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Simon Volpers

Simon Volpers arbeitet wissenschaftlich und journalistisch insbesondere zur extremen Rechten, zu sozialen Bewegungen sowie zum Verhältnis von Fußball und Politik. Er hat in Göttingen und London Geschlechterforschung sowie Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie studiert und forschte unter anderem zu den Themen studentische Hochschuleinführung, geschlechtliche Selbstverhältnisse männlicher Gefängnisinsassen und Geschlecht in der Ultra-Bewegung. Er engagiert sich seit vielen Jahren in antifaschistischen Zusammenhängen..
Literatur- und Politikwissenschaftlerin. Unter anderem Mitherausgeberin des Standardwerkes "Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘" (Marta Press). Mitglied im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus sowie in der Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU)..
Literaturwissenschaftler, Germanist und Skandinavist. Promotion über Ernst Jünger. Koordinator der Forschungsstelle "Populäre Kulturen" an der Universität Siegen. Lehrtätigkeiten an mehreren deutschen Hochschulen.

Neue rechte Männlichkeit von Simon Volpers

Neuerscheinung

Neue rechte Männlichkeit
  • Neue rechte Männlichkeit
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Der US-amerikanische Autor Jack Donovan ist eine der schillerndsten Figuren der internationalen Neuen Rechten. In seinen Büchern fordert er die Rückkehr auf den „Weg der Männer", der über koalitionäre Gewalt und Frauenverachtung führt. Denn Donovan meint, die Welt werde beherrscht vom globalisierten Feminismus, dem sich mutige Männerbanden endlich entgegenstellen müssen. Ihre Aufgabe sei es, für den „eigenen Stamm" zu sorgen, zu kämpfen und sich nach aussen abzuschotten. Die Männer sollen zu Barbaren werden. Masslos übersteigert Donovan herkömmliche Vorstellungen über Geschlecht und bedient sich dabei mannigfach an rechten Ideologiefragmenten. Notwendige Anpassungen nimmt er ungeniert vor: Das Bekenntnis zu seiner eigenen homosexuellen Identität transformiert so zu einer Liebe zur Männlichkeit an sich.
Donovans Zusammenführung primitivster Geschlechterbilder in einer ansprechend ausgestalteten Theorie der Gegenwart steht dabei symptomatisch für den Politikstil der Neuen Rechten, zu deren Kernkompetenz die Präsentation alter Inhalte in neuem Gewand zählt. Entsprechend positiv werden Donovans bizarre Ansichten in diesem Milieu – auch in Deutschland – aufgenommen. Dazu trägt nicht zuletzt dessen stilsicherer Umgang mit den sozialen Medien bei. Die fortwährende Inszenierung seines muskulösen Körpers, gefestigte Verbindungen zum organisierten Antifeminismus sowie ein ausgeprägtes Interesse an nordischer Mythologie komplettieren das Bild der „Neuen rechten Männlichkeit“ und verweisen auch über die Person Donovan hinaus auf aktuelle Verhandlungen von Geschlecht und Sexualität in der extremen Rechten.

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