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Paul Renner

Paul Renner (1878–1956) studierte Malerei an den Kunstakademien in Berlin, München und Karlsruhe und befasste sich ab 1907 intensiv mit Typografie. 1925 und 1926 lehrte er an der Frankfurter Kunstschule Werbegrafik und Typografie, 1927 entwickelte er die Schrift »Futura«, mit der er Weltruhm erlangte. Als Reaktion auf seine Kampfschrift »Kulturbolschewismus« wurde Renner 1933 von den Nazis verhaftet und aus ­seinem Amt entlassen, seine Bücher wurden vom Markt genommen. Er emigrierte in die Schweiz, wo er bis zu seinem Tod zurückgezogen als Maler lebte..
Anna Lena von Helldorff, 1977 geboren in München, lebt und arbeitet als selbstständige Gestalterin in Leipzig und seit 2019 mit Schwerpunkt in München. 2004 schloss sie ihr Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Klasse Systemdesign bei Prof. Ruedi Baur ab. Seit 2004 ist sie an verschiedenen deutschen Kunsthochschulen in der Lehre tätig, u.a. 2012–2014 als Vertretungsprofessorin an der Hochschule für Künste Bremen. Von 2006–2019 organisierte von Helldorff die Bürogemeinschaft buero total & kollegen in Leipzig, 2014 gründete sie den KV – Verein für Zeitgenössische Kunst Leipzig e.V. im Kollektiv mit Künstler*innen, Kurator*innen und Kunsthistoriker*innen. Seit 2015 ist sie Mitglied der AGI (Alliance Graphique Internationale).
In der gestalterischen Praxis wie in der Lehre steht die intensive Auseinandersetzung mit Zeichen und Sprache, Bild und Schrift als sozialer, gesellschaftlicher und ästhetischer Ausdruck im Fokus. Die selbstständige Praxis bezieht sich auf verschiedene Formen der Zusammenarbeit und umfasst die Konzeption, Planung und Gestaltung von Büchern, Drucksachen und Erscheinungsbildern sowie Rauminstallationen und Ausstellungen.

Mechanisierte grafik von Paul Renner

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Mechanisierte grafik
  • Mechanisierte grafik
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Wie beeinflusst Technik die Kunst? Im Buch »mechanisierte grafik« beschäftigt sich ­Renner, seinerzeit Direktor der Meister­schule für Buch­drucker in München, mit dieser Frage. Neben Typo­­grafie und Design beleuchtet er unterschiedliche Medien wie Film und Fotografie in ihrer Wechselwirkung mit der mo­dernen, damals noch mechanischen Technologie. Gleichzeitig ist »mechanisierte grafik« ein Plädoyer für die ­Funktionalität von Formsprache, einer zurückgenommenen Sachlichkeit ­in den Künsten – sei es in der Architektur oder in der Typo­grafie, in der er sich Renner gegen ­»Künstlergroteskschriften« ausspricht. Formen sind hier Ausdruck ihrer Zeit, an denen sich der schmale Grad zwischen Kunst und Künstlichkeit, entseelter maschineller Produktion und echtem Handwerk bemisst. Dabei ist dieser Band nicht zuletzt eine Aufforderung genau hinzusehen, Farben und Buchstaben ­abzuklopfen und die Welt – auch im digitalen Zeitalter – bildhaft wahr­zunehmen.

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