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Das Haus der Verlassenen

Roman

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ...

Sechzig Jahre später stösst die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Grosseltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Grossvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stösst sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.

Rezension
»Es macht mich fassungslos, dass es gerade mal zwei Generationen her ist, was Emily Gunnis in ihrem Debüt als Leben der jungen Ivy beschreibt.«
Portrait
Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 400 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 01.02.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783641235727
Verlag Heyne
Dateigröße 1402 KB
Übersetzer Carola Fischer
Verkaufsrang 70
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Super spannend und unheimlich gefühlvoll
von Anne B. aus Brake am 18.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch hatte mich schon allein durch sein Cover und den Klappentext in den Bann gezogen, es dann aber zu lesen... Das war ein so herzzerreißendes, spannend geheimnisvolles und bewegendes Leseabenteuer, wie ich es noch nicht erlebt habe. Die Verknüpfung zwischen Fiktion und Realität ist einfach genial gelungen und... Dieses Buch hatte mich schon allein durch sein Cover und den Klappentext in den Bann gezogen, es dann aber zu lesen... Das war ein so herzzerreißendes, spannend geheimnisvolles und bewegendes Leseabenteuer, wie ich es noch nicht erlebt habe. Die Verknüpfung zwischen Fiktion und Realität ist einfach genial gelungen und sehr gut umgesetzt. Die Aufteilung in zwei Zeitstränge ist dabei eine gute Idee und bringt einem die Geschichte und vor allem die Protagonisten noch näher. Die Charaktere selbst ziehen einen mit ihrer Komplexität und Entwicklung sofort in ihren Bann und verfolgen dich auch noch, wenn du das Buch schon längst beiseite gelegt oder zu Ende gelesen hast. Zum Inhalt will ich hier nicht viel sagen, aus Angst etwas zu verraten. Das Buch hat mich wirklich sehr bewegt und wird mich auch noch eine ganze Weile lang in Gedanken verfolgen. Ich kann es wirklich nur empfehlen, es ist ein Leseabenteuer in das es sich lohnt, sich Hals über Kopf zu stürzen.

Eine Geschichte, die unter die Haut geht
von World of books and dreams am 18.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Sussex im Jahr 1956, unverhofft wird die junge Ivy von ihrer großen Liebe schwanger, doch dieser will nichts davon wissen, geschweige denn Ivy heiraten. Zu dieser Zeit ist dies eine große Schande für die Familie und so muss Ivy in das St. Margarets Haus, einem Heim für ledige Mütter.... Sussex im Jahr 1956, unverhofft wird die junge Ivy von ihrer großen Liebe schwanger, doch dieser will nichts davon wissen, geschweige denn Ivy heiraten. Zu dieser Zeit ist dies eine große Schande für die Familie und so muss Ivy in das St. Margarets Haus, einem Heim für ledige Mütter. Hier verrichten die Schwangeren unter der Aufsicht gestrenger Nonnen Arbeiten bis zur Niederkunft oder bis ihr Aufenthalt in dem Heim bezahlt ist. Rund sechzig Jahre später stößt die junge Journalistin Samantha zufällig in den Unterlagen ihres verstorbenen Großvaters auf einen Brief, einen Brief von Ivy. Dieser Brief lässt Samantha, sebst eine alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter, nicht mehr los. Sie findet weitere Briefe Ivys und gleichzeitig stösst sich auf einen Bericht über den Fund einer Leiche, bei der es sich um den ehemaligen Priester des Heimes handelte. Was ist damals in diesem Heim nur geschehen? Samantha macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Meine Meinung Ich mag Bücher, die Geschichten auf zwei Zeitebenen erzählen und in denen man auf alte Geheimnisse stößt und so war ich unglaublich gespannt auf Emily Gunnis’ Geschichte “Das Haus der Verlassenen”. Das Cover wirkt atmosphärisch und auch der Klappentext sehr spannend und so war ich schnell äußerst neugierig auf dieses Buch. Schon auf den ersten Seiten ihres Romans konnte die Autorin mich fesseln, denn es beginnt mit einem sehr schockierenden Augenblick aus Ivys Leben im Heim der ledigen Mütter, dem St. Margarets Haus. Schon hier kreisten meine Gedanken um die Fragen, was es mit diesem Heim auf sich hatte und wie sehr die Bewohnerin hier leiden mussten. Was mich aber wirklich erschreckte, war der Gedanke, dass diese Geschichte von einer Zeit erzählt, die noch gar nicht lange her ist. Gerade einmal einige Jahrzehnte trennen uns von den damaligen Begebenheiten und ich bin froh, dass sich da einiges Denken verändert hat, zumindest bei den meisten. Es geht darum, dass junge Frauen ihr “Ansehen” verloren, wenn sie ungewollt und unverheiratet schwanger wurden und mit welchen Konsequenzen diese leben mussten. Emily Gunnis erzählt sehr einnehmend und fesselnd, mit wechselnden Perspektiven aus unterschiedlichen Zeiten. In der Gegenwart spielt die Journalistin Samantha eine wichtige Rolle, aber auch die Geschichte der Fernsehmoderatorin Kitty, die sich gerade aus der Öffentlichkeit zurückzieht oder zurückziehen muss, bekommt einen großen Part. In der Zeit der fünfziger Jahre steht Ivy im Mittelpunkt, aber auch Kittys Familie ist mit dieser Zeit verwoben. Während man als Leser gemeinsam mit Samantha Stück für Stück die Vergangenheit durchforstet und den Geheimnissen des alten Hauses auf die Spur kommt, wird man gleichzeitig tief berührt von Ivys Geschichte. Ganz geschickt verknüpft die Autorin die vielen losen Fäden miteinander und erzählt eine sehr emotionale und berührende Geschichte. Die Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen, man baut während des Lesens so nach und nach eine Beziehung zu den Personen auf und fühlt mit ihnen mit. Jeder bekommt für dies schwere Thema die nötige Tiefe und lässt den Leser nachdenklich zurück. Mein Fazit Zwar ist Emily Gunnis’ Geschichte fiktiv und doch beruht sie auf Tatsachen. Es gab seinerzeit solche Heime und die teils unwürdigen und grausame Behandlungen und die Machenschaften rund um die Adoptionen der Kinder sind leider keine Fiktion. Man braucht ein wenig Zeit, um sich in der Geschichte mit den unterschiedlichen Personen und Zeitebenen zurecht zu finden und doch schafft es die Autorin, all ihre Ebenen miteinander zu verknüpfen. Zutiefst berührend, schockierend und emotional, absolut lesenswert!

Ein Debütroman, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt
von einer Kundin/einem Kunden aus Scheeßel am 17.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Es scheint die Zeit der eindrücklichen Romane zu sein...denn einen bleibenden Eindruck hinterlassen die Schilderunge Ivys in jedem Fall. Die Geschichte von Ivy, St. Margaret's und Sam wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Sam stößt durch Zufall auf einen Brief von Ivy, ihre journalistische Neugier ist geweckt und sie beginnt zu... Es scheint die Zeit der eindrücklichen Romane zu sein...denn einen bleibenden Eindruck hinterlassen die Schilderunge Ivys in jedem Fall. Die Geschichte von Ivy, St. Margaret's und Sam wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Sam stößt durch Zufall auf einen Brief von Ivy, ihre journalistische Neugier ist geweckt und sie beginnt zu recherchieren. Parallel erfahren wir aus Ivys Perspektive und aus den Briefen, die sie damals dem Vater des Kindes in der Hoffnung auf Rettung schickte, was ihr und vielen anderen Frauen im Heim für ledige Mütter angetan wurde. Es wäre schön, wenn man dieses Grauen ins Reich der Fiktion verbannen könnte, doch leider ist zwar dieses spezielle Heim ein fiktiver Ort, die Geschehnisse allerdings sind so und in unterschiedlichen Formen in diversen irischen und britischen Heimen tatsächlich passiert. Es steht zu befürchten, dass sich das nicht auf Großbritannien beschränkt. Der Lesefluss ist sehr gut, denn selbstverständlich bangt und leidet man mit Ivy und möchte gleichzeitig mit Sam die Zusammenhänge des Ganzen verstehen. So kommt keine Langeweile auf, der Roman hält durchweg ein gewisses Spannungslevel. Die Charaktere sind sehr bildhaft und lebensecht dargestellt, man sieht sie praktisch vor sich. Ein wenig schade fand ich, dass einige Enthüllungen mit der Zeit schon auf der Hand lagen und dann wenig überraschend waren. Das tat der Sogwirkung des Buches aber überhaupt keinen Abbruch. Auch nach Beendigung des Buches kann man die Gedanken an Ivy und die anderen Frauen nur schwer abschütteln. "Das Haus der Verlassenen" ist Emily Gunnis' Debütroman, sodass zu hoffen ist, dass wir noch viele weitere derart mitreißende Romane von ihr erwarten dürfen.