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Autorenbild von Seraphim Rose

Seraphim Rose

Von seiner Herkunft her protestantischer US-Amerikaner, ausgestattet mit einem an östlicher Philosophie, orientalischen Sprachen und der traditionalen Überlieferung im Sinne René Guénons geformten Denken, konvertierte der Autor, Eugene Rose (1934–1982), im Jahre 1962 zur heiligen Orthodoxie, wurde 1970 zum Mönch unter dem Namen Seraphim geweiht und schliesslich 1977 zum Priester der altehrwürdigen Tradition der orthodoxen Kirche ordiniert. Mit dem Segen seines geistigen Vaters, des hl. Ioann Maximowitsch, Bischof von Shanghai und San Francisco, gründete Vater Seraphim gemeinsam mit dem damaligen russisch-orthodoxen Seminaristen und späteren Priestermönch Vater Herman Podmonschenski die missionarische Bruderschaft des hl. Herman von Alaska, die bis heute Herausgeber zahlreicher orthodoxer Monographien, insbesondere der Schriftenreihe The Orthodox Word, ist und massgeblich zur Förderung der Orthodoxie im Westen beiträgt.
Mit dem vornehmlichen Ziel, die für den westlichen Menschen unter dessen Intellektualismus verborgene Geisteswahrheit zu entschleiern, verfasste er in seiner abgeschiedenen Klause tief im Wald der nordkalifornischen Berge Schriften, die in Millionenauflagen durch die ganze Welt gingen. Heute ist er einer der meistgelesenen Autoren vor allem in Russland. Seine Werke Die Seele nach dem Tod sowie Orthodoxie und die Religion der Zukunft wie auch die hier erstmals in deutscher Sprache vorgelegten Betrachtungen über den Nihilismus: die Wurzel der Revolution in der Moderne, wie der englische Originaltitel lautet, haben aufgrund ihrer erhellenden Einsichten im Geiste einer tief empfundenen Verpflichtung zur Wahrheit zahllosen Lebensläufen eine Wendung geben können.

Nihilismus — die Ideologie des Antichristen von Seraphim Rose

Neuerscheinung

Nihilismus — die Ideologie des Antichristen
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In diesen erstmals in deutscher Sprache vorgelegten Betrachtungen zum Wirken des Nihilismus heute enthüllt Eugene Rose den Kern der modernen Gedankenwelt in all seinen Facetten. Ob von humanistischen Idealen geprägter Liberalismus, ein allein dem Diesseits huldigender Realismus, ob der Nihilismus der ruhelos gewordenen Massen, den er Vitalismus nennt, oder ein auf Zerstörung alles Tradierten hin ausgerichtetes Drängen und Gedrängtsein, ihnen allen ist die Ansicht gemein, dass es absolute Wahrheit nicht gebe, dass alle Wahrheit relativ sei.

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde dieses im Grunde rein säkulare Denken und Wollen — von Nietzsche prophezeit und von Dostojewski in seinen Auswirkungen bereits klar umrissen — schliesslich auf sämtlichen Ebenen des Lebens spürbar. Heute, mehr als vier Jahrzehnte nachdem Rose seine Einsichten zu Papier brachte, sind sie aktueller denn je. In deutliche Worte kleidet er, weshalb zeitgenössische Ideen, Werte und Einstellungen — kurz: der moderne Zeitgeist — mit immenser Schnelligkeit in Richtung einer spirituellen und moralischen Anarchie driften. Zum bereits dämmernden Ausgang des nihilistischen Zeitalters wird, so Rose, eine vollkommen neue Welt geschaffen, ein vollkommen neuer Mensch gestaltet sein, ohne Bezug zum Göttlichen, ohne Hoffnung auf Sinn in Leben und Tod.

„Der Nihilismus unseres Zeitalters ist in allem“, warnt Rose, „und wer nicht, mit Gottes Bestand, beschliesst, ihn im Namen der Seinsfülle des lebendigen Gottes zu bekämpfen, den hat dieser bereits bezwungen. Wir sind an den Rand des Abgrunds zum Nichts gebracht, und wir werden, ob wir sein Wesen erkennen oder nicht, infolge der Affinität zu dem stets vorhandenen Nichts in uns ohne jede Hoffnung auf Erlösung von ihm verschlungen werden — es sei denn, wir bleiben reinen und festen Glaubens in Christus, ohne den wir wahrlich nichts sind.“

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