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Landgericht

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2014 in der Kategorie »Bester Interpret«

1948 kehrt der Jude Richard Kornitzer mit den besten Absichten in seine ehemalige Heimat Deutschland zurück - um zu überleben war der Jurist einst vor den Nazis nach Kuba geflohen. Kornitzer will beim Wiederaufbau des zerstörten Landes helfen. Voller Hoffnung und Tatendrang wagt er einen Neubeginn im Nachkriegsdeutschland ... doch bald schon gerät er in Schwierigkeiten: Seine Wiedergutmachungsforderungen an den Staat werden ignoriert, anstelle von Verständnis für seine Situation erfährt er Misstrauen. Auch die Familienwiedervereinigung gelingt nicht. So weicht Kornitzers anfängliche Aufbruchsstimmung immer mehr einer tiefen Verbitterung. Das Hörbuch zum Buch, das den Deutschen Buchpreis 2012 gewann, wird von Frank Arnold gelesen, der schon vielen grossen literarischen Werken (z. B. Per Olov Enquists "Ein anderes Leben" oder Maarten 't Harts "Der Flieger") seine Stimme lieh.
Portrait
Frank Arnold, in Berlin geborener Schauspieler, Regisseur und Dramaturg, studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin. Er leiht seit Jahren zahlreichen TV-Magazinen ("Aspekte") und Hörbüchern seine Stimme. 2014 wurde er mit dem Deutschen Hörbuchpreis als "Bester Interpret" für die Lesung von Ursula Krechels "Landgericht" ausgezeichnet.

Ursula Krechel, geboren 1947 in Trier. Studium der Germanistik, Theaterwissenschaften und Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten. Erste Lyrikveröffentlichungen 1977, danach erschienen Gedichtbände, Prosa, Hörspiele und Essays. 2009 erhielt Ursula Krechel den "Joseph-Breitbach-Preis". 2012 erhielt Sie den Deutschen Buchpreis für den Roman "Landgericht" Die Autorin lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Frank Arnold
Anzahl 8
Erscheinungsdatum 07.12.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783899644821
Genre Sachbuch (populärwissenschaftlich)
Verlag Audiobuch
Auflage 1
Spieldauer 580 Minuten
Hörbuch (CD)
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Fr. 31.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
14 Bewertungen
Übersicht
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1

"Er war angekommen. Angekommen, aber wo." (7)
von Miri am 01.02.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Schon der erste Satz deutet, dass es hier um keine leichte Geschichte geht, keine Happy-End Liebesgeschichte und schon gar nicht eine "gerechte". Wer also auf solche steht, wird hier enttäuscht, da es sich um eine dokumentarische Literatur handelt, ohne etwas schön zu reden. Wenn man sich das Setting ansieht: zerstörtes Deutschl... Schon der erste Satz deutet, dass es hier um keine leichte Geschichte geht, keine Happy-End Liebesgeschichte und schon gar nicht eine "gerechte". Wer also auf solche steht, wird hier enttäuscht, da es sich um eine dokumentarische Literatur handelt, ohne etwas schön zu reden. Wenn man sich das Setting ansieht: zerstörtes Deutschland, Emigration (Kuba), Trümmerexistenzen, Gerichtshof/Landgericht und komplett zerstörte Familien, kein Ankommen, kein Zurückkommen, Überlebenskampf, ewiger Kampf für Gerechtigkeit wird einem klar, dass es auch die entsprechende Sprache benötigt um die Atmosphäre wahrhaftig einzufangen und wie man sich schon vorstellen kann: politische bzw. Gerichtssprache ist nicht gerade erzählerisch stielvoll bzw. gefühlsvoll und flüssig. Für die, die kürzere und klare Sätze lieben, wird der Roman sehr schwierig und langatmig wirken, genauso, ging es mir auch am Anfang und zugegeben, manche Ausführungen trieben mich in die Langweile. Nichtsdestotrotz hat dieser Roman den Deutschen Buchpreis 2012 verdient, schon deshalb, weil er paradigmatisch allen vergessenen Remigrant*innen eine Stimme verleiht. Stimme, die sie leider so sehr benötigten als das zertrümmerte Deutschland/Europa wieder aufgebaut werden sollte. Es ist zum Schreien, wenn man Aussagen Typus: "Ich habe noch kein einziges Opfer des Faschismus zu sehen bekommen." (97) oder "...also kein Krieg, also keine Kellerexistenz, keine pfeifenden Granaten. Dann sind Sie ein glücklicher Mensch." (117f) liest. Meine Empfehlung hat dieses Werk auf jeden Fall, allerdings, wenn man einen Unterhaltungsroman mit schlüssigen und schönen Momenten lesen möchte, ist es weniger geeignet. Vielleicht kann man in solchem Fall auf den Film zurückgreifen, wenn man sich die Geschichte nicht entgehen lassen will und das sollte man auf jeden Fall nicht. Toller Beitrag zur Erinnerungskultur.

von einer Kundin/einem Kunden am 25.01.2018
Bewertet: anderes Format

Westdeutsche Nachkriegsgeschichte, 2012 zu Recht mit den Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Zu Recht, bitte lesen!

Nachkriegsjahre in Deutschland
von einer Kundin/einem Kunden am 06.07.2017
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die Autorin schafft es geschickt, historische Begebenheiten und literarische Erzählform zu verknüpfen. Sprache und Ausdruck sind geschliffen und man bekommt einen bruchstückhaften Einblick in die (einzig mögliche) Strategie des Überlebens und Weitermachens der vom Krieg schwer getroffenen Bevölkerung und den täglichen jahrelange... Die Autorin schafft es geschickt, historische Begebenheiten und literarische Erzählform zu verknüpfen. Sprache und Ausdruck sind geschliffen und man bekommt einen bruchstückhaften Einblick in die (einzig mögliche) Strategie des Überlebens und Weitermachens der vom Krieg schwer getroffenen Bevölkerung und den täglichen jahrelangen Kampf um Vergünstigungen und Entschädigungen, auch wenn es sich gerade beim Protagonisten hauptsächlich um Jammern auf sehr hohem Niveau handelt. Empfehlenswert!