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Mehr als tausend Worte

Roman

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Liebe und Hoffnung in einer Zeit, die kein morgen kennt ...

Berlin, 9. November 1938: Aliza erwacht von durchdringenden Schreien, als ihr Grossvater von der Gestapo abgeholt wird. Die politische Lage in Deutschland spitzt sich immer weiter zu, doch entgegen aller Mahnungen weigert sich ihr Vater, ein jüdischer Arzt, das Land zu verlassen. Nur seine Tochter will er im Ausland in Sicherheit bringen. Aliza ist am Boden zerstört, dass sie Fabian, ihre grosse Liebe, zurücklassen muss. Beim Abschied versprechen sich die beiden, nach ihrer Rückkehr zu heiraten. Doch werden sie die Wirren des Krieges überstehen?
Rezension
»Zwischen 1938 und 1945 angesiedelter Liebesroman, der vor allem durch seine Liebe zum Detail besticht.«
Portrait
Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Grosshandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 496 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.03.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783641223175
Verlag Random House ebook
Dateigröße 2372 KB
Verkaufsrang 5723
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Fr. 20.90
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Mehr als tausend Worte die ins Herz treffen
von Buecherseele79 am 21.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Aliza und Fabian haben sich getroffen und sofort ineinander verliebt. Doch die Zeit und Geschehnisse heißen diese Liebe nicht gut.. denn Aliza ist Jüdin und Fabian von „arischem“ Blut, ihre Liebe ist 1938 verboten. Als wäre dies nicht schon schrecklich genug wird der Großvater von Aliza von der Gestapo in der Nacht abgeholt, di... Aliza und Fabian haben sich getroffen und sofort ineinander verliebt. Doch die Zeit und Geschehnisse heißen diese Liebe nicht gut.. denn Aliza ist Jüdin und Fabian von „arischem“ Blut, ihre Liebe ist 1938 verboten. Als wäre dies nicht schon schrecklich genug wird der Großvater von Aliza von der Gestapo in der Nacht abgeholt, die Verbote und der Hass gegen Juden nimmt erschreckend zu und der Vater von Aliza sieht nur eine Möglichkeit – sie mit einem Kindertransport nach England zu schicken damit sie sicher ist. Währenddessen erhält Fabian den Einberufungsbefehl der Wehrmacht.... beide geben sich das Versprechen aufeinander zu warten, sich zu finden und zu heiraten.... dann bricht der zweite Weltkrieg aus... Ich bedanke mich bei der Autorin die mir ein Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Der Beginn konnte mich sofort in die Zeit schleudern und man trifft umgehend auf ein schreckliches Erlebnis – die Gestapo holt den Großvater von Aliza mitten in der Nacht ab. Da stockt einem als Leser erstmals das Herz und ab da entwickelt die Geschichte eine Dynamik der man sich nicht mehr entziehen kann. Der Schreibstil ist sehr packend, gefühlvoll und trifft den Nerv, den Angst, dieses Ungewisse der damaligen Zeit sehr genau. Auch sind weitgehend alle Protagonisten entweder sympathisch oder ablehnend. Die jüdische Familie Landau spielt hier die Hauptrolle, speziell Tochter Aliza. Durch diese Protagonisten hat die Autorin gekonnt ein Zeitfenster geschaffen welches die Auswirkungen für die Juden, zur damaligen Zeit, gekonnt aufgreift und für den Leser erschreckend begreiflich macht. Das man nicht einfach so seine Sachen packen konnte um zu verschwinden, dass auch oft die Verantwortung für den Beruf – Aliza´s Vater ist Arzt – einen zurückhält, die Großeltern, die eine weite Reise bzw. Flucht gar nicht mehr überstehen würden, man seine Sachen, seine Wertpapiere alle gar nicht einpacken kann bzw. darf. Die andere Seite lernt man durch den „Blockwart“ Karoschke kennen, er ist der NSDAP treu ergeben, verwaltet das Haus und hält trotzdem „seine schützende Hand“ über die Familie Landau. Wie sich dies aber in seinen Augen abspielt wird hier sehr schnell sehr deutlich klar und man schwankt öfter zwischen Wut und Fassungslosigkeit. Die Liebe zwischen Fabian und Aliza ist toll in Szene gesetzt, vor allem weil Fabian sowie seine Familie, sich nicht um die Rassengesetze kümmern, sie bleiben der Familie Landau weiterhin treu und freundlich gegenüber und begeben sich damit täglich selbst in Gefahr. Man weiß was die Nazis damals verlangten wenn man „jüdisches Blut“ in der Familie hatte, hier liegt der Augenmerk auf die Liebe die über dieses Gesetze hinwegsieht und sich nicht distanzieren will. Kindertransporte nach England wurden damals viel angeboten damit wenigstens die Kinder, meist von jüdischen Familien, in Sicherheit sind. Gehört hatte ich davon schon oft aber in diesem Buch nimmt dann Aliza den Hauptakt ein als sie von ihrer Familie sich loseisen muss um in England sicher zu überleben. Was aber hieß dies damals für die Familien? Vor allem, was hieß es damals für die Kinder die in ein fremdes Land gebracht wurde, ohne Familie, ohne Freunde, ohne dass sie die Sprache beherrschten? Und wie wechselte die Stimmung als England gegen Deutschland in den Krieg zog? Wie sicher und angenehm war dann das Leben von jüdischen Kindern? Wie die Angst um die Familie daheim? - durch die Möglichkeiten von Nachrichten und genauer Berichtserstattung? Hier liegt der Augenmerk der Autorin, auf die Möglichkeit der Transporte, die Sicherheit für die eigenen Kinder und wie sich ihr Leben dadurch verändert hat, was für eine ungewisse Zukunft aber auch Gefühlslage sie tagtäglich erleben mussten. Im Ganzen kann ich dieses Buch nur dringend empfehlen da es, wie so viele Bücher zu diesem Thema, heute wichtiger denn je ist. Eine ganz klare Leseempfehlung!

Das Ende hat mir nicht gefallen
von einer Kundin/einem Kunden aus Kamp-Bornhofen am 09.06.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Mehr als Tausend Worte spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Beispielhaft für das Schicksal der Juden verfolgt der Leser Alizias Leben im scheinbar sicheren Ausland und das ihrer Eltern und ihres Bruders In Deutschland während des Krieges. Alizia muss ihre große Liebe Fabian zurücklassen, der bald als Soldat im Krieg dient. ... Mehr als Tausend Worte spielt zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Beispielhaft für das Schicksal der Juden verfolgt der Leser Alizias Leben im scheinbar sicheren Ausland und das ihrer Eltern und ihres Bruders In Deutschland während des Krieges. Alizia muss ihre große Liebe Fabian zurücklassen, der bald als Soldat im Krieg dient. Ich war auf dieses Buch sehr gespannt, da mich diese Zeit immer sehr interessiert. Der Anfang des Buches ist sehr stark. Eine eindringliche Geschichte, die die schlimmen Erlebnisse dieser Zeit lebendig werden lässt. Man fühlt mit den Charakteren und kann sich alles sehr gut vorstellen. Auch Alizia hat im vermeintlich sicheren Ausland einiges zu erleiden, was meist mit ihrer Herkunft zusammenhängt.Große Teile des Buches lassen sich prima lesen und bringen neben Unterhaltung und Spannung auch viel Hintergrundwissen mit. Dann kam für mich der Bruch im letzten Teil. Alizia lässt sich auf einen seltsamen Handel ein. Für mich völlig unnötig und nicht stimmig zum Teil davor. ich habe mich beim Lesen leider geärgert und manche Person verlor ihre Sympathie. Näher kann ich leider nicht darauf eingehen, ohne viel zu verraten. Durch das Ende hat mir das Buch nicht mehr ganz so gut gefallen, was ich letzlich auch sehr schade finde. Es war nicht nur Alizia, sondern auch andere Personen, die auf mich zuvor anders gewirkt haben und die am Ende nur überrascht haben. Dafür gibt es leider Punktabzug. Wer sich für die Zeit interessiert, sollte sich das Buch trotzdem näher anschauen, da die Geschichte in großen Teilen gelungen ist.

Ganz großes Kino!
von Schmökerwelten am 30.05.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ganz, ganz großes Kino dieses Buch, das wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen ist! Es ist ein Buch, das mit deinen Gefühlen spielt, das dich ein Gefühlschaos von extremer Wut, sogar Hass, Mitleid, völligem Unverständnis, Sympathie und Antipathie, aber auch Hoffnung durchleben lässt! Ein Buch über den Holocaust mits... Ganz, ganz großes Kino dieses Buch, das wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen ist! Es ist ein Buch, das mit deinen Gefühlen spielt, das dich ein Gefühlschaos von extremer Wut, sogar Hass, Mitleid, völligem Unverständnis, Sympathie und Antipathie, aber auch Hoffnung durchleben lässt! Ein Buch über den Holocaust mitsamt seinen furchtbaren Konsequenzen; über eine jüdische Familie, deren Leben vollkommen zerrissen wird; einen jüdischen Arzt, der seine Passion - seinen Beruf - nicht mehr ausüben darf und die ganz große Liebe eines jüdischen Mädchens zu einem Arier. Ein Buch gegen die braune Ideologie, das zeigt, dass man sich auch als Mitläufer schuldig macht. Wir befinden uns in Berlin Ende der 30er Jahre. Der Arzt Dr. Samuel Landau lebte hier bisher mit seiner Frau, seinem Sohn Harald und der sechzehnjährigen Tochter Aliza in guten und geordneten Verhältnissen, doch das Leben wird für Juden in Berlin immer schwieriger. Die Judenfeindlichkeit nimmt immer krassere Ausmaße an, die Demütigungen und Sanktionen werden immer einschneidender. Viele müssen um ihr eigenes Leben oder das ihrer Angehörigen fürchten. Wer kann, verlässt Deutschland. Aber schließlich ist kein anderes Land mehr bereit, noch Juden aufzunehmen. Um wenigstens die Tochter in Sicherheit zu bringen, schicken die Eltern Aliza mit einem Kindertransport nach England. Für Aliza bedeutet dies nicht nur den Abschied von Ihren Eltern, sondern auch die Trennung von Ihrer großen Liebe Fabian, der zur gleichen Zeit zum Wehrdienst einberufen wird. Doch auch in London ist nicht alles Gold was glänzt. Aliza erfährt nicht nur Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit, ihr begegnen auch hier Ausbeutung und Hass auf alles was deutsch ist, egal ob Nazi oder Jüdin. Die noch anfänglichen Briefkontakte brechen während des Krieges schließlich abrupt ab und Aliza muss mit dieser zermürbenden Ungewissheit leben, ob sie ihre Familie und Fabian lebend wiedersehen wird. Trotzdem ist die ganze Story immer geprägt von Hoffnung und mit 23 Jahren betritt Aliza erstmals wieder deutschen Boden. Die Geschichte ist wie ein Sog, in den man immer tiefer hinein gezogen wird und der einen nicht mehr loslässt. Lilli Beck hat sehr ausdrucksstarken Charakteren mit wahnsinnig viel Tiefe Leben eingehaucht und schreibt die ganze Geschichte extrem atmosphärisch, sehr bildgewaltig und mit einer unheimlich ergreifenden Intensität. "Mehr als tausend Worte" ist eine spannende, erschreckende Reise in eine dunkle Vergangenheit, wahnsinnig berührend und aufwühlend. Und hoffentlich aufrüttelnd - gegen das Vergessen!