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Profilbild von Livia Buratta Livia Buratta Filiale: Orell Füssli Zürich Flughafen
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Meine letzte Rezension Wie rote Erde von Tara June Winch
Ein weiteres Stück Geschichte, über das wir deutlich mehr wissen sollten, es aber nicht tun und deshalb dieses Buch lesen sollten. Australien und wer es ursprünglich bewohnte. Was alles getan wurde, um das Land den Aboriginal Australians zu entreissen und wie diese Menschen bis heute noch darunter leiden. Obwohl das Buch bloss einen Bruchteil aller Verbrechen erwähnt, bleibt die Wirkung nicht aus. Drei verschiedene Erzählstränge werden zu einer grossen Geschichte geflochten. Wobei einer dieser Stränge in Form eines Wörterbuchs geschrieben ist, was ich sehr innovativ fand. Dieses Buch wirkte für mich wie ein ungefilterter Blick auf ein Land, das wir sonst eher mit Unbeschwertheit in Verbindung bringen. Obwohl ich Thema und Inhalt äusserst interessant fand, war es sehr schwierig in das Buch hineinzufinden. Es ist gut geschrieben, aber es fehlt manchmal an Spannung, die einem zum Weiterblättern drängt. Auch dieses Buch tut, was nur Bücher können: Es zeigt und erzählt von einer neuen und anderen Perspektive und man lernt, was man nicht mal wusste, nicht zu wissen. Eine gesetzte, eher informative Lektüre, auf die man sich zwar einstellen muss, aber nicht verzichten sollte.
ab Fr. 33.90
Wie rote Erde
4/5
4/5

Wie rote Erde

Ein weiteres Stück Geschichte, über das wir deutlich mehr wissen sollten, es aber nicht tun und deshalb dieses Buch lesen sollten. Australien und wer es ursprünglich bewohnte. Was alles getan wurde, um das Land den Aboriginal Australians zu entreissen und wie diese Menschen bis heute noch darunter leiden. Obwohl das Buch bloss einen Bruchteil aller Verbrechen erwähnt, bleibt die Wirkung nicht aus. Drei verschiedene Erzählstränge werden zu einer grossen Geschichte geflochten. Wobei einer dieser Stränge in Form eines Wörterbuchs geschrieben ist, was ich sehr innovativ fand. Dieses Buch wirkte für mich wie ein ungefilterter Blick auf ein Land, das wir sonst eher mit Unbeschwertheit in Verbindung bringen. Obwohl ich Thema und Inhalt äusserst interessant fand, war es sehr schwierig in das Buch hineinzufinden. Es ist gut geschrieben, aber es fehlt manchmal an Spannung, die einem zum Weiterblättern drängt. Auch dieses Buch tut, was nur Bücher können: Es zeigt und erzählt von einer neuen und anderen Perspektive und man lernt, was man nicht mal wusste, nicht zu wissen. Eine gesetzte, eher informative Lektüre, auf die man sich zwar einstellen muss, aber nicht verzichten sollte.

Livia Buratta
  • Livia Buratta
  • Buchhändler*in

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Wie rote Erde von Tara June Winch

Meine Lieblingswerke

  • Pride and Prejudice von Jane Austen
    5/5

    Pride and Prejudice

    Dieses Buch gehört zu den besten Büchern, die je geschrieben worden sind und je sein werden. Ich wünschte, ich könnte mich mit einer alternativen Meinung hervorheben, indem ich einen anderen Austen-Roman als Favoriten nenne, aber Pride and Prejudice ist einfach ihr bestes Buch. Geschichte, Charaktere, deren Entwicklung, Scharfsinn, Witz, Gefühl, Spannungsbogen, Wendungen – alles bis zur Perfektion ausgearbeitet und umgesetzt. Grossartige Figuren finden sich in diesem Buch zuhauf. Allen voran Lizzy – keck, schlau, fast unverschämt – ist eine einzigartige Protagonistin. Man fühlt mit ihr, ob sie nun jemanden auslacht, jemandes Grenzen austestet, für sich selbst einsteht, im Zorn jemanden zurechtweist oder sich in einer unangenehmen Situation unwohl fühlt. Eine Frauenfigur, deren Wut genauso ernst genommen wird wie ihre Zuneigung, und das in einem Buch geschrieben 1813. Und Mr. Darcy, zu ihm muss ich nichts weiter sagen – allein sein Name hat in der Welt der Bücher mehr Gewicht als der einiger Autoren. Austen schafft es, Nebencharaktere besser zu schreiben, als andere ihre Protagonist:innen, dazu verleiht sie ihren Texten einen Witz, der einem zuerst laut auflachen lässt, nur um die Stelle dann gleich noch einmal zu lesen, weil man kaum glauben kann, dass diese Autorin es vor 200 Jahren gewagt hat, derart lustig zu sein. All dieses Lob und ich habe die unwiderstehliche Liebesgeschichte noch nicht einmal erwähnt. Aber natürlich muss ich sie erwähnen, denn sie setzt dem Ganzen die Krone auf. Sie ist eine der berühmtesten Liebesgeschichten aller Zeiten und doch ist sie realistischer und nachvollziehbarer als die meisten, die ihr vorangingen oder folgten. Mir fehlen die Worte, um das Lob auszudrücken, das diesem Buch meiner Meinung nach zusteht. Es ist mein Lieblingsbuch und ich bin gespannt, ob es je eins geben wird, das es von seinem ersten Platz rücken kann.

    Livia Buratta
    • Livia Buratta
    • Buchhändler*in Orell Füssli Zürich Flughafen

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    Pride and Prejudice von Jane Austen
  • Emma von Jane Austen
    5/5

    Emma

    Eine hübsche, reiche, junge Frau. Stolz, gibt sich nicht mit Leuten unter ihrem Stand ab (es sei denn, sie sind so arm, dass ihr Besuch als wohltätig angesehen wird), manchmal eingebildet und am meisten an sich selbst interessiert. Alles Attribute, die normalerweise die böse Stiefmutter, die Hexe oder die garstige Rivalin ausmachen. Nicht bei Jane Austen. Sie zeigt, dass eine Heldin/Frauenfigur nicht immer die Verkörperung von Güte, Sanftmut und Nächstenliebe sein muss. Frauen sind auch nur Menschen. Eine köstliche Geschichte über die Gesellschaft und ihre Hauptfiguren, deren Muster heute noch genauso gut erkennbar sind wie damals. Jede Menge Drama, Missverständnisse, falsche Annahmen, verzweifelte Liebhaber, geheime Liebschaften, Eifersucht und mehr Witz und Humor als es sich für ein 200 Jahre altes Buch gehört. Jane Austen wusste einfach, was gute Figuren ausmacht; wie man Geschichten schreibt, die über Generationen hinweg relevant bleiben. Feministisch, lustig und eine Liebesgeschichte, wie sie nur Jane Austen schreiben kann! Zu kritisieren gibt es bloss zwei oder drei Aussagen, die den gesellschaftlichen Normen von damals geschuldet sind (beispielsweise was eine gute Ehefrau ausmacht oder Ähnliches). Bei dem feministischen Grundtenor sind diese aber durchaus zu verzeihen. Wie jeden Austen-Roman, sollte man auch diesen gelesen haben. Es lohnt sich.

    Livia Buratta
    • Livia Buratta
    • Buchhändler*in Orell Füssli Zürich Flughafen

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    Emma von Jane Austen
  • Persuasion von Jane Austen
    5/5

    Persuasion

    Ein Austen-Roman, der oft unterschätzt oder gar ganz vergessen wird – absolut zu unrecht. Geschrieben mit unerbittlichem Scharfsinn, Witz und einer Schlagfertigkeit, die man, wäre Jane Austen nicht so unglaublich elegant, fast frech nennen könnte. Anne Elliot – besonnen, intelligent und pragmatisch – ist eine Heldin, die wenig sagt, sich viel dazu denkt und der nichts entgeht. Die Geschichte dreht sich um das vielen gut bekannte Phänomen, einer Person wiederzubegegnen, die einem früher teuer war, heute aber entfremdet ist. Ich bin immer wieder beeindruckt, wie gut es Austen gelingt, solch alltägliche Situationen so greif- und nachvollziehbar zu beschreiben. Selbstverständlich sind nicht nur Geschichte und Schreibstil vortrefflich, neben Anne finden sich in diesem Buch nämlich gleich mehrere tolle Frauenfiguren: Mrs. Croft, Mrs. Smith, ja sogar Mrs. Clay. Aber auch Captain Wentworth glänzt dank der Verzweiflung, die die Liebe so mit sich bringt. Besonders gut gefällt mir, dass Anne nicht wie so viele andere Frauenfiguren von falscher Bescheidenheit verkrüppelt wird. Obschon verunsichert, wegen dem unangenehmen Wiedersehen mit Captain Wentworth, ist sie gegenüber ihrer Wirkung auf ihn nicht blind. Sie kennt ihren Wert und vertraut ihrer Wahrnehmung. Keine Kritik, nur Lob. Ein absolutes Muss, vor allem für diejenigen, die Stolz und Vorurteil gemocht haben.

    Livia Buratta
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    Persuasion von Jane Austen
  • Das Damengambit von Walter Tevis
    5/5

    Das Damengambit

    Ich muss und werde es zu meinen Lieblingsbüchern zählen. So ausserordentlich gut geschrieben, von Anfang bis Ende spannend, mehr als nur einmal deutlich feministisch und immer wieder überraschend. Die 416 Seiten flogen nur so durch meine Finger und ich hätte die Seitenzahl danach tatsächlich deutlich tiefer geschätzt. Selten habe ich so gut geschriebene Frauenfiguren gelesen, dann noch verfasst von einem Mann in den 80er-Jahren. Das zeigt, dass es eben doch möglich und gar nicht so schwierig ist, auch Frauen mehr Tiefgründigkeit zuzuschreiben. Die Hauptfigur Beth überzeugt auf allen Ebenen, aber auch ihre Freundin Jolene, die Mutter Mrs. Wheatley und der Schachprofi Benny Watts sind meisterhaft geschrieben. Ausserdem fand ich die Wahl seiner Geschichte unglaublich spannend: Ein Waisenmädchen, das zur Schachgrossmeisterin aufsteigen will. Und sogar mit einem Thema wie Schach, über das nur wenige Leute wirklich Bescheid wissen, schafft es Tevis seine Leser:innen mitzureissen. Obwohl man den Zug nicht versteht, weiss man ganz genau, ob er verheerend, gewagt, falsch oder zu voreilig war. Bei den jeweiligen Turnieren fürchtet man sich beinahe weiterzulesen, so spannend sind die jeweiligen Züge. An diesem Buch fehlt nichts, es macht einfach unglaublich Spass zu lesen, ist wirklich raffiniert und eine Empfehlung für alle. Sogar wenn man die Netflix-Produktion (die übrigens sehr gut ist) scho gesehen hat. Ein Muss, unbedingt lesen und geniessen. Viel Spass!

    Livia Buratta
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    • Buchhändler*in Orell Füssli Zürich Flughafen

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    Das Damengambit von Walter Tevis
  • Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin von Samantha Shannon
    5/5

    Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin

    High Fantasy in ihrem ganzen Ausmass: durchdacht, verworren und stellenweise kompliziert. Starke Charaktere mit einer unüblichen Vielfalt an Frauenfiguren und einer Geschichte so undurchschaubar wie die wahren Absichten ihrer Protagonisten. Samantha Shannon hat geschafft, was andere noch gar nicht begreifen: Frauenfiguren nicht nur vereinzelt, sondern überall in der Geschichte zu verteilen. Denn genug Frauen kann es nicht geben. Und während andere Autor:innen Sexismus und Homophobie als so unumstösslich wie die Schwerkraft ansehen, hat Shannon beidem ihre Tragweite genommen und sie auf ihre Bedeutungslosigkeit reduziert. Wir sprechen hier von Fantasy, nicht von einem historischen Roman. Die Charaktere, egal welchen Geschlechts, sind vortrefflich geschrieben und alle auf ihre eigene Art und Weise interessant. Obwohl die Geschichte mit dem klassischen Motiv des grossen Bösen arbeitet, bleibt sie überraschend und unvorhersehbar. Ein gewaltiger Auftakt, der gute High Fantasy in all ihrem Glanz erstrahlen lässt. Wie es sich bei High Fantasy gehört, gibt es auch hier viele Namen, zahlreiche Orte und jede Menge Posten, bekleidet von verschiedenen Charakteren. Das kann verwirrend sein. Lässt man sich aber darauf ein, wird schnell klar, was wichtig ist. Ich bin sehr positiv überrascht und kann dieses Buch wärmstens allen Fantasy-Fans empfehlen.

    Livia Buratta
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    • Buchhändler*in Orell Füssli Zürich Flughafen

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    Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin von Samantha Shannon
    • Band 1
    • Der Orden des geheimen Baumes - Die Magierin
    • Samantha Shannon
    • ab Fr. 31.90

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