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Der Metropolist

Roman

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Metropolis ist die strahlende Stadt der Zukunft, der wahr gewordene amerikanische Traum – und Henry Thompson, pflichtbewusster Beamter der Verkehrsbehörde, ist bereit alles zu tun, damit das auch so bleibt. Als seine Behörde ins Kreuzfeuer eines mächtigen Feindes gerät, beginnt Henry zu ermitteln. Korrekt und regelkonform möchte er rasch Ergebnisse präsentieren. Zu dumm nur, dass man ihm als Partner in diesem Fall ausgerechnet die Künstliche Intelligenz OWEN zur Seite stellt: Die KI säuft, raucht und scheint von Vorschriften noch nie etwas gehört zu haben. Doch um Metropolis zu retten, müssen sich Henry und OWEN wohl oder übel zusammenraufen ...

Portrait
Fried, Seth
Seth Fried ist Autor und Humorist. Er schreibt für The New Yorker »Shouts and Murmurs« und NPR »Selected Shorts«. Seine Geschichten wurden in verschiedenen Magazinen und einer Story-Sammlung veröffentlicht. Er ist Gewinner des Pushcart Preises und des William Peden Preises.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 15.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-32014-7
Verlag Heyne
Maße (L/B/H) 21/13.7/3 cm
Gewicht 425 g
Originaltitel The Municipalist
Übersetzer Astrid Finke
Verkaufsrang 58030
Buch (Paperback)
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Fr. 19.90
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
28 Bewertungen
Übersicht
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7
8
2
0

Unterhaltsamer Roman mit Luft nach oben
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.09.2019

Henry Thompson, Beamter in der Verkehrsbehörde, wird von seinem Vorgesetzten nach Metropolis geschickt. Irgendetwas merkwürdiges geht in der schillernden Stadt der Zukunft vor sich und der pflichtbewusste und bei seinen Kollegen sehr unbeliebte Henry soll nun herausfinden, was in Metropolis im Argen liegt. Zur Unterstützung wi... Henry Thompson, Beamter in der Verkehrsbehörde, wird von seinem Vorgesetzten nach Metropolis geschickt. Irgendetwas merkwürdiges geht in der schillernden Stadt der Zukunft vor sich und der pflichtbewusste und bei seinen Kollegen sehr unbeliebte Henry soll nun herausfinden, was in Metropolis im Argen liegt. Zur Unterstützung wird ihm die Künstliche Intelligenz OWEN zur Seite gestellt, der das komplette Gegenteil von Henry ist. OWEN trinkt zu viel, händelt Dinge lieber auf seine eigene Art und interessiert sich nicht für die Vorgaben seiner Vorgesetzten. Doch als sich die Lage in Metropolis zuspitzt, müssen Henry und OWEN notgedrungen miteinander kooperieren. „Der Metropolist“ ist ganz seichte Science Fiction, die wenig mit Science zu tun hat, sondern mehr mit einem Unterhaltungsroman gemein hat. Somit sollte man sich nicht von der Einordnung zum Science Fiction Genre abhalten lassen, das Buch zu lesen. Für mich war es ein toller, kurzweiliger Zeitvertreib und wirklich unterhaltsame Lesestunden. Die gerade einmal 320 Seiten sind wirklich schnell gelesen, was zu einen an der unterhaltsamen Geschichte liegt, aber auch an der wirklich großen Zeichengröße. Die KI, die sich daneben benimmt, ist nicht von Seth Fried ins Leben gerufen worden, doch die Umsetzung von OWEN hat mir trotzdem wirklich gut gefallen. Ich fand die Passagen mit ihm sehr erheiternd und der Autor hat spürbar viele Gedanken in die Charakterentwicklung von OWEN gesteckt. Ich hatte mir aber ein kleines wenig mehr von dem Buch erhofft, denn anhand des Klappentextes und der Charakterbeschreibungen hatte ich einfach auf viel mehr Reibereien und unterhaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Henry und OWEN gesetzt. Diese gab es und unterhaltsam waren die vorhandenen auf jeden Fall, doch hätte die Beziehung der beiden ruhig noch weiter und tiefer ausgebaut werden können und noch mehr Konflikte und Dialoge zwischen ihnen geschaffen werden können. Denn das Konfliktpotential ist durch die Verschiedenheit der Charaktere absolut vorhanden und hätte noch besser ausgenutzt werden können. Vielleicht wäre ein weniger weit auseinander liegendes Paar als Henry und OWEN auf den wenigen Seiten etwas besser gewesen, da somit die Unterschiede der beiden schneller überbrückt worden wären. Der Verlag wirbt auf dem Buchumschlag mit „Pulp Fiction meets Science Fiction“. Da ich leider Pulp Fiction noch nie gesehen habe (Schande über mein Haupt, aber ich habe den Film jetzt auf meiner Liste ganz weit nach oben gesetzt!), kann ich hierzu nicht viel sagen und nur auf die Äußerungen anderer Rezensenten verweisen, die den Film gesehen haben. Doch das Science Fiction in der Aussage ist – wie oben schon gesagt – etwas überzogen. Mir hat der Humor der Geschichte tatsächlich gut gefallen. Ich könnte mir durchaus Fortsetzungen von der Geschichte rund um Henry und OWEN vorstellen und würde diese auch auf jeden Fall lesen. Da es sich bei „Der Metropolist“ scheinbar um das Romandebut des Autors handelt, der vorher nur Kurzgeschichten veröffentlicht hat, kann ich mir durchaus vorstellen, dass er an weiteren Projekten wächst und sein Potential noch mehr ausschöpft.

Ein „Klemmi“ auf Abwegen
von FrauSchafski am 15.09.2019
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Im Fall von „Der Metropolist“ dachte sich der Verlag, er weckt bei der Beschreibung seines Buchs Assoziationen zu einem der Kultfilme schlechthin: Pulp Fiction. Das damit die Erwartungen an den Inhalt ins schier Unermessliche steigen, wird in diesem Fall zum Problem. Wenn ich an Pulp Fiction denke, dann habe ich vor allem sch... Im Fall von „Der Metropolist“ dachte sich der Verlag, er weckt bei der Beschreibung seines Buchs Assoziationen zu einem der Kultfilme schlechthin: Pulp Fiction. Das damit die Erwartungen an den Inhalt ins schier Unermessliche steigen, wird in diesem Fall zum Problem. Wenn ich an Pulp Fiction denke, dann habe ich vor allem schräge, aber einprägsame Charaktere im Kopf, knackige, teils ausufernde, aber immer auch witzige Dialoge und nicht zuletzt eine raffiniert aufgebaute und ineinander verschachtelte Story. Allerdings kommt das, was ich in diesem Buch vorgefunden habe, nicht einmal Ansatzweise an den Kultfilm ran. Schon der Einstieg war furchtbar zäh. Der Protagonist Henry ist ein „Klemmi“, wie er treffenderweise bezeichnet wird. Nun ist ein solcher Status tatsächlich die beste Grundlage für eine rasante Weiterentwicklung, das gebe ich gerne zu. Aber es ist wirklich nicht notwendig, diesen Umstand über fast ein Drittel des Buches mit gähnend langweiligen Fachsimpeleien über Stadtplanung, Verwaltungsarbeit und Lokomotiven auszuführen. Als schließlich endlich etwas Bewegung in die Handlung kommt, wird dies mit dem Auftauchen der künstlichen Intelligenz OWEN gefeiert. (Warum dieser Name durchgehend großgeschrieben wird, ist mir ein Rätsel, denn die Abkürzung, für die die Buchstaben potenziell stehen könnten, wird nirgendwo erläutert.) OWEN soll nun Klemmi Henry und seinen total wichtigen Auftrag (rette die Stadt) aufmischen. Allerdings verstehe ich darunter nicht, einen Kalauer an den anderen zu reihen, währenddessen zu saufen und mit möchtegern-komischen Projektionen aufzuwarten. Hinzu kommt, dass dabei eine unlogische Sache auf die nächste folgt, Dinge als gegeben hingenommen werden, die völlig hirnrissig sind, und zugunsten des „Irgendwie müssen wir ja jetzt aus der Sache wieder raus kommen“ die Handlung immer haarsträubender und konstruierter wird. Mehrmals stand ich kurz davor, das Buch abzubrechen, weil es mir schlichtweg zu dämlich wurde. Doch letztlich habe ich dann doch bis zum Ende durchgehalten, was mich nur bedingt versöhnen konnte. Fazit: Der Verweis auf Pulp Fiction hat meine Meinung zum Buch zusätzlich geschmälert. Dadurch konnte ich Handlung und Charaktere nicht mehr neutral betrachten, sondern verglich sie unweigerlich ständig mit dem angeblichen filmischen Äquivalents - und da konnte „Der Metropolist“ quasi nur verlieren. Dieser Marketingkniff ging für mich also völlig in die Hose, weswegen ich nur 2/5 Sternen vergebe.

Lustig und spannend
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 11.09.2019

Der Roman spielt in der näheren Zukunft und er ist ein herrlicher Zeitvertreib. Die beiden Protagonisten, der pedantische Angestellte und sein Partner, eine leicht durchgeknallte Computersimulation, werden herzerfrischend dargestellt und immer wieder muss man lachen oder doch zumindest schmunzeln. Dazu kommt auch noch eine spann... Der Roman spielt in der näheren Zukunft und er ist ein herrlicher Zeitvertreib. Die beiden Protagonisten, der pedantische Angestellte und sein Partner, eine leicht durchgeknallte Computersimulation, werden herzerfrischend dargestellt und immer wieder muss man lachen oder doch zumindest schmunzeln. Dazu kommt auch noch eine spannende Handlung und ein überraschender Schluss. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und ich kann ihn einem Jeden empfehlen, der Humor hat und keine tiefschürfenden Abhandlungen erwartet.