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Victor Zaslavsky

Victor Zaslavsky, geboren 1937 in Leningrad (heute
St. Petersburg), arbeitete zehn Jahre als Ingenieur und
unterrichtete
anschließend Soziologie an der Universität
Leningrad.
Nach der Emigration 1975 lehrte er an der University
of California, der Stanford University und an den
Universitäten von Florenz, Venedig, Bergamo, Neapel und
zuletzt in Rom. Er starb 2009 in Rom. Bei Wagenbach lieferbar:
"Russland. Kein Weg aus dem postkommunistischen
Übergang?" und "Klassensäuberung. Das Massaker
von Katyn". Für dieses Buch erhielt er 2008 den
Hannah-Arendt-Preis.

Der Sprengprofessor von Victor Zaslavsky

Neuerscheinung

Der Sprengprofessor
  • Der Sprengprofessor
  • (1)

Kann jemand, der aus einer jüdischen Familie kommt, ein guter Sowjetbürger
sein? Und was tun, wenn die Vorfahren aus der Bourgeoisie stammen? Was
passiert,
wenn man eine alte Lehrerin so lange ärgert, bis sie sich zu einem
konterrevolutionären
»barmherziger Gott« hinreissen lässt? Was, wenn der
Trotzkimörder
Bibliotheksnachbar ist? Ist es opportun, den Kontakt zu seinem
in Ungnade gefallenen Professor, dem man so viel zu verdanken hat, aufrechtzuerhalten?
Victor Zaslavsky erzählt wunderbar einfach, fast beiläufig und dabei nicht selten
komisch von den Menschen, die bei scheinbar alltäglichen Entscheidungen
und Begegnungen an einen Wendepunkt ihres Schicksals geraten. Sollen sie
ihrem Gewissen oder den undurchschaubaren Dogmen der Partei folgen?
Es sind Erinnerungen an seine Kinder- , Jugend- und Studentenzeit, eine
Serie
von Anekdoten, in denen unversehens grosse Lebensgeschichten abgebildet
werden. So entsteht das Portrait eines Russlands, das nach dem richtigen
kommunistischen Weg sucht und dabei absurden Windungen folgt, ohne Rücksicht
auf den Einzelnen. Ein Russland, an das Putin heute gerne wieder anknüpfen
möchte.

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