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Arne Naess

Arne Næss, geboren 1912 in Slemdal bei Oslo, gestorben am 12.1.2009, war Professor der Philosophie. Bekannt wurde er durch seine Arbeiten zu Logik, Methodologie und Sprachphilosophie und besonders durch die Begründung der Tiefenökologie. Von 1940-55 engagierte er sich in der Friedensbewegung, 1948/49 leitete er in Paris ein UNESCO-Projekt zum Ost-West-Konflikt. Mit der Erstbesteigung des Tirich Mir im Hindukusch hat er sich außerdem einen Namen als Bergsteiger gemacht. In Europa war Naess als Anhänger grüner Politik bekannt, 1997 wurde er Ehrenmitglied der Grünen Partei Norwegens. Für sein gesellschaftspolitisches Engagement wurde Arne Naess 2005 zum „Kommandant mit Stern“ des Königlichen Sankt-Olav-Ordens ernannt. David Rothenberg ist Professor der Philosophie und Musik am New Jersey Institute of Technology. In Zusammenarbeit mit Arne Naess hat er dessen Schrift Okologi, samfunn og livsstil überarbeitet, ins Englische übersetzt und neu herausgegeben.

Die Zukunft in unseren Händen von Arne Naess

Neuerscheinung

Die Zukunft in unseren Händen
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Schon in den 1970er Jahren sah der norwegische Philosoph Arne Næss, die Welt auf eine ökologische Katastrophe zusteuern und war darüber tief besorgt. Obwohl er die konventionelle Ökologie mit ihren konkreten reformerischen Anstrengungen hoch schätzte und immer unterstützte, war Næss doch der Überzeugung, dass es für die Rettung von Mensch und Natur mehr bedarf als das Reparieren der entstandenen Schäden. So gab er nach 30 Jahren seinen Lehrstuhl in Oslo auf und widmete sich der Begründung einer tiefenökologischen Philosophie. Die Gestaltung einer nachhaltigen Welt ist der Tiefenökologie zufolge nicht nur eine Frage der umweltfreundlichen Technik und Ökonomie, sondern eine der Lebens- und Weltanschauung. Die tiefenökologische Sicht auf die Welt strebt keinen hohen Lebensstandard, sondern eine menschenwürdige Lebensqualität an. Diese schliesst eine Ausdehnung der Fürsorge für andere Menschen und die nichtmenschliche Natur ein. Eine solche, tief empfundene ganzheitliche Sicht jedes Einzelnen bringt eine ökologische Klugheit hervor, die ganz unvermeidlich in Normen und Regeln und in politisches Handeln mündet.

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