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Sina Farzin

Sina Farzin, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Bremen. Studium
der European Studies sowie der Neueren Deutschen Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Sozialwissenschaften
in Bochum und Peking. Zwischen 2005 und 2009 Promotionsstudium an der Bremen International Graduate
School of Social Sciences und der Universität Basel. Veröffentlichungen u. a.: Inklusion/Exklusion. Entwicklungen
und Probleme einer systemtheoretischen Unterscheidung, Bielefeld (2006); Lexikon Soziologie und Sozialtheorie. Hundert
Grundbegriffe, Stuttgart (2008, hg. mit Stefan Jordan)

Die Rhetorik der Exklusion von Sina Farzin

Neuerscheinung

Die Rhetorik der Exklusion
  • Die Rhetorik der Exklusion
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Längst haben sich Bilder und Darstellungen der so genannten
›neuen Unterschicht‹, der Marginalisierten und Exkludierten
durch ihre Dauerpräsenz in Medien, politischen und auch wissenschaftlichen
Diskursen zu unhinterfragten Stereotypen
verdichtet. Ungeachtet des immensen Dramatisierungs- und
Politisierungspotentials der Exklusionsthematik ist es bisher jedoch
nicht gelungen, einen theoretisch konsistenten Begriff der
Exklusion zu entwickeln, geschweige denn zu etablieren. Dieses
Defizit wird in 'Die Rhetorik der Exklusion' zum Anlass genommen,
den Blick auf die theoretischen Spannungen zu richten, die
in der Exklusionsthematik sichtbar werden. Denn in der Auseinandersetzung
mit dem exkludierten Anderen wird die zumeist
implizite Begrenztheit der jeweiligen Vorstellung des Sozialen,
der Gesellschaft oder des theoretischen ›Innen‹ sichtbar.
Über eine rhetorische Analyse wird in drei Fallstudien zur Systemtheorie
Niklas Luhmanns, zur Diskurstheorie Michel Foucaults sowie
zur Theorie sozialer Felder Pierre Bourdieus gezeigt, dass gerade
an dieser Grenze des Sozialen der Bereich des theoretisch abgesicherten
Sprechens verlassen wird. An seine Stelle tritt eine Sprache,
die von der literarischen Verdichtung rhetorischer Figuren wie
Metaphern, Beispielen und Evidenz bestimmt ist und so zugleich
den impliziten Verweis auf eine andere Wissensordnung als die der
Wissenschaft in die Theorien trägt.

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