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Christophe Fricker

Christophe Fricker, geboren 1978, hat in Oxford promoviert – drei Jahre Nieselregen! Als Deutscher in England war er innerhalb von 15 Jahren erst »Nazi«, dann »Merkel­anhänger« und schließlich der »Mann aus Lidl-Land«. Das britische Deutschlandbild änderte sich so wie sein Englandbild. Und den Akzent kriegt er inzwischen immerhin so hin, dass man ihn für einen Südafrikaner hält.

111 Gründe, England zu lieben von Christophe Fricker

Neuerscheinung

111 Gründe, England zu lieben
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Auf zur Erkundungsreise durch England! Vielleicht lohnt es sich ja jetzt erst recht, dass wir uns zum Tee einladen lassen …

Wir lieben England halt. Seine Bewoh­ner stehen so bewundernswert diszipliniert Schlange und versuchen sich ganz rührend immer wieder im Elfmeterschiessen. Die Metro­pole London begeistert uns, und die Cotswolds, Cornwall oder der Lake District sind ein idyllischer Sehnsuchtsort. Und das Heilmittel für alle Leiden haben die Engländer auch: die gemeinsam getrunkene Tasse Tee, mit Milch.

Dieses Buch eröffnet den Lesern Einblicke in kleine Eigenheiten und Ausblicke auf grosse Landschaften. Es gibt vieles, was wir über das vermeintlich bekannte Nachbarland noch nicht wissen.

Christophe Fricker jedenfalls kommt aus dem Staunen nicht heraus, wenn seine englischen Schwäger sich absurde Wortspiele um die Ohren hauen oder wenn er plötzlich merkt, dass ein gutes Ale ein wirklich gutes Bier ist. Eine Liebeserklärung auch für unsichere Zeiten!

DAS THEMA
Dachten wir doch, wir hätten die Engländer verstanden: Sie treten keinem zu nahe, haben einen feinen Humor, trinken erst mal eine Tasse Tee und kriegen die Sache dann schon hin, weil sie gewieft und kompromissbereit sind.

So sahen wir das, und manch ein Schüleraustausch in Brighton, eine Rosamunde-Pilcher­Tetralogie im ZDF und ein Blick auf die schrullige Harmlosigkeit selbst eines Prinz Philip haben uns in dieser Auffassung bestärkt. Doch dann kam der 23. Juni 2016, und als wir am Morgen des 24. aufwachten, hatte die Teekanne einen Sprung. In seiner Brexit-Panik stellte der »Spiegel« die entscheidende Frage: »Muss Schwein­steiger England verlassen?«

17 Millionen hatten gegen die EU gestimmt, 16 dafür. Von 55 Millionen. Aber das reicht für den Austritt, denn Mehrheit ist Mehrheit. Trotzdem wird die grosse Zugbrücke über dem Ärmelkanal nicht gänzlich hochgezogen, und wir können die neue Wirklichkeit dieses eigensinnigen Landes immer noch nach Herzenslust erkunden!

EINIGE GRÜNDE
Weil alles wieder offen ist. Weil der Humor wirklich unschlagbar ist. Weil man zu Weihnachten Fussball guckt. Weil man sich auch auf Ämtern mit seiner Stromrechnung ausweist. Weil in Christ Church die Uhren anders gehen. Weil die rechten Schläger einen Syrer verehren. Weil man anderen Menschen etwas zutraut. Weil sich die Engländer selbst nicht lieben. Weil die Gärten so wunderschön sind. Weil man der Nation seinen schönsten Besitz anvertraut. Weil die Tropen auch ohne Klimawandel schon da sind. Weil man die kleinen Dörfer trotzdem lieb hat. Weil man so gut schippern kann. Weil man nur eine Minute lang durchhalten muss. Weil die Klöster als Ruinen besonders attraktiv sind. Weil zwischen üppig und kahl nur wenige Meter liegen. Weil sie so viel von uns haben. Weil das wirklich auch für allerenglischste Kulturgüter gilt. Weil es ganz oben aussieht wie im Iran. Weil wir so viel von ihnen haben. Weil es schmeckt! Weil es nur die Wahl zwischen Liebe oder Hass gibt. Weil Border Collies natürlich die Besten sind.

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