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Autorenbild von Alexis Jenni

Alexis Jenni

Alexis Jenni wurde 1963 in Lyon geboren, wo er heute am Lycée Saint-Marc Biologie und Naturkunde unterrichtet. An seinem monumentalen Roman „Die französische Kunst des Krieges“ schrieb er fünf Jahre lang, meistens in einem Café. Dann schickte er das Manuskript per E-Mail an den Verlag Gallimard, der es im Sommer 2011 veröffentlichte. Nach zwei früheren Romanen, die keinen Verlag fanden, wurde „Die französische Kunst des Krieges“ so Jennis erste Romanpublikation. Das Buch erregte schon bei Erscheinen breite Aufmerksamkeit. Es wurde als Meisterwerk gefeiert, für den Prix Fémina und den Prix Médicis nominiert und am 2. November 2011 mit dem Prix Goncourt, dem höchsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet.

Die französische Kunst des Krieges von Alexis Jenni

Neuerscheinung

Die französische Kunst des Krieges
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Vom Krieg im Frieden

Als 1991 der erste Golfkrieg ausbricht, ist er für den jungen Erzähler von Alexis Jennis beeindruckendem Roman nicht viel mehr als ein paar harmlose Bilder im Fernsehen – ein Geschehen, weit weg, das sein Dasein nicht berührt. Er lässt sich treiben wie immer, als ginge ihn das alles nichts an. Bis er eines Tages in einem Bistro Victor Salagnon kennenlernt, einen Greis, der als junger Mann in der Résistance gegen die Deutschen kämpfte und später in Indochina und Algerien in Frankreichs schmutzigen Kolonialkriegen diente. Salagnon ist ein begnadeter Tuschezeichner, aber er kennt auch das wahre Gesicht des Krieges: Er hat noch die Kunst des Tötens gelernt und ausgeübt.

Bei diesem Mann, in dessen Wesen sich das Zivilisierte und das Barbarische merkwürdig vereint finden, lernt der Erzähler das Zeichnen. Und währenddessen erzählt ihm Salagnon von seinem Leben im Krieg und für den Krieg, von seinen Träumen und seinen Alpträumen, die ihn bis heute verfolgen. Und je länger der Erzähler dieser Geschichte lauscht, desto mehr begreift er, dass Salagnons Vergangenheit direkt in unsere Gegenwart zielt. Dass wir, die wir glauben in einer Epoche des Friedens aufgewachsen zu sein, den Krieg lediglich tabuisiert und verdrängt haben. Dass wir das Morden und Töten verlagert, es in ferne Länder exportiert haben: nach Südostasien, nach Afrika, in den mittleren Osten. Und dass der Krieg deshalb bis heute untergründig alle westlichen Gesellschaften durchzieht …

Alexis Jennis monumentaler Roman war die literarische Sensation des Jahres 2011; er ist, so die einhellige Meinung, ein Meisterwerk, das den versteckten Krieg, auf dem unser Frieden beruht, wieder sichtbar macht.

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