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Autorenbild von Carlo Ross

Carlo Ross

Carlo Ross, am 7. Februar 1928 in Hagen geboren, begann nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für verschiedene Zeitungen und Jugendzeitschriften zu schreiben, wechselte dann aber in die Sozialarbeit. Einige Jahre später nahm er seine Tätigkeit als Journalist und Redakteur in Berlin wieder auf und gründete einen Kleinverlag. Nach seiner Pensionierung begann er Jugendbücher zu schreiben. Von 1984 bis 1996 lebte er in Regensburg, bevor er wieder in seine Geburtsstadt Hagen zog.In dem Titel ›... aber Steine reden nicht‹ (dtv pocket 78016) schildert Ross vornehmlich aus der Warte des zu Beginn der Geschichte zehnjährigen jüdischen Jungen David Rosen die Jahre 1938 bis 1942. Der Leser wird Zeuge der zunehmenden Diskriminierung und Einschüchterung der Juden, die schließlich in Terror und Pogrome übergeht. Der Autor hat mit diesem Buch die Geschichte seiner Kindheit und Jugend verarbeitet, wobei der Text aus seiner Unaufdringlichkeit starke Überzeugungskraft gewinnt. Im Fortsetzungsband ›Im Vorhof der Hölle. Ein Buch gegen das Vergessen‹ (dtv pocket 78055) erzählt Ross vom weiteren Schicksal des nun 14-jährigen David Rosen. Aus seiner Geburtsstadt Hagen wird David, von seiner Mutter getrennt, mit einem der gefürchteten Judentransporte ins KZ Theresienstadt deportiert. Dort überlebt er bis zum Kriegsende 1945 mithilfe von Mitgefangenen, wodurch in ihm der Glaube an eine Mitmenschlichkeit wach gehalten wird, die er tagtäglich tausendfach mit Füßen getreten erlebt. Carlo Ross schrieb ebenso mehrere historische Romane. Für seine Bücher wurde er mit vielen Preisen ausgezeichnet, u.a. 1994 mit dem Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur. Carlo Ross starb am 12. August 2004 in Hagen.

Im Vorhof der Hölle von Carlo Ross

Neuerscheinung

Im Vorhof der Hölle
  • Im Vorhof der Hölle
  • (3)

1942 wird der 14-jährige Jude David Rosen nach Theresienstadt gebracht. Dieses Lager, von den Nazis als »Vorzeige-KZ« konzipiert um es der Presse und ausländischen Besuchern vorzuführen, wird von seinen Bewohnern auch »Vorhof zur Hölle« genannt. Jeder hier weiss, dass es aus Theresienstadt nur einen Weg gibt: in die Vernichtungslager. David merkt schnell, dass hinter der künstlichen Fassade der gleiche brutale Alltag von Terror und Angst herrscht, dem die Juden in dieser Zeit überall ausgesetzt sind. Er hat nur ein Ziel: Er will überleben.

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