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Christin Krischke

Christin Krischke kam 1966 in bescheidenen Verhältnissen in Berlin zur Welt und wuchs in einer Tierwelt aus Stadttauben, Nachbarskatzen, Sielmanns Tierfilmen und einem zwölfbändigen Brehms Tieratlas auf. Während des Abiturs verdiente sie sich Geld hinzu und begann im Norden Berlins das Westernreiten, was sie 1989 auf die Eagle Free Ranch im Kreis Nienburg bei Hannover zu ihrem zukünftigen Mann Wolfgang Krischke führte, dem damaligen Europameister im Junior-Cutting. Innerhalb eines Jahres stellte das junge Paar sein gesamtes Leben um und entfernte sich vom wettkampfgesteuerten Westernsport in Richtung einer „alternativen Reitkunst“, wie die erste gemeinsame Unternehmung 1990 hieß. Durch Zufall stießen sie bei einer Frankreichreise auf Berberpferde, die sie mit ihren Eigenschaften begeisterten und das Interesse an der Historie weckten. Bis heute setzt sich Christin Krischke als internationale Richterin für Berberpferde für den Erhalt dieser seltenen Rasse ein. Aus der besonderen Kraft der Krischkes, sich immer wieder neu aufzustellen und zu definieren, entstanden in den folgenden Jahre viele Projekte und Initiativen, die historische Reiterei erlebbar machten und in ganz Europa aufgeführt wurden , wie auch das “lebendige Pferdemuseum” – ein lange gehegter Traum, der sich Anfang 2004 in Bückeburg verwirklichte. Christin Krischke ist die Stimme der Fürstlichen Hofreitschule, als Moderatorin in den Vorführungen und Seminaren, oder als Referentin und Korrespondentin außerhalb trägt sie die Erkenntnisse aus 25 Jahren Historienforschung und experimenteller Archäologie im Sattel und die Erfahrungen aus 11 Jahren Hofreitschulbetrieb in die Reiterwelt.

Du entscheidest! von Christin Krischke

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ab Fr.23.00

"Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft" wird der preussische Universalgelehrte Wilhelm von Humboldt gerne in der Fürstlichen Hofreitschule in Bückeburg zitiert. Ob in den 4000 Jahren, die auf der Welt bereits ohne "Trabverstärkungen" und "Vorwärts-Abwärts" geritten und dabei wirklich so viel falsch gemacht wurde, wie der moderne Dressursport es heute glauben machen will, nimmt Christin Krischke, Mitbegründerin und Direktorin von Deutschlands einziger Hofreitschule, unter die Lupe. Seit über 25 Jahren erforscht sie mit ihrem Mann Wolfgang die Hintergründe historischer Reiterei im Feldversuch, am lebenden Pferd. Mit Historikern, Museumskuratoren und experimentelle Archäologen stellen sie vergessene Übungen, Ausrüstungen und Begebenheiten nach und bringen die erstaunlichsten und einleuchtendsten Erklärungen zutage. Wissen, das die moderne Reiterei auf den Kopf zu stellen vermag.
Auf das durch die Weltkriege entstandene Vakuum an Reitwissen, das sich bis heute in den Köpfen der Funktionäre, Sportreiter und Freizeitreiter fortpflanzt, zielt die Kritik der Autorin ab.
In der Historie und Entwicklung der Beziehung zwischen Pferd und Mensch liegen alle Informationen und das "Handwerkszeug", um pferdegerecht reiten zu können. Ermutigende Aussichten für eine Reiterei, die sich vor siebzig Jahren von allem Althergebrachten abnabelte, um heute zu einer 5 Milliarden Euro schweren Industrie auszuufern. Neben allen kritischen Worten zu den Konventionen des Reitsports, bietet Christin Krischke dem Hörer solide belegte Alternativen im Bezug auf Umgang, Methoden, Ausrüstung und Reiterei an, die dem denkenden Reiter die Entscheidungsfreiheit zurückgeben, und das nötige Hintergrundwissen, um die Entscheidungen guten Gewissens verantworten zu können.

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