklungen anhand von Charitos´Familie verdeutlicht,was den Krimi äußerst eindrucksvoll macht.Allein das Ende fand ich nicht ganz so überzeugend wie sonst.

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Es gibt ein weiteres Opfer. Hebt mir ein Stück Pitta auf.
von Belinda Wiesbauer aus Steyr am 23.04.2015
Bewertetes Format: Einband: gebundene Ausgabe

Petros Markaris neuestes Werk Zurück auf Start hat nicht umsonst diesen Titel, schließlich und endlich beginnt er just genau zu der Zeit, als der Euro in Griechenland abgeschafft und die Drachme wieder eingeführt wird. Das Land versinkt immer mehr in seiner misslichen Lage und die Menschen, vor allem die... Petros Markaris neuestes Werk Zurück auf Start hat nicht umsonst diesen Titel, schließlich und endlich beginnt er just genau zu der Zeit, als der Euro in Griechenland abgeschafft und die Drachme wieder eingeführt wird. Das Land versinkt immer mehr in seiner misslichen Lage und die Menschen, vor allem die junge Generation ist auf soziale und ehrenamtliche Projekte stark angewiesen. Sogar Kostas Frau Adriani greift zur Selbsthilfe und bekocht nun die gesamte Familie. Die Tochter Katarina und deren Mann Fanis sind nicht wie geplant für die UN nach Afrika gegangen und Katarina kümmert sich als Anwältin für junge Menschen, die mit Drogen in Verbindung kamen. Die Krise führt dazu, dass eine Gruppe namens DIE GRIECHEN DER FÜNFZIGER mit Morden und Drohungen einen Kampf gegen Korruption führt. Charitos hat zunächst einmal Täter aus dem rechten Lager in Verdacht. Gemeinsam mit seinem neuen Mitarbeiter Papadakis ermittelt er, wie gewohnt mit seiner ruhigen Art. Markaris hat diesen Titel eigentlich schon 2012 geschrieben (im griechischen Original, Brot, Bildung, Freiheit), umso erstaunlicher ist seine Voraussicht der Ereignisse, die ja nicht ganz aus der Luft gegriffen sind. Alles in allem ist auch dieser Teil wieder sehr unterhaltsam, wenn auch etwas ruhiger als die Vorherigen und eröffnet einem doch einen Blick auf die Entwicklung in Griechenland, die man vielleicht so sonst nicht hätte.

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