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Autorenbild von Bernd Hambüchen

Bernd Hambüchen

Bernd Hambüchen – geboren 1940 im Bergischen Land bei Altenberg – studierte Philosophie, Antike Sprachen, Geschichte und Sozial - wissenschaften in Köln und München. Promotion. Staatsexamen. 1967-1974 Tätigkeit als Gymnasiallehrer
und Universitätsassistent.
1967-2002 nebenberuflich Lehrbeauftragter an der Universität zu Köln und der Fachhochschule Köln. Von 1974 an arbeitete er hauptberuflich als Erwachsenenbildner und ging 2005 als Direktor der Volkshochschule Köln in den Ruhestand. Seitdem schreibt er Erzählungen und Gedichte in Hochdeutsch und kölscher Mundart.

Bernd Hambüchen lebt in Overath bei Köln. Seit 2010 ist er Dozent an der Akademie för uns kölsche Sproch.

Un iwig größ der Dom von Bernd Hambüchen

Neuerscheinung

Un iwig größ der Dom
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Geschichten brauchen wie auch das menschliche Leben ganz allgemein einen Rahmen, einen Bezugsrahmen, das heisst, ein Milieu. Bernd Hambüchen nennt sein Milieu ‚das kölsche Universum‘. Es reicht bei ihm allerdings weit über die Stadtgrenze hinaus ins rechts- und linksrheinische Umland. Doch auch dessen emotionaler Mittelpunkt ist der Kölner Dom, eben "dä Dom, dä iwig gröss un noh däm mer och, wann et nüdig es, wigg zo Foss geiht". Ja, in seinem Schatten blühen, wenn man so will, die kölschen Geschichten und Erzählungen.

Das kölsche Milieu ist gekennzeichnet durch die Philosophie der kleinen Leute, ihre Eigenarten, ihren Humor. Dazu gehört natürlich die anschauliche und bilderreiche, frische und lebensnahe Sprache, die manchmal auch im derben Mutterwitz mündet, die Spötteleien und die, wie die Kölner sagen, "Grielächerei". Auf Kölsch lässt sich vieles sagen, was man hochdeutsch nicht aussprechen würde. Kölsch ist so gesehen eine direkte Sprache.

In diesem Universum spielen auch die Geschichten Bernd Hambüchens: liebenswürdig und lustig, melancholisch und ernst, grotesk und ironisch. Man spürt das Behagen des Autors an den Unvollkommenheiten der Welt. Er ist ein liebenswürdiger Pessimist, duldsam gegen das Menschlich-allzu-Menschliche, gelassen und entspannt, neugierig und zugleich erstaunt über die Wendungen des Lebens, aber immer ohne erhobenen Zeigefinger unterwegs.

Bei einem kölschen Geschichtenerzähler wie ihm kommt beinahe alles "op et Tapet", was das Leben so mit sich bringt: z. B. die merkwürdigen Wege der Liebe und das weibliche Schönheitsideal, der Krieg zweier Pastöre und Weihwasserfreunde, ein Familienvater, der Papst wird, und ein Betrüger, der betrogen wird, Hörbeschwerden alter Männer und die Schwierigkeiten, die Karnevalskostüme bereiten können, merkwürdige Ehepaare und ein Liebesmord, politische Krawallmacher und die Schatten der Vergangenheit, die Besonderheiten der kölschen Küche und Weihnachtstraditionen.

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