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Christina Drexel

Christina Drexel wurde 1978 in Augsburg geboren. Sie legte die Prüfungen für das Staatsexamen, das Konzertexamen und die Promotion in München und Dresden ab. Bisherige Verpflichtungen als Dirigentin, Dozentin und Korrepetitorin führten sie u. a. nach Wien, Bukarest und Peking. Christina Drexel war als Mitarbeiterin auf musikwissenschaftlichem Sektor tätig und übernahm Archivrecherchen, so z. B. für die Publikation über die "Geschichte der Hochschule für Musik und Theater München" (2005). Sie schrieb Artikel für Programmhefte und konzipierte darüber hinaus eigene Moderationstexte für ihre Kinderkonzerte, darunter Die Moldau oder die Finlandia mit dem Symphonieorchester der Stadt Stadtbergen.

Carlos Kleiber von Christina Drexel

Neuerscheinung

Carlos Kleiber
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"Carlos Kleiber, einer der grössten Dirigenten überhaupt, hat in der Kunst das gesucht,was niemand findet: das Absolute." (Aus dem Geleitwort von Ioan Holender)
Der Dirigent Carlos Kleiber (1930-2004) genoss bei Fachleuten und Publikum höchstes Ansehen. Seine Video- und Audioproduktionen gelten ausnahmslos als Referenzaufnahmen. Die vorliegende Studie widmet sich der Arbeits-, Dirigier- und Musizierweise des genialen Künstlers. Ausgehend von der Beschreibung seiner Vorbereitung auf die Werke und der Untersuchung seines persönlichen Dirigierstils werden im Rahmen von Analysen Vergleiche mit Erich Kleiber, Herbert von Karajan, Leonard Bernstein, Arturo Toscanini, Wilhelm Furtwängler u. a. angestellt.
Die Schrift beinhaltet eine kurze Biographie sowie einen Abschnitt über die Problematiken auf diesem Gebiet der Interpretationsforschung, da – beispielsweise bei Aufnahmenvergleichen – von nie konstanten Voraussetzungen wie der Tagesverfassung der Mitwirkenden ausgegangen werden muss. Auch technische Faktoren, so etwa der Verständigungsmechanismus zwischen Dirigent und Orchester, sind schwer nachweisbar, was Schriften verschiedenen Genres über das Dirigieren und Dirigenten sowie Presseartikel und Berichte über Carlos und Erich Kleiber verdeutlichen. Dennoch liefert z. B. die Auswertung einer für die Studie durchgeführte Umfrage unter Musikern des Bayerischen Staatsorchesters und der Sächsischen Staatskapelle über die Zusammenarbeit mit Carlos Kleiber signifikante Resultate.
Der Schwerpunkt der Monographie liegt auf der Untersuchung des Dirigiervorganges, wie er als charakteristisch für Carlos Kleiber gelten kann. Anhand von Beispielen wird z. B. das Quellenstudium des Dirigenten eingehend beschrieben. Ebenso wird eine Untersuchung zur Beschäftigung Carlos Kleibers mit dem Notentext und Eintragungen in das Orchestermaterial angestellt. Ein weiterer Abschnitt widmet sich der Reflexion des Dirigenten über den Notentext und die vom Komponisten vorgeschriebenen Metronomzahlen, worauf sich eine Überlegung zu Carlos Kleibers Probentechnik anschliesst. Erkenntnisse über den persönlichen Dirigierstil Carlos Kleibers ergeben sich schliesslich aus einer Analyse seiner Dirigierbewegungen in Verbindung mit der Charakterisierung des Orchesterklanges. Zentrale These der Schrift ist die Einzigartigkeit des individuellen Stils und Orchesterklanges jedes Dirigenten, weshalb der in einem finalen Resümee unternommene Versuch einer eindeutigen Einordnung Carlos Kleibers innerhalb dreier durch die Musikwissenschaft definierten Strömungen zu keinem eindeutigen Ergebnis führen kann. Die Studie bestätigt den einzigartigen Rang Carlos Kleibers und würdigt seinen bedingungslosen, intensiven Einsatz für eine dem Werkcharakter entsprechende Wiedergabe musikalischer Meistwerke.

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